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ICE/IC Abstellanlage auf dem ehemaligen Gbf. Schönholz
geschrieben von BuchholzerJung 
Zitat
Jay
(...)

Darauf zu warten, dass Wollankstraße fertig wird, wäre ziemlich fatal. Vielmehr wäre es sinnvoll unter Deckung von Sperrungen für Wollankstraße zu arbeiten und den notwendigen Softwarewechsel für die Aufhebung des Bauzustandes zu nutzen, um die Gleise in Betrieb zu nehmen.

Fazit also: Mit einer zeitnahen Umsetzung ist nicht zu rechnen.

Es ist schlicht nicht beherrschbar, wenn auf einer Baustelle zwei verschiedene Firmen herumtanzen. Also muss es (wenn gewünscht) in einem Paket gebündelt werden. Aber vermutlich gab es bei Baubeginn Wollankstraße noch kein Baurecht für die Abstellgleise.
Natürlich zwischen den Gleisen, aber es ist ja doch auf Höhe des Güterbahnhofes. Das hatte ich damit gemeint.
Zitat
Heidekraut
Ich hab mal gestöbert und diese alte Anfrage ans Parlament aus dem Jahre 2020 gefunden. Danach hinken alle Unternehmungen zur Errichtung der Anlage in Schönholz gewaltig den damaligen Prognosen hinterher.

Pardok.parlament-berlin

Interessanterweise ist dort auch von einer neuen Abstellanlage der S-Bahn in Schönholz, also auf dem Gebiet des Güterbahnhofes, die Rede:

Was ist daraus geworden?

Haben sich solche dezentralen Aufstellgleise, die nur schwer und personalaufwändig zu bewachen sind, angesichts des ab 2023 geplante Neubaus von zwei größeren Aufstell- und Wartungshallen auf dem Nordbahnhof-Gelände (siehe [www.bahninfo-forum.de]) für 10 bis 16 Voll-Züge nicht erledigt?

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Zitat
Heidekraut
Ich hab mal gestöbert und diese alte Anfrage ans Parlament aus dem Jahre 2020 gefunden. Danach hinken alle Unternehmungen zur Errichtung der Anlage in Schönholz gewaltig den damaligen Prognosen hinterher.

Pardok.parlament-berlin

Interessanterweise ist dort auch von einer neuen Abstellanlage der S-Bahn in Schönholz, also auf dem Gebiet des Güterbahnhofes, die Rede:

Was ist daraus geworden?

Haben sich solche dezentralen Aufstellgleise, die nur schwer und personalaufwändig zu bewachen sind, angesichts des ab 2023 geplante Neubaus von zwei größeren Aufstell- und Wartungshallen auf dem Nordbahnhof-Gelände (siehe [www.bahninfo-forum.de]) für 10 bis 16 Voll-Züge nicht erledigt?

Eine Kehr- und Abstellanlage Schönholz hätte auch erhebliche betriebliche Vorteile im Bau- und Störungsfall, insbesondere solange die S25 eingleisig ist und nicht für die Ableitung von Zügen der S1 / S85 taugt. Nahezu jede Baustelle führt momentan zu ganz langen 20-Minuten-Takten ab Bornholmer Straße oft bis Frohnau. Daher ist dies Projekt nicht durch die Abstellanlagen Nordbahnhof ersetzbar.

Natürlich führen aber die hohen Kostensteigerungen und gleichzeitig geringeren Haushaltsmittel dazu, dass man auch mal etwas zeitlich neu priorisieren muss.
Zitat
M48er
Zitat
der weiße bim
Zitat
Heidekraut
Ich hab mal gestöbert und diese alte Anfrage ans Parlament aus dem Jahre 2020 gefunden. Danach hinken alle Unternehmungen zur Errichtung der Anlage in Schönholz gewaltig den damaligen Prognosen hinterher.

Pardok.parlament-berlin

Interessanterweise ist dort auch von einer neuen Abstellanlage der S-Bahn in Schönholz, also auf dem Gebiet des Güterbahnhofes, die Rede:

Was ist daraus geworden?

Haben sich solche dezentralen Aufstellgleise, die nur schwer und personalaufwändig zu bewachen sind, angesichts des ab 2023 geplante Neubaus von zwei größeren Aufstell- und Wartungshallen auf dem Nordbahnhof-Gelände (siehe [www.bahninfo-forum.de]) für 10 bis 16 Voll-Züge nicht erledigt?

Eine Kehr- und Abstellanlage Schönholz hätte auch erhebliche betriebliche Vorteile im Bau- und Störungsfall, insbesondere solange die S25 eingleisig ist und nicht für die Ableitung von Zügen der S1 / S85 taugt. Nahezu jede Baustelle führt momentan zu ganz langen 20-Minuten-Takten ab Bornholmer Straße oft bis Frohnau. Daher ist dies Projekt nicht durch die Abstellanlagen Nordbahnhof ersetzbar.

Natürlich führen aber die hohen Kostensteigerungen und gleichzeitig geringeren Haushaltsmittel dazu, dass man auch mal etwas zeitlich neu priorisieren muss.

Gab es dort schon mal eine Kehr-/Aufstellanlage? Die Gleise liegen südlich von Schönholz auf ca. 250 m so weit auseinander wie im Bahnhofsbereich. Eine Aufstellanlage an diesem Standort sieht von oben betrachtet erstmal mit geringem Aufwand realisbar aus.

