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Einschränkungen Nahverkehr Berlin wegen Corona [themenfremde Beiträge werden gelöscht]
geschrieben von LariFari 
Ja. Der Eigentümer ist unterschiedlich, sonst gibt es da keine Unterschiede. Natürlich kann ein Unternehmen, das dem Staat gehört, eine Hausordnung aufstellen und durchsetzen. Vollkommen unerheblich, wer Eigentümer ist.

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Nicht-dynamische Signatur
Zitat
Lehrter Bahnhof
Ja. Der Eigentümer ist unterschiedlich, sonst gibt es da keine Unterschiede. Natürlich kann ein Unternehmen, das dem Staat gehört, eine Hausordnung aufstellen und durchsetzen. Vollkommen unerheblich, wer Eigentümer ist.

Ich hab mal im Corona-ÖPNV-schwächen-Thread geantwortet. ;-)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.03.2020 22:28 von Railroader.
Für Corona-Verhältnisse überfüllte Züge habe ich auch in einem Artikel im "nd" thematisiert.
Zitat
Zitat IGEB aus dem Artikel
»Man kann sich den Krankenstand doch nicht aufsparen«, sagt Jens Wieseke, der die Argumentation nicht nachvollziehen kann. »Die ODEG fährt 100 Prozent der regulären Leistung, die S-Bahn 90 Prozent, die BVG deutlich weniger. Das offenbart, wie kaputtgespart das Unternehmen ist«, so Wieseke.
Zitat
def
Zitat
Bd2001
Zitat
micha774
Ist es objektiv wenn von bspw. 10 Zügen ein Zählzug fährt?

Nein, daher sind es von 10 Zügen mindestens 6 Zählzüge. Da insgesamt nicht so viele Zählzüge gibt fahren die nach einem Plan jede Linie ab.

Das klingt ja für BVG-Verhältnisse fast nach einem Plan. Bleibt die Frage: warum erst jetzt, nachdem man erstmal pauschal auf einen 10-min-Takt ausgedünnt hat?

Weil man einsehen mußte, das es eben mit dem 10-Min-Takt nicht geht. Weil eben die Kritiken nicht verstummten und man diese auch nicht bestätigen oder gar widerlegen konnte. Also fängt man endlich an und erhebt die Daten.

Das hätte eigentlich vor der Reduzierung des Angebotes gemacht werden. Aber lieber jetzt als gar nicht.
Zitat
nicolaas
»Man kann sich den Krankenstand doch nicht aufsparen«, sagt Jens Wieseke, der die Argumentation nicht nachvollziehen kann. »Die ODEG fährt 100 Prozent der regulären Leistung, die S-Bahn 90 Prozent, die BVG deutlich weniger. Das offenbart, wie kaputtgespart das Unternehmen ist«, so Wieseke.

Wobei ich es auch für falsch halte, dass wir bei der S-Bahn den regulären Nachtverkehr fahren, bei dem wir hauptsächlich nur heiße Luft befördern. Auch auf dem Ring (und sicher auch in den anderen Systemen) hat sich die Rush-Hour tatsächlich, mehr oder weniger, auf jeweils eine Stunde am Vor- und Nachmittag verkürzt, wo ein 5-Minutentakt wirklich sinnvoll ist. Es ist ja nun wirklich damit zu rechnen, dass der Krankenstand bei den Werkstattmitarbeitenden steigen wird und es evtl. zu Problemen bei der Zulieferung von Ersatzteilen kommen wird. Von daher ist es auch von der Bahn zu kurz gedacht, wenn sie sagt, wir fahren auf Biegen und Brechen so viel es geht, nehmen den Verschleiß hin, wodurch die Züge dann schneller in die Werkstatt müssen und können in ein paar Monaten ggf. kein Grundangebot mehr sichern, weil die Mitarbeitenden in den Werken fehlen, die diese Züge warten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.03.2020 23:37 von Railroader.
Zitat
andre_de
Fahrgäste verhöhnen konnte die Propagandaabteilung von Frau Nelken ja schon immer gut. Alleine, von zusätzlichen Zügen zu sprechen, ist eine Unverschämtheit.

