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Ausmusterungen & Verschrottungen U-Bahn 2020
geschrieben von Ubahnschiller 
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Bd2001
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Ubahnschiller

Nur dass dort nun auch U-Bahnwagen verschrottet werden, ist mir neu. Zumindest was die jüngere Vergangenheit betrifft, wurden Wagen anderer Baureihen schonmal dorthin gebracht?

Ich kenne nur die damalige Aktion der Verschrottung der A3 67, das war 2007. Danach war Ruhe und man zerlegte da nur Fahrzeuge der DB AG.

In den 1990ern gingen nur einige Unfallwagen und die restlichen Uraltwagen A1, A2 der BVB, C2 der Senatsreserve und 1994 die ganze EIII-Serie in den Schrott. Für Giselas und Stahldoras konnte eine Exportmöglichkeit gefunden werden. Da seinerzeit die halbe DDR-Industrie geschreddert wurde, gab es für Schrott kaum Erlöse.
Um 2002 fielen dann größere Menge Alu aus DL-Wagen an. Die rollten nach Eberswalde, damals noch über den Schienenweg auf eigenen Rädern. Später folgten einige F-Wagen und die nicht mehr ertüchtigten Stahl-A3, A3L66, A3L67 und A3L71 mit Seltracsteuerung.

Im eingemauerten Westberlin der Vorwendezeit hatte Koch&Lange in Spandau den besten Draht zur BVG, das brachte nach Anschluss der BVB eine Menge Altmetall aus Reko-, Großraum- und Arbeitswagen sowie einiger Unfall-KT4D der Straßenbahn. Die BVB der Vorwendezeit ließ Verschrottungen meist im RAW Schöneweide erledigen, da kam so einiges als Rekowagen wieder zurück.

so long

Mario
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Bd2001
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B-V 3313
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Henning
Ich wusste nicht, dass die Firma Theo Steil auch eine Stelle in Eberswalde hat. Wo gibt es noch einen Schrotthändler für Schienenfahrzeuge in der Umgebung von Berlin?

Im Hafen KW müsste es noch einen entsprechenden Verwerter geben.

Das ist ALBA, die bisher die U-Bahnen verschrottet haben.

Das waren alle Zerleger in der Umgebung von Berlin. Die nächsten Standorte sind Magdeburg (Theo Steil) und Espenhain (Scholz Recycling GmbH) wo Schienenfahrzeuge zerlegt werden.

Auch der Platz von BSB (Berndt. Schrott. Buntmetall) an der nördlichen A10 darf sich da noch einreihen, da stand Mitte April die Einheit 956, ein A3 64. Das war der Vorgänger von 650, der jetzt an seiner Stelle bei der Feuerwehrschule Schulzendorf steht. Ob der 956 noch da ist, weiß ich nicht. Dürfte allerdings auch die Ausnahme sein, dass sich da ein U-Bahnfahrzeug hin verirrt, schätze ich mal.

Ansonsten ging und geht tatsächlich das meiste zu Alba nach Königs Wusterhausen, so auch die Einheit 654 (A3L82) Anfang dieser Woche.

Scholz konzentriert sich wie auch Steil in Eberswalde auf Reisezugwagen, in den letzten Jahren natürlich bevorzugt n-, y-Wagen und DR-Doppelstockwagen.
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Nemo
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Bd2001
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B-V 3313
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Henning
Ich wusste nicht, dass die Firma Theo Steil auch eine Stelle in Eberswalde hat. Wo gibt es noch einen Schrotthändler für Schienenfahrzeuge in der Umgebung von Berlin?

Im Hafen KW müsste es noch einen entsprechenden Verwerter geben.

Das ist ALBA, die bisher die U-Bahnen verschrottet haben.

Das waren alle Zerleger in der Umgebung von Berlin. Die nächsten Standorte sind Magdeburg (Theo Steil) und Espenhain (Scholz Recycling GmbH) wo Schienenfahrzeuge zerlegt werden.
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B-V 3313
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Henning
Ferchland verschrottet schon seit einiger Zeit keine Schienenfahrzeuge mehr, obwohl U-Bahnzüge EIII und Straßenbahnwagen KT4D aus Berlin früher dort entsorgt wurden. Warum hat man dies nicht behalten?

