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ÖPNV-Strategie für die Corona-Zeit nach den Ausgangsbeschränkungen
geschrieben von DaniOnline 
Zitat
Henning
In anderen Ländern wie z. B. China und Japan können Leute solche Zustände eher aushalten als hierzulande, weil sie insgesamt friedlicher zueinander sind.

Auch dort gibt es Gewalt und eine riesige Dunkelziffer.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Henning
Es spricht aber dafür, dass deren Maßnahmen besser sind als die in vielen Ländern Europas und in den USA.

Noch einmal: das hilft uns in Deutschland nicht. Dazu sind die Länder zu unterschiedlich.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
PassusDuriusculus
Selbst in der vollsten Ringbahn ist es beispielsweise unmöglich sich mit HIV anzustecken.

Nichts ist unmöglich. Hier gab es einen aktenkundig gewordenen Fall auf der Stadtbahnstrecke: [www.berlin.de].
Besonders in den Abend-/Nachtstunden ist in Berlin einiges los, wo andere Mitreisende lieber wegschauen. Die "Dunkelziffer" ist hier wörtlich zu nehmen ;-)

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.2020 00:24 von der weiße bim.
Zitat
B-V 3313
Ich halte einen Ausbau des ÖPNVs für coronataugliche 1,5m-Abstand zwischen den Fahrgästen schlichtweg für utopisch. Das geht sicherlich bei einem weitgehenden Lockdown, aber nicht wenn Massenverkehrsmittel wieder ihrem Namen alle Ehre machen sollen.

Man kann schon Ansätze suchen weniger überfüllte Fahrzeuge zu akzeptieren.

Das geht dann natürlich über die überfälligen Maßnahmen hinsichtlich Ampelvorrangs über die Verfügbarkeit von Reservefahrzeugen auch zu Eingriffen in den Fahrplan falls Fahrzeuge zu voll sind.

Bei chronisch überfüllten Streckenabschnitten kann auch durch Änderung der Linienverläufe dafür gesorgt werden, dass sich die Fahrgäste besser verteilen.

Je nachdem kann man durch Kappung einer Linie erreichen, dass deren Fahrgäste nicht im vollen Bus bleiben, sondern u.U. auf mehrere andere Fahrten wechseln. Oder man macht das Gegenteil, man verhindert durch Verlängerung einer Linie den Umstieg der Fahrgäste in eine übervolle Fahrt.

Laut Herrn Drosten könnte ja auch schon eine zeitliche Verkürzung der übervollen Fahrt reichen bei über 15min wird die Ansteckung ja erst richtig wahrscheinlich - also Vorrangschaltung, wenn Fahrzeuge zu voll sind?

Hinsichtlich der Klimaanlagen kann man ja vielleicht auch mal schauen inwieweit man da das Aerosol möglichst schnell wegbefördern kann - vielleicht sind da Lüftungsklappen auch besser. Aber dann kämpfen die Leute, denen es zu sehr stinkt und zu sehr zieht wieder gegeneinander. Ebenso könnte bei der U-Bahn das Thema Klimaanlage und Verbesserung der Entlüftung vielleicht wieder nach oben kommen.

Bei Schnellbahnen könnte man natürlich auch den Zugang zu den Bahnsteigen begrenzen, wenn die Züge drohen zu voll zu werden. Falls es da nur wenige Füllorte gibt, kann man das vielleicht sogar mittelfristig leisten. Evtl. kann man REs im Berufsverkehr dann auch in Spandau oder Erkner nur zum Aussteigen (stadteinwärts) oder nur zum Einsteigen (stadtauswärts) halten lassen, falls der RE hier zu voll wird. Das muss dann aber natürlich auch überwacht werden. Vielleicht kann man hier auch mit einzelnen Express-S-Bahnzügen Abhilfe schaffen?

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Das geht dann natürlich über die überfälligen Maßnahmen hinsichtlich Ampelvorrangs über die Verfügbarkeit von Reservefahrzeugen auch zu Eingriffen in den Fahrplan falls Fahrzeuge zu voll sind.

