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Tangentiale Verbindung Ost (TVO) - Stand der Planung, Sinn, Unsinn und etwaige Alternativen
geschrieben von Arnd Hellinger 
Heute im Tagesspiegel:

Zitat
Tagesspiegel

Exklusiv „Dann ist die TVO tot“: Kosten für Tangentialverbindung Ost steigen noch mal um bis zu 280 Millionen Euro
Viele Anwohner hoffen auf die TVO, andere kämpfen gegen Berlins größtes Straßenprojekt, auch weil die Kosten explodieren. Statt 80 könnten es jetzt sogar 632 Millionen Euro werden. Ist das das Ende der TVO?

[www.tagesspiegel.de]

Den Artikel hat bestimmt jemand archiviert ;)
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DerMichael
Heute im Tagesspiegel:

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Tagesspiegel

Exklusiv „Dann ist die TVO tot“: Kosten für Tangentialverbindung Ost steigen noch mal um bis zu 280 Millionen Euro
Viele Anwohner hoffen auf die TVO, andere kämpfen gegen Berlins größtes Straßenprojekt, auch weil die Kosten explodieren. Statt 80 könnten es jetzt sogar 632 Millionen Euro werden. Ist das das Ende der TVO?

[www.tagesspiegel.de]

Den Artikel hat bestimmt jemand archiviert ;)

Und Tino Schopf ist nicht etwa empört, sondern

Zitat
Tagesspiegel
plädiert derweil dafür, trotz der Kostensteigerungen an dem Vorhaben festzuhalten. „Die Straßen-TVO bedeutet eine Entlastung für die anliegenden Bezirke. Verkehrspolitisch macht das schon Sinn.“ Das Projekt dürfe jedoch nicht zur Gefährdung der ebenfalls geplanten, parallel verlaufenden Schienen-TVO führen, forderte er.
Zitat
Global Fish

Und Tino Schopf ist nicht etwa empört, sondern

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Tagesspiegel
plädiert derweil dafür, trotz der Kostensteigerungen an dem Vorhaben festzuhalten. „Die Straßen-TVO bedeutet eine Entlastung für die anliegenden Bezirke. Verkehrspolitisch macht das schon Sinn.“ Das Projekt dürfe jedoch nicht zur Gefährdung der ebenfalls geplanten, parallel verlaufenden Schienen-TVO führen, forderte er.

Soso. Er fordert. Aber wenns nicht klappt, konnte man, leider leider, gar nichts tun.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.12.2025 10:22 von DerMichael.
Zitat
DerMichael
Heute im Tagesspiegel:

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Tagesspiegel

Exklusiv „Dann ist die TVO tot“: Kosten für Tangentialverbindung Ost steigen noch mal um bis zu 280 Millionen Euro
Viele Anwohner hoffen auf die TVO, andere kämpfen gegen Berlins größtes Straßenprojekt, auch weil die Kosten explodieren. Statt 80 könnten es jetzt sogar 632 Millionen Euro werden. Ist das das Ende der TVO?

[www.tagesspiegel.de]

Das ließe sich, so Bonde, Stettner und Wegner denn wollten, doch recht einfach lösen:

Man reduziere die Straßen-TVO auf je eine Fahrspur je Richtung und bestelle dafür bei Frau Palla sowie Herrn Nagl (CEO der DB InfraGO) den unverzüglichen Bau der S-Bahn-TVO.

Aber dafür müssten die drei CDU-Größen natürlich zuvorderst eigene Fehler bzw. Fehieinschätzungen eingestehen. Leider besteht aber eines der Hauptprobleme der politischen Kultur in diesem Lande auch darin, dass solcherlei Eingeständnisse zu oft als Schwäche denn als Stärke der Mandatstragenden gewertet werden... :-(

Viele Grüße
Arnd
Zitat
DerMichael
Heute im Tagesspiegel:

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Tagesspiegel

Exklusiv „Dann ist die TVO tot“: Kosten für Tangentialverbindung Ost steigen noch mal um bis zu 280 Millionen Euro
Viele Anwohner hoffen auf die TVO, andere kämpfen gegen Berlins größtes Straßenprojekt, auch weil die Kosten explodieren. Statt 80 könnten es jetzt sogar 632 Millionen Euro werden. Ist das das Ende der TVO?

