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Ausbau Dresdener Bahn und S2 zwischen Lichtenrade und Rangsdorf bzw. Zossen
geschrieben von Arnd Hellinger 
Zitat
Ferkeltaxe
Fahrleitungsmasten mit Doppelauslegern über beide Ferngleise? Spart eine Mastengasse.

Nein. Zwischen zwei Gleispaaren ist immer ein erhöhter Sicherheitsraum vorzusehen, egal ob da Masten stehen oder nicht.
Bin mal gespannt, wie das bei der Wollankstraße aussehen wird, denn die bekommt ja nur östliche Stahlgittermasten.
Ob da dann zwischen S-Bahn und Fernbahn mehr Platz ist. Müsste aber, weil jetzt schon der fette Kabeltrog da liegt.

Es ist eben nicht 3x4m Abstand zur Achse, sondern 2x4m + 5,80m:
[www.trackopedia.com]

Wenn das so stimmt, müsste der alte viergleisige Damm mit 3x3,5m + 1,5m =12 m aufgeweitet werden auf 2x3,3m + 2x4m + 5,8m =16,4 m (2x Sicherheitsbereich zur SSW + 2x Abstand Gleispaar + Abstand zwischen den Gleispaaren)

Die zusätzlichen 4m entsprechen dummerweise einer Trasse.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.02.2026 07:22 von DerMichael.
Zitat
DerMichael
...
Zwischen zwei Gleispaaren ist immer ein erhöhter Sicherheitsraum vorzusehen, egal ob da Masten stehen oder nicht.

Das war mir nichtmal bewusst... Macht die Sache natürlich noch "schlimmer". Und führt mich erneut zu der Frage, warum wir solche unumstößlichen Dogmen brauchen. Und erweiternd frage ich mich, ob wir uns solche Dogmen überhaupt an allen Stellen erlauben respektive leisten können. Und weiterhin auch leisten wollen. Denn sowohl mit der Dresdener als auch mit der Stettiner Bahn befinden wir uns an den hier diskutierten Abschnitten in urbanem Raum, über weite Teile dicht besiedelt bzw. sogar entsprechend bebaut. Eines der kostbarsten Güter in solchen Bereichen ist Fläche. Sie ist hier überwiegend extrem rar und deshalb auch noch teuer. Und wir in D bzw. wir bei unseren Verkehrsbauten glauben, uns ohne Einzelfallentscheidungen für konkrete lokale Situationen und ohne den flexiblen kreativen Umgang mit technischen Anforderungen (inkl. Sicherheitskriterien) mit weiteren Ansprüchen an den Flächenverbrauch angemessen und volkswirtschaftlich sinnvoll zu verhalten? Das finde ich schon sehr fatal und ziemlich aus der Zeit gefallen. Abgesehen davon entstehen Ergebnisse wie "im Norden", wo man in der Konsequenz über einige Strecken-km den gesamten Damm um eine Gleisachse verbreitern müsste, wollte man ein zweites S-Bahngleis "wiederaufbauen".

Zitat
DerMichael
Bin mal gespannt, wie das bei der Wollankstraße aussehen wird, denn die bekommt ja nur östliche Stahlgittermasten.
Ob da dann zwischen S-Bahn und Fernbahn mehr Platz ist. Müsste aber, weil jetzt schon der fette Kabeltrog da liegt.

Wenn ich mir die Standorte der neuen Stützwände entlang der Fernbahntrasse beidseits der Brücke anschaue, dann deutet nichts auf eine wesentliche Verbreiterung des Dammes hin. Weshalb ich davon ausgehe, dass die wohl nur für eine Vergrößerung des Abstandes der beiden F-Bahn-Gleisachsen reichen wird.

Gruß
Die Ferkeltaxe
Zitat
def
Zitat
Jay
Wie schon gesagt wurde, es ist primär ein Thema der Finanzierung und der reinen Projektbetrachtung. Negativbeispiel wäre hier z.B. der Ersatzneubau EÜ Niemetzstr. in Neukölln. Obwohl es mit dem Deutschlandtakt eine Grundlage für Zweigleisigkeit und Elektrifizierung des Innenrings gibt, wurde der Ersatzneubau eingleisig ausgeführt und muss dann wieder abgerissen werden, wenn der zweigleisige Ausbau erfolgt.