Das klingt alles zu schön um wahr zu sein.

Zitat
Nemo
Bei chronisch überfüllten Streckenabschnitten kann auch durch Änderung der Linienverläufe dafür gesorgt werden, dass sich die Fahrgäste besser verteilen.

Beim Bus vielleicht, wie aber bei der Ringbahn, der Stadtbahn, der U9 oder der M4?

Zitat
Nemo
Je nachdem kann man durch Kappung einer Linie erreichen, dass deren Fahrgäste nicht im vollen Bus bleiben, sondern u.U. auf mehrere andere Fahrten wechseln. Oder man macht das Gegenteil, man verhindert durch Verlängerung einer Linie den Umstieg der Fahrgäste in eine übervolle Fahrt.

Also eine bewusste Vertreibung von Fahrgästen durch Attraktivitätsminderung? Sollen dann dutzende Fahrgäste zusammen an der Haltestelle auf die nächste Fahrt warten und der Abstand beaufsichtigt werden? Was passiert beim Ausfall einer Fahrt? Enger SEV ist dann passé, keine Baustellen mehr?

Zitat
Nemo
Laut Herrn Drosten könnte ja auch schon eine zeitliche Verkürzung der übervollen Fahrt reichen bei über 15min wird die Ansteckung ja erst richtig wahrscheinlich - also Vorrangschaltung, wenn Fahrzeuge zu voll sind?

Alle Linien teilen wäre auch möglich, wann wird das gefordert?

Zitat
Nemo
Hinsichtlich der Klimaanlagen kann man ja vielleicht auch mal schauen inwieweit man da das Aerosol möglichst schnell wegbefördern kann - vielleicht sind da Lüftungsklappen auch besser. Aber dann kämpfen die Leute, denen es zu sehr stinkt und zu sehr zieht wieder gegeneinander. Ebenso könnte bei der U-Bahn das Thema Klimaanlage und Verbesserung der Entlüftung vielleicht wieder nach oben kommen.

Das wäre erst bei der Fahrzeuggeneration K möglich.

Zitat
Nemo
Bei Schnellbahnen könnte man natürlich auch den Zugang zu den Bahnsteigen begrenzen, wenn die Züge drohen zu voll zu werden. Falls es da nur wenige Füllorte gibt, kann man das vielleicht sogar mittelfristig leisten. Evtl. kann man REs im Berufsverkehr dann auch in Spandau oder Erkner nur zum Aussteigen (stadteinwärts) oder nur zum Einsteigen (stadtauswärts) halten lassen, falls der RE hier zu voll wird. Das muss dann aber natürlich auch überwacht werden. Vielleicht kann man hier auch mit einzelnen Express-S-Bahnzügen Abhilfe schaffen?

Wie soll man denn die Bahnsteige überwachen und die (wenigen) Fahrgäste, die gegen die Lastrichtung fahren, werden bestraft oder müssen Umwege fahren?

Verstehe mich nicht falsch, das klingt alles sehr gut. Ich sehe bloß keine Umsetzbarkeit.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
def
Zitat
T6Jagdpilot
Trotzdem ein nicht zu verachtender Faktor-wo das Flachfon auf einmal nichtmehr das ein und alles ist,ohne das die FFF Kids gar nicht lebensfähig sind...
Im Moment schreien alle nach Förderung und Staatsknete, selbst Religionsgemeinschaften...
Da die Autoindustrie immer noch ein nicht zu verachtender Wirtschaftsfaktor ist, wo nicht nur die großen Firmen agieren
sondern auch sehr viele mittelständische Zulieferer in der Beschäftigungskette stehen, setzt man da wieder auf Kaufprämien.

