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Angebotsverbesserungen BVG April 2020
geschrieben von BuchholzerJung 
Zitat
485er-Liebhaber
Ob man Weilwirdichlieben mag oder nicht : Es ist ein Erfolg, die BVG hat ein deutlich besseres Image als die S-Bahn, obwohl mein Eindruck mittlerweile ist, dass die S-Bahn bessere Leistung bringt als die BVG.

Na, da hast Du es ja sehr schön auf den Punkt gebracht. Die einen haben (vielleicht) das bessere Image, die anderen bringen die bessere Leistung. Vielleicht magst Du jetzt nochmal überlegen, was aus Fahrgast-Sicht das Wichtigere ist? Ich verweise in dem Zusammenhang auch auf die Satzung der BVG, speziell auf die Reihenfolge der unter §1 aufgeführten Aufgaben.

Zitat
485er-Liebhaber
So fahren die Leute mit und finden die BVG cool.

Und in der S-Bahn fährt niemand mit? Im Übrigen geht's bei der Kritik an dem Marketing-Zeugs der BVG auch nicht um die Frage des "Ob", sondern der Menge bzw. Prioritäten. Wenn man nämlich alle Management-Aufmerksamkeit (und eben auch Budgets) nahezu ausschließlich auf diese Spielereien lenkt, und das über Jahre, dann mag das Unternehmen für die Nicht-Nutzer vielleicht ganz cool wirken, nur funktioniert für die eigentlichen Nutzer dann immer weniger.

Und zum Volumen: Mit 1 Mio. Euro (Marketing)Budget pro Jahr kann man ungefähr 15 Busfahrer finanzieren. Die o.g. mehrfach abgesagten Angebotsverbesserungen benötigen einen Bruchteil davon. Andererseits liegt das Marketing-Budget der BVG mit Sicherheit bei einem Mehrfachen der genannten Summe. Alleine der neu geschaffene Digital-Vorstand kostet ja schon mehr.

Viele Grüße
André
Zitat
def
(und selbst neugebaute Haltestellen an breiten Bürgersteigen keine Wartehäuschen haben).

Das kann durchaus von Vorteil sein. Ich lasse mich jedenfalls lieber vom Regen benetzen, als vom MIV vollspritzen, weil ich mich in einem Wartehäuschen aufgehalten habe, das der Unsitte zum Opfer fiel, viel zu dicht am Fahrbahnrand errichtet worden zu sein.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Zitat
485er-Liebhaber
weil es immer offene Stellen gibt.

Bei offenen Stellen halte ich die Konsultation eines Dermatologen prinzipiell für ratsam.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Zitat
andre_de
Zitat
485er-Liebhaber
Ob man Weilwirdichlieben mag oder nicht : Es ist ein Erfolg, die BVG hat ein deutlich besseres Image als die S-Bahn, obwohl mein Eindruck mittlerweile ist, dass die S-Bahn bessere Leistung bringt als die BVG.

Na, da hast Du es ja sehr schön auf den Punkt gebracht. Die einen haben (vielleicht) das bessere Image, die anderen bringen die bessere Leistung. Vielleicht magst Du jetzt nochmal überlegen, was aus Fahrgast-Sicht das Wichtigere ist? Ich verweise in dem Zusammenhang auch auf die Satzung der BVG, speziell auf die Reihenfolge der unter §1 aufgeführten Aufgaben.

Zitat
485er-Liebhaber
So fahren die Leute mit und finden die BVG cool.

Und in der S-Bahn fährt niemand mit? Im Übrigen geht's bei der Kritik an dem Marketing-Zeugs der BVG auch nicht um die Frage des "Ob", sondern der Menge bzw. Prioritäten. Wenn man nämlich alle Management-Aufmerksamkeit (und eben auch Budgets) nahezu ausschließlich auf diese Spielereien lenkt, und das über Jahre, dann mag das Unternehmen für die Nicht-Nutzer vielleicht ganz cool wirken, nur funktioniert für die eigentlichen Nutzer dann immer weniger.