Ganz ehrlich: wenn das am Ende dazu führt, dass Projekte schneller umgesetzt werden, ist mir das sogar recht. Denn letztlich kostet die Berücksichtigung späterer Investitionen in der Planung auch Zeit, vor allem, wenn man dann noch Varianten für weit in der Zukunft liegende Projekte abwägen muss. Das Problem in Deutschland scheint mir zu sein, dass man ewig lange Planungszeiten hat und trotzdem spätere Projekte nicht mitdenkt, man verbindet quasi die Nachteile beider Ansätze. Und die Dresdner Bahn ist ja ein hervorragendes Beispiel dafür: 15, 20 Jahre (?) Planungszeit, und dann kann noch nicht mal der S-Bahnhof Kamenzer Damm ohne Weiteres ergänzt werden.

Ich habe dieses Beispiel ja nicht ohne Grund ausgewählt. "Schneller" ging da gar nichts. Im alten Zustand war eine Gleisachse freigehalten, im neuen Zustand ist das nicht mehr so. Ganz ohne Not. Und auf dem Innenring ist so viel los, dass man für den Ersatzneubau die Strecke monatelang unterbrochen hatte. Bei Google Maps sieht man gerade den Bauzustand und somit auch sehr gut, dass neben der alten Ringbahnbrücke noch Platz war. Damals musste die Anbindung von Treptow Güterbahnhof für den nun eingestellten Kaffeezug aufrecht erhalten werden.

Und wie gesagt, i2030 und die Stammbahn mit Anbindung über den Innenring war schon damals in Entwicklung. Ähnliche Kritik gibt es auch ein paar km weiter, wo beim Bau der A100 der Fernbahnteil ebenfalls unberücksichtigt blieb. Dabei wurde das Planum sogar provisorisch durch die S-Bahn genutzt. Dort wurde aber zumindest nichts verbaut.

--- Signatur ---
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Zitat
Ferkeltaxe
Wenn ich mir die Standorte der neuen Stützwände entlang der Fernbahntrasse beidseits der Brücke anschaue, dann deutet nichts auf eine wesentliche Verbreiterung des Dammes hin. Weshalb ich davon ausgehe, dass die wohl nur für eine Vergrößerung des Abstandes der beiden F-Bahn-Gleisachsen reichen wird.

In der Wollankstraße lagen aber mal 3 Fernbahngleise. Kann gut sein, dass über die tiefen Sockel der SSWs 50cm rausgeholt werden.
Hallo Michael,
hier anbei mein Foto von August 1985 am S-Bahnhof Wollankstraße. Das Gleis in der Mitte wurde von den Franzosen mit ihrem Militärzug bzw. Güter- und Manöverzügen zwischen Schönholz und Bornholmerstraße benutzt.

Das Gleis im Vordergrund ist das S-Bahngleis.

Hat man ein Bild vom Gleisplan vor 1945 bevor die französische Armee im Sommer ankam?

Mit freundlichen Grüßen aus Paris
Umrk


Zitat
DerMichael
...
In der Wollankstraße lagen aber mal 3 Fernbahngleise. ...

Stimmt, du hast recht. Das hatte ich außer acht gelassen. Somit hat man eine "alte" Gleisachse und wsl. etwas mehr für eine Verbreiterung der Gleismittenabstände der drei neu geplanten Gleise (inkl. S-Bahngleis stadtauswärts) zur Verfügung.

Gruß
Die Ferkeltaxe
Zitat
umrk
Hallo Michael,
hier anbei mein Foto von August 1985 am S-Bahnhof Wollankstraße. Das Gleis in der Mitte wurde von den Franzosen mit ihrem Militärzug bzw. Güter- und Manöverzügen zwischen Schönholz und Bornholmerstraße benutzt.

Das Gleis im Vordergrund ist das S-Bahngleis.

Hat man ein Bild vom Gleisplan vor 1945 bevor die französische Armee im Sommer ankam?