Frage nach, dann erfährst du es vielleicht.

Vielleicht der gleiche Grund wie bei der Villmann Gruppe. Die hatten ja auch Schienenfahrzeuge zerlegt. Aber sind aus dem Geschäft ausgestiegen weil die Auflagen zu hoch wurden.

Vielleicht haben die auch einfach den Auftrag nicht bekommen sind aber grundsätzlich noch bereit?

Wenn man mit Gurgel Möps guckt, ist der Schrotti in Ferchland nur nochn Hühnerhof- und die Bahnstrecke längst schon im Wertstoffkreislauf.
In Leverkusen scheint man das Elbehochwasser 2013 auch nicht mitbekommen zu haben...

T6JP
Ich habe das Elbehochwasser 2013 schon mitbekommen.
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der weiße bim
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Bd2001
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Ubahnschiller

Nur dass dort nun auch U-Bahnwagen verschrottet werden, ist mir neu. Zumindest was die jüngere Vergangenheit betrifft, wurden Wagen anderer Baureihen schonmal dorthin gebracht?

Ich kenne nur die damalige Aktion der Verschrottung der A3 67, das war 2007. Danach war Ruhe und man zerlegte da nur Fahrzeuge der DB AG.

In den 1990ern gingen nur einige Unfallwagen und die restlichen Uraltwagen A1, A2 der BVB, C2 der Senatsreserve und 1994 die ganze EIII-Serie in den Schrott. Für Giselas und Stahldoras konnte eine Exportmöglichkeit gefunden werden. Da seinerzeit die halbe DDR-Industrie geschreddert wurde, gab es für Schrott kaum Erlöse.
Um 2002 fielen dann größere Menge Alu aus DL-Wagen an. Die rollten nach Eberswalde, damals noch über den Schienenweg auf eigenen Rädern. Später folgten einige F-Wagen und die nicht mehr ertüchtigten Stahl-A3, A3L66, A3L67 und A3L71 mit Seltracsteuerung.

Im eingemauerten Westberlin der Vorwendezeit hatte Koch&Lange in Spandau den besten Draht zur BVG, das brachte nach Anschluss der BVB eine Menge Altmetall aus Reko-, Großraum- und Arbeitswagen sowie einiger Unfall-KT4D der Straßenbahn. Die BVB der Vorwendezeit ließ Verschrottungen meist im RAW Schöneweide erledigen, da kam so einiges als Rekowagen wieder zurück.

Warum wurde die halbe DDR-Industrie verschrottet?

Die ältesten KT4D-Wagen, die verschrottet wurden, gingen meines Wissens wie die EIII nach Ferchland. So war es glaube ich bei den Wagen 9033, 9077, 9089 und 9097 der Fall.
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Henning
Warum wurde die halbe DDR-Industrie verschrottet?

Henning, informiere dich bitte selbst über die Wirtschaft der DDR (ein Stichwort: Treuhandanstalt) vor und nach der Wende. Das ist profanes Allgemeinwissen.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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Henning
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der weiße bim
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Bd2001
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Ubahnschiller

Nur dass dort nun auch U-Bahnwagen verschrottet werden, ist mir neu. Zumindest was die jüngere Vergangenheit betrifft, wurden Wagen anderer Baureihen schonmal dorthin gebracht?

Ich kenne nur die damalige Aktion der Verschrottung der A3 67, das war 2007. Danach war Ruhe und man zerlegte da nur Fahrzeuge der DB AG.

In den 1990ern gingen nur einige Unfallwagen und die restlichen Uraltwagen A1, A2 der BVB, C2 der Senatsreserve und 1994 die ganze EIII-Serie in den Schrott. Für Giselas und Stahldoras konnte eine Exportmöglichkeit gefunden werden. Da seinerzeit die halbe DDR-Industrie geschreddert wurde, gab es für Schrott kaum Erlöse.
Um 2002 fielen dann größere Menge Alu aus DL-Wagen an. Die rollten nach Eberswalde, damals noch über den Schienenweg auf eigenen Rädern. Später folgten einige F-Wagen und die nicht mehr ertüchtigten Stahl-A3, A3L66, A3L67 und A3L71 mit Seltracsteuerung.

