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Ausmusterungen & Verschrottungen U-Bahn 2020
geschrieben von Ubahnschiller 
Kleines Update zum Sonntag: A3L71-Einheit 686 wurde doch noch nicht abgeholt und steht, wenn auch reichlich ausgeschlachtet wieder auf dem Schrottgleis. Dafür wurde diese Woche von Friedrichsfelde A3L82-Einheit 642 zum Verwerter überführt.
Update von heute:
Statt 686/687 stehen nun die Wagen 714 und 715 zur Abholung auf Gleis 48 neben dem Stellwerk Grunewald bereit.
Eine Distel blüht als Abschiedsgruß.

so long

Mario


Zitat
Ubahnschiller
Kleines Update zum Sonntag: A3L71-Einheit 686 wurde doch noch nicht abgeholt und steht, wenn auch reichlich ausgeschlachtet wieder auf dem Schrottgleis.

Dafür ist heute das Schrottgleis leer. Wurde nun die Einheit versteckt?
Zitat
Bd2001
Zitat
Ubahnschiller
Kleines Update zum Sonntag: A3L71-Einheit 686 wurde doch noch nicht abgeholt und steht, wenn auch reichlich ausgeschlachtet wieder auf dem Schrottgleis.

Dafür ist heute das Schrottgleis leer. Wurde nun die Einheit versteckt?

Nein, 686 stand vor Halle 3. Vielleicht sollte doch noch was ausgebaut werden?

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Zitat
Bd2001
Zitat
Ubahnschiller
Kleines Update zum Sonntag: A3L71-Einheit 686 wurde doch noch nicht abgeholt und steht, wenn auch reichlich ausgeschlachtet wieder auf dem Schrottgleis.

Dafür ist heute das Schrottgleis leer. Wurde nun die Einheit versteckt?

Nein, 686 stand vor Halle 3. Vielleicht sollte doch noch was ausgebaut werden?

Erstaunlich. Normalerweise parkt man solche Einheiten trotzdem auf dem Schrottgleis.
Zitat
der weiße bim
Update von heute:
Statt 686/687 stehen nun die Wagen 714 und 715 zur Abholung auf Gleis 48 neben dem Stellwerk Grunewald bereit.
Eine Distel blüht als Abschiedsgruß.

Wann wurde die Einheit 714/715 in Dienst gestellt?
Zitat
Henning
Wann wurde die Einheit 714/715 in Dienst gestellt?

Am 17. November 1972.
Vor 12 Jahren, Anfang Juni 2008 war ich zufällig zugegen, als die Einheit in der Hauptwerkstatt Seestraße nach der letzten großen Aufarbeitung mit der Akkulok zur Inbetriebsetzung/Abnahme rangiert wurde.

so long

Mario


Zitat
Bd2001

Erstaunlich. Normalerweise parkt man solche Einheiten trotzdem auf dem Schrottgleis.

Wenn noch Bauteile entnommen werden, findet das ja fast immer in Halle 3 statt.

Viele Grüße, Rico
Zitat
DerRicoberlin
Zitat
Bd2001

Erstaunlich. Normalerweise parkt man solche Einheiten trotzdem auf dem Schrottgleis.

Wenn noch Bauteile entnommen werden, findet das ja fast immer in Halle 3 statt.

Klar, hat aber nichts mit meiner Aussage zu tun. Denn normalerweise braucht die Werkstatt die Gleise vor der Halle 3 für andere Fahrzeuge. Da bleibt in der Regel nur das Schrottgleis übrig wo man mal ungestört Fahrzeuge abstellen kann.
Es ging ja auch nicht um das Abstellen, sondern um das ausschlachten....

