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Flexiblere ÖPNV-Tickets wegen Corona
geschrieben von Mont Klamott 
Zitat
frolueb
Diese "Best buy"-Tickets sind wohl datenschutzrechtlich ne ganz andere Hausnummer...

Ja ja, weil niemand wissen darf, wo ich bin. Deshalb verkleide ich mich beim Busfahren auch immer und ziehe extra eine andere Jacke an.
Anderswo gibt es derlei Bedenken seltsamerweise nicht. In London habe ich solch ein Angebot schon sehr häufig wahrgenommen und - oh Wunder - ich lebe noch und habe dadurch auch sonst keine Nachteile erfahren.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
frolueb
Diese "Best buy"-Tickets sind wohl datenschutzrechtlich ne ganz andere Hausnummer...

Ja ja, weil niemand wissen darf, wo ich bin. Deshalb verkleide ich mich beim Busfahren auch immer und ziehe extra eine andere Jacke an.
Anderswo gibt es derlei Bedenken seltsamerweise nicht. In London habe ich solch ein Angebot schon sehr häufig wahrgenommen und - oh Wunder - ich lebe noch und habe dadurch auch sonst keine Nachteile erfahren.

Man muss nicht paranoid sein, um sich zu überlegen, unter welchen Regimen dann Nachteile bekommen könnte. Ich würde mich jedenfalls im Falle eines Regimewechsels nicht auf die Löschung der Daten verlassen und mich zu Anti-Regimewechsel-Demos nur unter fahrscheinkonspirativen Bedingungen begeben.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Der IGEB schlägt heute ein 399 Euro Ticket vor, das 365 Euro Ticket war ja bereits in Diskussion.

[www.tagesspiegel.de]
Das wäre quasi die Hälfte zu dem was man heute bezahlt für AB im Abo bei monatlicher Zahlung.

Also müßte man das doppelte an Abonnenten generieren, um erstmal auf die gleichen Einnahmen wie heute zu kommen. Super Angebot, aber ob man damit wirklich so viele Neuabos bekommt, bezweifle ich.

Davon abgesehen das zumindest die Züge jetzt schon wieder so voll sind wie vor Corona.
Zitat
micha774
Das wäre quasi die Hälfte zu dem was man heute bezahlt für AB im Abo bei monatlicher Zahlung.

Also müßte man das doppelte an Abonnenten generieren, um erstmal auf die gleichen Einnahmen wie heute zu kommen. Super Angebot, aber ob man damit wirklich so viele Neuabos bekommt, bezweifle ich.

Davon abgesehen das zumindest die Züge jetzt schon wieder so voll sind wie vor Corona.

Bei der Rechnung mit doppelten so vielen Abonnenten gehst du davon aus, dass alle neuen Abonnenten vorher nie ÖPNV gefahren sind. Die Einnahmen aus den Gelegenheitsfahrten würden ja dann gegenzurechnen sein.
Ich verstehe nicht, wieso man hier so massiv Zahlungsbereitschaft verschenkt. Auch beim Schülerticket hätte man eine Einkommensabhängigkeit einbauen können. Warum müssen Haushalte mit z.B. >3.000 Nettoeinkommen nicht 40 Euro für einen Fahrausweis für ihr Kind bezahlen?
Zitat
chrosscheck

Ich verstehe nicht, wieso man hier so massiv Zahlungsbereitschaft verschenkt. Auch beim Schülerticket hätte man eine Einkommensabhängigkeit einbauen können. Warum müssen Haushalte mit z.B. >3.000 Nettoeinkommen nicht 40 Euro für einen Fahrausweis für ihr Kind bezahlen?

Weil die Bürokratie zur regelmäßigen Überprüfung des Einkommens ja auch nicht kostenlos und ohne Aufwand zu haben ist...