Und zum Volumen: Mit 1 Mio. Euro (Marketing)Budget pro Jahr kann man ungefähr 15 Busfahrer finanzieren. Die o.g. mehrfach abgesagten Angebotsverbesserungen benötigen einen Bruchteil davon. Andererseits liegt das Marketing-Budget der BVG mit Sicherheit bei einem Mehrfachen der genannten Summe. Alleine der neu geschaffene Digital-Vorstand kostet ja schon mehr.

Viele Grüße
André

Tanzen deine 15 Busfahrer dann eine Polonaise von Haltestelle zur Haltestelle? Ohne Busse und Diesel/Strom wird es nämlich auch schwierig mit dem Bus fahren.
Man hat ja eh zu wenig Busfahrer, es werden auch nicht mehr, wenn man weniger Geld in Marketing steckt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.12.2019 15:33 von Bumsi.
Zitat
Bumsi
Tanzen deine 15 Busfahrer dann eine Polonaise von Haltestelle zur Haltestelle? Ohne Busse und Diesel/Strom wird es nämlich auch schwierig mit dem Bus fahren.

Dann lass es halt sieben Busfahrer sein. Ändert nichts daran, dass man damit durchaus auf mindestens einer Linie das Angebot deutlich verbessern könnte. Und dass bessere Angebote die Nachfrage erhöhen, ist ja nun schon häufig genug belegt. Während dieser Nachweis durch die BVG-Propaganda-Abteilung noch immer ausbleibt. Ich erlaube mir mal, mich selbst zu zitieren (Quellen im Link):

Zitat
def
Zahlen 2011-18 für Berlin:

Bevölkerung: +9,6 %
Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben: +47 %
Gäste: +36,8 %
Erwerbstätige (2014-18): +11 %

Fahrgastzahlen der BVG: +13,6 %

Meine Conclusio: es ist extrem unseriös, die Fahrgaststeigerungen der letzten Jahre auf das Marketing der BVG zurückzuführen.

Zitat
Bumsi
Man hat ja eh zu wenig Busfahrer, es werden auch nicht mehr, wenn man weniger Geld in Marketing steckt.

Dann sollte man vielleicht einmal untersuchen, woran es liegt, dass der Beruf des Busfahrers gerade so unbeliebt zu sein scheint. Oder man postet was Ironisches. Dann muss man sich wenigstens nicht um Problemlösungen bemühen und kommt bestenfalls in die NYT.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.12.2019 16:10 von def.
Zitat
Bumsi
Tanzen deine 15 Busfahrer dann eine Polonaise von Haltestelle zur Haltestelle? Ohne Busse und Diesel/Strom wird es nämlich auch schwierig mit dem Bus fahren.
Man hat ja eh zu wenig Busfahrer, es werden auch nicht mehr, wenn man weniger Geld in Marketing steckt.

Wenn ein Verkehrsunternehmen keine Verkehrsleistung abliefern kann, weil es dazu selbst über mehrere Jahre keine Fahrer und keine Busse hat, ist es offensichtlich als Verkehrsunternehmen unfähig, siehe oben. Ganz sicher kann dies nicht als Entschuldigung oder Ausrede dienen - eher noch als Einsicht, dass das Unternehmen mit dieser Ausrichtung und Einstellung komplett in der falschen Branche unterwegs ist.

Wenn's beim Bäcker keine Brötchen mehr gibt, weil der weder Teig noch Ofen hat und auch zu doof zum Backen ist, dann ist in Deiner Welt vermutlich auch sonstwer schuld, nur nicht der Bäcker?
Zitat
andre_de
Wenn ein Verkehrsunternehmen keine Verkehrsleistung abliefern kann, weil es dazu selbst über mehrere Jahre keine Fahrer und keine Busse hat, ist es offensichtlich als Verkehrsunternehmen unfähig, siehe oben. Ganz sicher kann dies nicht als Entschuldigung oder Ausrede dienen - eher noch als Einsicht, dass das Unternehmen mit dieser Ausrichtung und Einstellung komplett in der falschen Branche unterwegs ist.

