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ÖPNV-Anbindung an den neuen Flughafen Berlin Brandenburg
geschrieben von Harald Tschirner 
Zitat
Jay
Die "Wiederherstellung der Vierstreifigkeit" der A117 ist weitgehend abgeschlossen. Die entsprechenden Sperrungen der Bahnstrecke gab es längst. Zusätzlich befindet sich weiter westlich eine weitere Straßenbrücke, die sogenannte Traversale, im Bau, die die Sperrpausen der A117 mitgenutzt hat.

Die ursprünglich provisorische Überbrückung der VzG 6151 durch die A117 rührte genau aus dem Gedankengang die A117 zurückzubauen und die Zerschneidung von Bohnsdorf durch die Autobahn aufzuheben. Nun wurde genau das Gegenteil umgesetzt. Die A117 wurde im Bestand erneuert und neben der Bahnstrecke ist mit der Anschlussstelle Hubertus eine weitere Zufahrt im Bau.

Selbstverständlich wird sich die A117 später noch so richtig "rechnen", wenn einmal die TVO durchgehend vierstreifig umgesetzt und die ebenso vierstreifige OU Ahrensfelde der B158 gebaut wurde. Dann können sich die LKW nämlich wunderbar den östlichen Teil der A10 sparen und den kürzeren, teils mautfreien, Weg über die TVO nehmen.

Danke für die erklärenden Ausführungen, da muss ich mal wieder bei Licht Autobahn fahren. Jetzt weiß ich auch was es mit der Einspurigkeit und Bauampeln auf der Landstraße L400 in der Nähe der neuen Bahnbrücke auf sich hat. Das war während der Bahnvollsperrung in Schöneweide, ansonsten ist man ja mit S-Bahn schneller in Wildau als mit der Auto. Und schön, dass der Stress für die Bahnstrecke zum Flughafen bezüglich der Folgebaumaßnahmen schon durch ist.

Auch gut, dass die Unterführung der früheren Kerosinbahn Grünau - SFX zwischenzeitlich als Fuß- und Fahrradweg umgenutzt wurde und jetzt durch die Autobahn GmbH sogar komplett erneuert wird. Leider führte eben diese Maßnahme zu einer Bauzeitverlängerung und damit längeren Unannehmlichkeiten für die Anwohner, wie aus einer Schriftlichen AGH-Anfrage hervorgeht.

Die Mautfreiheit der TVO kann, entsprechenden politischen Willen vorausgesetzt, verwaltungstechnisch sicherlich behoben werden. Beispielsweise den TVO-Neubauabschnitt als Fortsetzung der B 158 ansehen und widmen. In der dritten Stufe zur LKW-Maut wurden zum 01.07.2018 alle rund 40.000 km Bundesstraßen für Lkw ab 7,5t mautpflichtig. Rechtliche Grundlage ist das Vierte Gesetz zur Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes vom 27.03.2017 (BGBl. I S. 564). Für Bundesautobahnen und Bundesstraßen gelten einheitliche Mautsätze. Für Berlin gibt es meines Wissens keine Ausnahmen.
Seit 1.7.2024 wird die Maut bereits ab 3,5t zulässige Gesamtmasse fällig, also schon für große Lieferwagen.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.2026 00:19 von der weiße bim.
Nur, dass der Bund die Notwendigkeit der TVO negiert und sie gerade nicht als Bundesstraße haben möchte.

Berlin soll doch gerade die TVO selbst zahlen.
Wäre natürlich auch lustig, wenn Berlin die teure TVO zahlt und der Bund dann anschließend einfach umwidmet.
Ja, ich hab mir auch vorgenommen, jetzt mal wieder da lang zu fahren. Zu schnell, dass sich alles ändert.
Aktuell wird der FEX wegen einer Signalstörung als "Ring 42" Hbf -> Südkreuz -> BER -> Ostkreuz -> Gesundbrunnen -> Hbf gefahren. Läuft offenbar nicht wirklich gut, die Verspätung ist teilweise größer als der Takt. Dazu ist das die betrieblich ungünstigere Richtung mit einer höheren Anzahl an Trassenkonflikten, als würde man das Ganze andersrum fahren. Aus Fahrgastsicht ist es natürlich so herum richtig. Zum Flughafen wie geplant, von dort weg die Umleitung.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Dass sowas überhaupt möglich ist, sehe ich aber positiv.
Zitat
Heidekraut
Dass sowas überhaupt möglich ist, sehe ich aber positiv.

