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24 Stunden Warnstreik BVG am 9.10.20
geschrieben von BuchholzerJung 
Es geht weiter:
Ab Freitag früh 3.00Uhr bis Sonnabend früh 3.00Uhr.

[bb.verdi.de]
Angesichts der Tatsache, das es den Anschlag auf die Kabeltrasse am Ostkreuz gab und sich die Reparaturen hinziehen, müsste dieser Streik gerichtlich verboten werden....oder verschoben.
Das kann s echt nicht sein sowas ständig auf dem Rücken der schwächsten Verkehrsteilnehmer auszutragen, während sich die oberen darüber kaputtlachen. :(
Zitat
BobV
Angesichts der Tatsache, das es den Anschlag auf die Kabeltrasse am Ostkreuz gab und sich die Reparaturen hinziehen, müsste dieser Streik gerichtlich verboten werden....oder verschoben.

Warum sollten die Arbeitnehmerrechte durch externe Umstände eingeschränkt werden? Es steht den Arbeitgebern nach vor frei, durch ein entsprechendes Angebot den Warnstreik abzuwenden.
Zitat
BobV
Angesichts der Tatsache, das es den Anschlag auf die Kabeltrasse am Ostkreuz gab und sich die Reparaturen hinziehen, müsste dieser Streik gerichtlich verboten werden....oder verschoben.
Das kann s echt nicht sein sowas ständig auf dem Rücken der schwächsten Verkehrsteilnehmer auszutragen, während sich die oberen darüber kaputtlachen. :(

Das Zynische dabei: der Anschlag wurde ja aller Wahrscheinlichkeit nach von jenen verübt, die von sich behaupten, die Schwächsten zu verteidigen.

Die Arbeitgeberseite hat übrigens jetzt die einmalige Gelegenheit zu zeigen, wie wichtig ihr zwei Standard-Sonntagsreden-Ankündigungen sind:

1. "In Corona haben wir gesehen, wer wirklich systemrelevenant ist."
2. Die Verkehrswende - immerhin gibt es deutschlandweit einen Mangel an Straßenbahn- und Busfahrer/innen, der sicher durch schlechte Arbeitsbedingungen verbunden mit einem mäßigen Gehalt nicht behoben wird.
Zitat
BobV
Angesichts der Tatsache, das es den Anschlag auf die Kabeltrasse am Ostkreuz gab und sich die Reparaturen hinziehen, müsste dieser Streik gerichtlich verboten werden....oder verschoben.
Das kann s echt nicht sein sowas ständig auf dem Rücken der schwächsten Verkehrsteilnehmer auszutragen, während sich die oberen darüber kaputtlachen. :(

Der SEV wird ja fahren, also sehe ich hier nicht wirklich ein Problem.
Verdi wird vermutlich wieder große Krokodilstränen für die armen Fahrgäste bereithalten. Aber den Streik auf den deutlich länger angekündigten Tag der Räumung der Liebigstraße 34 zu setzen, an dem schwere Ausschreitungen der linksradikalen Szene erwartet werden, zeigt eindeutig, dass das nur geheuchelt ist. Natürlich lassen sich da noch ganz andere Unterstellungen treffen. Von links: Verdi behindert die Anreise und Agilität der Unterstützer. Von rechts: Verdi behindert durch den zu erwartenden Mehrverkehr die Arbeit der Polizei.

Bisher kann auch noch keiner vorhersehen, ob es nicht noch einen weiteren Anschlag auf die Bahnanlagen gibt, die denn S-Bahn und/oder Regionalvekehr erneut lahmlegen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Ich bleibe dabei: Jeder weiß, dass die Kommunen derzeit besonders knapp bei Kasse sind. Die ÖPNV-Mitarbeiter hingegen dürften zu den Berufsgruppen gehören, die in der Krise keine wirtschaftlichen Probleme gehabt haben und auch künftig keine befürchten brauchen. Auch wenn die Arbeit nicht so entlohnt wird wie sich das manch einer vorstellt und aufgrund der Arbeitsbedingungen nicht der allerbequemste.

Ich bin der Meinung, dies sollte seitens der Arbeitnehmer und der Gewerkschaften auch respektiert werden. Es bringt ja auch nicht so viel, wenn die Bedingungen deutlich verbessert werden. Dann fehlen eben anderen Unternehmen die Leute. Okay, dann müssen auch die bessere Bedingungen für die Arbeit bei ihnen schaffen. Und spätestens dann wird sich die bessere Bezahlung auf die Endverbraucherpreise auswirken und dann muss der Tanz um das Geld ja wieder von vorn los gehen...und wenn man weiterhin mit so kurzen Laufzeiten arbeitet, wird eben alle zwei Jahre kräftig gestreikt...ich finde, das alles zu kurz gedacht.