Und die sind politisch bei weitem nicht mehr so einfach durchsetzbar wie vor zehn Jahren, sonst hätte man das Thema nicht erstmal auf Juni vertagt. Wenn es Kaufprämien gibt, dann sicher nicht so simpel wie vor zehn Jahren und unter ganz anderen Bedingungen. Selbst in der CDU gibt es kritische Stimmen, die z.B. darauf verweisen, dass eine Kaufprämie keine Lenkungswirkung hätte und sich eher für Notfallkredite und Bürgschaften einsetzen, wenn es hart auf hart kommt. Auch lehnen 63 % der Bundesbürger/innen die Kaufprämie ab.

Zitat
T6Jagdpilot
Bewohner ausserhalb von Ballungsgebieten werden nach wie vor auf das Auto angeweisen sein

Und wer genau hat das behauptet? Dieser Taschenspielertrick, Leuten Aussagen in den Mund zu legen und dem dann zu widersprechen, nervt.

Zitat
T6Jagdpilot
und Wirtschaftsfachleute rechnen natürlich auch aus, das eine Förderung des ÖV u.U. nicht halb soviel Arbeitskräfte bindet, wie die traditionelle Autoindustrie.

Selbst bei Wirtschaftsfachleuten gibt es kritische Stimmen, selbst unter Beratenden der Bundesregierung, in Medien oft als "Wirtschaftsweisen" bezeichnet. Und wie oben schon verlinkt: es gibt ja, sollte wirklich Gefahr für Arbeitsplätze bestehen (und nicht nur das übliche Wehklagen, um Steuergelder einzuheimsen und an Aktionäre und Managementebene auszuschütten), andere Mittel, um die Industriestandorte und ihre Arbeitsplätze zu sichern (staatliche Bürgschaften, Kredite).

Zitat
T6Jagdpilot
Und ich schätze der Regierung wird erstmal jedes Mittel recht sein, was kurzfristig Steuern in die Staatskasse spült

Eine Kaufprämie (also Geld, das Staat zum Kauf eines Autos zuschießt), die zu einem nicht unerheblichen Teil vorgezogene Käufe und Mitnahmeeffekte generiert, spült "kurzfristig Geld in die Kassen"? Könntest Du mir bei Gelegenheit 2.000 Euro überweisen, um kurzfristig Deine finanzielle Situation zu verbessern?

So schlecht scheint es den Autokonzernen außerdem nicht zu gehen, wenn sie Milliarden an Dividende ausschütten können (siehe oben verlinkter Handelsblatt-Artikel).

Natürlich werden Leute ausserhalb von Ballungsgebieten weiter auf das Auto angewiesen sein-glaubst Du es fallen plötzlich Busse, Bahnen und Personal vom Himmel,
das auf dem Dorf ein 10min Takt angeboten wird? Ergo bleibt da MIV Anteil weit höher als in der Stadt. Das ist übrigens meine Aussage....
Klar wird das quer durch alle Parteien diskutiert, mit der Schippe werden die neuen Prämien wohl auch nicht mehr verteilt-
also eher für Klein oder E/ Hybridwagen ausgereicht als für den fetten Daimler etc. spekuliere ich mal - das ist ja auch ok.
Der Staat hat inzwischen so viele Kredite ausgereicht, das man sich fragt wer soll die aufnehmen, und vor allem zurückzahlen?
Die "Anschubfinanzierung" spült logischerweise wieder kurzfristig Geld in die Kassen, wenn dann Autos/Nutzfahrzeuge gekauft werden-
das Finanzamt steht doch als ersten wieder da und kassiert ein, nicht nur die Mehrwertsteuer und KFZ Steuer, die wollen ja schon beim Hersteller wieder Steuervorauszahlungen sehn.
Das Geheule geht übrigens bundesweit, die Turnschuhfritzen sind da ebenso mit aufgefallen-der Unterschied ist ja halt nur ob so eine Firma Hilfen direkt bekommt,
oder eben der Umweg über den Kunden macht, der sich ein neues Auto kauft-haben ja nicht alle Kurzarbeit oder die Kneipe zu gemacht.
Wenn ich Dir 2000 € überweise, und Du bei mir für 15000 € einkaufst, dann hab ich immer noch Plus gemacht....
denn Du bist ja nicht der einzige, der sich einen Zuschuss abholen würde..da macht es dann die Masse.