[www.tagesspiegel.de]

Den Artikel hat bestimmt jemand archiviert ;)

Typisch Tagesspiegel. Nichts ist neu oder exklusiv an dem Artikel (außer vielleicht die Zitate). Die erwarteten Kosten hochgerechnet auf den Preisstand 2035 finden sich auf Seite 207 des Einzelplans 7 des seit Monaten öffentlichen Haushaltsentwurfs 2026/2027. Link: https://www.parlament-berlin.de/adosservice/19/Haupt/vorgang/h19-2400-v_Band07_2026_2027_Epl%2007.pdf
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
DerMichael
Heute im Tagesspiegel:

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Tagesspiegel

Exklusiv „Dann ist die TVO tot“: Kosten für Tangentialverbindung Ost steigen noch mal um bis zu 280 Millionen Euro
Viele Anwohner hoffen auf die TVO, andere kämpfen gegen Berlins größtes Straßenprojekt, auch weil die Kosten explodieren. Statt 80 könnten es jetzt sogar 632 Millionen Euro werden. Ist das das Ende der TVO?

[www.tagesspiegel.de]

Das ließe sich, so Bonde, Stettner und Wegner denn wollten, doch recht einfach lösen:

Man reduziere die Straßen-TVO auf je eine Fahrspur je Richtung und bestelle dafür bei Frau Palla sowie Herrn Nagl (CEO der DB InfraGO) den unverzüglichen Bau der S-Bahn-TVO.

Aber dafür müssten die drei CDU-Größen natürlich zuvorderst eigene Fehler bzw. Fehieinschätzungen eingestehen. Leider besteht aber eines der Hauptprobleme der politischen Kultur in diesem Lande auch darin, dass solcherlei Eingeständnisse zu oft als Schwäche denn als Stärke der Mandatstragenden gewertet werden... :-(


Genau so sieht es aus. Fordern kann jeder.
Aber was sagen die Planungsbüros dann immer: „War nicht Bestandteil des Planungsauftrags. Dafür wurden wir nicht bezahlt.“ Fordern ist Baldrian fürs Volk.

Er könnte aber machen. Machen will er aber nicht. Die Leute könnten das ganz einfach im Planungsauftrag absichern.
Oder die Planung der Schienen-TVO gleich mit beauftragen.

Wer aber nur fordert verarscht doch die Leute.

Das ist auch Futter für die AfD und einer der Gründe, warum sich die Leute von der Politik im Stich gelassen fühlen. Warum wird die Schienen-TVO nicht beauftragt?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.12.2025 08:40 von DerMichael.
Mit dem Planbeschleunigungsgesetz wird es auch darauf hinauslaufen, dass Fakten geschaffen werden können (z. B. Bauvorbereitung, Bäume fällen), weil Klagemöglichkeiten für Verbände reduziert wurden und keine aufschiebende Wirkung mehr haben.

Also es könnte nachträglich vielleicht noch festgestellt werden, dass etwas nicht OK war, aber dann sind die Bäume schon weg :D

Edit: noch ein Link
[www.tagesschau.de]

Edit 2: noch ein Link
Wenn ich das hier* richtig verstehe, gibt es auch keine Prüfung gegen die Nullvariante mehr, aber ich kenne natürlich den geplanten Gesetzestext nicht
*[www.dnr.de]



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.12.2025 12:24 von TomB.
Zitat
TomB
Mit dem Planbeschleunigungsgesetz wird es auch darauf hinauslaufen, dass Fakten geschaffen werden können (z. B. Bauvorbereitung, Bäume fällen), weil Klagemöglichkeiten für Verbände reduziert wurden und keine aufschiebende Wirkung mehr haben.

Edit 2: noch ein Link
Wenn ich das hier* richtig verstehe, gibt es auch keine Prüfung gegen die Nullvariante mehr, aber ich kenne natürlich den geplanten Gesetzestext nicht
*[www.dnr.de]

Der Link und die Dokumente sind von 2018. Das dürfte nicht um den aktuellen Entwurf gehen.
Danke, dann war Link2 leider falsch bzgl. der aktuellen Situation. Sorry.
Wir werden wohl auf einen Gesetzesentwurf warten müssen.
Zitat
Arnd Hellinger
Das ließe sich, so Bonde, Stettner und Wegner denn wollten, doch recht einfach lösen:

Man reduziere die Straßen-TVO auf je eine Fahrspur je Richtung und bestelle dafür bei Frau Palla sowie Herrn Nagl (CEO der DB InfraGO) den unverzüglichen Bau der S-Bahn-TVO.

