Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Tangentiale Verbindung Ost (TVO) - Stand der Planung, Sinn, Unsinn und etwaige Alternativen
geschrieben von Arnd Hellinger 
Zitat
Latschenkiefer
Zitat
def

Wenn die Politik tatsächlich Interesse hätte, könnte sie ja genauso ein Planungsbüro mit der Planung beauftragen. Gut, man würde dann zwar um Planungskapazitäten am Markt konkurrieren, aber ansonsten relativ wenige Ressourcen der DB in Anspruch nehmen. Wo steht denn geschrieben, dass S-Bahn-Strecken durch die Staatsbahn geplant, gebaut und betrieben werden müssen? (...)

Ganz ohne Bahnbeteiligung kann aber selbst das beste Planungsbüro die Planung nicht durchführen. Und im Moment ist der Markt dank der Generalsanierungen komplett gesättigt. So ein wahrscheinlich konfliktreiches und zähflüssiges Projekt will sich niemand ans Bein binden.

Die Straßen TVO wird auch von Krebs & Kiefer geplant. Die planen alles mögliche. Es wäre überhaupt kein Problem, bei Krebs&Kiefer Bescheid zu sagen, dass sie gegen Geld in den betroffenen Bereichen die Schienen-TVO mitplanen sollen.
Das Problem ist nur: wer bezahlt das? Der Senat als Vorfinanzierung? GVFG?
Wenigstens könnte man K&K auftragen, auf jeden Fall die dafür notwendigen Flächen freizuhalten. Ich weiß jedoch nicht, ob unser krudes Planungsrecht soetwas überhaupt zulässt.
Da lobe ich mir doch das österreichische Recht, wo die Bahn immer, egal ob jetzt überhaupt eine Planungsidee besteht oder nicht, ihr Veto einlegen kann und grundsätzlich einen Mindestabstand fordern darf.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.12.2025 16:45 von DerMichael.
Zitat
DerMichael
Zitat
Latschenkiefer
Zitat
def

Wenn die Politik tatsächlich Interesse hätte, könnte sie ja genauso ein Planungsbüro mit der Planung beauftragen. Gut, man würde dann zwar um Planungskapazitäten am Markt konkurrieren, aber ansonsten relativ wenige Ressourcen der DB in Anspruch nehmen. Wo steht denn geschrieben, dass S-Bahn-Strecken durch die Staatsbahn geplant, gebaut und betrieben werden müssen? (...)

Ganz ohne Bahnbeteiligung kann aber selbst das beste Planungsbüro die Planung nicht durchführen. Und im Moment ist der Markt dank der Generalsanierungen komplett gesättigt. So ein wahrscheinlich konfliktreiches und zähflüssiges Projekt will sich niemand ans Bein binden.

Die Straßen TVO wird auch von Krebs & Kiefer geplant. Die planen alles mögliche. Es wäre überhaupt kein Problem, bei Krebs&Kiefer Bescheid zu sagen, dass sie gegen Geld in den betroffenen Bereichen die Schienen-TVO mitplanen sollen.
Das Problem ist nur: wer bezahlt das? Der Senat als Vorfinanzierung? GVFG?
Wenigstens könnte man K&K auftragen, auf jeden Fall die dafür notwendigen Flächen freizuhalten. Ich weiß jedoch nicht, ob unser krudes Planungsrecht soetwas überhaupt zulässt.

Ein mindestens ebenso großes Thema wie das Planungs- wäre das Ausschreibungsrecht. Wir dürften hier von einer Auftragssumme sprechen, die man nicht freihändig vergeben darf. Am sinnvollsten wäre es also wahrscheinlich gewesen, die Planungsleistungen für S-Bahn-Strecke und TVO gemeinsam auszuschreiben.

Auch das Freihalten ist spätestens dort, wo es in irgendeiner Form Querungen gibt, leichter gesagt als getan, denn dann kommt es sehr aufs Detail an.

Zitat
DerMichael
Da lobe ich mir doch das österreichische Recht, wo die Bahn immer, egal ob jetzt überhaupt eine Planungsidee besteht oder nicht, ihr Veto einlegen kann und grundsätzlich einen Mindestabstand fordern darf.

+1
Könnte man die §§ 42, 43 und 44 des österreichischen Eisenbahngesetzes einfach kopieren? :)
Korrigiert mich, aber gemäß der Presseartikel in diesem Jahr wird doch so geplant, dass die TVO Grundstücke, die die NVTO bräuchte, in Beschlag nimmt und für die NVTO der komplette Außenring umgeplant/verschoben werden muss, korrekt?
Damit würde das passieren, was zwischen Blankenfelde und Rangsdorf passiert ist - die Kosten der NVT würden so stark steigen, dass es unwirtschaftlich wird.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen