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Stadler J/JK
geschrieben von schallundrausch 
Re: Stadler J/JK
25.05.2026 14:16
Zitat
Slighter
Zitat
der weiße bim
Zitat
PassusDuriusculus
Dumme Frage:

Sind die J jetzt vollumfänglich zugelassen, also dürften die paar aktuell schon in Britz stationierten Wagen auf den Linien U6-U9 im Fahrgastverkehr eingesetzt werden?

Und der Plan ist wahrscheinlich, dass aktuell alle Neufahrzeuge nach Friedrichsfelde geliefert werden,.bis die U5 versorgt ist. Die Britzer J werden dann solange für Werkstatt-/Fahrpersonalschulung genutzt, bis dann auch Britz Ende des Jahres weiteren Zulauf erhält?

Verstehe ich das richtig?

Nein, jedes Neufahrzeug braucht neben der Typzulassung eine Abnahme, deren Datum auf dem betreffenden Wagen anzuschreiben ist. Die Fahrzeuge waren nur testweise auf den Linien U6 bis U9 unterwegs. Nun werden sie für Personalschulungen gebraucht. Bisher waren auf J-Zügen vor allem BT-Fahrer unterwiesen worden.
Die Britzer Wagen sind nicht für den Betriebseinsatz abgenommen. Teilweise werden sie zu Stadler zurückgebracht um dort auf den letzten Stand gebracht zu werden.

Britz hatte seine Test-J's ja nun schon eine ganze Weile. Haben die auch regelmäßig den Hof verlassen und Streckenfahrten unternommen oder waren die primär in der BW unterwegs?

Die Antwort auf die Frage kam zufällig jüngst in Videoform: Die J auf dem gesamten Grp-Netz unterwegs - [www.youtube.com]
Re: Stadler J/JK
26.05.2026 13:16
Die Frage, wie viele U-Bahn-Wagen die BVG von Stadler Rail tatsächlich abnehmen wird, bewegt nicht nur Opposition und Fahrgastverbände, sondern auch den Herstellerkonzern. So sehr, dass am Montag der Vorwoche zum Vorstellungstermin für die neuen Fahrzeuge auf der U5 eigens der Präsident des Stadler-Verwaltungsrates, Peter Spuhler, aus der Schweiz angereist ist.
Beim Termin zugegen war auch Stadler-Deutschland-Chef Jure Mikolčić, der federführend den Deal mit der BVG eingefädelt hatte. Doch seine Tage bei Stadler sind gezählt. Am 1. August wird er den Chefposten des Maschinenbau-Konzerns Fortaco mit Hauptsitz in Finnland übernehmen.

Ich habe für nd einen Artikel zu den diversen Herausforderungen geschrieben, die für eine nachhaltige Sanierung der Berliner U-Bahn zu meistern sind.
Zitat
nicolaas
Die Frage, wie viele U-Bahn-Wagen die BVG von Stadler Rail tatsächlich abnehmen wird, bewegt nicht nur Opposition und Fahrgastverbände, sondern auch den Herstellerkonzern.

Die Senatsverwaltung weiß wohl selbst nicht so genau, wieviele J/JK konkret bestellt wurden. Das Aufrufen von "606 (Mindestbestellmenge)", "über 700","aber keine 1500" bringt zunächst einmal garnichts und ist nur stochern im Nebel. Dazu werden noch weitere Nebelkerzen gezündet und alle Themen wie CBTC, Taktdichte, gesunkene Nachfrage nach Corona und Anzahl der Wagen schön vermengt, sodaß eigentlich keiner mehr durchblickt.

Nach meinem Kenntnisstand ist folgendes konkret bestellt:

140x JK (1. Abruf)
236x J (1. Abruf)
108x J (2. Abruf)
=> Summe 484x Wagen

zu liefern bis Ende 2027. Wer kennt darüber hinausgehende konkrete Bestellungen ?
Re: Stadler J/JK
27.05.2026 00:45
Zitat
Jim Knopf vom Niederrhein
Die Senatsverwaltung weiß wohl selbst nicht so genau, wieviele J/JK konkret bestellt wurden. Das Aufrufen von "606 (Mindestbestellmenge)", "über 700","aber keine 1500" bringt zunächst einmal garnichts und ist nur stochern im Nebel. Dazu werden noch weitere Nebelkerzen gezündet und alle Themen wie CBTC, Taktdichte, gesunkene Nachfrage nach Corona und Anzahl der Wagen schön vermengt, sodaß eigentlich keiner mehr durchblickt.