Viele Grüße, Rico
Nachdem 714 wie berichtet gestern abgeholt wurde, ist bereits heute die Einheit 686 mit dem Abtransport dran, die sich ja letztens schonmal auf dem Abholgleis stand. 760 könnte morgen folgen. Danach wird weiter ausgemustert: so hat Einheit 776 spätestens morgen ihren letzten Einsatztag und 694 spätestens am Samstag (30.05.). Beide sind heute noch auf der U3 zu finden.
Nebenbei zu diesen beiden noch eine Zahl: seit ihrer Indienststellung sind beide jeweils ca 3,8 Millionen km gefahren, also überschlagen so viel wie 95 Mal um die Erde.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.05.2020 16:30 von Ubahnschiller.
Zitat
Ubahnschiller
Nebenbei zu diesen beiden noch eine Zahl: seit ihrer Indienststellung sind beide jeweils ca 3,8 Millionen km gefahren, also überschlagen so viel wie 95 Mal um die Erde.

Wie ist das eigentlich bei Scheinefahrzeugen allgemein, also auch Straßenbahn und "echte" Bahn: Haben die auch so eine Art Wegstreckenzähler verbaut oder wird die Fahrstrecke anhand der Fahrpläne/Einsätze errechnet und extern dokumentiert?

Gruß
Salzfisch

---
Berlins Straßen sind zu eng, um sie mit Gelenkbussen zu verstopfen!




1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.05.2020 19:39 von Salzfisch.
Sowohl als auch, jede Einheit hat mindestens einen analogen Kilometerzähler verbaut, selbst beim IK besteht dieser noch aus Zahlenrädchen.
Maßgeblich für sämtliche planbare Termine in der Werkstatt ist aber die zentrale, digitale Erfassung, die sich nach der Bahnhofsentfernung richtet. Diese ist metergenau obwohl es bei der Erfassung garantiert Abweichungen gibt. Ich glaube sogar, dass Kehrfahrten gar nicht erfasst werden, aber dürfte der weiße bim besser bescheid wissen.
Wie werden die denn auf der U3 ersetzt?

______________________

Nicht-dynamische Signatur
Die A3L 71 werden/wurden durch die IK 18 ersetzt.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Also hat man aktuell überzählige Klp Fahrzeuge?

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Nicht-dynamische Signatur
Der Geschäftsbericht 2019 verrät dir die Entwicklung.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Ubahnschiller
Nachdem 714 wie berichtet gestern abgeholt wurde, ist bereits heute die Einheit 686 mit dem Abtransport dran, die sich ja letztens schonmal auf dem Abholgleis stand. 760 könnte morgen folgen. Danach wird weiter ausgemustert: so hat Einheit 776 spätestens morgen ihren letzten Einsatztag und 694 spätestens am Samstag (30.05.). Beide sind heute noch auf der U3 zu finden.
Nebenbei zu diesen beiden noch eine Zahl: seit ihrer Indienststellung sind beide jeweils ca 3,8 Millionen km gefahren, also überschlagen so viel wie 95 Mal um die Erde.

Alle genannten Einheiten müssten in den Jahren 1971 bis 1973 in Dienst gestellt worden sein. Das sind fast 50 Jahre und mehr als die vorgesehene Lebensdauer eines Schienenfahrzeugs.
Zitat
Henning
Alle genannten Einheiten müssten in den Jahren 1971 bis 1973 in Dienst gestellt worden sein. Das sind fast 50 Jahre und mehr als die vorgesehene Lebensdauer eines Schienenfahrzeugs.

Hennning, erzähl doch nicht immer solche Märchen. Als die A3L in den Dienst gestellt wurden, ging man nicht stur von 40 Jahren aus. Das sind heutige Rechnungen.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Ubahnschiller
Maßgeblich für sämtliche planbare Termine in der Werkstatt ist aber die zentrale, digitale Erfassung, die sich nach der Bahnhofsentfernung richtet. Diese ist metergenau obwohl es bei der Erfassung garantiert Abweichungen gibt.