****
Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.




2 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.10.2020 17:10 von Philipp Borchert.
Es geht um die wöchentliche Arbeitszeit, die direkte Auswirkungen auf die möglichen Turnusmodelle hat.
Im Moment ist zum Beispiel im Straßenbahnfahrdienst der 6/2-Turnus Standard, bei dem ein Wechsel von spät nach früh stattfindet. Beispielsweise fängt man Samstag mit einem Nachtdienst (in etwa im Zeitfenster 20-5 Uhr) an, hat dann am Donnerstag einen Tagesdienst (ca. 11-20 Uhr), im Anschluss zwei Tage frei, dann am Sonntag wieder einen Tagesdienst nach sechs Tagen am Freitag einen Frühdienst (ca. 3:30-12:30). Zwischen den Diensten ergeben sich dann Ruhezeiten von ca. 11-12 Stunden, die man für den Arbeitsweg, den wohlgeplanten Einkauf, die Nahrungsaufnahme und den Schlaf benötigt. Innerhalb der sechs Arbeitstage findet also quasi keine Freizeit statt.
Mit einer geringeren wöchentlichen Arbeitszeit (wie sie gefordert wird) könnte man beispielsweise einen 4/2-Turnus anbieten, der dem Fahrpersonal mehr Ausgleichszeit zur physisch anstrengenden Arbeit ermöglichen würde.

Will man lieber in einer Bahn mit unausgeschlafenem Personal sitzen oder gar vor ihr die Gleise queren oder möchte man leistungsfähige Menschen, die ihrer Arbeit nach Möglichkeit sogar bis zur Rente nachgehen können?

Zugegeben, der Zeitpunkt für einen Streik ist denkbar schlecht - aber das ist er irgendwie immer.
Streik ist ein wichtiges Recht, wovon systembedingt leider einige Berufsgruppen keinen Gebrauch machen können. In sofern schaue ich mit Neid auf die gute gewerkschaftliche Aufstellung.
Zitat
Philipp Borchert
Ich bleibe dabei: Jeder weiß, dass die Kommunen derzeit besonders knapp bei Kasse sind. Die ÖPNV-Mitarbeiter hingegen dürften zu den Berufsgruppen gehören, die in der Krise keine wirtschaftlichen Probleme gehabt haben und auch künftig keine befürchten brauchen. Auch wenn die Arbeit nicht so entlohnt wird wie sich das manch einer vorstellt und aufgrund der Arbeitsbedingungen nicht der allerbequemste.

Ich bin der Meinung, dies sollte seitens der Arbeitnehmer und der Gewerkschaften auch respektiert werden. Es bringt ja auch nicht so viel, wenn die Bedingungen deutlich verbessert werden. Dann fehlen eben anderen Unternehmen die Leute. Okay, dann müssen auch die bessere Bedingungen für die Arbeit bei ihnen schaffen. Und spätestens dann wird sich die bessere Bezahlung auf die Endverbraucherpreise auswirken und dann muss der Tanz um das Geld ja wieder von vorn los gehen...und wenn man weiterhin mit so kurzen Laufzeiten arbeitet, wird eben alle zwei Jahre kräftig gestreikt...ich finde, das alles zu kurz gedacht.

Diese Diskussion führen wir bei jedem Streik mit stets den selben Argumenten und Ergebnis.
Wenn in anderen Branchen für höhere Löhne gestreikt wird,
wirkt sich das irgendwann ebenso auf die Endverbraucherpreise aus, egal ob DB,Einzelhandel, Pflegedienste,Metaller oder Chemie...

T6JP
Mal sehen was die Pandemie Freitag macht, das geht ja jetzt bedenklich schnell.
Den Termin zusammen mit der überfälligen Räumung zu legen ist geistlos, Friedrichshain wird vermutlich abgeriegelt.
Unverantwortlich, sorry.
Die Systemrelevanz des Verkehrs ist nun Mal da.

Im Wasserwerk oder Elektrizitätswerk arbeiten auch bei Streik Leute.

Warum für die arbeitende Bevölkerung, für Schüler etc. aber nicht gesetzlich ein Notangebot des ÖPNV festgeschrieben ist, ist ein Unding. DAS ist das Problem.
Zitat
TomB
Die Systemrelevanz des Verkehrs ist nun Mal da.

Wenn man Jobs für so systemrelevant hält, dass nicht gestreikt werden darf, muss man die Beschäftigten halt verbeamten. Da man dies aber nicht tut bzw. der Trend eher davon weg geht, scheint die Systemrelevanz nicht so hoch eingeschätzt zu werden.

Alternativ könnte man mit den Gewerkschaften Notdienstvereinbarungen schließen, aber das ist eher üblich bei Einrichtungen, bei denen es akut um Leben und Tod geht oder bei denen durch einen halbwegs spontanen Streik größere Schäden entstehen würden, weil z.B. Stahl- oder Kraftwerke nicht einfach Pausentasten haben.
Zitat
TomB
Die Systemrelevanz des Verkehrs ist nun Mal da.