Keine Übertreibungen, man bildet ja wie blöde aus und da es deutschlandweit in der Branche knistert, kann das gewiss nicht nur an der BVG liegen. Zudem sind ja in den letzten Jahren immer mehr Leistungen angeboten worden, so schwarz sieht es also gar nicht aus.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
andre_de

Und zum Volumen: Mit 1 Mio. Euro (Marketing)Budget pro Jahr kann man ungefähr 15 Busfahrer finanzieren. Die o.g. mehrfach abgesagten Angebotsverbesserungen benötigen einen Bruchteil davon. Andererseits liegt das Marketing-Budget der BVG mit Sicherheit bei einem Mehrfachen der genannten Summe. Alleine der neu geschaffene Digital-Vorstand kostet ja schon mehr.

Viele Grüße
André

Welchen Digitalvorstand? Den gibt es nicht mehr. Das Ressort/Thema hat die Vorstandschefin übernommen.

Zitat
def
Dann lass es halt sieben Busfahrer sein. Ändert nichts daran, dass man damit durchaus auf mindestens einer Linie das Angebot deutlich verbessern könnte. Und dass bessere Angebote die Nachfrage erhöhen, ist ja nun schon häufig genug belegt. Während dieser Nachweis durch die BVG-Propaganda-Abteilung noch immer ausbleibt.

Und wie würde die Bewerbersituation ohne die Kampagne aussehen? Natürlich kann man Image nicht mit harten Fakten belegen. Wie bei Out-Of-Home-Kampagnen.
Wie gesagt: Ich denke, dass das Image/die Kampagne der BVG sehr geholfen hat in den letzten Jahren.
Für die Angebotsverbesserung wird das kleine Marketingbudget-Sümmchen nicht reichen. Da muss man an größeren Rädern drehen, was die Politik zwar ein wenig begriffen hat, aber eben dann doch nicht richtig (siehe Finanzierung der Gehaltserhöhung, neue Busspuren etc. etc.)

Zitat
andre_de

Wenn ein Verkehrsunternehmen keine Verkehrsleistung abliefern kann, weil es dazu selbst über mehrere Jahre keine Fahrer und keine Busse hat, ist es offensichtlich als Verkehrsunternehmen unfähig, siehe oben.

Oh man. Wie viel davon ist von der Politik bzw. dem Sparzwang geschuldet?
Zitat
andre_de
Wenn's beim Bäcker keine Brötchen mehr gibt, weil der weder Teig noch Ofen hat und auch zu doof zum Backen ist, dann ist in Deiner Welt vermutlich auch sonstwer schuld, nur nicht der Bäcker?

Da vergleichst du wohl Aale mit Zementbrücken. Es wäre mir neu, dass die BVG in den letzten Jahren den kompletten Betrieb eingestellt hat, nur weil das Marketing zu teuer ist.

Der Bäcker (BVG) backt immer noch genauso viel wie früher, nur wollen jetzt mehr Leute Bröchten (Busfahrten) haben, aber da Brötchen (Busfahrten) nicht vom Himmel fallen, müssen sich die Leute eben die Brötchen (Busfahrten) teilen.
Der Vergleich ist zwar auch noch nicht der Weisheit letzter Schuss, aber weitaus passender als deiner.
Ich gestatte mir den Hinweis dass wir so ganz schnell wieder bei:
"Geld löst alle Probleme." sind.

Überlegt euch gut ob ihr diese Diskussion wirklich führen wollt.