T6JP
Zitat
Henning


Der Staat zahlt ja den Unternehmen, die nicht öffnen dürfen, während des gesamten Zeitraumes. Das sollte durchgezogen werden. Dann ist deren Insolvenz eher unwahrscheinlich.

Für mich ist es überhaupt nicht langweilig und einsam, da ich z. B. immer noch alleine Fahrrad fahren und joggen kann. Ebenfalls gibt es genug Aufgaben von der TH, die ich zu Hause bearbeiten muss. Wenn ich fragen ich habe, schreibe ich per WhatsApp an meinen Kommilitonen und kläre die Unverständlichkeiten. Den anderen geht es so gut wie genauso.


Nein zahlt der Staat nicht! Der Staat gibt eine einmalige Soforthilfe. Durch diverse Regeln ist aber nicht jedes betroffene Unternehmen berechtigt und da das Geld begrenzt ist, gibt es auch schon viele Fälle, wo das Geld alle war, bevor alle betroffenen Unternehmen Geld bekommen haben.
Also es wird ab Herbst diverse Insolvenzen geben.


Okay du hast aktuell keine psychologischen Probleme wegen Corona. (Langeweile ist nicht schlimm, ich rede von ernsten Problemen wie Einsamkeit und Depressionen). Dann bleiben ja nur noch 82,3 Millionen abzüglich dir, also 82,299999 Millionen Menschen in Deutschland die vermehrt derartige Probleme haben.
Zitat
T6Jagdpilot


Natürlich werden Leute ausserhalb von Ballungsgebieten weiter auf das Auto angewiesen sein-

T6JP

Es hat niemand etwas anderes behauptet. So und entsprechend haben dort alle schon ein Auto und müssen nicht erst jetzt eines kaufen, weil sie vorher mit einem nicht vorhandenen Bus gefahren sind. Sie sind vor Corona auch schon Auto gefahren. Für einen Zweitwagen oder nicht eingeplanten Neuwagen reicht das Geld nach der Krise eher nicht.
Gibt es eigentlich Überlegungen oder gar erste Ausführungen von fest installierten Fahrerkabinen in den Bussen? Sowas müsste ja herstellerseitig angeboten werden - manche Busbetriebe (im Ausland z. B. in Budapest) haben ja mit der Fahrertür verbundene Plexiglasscheiben zur Trennung.
Es ist schließlich absehbar, dass das Ganze nicht sofort wieder ab kann und vielleicht bei dem einen oder anderen auch aufgefallen, dass man als Busfahrer recht angreifbar (auch für Viren) da sitzt.
Zitat
T6Jagdpilot
Der Staat hat inzwischen so viele Kredite ausgereicht, das man sich fragt wer soll die aufnehmen, und vor allem zurückzahlen?

Der Staat ist kein Unternehmen und keine Privatperson, insofern führt auch der gern genommene Vergleich der Schwäbischen Hausfrau in die Irre. Und selbst die Schwäbische Hausfrau musste in Krisenzeiten auch mal mehr ausgeben als einnehmen, um nicht zu verhungern.

Zitat
T6Jagdpilot
Die "Anschubfinanzierung" spült logischerweise wieder kurzfristig Geld in die Kassen, wenn dann Autos/Nutzfahrzeuge gekauft werden-
das Finanzamt steht doch als ersten wieder da und kassiert ein, nicht nur die Mehrwertsteuer und KFZ Steuer, die wollen ja schon beim Hersteller wieder Steuervorauszahlungen sehn.

Wenn das so eine geniale Idee ist - wieso wird dann nicht einfach jeglicher Konsum bezuschusst, und das dauerhaft? Deiner Logik zufolge müssten doch die Steuereinnahmen sprudeln und der Staatshaushalt in kürzester Zeit saniert sein.

