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BVG Atlas Berlin
geschrieben von Norderstedt 
Re: BVG Atlas Berlin
12.12.2020 07:47
Zitat
Jay
Zitat
B-V 3313
Dann bitte den VBB anschreiben.

Wann hat sich denn die BVG das letzte Mal für irgendwas interessiert, was der VBB so von sich gibt? Welches andere Verkehrsunternehmen im VBB stellt keine Fahrpläne als Faltplan oder pdf zur Verfüngung?

Das sind keine Argumente. Für gewisse Verbindungen kommen mehrere Verkehrsunternehmen in Frage. Da müssen die Fahrpläne an einer Stelle, sprich beim Verkehrsverbund zu finden sein.

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Zitat
GraphXBerlin
Ich frage mich bei all der Kritik (bzgl. der Taktzeiten) ernsthaft wer den Atlas eigentlich wirklich nutzt. Ich bin ja etwas überrascht, daß er überhaupt noch gedruckt wird.

Ich hänge genug im Netz rum. Ich muss nicht für jede Basisinformation - und um genau die geht es mir - online recherchieren. Oder doch, muss ich mittlerweile. Ich will wissen, ob man sich entspannt nach Müggelheim begeben kann oder ob man sich vorher tatsächlich 'ne genauer Fahrplaninformation raussuchen muss, weil der 169 nur stündlich zur Odernheimer Straße fährt. Und ob man nachts da auch wieder weg kommt.

Und wie so oft stellt sich mir die Frage, wie hoch der Aufwand für diesen Anspruch, den vielleicht wirklich nur noch wenige Leute haben, wäre. Wir erwähnen es nicht zum ersten Mal - die BVG hat alle diese Daten. Ausnahmsweise sogar als PDF aufbereitet. Allerdings ist es dann doch unverhältnismäßig, dass ich mir die 200 Seiten selbst ausdrucke. Die BVG könnte mit sehr überschaubarem Aufwand ein Heft mit diesen Tabellen zusammen stellen. Da muss nicht jede Linie eine Seite füllen. War früher im Atlas ja auch nicht so. Wenn man das sogar wieder im Atlas hätte, gäbe es in einem kostenpflichtigen Nachschlagewerk alle relevanten Informationen auf einmal.

Ich persönlich erwarte kein Fahrplanbuch mit detaillierten Zeiten. Aber es muss ja auch Gründe geben, weshalb andere Verkehrsverbünde das noch raus geben (bei Weitem nicht mehr alle).

****
Serviervorschlag
Re: BVG Atlas Berlin
12.12.2020 08:47
Zitat
Harald Tschirner
[
Der bisherige Service, mit dem man sich mit ein paar Eingaben auf den Seiten von www.vbb.de und auch www.bvg.de Fahrpläne zum Herunterladen als PDF-Datei und dann zum Ausdruck erstellen konnte, ist etwa 15 Jahre alt. Unser System-Herausgeber der Fahrplanauskunft sieht diesen PDF-Service nicht mehr als vorrangiges Geschäftsmodell und entwickelt diese Produkte nicht mehr weiter. Auch Korrekturen von Fehlern und die berechtigt von unseren Kunden gewünschten Verbesserungen in der Bedienung und zur inhaltlichen Darstellung können leider kaum mehr umgesetzt werden. Spätestens zum Jahresende 2020 hätten wir diesen Service ohnehin abschalten müssen, da es aufgrund der fehlenden Weiterentwicklungsmöglichkeit nicht ohne Weiteres und insbesondere nicht ohne nennenswerte finanzielle Belastungen möglich ist, den Service anzubieten:

Also wenn Hacon sich nicht mehr in der Lage sieht auf Basis der vorhandenen Fahrplandaten Fahrplantabellen zu erstellen dann sollten sich die Verbünde und Verkehrsuntermens vielleicht an unabhängige Datendienstleister wenden, die sowas können.

Hier ist es einer:

[leitstreifen.com]

Lobenswert finde ich übrigens die Seite der DB kursbuch.bahn.de wo man durch umfangreiche Filter und Suchmöglichkeiten zur gewünschten Tabelle kommt.
Solche Tabellen werden auch betrieblich ohnehin benötigt. Warum also sie nicht auch den Kunden bereitstellen?

