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i2030 - aktuelle Übersicht
geschrieben von Marienfelde 
Zitat

"PassusDuriusculus" am 31.8.2020 um 18.21 Uhr:

Ich bin 'mal so frei, das hier in den entsprechenden Thread zu sortieren.

Zitat

Harald Tschirner am 31.8.2020 um 15.35 Uhr im Diskussionsfaden "Sammelthread: Nahverkehr in Brandenburg":

Zitat

VBB Pressemitteilung

i2030 Projekt Berlin-Spandau - Nauen: Finanzierung von weiteren Planungen für Schienenausbau gesichert

[...] Gleichzeitig startet eine Machbarkeitsuntersuchung für eine unterirdische S-Bahnlösung im Bereich Berlin-Spandau. [...]

Am vergangenen Dienstag (27.10.2020) ist auf dem Ausschreibungsportal der Europäischen Union die folgende Ausschreibung veröffentlicht worden:

Zitat

[...]

Abschnitt II: Gegenstand

II.1) Umfang der Beschaffung

II.1.1) Bezeichnung des Auftrags:

I2030 - Berlin-Spandau - Nauen, Planungsleistungen Vorplanung und Machbarkeitsstudie S-Bahn-Tunnellösung

[...]

Die umfangreichen Unterlagen, unter anderem mit Grundrissen und Schnitten des U-Bahnhofs Rathaus Spandau, sind in einer ZIP-Datei (105.654.077 Bytes) zusammengefasst worden und stehen im Abschnitt "I.3) Kommunikation" zum Download zur Verfügung.

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.10.2020 06:03 von krickstadt.
Sehr interessant diese Unterlagen.

In einem Dokument habe ich folgendes gefunden:

1.7.3 Varianten Fernbahnhof Berlin-Spandau für das Kreuzungsbauwerk Ost
Im Bereich des östlich vom Bf Berlin-Spandau neu zu errichtenden Kreuzungsbauwerks ist perspektivisch eine S-Bahnstrecke zwischen den Verkehrsstationen Stresow und Jungfernheide (dem historischen Streckenverlauf folgend) vorgesehen. Für das neue Kreuzungsbauwerk Ost ist die Planung in drei Varianten vorzusehen:
a) Ohne Berücksichtigung einer Option für die S-Bahn
b) Mit Berücksichtigung einer optionalen eingleisigen S-Bahn-Trasse
c) Mit Berücksichtigung einer optionalen zweigleisigen S-Bahn-Trasse.

Wundert mich, habe bisher eigentlich nirgendwo gelesen das man eventuell plant jemals diese S-Bahn Strecke wieder aufzubauen. War ja damals auch nur ein Bahnhof an dieser Strecke, Siemensstadt-Fürstenbrunn.
Zitat
S-Bahnberlin28
Sehr interessant diese Unterlagen.

In einem Dokument habe ich folgendes gefunden:

1.7.3 Varianten Fernbahnhof Berlin-Spandau für das Kreuzungsbauwerk Ost
Im Bereich des östlich vom Bf Berlin-Spandau neu zu errichtenden Kreuzungsbauwerks ist perspektivisch eine S-Bahnstrecke zwischen den Verkehrsstationen Stresow und Jungfernheide (dem historischen Streckenverlauf folgend) vorgesehen. Für das neue Kreuzungsbauwerk Ost ist die Planung in drei Varianten vorzusehen:
a) Ohne Berücksichtigung einer Option für die S-Bahn
b) Mit Berücksichtigung einer optionalen eingleisigen S-Bahn-Trasse
c) Mit Berücksichtigung einer optionalen zweigleisigen S-Bahn-Trasse.

Wundert mich, habe bisher eigentlich nirgendwo gelesen das man eventuell plant jemals diese S-Bahn Strecke wieder aufzubauen. War ja damals auch nur ein Bahnhof an dieser Strecke, Siemensstadt-Fürstenbrunn.