Zitat
T6Jagdpilot
Das Geheule geht übrigens bundesweit, die Turnschuhfritzen sind da ebenso mit aufgefallen-der Unterschied ist ja halt nur ob so eine Firma Hilfen direkt bekommt, oder eben der Umweg über den Kunden macht, der sich ein neues Auto kauft-haben ja nicht alle Kurzarbeit oder die Kneipe zu gemacht.

Und das sind dann eben entweder vorziehende Effekte (denen man zur Überbrückung der wirtschaftlichen Delle noch einen Effekt bescheinigen kann - zu welchem Preis, ist die andere Frage) oder - schlimmer - Mitnahmeeffekte.

Und nochmal ist die Frage - der Du wohlweislich ausgewichen bist - warum gesunde Unternehmen, die Milliarden an Dividenden auszahlen können, überhaupt staatliche Hilfe bekommen sollen (also über sowieso vorhandene branchenunabhängige Hilfen wie Kurzarbeit hinaus), zumal sie in den letzten Jahren ja vor allem durch Betrug aufgefallen sind.

Entscheidend ist auch die Frage, ob und wie viele Arbeitsplätze in der Auto- und in der Zulieferindustrie überhaupt gefährdet wären - und ob diese nicht eh in den nächsten Jahren verloren gegangen wären; und ob es nicht andere Branchen gibt, die stärker betroffen sind und mehr Hilfe brauchen.

Zitat
T6Jagdpilot
Wenn ich Dir 2000 € überweise, und Du bei mir für 15000 € einkaufst, dann hab ich immer noch Plus gemacht....

Da unterliegst Du gleich mehreren Irrtümern:

1. Das Verhältnis wäre nicht 2:15, sondern eher 2:5, ausgehend von 4.000 EUR Prämie und 10.000 EUR für den Neuwagen. Oder meinst Du, jemand, der sich für 30.000 EUR ein Auto kauft (beim von Dir genannten Verhältnis 2:15 und 4.000 EUR Prämie), hätte dies ohne Prämie nicht getan? Das wäre ein reiner Mitnahmeeffekt. Die Steuerzahlenden würden also sehr wohlhabenden Menschen das Auto und den Aktionären riesiger Konzerne die Dividenden finanzieren, ohne dass dafür zusätzliche Nachfrage zurückflösse.

2. Die fiktiven 5.000 EUR (zum Einkauf) gebe ich ja nicht Dir, sondern einem Dritten, der Dir etwas Geld abgibt (wenn er Dir nicht erklärt, dass er leider sehr viel Geld an die Mutterfirma auf den Cayman Islands abgeben muss und deshalb leider keinen Gewinn hat, wenigstens das dürfte aber in der Autobranche kein allzu großes Phänomen sein) - aber sicher nicht die vollen 2.000 EUR. Erst recht nicht, wenn dieser Dritte "Renault", "Dacia" oder "Tesla" heißt und Du nur die Mehrwertsteuer bekommst, die Wertschöpfung aber woanders stattfindet.

3. Wenn ich eh vorgesehen habe, die fiktiven 5.000 EUR auszugeben, freue ich mich natürlich, wenn Du mir 2.000 EUR davon abnimmst. Aber gewonnen hättest Du davon nichts, selbst wenn die 2.000 EUR unrealistischerweise vollständig wieder bei Dir gelandet wären.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.2020 09:05 von def.
Zitat
B-V 3313
Zitat
Henning
Es spricht aber dafür, dass deren Maßnahmen besser sind als die in vielen Ländern Europas und in den USA.

Noch einmal: das hilft uns in Deutschland nicht. Dazu sind die Länder zu unterschiedlich.

Du hast zwar nicht Unrecht, aber die im März beschlossenen Maßnahmen sollten so lange gelten, bis es hierzulande täglich weniger als 100 Neuinfizierte gibt. Wenn man sowas für drei bis sechs Monate durchziehen würde, ist dies so gut wie sicher erreicht. Außerdem sind drei bis sechs Monate auf die gesamte Lebenszeit bezogen so gut wie kaum etwas. Die Leute sollten die Fähigkeit haben sowas durchzuhalten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.2020 23:27 von Henning.
Zitat
B-V 3313
Zitat
Henning
In anderen Ländern wie z. B. China und Japan können Leute solche Zustände eher aushalten als hierzulande, weil sie insgesamt friedlicher zueinander sind.