Das ist doch genau das Ziel. Möglichst verschleiern, dass diese Landesregierung den Berliner ÖPNV schrumpfen möchte. Und wenn es nicht mehr geht mit der Verschleierung, dann muss wieder "grüne Politik" als Begründung herhalten - so wie im Zitat der Verkehrssenatorin "Zudem wurde 2019 unter damals noch grüner Hausleitung eine Verkehrswende mit starker aktiver Verdrängung von motorisiertem Individualverkehr in den ÖPNV unterstellt" als Begründung für die künftige Nichtbestellung im genannten Artikel.
Schon kennzeichnend, dass in Berlin inzwischen dichtere Taktangebote und ein ausreichender Fahrzeugpark bei der U-Bahn als "grüne Politik" gelten, die es abzuschaffen gilt.
Re: Stadler J/JK
27.05.2026 05:54
Zitat
Jim Knopf vom Niederrhein
Zitat
nicolaas
Die Frage, wie viele U-Bahn-Wagen die BVG von Stadler Rail tatsächlich abnehmen wird, bewegt nicht nur Opposition und Fahrgastverbände, sondern auch den Herstellerkonzern.

Die Senatsverwaltung weiß wohl selbst nicht so genau, wieviele J/JK konkret bestellt wurden. Das Aufrufen von "606 (Mindestbestellmenge)", "über 700","aber keine 1500" bringt zunächst einmal garnichts und ist nur stochern im Nebel. Dazu werden noch weitere Nebelkerzen gezündet und alle Themen wie CBTC, Taktdichte, gesunkene Nachfrage nach Corona und Anzahl der Wagen schön vermengt, sodaß eigentlich keiner mehr durchblickt.

Nach meinem Kenntnisstand ist folgendes konkret bestellt:

140x JK (1. Abruf)
236x J (1. Abruf)
108x J (2. Abruf)
=> Summe 484x Wagen

zu liefern bis Ende 2027. Wer kennt darüber hinausgehende konkrete Bestellungen ?

Es gibt keine darüber hinausgehenden Abrufe aus dem Rahmenvertrag. Bestellungen oder Rahmenvertragsabrufe gibt der BVG-Aufsichtsrat frei, der über diesbezügliche Beschlüsse auch recht transparent berichtet.
Die 484 Wagen stehen ja auch so von der Senatsverwaltung bestätigt im Artikel von Nicolas im nd. Die weiß schon genau, wie viel bestellt ist, schließlich muss sie die Wagen ja finanzieren.

Mit den Nebelkerzen gebe ich Dir bezüglich CBTC recht. Die gesunkene Nachfrage nach Corona ist dagegen keine Nebelkerze. Vor allem ist die Nachfrage da gesunken, wo die HVZ-Takte und damit die Fahrzeugbedarfe bemessen werden. In der Hauptverkehrszeit auf den vollsten Streckenabschnitten (in der Regel an den Bürovierteln der Innenstädte). Extrem ist das natürlich bei der U2 in Mitte (da wirkt natürlich auch die U5-Neubaustrecke massiv rein), 2019 ist man in der HVZ am Alex kaum in die Bahn bekommen, 2026 findet man zur selben Uhrzeit oft sogar noch einen Sitzplatz.
Man sieht es halt nicht so deutlich in den absoluten Fahrgastzahlen, weil es in geringerem Umfang durch Freizeitwege kompensiert wurde. Aber es ist halt ein ganz anderer Verkehrsbedarf, ob man beispielsweise vom Tierpark in der HVZ zum U Stadtmitte fährt oder nur nach Feierabend vom Tierpark zum Fitnessstudio am Elsterwerdaer Platz.
Zitat
M48er
Extrem ist das natürlich bei der U2 in Mitte (da wirkt natürlich auch die U5-Neubaustrecke massiv rein), 2019 ist man in der HVZ am Alex kaum in die Bahn bekommen, 2026 findet man zur selben Uhrzeit oft sogar noch einen Sitzplatz.

Das kann auch dem Umstand geschuldet sein, dass die U2 kaum noch so fährt, wie sie soll und sich die Leute daher andere Wege suchen. Auf dieser Linie ist ja auch schon seit Jahren laufend irgend etwas: Da wird eine Zeitlang hier nicht gehalten, dann ist da wieder SEV und zu guter Letzt kracht der Tunnel ein. Wer soll sich denn sowas antun?


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Re: Stadler J/JK
27.05.2026 11:04
Zitat
M48er


Mit den Nebelkerzen gebe ich Dir bezüglich CBTC recht. Die gesunkene Nachfrage nach Corona ist dagegen keine Nebelkerze. Vor allem ist die Nachfrage da gesunken, wo die HVZ-Takte und damit die Fahrzeugbedarfe bemessen werden. In der Hauptverkehrszeit auf den vollsten Streckenabschnitten (in der Regel an den Bürovierteln der Innenstädte). Extrem ist das natürlich bei der U2 in Mitte (da wirkt natürlich auch die U5-Neubaustrecke massiv rein), 2019 ist man in der HVZ am Alex kaum in die Bahn bekommen, 2026 findet man zur selben Uhrzeit oft sogar noch einen Sitzplatz.
Man sieht es halt nicht so deutlich in den absoluten Fahrgastzahlen, weil es in geringerem Umfang durch Freizeitwege kompensiert wurde. Aber es ist halt ein ganz anderer Verkehrsbedarf, ob man beispielsweise vom Tierpark in der HVZ zum U Stadtmitte fährt oder nur nach Feierabend vom Tierpark zum Fitnessstudio am Elsterwerdaer Platz.

Hinzu kommt noch der rückläufige Tourismus. Die Zahl der Übernachtungen ist allein von 2024 auf 2025 um 3,8% gesunken. In Zahlen: von 30,6 Millionen Übernachtungen auf 29,4.
Im Jahr 2019 waren das noch 34 Millionen Übernachtungen. Diese rückläufige Entwicklung merkt man leider in allen Ecken der Stadt.
Hauptursächlich dafür sind die schlechten (im Prinzip nicht vorhandenen) Langstreckenanbindungen per Flugzeug (15% weniger Internationale Gäste aus USA etc.), die schlechte Konjunktur und der allgemeine Attraktivitätsverlust der Stadt.

Da fehlen dann auch schon erhebliche Einnahmen in der Haushaltskasse.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Re: Stadler J/JK
27.05.2026 12:57
Zitat
M48er
Die gesunkene Nachfrage nach Corona ist dagegen keine Nebelkerze. Vor allem ist die Nachfrage da gesunken, wo die HVZ-Takte und damit die Fahrzeugbedarfe bemessen werden. In der Hauptverkehrszeit auf den vollsten Streckenabschnitten (in der Regel an den Bürovierteln der Innenstädte). Extrem ist das natürlich bei der U2 in Mitte (da wirkt natürlich auch die U5-Neubaustrecke massiv rein), 2019 ist man in der HVZ am Alex kaum in die Bahn bekommen, 2026 findet man zur selben Uhrzeit oft sogar noch einen Sitzplatz.
Man sieht es halt nicht so deutlich in den absoluten Fahrgastzahlen, weil es in geringerem Umfang durch Freizeitwege kompensiert wurde. Aber es ist halt ein ganz anderer Verkehrsbedarf, ob man beispielsweise vom Tierpark in der HVZ zum U Stadtmitte fährt oder nur nach Feierabend vom Tierpark zum Fitnessstudio am Elsterwerdaer Platz.

Wir hatten dieses Thema ja unlängst bereits hier.
Ich teile weiterhin nicht den Ansatz, dass das gegenwärtige Fahrgastverhalten sich in Zukunft so fortschreiben wird, dass wir keinen oder nur minimalen Leistungsaufwuchs bei der U-Bahn benötigen. Und wenn der Nahverkehrsplan auch von Angebotsreduzierungen in den Nebenzeiten spricht, dann ist klar, worum es hier geht: Um Schrumpfung des ÖPNV, nicht um adäquate Angebote.

Es ist viel in Bewegung geraten in den letzten Jahren - aber das wird auch noch weitergehen, da es etliche Faktoren in Stadt und Gesellschaft gesamt gibt, die hier wirken und nicht alle absehbar sind. Ein Fortschreiben des Status Quo reicht da nicht aus.