Ich hätte dann auch eher mit einer Komplettstilllegung gerechnet.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Heidekraut
Dass sowas überhaupt möglich ist, sehe ich aber positiv.

Ich auch. Also ich meine jetzt sowohl die pragmatische Vorgehensweise, als auch den Laufweg, bei dem ich nicht verstehe, wieso der nicht planmäßig in beide Richtungen gefahren werden kann. Gäbe es da irgendwelche Nachteile? Ich sehe bei so einer Ringlinie eigentlich nur Vorteile, während bei der jetzigen Linienführung die Züge sinnlos irgendwo rumstehen und anderen im Wege sind.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Heidekraut
Dass sowas überhaupt möglich ist, sehe ich aber positiv.

Ich auch. Also ich meine jetzt sowohl die pragmatische Vorgehensweise, als auch den Laufweg, bei dem ich nicht verstehe, wieso der nicht planmäßig in beide Richtungen gefahren werden kann. Gäbe es da irgendwelche Nachteile? Ich sehe bei so einer Ringlinie eigentlich nur Vorteile, während bei der jetzigen Linienführung die Züge sinnlos irgendwo rumstehen und anderen im Wege sind.

Es funktioniert eben nicht gut, sondern nur als Notfallvariante, wie man heute eindrucksvoll an der aufgebauten Verspätung gesehen hat.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Aber wenn man Ringverkehr in beiden Richtungen einrichten würde, hätte man doch viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Schnelle Verbindung zwischen Hbf und BER in beiden Richtungen und Anbindung von Ostring und Gesundbrunnen. Wenn es Trassenkollisionen gibt und daher Verspätung, muss man daran arbeiten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.2026 21:42 von Heidekraut.
Zitat
Heidekraut
Aber wennman Ringverkehr inbeidenRichtungeneinrichtenwürde, hätte mandoch viele Fliegenmiteiner Klappe geschlagen. Schnelle Verbindung zwischen Hbf und BER in beiden Richtungen und Anbindung von Ostring und Gesundbrunnen. Wenn es Trassenkolisionen gibt und daher Verspätung, muss man daran arbeiten.
Das scheitert an folgenden Dingen:

1. Finanzierung: deutlich mehr Fahrleistung notwendig
2. Ostkreuz hat eine schnelle Anbindung zum Flugi.
3. Gesundbrunnen kann sie auch über den RE20 und RE9 bekommen
4. Südkreuz ist wichtig, daher sollte man von dort den Express nicht wegnehmen.
5. Das Geld wäre besser in eine Verlängerung der Stadtbahn-RB-Züge zum Flughafen investiert.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.2026 20:18 von Nemo.
Was würde eigentlich eine U7 zum Flughafen kosten? Könnte man die (oder zumindest den Eigenanteil nach Abzug der GVFG-Mittel) durch eine Abgabe auf Flugtickets finanzieren? Was wäre da in etwa das Verhältnis? Im Jahre 2024 hatte der BER 25'465'872 Fluggäste. Wenn jeder davon 5€ zahlen würde, wären das 127'329'360 €. Damit könnte man vermutlich den Eigenanteil decken, oder?

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Kommt drauf an, was man unter U7 zum Flughafen versteht. Wenn man darunter Erschließung von mehreren Dörfern versteht, dann reicht das nicht.
Zitat
def
2023 ging man von knapp 900 Millionen Euro aus.

Wenn der Bund 90% übernähme würden also 5€ pro Fluggast in einem Jahr oder 1€ pro Fluggast für 5 Jahre reichen. Wenn der Bund nur 75% übernähme oder es teurer würde, müsste man entsprechend mehr Geld verlangen oder die Abgabe länger aufrecht erhalten...

Stellt sich noch die Frage ob derartige Abgaben in Deutschland rechtlich möglich sind. Ich weiß dass sie in den USA ziemlich üblich sind, aber da gelten natürlich andere rechtliche Vorraussetzungen...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro

Wenn der Bund 90% übernähme würden also 5€ pro Fluggast in einem Jahr oder 1€ pro Fluggast für 5 Jahre reichen. Wenn der Bund nur 75% übernähme oder es teurer würde, müsste man entsprechend mehr Geld verlangen oder die Abgabe länger aufrecht erhalten...