Auch dort gibt es Gewalt und eine riesige Dunkelziffer.

Ich habe nie behauptet, dass es dort keinen Gewalt gibt, sondern wesentlich weniger als hier. Dafür spricht, dass in deutlich volleren Zügen und Bussen in der Hauptverkehrszeit dort Schlägereien eher Ausnahmen sind.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.2020 23:42 von Henning.
bitte löschen



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.2020 23:35 von PassusDuriusculus.
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
Henning


Der Staat zahlt ja den Unternehmen, die nicht öffnen dürfen, während des gesamten Zeitraumes. Das sollte durchgezogen werden. Dann ist deren Insolvenz eher unwahrscheinlich.

Für mich ist es überhaupt nicht langweilig und einsam, da ich z. B. immer noch alleine Fahrrad fahren und joggen kann. Ebenfalls gibt es genug Aufgaben von der TH, die ich zu Hause bearbeiten muss. Wenn ich fragen ich habe, schreibe ich per WhatsApp an meinen Kommilitonen und kläre die Unverständlichkeiten. Den anderen geht es so gut wie genauso.


Nein zahlt der Staat nicht! Der Staat gibt eine einmalige Soforthilfe. Durch diverse Regeln ist aber nicht jedes betroffene Unternehmen berechtigt und da das Geld begrenzt ist, gibt es auch schon viele Fälle, wo das Geld alle war, bevor alle betroffenen Unternehmen Geld bekommen haben.
Also es wird ab Herbst diverse Insolvenzen geben.


Okay du hast aktuell keine psychologischen Probleme wegen Corona. (Langeweile ist nicht schlimm, ich rede von ernsten Problemen wie Einsamkeit und Depressionen). Dann bleiben ja nur noch 82,3 Millionen abzüglich dir, also 82,299999 Millionen Menschen in Deutschland die vermehrt derartige Probleme haben.

Ich kenne zwei Leute aus Berlin, die in Leverkusen einen Chinaimbiss besitzen. Der Staat überweist während der Schließzeit monatlich 9000 € an den Imbiss. Mit solchen ähnlichen Hilfen werden die anderen kleinen Unternehmen auch ziemlich sicher klarkommen können. Warum sollte nicht jedes Unternehmen berechtigt sein sowas zu bekommen?

Ich habe es wahrscheinlich nicht ganz korrekt ausgedrückt. Meine Kommilitonen, mit denen ich gegenseitig schreibe, finden die jetzige Zeit auch aus gleichen Gründen überhaupt nicht langweilig und nicht einsam. Viele meiner Freunde sehen das genauso. Sie haben auch alle keine Probleme damit, wenn die Beschränkungen noch lange dauern würde. Sie sagen auch alle, dass ich zu 100 % Recht habe, dass die Lockerungen zur jetzigen Zeit völlig unangemessen sind.

Die Reproduktionszahl der Neuinfizierten beträgt inzwischen schon wieder über 1. Das spricht dafür, dass die Lockerungen dazu führen wird, dass eine zweite Infektionswelle kommt.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.2020 23:48 von Henning.
Zitat
Henning
Ich kenne zwei Leute aus Berlin, die in Leverkusen einen Chinaimbiss besitzen. Der Staat überweist während der Schließzeit monatlich 9000 € an den Imbiss. Mit solchen ähnlichen Hilfen werden die anderen kleinen Unternehmen auch ziemlich sicher klarkommen können. Warum sollte nicht jedes Unternehmen berechtigt sein sowas zu bekommen?

Geld ist nicht unendlich vorhanden, das sollte auch dir klar sein!

