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Tram Alexanderplatz: „Durchlassfähigkeit“ und Wendeschleife
geschrieben von Mont Klamott 
Wenn auch die M10 so drastisch gekürzt wurde - wo standen denn die ganzen überzähligen Kurse herum? Die Schleife Kniprodestraße muss ja voller F8Z gestanden haben...

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HUSCHEN - Fortbewegungsmodus der Flinken! Lern' Du es auch!
Als ich am Donnerstagabend mit dem Bus parallel zur Alex 2 - Strecke fuhr, fiel mir auf, dass hier erneut sich zahlreiche Straßenbahnen stauten. Ich zählte 6 Züge, die dicht an dicht auf der Strecke standen. L

Dieses Phänomen beobachtete ich schon im Frühjahr 2012, als Alex 1 gesperrt war. Kann es sein, dass hier weiterhin, also nach gut einem Jahrzehnt, nichts getan wurde um die Leistungsfähigkeit der Strecke in Falle von Umleitungen zu erhöhen?

Der Stau muss doch zu Verspätungen auf M2, M4, M5 und M6 führen, also mithin etwa ein Drittel aller Straßenbahnen in Berlin.

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Zitat
Philipp Borchert
Wenn auch die M10 so drastisch gekürzt wurde - wo standen denn die ganzen überzähligen Kurse herum? Die Schleife Kniprodestraße muss ja voller F8Z gestanden haben...

Üblicherweise stehen zwei bis drei F8Z in der Kniprodestraße. (So habe ich es auch gestern und heute beobachtet.) Vier können mit Ach und Krach dort stehen.

Hab aber in den letzten Jahren auch schon mehrfach beobachtet, dass die Aufstellfläche nicht gereicht hat und das Ende des zuletzt gekommenden Zuges quer über die westliche Richtungsfahrbahn stand und den MIV und Busverkehr blockierte. Passiert vor allem dann gerne, wenn die M4 dorthin abgeleitet wird und 2GT verkehren. Es ist für die Straßenbahnfahrer nicht ersichtlich, ob für ihren Zug noch Platz ist, wenn sie in der John-Schehr-Straße vor dem Signal stehen und auf die Fahrt-Phase warten, um nach rechts in die Kniprodestraße abbiegen zu können.

Jens
Wenn man schon für den regulären Straßenbahnverkehr nichts übrig hat (und z.B. die M2 schon ewig und drei Tage braucht, nur um von der Heinersdorfer Kirche zur Ringbahn zu kommen, weil sie auch an der kleinsten Ampel warten muss), warum sollte man sich dann um Ausweichstrecken kümmern?

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Zitat
T6Jagdpilot
Zitat
Nordender
Gottseidank war der Mauerfall schon 1989, der BVG Personalrat hätte heutzutage erstmal Fristen von der DDR eingefordert, damit man den Verkehr verstärken kann.

Da wirkten aber noch nicht die Sparbeschlüsse über der BVB/BVG !!
Es wurden bei beiden Betrieben nicht Dienste und Fahrzeuge auf knirsch ausgerechnet....

T6JP

Fahrzeuge nicht, Personal war aber durchaus knapp. Der BVB lief es über Ungarn oder die CSSR weg, im Westen musste schon damals gespart werden. Die Leistungen im Westen 1989 waren nur möglich, weil das Personal Überstunden schob und Verstöße gegen Arbeits-, Lenk- und Ruhezeiten hingenommen wurden.

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
Jens Fleischmann
Es ist für die Straßenbahnfahrer nicht ersichtlich, ob für ihren Zug noch Platz ist, wenn sie in der John-Schehr-Straße vor dem Signal stehen und auf die Fahrt-Phase warten, um nach rechts in die Kniprodestraße abbiegen zu können.

Dann darf er nicht abbiegen - ganz einfach.

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B-V 3313
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Jens Fleischmann
Es ist für die Straßenbahnfahrer nicht ersichtlich, ob für ihren Zug noch Platz ist, wenn sie in der John-Schehr-Straße vor dem Signal stehen und auf die Fahrt-Phase warten, um nach rechts in die Kniprodestraße abbiegen zu können.

