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Re: Stadler J/JK 25.05.2026 14:16 |
Zitat
Slighter
Zitat
der weiße bim
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PassusDuriusculus
Dumme Frage:
Sind die J jetzt vollumfänglich zugelassen, also dürften die paar aktuell schon in Britz stationierten Wagen auf den Linien U6-U9 im Fahrgastverkehr eingesetzt werden?
Und der Plan ist wahrscheinlich, dass aktuell alle Neufahrzeuge nach Friedrichsfelde geliefert werden,.bis die U5 versorgt ist. Die Britzer J werden dann solange für Werkstatt-/Fahrpersonalschulung genutzt, bis dann auch Britz Ende des Jahres weiteren Zulauf erhält?
Verstehe ich das richtig?
Nein, jedes Neufahrzeug braucht neben der Typzulassung eine Abnahme, deren Datum auf dem betreffenden Wagen anzuschreiben ist. Die Fahrzeuge waren nur testweise auf den Linien U6 bis U9 unterwegs. Nun werden sie für Personalschulungen gebraucht. Bisher waren auf J-Zügen vor allem BT-Fahrer unterwiesen worden.
Die Britzer Wagen sind nicht für den Betriebseinsatz abgenommen. Teilweise werden sie zu Stadler zurückgebracht um dort auf den letzten Stand gebracht zu werden.
Britz hatte seine Test-J's ja nun schon eine ganze Weile. Haben die auch regelmäßig den Hof verlassen und Streckenfahrten unternommen oder waren die primär in der BW unterwegs?
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Re: Stadler J/JK 26.05.2026 13:16 |
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Re: Stadler J/JK 27.05.2026 00:09 |
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nicolaas
Die Frage, wie viele U-Bahn-Wagen die BVG von Stadler Rail tatsächlich abnehmen wird, bewegt nicht nur Opposition und Fahrgastverbände, sondern auch den Herstellerkonzern.
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Re: Stadler J/JK 27.05.2026 00:45 |
Zitat
Jim Knopf vom Niederrhein
Die Senatsverwaltung weiß wohl selbst nicht so genau, wieviele J/JK konkret bestellt wurden. Das Aufrufen von "606 (Mindestbestellmenge)", "über 700","aber keine 1500" bringt zunächst einmal garnichts und ist nur stochern im Nebel. Dazu werden noch weitere Nebelkerzen gezündet und alle Themen wie CBTC, Taktdichte, gesunkene Nachfrage nach Corona und Anzahl der Wagen schön vermengt, sodaß eigentlich keiner mehr durchblickt.
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Re: Stadler J/JK 27.05.2026 05:54 |
Zitat
Jim Knopf vom Niederrhein
Zitat
nicolaas
Die Frage, wie viele U-Bahn-Wagen die BVG von Stadler Rail tatsächlich abnehmen wird, bewegt nicht nur Opposition und Fahrgastverbände, sondern auch den Herstellerkonzern.
Die Senatsverwaltung weiß wohl selbst nicht so genau, wieviele J/JK konkret bestellt wurden. Das Aufrufen von "606 (Mindestbestellmenge)", "über 700","aber keine 1500" bringt zunächst einmal garnichts und ist nur stochern im Nebel. Dazu werden noch weitere Nebelkerzen gezündet und alle Themen wie CBTC, Taktdichte, gesunkene Nachfrage nach Corona und Anzahl der Wagen schön vermengt, sodaß eigentlich keiner mehr durchblickt.
Nach meinem Kenntnisstand ist folgendes konkret bestellt:
140x JK (1. Abruf)
236x J (1. Abruf)
108x J (2. Abruf)
=> Summe 484x Wagen
zu liefern bis Ende 2027. Wer kennt darüber hinausgehende konkrete Bestellungen ?
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Re: Stadler J/JK 27.05.2026 07:31 |
Zitat
M48er
Extrem ist das natürlich bei der U2 in Mitte (da wirkt natürlich auch die U5-Neubaustrecke massiv rein), 2019 ist man in der HVZ am Alex kaum in die Bahn bekommen, 2026 findet man zur selben Uhrzeit oft sogar noch einen Sitzplatz.
