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Grundhafte Instandsetzung der U-Bahnlinie U6 von Alt-Tegel bis Kurt-Schumacher-Platz
geschrieben von krickstadt 
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Lopi2000
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M48er
Nein, es ist keine Bündelung, sondern man ist in die Baumaßnahme hereingestolpert, weil eine Brücke baufällig war, aber die Gesamtbauleistung noch nicht Mal vergeben war.

Das ändert aber nichts daran, dass die Gesamtbauleistung für mehrere km Strecke von vornherein in einem Rutsch geplant war und eben nicht hier mal eine Brücke und dort mal eine Bahnsteigkante. Der Umstand, dass jahrzehntelang bundesweit lieber die monetäre Schuldenbremse eingehalten wurde als die Bestandsinfrastruktur auskömmlich zu finanzieren, führte halt auf der Strecke wie vielerorts zu einer weiteren "Überraschung", die ich aber weniger der BVG als der politischen Gesamtsituation anlasten würde.

Das ist so einfach nicht richtig. Es ist sehr wohl (ausschließlich) der BVG anzulasten. Über die Grundinstandsetzung des U-Bahnnetzes reden wir jetzt schon länger als eine Dekade. Die Notwendigkeit dafür hatte die Politik bereits unter R2G erkannt und eingeleitet. Nach 2009 standen auch finanzielle Mittel aus den einbehaltenen S-Bahn-Geldern zur Verfügung. Das Aufstellen und Durchführen der Projekte lag und liegt aber vollständig im Verantwortungsbereich der BVG und da war es insbesondere eine herzlich bekannte Dame, die zwar sehr gut darin war der Politik (endlich) Geld für viele Themen aus den Rippen zu leiern, aber zugleich dem Dogma der schwarzen Null folgend, auch viele Investitionen verschoben hat. Die U6-Sanierung wanderte mehrfach nach hinten, zeitweise drohte sogar eine dreifache Parallelität von U6, S25 und A111. Aber jegliche Abstimmungen, die dazu getroffen wurden, sind hinfällig und alle drei Projekte sind zeitlich nach hinten gewandert.

Ein anderes großes Thema ist das Bauwerk X am Gleisdreieck (U1+U3). Auch das hätte längst angegangen werden sollen und trotz immer schlechter werdendem Zustand wurde die Umsetzung immer wieder verzögert.

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Lopi2000
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Alba Coach
Dann soll die BVG halt die Schuldigen auch benennen. Dies ist was der Bürger erwartet. Wowereit war halt, anders als wie viele glauben, ein ganz schlechter Bürgermeister.

Ja, der ist natürlich im luftleeren Raum mit gut gefüllten Kassen und ohne jegliche finanzielle oder infrastrukturelle Ausgangslage ins Amt gestartet.

Nö, der musste ausbaden, was ihm Kohl, Diepgen und Landowsky mit von morgen auf vorgestern gestrichener Berlin-Förderung, einer durch bewusste Fehlhandlungen des Konzernvorstands in die Insolvenz getriebenen Landesbank - Grundidee einer Landesbank ist eigentlich u. a. genau die Finanzierung öffentlicher Infrastruktur - etc. hinterlassen haben. Die "Maastricht-Kriterien" zur Staatsverschuldung und die Bundes-Schuldenbremse ließen ihm da auch nicht so wirklich große Spielräume...

Was aber bei der U6-Sanierung hier im Forum gerne übersehen wird: Selbstverständlich können bei Sanierung 70 Jahre alter Anlagen immer wieder unschöne Überraschungen auftreten, weil z. B. in 1956 bei Baudokumentation und Abnahme evtl. nicht ganz so akkurat wie notwendig vorgegangen wurde oder sich diese Mängel schlicht an nicht zerstörungsfrei prüfbaren Stellen befinden. Und dann haben wir auch noch eine DB und eine Autobahn GmbH die seit 2023 mit ihren großzügigen Sanierungsprogrammen exakt den Markt jener Gewerke leerfischen, die auch für dieses Projekt entscheidend sind.

Viele Grüße
Arnd
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