Dann darf er nicht abbiegen - ganz einfach.

Dann wird der Fahrer nie abbiegen können. Es sei denn, er steigt erst aus, um vorzulaufen und sich die Situation anzuschauen. Sehr unrealistisch.

Jens
Zitat
Jens Fleischmann
Dann wird der Fahrer nie abbiegen können. Es sei denn, er steigt erst aus, um vorzulaufen und sich die Situation anzuschauen. Sehr unrealistisch.

Also blind einfahren und hoffen? Das soll die Lösung sein?

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Zitat
B-V 3313
Also blind einfahren und hoffen? Das soll die Lösung sein?

Die Lösung ist dies sicher nicht, aber die Realität.

Jens
Zitat
B-V 3313
Zitat
Jens Fleischmann
Dann wird der Fahrer nie abbiegen können. Es sei denn, er steigt erst aus, um vorzulaufen und sich die Situation anzuschauen. Sehr unrealistisch.

Also blind einfahren und hoffen? Das soll die Lösung sein?
Was schlägst du vor?
Zitat
PassusDuriusculus
Was schlägst du vor?

Den Hintern bewegen oder das Funkgerät nutzen. Man könnte auch sagen, die Vorschriften einhalten.

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Zitat
B-V 3313
Zitat
T6Jagdpilot
Zitat
Nordender
Gottseidank war der Mauerfall schon 1989, der BVG Personalrat hätte heutzutage erstmal Fristen von der DDR eingefordert, damit man den Verkehr verstärken kann.

Da wirkten aber noch nicht die Sparbeschlüsse über der BVB/BVG !!
Es wurden bei beiden Betrieben nicht Dienste und Fahrzeuge auf knirsch ausgerechnet....

T6JP

Fahrzeuge nicht, Personal war aber durchaus knapp. Der BVB lief es über Ungarn oder die CSSR weg, im Westen musste schon damals gespart werden. Die Leistungen im Westen 1989 waren nur möglich, weil das Personal Überstunden schob und Verstöße gegen Arbeits-, Lenk- und Ruhezeiten hingenommen wurden.
Ab Ende 1989 erhielt die BVB tatkräftige Unterstützung aus dem MfS, inbesondere Fahrpersonal für Bus und Straßenbahn.
Zitat
Logital
Als ich am Donnerstagabend mit dem Bus parallel zur Alex 2 - Strecke fuhr, fiel mir auf, dass hier erneut sich zahlreiche Straßenbahnen stauten. Ich zählte 6 Züge, die dicht an dicht auf der Strecke standen. L

Scheint so, als könnte pro Ampel-Umlauf immer nur eine Bahn über die Memhardstr. kommen. Da die Haltestelle ja nur eine einfache Ausführung ist und keine Doppelhaltestelle... Ein Fan der Kreuzung bin ich von keiner Seite aus. Viel zu unübersichtlich. Die Spurführungen... Der Rechtsabbieger auf die Alexanderstr. wie zu erwarten dauer-übrlastet... was hat man erwartet mit dem Umbau damals?
Zitat
ECG7C
Ab Ende 1989 erhielt die BVB tatkräftige Unterstützung aus dem MfS, inbesondere Fahrpersonal für Bus und Straßenbahn.

Das ist ja kein Geheimnis, ebensowenig wie deren Fahrkünste: Link. Aber das brachte im November 1989 nichts. Glücklicherweise sind die meisten Ex-MfS-Angehörigen spätestens 1992 rausgeflogen.

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Zitat
Logital
Dieses Phänomen beobachtete ich schon im Frühjahr 2012, als Alex 1 gesperrt war. Kann es sein, dass hier weiterhin, also nach gut einem Jahrzehnt, nichts getan wurde um die Leistungsfähigkeit der Strecke in Falle von Umleitungen zu erhöhen?