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Re: Stadler J/JK 27.05.2026 11:04 |
Zitat
M48er
Mit den Nebelkerzen gebe ich Dir bezüglich CBTC recht. Die gesunkene Nachfrage nach Corona ist dagegen keine Nebelkerze. Vor allem ist die Nachfrage da gesunken, wo die HVZ-Takte und damit die Fahrzeugbedarfe bemessen werden. In der Hauptverkehrszeit auf den vollsten Streckenabschnitten (in der Regel an den Bürovierteln der Innenstädte). Extrem ist das natürlich bei der U2 in Mitte (da wirkt natürlich auch die U5-Neubaustrecke massiv rein), 2019 ist man in der HVZ am Alex kaum in die Bahn bekommen, 2026 findet man zur selben Uhrzeit oft sogar noch einen Sitzplatz.
Man sieht es halt nicht so deutlich in den absoluten Fahrgastzahlen, weil es in geringerem Umfang durch Freizeitwege kompensiert wurde. Aber es ist halt ein ganz anderer Verkehrsbedarf, ob man beispielsweise vom Tierpark in der HVZ zum U Stadtmitte fährt oder nur nach Feierabend vom Tierpark zum Fitnessstudio am Elsterwerdaer Platz.
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Re: Stadler J/JK 27.05.2026 12:57 |
Zitat
M48er
Die gesunkene Nachfrage nach Corona ist dagegen keine Nebelkerze. Vor allem ist die Nachfrage da gesunken, wo die HVZ-Takte und damit die Fahrzeugbedarfe bemessen werden. In der Hauptverkehrszeit auf den vollsten Streckenabschnitten (in der Regel an den Bürovierteln der Innenstädte). Extrem ist das natürlich bei der U2 in Mitte (da wirkt natürlich auch die U5-Neubaustrecke massiv rein), 2019 ist man in der HVZ am Alex kaum in die Bahn bekommen, 2026 findet man zur selben Uhrzeit oft sogar noch einen Sitzplatz.
Man sieht es halt nicht so deutlich in den absoluten Fahrgastzahlen, weil es in geringerem Umfang durch Freizeitwege kompensiert wurde. Aber es ist halt ein ganz anderer Verkehrsbedarf, ob man beispielsweise vom Tierpark in der HVZ zum U Stadtmitte fährt oder nur nach Feierabend vom Tierpark zum Fitnessstudio am Elsterwerdaer Platz.
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Re: Stadler J/JK 27.05.2026 12:59 |
Zitat
Stefan Metze
Zitat
M48er
Mit den Nebelkerzen gebe ich Dir bezüglich CBTC recht. Die gesunkene Nachfrage nach Corona ist dagegen keine Nebelkerze. Vor allem ist die Nachfrage da gesunken, wo die HVZ-Takte und damit die Fahrzeugbedarfe bemessen werden. In der Hauptverkehrszeit auf den vollsten Streckenabschnitten (in der Regel an den Bürovierteln der Innenstädte). Extrem ist das natürlich bei der U2 in Mitte (da wirkt natürlich auch die U5-Neubaustrecke massiv rein), 2019 ist man in der HVZ am Alex kaum in die Bahn bekommen, 2026 findet man zur selben Uhrzeit oft sogar noch einen Sitzplatz.
Man sieht es halt nicht so deutlich in den absoluten Fahrgastzahlen, weil es in geringerem Umfang durch Freizeitwege kompensiert wurde. Aber es ist halt ein ganz anderer Verkehrsbedarf, ob man beispielsweise vom Tierpark in der HVZ zum U Stadtmitte fährt oder nur nach Feierabend vom Tierpark zum Fitnessstudio am Elsterwerdaer Platz.
Hinzu kommt noch der rückläufige Tourismus. Die Zahl der Übernachtungen ist allein von 2024 auf 2025 um 3,8% gesunken. In Zahlen: von 30,6 Millionen Übernachtungen auf 29,4.
Im Jahr 2019 waren das noch 34 Millionen Übernachtungen. Diese rückläufige Entwicklung merkt man leider in allen Ecken der Stadt.