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Die Deutsche Sprache ist Freeware, nicht Open Source. Du kannst sie kostenlos nutzen - aber nicht verändern
Zitat
frolueb
Zitat
chrosscheck

Ich verstehe nicht, wieso man hier so massiv Zahlungsbereitschaft verschenkt. Auch beim Schülerticket hätte man eine Einkommensabhängigkeit einbauen können. Warum müssen Haushalte mit z.B. >3.000 Nettoeinkommen nicht 40 Euro für einen Fahrausweis für ihr Kind bezahlen?

Weil die Bürokratie zur regelmäßigen Überprüfung des Einkommens ja auch nicht kostenlos und ohne Aufwand zu haben ist...

Naja. 40 Euro x 1/2 der Schüler (=150.000) = 6 Mio. Euro. Finde ich jetzt nicht so wenig, als dass es sich nicht lohnt, darüber nachzudenken.
Und das dann regelmäßig min. jährlich. Außerdem noch außerhalb der Reihe, wenn sich Einkommen verändern. Dann die Prüfung von Ausnahmetatbeständen, Klagen gegen diese Regelung, was genau dann noch vom Einkommen abgezogen werden darf... Das wird sich kaum rechnen. Außer für die Verwaltungsangestellten, die dadurch nen neuen Job haben...

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Und diese Eltern sollen dann gleich auch Schulgeld bezahlen?

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: U4 verlängern - jetzt!
Zitat
B-V 3313
Und diese Eltern sollen dann gleich auch Schulgeld bezahlen?

"Schulgebäudeabnutzungsgebühr" ;)

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Klingt schön deutsch.

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: U4 verlängern - jetzt!
Wie wäre es mit einem Halbjahresabbo?

Alter Köpenicker, die Ostkinder sind schon lange nicht mehr gegen TBC geimpft, es sei denn Du meinst die ganz alten, wie ich. Ich habe mich im Herbst im Rahmen einer Studie sogar erneut gegen TBC impfen lassen. Es gab die Hoffnung, das hilft. Gegen Corona bin ich aber noch nicht geimpft. Eigentlich erstaunlich bei meinem Methusalemischen Alter.

Ich fahre trotzdem gelegentlich mit der Tram oder der neuen S-Bahn oder auch gerne mal U5. U7 nicht, denn die fährt ja nicht weit genug. Das gleiche gilt für U8, mit der fahre ich erst, wenn sie Anschluss an die Heidekraut hat. Oder wenn man mit der U-Bahn zum Mexikoplatz kommt. ;-)

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Verwechselt gern Wuppertaler Schwebebahn mit der Schwäb'schen Eisenbahn
Zitat
chrosscheck
Ich verstehe nicht, wieso man hier so massiv Zahlungsbereitschaft verschenkt. Auch beim Schülerticket hätte man eine Einkommensabhängigkeit einbauen können. Warum müssen Haushalte mit z.B. >3.000 Nettoeinkommen nicht 40 Euro für einen Fahrausweis für ihr Kind bezahlen?

Die BVG erhält für ermäßigte Tickets für Schüler:innen, Schwerbehinderte sowie das Sozialticket rund 130 Mio. Euro jährlich ersetzt ("Ersatz für Einnahmeausfälle" im Geschäftsbericht). Dieser Ersatz wird aus Steuergeldern finanziert, die wiederum grundsätzlich nach sozialen Gesichtspunkten gestaffelt sind. Da in der Summe alle Erstattungen aus Steuergeldern kommen und es reichlich Menschen ohne oder mit geringer Steuerbelastung gibt, sieht die Rechnung für Gutverdienende so aus, dass sie zwar keine 40 Euro unmittelbar an die BVG für das Ticket zahlen, ihr rechnerischer Steueranteil am Ersatz für Einnahmeausfälle aber deutlich höher ausfällt als diese 40 Euro.
Nun also wieder neue Vorschläge wo man auf einer Kundenkarte eine Gebühr wie bei Netflix zahlt, um günstigere Tickets zu bekommen:

[www.bz-berlin.de]
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