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
FlO530
Gibt es eigentlich Überlegungen oder gar erste Ausführungen von fest installierten Fahrerkabinen in den Bussen? Sowas müsste ja herstellerseitig angeboten werden - manche Busbetriebe (im Ausland z. B. in Budapest) haben ja mit der Fahrertür verbundene Plexiglasscheiben zur Trennung.
Es ist schließlich absehbar, dass das Ganze nicht sofort wieder ab kann und vielleicht bei dem einen oder anderen auch aufgefallen, dass man als Busfahrer recht angreifbar (auch für Viren) da sitzt.

Meines Wissens gibt es sowas hierzulande noch nicht. Ich finde auch, dass Fahrerkabinen besser sind, weil diese die Busfahrer vor allen Angriffen schützt. In China sind solche Kabinen in neu hergestellten Bussen Pflicht, nachdem 2018 dieser Unfall [www.youtube.com] sich ereignet hat.
Zitat
Henning
In China sind solche Kabinen in neu hergestellten Bussen Pflicht, nachdem 2018 dieser Unfall [www.youtube.com] sich ereignet hat.

Weil Kabinen Selbstmorde von Busfahrern verhindern oder wie?

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.05.2020 01:49 von B-V 3313.
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
T6Jagdpilot


Natürlich werden Leute ausserhalb von Ballungsgebieten weiter auf das Auto angewiesen sein-

T6JP

Es hat niemand etwas anderes behauptet. So und entsprechend haben dort alle schon ein Auto und müssen nicht erst jetzt eines kaufen, weil sie vorher mit einem nicht vorhandenen Bus gefahren sind. Sie sind vor Corona auch schon Auto gefahren. Für einen Zweitwagen oder nicht eingeplanten Neuwagen reicht das Geld nach der Krise eher nicht.

Selbst Zweitwagen sind auf dem Land die Regel, Drittwagen keine Seltenheit. War gestern im Spiegel zu lesen.
Und wie schon erwähnt-alle hat die Krise nicht getroffen-auf die zielen die Kaufanreize, die man ins Spiel bringen möchte..

T6JP
Zitat
def
Zitat
T6Jagdpilot
Die "Anschubfinanzierung" spült logischerweise wieder kurzfristig Geld in die Kassen, wenn dann Autos/Nutzfahrzeuge gekauft werden-
das Finanzamt steht doch als ersten wieder da und kassiert ein, nicht nur die Mehrwertsteuer und KFZ Steuer, die wollen ja schon beim Hersteller wieder Steuervorauszahlungen sehn.

Wenn das so eine geniale Idee ist - wieso wird dann nicht einfach jeglicher Konsum bezuschusst, und das dauerhaft? Deiner Logik zufolge müssten doch die Steuereinnahmen sprudeln und der Staatshaushalt in kürzester Zeit saniert sein.

Zitat
T6Jagdpilot
Das Geheule geht übrigens bundesweit, die Turnschuhfritzen sind da ebenso mit aufgefallen-der Unterschied ist ja halt nur ob so eine Firma Hilfen direkt bekommt, oder eben der Umweg über den Kunden macht, der sich ein neues Auto kauft-haben ja nicht alle Kurzarbeit oder die Kneipe zu gemacht.

Und das sind dann eben entweder vorziehende Effekte (denen man zur Überbrückung der wirtschaftlichen Delle noch einen Effekt bescheinigen kann - zu welchem Preis, ist die andere Frage) oder - schlimmer - Mitnahmeeffekte.

Und nochmal ist die Frage - der Du wohlweislich ausgewichen bist - warum gesunde Unternehmen, die Milliarden an Dividenden auszahlen können, überhaupt staatliche Hilfe bekommen sollen (also über sowieso vorhandene branchenunabhängige Hilfen wie Kurzarbeit hinaus), zumal sie in den letzten Jahren ja vor allem durch Betrug aufgefallen sind.

Entscheidend ist auch die Frage, ob und wie viele Arbeitsplätze in der Auto- und in der Zulieferindustrie überhaupt gefährdet wären - und ob diese nicht eh in den nächsten Jahren verloren gegangen wären; und ob es nicht andere Branchen gibt, die stärker betroffen sind und mehr Hilfe brauchen.