Hauptursächlich dafür sind die schlechten (im Prinzip nicht vorhandenen) Langstreckenanbindungen per Flugzeug (15% weniger Internationale Gäste aus USA etc.), die schlechte Konjunktur und der allgemeine Attraktivitätsverlust der Stadt.
Da fehlen dann auch schon erhebliche Einnahmen in der Haushaltskasse.
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Re: Stadler J/JK 27.05.2026 13:54 |
Zitat
Ingolf
Ich teile weiterhin nicht den Ansatz, dass das gegenwärtige Fahrgastverhalten sich in Zukunft so fortschreiben wird, dass wir keinen oder nur minimalen Leistungsaufwuchs bei der U-Bahn benötigen. Und wenn der Nahverkehrsplan auch von Angebotsreduzierungen in den Nebenzeiten spricht, dann ist klar, worum es hier geht: Um Schrumpfung des ÖPNV, nicht um adäquate Angebote.
Es ist viel in Bewegung geraten in den letzten Jahren - aber das wird auch noch weitergehen, da es etliche Faktoren in Stadt und Gesellschaft gesamt gibt, die hier wirken und nicht alle absehbar sind. Ein Fortschreiben des Status Quo reicht da nicht aus.
Und zudem gibt es ja hausgemachte Faktoren, die inzwischen mit Sicherheit nachfragedämpfend bei der U-Bahn wirken: eben die gegenwärtige Überlastung in der HVZ und sogar NVZ auf einigen Linien, die massive Unzuverlässigkeit des Systems (bis hin zu tageweisen Komplettausfällen von Linien) verbunden mit katastrophaler Fahrgastinformation, jahrelange Baustellen, die zu jahrelangen praktisch unbrauchbaren Ersatzverkehren (z.B. U2 abends) und Sperrungen von U-Bahnhöfen führen. Von Schmutz und Gefühl von Verwahrlosung in vielen Bahnhöfen gar nicht erst gesprochen. Dies wegzuignorieren zu wollen hilft auch nicht weiter - es sein denn, man möchte Nachfrage loswerden (wie ein Teil der Politik ja andeutet, dass viele Fahrgäste ja "grüne Ideologie" sind).
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Re: Stadler J/JK 27.05.2026 14:24 |
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Re: Stadler J/JK 27.05.2026 15:23 |
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Re: Stadler J/JK 27.05.2026 15:30 |
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Re: Stadler J/JK 27.05.2026 18:55 |
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Re: Stadler J/JK 27.05.2026 20:21 |
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Re: Stadler J/JK 28.05.2026 08:35 |
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Re: Stadler J/JK 28.05.2026 18:26 |
Zitat
marc-j
Umso wichtiger die Kultur unterzufinanzieren, Orte wie das RAW-Gelände mit Büros zu bebauen und Clubs für Autobahnen abzureißen. Das lockt die Touris!
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Re: Stadler J/JK 28.05.2026 18:29 |
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Re: Stadler J/JK 28.05.2026 18:42 |
Zitat
Stefan Metze
Zitat
marc-j
Umso wichtiger die Kultur unterzufinanzieren, Orte wie das RAW-Gelände mit Büros zu bebauen und Clubs für Autobahnen abzureißen. Das lockt die Touris!
Ja, genau subventionierte Kultur (solche Investitionsscherze wie beim Haus der Statistik)...RAW- Club- und Bierbike Touristen, genau die reissen es raus und bringen der Stadt wirtschaftliche Substanz.
Die Realität: die Kassen sind leer. Die wohl größten Posten sind das Personal der Stadt und Sozialausgaben...also wird es weder Geld für Kultursubventionen noch für weitere U-Bahnfahrzeuge geben...wenn man sich nicht weiter verschulden will (das halte ich aber für ausgeschlossen dass das passiert).
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Re: Stadler J/JK 28.05.2026 18:58 |
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PassusDuriusculus
Vielleicht generell nur noch eine Spur pro Richtung. Evtl. zweite Spuren sind dann noch gut, wenn kein Geld mehr da ist die erste Spur zu reparieren