Im Wasserwerk oder Elektrizitätswerk arbeiten auch bei Streik Leute.

Warum für die arbeitende Bevölkerung, für Schüler etc. aber nicht gesetzlich ein Notangebot des ÖPNV festgeschrieben ist, ist ein Unding. DAS ist das Problem.

Dafür gibt es ja eigentlich das Mittel der Notdienstvereinbarung. Es wird nur schlichtweg nicht, bzw. nicht dafür genutzt. Bei der BVG wird z.B. die Besetzung der Leitstellen auf diese Weise geregelt und natürlich ließe sich da auch ein Notbetrieb festschreiben. Im letzten Jahr erklärte die BVG-Pressesprecherin dagegen gar kackfrech, die getroffenen Vereinbarungen würden für Warnstreiks nicht gelten. Das ist schon ziemlich absurd.

@samm: 4/2 geht auch mit 39 Wochenstunden. Irgendwo beißt sich natürlich die Katze in den Schwanz, wenn man zugleich kurze Dienste haben möchte. ;)

Ich fand es auch immer wieder herzallerliebst um 20:15 Uhr Feierabend zu haben und um 6:45 Uhr wieder auf der Matte stehen zu dürfen. Ganz legal gemäß Arbeitszeitgesetz, denn die Ruhezeit von 11h darf auf 10h reduziert werden, wenn sie innerhalb eines Monats genauso oft mindestens 12h beträgt.

--- Signatur ---
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Zitat
Lopi2000
Wenn man Jobs für so systemrelevant hält, dass nicht gestreikt werden darf, muss man die Beschäftigten halt verbeamten.

Sind denn in Krankenhäusern, bei den Wasser- oder Elektrizitätswerken, bei Versorgern generell irgendwelche Leute verbeamtet?

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Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.
Zitat
T6Jagdpilot
Zitat
Philipp Borchert
Ich bleibe dabei: Jeder weiß, dass die Kommunen derzeit besonders knapp bei Kasse sind. Die ÖPNV-Mitarbeiter hingegen dürften zu den Berufsgruppen gehören, die in der Krise keine wirtschaftlichen Probleme gehabt haben und auch künftig keine befürchten brauchen. Auch wenn die Arbeit nicht so entlohnt wird wie sich das manch einer vorstellt und aufgrund der Arbeitsbedingungen nicht der allerbequemste.

Ich bin der Meinung, dies sollte seitens der Arbeitnehmer und der Gewerkschaften auch respektiert werden. Es bringt ja auch nicht so viel, wenn die Bedingungen deutlich verbessert werden. Dann fehlen eben anderen Unternehmen die Leute. Okay, dann müssen auch die bessere Bedingungen für die Arbeit bei ihnen schaffen. Und spätestens dann wird sich die bessere Bezahlung auf die Endverbraucherpreise auswirken und dann muss der Tanz um das Geld ja wieder von vorn los gehen...und wenn man weiterhin mit so kurzen Laufzeiten arbeitet, wird eben alle zwei Jahre kräftig gestreikt...ich finde, das alles zu kurz gedacht.

Diese Diskussion führen wir bei jedem Streik mit stets den selben Argumenten und Ergebnis.
Wenn in anderen Branchen für höhere Löhne gestreikt wird,
wirkt sich das irgendwann ebenso auf die Endverbraucherpreise aus, egal ob DB,Einzelhandel, Pflegedienste,Metaller oder Chemie...

T6JP

Ja, erst Streiken, wie jedes mal und dann sich beschweren, das alles Teurer wird.
Wir Ossis wissen das, weil in Stabi aufgepasst. Die Wessis lernen es nie. Hatten ja auch kein Stabi. Ironie enthalten.

GLG.................Tramy1
Zitat
Tramy1
Ironie enthalten.

In Deinem Text? Ich kann in Deinem Text keine Ironie finden.

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Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Tramy1
Ironie enthalten.

In Deinem Text? Ich kann in Deinem Text keine Ironie finden.

Das ist vermutlich der Teil, in dem er in Stabi aufgepaßt hat. Damit stünde er ziemlich alleine da.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Ich glaube der Rückhalt in der Bevölkerung wird dadurch schwinden, in Zeiten von Kurzarbeit.

Was der Streik aber mit der Räumung der Liebigstr.zu tun haben soll ist mir schleierhaft.

Wenn die Polizei Tabularasa macht, wird die Frankfurter Allee auch dicht gemacht. Mehrverkehr hin oder her.
Es ist unglaublich, dass deutschlandweit solche Streiks ziemlich dicht hintereinander folgen.
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