Es dürfte wohl nicht so sehr um den Haltepunkt selbst gehen, sondern eher um einen dichteren Takt - bisher hat man mit RE4, RB10 und in der HVZ RB13 einen Humpeltakt, da nur die RB13 mit dem RE4 vertaktet ist und die RB 10 dazwischen grätscht. Außerhalb der HVZ hat man etwa, wenn ich mich recht entsinne, einen 45'/15'-Takt. Mit einer S-Bahn wäre da wohl ein 10'- oder 20'-Takt möglich, der sehr viel attraktiver wäre. Nachteilig wäre allerdings, daß dadurch der Ast Spandau <> Westkreuz <> Charlottenburg wohl Fahrgäste verlieren würde, auch die U7 dürfte dabei schlechter wegkommen, da sie sicherlich deutlich länger braucht.
Allerdings wäre es mir auch neu, daß tatsächlich Planungen existieren oder es überhaupt erwogen wird, die S-Bahn Spandau <> Jungfernheide wiederaufzubauen. Da wären Jungfernheide dann massive Umbauten fällig, wenn man nicht nur die Siemensbahn, sondern auch noch den Spandauer Ast in den Ring ein- respektive ausfädeln will.

Dennis
Na es gibt noch den RE6 und im Berufsverkehr einzelne RE2-Verstärker-Züge, die mehr oder weniger eine halbe Stunde versetzt zur RB10 via Jungfernheide verkehren.

Das macht also bis zu 5 Züge in Berufsverkehrsstunden.


Außerhalb verkehren aber RE4, RE6, RB10 ungefähr im "attraktiven" 10/10/40-Minuten-Takt
Zitat
drstar
Zitat
S-Bahnberlin28
Sehr interessant diese Unterlagen.

In einem Dokument habe ich folgendes gefunden:

1.7.3 Varianten Fernbahnhof Berlin-Spandau für das Kreuzungsbauwerk Ost
Im Bereich des östlich vom Bf Berlin-Spandau neu zu errichtenden Kreuzungsbauwerks ist perspektivisch eine S-Bahnstrecke zwischen den Verkehrsstationen Stresow und Jungfernheide (dem historischen Streckenverlauf folgend) vorgesehen. Für das neue Kreuzungsbauwerk Ost ist die Planung in drei Varianten vorzusehen:
a) Ohne Berücksichtigung einer Option für die S-Bahn
b) Mit Berücksichtigung einer optionalen eingleisigen S-Bahn-Trasse
c) Mit Berücksichtigung einer optionalen zweigleisigen S-Bahn-Trasse.

Wundert mich, habe bisher eigentlich nirgendwo gelesen das man eventuell plant jemals diese S-Bahn Strecke wieder aufzubauen. War ja damals auch nur ein Bahnhof an dieser Strecke, Siemensstadt-Fürstenbrunn.

Es dürfte wohl nicht so sehr um den Haltepunkt selbst gehen, sondern eher um einen dichteren Takt - bisher hat man mit RE4, RB10 und in der HVZ RB13 einen Humpeltakt, da nur die RB13 mit dem RE4 vertaktet ist und die RB 10 dazwischen grätscht. Außerhalb der HVZ hat man etwa, wenn ich mich recht entsinne, einen 45'/15'-Takt. Mit einer S-Bahn wäre da wohl ein 10'- oder 20'-Takt möglich, der sehr viel attraktiver wäre. Nachteilig wäre allerdings, daß dadurch der Ast Spandau <> Westkreuz <> Charlottenburg wohl Fahrgäste verlieren würde, auch die U7 dürfte dabei schlechter wegkommen, da sie sicherlich deutlich länger braucht.
Allerdings wäre es mir auch neu, daß tatsächlich Planungen existieren oder es überhaupt erwogen wird, die S-Bahn Spandau <> Jungfernheide wiederaufzubauen. Da wären Jungfernheide dann massive Umbauten fällig, wenn man nicht nur die Siemensbahn, sondern auch noch den Spandauer Ast in den Ring ein- respektive ausfädeln will.

Nun, es erscheint mir jedenfalls sinnvoll, dass man auch mal über die Zukunft nachdenkt anstatt wegen ein paar 1.000 Euronen jegliche Erweiterungsmöglichkeiten zuzubauen. Wenn man hier dann rausbekommt, dass eine derartige Vorleistung zig Mio kosten würde, kann man sich ja immernoch dafür entscheiden sie wegzulassen. Dann ist das aber wenigstens sauber abgewogen nicht mehr gedankenlos.