Aber dafür müssten die drei CDU-Größen natürlich zuvorderst eigene Fehler bzw. Fehieinschätzungen eingestehen. Leider besteht aber eines der Hauptprobleme der politischen Kultur in diesem Lande auch darin, dass solcherlei Eingeständnisse zu oft als Schwäche denn als Stärke der Mandatstragenden gewertet werden... :-(

Nicht nur diese: Wir in haben diesem Thread schon die Geschichte des Vorhabens diskutiert.
Linke und SPD aus Marzahn und Lichtenberg waren an dem Vorhaben vor Jahren genauso interessiert wie die CDU. Die TVO sollen ja auch die Autos nutzen, die bis jetzt durch Biesdorf und Friedrichsfelde und Karlshorst fahren. Und die teure Vierspurigkeit mit zusätzlicher zweifacher Verschwenkung der Trasse über die Bahn geht auf die Abstimmung der Bezirksbürgermeister + Baustadträte LiHs/Köp/MaHe von Februar 2012 zurück, von denen damals rein zufällig die große Mehrheit SPD und Linke waren.

Verschiedene User haben hier schon seit Jahren und mehrfach ein deutliches Entspecken des Straßenbauvorhabens bei Neubau der NVT vorgeschlagen. Den Neubau der NVT hat damals die Bahn abgelehnt wegen fehlenden Planungskapazitäten. Warum gab es eigentlich nicht wenigstens für die TVO aus den SPD-geführten Bezirken heraus (Lichtenberg + Marzahn bis 2023 Linke + SPD, Köpenick SPD) das Bestreben, die Trasse nur zweispurig kostensparend zu bauen?
Zitat
nicolaas
Nichts ist neu oder exklusiv an dem Artikel (außer vielleicht die Zitate). Die erwarteten Kosten hochgerechnet auf den Preisstand 2035 finden sich auf Seite 207 des Einzelplans 7 des seit Monaten öffentlichen Haushaltsentwurfs 2026/2027. Link: https://www.parlament-berlin.de/adosservice/19/Haupt/vorgang/h19-2400-v_Band07_2026_2027_Epl%2007.pdf

Die Verlautbarung ist aus dem Juli 2025? Oder sogar noch früher erschienen?
Zitat
phönix
Die Verlautbarung ist aus dem Juli 2025? Oder sogar noch früher erschienen?

Ich weiß es nicht genau. Sie ist öffentlich, seitdem der Haushaltsentwurf öffentlich ist – eben seit Monaten.
Zitat
nicolaas
Sie ist öffentlich, seitdem der Haushaltsentwurf öffentlich ist – eben seit Monaten.

Die TAZ berichtete am 22.07.25. [taz.de]
Zitat
Phönix
Den Neubau der NVT hat damals die Bahn abgelehnt wegen fehlenden Planungskapazitäten

War das nicht so, dass die Bahn die Straße planen sollte und das ablehnte?
Zitat
DerMichael
Zitat
Phönix
Den Neubau der NVT hat damals die Bahn abgelehnt wegen fehlenden Planungskapazitäten

War das nicht so, dass die Bahn die Straße planen sollte und das ablehnte?

Die Bahn sollte die Überführungsbauwerke TVO/Eisenbahn planen. Dafür gab es einen Vertrag, den die Bahn gekündigt hatte.
Zitat
DerMichael
Zitat
Phönix
Den Neubau der NVT hat damals die Bahn abgelehnt wegen fehlenden Planungskapazitäten

War das nicht so, dass die Bahn die Straße planen sollte und das ablehnte?

Und dann gab es noch die Absage zur reinen Planung der Nahverkehrstangente mit dem Inhalt, dass Planungskapazitäten frühestens ab Mitte der 2030er Jahre (?) zur Verfügung stehen (wenn dann nichts dringenderes dazwischenkommt)
Das wirst Du im Thread zur Nahverkehrstangente finden, vielleicht auch in dem zur Verkehrspolitik. Ist bestimmt schon 3-4 Jahre her.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.12.2025 11:08 von phönix.
Zitat
nicolaas
Zitat
DerMichael
Zitat
Phönix
Den Neubau der NVT hat damals die Bahn abgelehnt wegen fehlenden Planungskapazitäten

War das nicht so, dass die Bahn die Straße planen sollte und das ablehnte?