Viel schlimmer als die dämliche Aussage als solche finde ich ja das Signal, das hier von einem "Landesunternehmen" ausgesendet wird: Ich will das Verhalten von Ausgangsbeschränkungs-Brechern keineswegs gutheißen, aber, wenn solches Vorgehen, wie das aktuelle der BVG, politisch gedeckt bzw. geduldet oder gar gefordert (?) wird, beraubt man sich schon in gewisser Weise seiner Legimtimität, der Bevölkerung solche Einschränkungen aufzuerlegen.

Gruß
Salzfisch

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Berlins Straßen sind zu eng, um sie mit Gelenkbussen zu verstopfen!




1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.03.2020 23:50 von Salzfisch.
Zitat
Railroader
Zitat
nicolaas
»Man kann sich den Krankenstand doch nicht aufsparen«, sagt Jens Wieseke, der die Argumentation nicht nachvollziehen kann. »Die ODEG fährt 100 Prozent der regulären Leistung, die S-Bahn 90 Prozent, die BVG deutlich weniger. Das offenbart, wie kaputtgespart das Unternehmen ist«, so Wieseke.

Wobei ich es auch für falsch halte, dass wir bei der S-Bahn den regulären Nachtverkehr fahren, bei dem wir hauptsächlich nur heiße Luft befördern. Auch auf dem Ring (und sicher auch in den anderen Systemen) hat sich die Rush-Hour tatsächlich, mehr oder weniger, auf jeweils eine Stunde am Vor- und Nachmittag verkürzt, wo ein 5-Minutentakt wirklich sinnvoll ist. Es ist ja nun wirklich damit zu rechnen, dass der Krankenstand bei den Werkstattmitarbeitenden steigen wird und es evtl. zu Problemen bei der Zulieferung von Ersatzteilen kommen wird. Von daher ist es auch von der Bahn zu kurz gedacht, wenn sie sagt, wir fahren auf Biegen und Brechen so viel es geht, nehmen den Verschleiß hin, wodurch die Züge dann schneller in die Werkstatt müssen und können in ein paar Monaten ggf. kein Grundangebot mehr sichern, weil die Mitarbeitenden in den Werken fehlen, die diese Züge warten.

Über den Nachtverkehr kann man diskutieren. Schließlich findet ja wirklich das Nachtleben praktisch nicht mehr statt.

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Nicht-dynamische Signatur
Zitat
Railroader
Wobei ich es auch für falsch halte, dass wir bei der S-Bahn den regulären Nachtverkehr fahren, bei dem wir hauptsächlich nur heiße Luft befördern. Auch auf dem Ring (und sicher auch in den anderen Systemen) hat sich die Rush-Hour tatsächlich, mehr oder weniger, auf jeweils eine Stunde am Vor- und Nachmittag verkürzt, wo ein 5-Minutentakt wirklich sinnvoll ist.

Meinst Du nicht, dass auch in deinem Unternehmen Fahrgastzählungen stattfinden? Ggf. wartet man ja auch auf Rückmeldungen, wie Du sie hier quasi gibst? Das wäre ja dann genau das sinvolle Vorgehen, was man auch von der BVG erwartet hätte: Bedarfsgerechtes Kürzen, statt: Globales Kürzen, warten wo Chaos ausbricht und dann punktuell wieder das normale Angebot anbieten...

Gruß
Salzfisch

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Berlins Straßen sind zu eng, um sie mit Gelenkbussen zu verstopfen!
Zitat
Salzfisch
Meinst Du nicht, dass auch in deinem Unternehmen Fahrgastzählungen stattfinden?

Nein, das meine ich nicht. Da wird, so gut es geht, plump das gefahren, was bestellt ist.
Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum man bei der U-Bahn nicht auf einen 5 oder weger meiner 7/6/7 Minuten-Takt reduziert hat.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Salzfisch
Das wäre ja dann genau das sinvolle Vorgehen, was man auch von der BVG erwartet hätte: Bedarfsgerechtes Kürzen, statt: Globales Kürzen, warten wo Chaos ausbricht und dann punktuell wieder das normale Angebot anbieten...