Gerade im Zusammenhang mit einer Express-S-Bahn Richtung Nauen (oder Falkensee/Finkenkrug) würde ja diese Strecke von Spandau einen schnellen Weg zum Hauptbahnhof ermöglichen ohne dass man durch zu viele Stationen durchfahren müsste und dann auf den vorausfahrenden "Lokalzug" auffahren würde. Eine Einbindung in den Bahnhof Jungfernheide bzw. eine niveaufreie Streckenverzweigung mit der Siemensbahn unterhalb der Rudolf-Wissell-Brücke stelle ich mir aber auch schwierig vor.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
PassusDuriusculus
Na es gibt noch den RE6 und im Berufsverkehr einzelne RE2-Verstärker-Züge, die mehr oder weniger eine halbe Stunde versetzt zur RB10 via Jungfernheide verkehren.

Das macht also bis zu 5 Züge in Berufsverkehrsstunden.


Außerhalb verkehren aber RE4, RE6, RB10 ungefähr im "attraktiven" 10/10/40-Minuten-Takt

Immerhin schaffen RB10 und RB14 zusammen fast einen Halbstundentakt mit 35/25 min Richtung Berlin und 32/28 min Richtung Nauen. Das soll wohl trotz ICE-Halbstundentakt nach Hamburg ab kommenden Fahrplanwechsel so bleiben. Ich bin gespannt.
Zitat
hvhasel
Immerhin schaffen RB10 und RB14 zusammen fast einen Halbstundentakt mit 35/25 min Richtung Berlin und 32/28 min Richtung Nauen. Das soll wohl trotz ICE-Halbstundentakt nach Hamburg ab kommenden Fahrplanwechsel so bleiben. Ich bin gespannt.

Wenn beide "Zuggruppen" im Halbstundentakt verkehren, dürfte es ja dadurch eigentlich keine neuen Konflikte geben, die es nicht jetzt schon gibt.
Zitat
hvhasel
Zitat
PassusDuriusculus
Na es gibt noch den RE6 und im Berufsverkehr einzelne RE2-Verstärker-Züge, die mehr oder weniger eine halbe Stunde versetzt zur RB10 via Jungfernheide verkehren.

Das macht also bis zu 5 Züge in Berufsverkehrsstunden.


Außerhalb verkehren aber RE4, RE6, RB10 ungefähr im "attraktiven" 10/10/40-Minuten-Takt

Immerhin schaffen RB10 und RB14 zusammen fast einen Halbstundentakt mit 35/25 min Richtung Berlin und 32/28 min Richtung Nauen. Das soll wohl trotz ICE-Halbstundentakt nach Hamburg ab kommenden Fahrplanwechsel so bleiben. Ich bin gespannt.

Das funktioniert schon jetzt mehr schlecht wie recht, die RB14 fährt zudem direkt vor dem RE2, der deshalb nicht selten vor Nauen warten darf und dann in Nauen selbst nochmal wegen ICE-Überholung, wenn die nicht gleich in Falkensee kommt.

An den RE6 hab ich in der Tat nicht gedacht, zuverlässig ist er aber ohnehin nicht. Und die RE2-Verstärker (Nauen-Pendel) fahren ja auch nur morgens einmal Gesundbrunnen <> Nauen, Nauen <> Ostkreuz, nachmittags wenn ich mich recht entsinne, 2 Fahrten nach / von Nauen. Mir geht es dabei gerade um die NVZ, da ist der Takt nicht attraktiv - verpaßt man die RB10, fährt man besser U-Bahn oder mit dem Ring bis Westkreuz, um Richtung Spandau zu kommen. Mit einem 10' oder 20-Takt wäre die Verbindung in der Tat attraktiver. Noch attraktiver wäre die Verbindung, wenn man Nägel mit Köpfen macht und die S-Bahn nicht nur Richtung Falkensee, sondern auch Richtung Elstal verlängern würde. Dann ließen sich auch die RE und RB beschleunigen und ebenfalls aufwerten.

Dennis
Zitat
Nemo
Zitat
drstar
Zitat
S-Bahnberlin28
Sehr interessant diese Unterlagen.