Die Steuerung von Lichtzeichenanlagen im öffentlichen Straßenland liegt nicht im Zuständigkeitsbereich der BVG. Änderungen werden bei allen Gelegenheiten angemahnt, es passiert jedoch nur wenig, egal ob die Stelle VLB oder irgendwie anders heißt.

so long

Mario
Zitat
Wutzkman
Zitat
der weiße bim
Die Bauarbeiten waren ganz dringend und kurzfristig anberaumt worden, betreffen ja auch die Linien M10 und 12.
Es gibt keine Baustellenfahrpläne.

Ich hatte bisher immer von dir gelesen, dass so etwas per se nicht ginge, weil ja grundsätzlich immer Betriebsrat und andere hochtragende Organe zustimmen müssen. Das macht mich misstrauisch, ob du uns da nicht immer einen ziemlichen Bären aufgebunden hast.

Was für ein Bär? Natürlich gibt es Baufahr- und -dienstpläne, wenn die Fahrplanänderungen rechtzeitig eingeplant werden können. Dafür sind Mindestfristen einzuhalten und die Mitbestimmung nach geltender Gesetzeslage durchzuführen, vor allem nach dem Personalvertretungsgesetz Berlin.
Hier konnten diese Fristen nicht eingehalten werden. Immerhin wurde das Durcheinander auf ein Wochenende in der Ferienzeit terminiert, wenn es vergleichsweise wenig Fahrgäste betrifft. Eine Bau-Dano gab es auch und Freiwillige für den Ersatzverkehr.

so long

Mario
Zitat
Philipp Borchert
Wenn man schon für den regulären Straßenbahnverkehr nichts übrig hat (und z.B. die M2 schon ewig und drei Tage braucht, nur um von der Heinersdorfer Kirche zur Ringbahn zu kommen, weil sie auch an der kleinsten Ampel warten muss), warum sollte man sich dann um Ausweichstrecken kümmern?

Es gibt keine Ausweichstrecken. Es laufen reguläre Bauarbeiten wie in allen Sommerferienzeiten um den hohen Verschleiss auf stark belasteten Straßenbahnstrecken instandzusetzen. Und nun zusätzlich außerplanmäßige Havariebeseitung. Immerhin kann trotzdem noch ein Teil der Betriebsleistung mit hocheffizienten und komfortablen Straßenbahnwagen erbracht werden.

Zu BVB-Zeiten (1989) betrug die A-Fahrzeit der Linie 71 (KT4D-Doppeltraktionen) zwischen Heinersdorf, Kirche und S Prenzlauer Allee 12 Minuten, die B-Fahrzeit 10 Minuten. Dabei lag die Prenzlauer Promenade im Fahrbereich des MIV.
Heute mit Eigentrasse beträgt die Fahrzeit für die gleiche Strecke nur 11 bzw. 9 Minuten, also rund 10% schneller trotz mehr Ampeln. Die Fahrzeit kann dank der Eigentrasse auf der Prenzlauer Promenade auch zur HVZ gut eingehalten werden.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.07.2021 01:02 von der weiße bim.
Wenn der Betrieb flexibel wäre, hätte er die Bahnen rausgenommen, aber die Fahreranzahl gleich gelassen. Das Personal hätte dann außerhalb der Züge pausieren können und zwei oder drei Bahnen später wieder übernommen.

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
B-V 3313
Wenn der Betrieb flexibel wäre, hätte er die Bahnen rausgenommen, aber die Fahreranzahl gleich gelassen.

Vielleicht hat der Super-Sparfuchs gerade Urlaub. Wenigstens bekommen so die Fahrer den ganzen Dienst bezahlt.

so long

Mario
Zitat
B-V 3313
Das Personal hätte dann außerhalb der Züge pausieren können und zwei oder drei Bahnen später wieder übernommen.

AUßERHALB? Ich habe mal gehört, das ist das schlimmste. Das BVG-Personal ist erst zufrieden, wenn es für so eine Blockpause (oder die hier beschriebene Auszeit mit ähnlicher Dauer ohne 'eigene' Bahn) einen kargen Raum mit 'nem Tisch und zwei ausrangierten Klassenzimmerstühlen aus Holz zur Verfügung hat. Und sowas wird's am Rosa-Luxemburg-Platz vermutlich nicht geben.

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