Mit freundlichen Grüßen aus Paris
Umrk

Auf alten Luftbildern in leider niedriger Auflösung.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.2026 06:53 von DerMichael.
Zitat
DerMichael
Zitat
umrk
Hallo Michael,
hier anbei mein Foto von August 1985 am S-Bahnhof Wollankstraße. Das Gleis in der Mitte wurde von den Franzosen mit ihrem Militärzug bzw. Güter- und Manöverzügen zwischen Schönholz und Bornholmerstraße benutzt.

Das Gleis im Vordergrund ist das S-Bahngleis.

Hat man ein Bild vom Gleisplan vor 1945 bevor die französische Armee im Sommer ankam?

Mit freundlichen Grüßen aus Paris
Umrk

Auf alten Luftbildern in leider niedriger Auflösung.
Habe gestern schon nach Gleisplänen gesucht und den einzigen Luftbildplan von 1928 gesichtet. Aufgrund der Auflösung / Schärfe ist es schwer zu sagen ob da zwei oder nur ein Gleis liegt.
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
DerMichael
Zitat
umrk
Hallo Michael,
hier anbei mein Foto von August 1985 am S-Bahnhof Wollankstraße. Das Gleis in der Mitte wurde von den Franzosen mit ihrem Militärzug bzw. Güter- und Manöverzügen zwischen Schönholz und Bornholmerstraße benutzt.

Das Gleis im Vordergrund ist das S-Bahngleis.

Hat man ein Bild vom Gleisplan vor 1945 bevor die französische Armee im Sommer ankam?

Mit freundlichen Grüßen aus Paris
Umrk

Auf alten Luftbildern in leider niedriger Auflösung.
Habe gestern schon nach Gleisplänen gesucht und den einzigen Luftbildplan von 1928 gesichtet. Aufgrund der Auflösung / Schärfe ist es schwer zu sagen ob da zwei oder nur ein Gleis liegt.

Das dritte Gleis im Norden war die Verbindungskurve vom Güterbahnhof Schönholz zum Güterbahnhof Pankow.

Viele Grüße
André
Zurück zum Thema: Ecki war in Zossen:

[youtube.com]
Neues aus Blankenfelde. Heute - über einen Bürgermeister mit Durchblick, alte und neue Rohre, ein spontan geplantes Fahrradparkhaus, mehrere Züge und "Restarbeiten".

Aber natürlich ohne die Maus und den Elefanten...

Viele Grüße
Arnd
Ist die Ente wenigstens dabei?
Zitat
Wutzkman
Ist die Ente wenigstens dabei?

Durchaus - in übertragenem Sinne medial vom Bürgermeister verbreiteter Falschmeldungen.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Nemo
Eine gute Vorleistung besteht in erster Linie aus Platz. [...] Kabelkanäle, Stellwerke usw. sollten auch nicht auf der Trasse der Vorleistung verlaufen.

Da hast Du so recht. Leider agieren die diversen DB-Unternehmen in der Praxis genau gegensätzlich, siehe hier:

https://www.baustellen-doku.info/berlin_kremmener_bahn/zweiter_zugang_alt-reinickendorf/20221004/20221004-04-i332.jpg

Leider habe ich kein detaillierteres Foto davon, aber man erkennt den Verlauf der 30kV-Trasse gut aus dem Zug anhand der Kabelmarkerierungssteine.

Und das hat absolut nichts mit fehlender Bestellung, fehlendem Geld usw. zu tun. Sondern ist maximale Ignoranz. Bzw. fehlende Planungsprinzipien, um es positiv zu formulieren. Und das, was hier im Kleinen and er Kremmener Bahn falsch gelaufen ist, das läuft überall falsch. Darum halte ich jegliche Verweise auf fehlende Bestellungen usw. für eine reine Ablenkung vom strukturellen Problem innerhalb der Deutschen Bahn.

Viele Grüße
André
Der Bahn-Planer meinte damals, das wäre total egal: die Planungen würden eh so lange dauern, dass bis zum Baubeginn die Strecke eh wieder grundsaniert werden müsste.
Zitat
DerMichael
Der Bahn-Planer meinte damals, das wäre total egal: die Planungen würden eh so lange dauern, dass bis zum Baubeginn die Strecke eh wieder grundsaniert werden müsste.