In einem Dokument habe ich folgendes gefunden:

1.7.3 Varianten Fernbahnhof Berlin-Spandau für das Kreuzungsbauwerk Ost
Im Bereich des östlich vom Bf Berlin-Spandau neu zu errichtenden Kreuzungsbauwerks ist perspektivisch eine S-Bahnstrecke zwischen den Verkehrsstationen Stresow und Jungfernheide (dem historischen Streckenverlauf folgend) vorgesehen. Für das neue Kreuzungsbauwerk Ost ist die Planung in drei Varianten vorzusehen:
a) Ohne Berücksichtigung einer Option für die S-Bahn
b) Mit Berücksichtigung einer optionalen eingleisigen S-Bahn-Trasse
c) Mit Berücksichtigung einer optionalen zweigleisigen S-Bahn-Trasse.

Wundert mich, habe bisher eigentlich nirgendwo gelesen das man eventuell plant jemals diese S-Bahn Strecke wieder aufzubauen. War ja damals auch nur ein Bahnhof an dieser Strecke, Siemensstadt-Fürstenbrunn.

Es dürfte wohl nicht so sehr um den Haltepunkt selbst gehen, sondern eher um einen dichteren Takt - bisher hat man mit RE4, RB10 und in der HVZ RB13 einen Humpeltakt, da nur die RB13 mit dem RE4 vertaktet ist und die RB 10 dazwischen grätscht. Außerhalb der HVZ hat man etwa, wenn ich mich recht entsinne, einen 45'/15'-Takt. Mit einer S-Bahn wäre da wohl ein 10'- oder 20'-Takt möglich, der sehr viel attraktiver wäre. Nachteilig wäre allerdings, daß dadurch der Ast Spandau <> Westkreuz <> Charlottenburg wohl Fahrgäste verlieren würde, auch die U7 dürfte dabei schlechter wegkommen, da sie sicherlich deutlich länger braucht.
Allerdings wäre es mir auch neu, daß tatsächlich Planungen existieren oder es überhaupt erwogen wird, die S-Bahn Spandau <> Jungfernheide wiederaufzubauen. Da wären Jungfernheide dann massive Umbauten fällig, wenn man nicht nur die Siemensbahn, sondern auch noch den Spandauer Ast in den Ring ein- respektive ausfädeln will.

Nun, es erscheint mir jedenfalls sinnvoll, dass man auch mal über die Zukunft nachdenkt anstatt wegen ein paar 1.000 Euronen jegliche Erweiterungsmöglichkeiten zuzubauen. Wenn man hier dann rausbekommt, dass eine derartige Vorleistung zig Mio kosten würde, kann man sich ja immernoch dafür entscheiden sie wegzulassen. Dann ist das aber wenigstens sauber abgewogen nicht mehr gedankenlos.

Gerade im Zusammenhang mit einer Express-S-Bahn Richtung Nauen (oder Falkensee/Finkenkrug) würde ja diese Strecke von Spandau einen schnellen Weg zum Hauptbahnhof ermöglichen ohne dass man durch zu viele Stationen durchfahren müsste und dann auf den vorausfahrenden "Lokalzug" auffahren würde. Eine Einbindung in den Bahnhof Jungfernheide bzw. eine niveaufreie Streckenverzweigung mit der Siemensbahn unterhalb der Rudolf-Wissell-Brücke stelle ich mir aber auch schwierig vor.

Sehr schön. Meines Erachtens hätte auch eine im 10-Minutentakt bediente S-Bahn-Nordtangente (Spandau - Jungfernheide - Gesundbrunnen ... ) Charme: Sie würde häufige Direktverbindungen schaffen, die weder von den S-Bahnzügen zur Stadtbahn, noch von der U 7 geboten werden können.

Noch einmal grundsätzlich: Insbesondere im Gebiet außerhalb der Ringbahn muß der ÖV besser und stärker werden. Was zählen schon evtl. Rückgänge der Fahrgastfrequenzen auf der vorhandenen S-Bahn und der U 7 im einstelligen Prozentbereich gegen die Aussicht, auf so einer Nordtangente Fahrgastzuwächse im, wie ich annehme, fünfstelligen Bereich dazuzugewinnen?
Hallo,

ich hatte die Ausschreibungsunterlagen hier verlinkt, weil ich den Eindruck hatte, dass Ihr Euch nicht vorstellen könnt, wie eine Tunnelvariante für die S-Bahn am Bahnhof (Rathaus) Spandau aussehen könnte. Exemplarisch dazu ein Zitat von "Nemo":

Zitat

"Nemo" am 31.8.2020 um 19.09 Uhr:

[...] Der Satz mit der unterirdischen S-Bahnlösung ist dann doch interessant. Da fehlt mir momentan jegliche Vorstellung, wie das halbwegs realistisch passieren könnte - im Zusammenhang mit Havel, U7 und U2-Vorleistung.