*******
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Re: BVG Atlas Berlin
12.12.2020 11:16
Zitat
Harald Tschirner
Zitat
GraphXBerlin
Ich frage mich bei all der Kritik (bzgl. der Taktzeiten) ernsthaft wer den Atlas eigentlich wirklich nutzt. Ich bin ja etwas überrascht, daß er überhaupt noch gedruckt wird.
Erinnert mich ein wenig an das Telefonbuch welches immer dünner und weniger wird. Bzgl. der Taktzeiten: Sind die wirklich wichtig hinsichtlich, daß sie innerhalb des Jahres dann doch nicht mehr aktuell sind?

Klar, weil ihn keiner nutzt, ist er ja auch schon ausverkauft! *kopfschüttel*

Zwischen nutzen und kaufen ist ein meilenweiter Unterschied.
Die meisten haben diesen Atlas glaube ich wirklich als Lektüre und 'mal was nachgucken', sozusagen als Sammler- und nicht als Fahrgastinformationsstück. Selbst mit den Faltplänen vom Regionalverkehr geht es immer mehr in diese Richtung.
Was ist denn der Unterschied zwischen Nachgucken und Nutzen? :-D
Re: BVG Atlas Berlin
12.12.2020 18:09
Nachgucken kannst Du z.B. wieviel Seiten das eine Fahrplanbuch mehr hat als das anderes. Vom Nutzen im Sinne eines Fahrplanbuches kann da wohl keine Rede sein. Nutzen könntest Du es z.B. indem Du erforschst, wann der nächste Bus von Deiner Lieblingshaltestelle losfährt. Wobei es dafür heutzutage zig einfachere, schnellere und vor allem zuverlässigere Methoden gibt.

Gruß
Micha

Warum sollte ich nachgucken, wie viele Seiten der Atlas hat? Dafür müsste ich den nicht mal zwangsläufig kaufen.

Wenn ich irgendwohin will, wo ich nicht jede Woche bin und dann nachgucke, welche Linien in der Nähe meines Zieles verkehren, ist das also keine Nutzung?
Eine mögliche Nutzung wäre nachzusehen, wie generell das Angebot in einem Ortsteil ist. Ich will den mal besuchen und möchte wissen, wann es sich am ehesten anbietet. Wann da am häufigsten was fährt. Oder wann überhaupt. Ich sehe, welche Linien da fahren. Und dann, wie häufig. Und zu welchen Zeiten. Um das heraus zu bekommen, muss ich im Netz länger stöbern. Muss mir Abfahrtzeiten einer Haltestelle zu verschiedenen Zeiten heraussuchen. Mir bleibt zwar der Aufruf des entsprechenden Linien-PDFs auf der BVG-Seite, aber besonders angenehm finde ich das nicht.

Ganz generell muss auch bedacht werden, dass permanenter Traffic auf allen möglichen Servern auch Energie kostet und die Umwelt nicht kalt lässt.

****
Serviervorschlag
Re: BVG Atlas Berlin
12.12.2020 19:39
Zitat
PassusDuriusculus
Warum sollte ich nachgucken, wie viele Seiten der Atlas hat?

Ich habe doch nur Beispiele für Nachgucken und Nutzen bringen wollen. Und wohl nicht gänzlich verbergen können, dass beides für mich im Zusammenhang mit Fahrplanbüchern nicht mehr sinnvoll ist. Aber wenn Du darin für Dich einen Nutzen siehst und deshalb gerne reinguckts - warum nicht.

@Philipp Borchert: Auch das Pflanzen, Hegen und Fällen von Bäumen, ihre Verarbeitung zu Papier, das Drucken und der Transport der Bücher und ihr Verkauf kosten Energie.

Gruß
Micha

Zitat
Harald Tschirner
Zitat
PassusDuriusculus
Die detaillierten Taktinformationen lassen sich ja immerhin auf ser BVG-Seite runterladen.

Der HVV schafft es aber, für alle Linien pdf-Dateien online zu stellen: [www.fahrplanbuch.de]

Außerdem gibt es auch noch gedruckte Fahrplanbücher!

Die Homepage ist aber nicht vom HVV, sondern eine Unterseite/Nebenprodukt des Fahrplanprogramm NimmBus. ;)

Mfg

Sascha Behn
Zitat
Micha
@Philipp Borchert: Auch das Pflanzen, Hegen und Fällen von Bäumen, ihre Verarbeitung zu Papier, das Drucken und der Transport der Bücher und ihr Verkauf kosten Energie.

Ich habe in meinem Beispiel zuerst "auch" geschrieben. Das ist mir alles sehr wohl bewusst.

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Serviervorschlag
Zitat
Micha
Zitat
PassusDuriusculus
Warum sollte ich nachgucken, wie viele Seiten der Atlas hat?