Um welche Planungen oder Vorleistungen geht es Dir denn jetzt konkret? Kannst Du nicht jeweils kurz zitieren oder schreiben, worauf Du Dich jeweils beziehst...?

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
DerMichael
Der Bahn-Planer meinte damals, das wäre total egal: die Planungen würden eh so lange dauern, dass bis zum Baubeginn die Strecke eh wieder grundsaniert werden müsste.

Um welche Planungen oder Vorleistungen geht es Dir denn jetzt konkret? Kannst Du nicht jeweils kurz zitieren oder schreiben, worauf Du Dich jeweils beziehst...?

Sorry, zweigleisiger Ausbau der S2 im Norden.
Zitat
DerMichael
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
DerMichael
Der Bahn-Planer meinte damals, das wäre total egal: die Planungen würden eh so lange dauern, dass bis zum Baubeginn die Strecke eh wieder grundsaniert werden müsste.

Um welche Planungen oder Vorleistungen geht es Dir denn jetzt konkret? Kannst Du nicht jeweils kurz zitieren oder schreiben, worauf Du Dich jeweils beziehst...?

Sorry, zweigleisiger Ausbau der S2 im Norden.

Ich danke Dir sehr. :-)

Viele Grüße
Arnd
Zitat
DerMichael
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
DerMichael
Der Bahn-Planer meinte damals, das wäre total egal: die Planungen würden eh so lange dauern, dass bis zum Baubeginn die Strecke eh wieder grundsaniert werden müsste.

Um welche Planungen oder Vorleistungen geht es Dir denn jetzt konkret? Kannst Du nicht jeweils kurz zitieren oder schreiben, worauf Du Dich jeweils beziehst...?

Sorry, zweigleisiger Ausbau der S2 im Norden.

Ich sag ja, Ignoranz der Planer und fehlendes internes Regelwerk als Hauptprobleme. Ingenieurbauwerke (z.B. Brücken) bei der Bahn werden mit einer Lebensdauer von 100 Jahren projektiert. Ganz so lange laufen Planungsprozesse dann doch nicht.
Zitat
andre_de
Zitat
DerMichael
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
DerMichael
Der Bahn-Planer meinte damals, das wäre total egal: die Planungen würden eh so lange dauern, dass bis zum Baubeginn die Strecke eh wieder grundsaniert werden müsste.

Um welche Planungen oder Vorleistungen geht es Dir denn jetzt konkret? Kannst Du nicht jeweils kurz zitieren oder schreiben, worauf Du Dich jeweils beziehst...?

Sorry, zweigleisiger Ausbau der S2 im Norden.

Ich sag ja, Ignoranz der Planer und fehlendes internes Regelwerk als Hauptprobleme. Ingenieurbauwerke (z.B. Brücken) bei der Bahn werden mit einer Lebensdauer von 100 Jahren projektiert. Ganz so lange laufen Planungsprozesse dann doch nicht.

Ja, wenn man das auflösen möchte, muss man aber die Mentalität und die Vorschriften zum sparsamen Bauen ändern.

Beim Vorschlag zur NBS H-HH musste jetzt doch auch die Rechtfertigung ausgegeben werden, dass der Vorschlag das wirtschaftlichste ist und alle anderen Forderungen das Projekt unwirtschaftlich machen.
Dann muss die BWLer Denke aufgelöst werden und die Idee vom wirtschaftlichen Bauen muss völlig anders bewertet werden.

Vorleistungen kosten vielleicht jetzt mehr, sparen aber in der Zukunft. Aber die Zukunft interessiert nicht. Und Resilienz bekommt die Bahn halt nicht bezahlt.

Die S2 hätte einfach unabhängig vom Takt auf zwei Gleise ausgebaut gehört, allein schon um Verspätungen zu reduzieren. Genauso hätte Wittenau ein Bahnhof werden müssen, um Züge zur U-Bahn und zurück zu bekommen ohne Pendelzüge.

Aber kostet halt zwei Signale mehr.
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