Bei Straßenbahn und U-Bahn ist kein Chaos ausgebrochen. Das Platzangebot und die Zuglängen der Bahnen sind stets ausreichend.
Hat jemand mal Fotos von überfüllten Zügen gesehen (außer das von Herrn Wiesecke auf der U8)?
Hin und wieder wird der 10-Minutentakt leider durch Personenunfälle gestört, die U-Bahnwerkstätten haben mehrere Züge mit zerstörten Frontscheiben zu reparieren. Dann würde es aber auch beim 5-Minutentakt im Gesamtnetz zu Unregelmäßigkeiten kommen. Der erste Zug nach einer längeren Unterbrechung ist immer voll.

Wie soll bedarfsgerechtes Kürzen aussehen? Zur Erarbeitung neuer Fahrpläne und Dienstpläne ist trotz Computertechnik ein Vorlauf von zwei bis drei Wochen erforderlich, und ein eingearbeiteter Mitarbeiterstamm. Wer legt jetzt fest, wie der Bedarf in drei Wochen aussieht, wieviel Fahrpersonal in drei Wochen krank ist?
Der Zehnminutentakt der U-Bahn ist ein Kompromiss. Ich bin selbst oft mit den Bahnen unterwegs und habe seit Wochen kein gut gefülltes Fahrzeug mehr gesehen. Bei S- U- und Straßenbahn wird ein ausreichendes Angebot gefahren. Beim Bus soll sich das auch gebessert haben, dazu fehlt mir aber die Selbsterfahrung.
Immerhin wurde auch hier ein komplett neuer Fahrplan/Dienstplan erarbeitet und eingeführt.

Außerdem hat die Gewerkschaft Ver.di die anstehenden Tarifverhandlungen zum Manteltarif mit der Arbeitgeberseite einvernehmlich vertagt. Gekündigt ist der Mantel aber zum 30.6., die Forderungen sind formuliert, in drei Monaten endet die Friedenspflicht.

so long

Mario



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.04.2020 01:03 von der weiße bim.
Zitat
der weiße bim
Zitat
Salzfisch
Das wäre ja dann genau das sinvolle Vorgehen, was man auch von der BVG erwartet hätte: Bedarfsgerechtes Kürzen, statt: Globales Kürzen, warten wo Chaos ausbricht und dann punktuell wieder das normale Angebot anbieten...

Bei Straßenbahn und U-Bahn ist kein Chaos ausgebrochen. Das Platzangebot der Bahnen ist stets ausreichend.
Hat jemand mal Fotos von überfüllten Zügen gesehen?

[pbs.twimg.com]
[twitter.com]

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Nicht-dynamische Signatur



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.04.2020 00:55 von Lehrter Bahnhof.
Die Grafik ist aber falsch. Der 347er verkehrt z.B. auch spätabends.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Die Grafik ist aber falsch. Der 347er verkehrt z.B. auch spätabends.

Ok. Dann stimmt die Info nicht.
Dann nehm ich die Übersicht lieber wieder raus ;-)

so long

Mario
Leider habe ich noch keine stimmende Übersicht entdeckt.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
der weiße bim
Wie soll bedarfsgerechtes Kürzen aussehen?

Das wurde doch nun von verschiedenen Usern erklärt: indem man erstmal erhebt, wann und wo gekürzt werden kann.

Zitat
der weiße bim
Zur Erarbeitung neuer Fahrpläne und Dienstpläne ist trotz Computertechnik ein Vorlauf von zwei bis drei Wochen erforderlich, und ein eingearbeiteter Mitarbeiterstamm.

Und, was wäre das Problem? Das ganze Hin und Her, das der Saftladen stattdessen fabriziert, wird letztlich auch zwei bis drei Wochen gedauert haben, aber um den Preis deutlich zu voller U-Bahnen, ergo Neuinfektionen!

Zitat
der weiße bim
Wer legt jetzt fest, wie der Bedarf in drei Wochen aussieht, wieviel Fahrpersonal in drei Wochen krank ist?

Seriös erhobene Zahlen. Und selbst wenn die Nachfrage weiter sinken sollte, weil die Bestimmungen verschärft werden, dann fährt man eben ein bisschen mehr warme Luft durch die Gegend.

Das Argument zum Fahrpersonal halte ich für vorgeschoben - es sagt ja niemand, dass man das Angebot einfach so weiterfahren soll. Es soll nun auf Fakten basiert und geordnet runtergefahren werden, insofern dürfte dann eh ein gewisser Überhang bestehen. Ist das eigentlich so schwer zu verstehen?