An der EÜ Grüntaler Str. weisen die alten Widerlager auch noch auf eine weitere Gleisachse hin. Da wäre eine eingleisige Kehranlage doch auch ganz praktisch. [maps.app.goo.gl]
Auf der jetzt leeren Gleisachse verlief früher mal das stadteinwärts führende S-Bahngleis. Da ist ja alles komplett umgebaut worden. Die Brücke wurde erst vor ein paar Jahren ausgehoben. Da kommt jetzt die Schallschutzwand hin.

Ist diese Brücke nicht sogar der letzte Rest der ursprünglichen Führung der Stettiner Bahn zum ehemaligen Stettiner Bahnhof, bevor diese Richtung Gesundbrunnen verlegt wurde?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.06.2026 11:30 von DerMichael.
Zitat
DerMichael
Auf der jetzt leeren Gleisachse verlief früher mal das stadteinwärts führende S-Bahngleis. Da ist ja alles komplett umgebaut worden. Die Brücke wurde erst vor ein paar Jahren ausgehoben. Da kommt jetzt die Schallschutzwand hin.

Ist diese Brücke nicht sogar der letzte Rest der ursprünglichen Führung der Stettiner Bahn zum ehemaligen Stettiner Bahnhof, bevor diese Richtung Gesundbrunnen verlegt wurde?

Die Stettiner Bahn führte doch gar nicht über Schönholz, oder war das damals anders?

EDIT: Die Rede war von der Brücke an der Grüntaler Straße nördlich des Bhf. Bornholmer Straße. Lesekompetenz meinerseits war kurzzeitg nicht vorhanden, mea culpa.

Ist hier links im Bild von Stellwerke.info die besagte Brücke zu sehen? [stellwerke.info]

EDIT 2: Auch quatsch, die Linke führt das stadtauswärtige Gleis plus ein Fernbahngleis, die rechte das andere Fernbahngleis. Hatte im Gefühl das so mal gesehen zu haben und wurde auf DSO fündig.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.06.2026 20:14 von Slighter.
nix.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.06.2026 19:51 von Slighter.
Zitat
Slighter

Die Stettiner Bahn führte doch gar nicht über Schönholz, oder war das damals anders?

Nein. Die Stettiner Bahn führte aber vor ganz langer Zeit von Pankow kommend schnurgeradeaus durch die breite Schneise der Grüntaler Straße direkt zum Bahnhof Humboldthain und weiter zum Stettiner Bahnhof.
Es wäre gut möglich, dass die Brücke an der Grüntaler Straße die ehemalige Unterführung der Stettiner Bahn unter der Nordbahn hindurch war.

Kann natürlich auch sein, dass die Brücke immer eine Straßenbrücke war und die Unterführung etwas weiter nördlich war und im Zuge der Umlegung der Stettiner Richtung Gesundbrunnen entfernt wurde.
Zitat
DerMichael
Zitat
Slighter

Die Stettiner Bahn führte doch gar nicht über Schönholz, oder war das damals anders?

Nein. Die Stettiner Bahn führte aber vor ganz langer Zeit von Pankow kommend schnurgeradeaus durch die breite Schneise der Grüntaler Straße direkt zum Bahnhof Humboldthain und weiter zum Stettiner Bahnhof.
Es wäre gut möglich, dass die Brücke an der Grüntaler Straße die ehemalige Unterführung der Stettiner Bahn unter der Nordbahn hindurch war.

Das ist mit großer Sicherheit so gewesen. Ich gehe davon aus, dass sich die Nordbahn und die Stettiner Bahn an diesem Punkt niveaugleich gekreuzt haben, bevor die Nordbahn auf einen Damm verlegt wurde. Erst später wurde die Stettiner Bahn über Gesundbrunnen geführt.
Für alle, die Gewissheit haben wollen:
[upload.wikimedia.org]

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*** man sollte nicht alles so eng sehen, das weitet den Blick ***
Zitat
Heidekraut
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DerMichael
Zitat
Slighter

Die Stettiner Bahn führte doch gar nicht über Schönholz, oder war das damals anders?

Nein. Die Stettiner Bahn führte aber vor ganz langer Zeit von Pankow kommend schnurgeradeaus durch die breite Schneise der Grüntaler Straße direkt zum Bahnhof Humboldthain und weiter zum Stettiner Bahnhof.
Es wäre gut möglich, dass die Brücke an der Grüntaler Straße die ehemalige Unterführung der Stettiner Bahn unter der Nordbahn hindurch war.

Das ist mit großer Sicherheit so gewesen. Ich gehe davon aus, dass sich die Nordbahn und die Stettiner Bahn an diesem Punkt niveaugleich gekreuzt haben, bevor die Nordbahn auf einen Damm verlegt wurde. Erst später wurde die Stettiner Bahn über Gesundbrunnen geführt.

Eine niveaugleiche Kreuzung zweier Fernbahnen hätte auch damals keine Behörde genehmigt. Die Nordbahn wurde als private Eisenbahn 1864 gegründet, konnte jedoch aus Kapitalmangel den schon begonnenen Bau nicht beenden, wurde 1874 vom preußischen Staat übernommen und 1877 in Betrieb genommen. Die schon bestehende Stettiner Bahn musste daher ebenso wie die Neue Verbindungsbahn (die spätere Ringbahn) von der Nordbahn überbrückt werden.
So ist es im Buch "Berliner Nordbahn" vom Autor Peter Bley, Verlag Neddermeyer 2002, nachzulesen. Es erschien anlässlich des 125. Jahrestags der Inbetriebnahme.

so long

Mario
Oh, danke des Nachschlagens.
leer



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.07.2026 01:03 von Julotto.
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