Und zudem gibt es ja hausgemachte Faktoren, die inzwischen mit Sicherheit nachfragedämpfend bei der U-Bahn wirken: eben die gegenwärtige Überlastung in der HVZ und sogar NVZ auf einigen Linien, die massive Unzuverlässigkeit des Systems (bis hin zu tageweisen Komplettausfällen von Linien) verbunden mit katastrophaler Fahrgastinformation, jahrelange Baustellen, die zu jahrelangen praktisch unbrauchbaren Ersatzverkehren (z.B. U2 abends) und Sperrungen von U-Bahnhöfen führen. Von Schmutz und Gefühl von Verwahrlosung in vielen Bahnhöfen gar nicht erst gesprochen. Dies wegzuignorieren zu wollen hilft auch nicht weiter - es sein denn, man möchte Nachfrage loswerden (wie ein Teil der Politik ja andeutet, dass viele Fahrgäste ja "grüne Ideologie" sind).
Re: Stadler J/JK
27.05.2026 12:59
Zitat
Stefan Metze
Zitat
M48er


Mit den Nebelkerzen gebe ich Dir bezüglich CBTC recht. Die gesunkene Nachfrage nach Corona ist dagegen keine Nebelkerze. Vor allem ist die Nachfrage da gesunken, wo die HVZ-Takte und damit die Fahrzeugbedarfe bemessen werden. In der Hauptverkehrszeit auf den vollsten Streckenabschnitten (in der Regel an den Bürovierteln der Innenstädte). Extrem ist das natürlich bei der U2 in Mitte (da wirkt natürlich auch die U5-Neubaustrecke massiv rein), 2019 ist man in der HVZ am Alex kaum in die Bahn bekommen, 2026 findet man zur selben Uhrzeit oft sogar noch einen Sitzplatz.
Man sieht es halt nicht so deutlich in den absoluten Fahrgastzahlen, weil es in geringerem Umfang durch Freizeitwege kompensiert wurde. Aber es ist halt ein ganz anderer Verkehrsbedarf, ob man beispielsweise vom Tierpark in der HVZ zum U Stadtmitte fährt oder nur nach Feierabend vom Tierpark zum Fitnessstudio am Elsterwerdaer Platz.

Hinzu kommt noch der rückläufige Tourismus. Die Zahl der Übernachtungen ist allein von 2024 auf 2025 um 3,8% gesunken. In Zahlen: von 30,6 Millionen Übernachtungen auf 29,4.
Im Jahr 2019 waren das noch 34 Millionen Übernachtungen. Diese rückläufige Entwicklung merkt man leider in allen Ecken der Stadt.
Hauptursächlich dafür sind die schlechten (im Prinzip nicht vorhandenen) Langstreckenanbindungen per Flugzeug (15% weniger Internationale Gäste aus USA etc.), die schlechte Konjunktur und der allgemeine Attraktivitätsverlust der Stadt.

Da fehlen dann auch schon erhebliche Einnahmen in der Haushaltskasse.

Umso wichtiger die Kultur unterzufinanzieren, Orte wie das RAW-Gelände mit Büros zu bebauen und Clubs für Autobahnen abzureißen. Das lockt die Touris!
Re: Stadler J/JK
27.05.2026 13:54
Zitat
Ingolf
Ich teile weiterhin nicht den Ansatz, dass das gegenwärtige Fahrgastverhalten sich in Zukunft so fortschreiben wird, dass wir keinen oder nur minimalen Leistungsaufwuchs bei der U-Bahn benötigen. Und wenn der Nahverkehrsplan auch von Angebotsreduzierungen in den Nebenzeiten spricht, dann ist klar, worum es hier geht: Um Schrumpfung des ÖPNV, nicht um adäquate Angebote.

Es ist viel in Bewegung geraten in den letzten Jahren - aber das wird auch noch weitergehen, da es etliche Faktoren in Stadt und Gesellschaft gesamt gibt, die hier wirken und nicht alle absehbar sind. Ein Fortschreiben des Status Quo reicht da nicht aus.