Ich habe doch nur Beispiele für Nachgucken und Nutzen bringen wollen. Und wohl nicht gänzlich verbergen können, dass beides für mich im Zusammenhang mit Fahrplanbüchern nicht mehr sinnvoll ist. Aber wenn Du darin für Dich einen Nutzen siehst und deshalb gerne reinguckts - warum nicht.

@Philipp Borchert: Auch das Pflanzen, Hegen und Fällen von Bäumen, ihre Verarbeitung zu Papier, das Drucken und der Transport der Bücher und ihr Verkauf kosten Energie.

Gruß
Micha

Mit meiner provokativen Frage, wollte ich nur darauf hinaus, dass die Leute,.die den Atlas kaufen sicherlich einen Nutzen daran finden.
Zitat
Harald Tschirner
Zitat
GraphXBerlin
Ich frage mich bei all der Kritik (bzgl. der Taktzeiten) ernsthaft wer den Atlas eigentlich wirklich nutzt. Ich bin ja etwas überrascht, daß er überhaupt noch gedruckt wird.
Erinnert mich ein wenig an das Telefonbuch welches immer dünner und weniger wird. Bzgl. der Taktzeiten: Sind die wirklich wichtig hinsichtlich, daß sie innerhalb des Jahres dann doch nicht mehr aktuell sind?

Klar, weil ihn keiner nutzt, ist er ja auch schon ausverkauft! *kopfschüttel*
Warum schüttelst Du den Kopf? Wie viele Nahverkehrsinteressierte kaufen sich den Atlas als Sammelobjekt und wie viele Fahrgäste als Information? Und wie hoch ist die Auflage? Zu Zeiten der Digitalisierung (die ja einen großen Aufschrei genießt wenn sie nicht funktioniert) frage ich mich wer den Atlas wirklich nutzt? Ich habe eher den Verdacht, daß er eher für viele vermutlich Ältere als aktuellster Stadtplan herhält der auch den Nahverkehr darstellt. Ansonsten kennt doch jeder Pendler seine Linien. Ich vermute mal, daß der Atlas in wenigen Jahren eingestellt wird. Bei der DB gibt es ja auch schon seit Jahren kein Kursbuch mehr.
Was die Leute mit dem Atlas machen, nachdem sie ihn gekauft haben, kann der BVG eigentlich egal sein - solange die Bilanz stimmt. Für die Kundeninformation vor Ort müssen die Karten ohnehin erstellt und aktuell gehalten werden. Von den Versuchen der letzten beiden Ausgaben abgesehen ist das grundsätzliche Konstrukt ein gemachtes Kind der späten 1990er und bedarf (vermutlich) keiner allzu großen Bearbeitung. Insofern wird das für die BVG kein großer Kraftakt sein, den Atlas zu erstellen. Dann können sie mit ihm Geld verdienen, ich nehme mal an, dass letzteres gar nicht so schlecht läuft. Eigentlich sogar gut genug, dass man jetzt die drei Euro im Preis runter gehen konnte. Man kann es auch als Souvenir sehen. Was die BVG sonst so im Shop hat, ist auch nicht 'notwendig'.

Zitat
GraphXBerlin
Ansonsten kennt doch jeder Pendler seine Linien.

Aber eben auch nur der und auch nur 'seine' Linien. Was spricht dagegen den Leuten klar zu machen, was es für Angebote jenseits des Arbeitsweges gibt?

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Serviervorschlag
Re: BVG Atlas Berlin
13.12.2020 04:09
Zitat
Philipp Borchert
Insofern wird das für die BVG kein großer Kraftakt sein, den Atlas zu erstellen. Dann können sie mit ihm Geld verdienen, ich nehme mal an, dass letzteres gar nicht so schlecht läuft. Eigentlich sogar gut genug, dass man jetzt die drei Euro im Preis runter gehen konnte. Man kann es auch als Souvenir sehen.

Ohne jetzt den Atlas in Frage stellen zu wollen, denke ich schon, dass die Erarbeitung schon ein großer Kraftakt ist. Etliche Details deuten darauf hin, dass hier noch viel "Handarbeit" am Computer drin steckt. Es wird zwar schon ein gewisser Teil automatisch aus Geodaten generiert werden können bzw. aus der ursprünglichen Digitalisierung vorliegen und nicht regelmäßig aktualisiert werden. Angesichts der großen Informationsdichte dürften dabei aber viele händische Eingriffe erforderlich sein, z.B. wenn neue Liniennummern, Haltestellen oder Aufzugssymbole ergänzt werden.