Im eingemauerten Westberlin der Vorwendezeit hatte Koch&Lange in Spandau den besten Draht zur BVG, das brachte nach Anschluss der BVB eine Menge Altmetall aus Reko-, Großraum- und Arbeitswagen sowie einiger Unfall-KT4D der Straßenbahn. Die BVB der Vorwendezeit ließ Verschrottungen meist im RAW Schöneweide erledigen, da kam so einiges als Rekowagen wieder zurück.

Warum wurde die halbe DDR-Industrie verschrottet?

Die ältesten KT4D-Wagen, die verschrottet wurden, gingen meines Wissens wie die EIII nach Ferchland. So war es glaube ich bei den Wagen 9033, 9077, 9089 und 9097 der Fall.

Ich würde vorschlagen das Fass erst gar nicht aufzumachen.
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Henning
Ich habe das Elbehochwasser 2013 schon mitbekommen.

Ach ja?..dann guck mal was von den Betrieben danach noch übrig war, die in der Gegend des Deichbruchs von Fischbek ansässig waren.

T6JP
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Henning
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der weiße bim
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Bd2001
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Ubahnschiller

Nur dass dort nun auch U-Bahnwagen verschrottet werden, ist mir neu. Zumindest was die jüngere Vergangenheit betrifft, wurden Wagen anderer Baureihen schonmal dorthin gebracht?

Ich kenne nur die damalige Aktion der Verschrottung der A3 67, das war 2007. Danach war Ruhe und man zerlegte da nur Fahrzeuge der DB AG.

In den 1990ern gingen nur einige Unfallwagen und die restlichen Uraltwagen A1, A2 der BVB, C2 der Senatsreserve und 1994 die ganze EIII-Serie in den Schrott. Für Giselas und Stahldoras konnte eine Exportmöglichkeit gefunden werden. Da seinerzeit die halbe DDR-Industrie geschreddert wurde, gab es für Schrott kaum Erlöse.
Um 2002 fielen dann größere Menge Alu aus DL-Wagen an. Die rollten nach Eberswalde, damals noch über den Schienenweg auf eigenen Rädern. Später folgten einige F-Wagen und die nicht mehr ertüchtigten Stahl-A3, A3L66, A3L67 und A3L71 mit Seltracsteuerung.

Im eingemauerten Westberlin der Vorwendezeit hatte Koch&Lange in Spandau den besten Draht zur BVG, das brachte nach Anschluss der BVB eine Menge Altmetall aus Reko-, Großraum- und Arbeitswagen sowie einiger Unfall-KT4D der Straßenbahn. Die BVB der Vorwendezeit ließ Verschrottungen meist im RAW Schöneweide erledigen, da kam so einiges als Rekowagen wieder zurück.

Warum wurde die halbe DDR-Industrie verschrottet?

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Hattet Ihr auch Geschichte in der Schule oder nur das Fach Namen tanzen??

T6JP
Ich hatte schon Geschichte in der Schule, aber der Begriff "Treuhandanstalt", was "B-V 3313" erwähnt hat, wurde nie besprochen. Davon höre ich zum ersten Mal. Danke dafür.
Ich hatte das auch nicht in der Schule und ich kann mir nicht so richtig vorstellen, dass das heute auf irgendwelchen Lehrplänen steht.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
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Philipp Borchert
Ich hatte das auch nicht in der Schule und ich kann mir nicht so richtig vorstellen, dass das heute auf irgendwelchen Lehrplänen steht.

Richtig. Ich habe 2010 Abi gemacht. Die Geschichte endet in etwa bei Willy Brandts Ostpolitik. 1980er-2000er Jahre werden im Schulunterricht nicht behandelt.