Die Bahn sollte die Überführungsbauwerke TVO/Eisenbahn planen. Dafür gab es einen Vertrag, den die Bahn gekündigt hatte.

Genau. Dabei ging es aber explizit nicht um die Planung der Schienen-TVO, weil es damals noch weder einen konkreten Auftrag noch eine Systementscheidung "Fernbahn vs. S-Bahn" - die hat Frau Schreiner erst später getroffen - seitens des Senats gab. Hintergrund war, dass bei DB Netz zu der Zeit gerade das Thema "Generalsanierungen" auf den Tisch kam.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
phönix
Zitat
DerMichael
Zitat
Phönix
Den Neubau der NVT hat damals die Bahn abgelehnt wegen fehlenden Planungskapazitäten

War das nicht so, dass die Bahn die Straße planen sollte und das ablehnte?

Und dann gab es noch die Absage zur reinen Planung der Nahverkehrstangente mit dem Inhalt, dass Planungskapazitäten frühestens ab Mitte der 2030er Jahre (?) zur Verfügung stehen (wenn dann nichts dringenderes dazwischenkommt)

Nö, es gab und gibt leider bis heute keinen förmlichen Planungsauftrag des Senats für die S-Bahn-TVO, woraus ja auch Aufgabenträger selbstgeschaffene Problem mit der "Kaufhalle" am Biesdorfer Kreuz bzw. S Springpfuhl erwuchs...

Was nicht bestellt wurde, kann auch niemand absagen.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
nicolaas
Zitat
DerMichael
Zitat
Phönix
Den Neubau der NVT hat damals die Bahn abgelehnt wegen fehlenden Planungskapazitäten

War das nicht so, dass die Bahn die Straße planen sollte und das ablehnte?

Die Bahn sollte die Überführungsbauwerke TVO/Eisenbahn planen. Dafür gab es einen Vertrag, den die Bahn gekündigt hatte.

Genau. Dabei ging es aber explizit nicht um die Planung der Schienen-TVO, weil es damals noch weder einen konkreten Auftrag noch eine Systementscheidung "Fernbahn vs. S-Bahn" - die hat Frau Schreiner erst später getroffen - seitens des Senats gab. Hintergrund war, dass bei DB Netz zu der Zeit gerade das Thema "Generalsanierungen" auf den Tisch kam.

Wenn die Politik tatsächlich Interesse hätte, könnte sie ja genauso ein Planungsbüro mit der Planung beauftragen. Gut, man würde dann zwar um Planungskapazitäten am Markt konkurrieren, aber ansonsten relativ wenige Ressourcen der DB in Anspruch nehmen. Wo steht denn geschrieben, dass S-Bahn-Strecken durch die Staatsbahn geplant, gebaut und betrieben werden müssen? Und weiß man das in den Regionen Karlsruhe, Böblingen (Schönbuchbahn), Stuttgart (S2-Verlängerung nach Neuhausen), Linz (Regional-Stadtbahn), der Steiermark (S-Bahn-Verlängerung in Weiz) und Salzburg (Salzburger Lokalbahn, leider jetzt nur mit einer kurzen Tunnelstrecke)?

(Und ja, natürlich müsste die DB auch Ressourcen zur Verfügung stellen, weil ja ihre Grundstücke benutzt würden, und für die Planung der Einbindung in die bestehenden S-Bahn-Strecken. Aber eben viel weniger, als wenn die Gesamtplanung bei ihr liegt.)

Die Wirklichkeit ist doch: es ist schwarzer und roter CDU schlicht egal.
Zitat
def

Wenn die Politik tatsächlich Interesse hätte, könnte sie ja genauso ein Planungsbüro mit der Planung beauftragen. Gut, man würde dann zwar um Planungskapazitäten am Markt konkurrieren, aber ansonsten relativ wenige Ressourcen der DB in Anspruch nehmen. Wo steht denn geschrieben, dass S-Bahn-Strecken durch die Staatsbahn geplant, gebaut und betrieben werden müssen? (...)

Ganz ohne Bahnbeteiligung kann aber selbst das beste Planungsbüro die Planung nicht durchführen. Und im Moment ist der Markt dank der Generalsanierungen komplett gesättigt. So ein wahrscheinlich konfliktreiches und zähflüssiges Projekt will sich niemand ans Bein binden.
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