Zitat
T6Jagdpilot
Wenn ich Dir 2000 € überweise, und Du bei mir für 15000 € einkaufst, dann hab ich immer noch Plus gemacht....

Da unterliegst Du gleich mehreren Irrtümern:

1. Das Verhältnis wäre nicht 2:15, sondern eher 2:5, ausgehend von 4.000 EUR Prämie und 10.000 EUR für den Neuwagen. Oder meinst Du, jemand, der sich für 30.000 EUR ein Auto kauft (beim von Dir genannten Verhältnis 2:15 und 4.000 EUR Prämie), hätte dies ohne Prämie nicht getan? Das wäre ein reiner Mitnahmeeffekt. Die Steuerzahlenden würden also sehr wohlhabenden Menschen das Auto und den Aktionären riesiger Konzerne die Dividenden finanzieren, ohne dass dafür zusätzliche Nachfrage zurückflösse.

2. Die fiktiven 5.000 EUR (zum Einkauf) gebe ich ja nicht Dir, sondern einem Dritten, der Dir etwas Geld abgibt (wenn er Dir nicht erklärt, dass er leider sehr viel Geld an die Mutterfirma auf den Cayman Islands abgeben muss und deshalb leider keinen Gewinn hat, wenigstens das dürfte aber in der Autobranche kein allzu großes Phänomen sein) - aber sicher nicht die vollen 2.000 EUR. Erst recht nicht, wenn dieser Dritte "Renault", "Dacia" oder "Tesla" heißt und Du nur die Mehrwertsteuer bekommst, die Wertschöpfung aber woanders stattfindet.

3. Wenn ich eh vorgesehen habe, die fiktiven 5.000 EUR auszugeben, freue ich mich natürlich, wenn Du mir 2.000 EUR davon abnimmst. Aber gewonnen hättest Du davon nichts, selbst wenn die 2.000 EUR unrealistischerweise vollständig wieder bei Dir gelandet wären.

Dauerhaft-das ist ja nicht Sinn und Zweck, sondern um den Wirtschaftlichen Einbruch zu kompensieren-und das eben kurzfristig.
Da sind eben auch Mitnahmeeffekte drin, damit Beschäftigung kurzfristig zu sichern ist keine schlechte Sache in diesen Zeiten-
langfristig kann jetzt sowieso keiner voraussehen, ob und wie viele Arbeitsplätze in der Branche wo erhalten bleiben-wie in der Tourismusbranche.
Kurzfristig kann man bei den langen Planungs und Ausschreibungszeiten bei den geforderten ÖPNV Stärkungen nämlich auch nichts machen....
Und wenn die Regierung Steuereinahmen erhöhen will, hindert sie keiner bei den erwähnten Firmen entsprechende Sätze festzulegen, das Steueroasen unwirksam werden,
zumal diese in Deutschland kaum Fertigungsstätten haben und sicher nicht viele Zulieferer.

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
T6Jagdpilot


Natürlich werden Leute ausserhalb von Ballungsgebieten weiter auf das Auto angewiesen sein-

T6JP

Es hat niemand etwas anderes behauptet. So und entsprechend haben dort alle schon ein Auto und müssen nicht erst jetzt eines kaufen, weil sie vorher mit einem nicht vorhandenen Bus gefahren sind. Sie sind vor Corona auch schon Auto gefahren. Für einen Zweitwagen oder nicht eingeplanten Neuwagen reicht das Geld nach der Krise eher nicht.

Selbst Zweitwagen sind auf dem Land die Regel, Drittwagen keine Seltenheit. War gestern im Spiegel zu lesen.
Und wie schon erwähnt-alle hat die Krise nicht getroffen-auf die zielen die Kaufanreize, die man ins Spiel bringen möchte..

T6JP

Genau, aber die Zweit und Drittwagen sind doch schon vorhanden, die kauft man sich doch nich erst durch Corona?
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