Ich sehe ehrlich gesagt noch nicht mal, dass der Bund 50 % trägt, der hat genug eigene Baustellen. Prinzipiell fände ich aber eine solche Finanzierung wesentlich sinnvoller als eine aus Steuergeldern. Es sollte aber vermieden werden, dass das eingesparte Steuergeld dann vorkonsumiert statt investiert wird, wie beim Sondervermögen.
Zitat
def
Zitat
Nukebro

Wenn der Bund 90% übernähme würden also 5€ pro Fluggast in einem Jahr oder 1€ pro Fluggast für 5 Jahre reichen. Wenn der Bund nur 75% übernähme oder es teurer würde, müsste man entsprechend mehr Geld verlangen oder die Abgabe länger aufrecht erhalten...

Ich sehe ehrlich gesagt noch nicht mal, dass der Bund 50 % trägt, der hat genug eigene Baustellen. Prinzipiell fände ich aber eine solche Finanzierung wesentlich sinnvoller als eine aus Steuergeldern. Es sollte aber vermieden werden, dass das eingesparte Steuergeld dann vorkonsumiert statt investiert wird, wie beim Sondervermögen.

Das GVFG ist relativ eindeutig. Wenn es eine Förderung gibt, dann ist die bei mindestens 75%. Und ob es eine Förderung gibt ist von NKV abhängig. Gibt es dazu eigentlich eine Aussage oder wenigstens eine seriöse Schätzung? Dass die GVFG-Mittel erhöht werden sollten, d'accord...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Das GVFG ist relativ eindeutig. Wenn es eine Förderung gibt, dann ist die bei mindestens 75%. Und ob es eine Förderung gibt ist von NKV abhängig. Gibt es dazu eigentlich eine Aussage oder wenigstens eine seriöse Schätzung? Dass die GVFG-Mittel erhöht werden sollten, d'accord...

Das mag aktuell so sein. Wer sagt, dass das nicht auf Grund eines hohen Investitionsrückstaus bei bundeseigener Infrastruktur gekürzt wird, entweder die Mindestfördersumme oder bei dem, was insgesamt für alle Projekte zur Verfügung steht?
Zitat
Nukebro

Das GVFG ist relativ eindeutig. Wenn es eine Förderung gibt, dann ist die bei mindestens 75%. Und ob es eine Förderung gibt ist von NKV abhängig. Gibt es dazu eigentlich eine Aussage oder wenigstens eine seriöse Schätzung? Dass die GVFG-Mittel erhöht werden sollten, d'accord...

Nicht mindestens 75%, es sind höchstens 75%. Max. 90% gibt es nur für "Reaktivierung oder Elektrifizierung von Schienenstrecken; Tank- und Ladeinfrastruktur für alternative Antriebe(...)".

Wie man da 90% rechtfertigen soll, weiß ich nicht.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.01.2026 15:28 von Nemo.
Zum Thema GVFG und U-Bahn empfehle ich diesen Text zum Münchner Finanzdesaster bei der U5 nach Pasing auf Drehscheibe Online. Selbst wenn man die Förderkriterien erfüllt, heißt das nicht, dass man das Geld tatsächlich bekommt. In Berlin steht die nächsten Jahre so viel bei GVFG an, allein schon durch die Siemensbahn, dass das Fördergeld sowieso nicht für alles reichen wird, was jetzt schon geplant ist.
Zitat
Nemo
Zitat
Nukebro

Das GVFG ist relativ eindeutig. Wenn es eine Förderung gibt, dann ist die bei mindestens 75%. Und ob es eine Förderung gibt ist von NKV abhängig. Gibt es dazu eigentlich eine Aussage oder wenigstens eine seriöse Schätzung? Dass die GVFG-Mittel erhöht werden sollten, d'accord...

Nicht mindestens 75%, es sind höchstens 75%. Max. 90% gibt es nur für "Reaktivierung oder Elektrifizierung von Schienenstrecken; Tank- und Ladeinfrastruktur für alternative Antriebe(...)".

Wie man da 90% rechtfertigen soll, weiß ich nicht.

Unter welchen Umständen gibt es denn weniger als 75%?

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