Btw., was macht eigentlich die U4?
Es liegt doch gar nicht daran, dass man sich zusätzliches Personal nicht leisten kann, sondern das man einfach nicht genug davon einstellen kann.
Daher sehe ich nicht, wo der Transfer des Marketingbudgets zum Verkehrsbetrieb etwas verbessern soll.
Zitat
andre_de
Wenn ein Verkehrsunternehmen keine Verkehrsleistung abliefern kann, weil es dazu selbst über mehrere Jahre keine Fahrer und keine Busse hat, ist es offensichtlich als Verkehrsunternehmen unfähig, siehe oben. Ganz sicher kann dies nicht als Entschuldigung oder Ausrede dienen - eher noch als Einsicht, dass das Unternehmen mit dieser Ausrichtung und Einstellung komplett in der falschen Branche unterwegs ist.

Wenn's beim Bäcker keine Brötchen mehr gibt, weil der weder Teig noch Ofen hat und auch zu doof zum Backen ist, dann ist in Deiner Welt vermutlich auch sonstwer schuld, nur nicht der Bäcker?

Und du denkst ernsthaft, die Mehrleistungen können nicht angeboten werden, weil die BVG nicht genug Geld hat für neue Fahrer. Marketing ist auch wichtig als Arbeitgeber. Wenn man kein gutes Image hat, bewerben sich auch weniger Leute.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1881-2020
Zitat
485er-Liebhaber
Zitat
andre_de
Wenn ein Verkehrsunternehmen keine Verkehrsleistung abliefern kann, weil es dazu selbst über mehrere Jahre keine Fahrer und keine Busse hat, ist es offensichtlich als Verkehrsunternehmen unfähig, siehe oben. Ganz sicher kann dies nicht als Entschuldigung oder Ausrede dienen - eher noch als Einsicht, dass das Unternehmen mit dieser Ausrichtung und Einstellung komplett in der falschen Branche unterwegs ist.

Wenn's beim Bäcker keine Brötchen mehr gibt, weil der weder Teig noch Ofen hat und auch zu doof zum Backen ist, dann ist in Deiner Welt vermutlich auch sonstwer schuld, nur nicht der Bäcker?

Und du denkst ernsthaft, die Mehrleistungen können nicht angeboten werden, weil die BVG nicht genug Geld hat für neue Fahrer. Marketing ist auch wichtig als Arbeitgeber. Wenn man kein gutes Image hat, bewerben sich auch weniger Leute.

Nein, das denke ich nicht dass es am fehlenden Geld liegt. Wie schon geschrieben, liegt es ganz wesentlich an den insbesondere von Frau Nikutta eingeführten und 10 Jahre lang gelebten Prioritäten:

Zitat

Und wir haben den Stolz auf die BVG wieder belebt im Unternehmen und auch in der Stadt. Diesen Imagewandel haben wir mustergültig hinbekommen. Als ich 2010 anfing, habe ich gesagt, ich gedenke nicht dauerhaft ein defizitäres Unternehmen zu führen und ich möchte ein hippes und cooles Unternehmen haben. 2014 hatten wir erstmals schwarze Zahlen und das mit dem Imagewandel hat ja auch ganz gut funktioniert.
(ganz aktuell aus [www.tagesspiegel.de])

Ob die BVG-Mitarbeiter (außerhalb des Büroturms) jetzt stolzer sind auf ihr Unternehmen als vor 10 Jahren, kann ich nicht beurteilen. Dass die Stadt und insbesondere die täglichen Nutzer der BVG stolzer auf den Laden sind, trifft ganz sicher nicht auf die Mehrheit derer zu, die tagtäglich in einer überfülltem M8 stehen, sich die Bus-Ausfälle am Daisy anschauen müssen oder auf die beschmierte U-Bahn mit 10-Minuten-Taktlücke warten! Und selbst die schwarze Null hat Frau Nikutta ja am Ende versemmelt. Da ist es schon interessant, dass sie sich nach 10 Jahren Schlechtleistung und Missmanagement selbst als "gute Managerin" bezeichnet.