Die Erfassung der Wegstrecken bei U-Bahn, Bus und Straßenbahn erfolgt sowohl für die Nutzkilometer (die letztlich für die Zahlen im Geschäftsbericht herangezogen werden) als auch für die Gesamtkilometer (mit Ein- und Aussetzfahrten, Kehrfahrten, Leerfahrten, Probefahrten, Werkstattfahrten, Überführungen, Fahrschule u.s.w.) recht genau über verschiedene Systeme, die im Laufe der Zeit wesentlichen Änderungen unterworfen sind. Früher in Kladden buchhalterisch jeden Tag für jedes Fahrzeug berechnet, eingetragen und summiert, setzte sich irgendwann die elektronische Erfassung über die betrieblichen EDV-Systeme SAP und das RBL (erst Berta, nun ivu-Suite) durch.
Die heutigen in den betrieblichen Systemen hinterlegten Daten sind aus ganz verschiedenen Epochen aufsummiert und sicherlich Toleranzen und Fehlern unterworfen. Letztere führen bei Entdeckung dann zu sprunghafter Änderung der aufsummierten Kilometerwerte. Im Schnitt ergibt sich so jedoch eine hohe Zuverlässigkeit der hinterlegten Zählwerte.
Auch für die Betriebszulassung und Wartungsintervalle sind die Kilometerwerte wichtig. Bei den A3L71 nun letztlich für die Stilllegung und Ausmusterung. Mit der letzten Hauptuntersuchung (Inspektion F96 - nach rund 960.000 km fällig) schuf man die Voraussetzungen für die nächste Million Kilometer im Linienbetrieb. Die BOStrab fordert jeweils nach 8 Jahren oder 500.000 km den Nachweis der Einhaltung aller geforderten Werte besonders der Bremsen und anderer sicherheitsrelevanter Werte. Dazu sind eine Reihe von Verschleißteilen zu erneuern, Messungen und Prüfungen im Rahmen vorgegebener Grenzwerte zu erfüllen. Andere im Rahmen der Inspektionen auszuführender Arbeiten sind nur schönheitsrelevant wie der Außenlack, Polstererneuerung oder Folierung von Oberflächen, aber in den Regelarbeiten stets enthalten.

Von den 69 insgesamt von 1971 bis 1973 gebauten A3L71-Doppeltriebwagen wurden zwischen Ende 2007 und Ende 2010 noch 51 einer Hauptuntersuchung in der Hauptwerkstatt Seestraße unterzogen. Der Rest wurde zu Betriebsfahrzeugen (Hilfszug, Schmierzug) umgebaut oder bei abweichender Ausrüstung (Seltrac-Züge) ausgemustert. Nach weiteren 480.000 km, der nächsten Prüfung nach BOStrab waren noch 48 Doppeltriebwagen übrig, die anderen wegen Karosserieschäden ausgesondert. Betrafen die Schäden nur einen der beiden Triebwagen einer Einheit, wurden in drei Fällen Einheiten neu zusammengestellt und die schadhaften Einzelwagen verschrottet.
Nun haben mehrere bereits die nächsten 480.000 km hinter sich, so dass deren Aussonderung unumgänglich wurde. Eine erneute HU lohnt sich nicht mehr.

Bei den Straßenbahnen läuft dieselben Fristen, wobei bei den Tatrawagen eher die Achtjahresfrist, bei den Niederflurtypen eher die Kilometerfrist erreicht wird. Tatsächlich gab/gibt es nur wenige Tatrastraßenbahnwagen, die in den durchschnittlich 25 Jahren seit der Modernisierung 1993 bis 1997 mehr als eine Million Kilometer zurückgelegt haben. Ältere U-Bahnwagen schaffen diese Distanz in rund der Hälfte der Zeit, in 12 bis 13 Jahren. Während ältere Straßenbahnwagen vorwiegend in der Hauptverkehrszeit als Einsetzer fahren, sind teilweise noch ältere U-Bahnwagen oft rund um die Uhr auf den Strecken unterwegs.

so long

Mario
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