Zitat
der weiße bim
Der Zehnminutentakt der U-Bahn ist ein Kompromiss.

Nö. Er ist eine pauschale, durch keinerlei Fakten basierte Festlegung.

Zitat
der weiße bim
Ich bin selbst oft mit den Bahnen unterwegs und habe seit Wochen kein gut gefülltes Fahrzeug mehr gesehen.

Wie wir wissen, heißt "gut gefüllt" in der BVG-Propaganda, dass mindestens alle Sitzplätze belegt sind und um die zwei Menschen pro Quadratmeter stehen. Das ist in der aktuellen Situation aber deutlich zu viel.

Zitat
der weiße bim
Bei S- U- und Straßenbahn wird ein ausreichendes Angebot gefahren.

Vielleicht im Durchschnitt. Wie meinte meine Mathelehrerin schon vor 20 Jahren? "Im Durchschnitt war der See nur einen Meter tief, und trotzdem ist die Kuh ersoffen."

Zitat
der weiße bim
Außerdem hat die Gewerkschaft Ver.di die anstehenden Tarifverhandlungen zum Manteltarif mit der Arbeitgeberseite einvernehmlich vertagt. Gekündigt ist der Mantel aber zum 30.6., die Forderungen sind formuliert, in drei Monaten endet die Friedenspflicht.

Und? Was hat das mit dem Thema zu tun? Die böse Gewerkschaft ein bisschen mit Dreck bewerfen, um von der Unzulänglichkeit des Saftladens BVG abzulenken?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.04.2020 07:58 von def.
Zitat
der weiße bim
Wie soll bedarfsgerechtes Kürzen aussehen? Zur Erarbeitung neuer Fahrpläne und Dienstpläne ist trotz Computertechnik ein Vorlauf von zwei bis drei Wochen erforderlich, und ein eingearbeiteter Mitarbeiterstamm. Wer legt jetzt fest, wie der Bedarf in drei Wochen aussieht, wieviel Fahrpersonal in drei Wochen krank ist?
Der Zehnminutentakt der U-Bahn ist ein Kompromiss. Ich bin selbst oft mit den Bahnen unterwegs und habe seit Wochen kein gut gefülltes Fahrzeug mehr gesehen. Bei S- U- und Straßenbahn wird ein ausreichendes Angebot gefahren. Beim Bus soll sich das auch gebessert haben, dazu fehlt mir aber die Selbsterfahrung.
Immerhin wurde auch hier ein komplett neuer Fahrplan/Dienstplan erarbeitet und eingeführt.
Du möchtest uns ernsthaft erzählen, dass die BVG ihre Dienstpläne kurzfristig so ändern kann, dass pauschal ein 10-Minuten-Takt gefahren wird, aber nicht so, dass man sich, bevor man überhaupt etwas ändert, anschaut wo es immer noch stärkere Auslastungen gibt und dort weniger kürzt?
Zitat
Mario
Wie soll bedarfsgerechtes Kürzen aussehen?

Ganz konkret sehe ich beispielsweise eine - theoretische, ich bin derzeit ja nicht unterwegs - große Nachfragedifferenz zwischen den einzelnen U-Bahn-Linien, sodass ich es als falsch empfinde, alle Linien pauschal auf einen 10-Minuten-Park herunter zu fahren.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
der weiße bim
Zur Erarbeitung neuer Fahrpläne und Dienstpläne ist trotz Computertechnik ein Vorlauf von zwei bis drei Wochen erforderlich, und ein eingearbeiteter Mitarbeiterstamm.

Nach der Argumentation basiert der 10-min-Takt auf eine Vorlaufzeit von drei Wochen als es in Berlin genau einen Coronafall gab.

Viele Grüße
Florian Schulz

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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.04.2020 10:46 von Florian Schulz.
Ich nutze aktuell fast nur die S-Bahn (weil man dort viel Platz hat), war aber sehr überrascht, dass die Tram offenbar das ganz normale Fahrtenangebot fährt, also z.B. die M10 im 5-Minuten-Takt. Leider werde ich das Gefühl nicht los, dass jeder Unternehmensbereich aktuell macht was er will, wenn Bus und U-Bahn massiv kürzen.
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