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Eva Kreienkamp wird neue BVG-Chefin
geschrieben von B-V 3313 
Frau Nikutta war halt der Meinung den langjährigen BVG-Chef Rüdiger vorm Walde kopieren zu müssen. Der hatte sich damals ja auch so sehr in den Vordergrund gestellt.

Wir werden sehen, wie viel von den vielen Vorhaben von Frau Kreienkamp am Ende umgesetzt werden. Man kann ihr nur Erfolg wünschen. Eins ist auf jeden Fall schon mal klar: Unendlich viele Kredite werden die Banken der BVG nicht geben, weil man Bedenken haben wird, ob das Geld zurück gezahlt werden kann.
Zitat
schenkcs
Frau Nikutta war halt der Meinung den langjährigen BVG-Chef Rüdiger vorm Walde kopieren zu müssen. Der hatte sich damals ja auch so sehr in den Vordergrund gestellt.

Wir werden sehen, wie viel von den vielen Vorhaben von Frau Kreienkamp am Ende umgesetzt werden. Man kann ihr nur Erfolg wünschen. Eins ist auf jeden Fall schon mal klar: Unendlich viele Kredite werden die Banken der BVG nicht geben, weil man Bedenken haben wird, ob das Geld zurück gezahlt werden kann.

Beim ersten Mal hab ich ja noch die Füße still gehalten. Jetzt kommst du schon zum zweiten Mal mit deinem "unendlich viel Geld". Was ist denn das für eine Aussage? In Berlin fehlt der Willen, nicht das Geld. Für Busspuren, funktionierende Auskünfte (mit Darstellung von Ausfällen bei der BVG), funktionierende Vorrangschaltungen und ein Verlassen des Schneckentempos in der Planung braucht es nicht "unendlich viel Geld", ja nicht mal viel Geld, sondern das die blumigen Ziele in den hundert Leitfäden und Planwerken von R2G auch mal umgesetzt werden.

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Bitte beachten Sie die aktuelle Landesverordnung zum Infektionsschutz!
Zitat
schenkcs
Eins ist auf jeden Fall schon mal klar: Unendlich viele Kredite werden die Banken der BVG nicht geben, weil man Bedenken haben wird, ob das Geld zurück gezahlt werden kann.

Die Banken würden sicherlich mehr Kredite geben als das Land und die unsägliche Schuldenbremse politisch und rechtlich zulassen würden. Als AÖR hat die BVG mehr oder weniger direkten Zugriff auf den Berliner Landeshaushalt und somit auf die hervorragende Bonität des Landes. Für die Banken gibt es kaum einen attraktiveren "Ort", um ihr Geld zu "parken". Nicht umsonst gab und gibt es viele Versuche, der Banken gemeinsam mit Unternehmensberatern, der BVG und den Ländern zusätzliche Gelder "anzudrehen" und dazu waghalsige Vertragskonstruktionen zu entwickeln wie die Sale-and-Lease-Back-Geschäfte vor etlichen Jahren.
Warum sollten die Banken der BVG keine Kredite mehr geben?
Die BVG hat wieviele Abonnenten? 270000?
Damit hätten sie geschätzte 15/16 Mio Euro monatlich sicher an Fahrgeldeinnahmen, die nicht von heute auf morgen wegbrechen würden.
Es gibt schlechtere Sicherheiten für Banken ;-)
Zitat
Lopi2000
Zitat
schenkcs
Eins ist auf jeden Fall schon mal klar: Unendlich viele Kredite werden die Banken der BVG nicht geben, weil man Bedenken haben wird, ob das Geld zurück gezahlt werden kann.

Die Banken würden sicherlich mehr Kredite geben als das Land und die unsägliche Schuldenbremse politisch und rechtlich zulassen würden. Als AÖR hat die BVG mehr oder weniger direkten Zugriff auf den Berliner Landeshaushalt und somit auf die hervorragende Bonität des Landes. Für die Banken gibt es kaum einen attraktiveren "Ort", um ihr Geld zu "parken". Nicht umsonst gab und gibt es viele Versuche, der Banken gemeinsam mit Unternehmensberatern, der BVG und den Ländern zusätzliche Gelder "anzudrehen" und dazu waghalsige Vertragskonstruktionen zu entwickeln wie die Sale-and-Lease-Back-Geschäfte vor etlichen Jahren.

Diese dienten eher der Bilanzschönung der BVG, für diese wie auch andere Betriebe (Leipzig)waren es allerdings nur kurzfristige Bilanzverschönerung.
Letzlich ging die ganze Sache so ziemlich an den Baum-das stand aber in einer anderen Bilanz.
Und heute fragt man nach keiner von beiden mehr.