Und zudem gibt es ja hausgemachte Faktoren, die inzwischen mit Sicherheit nachfragedämpfend bei der U-Bahn wirken: eben die gegenwärtige Überlastung in der HVZ und sogar NVZ auf einigen Linien, die massive Unzuverlässigkeit des Systems (bis hin zu tageweisen Komplettausfällen von Linien) verbunden mit katastrophaler Fahrgastinformation, jahrelange Baustellen, die zu jahrelangen praktisch unbrauchbaren Ersatzverkehren (z.B. U2 abends) und Sperrungen von U-Bahnhöfen führen. Von Schmutz und Gefühl von Verwahrlosung in vielen Bahnhöfen gar nicht erst gesprochen. Dies wegzuignorieren zu wollen hilft auch nicht weiter - es sein denn, man möchte Nachfrage loswerden (wie ein Teil der Politik ja andeutet, dass viele Fahrgäste ja "grüne Ideologie" sind).

Ich teile Deine Einschätzung, dass ein Angebotswachstum sinnvoll und erforderlich wäre. Gleichwohl würde ich differenzierter herangehen.
Natürlich kann man die Zukunft nie exakt vorhersagen, aber ich gehe schon von strukturellen Veränderungen bei Arbeitswelt (mehr Online-Arbeit) und Handel (ebenfalls mehr online) aus. Und das merkt man m.E. dauerhaft im Verkehr - übrigens auch im MIV, wo ebenfalls Ausbauprojekte deswegen gestrichen gehören und auch der Bestand auf Rückbaupotentiale untersucht werden sollte. Eine maßvolle Taktreduzierung gegenüber den damaligen Planungen (3 1/3-Takt im Gesamtnetz) finde ich deswegen schon angebracht. Beispielsweise erkenne ich auf meinen Stammlinien U2 und U9 beim angebotenen 4-Minuten-Takt keinerlei Kapazitätsengpässe. Die westliche U2 hat sogar solche Kapazitätsreserven, dass sie eine Verkehrswende in der City-West ohne Taktverdichtung stemmen könnte.
Re: Stadler J/JK
27.05.2026 14:24
Ich stimme dem grundsätzlich zu. Aus allem, was ich hier lese kann man doch nur den Schluss ziehen, es müssen Anstrengungen her, die ganze Sache flexibler auf den Bedarf auszurichten. Was natürlich nicht so einfach ist. Priorität sollte die Instandsetzung haben, damit erst mal läuft, was angesagt wird, dann erst folgt die Anpassung und der Ausbau. Das bleibt auch so, wenn man weniger oder mehr ÖPNV will.
wie immer auch das Angebot entsprechend der Nachfrage letztlich feinjustiert wird ist im Moment egal. Zwischen bereits bestellten 484 Wagen und 1500 Wagen ist ja eine riesen Spanne. Und es muss schnellstmöglich nachbestellt werden, will man nicht mit 40-50 Jahre alten Uralt-Fahrzeugen um 2030 herum durch die Gegend fahren. Und Stadler scheint zu Recht ungeduldig zu werden, die wollen wissen wie es ab Mitte 2027 weitergeht mit J/JK. Sollte nicht bald nachbestellt werden, schließt sich bei Stadler dann ein Fenster für BVG-Anschlussaufträge und dann wird man weitere Jahre warten müssen bis Stadler wieder einen BVG-Auftrag entgegennimmt.
Re: Stadler J/JK
27.05.2026 15:30
Re: Stadler J/JK
27.05.2026 18:55
Mir ist aufgefallen, dass das bei den J in letzter Zeit oft nicht mit dem Memoryeffekt bei den Türen funktioniert. Statt das die kurz vor Freigabe anfangen grün zu blinken, erscheint nur ein rotes Leuchten und dann passiert nichts weiter. Außerdem scheinen sowohl J als auch Jk derzeit ein kleines Problem mit der Software zu haben.
Beispielsweise bin ich neulich am Alexanderplatz in die "U3" eingestiegen und meine U-Bahn Richtung Wuhletal fuhr nach Hauptbahnhof. Angekommen in Biesdorf-Süd war für den J entsprechend Hauptbahnhof und damit Endstation.

Ich will ja nicht sagen, dass mich das bei neuen Zügen nicht auch mal überraschen tut, aber die Jk sind ja doch schon ein wenig länger unterwegs.