Zumindest bei den weniger prominenten Gebäuden scheint man nicht so viel Wert auf Aktualität zu legen. Von den drei Botschaften, in denen ich 2010-2012 mal war, ist keine an der korrekten aktuellen Adresse angegeben. Die von Bangladesch ist dort angegeben, wo sie 2011 war, allerdings wurde das Gebäude 2016 abgerissen und die Botschaft ist ein paar hundert Meter weitergezogen. Die von Nepal ist zwar in der richtigen Straße dargestellt, aber ein paar hundert Meter vom 2012 und heute korrekten Standort entfernt, die des Irak liegt 2-3 km vom angegebenen Standort entfernt. Auch bei mehreren Schulen in Friedrichsfelde passen die Angaben nicht zu den Informationen, die ich letztes Jahr vom Bezirksamt für eine Planung erhalten habe. Alles für sich nicht schlimm, aber wenn man so etwas schon darstellt, sollte es auch passen.

Ich denke (und fürchte aus ästhetischen Gründen), dass man langfristig eher auf openstreetmap-basierte Angebote ausweichen wird. Auf der VBB-Seite ist es ja schon so, auf öpnvkarte.de ist zu sehen, dass es von der Funktionalität halbwegs klappt, ein Liniennetz in eine Onlinekarte zu integrieren, andere Openstreetmap-Viewer zeigen, dass dies auch ästhetisch geht, aber es wäre dennoch ein Stück weit vom heutigen Atlas entfernt.
Hmmm also ich kann verstehen, wenn Bücher und Zeitungen mehr und mehr auf digitalem Wege verbreitet werden und irgendwann Druckausgaben durch digitale Ausgaben ersetzt werden. Aber trotzdem wollen die Menschen den Inhalt doch weiter nutzen (Artikel, Romane, Sachbücher) lesen.

Genauso erwarte ich das von echten Karten (google maps ist das z.B. nicht). Bevor der BVG-Druckatlas eingestellt wird, hätte ich gerne eine App.

Selbiges gilt auch für Fahrplantabellen. Die gibts ja schon lange nicht mehr gedruckt. Aber die Information hätte ich trotzdem gerne. Egal ob in Papierform, digitaler Form oder als scifi-Chip, den ich mir ins Gehirn pflanzen kann und der mir die aktuellsten Fahrplantabellen in mein inneres Auge projeziert.
Weitere Analogie:
Warum gibt es überhaupt noch Fotokameras, wenn doch eh alle ihr Smartphone nutzen?

Genauso, wie heutzutage auch jungen Leuten eine Smartphonekamera nicht für alle Fotos ausreicht,

reichen googlemaps oder VBB-App nicht allen (auch jungen) Leuten aus und es braucht richtiges Kartenmaterial und richtige Fahrplantabellen.
Re: BVG Atlas Berlin
13.12.2020 09:11
Zitat
PassusDuriusculus
Weitere Analogie:
Warum gibt es überhaupt noch Fotokameras, wenn doch eh alle ihr Smartphone nutzen?

Genauso, wie heutzutage auch jungen Leuten eine Smartphonekamera nicht für alle Fotos ausreicht,

reichen googlemaps oder VBB-App nicht allen (auch jungen) Leuten aus und es braucht richtiges Kartenmaterial und richtige Fahrplantabellen.

Richtig, Smartphones machen dauerhaft kein Spass zum Fotos machen. Eine richtige Digicam liegt viel besser und bequemer in der Hand.
Der Atlas für einige bestimmt auch.
Re: BVG Atlas Berlin
13.12.2020 09:47
Zitat
PassusDuriusculus
Weitere Analogie:
Warum gibt es überhaupt noch Fotokameras, wenn doch eh alle ihr Smartphone nutzen?

Welches Unternehmen ist denn verpflichtet, Kameras herzustellen?

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: U4 verlängern - jetzt!
Re: BVG Atlas Berlin
13.12.2020 11:40
Zitat
PassusDuriusculus
Weitere Analogie:
Warum gibt es überhaupt noch Fotokameras, wenn doch eh alle ihr Smartphone nutzen?

Genauso, wie heutzutage auch jungen Leuten eine Smartphonekamera nicht für alle Fotos ausreicht.

Eine schnelle Suche bestätigte mein Gefühl, dass der Absatz von Digitalcameras in Deutschland stark rückläufig ist, bei den Kompaktkameras ist der Trend wohl noch stärker, diese Statistik gebührenfrei aber nur zu erahnen.

(Und sich positiv auf Instagramer:innen zu beziehen, findet sicher nicht so viele Freunde hier im Forum ;-)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.12.2020 11:57 von eiterfugel.
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