T6JP
Zitat
micha774
Warum sollten die Banken der BVG keine Kredite mehr geben?
Die BVG hat wieviele Abonnenten? 270000?
Damit hätten sie geschätzte 15/16 Mio Euro monatlich sicher an Fahrgeldeinnahmen, die nicht von heute auf morgen wegbrechen würden.
Es gibt schlechtere Sicherheiten für Banken ;-)

Weil die Banken die Befürchtung haben könnten, das viele Firmen das mit dem Homeoffice auch nach der Pandemie machen könnten und sich damit die Fahrgastzahlen nicht erholen könnten. Da könnten die Banken kalte Füße bekommen. Banken gehen in der Regel keine Risiken ein.
Den letzten Satz glaube ich absolut nicht.
Lehmann-Brothers, wirecard...

Die BVG wird aber nicht von (in meinem Fall 180 Mio im Jahr) auf null zurückfallen.
Der Tourismus kommt doch wieder.

Und die Frage ist auch, welchen Anteil der Berufspendler an den Gesamteinnahmen ausmacht.
Ich weiß es nicht. Angst um die BVG habe ich jedoch nicht.

Die Verkehrsverträge sind ja langfristig. Der aktuelle von diesem Jahr läuft bis 2035. Es gibt
eine schlechtere Perspektive.

Es gibt nicht viele ÖPNV-Anbieter, die an der Börse gehandelt werden. Eine davon ist die ÜSTRA,
seit 1970 in öffentlicher Hand, aber AG und zu 1,62 % im Handel erhätlich. Seit Dezember ist
der Kurs um 100 % gewachsen. Angst vor Rückgang des (öffentlichen) ÖPNV scheint zumindest
nicht weit verbreitet zu sein.
Zitat
schenkcs
Weil die Banken die Befürchtung haben könnten, das viele Firmen das mit dem Homeoffice auch nach der Pandemie machen könnten und sich damit die Fahrgastzahlen nicht erholen könnten.

Aus den bisherigen Diskussionen hatte ich entnommen, dass die BVG als Mitglied oder Bestandteil des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg das Entgelt für die Fahrten nahezu ausschließlich vom Verkehrsverbund erhält. Wird etwas vom Auftraggeber bestellt, erhält sie auch das dem Unternehmen versprochene Entgelt. Die Höhe der Abonnements dürfte doch sehr zweitrangig sein.

Eine eigenständige Kreditaufnahme der BVG unter Berücksichtigung üblicher Nachweispflichten für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit kann ich mir nur sehr begrenzt vorstellen - hier dürfte es doch eher um Kreditengagements handeln, die die öffentliche Hand zumindest mit verbürgt und die von den Banken jedenfalls nicht wegen wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit oder fehlender Leistungsfähigkeit gesondert zu bewerten wären. Kennt einer von Euch die Struktur der Kreditbeziehungen zu den Banken?

Mit besten Grüßen

phönix
Zitat
T6Jagdpilot
Zitat
Lopi2000
Nicht umsonst gab und gibt es viele Versuche, der Banken gemeinsam mit Unternehmensberatern, der BVG und den Ländern zusätzliche Gelder "anzudrehen" und dazu waghalsige Vertragskonstruktionen zu entwickeln wie die Sale-and-Lease-Back-Geschäfte vor etlichen Jahren.

Diese dienten eher der Bilanzschönung der BVG, für diese wie auch andere Betriebe (Leipzig)waren es allerdings nur kurzfristige Bilanzverschönerung.
Letzlich ging die ganze Sache so ziemlich an den Baum-das stand aber in einer anderen Bilanz.

Keineswegs. Die Transaktionen hatten im wesentlichen den erhofften finanziellen Erfolg. Das Land Berlin hatte den finanziellen Nutzen und die BVG trug das volle Risiko (das allerdings anfangs auch von seriösen Finanzfachleuten als gering eingeschätzt wurde).
Die Politik feiert das aber nicht als Erfolg, weil mit der Bankenkrise herauskam, dass die Gewinne auf steuerlicher Förderung anderer Staaten beruhten und den größten Anteil daran Spekulanten, deren Anwälte und Finanzberater kassierten.

so long

Mario
Zitat
phönix
Zitat
schenkcs
Weil die Banken die Befürchtung haben könnten, das viele Firmen das mit dem Homeoffice auch nach der Pandemie machen könnten und sich damit die Fahrgastzahlen nicht erholen könnten.

Aus den bisherigen Diskussionen hatte ich entnommen, dass die BVG als Mitglied oder Bestandteil des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg das Entgelt für die Fahrten nahezu ausschließlich vom Verkehrsverbund erhält. Wird etwas vom Auftraggeber bestellt, erhält sie auch das dem Unternehmen versprochene Entgelt. Die Höhe der Abonnements dürfte doch sehr zweitrangig sein.