Dazu ein Zitat aus dem entsprechenden Ausschreibungsdokument (das zugegebenermaßen etwas versteckt ist, nämlich in der ZIP-Datei, die in der ZIP-Datei enthalten ist) "03_00_BSPN 20FEI47540_Anlage 1.3 Leistungsbild_MST_Tunnel.pdf":

Zitat

Die hier zu untersuchende Lösung ist die Verlegung der vorhandenen Strecke unter Aufrechterhaltung einer Station Stresow, über eine[n] neu zu errichtende[n] S-Bahn-Station Berlin-Spandau (tief) parallel zum heute vorhandenen Bahnhof, einer Streckenverlängerung weiter nach Westen mit einem unterirdischen Zwischenhalt in der neuen Station Nauener Straße sowie daran anschließend der weiteren Streckenführung in Tieflage. Die neu geplante Station Klosterbuschweg soll wieder der erste oberirdische Halt der S-Bahn sein, dann auch wieder parallel unmittelbar neben den Gleisen der Fernbahn in einer +1-Lage. An beiden Enden der zu untersuchenden Tunnelstrecke sind entsprechende Rampen für die Überwindung der Höhendifferenzen zwischen Tunnel und +1-Lage vorzusehen. Geplant ist, eine durchgehend zweigleisige S-Bahn-Linie mit einer Entwurfsgeschwindigkeit von bis zu 100 km/h zu errichten.

Was haltet Ihr von dieser Idee der Planer?

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Das klingt völlig utopisch (finanziell gesehen), aber im Hinblick auf i2030 und D-Takt dann doch wieder interessant und sinnvoll. Vielleicht wollen die Planer hier nämlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Mit einer Tieferlegung der S-Bahn hätte man oben plötzlich die dringend benötigte 5. und 6. Bahnsteigkante für den im Zuge von i2020 und D-Takt stark auszubauenden Regional- und Fernverkehr. Dass der vorhandene S-Bahnsteig umgebaut werden müsste, um für Nicht-S-Bahnzüge nutzbar zu sein, unterschlage ich in meinen Fantasiespielen mal.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.10.2020 13:23 von hansaplatz.
Zitat
hansaplatz
Das klingt völlig utopisch (finanziell gesehen), aber im Hinblick auf i2030 und D-Takt dann doch wieder interessant und sinnvoll. Vielleicht wollen die Planer hier nämlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Mit einer Tieferlegung der S-Bahn hätte man oben plötzlich die dringend benötigte 5. und 6. Bahnsteigkante für den im Zuge von i2020 und D-Takt stark auszubauenden Regional- und Fernverkehr. Dass der vorhandene S-Bahnsteig umgebaut werden müsste, um für Nicht-S-Bahnzüge nutzbar zu sein, unterschlage ich in meinen Fantasiespielen mal.

Es würde die Frage beantworten, wie man die vorgesehenen 4 Ferngleise neben die S-Bahn entlang der Hamburger Bahn durchbekommt. Allerdings ist dieses auch die teuererste denkbare Lösung für das Problem. So ganz vorstellen kann ich mir die Machbarkeit allerdings noch nicht.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Wie weit müsste man denn auf der Ostseite buddeln? Stresow müsste wahrscheinlich auch unterirdisch neu gebaut werden, und dann? Bleibt man gleich bis zum Abzweig Richtung Pichelsberg unten?
Zitat

"VvJ-Ente" am 31.10.2020 um 22.07 Uhr:

Wie weit müsste man denn auf der Ostseite buddeln? Stresow müsste wahrscheinlich auch unterirdisch neu gebaut werden, und dann? Bleibt man gleich bis zum Abzweig Richtung Pichelsberg unten?