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Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium
In meinem Fall (Gymnasium in Berlin) würde ich dem auch beipflichen (Armutszeugnis für unser Bildungsniveau und gleichzeitig ein Argument gegen das Abitur nach 12 Jahren, nur so nebenbei bemerkt) und zudem hinzufügen, dass viele Aspekte des Geschichtsunterrichts, die bisher unter den Tisch gefallen sind, erst im Studium so richtig gut und detailliert behandelt werden, darunter eben die Nachkriegszeit. Übrigens, ich bin kein Geschichtsstudent, aber wegen der Ausrichtung auf Information, Wissen, Kultur, Geschichte sowie Bildungsarbeit in diesen Bereichen ist es eben ein Muss, auch dort fundiertes Wissen und Methodik vermittelt zu bekommen. Übrigens, in weniger als einem Jahr werde ich auf den Arbeitsmarkt losgelassen, yay ;-)
Dabei wird so oft die Phrase gedroschen, dass man Geschichte kennen muss um die Gegenwart zu verstehen. Und der blöde Spruch, je später man anfängt Geschichte zu lernen, desto mehr hat man zu tun, ist wie wir hier ganz wunderbar sehen auch nicht von der Hand zu weisen. Nun kann doch aber eine gewisse Vermittlung nicht allein an der Anstalt hängen bleiben...

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Wenn sich die Jugend so unterhält. Es gibt kaum etwas in der Geschichte, das ich nicht selbst erlebt habe. Und dabei habe ich nur Abitur nach 12 Schuljahren gemacht. Dafür dann aber 8 Jahre studiert, fast der Prototyp des ewigen Studenten. Und es ist normal, dass man im Studium sein Wissen vertieft und auch seine Lebenskenntnisse erweitert. ;-)

Heidekraut zum Hauptbahnhof
An meiner Schule (Berlin) wurde es unterrichtet. Allerdings nicht un Geschichte, sondern in PW, was wiederum (glaube ich) nicht zwingend Pflichtfach war in jeder Kombination.
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Wutzkman
An meiner Schule (Berlin) wurde es unterrichtet. Allerdings nicht un Geschichte, sondern in PW, was wiederum (glaube ich) nicht zwingend Pflichtfach war in jeder Kombination.

In meiner auch, auch in PW. Das war in der Vor-Zentralabi-Zeit, da musste jeder in der 12. Klasse PW belegen, und thematisiert wurden die Weimarer Republik und die Wendejahre. In der 13. Klasse hatte man in Bezug auf PW keine Wahl: Wer Geschichte oder Erdkunde als Leistungskurs hatte, durfte es nicht belegen, der Rest musste es belegen und eine Abiprüfung darin ablegen.
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def
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Wutzkman
An meiner Schule (Berlin) wurde es unterrichtet. Allerdings nicht un Geschichte, sondern in PW, was wiederum (glaube ich) nicht zwingend Pflichtfach war in jeder Kombination.

In meiner auch, auch in PW. Das war in der Vor-Zentralabi-Zeit, da musste jeder in der 12. Klasse PW belegen, und thematisiert wurden die Weimarer Republik und die Wendejahre. In der 13. Klasse hatte man in Bezug auf PW keine Wahl: Wer Geschichte oder Erdkunde als Leistungskurs hatte, durfte es nicht belegen, der Rest musste es belegen und eine Abiprüfung darin ablegen.

OT:
Ich meine mich zu erinnern, dass die Erdkundler den geschichtlichen Teil von PW (bei uns in der 12. Klasse) und die Geschichtler den erdkundlichen Teil (bei uns in der 13. Klasse) machen mussten.

Definitiv gab es aber welche, die zumindest in der 12. Klasse kein PW hatten.
Stimmt, an meiner Schule kam der Geschichts-LK nicht zustande. Das kann sein. (Die OT-Bemerkung habe ich mir noch erlaubt - das ist ja jetzt nichts, was eine seitenlange Diskussion anregt.)
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Wutzkman
An meiner Schule (Berlin) wurde es unterrichtet. Allerdings nicht un Geschichte, sondern in PW, was wiederum (glaube ich) nicht zwingend Pflichtfach war in jeder Kombination.

ich bin schon länger aus der Schule raus, was ist denn bitte PW?
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