Zusatz: Letzteres erwähnte ich, da am Zug außen ganz normal die U2 nach Ruhleben geschildert worden ist und auch nach außen hin "U2 nach Ruhleben" angesagt wurde. Umso merkwürdiger finde ich, dass es im Innenraum die U3 gewesen ist.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.05.2026 18:57 von Flexist.
Jay
Re: Stadler J/JK
27.05.2026 20:21
Ich hatte gestern die U1 nach Warschauer Str. auf dem Weg nach Pankow. Jeder Halt war Kurfürstenstraße und der Monitor blendete dann auch jeweils auf und zur Fahrt wieder zurück auf die Linie. Ansage war hingegen korrekt "U2 nach Pankow".

Dass die Memory-Funktion nicht funktionierte, hatte ich erst einmal, als ich direkt beim Anfahren drückte. Ansonsten hat es im Anschluss immer weiter fleißig grün geblinkt.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Die Tür-Memory-Funktion ist meines Wissens wirklich erst nach einigen Sekunden nach der Anfahrt aktiv - glaube um die 10 Sekunden.

Die anderen Probleme mit der Fahrgastinfo sind leider gravierend. Der eine Zugteil gibt sich korrekt als U2 aus, der andere als eine ganz andere Linie und gibt auch entsprechend die falschen Ansagen wieder. Manchmal kommen gar keine Stationsansagen, sondern nur der Gong. Manchmal wird immer derselbe Bahnhof angesagt, obwohl die Bildschirme die richtige Station anzeigen. Manchmal geht auch einfach gar nichts.
Wie beim PC zuhause lassen sich viele Probleme nur durch ein Software-Update beheben. Das wird kommen, braucht aber seine entsprechenden Freigaben... Hoffen wir, dass es zügig kommt.
Re: Stadler J/JK
28.05.2026 18:26
Zitat
marc-j
Umso wichtiger die Kultur unterzufinanzieren, Orte wie das RAW-Gelände mit Büros zu bebauen und Clubs für Autobahnen abzureißen. Das lockt die Touris!

Ja, genau subventionierte Kultur (solche Investitionsscherze wie beim Haus der Statistik)...RAW- Club- und Bierbike Touristen, genau die reissen es raus und bringen der Stadt wirtschaftliche Substanz.

Die Realität: die Kassen sind leer. Die wohl größten Posten sind das Personal der Stadt und Sozialausgaben...also wird es weder Geld für Kultursubventionen noch für weitere U-Bahnfahrzeuge geben...wenn man sich nicht weiter verschulden will (das halte ich aber für ausgeschlossen dass das passiert).

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Re: Stadler J/JK
28.05.2026 18:29
>Hoffen wir, dass es zügig kommt.

Aber warum wurde denn das Pferd neu erfunden?
Zitat
Stefan Metze
Zitat
marc-j
Umso wichtiger die Kultur unterzufinanzieren, Orte wie das RAW-Gelände mit Büros zu bebauen und Clubs für Autobahnen abzureißen. Das lockt die Touris!

Ja, genau subventionierte Kultur (solche Investitionsscherze wie beim Haus der Statistik)...RAW- Club- und Bierbike Touristen, genau die reissen es raus und bringen der Stadt wirtschaftliche Substanz.

Die Realität: die Kassen sind leer. Die wohl größten Posten sind das Personal der Stadt und Sozialausgaben...also wird es weder Geld für Kultursubventionen noch für weitere U-Bahnfahrzeuge geben...wenn man sich nicht weiter verschulden will (das halte ich aber für ausgeschlossen dass das passiert).

Na dann wirds mal Zeit auch beim MIV zu sparen. Vielleicht generell nur noch eine Spur pro Richtung. Evtl. zweite Spuren sind dann noch gut, wenn kein Geld mehr da ist die erste Spur zu reparieren



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.05.2026 18:43 von PassusDuriusculus.
Re: Stadler J/JK
28.05.2026 18:58
Zitat
PassusDuriusculus
Vielleicht generell nur noch eine Spur pro Richtung. Evtl. zweite Spuren sind dann noch gut, wenn kein Geld mehr da ist die erste Spur zu reparieren

Warum eine pro Richtung? Eine für beide Richtungen tut es doch auch, im Zweifel dann halt immer jede 2. Straße als Einbahnstraße in eine Richtung.
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