In dem oben genannten Dokument (das Du Dir gerne auch herunterladen und anschauen kannst, weil ich nicht weiß, wie viel ich aus diesem Dokument zitieren darf) werden auf den Seiten 8 bis 10 Hinweise gegeben und Annahmen getroffen sowie Zwangspunkte genannt:

Zitat

Auflistung wesentlicher Zwangspunkte mit der S-Bahn in der Bestandsstrecke:

- Kreuzungsbauwerk S-Bahn über die Fernbahn km 19,820
- EÜ Anschlussgleis BEHALA km 20,140
- EÜ Pichelswerderstraße km 20,307
- EÜ Grenadierstraße km 20,725
- EÜ Havel km 21,075
- EÜ Klosterstraße km 21,335 mit unterirdischer U-Bahn-Abstellanlage der U7 und
- Vorsorgemaßnahmen für eine Verlängerung der U-Bahn U2

Es gibt ein eingefügtes Luftbild, in dem der Bahnhof Stresow von seiner jetzigen Lage etwa 380 Meter nach Osten östlich der Pichelswerderstraße verschoben wird. Im Text wird erwähnt, dass der Bahnhof Stresow nicht unter die Erde verlegt werden kann. Der Abstand zwischen der EÜ Pichelswerderstraße und der EÜ Grenadierstraße beträgt laut oben genannten Eisenbahnkilometern 418 Meter. Reicht das, um aus der Ebene +1 in die Ebene -1 heruntergehen zu können? So eine Frage der technischen Machbarkeit soll laut Ausschreibung beantwortet werden (laut Text mit den "maximal notwendigen Parametern").

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.10.2020 23:04 von krickstadt.
Zitat
krickstadt
Eisenbahnkilometern 418 Meter. Reicht das, um aus der Ebene +1 in die Ebene -1 heruntergehen zu können? So eine Frage der technischen Machbarkeit soll laut Ausschreibung beantwortet werden (laut Text mit den "maximal notwendigen Parametern").

Bei 4% Steigung wären das über 16m Höhenunterschied - also ja, das kann reichen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Wobei 4% Steigung oder Gefälle schon recht ordentlich sind, also ob das so realistisch ist, kann ich mir nicht so recht vorstellen.

Dennis
Zitat
Nemo
Bei 4% Steigung wären das über 16m Höhenunterschied - also ja, das kann reichen.

Der Neigungswechsel müsste ja auch noch ein paar Meter bekommen. ,-)

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
drstar
Wobei 4% Steigung oder Gefälle schon recht ordentlich sind, also ob das so realistisch ist, kann ich mir nicht so recht vorstellen.

Bei der Berliner S-Bahn sind 4% Steigung völlig unproblematisch möglich. Diese werden auch an verschiedenen Rampenbauwerken (z.B. Ringbahn östlich Gesundbrunnen) durchaus erreicht.

Bei der "Fernbahn" will man in der Regel nicht mehr als 1,25% Steigung haben, weil insbesondere Güterzüge an größeren Steigungen Probleme haben. Die berühmte Geislinger Steige hat z.B. laut Wikipedia nur 2,25% im steilsten Abschnitt. Dennoch braucht man hier bereits zusätzliche Loks, um Güterzüge "über den Berg" zu bekommen.
Zitat
B-V 3313
Zitat
Nemo
Bei 4% Steigung wären das über 16m Höhenunterschied - also ja, das kann reichen.

Der Neigungswechsel müsste ja auch noch ein paar Meter bekommen. ,-)

Nö, der kann vorher bzw. nachher erfolgen. Die Brücke über die Pichelswerderstr. wäre dann halt bereits mit 4% geneigt, die Ausrundung würde östlich der Brücke stattfinden und günstig zu IKEA und Bauhaus hätte man dann den neuen S-Bahnhaltepunkt - vermutlich auch etwas geneigt, denn man muss ja noch mehr Höhe gewinnen, um über die Lehrter Bahn rüber zu kommen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Bauhauskunden sind ja bekanntermaßen die typischen S-Bahnnutzer.

Der S-Bahn Stresow liegt zwar nah an Spandau, aber immerhin relativ gut im Wohngebiet und sollte irgendwann mal der Bahnhof Tiefwerder kommen, hat man den dichten Abstand zwischen Stresow neu und Tiefwerder. Ausgegoren erscheint das alles nicht.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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