Nein. Die BVG hat einen Netto-Verkehrsvertrag mit dem Land Berlin geschlossen, d.h. da Land zahlt je nach gefahrener Leistung Bestellerentgelte und die Fahrgelderlöse, die der BVG zustehen darf sie zudem behalten. ÜBer den VBB wird die Einnahmeaufteilung abgewickelt, d.h. die von der BVG und anderen Verkehrsunternehmen eingenommenen Fahrgelderlöse werden nach festgelegten Schlüsseln vereinfacht nach ihrem Leistungsanteil auf die Unternehmen verteilt.

Viele Grüße
sans
Hallo,

die Berliner Zeitung hat mit Frau Kreienkamp ein längeres Interview geführt und der voraussichtlich morgen gedruckte Artikel ist vorab schon frei online verfügbar:

Zitat

BVG-Chefin: "Corona hat uns in eine wirklich schwierige Situation gebracht"

Eva Kreienkamp im Interview über Infektionen beim Personal der Verkehrsbetriebe, neue Ticketangebote - und warum es in Bahn und Bus nun öfter ziehen wird.

[...] Peter Neumann

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Sehr interessante Neuigkeiten kommen da zur Sprache. Danke für die Verlinkung - und auch an die Berliner Zeitung, dass man das kostenfrei lesen darf.

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Serviervorschlag
Zitat
Philipp Borchert
Sehr interessante Neuigkeiten kommen da zur Sprache. Danke für die Verlinkung - und auch an die Berliner Zeitung, dass man das kostenfrei lesen darf.

Ja, dann erzähle mal von den Neuigkeiten!

Ich fange mal an:

"Wann werden Fahrgäste im Bus wieder vorn einsteigen und Fahrscheine kaufen können?

Das wird noch in diesem Frühjahr wieder möglich sein, möglicherweise schon ab Mitte April 2021. Dann soll ein Pilotprojekt beginnen, bei dem wir im gesamten Busnetz die kontaktlose Zahlung testen. Für die Fahrgäste wird das bedeuten, dass sie in allen BVG-Bussen mit EC- und Kreditkarten Fahrscheine kaufen können, später dann auch mit der geplanten BVG-Guthabenkarte. Die nötigen Lesegeräte wurden inzwischen in allen Fahrzeugen installiert. Bargeld wird in den Bussen nicht mehr angenommen, schon um in Corona-Zeiten unnötige Kontakte zu vermeiden. Nach unseren Vorstellungen soll aus der vorläufigen eine dauerhafte Lösung werden."

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Bitte beachten Sie die aktuelle Landesverordnung zum Infektionsschutz!
Für mich ist neu, dass das Bargeld für den Fahrscheinverkaum im Bus offenbar nicht mehr zurückkommen soll. Und dass das mit den neuen Tarifangeboten nun konkreter wird.

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Serviervorschlag
Hmm, ich weis nicht ob eine eigene BVG-Guthabenkarte bei so nem vernetzten System wie dem VBB sinnvoll ist.

Im Prinzip müsste sowas basierend auf nem aufladbaren e)-Ticket eigentlich auch an DB und S-Bahn Automaten funktionieren... sollte man hoffen und meinen.
Zitat
Philipp Borchert
Für mich ist neu, dass das Bargeld für den Fahrscheinverkaum im Bus offenbar nicht mehr zurückkommen soll.

Das haben wir hier schon vor zwei, drei Wochen andiskutiert: [www.bahninfo-forum.de]

Wenn Opa Heinz drei Euro auf den Tresen knallt und einen Fahrschein haben will und der Busfahrer ihn wieder zum Aussteigen bewegen muss, sind Ärger und Frust programmiert. Und wenn Tante Frieda ihre Geheimzahl dreimal vergeblich eingibt und auf den vierten Versuch besteht, darf der Busfahrer dann die Plastikkarte einbehalten wie der Bankautomat?

Das Plastikgeld ist bereits sehr vielfältig und sicherlich nicht fehlerfrei. Ist mir selbst schon passiert, dass der Automat oder ich zu blöd war. Glücklicherweise in einem Bahnhof mit personalbesetztem Reisezentrum, was die Reklamation sofort erledigt hat. Und der nächste Regio kam schon eine knappe Stunde später ...

so long

Mario
Ich hatte eigentlich gehofft, dass der zwingende Vordereinstieg endlich Geschichte ist. Das wäre eine wirklich positive Folge von Corona.
Warum sollte dies deiner Meinung nach positiv sein?
Zitat
der weiße bim
wenn Tante Frieda ihre Geheimzahl dreimal vergeblich eingibt und auf den vierten Versuch besteht, darf der Busfahrer dann die Plastikkarte einbehalten wie der Bankautomat?

Die Eingabe der Geheimzahl wird erst bei Beträgen über 50 Euro notwendig, so man seine Karte nirgends reinsteckt, sondern sie lediglich am Lesegerät vorbeiführt. Ich gehe dabei davon aus, daß die BVG Lesegeräte der neuesten Generation in ihre Fahrzeuge eingebaut hat.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
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