Interessanterweise kommen bei ihren o.g. Prioritäten und Zielgrößen keinerlei Aspekte vor, die irgendwas mit dem tagtäglichen Betrieb zu tun haben. Und da verweise ich dann nochmal auf die in der BVG-Satzung formulierten Primär-Aufgaben, die eigentlich auch für eine Frau Nikutta hätten gelten sollen/müssen. Wenn man sich 10 Jahre lang nur fürs eigene Image und kaum für den eigentlichen Betrieb interessiert, ist es kein Wunder, dass man dann zwei Jahre lang an einer samstägliche Taktausweitung einer Buslinie scheitert.

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de

Na, da hast Du es ja sehr schön auf den Punkt gebracht. Die einen haben (vielleicht) das bessere Image, die anderen bringen die bessere Leistung. Vielleicht magst Du jetzt nochmal überlegen, was aus Fahrgast-Sicht das Wichtigere ist?

Naja, er hat aber auch geschrieben, dass das Image der BVG deutlich besser ist als das der S-Bahn, obwohl die BVG mittlerweile auch nicht mehr so top ist. Wäre das Image der BVG ohne diese Kampagne auch noch so gut oder wäre sie mittlerweile genau so verschrien wie die S-Bahn? Oder anders gefragt: Wäre das Image der BVG mind. genau so gut, hätten sie auf die Kampagne verzichtet und dafür 10 Busse mehr fahren lassen? Aus unternehmerischer Sicht finde ich die Taktik der BVG schon sehr klug und es scheint ja zu funktionieren, auch wenn mich die Kampagne so langsam auch etwas nervt.
Zitat
chrosscheck
Zitat
micha774
Aber wichtig ist ja die Socialmedia-Abteilung, denn die BVG ist ja so hipp...

Ich kann es echt nicht mehr hören.
Vielleicht kann man von dem Budget 10 oder 20 Busfahrer bezahlen? Macht dann im Schichtdienst 6 bis 7 Busse!?

Im Gegenzug steigert sich die positive Wahrnehmung der BVG, womit man mehr Fahrgäste zumindest zum Nachdenken über einen Umstieg auf Bus und Bahn bewegen kann.
Ganz zu schweigen von den vielen Partnerfirmen, die mit der BVG viele coole Aktionen machen.

Wie wäre das Image der BVG ohne die Kampagnen der letzten Jahre?
Marketing gehört dazu. Auch bei einem öffentlichen Unternehmen!

Ich merke es mir künftig für die Kunden meines Arbeitgebers wenn sie vor leeren Regalen stehen oder abgelaufene Ware bekommen.

"Lachen sie doch bitte drüber. Weil wir so geile Werbung haben kann man da doch drüberstehen".
Und schwups sind sie weg und nie mehr wiedergesehen.

Image ist nicht alles. Oder doch? Siehe Instagram oder spezielle "Promis" die davon leben.

Soziale Medien können auch asozial sein.
Zitat
micha774

Ich merke es mir künftig für die Kunden meines Arbeitgebers wenn sie vor leeren Regalen stehen oder abgelaufene Ware bekommen.

Macht dein Arbeitgeber dennoch Werbung oder investiert er das Geld in die Behebung der von dir angesprochenen Missstände? Und sind die Regale leer und die Produkte abgelaufen, weil dein Arbeitgeber das für Werbung verprasste Geld nicht mehr für frische und neue Ware aufbringen kann oder liegt das eher an der Organisation oder den Zulieferern?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.12.2019 22:16 von Railroader.
Zitat
micha774

"Lachen sie doch bitte drüber. Weil wir so geile Werbung haben kann man da doch drüberstehen".
Und schwups sind sie weg und nie mehr wiedergesehen.

Das sehe ich nicht so. Ich wurde in Geschäften auch schon sehr enttäuscht und am Ende hat's das Personal oder die Werbung rausgerissen. Bei einem Einkauf kommen noch ganz andere Faktoren hinzu als ein einmaliges schlechtes Erlebnis. Ein Stammkunde ist in der Regel nicht sofort weg, wenn er mal ein negatives Erlebnis hat.
Zitat
Alter Köpenicker
Ich lasse mich jedenfalls lieber vom Regen benetzen, als vom MIV vollspritzen, weil ich mich in einem Wartehäuschen aufgehalten habe, das der Unsitte zum Opfer fiel, viel zu dicht am Fahrbahnrand errichtet worden zu sein.

Der Abstand ist nicht das Problem - in Good Old England ist es üblich die Wartehäuschen einfach zum Gehweg hin zu orientieren - da wird man dann auch nicht vollgespritzt. Setzt natürlich erhöhte Aufmerksamkeit bei Busfahrern und potentiellen Fahrgästen voraus!

Gruß
Salzfisch

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Berlins Straßen sind zu eng, um sie mit Gelenkbussen zu verstopfen!
Zitat
485er-Liebhaber
Und du denkst ernsthaft, die Mehrleistungen können nicht angeboten werden, weil die BVG nicht genug Geld hat für neue Fahrer. [...]

Ist das nicht ganz real so? Die BVG hat einen Tarifabschluss bekommen, der das Land Berlin von Platz 15 ins obere Mittelfeld der Bundesländer katapultiert hat (während Verdi in Brandenburg alles gegeben hat, um die rote Laterne zu verteidigen). Und nun weigert sich die Landesregierung ihre Zusage zur Finanzierung einzuhalten, womit die BVG in diesem Jahr wieder deutlich rote Zahlen schreibt.

Und die andere Frage ist: Wieviel "Basispersonal" wurde beim Wachstum von ca. 12k auf 15k Mitarbeiter eingestellt und wieviel davon ist "Wasserkopf" im TRIAS? Ist es nicht so, dass unter Nikutta (auch) massiv neue Führungsstellen und zugehörige Abteilungen geschaffen wurden?

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Railroader
Zitat
andre_de

Na, da hast Du es ja sehr schön auf den Punkt gebracht. Die einen haben (vielleicht) das bessere Image, die anderen bringen die bessere Leistung. Vielleicht magst Du jetzt nochmal überlegen, was aus Fahrgast-Sicht das Wichtigere ist?

Naja, er hat aber auch geschrieben, dass das Image der BVG deutlich besser ist als das der S-Bahn, obwohl die BVG mittlerweile auch nicht mehr so top ist. Wäre das Image der BVG ohne diese Kampagne auch noch so gut oder wäre sie mittlerweile genau so verschrien wie die S-Bahn?

Nochmal: Als Fahrgast ist mir das Image des Verkehrsunternehmens sch...egal! Da zählt für mich ausschließlich, ob es seine versprochene Leistung ordentlich erbringt. Im Übrigen ist es nicht meine Wahrnehmung, dass die S-Bahn ein "verschrienes Images" hat.

Zitat
Railroader
Oder anders gefragt: Wäre das Image der BVG mind. genau so gut, hätten sie auf die Kampagne verzichtet und dafür 10 Busse mehr fahren lassen?

Würde die überfällige Taktverdichtung des 125ers endlich mal umgesetzt, könnte ich ihn auch samstags nutzen und müsste nicht das Auto nehmen. Das ist reale Welt (nicht Image).

Und die Autofahrer in Reinickendorf (und potentiellen BVG-Fahrgäste) müssten nicht regelmäßig in der Lokalpresse davon lesen, dass die versprochenen Mehrleistungen immer wieder abgesagt werden wegen Unvermögen. Stattdessen ist so was die Steilvorlage, um sich nicht weiter mit dem Gedanken einer ÖPNV-Nutzung beschäftigen zu müssen. Das ist dann tatsächlich "Image", allerdings ein maximal negatives für die BVG.

Viele Grüße
André
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