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Neue Straßenbahnwagen für Berlin
geschrieben von Harald Tschirner 
Alles richtig, aber besonders serviceorientiert oder liebevoll ist das nicht.
Das ist wieder ein besonders geschickter Move der BVG, mitten im Sommerloch mit dieser Fahrkartensache eine Debatte aufzumachen, die sie in der Öffentlichkeit nur verlieren kann. Scheinbar haben die die gleichen Berater wie Kai Wegner.

Dann haben sie es also geschafft, diese Aushänge an die Haltestellen zu verteilen. Aber Liniennetzpläne an die Rückwände der Führerstände der neuen U-Bahn-Wagen haben sie bis heute nicht geklebt. Zeigt die Prioritäten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.07.2026 14:26 von nicolaas.
Ich weiß nicht, warum man da schon wieder ein Problem aus den simpelsten Dingen macht. Man kaufe ein Tap-and-Ride-System, wie es immer stärker verbreitet ist, und gut ist, dazu vielleicht noch ein paar Automaten an Knotenpunkten. Und bitte ohne langwierigen und letztlich ergebnislosen Test, sondern einfach ein System von der Stange.
Zitat
Nemo
Ja, am Alex wird man 24 Stunden am Tag Fahrkarten kaufen können. Aber was ist mit Hohenschönhausen um 23:30 Uhr?

Wenn man überall ähnliche Planausschnitte wählt, wird man wohl auf jedem Ausschnitt eine oder mehrere Verkaufsstellen sehen können. Auch in Hohenschönhausen gibt es Spätis als Verkaufsstellen, dazu S-Bahnhöhe mit Fahrkartenautomaten und die App. All dies läuft wohl angesichts der geringen Nutzung der Automaten in den Bahnen als kleiner Komfortverlust und nicht als Ausschluss von der Beförderungspflicht.
Zitat
nicolaas
Das ist wieder ein besonders geschickter Move der BVG, mitten im Sommerloch mit dieser Fahrkartensache eine Debatte aufzumachen, die sie in der Öffentlichkeit nur verlieren kann. Scheinbar haben die die gleichen Berater wie Kai Wegner.

Debatten, die man verliert, sollte man doch eigentlich immer im Sommerloch und während der Fußball-WM starten.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
nicolaas
Dann haben sie es also geschafft, diese Aushänge an die Haltestellen zu verteilen. Aber Liniennetzpläne an die Rückwände der Führerstände der neuen U-Bahn-Wagen haben sie bis heute nicht geklebt. Zeigt die Prioritäten.

Ich finde diese Prioritätensetzung in der Infomationspolitik ja durchaus nachvollziehbar und positiv: Zumindest wenn man beabsichtigt, in den neuen Bahnen ohne Vertrieb aber mit Fahrkartenpflicht zu arbeiten, sollte dies auch mit entsprechenden Aushängen kommuniziert werden. Theoretisch hätte es die BVG auch dabei belassen können, dass mit den Aufklebern zur Fahrkartenpflicht und den fehlenden Aufklebern "Tickets" über manchen Türen, genug gesagt ist.
Zitat
Philipp Borchert
Ob sich solche Hinweise jetzt an jeder M4-Haltestelle finden (gesehen Hst. U-Bhf. Alexanderplatz Richtung Hackescher Markt)?


Ernsthaft? *kopfschüttel*

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Tramy1
Trotz nachweislich Defekten Automaten, sollte ich zahlen, was ich bis heute nicht machte. Auch das Gericht war es egal erst recht, in den AGB stehenden Textes, wenn Automat Defekt ist, beim Umsteigen dann eine Fahrkarte holen. Alles gekauft und in der Sache Betrüger bei der BVG, wo die AGB (ich nenne diese jetzt mal so) dann nicht gelten und die gekaufte Justiz das auch Egal ist.
Hauptsache die B VG kann Kassieren. Aber bin noch nicht am Ende, gehe alles rechtlichen Wege, um der BVG und der korrupten Justiz zu zeigen, das Gesetze für alle Gelten und erst recht die AGB der BVG.

Solltest Du Dich vor Gericht in einer ähnlichen Weise ausgedrückt haben, wie Du es hier im Forum zu tun pflegst, wäre es denkbar, dass es zu Missverständnissen gekommen ist.

Natürlich nicht. Man weiß ja, wie die Justiz tickt und da dann alles höflich usw., aber das ist denen trotzdem egal.
Gibt zig fälle, wo es genau so war.

GLG.................Tramy1
Der Kurier dazu, wegen den fehlenden Automaten:

[www.berliner-kurier.de]

GLG.................Tramy1
Ich bleibe dabei: Die BVG hat das Thema bewusst ignoriert (es gibt ja in allen anderen neuen Straßenbahnen rund um die Hauptstadt zeitgemäße Vertriebsgeräte, es ist nicht so dass der Markt trotz rückläufiger Verkaufszahlen sowas nicht mehr anbietet) und darf dies nun nicht zum Nachteil der Fahrgäste aussitzen. Weg mit den Hinweisen, her mit der Regelung wie sie auch angewendet wird, wenn ein vorhandener Automat im Zug defekt ist. Wenn ohnehin so wenig Fahrscheine an den mobilen Automaten verkauft werden, kann der mögliche Verlust auch nicht so schlimm sein.

Ärgerlich genug dass sich die BG nicht an die VBB-Regeln halten muss und nur ein äußerst geringes Sortiment anbietet. Der VBB war eigentlich mal angetreten mit der Botschaft, Nutzerinnen und Nutzer bräuchten nur ein Ticket. Dabei kann man in keiner einzigen BVG-Straßenbahn sein durchgängiges Ticket nach Nauen erwerben. Und im Bus sieht's vermutlich nicht viel besser aus.

Die BVG darf also die Spielregeln nicht einhalten, aber als Fahrgast muss ich auf die Spielregeln der BVG achten?

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Die paar Schritte kann ich auch fahren.
In Cottbus haben die neuen Škodawagen im hinteren Bereich kleine, platzsparende Automaten, die das volle Sortiment anbieten mit bargeldloser Zahlung.
So etwas würde völlig reichen. Bleibt noch die verschwindene Minderheit der Barzahler. Die müssen dann eben den Vorverkauf nutzen.
Hat man wohl von Hamburg gelernt, wo man im Bus weder mit Karte noch Bar zahlen kann. Entweder man hat ein mobiles Endgerät oder muss vorher zu einer Vorverkaufsstelle, die es nicht an jeder Bushaltestelle in nächster Umgebung gibt.

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Ich hab nen Bus und meine Busfahrerin heißt Layla, sie fährt schöner, schneller, weiter.
Zitat
Bumsi
Hat man wohl von Hamburg gelernt, wo man im Bus weder mit Karte noch Bar zahlen kann. Entweder man hat ein mobiles Endgerät oder muss vorher zu einer Vorverkaufsstelle, die es nicht an jeder Bushaltestelle in nächster Umgebung gibt.

So etwas gibt es doch oft, vielleicht nicht in Deutschland, aber in der EU. In Italien gibt es viele Betriebe, bei denen man die Fahrkarten im Vorverkauf erwerben muss und zu Ostzeiten war das in vielen Städten auch durchaus üblich.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Wenn es wirklich nur 7 mal am Tag ist, dann könnte man auch über ein kleines nachgerüstetes Fenster in der Fahrerkabinentür und einen mobilen Drucker nachdenken, wie ihn Zugpersonal hat. Dann kann man die paar Male doch sicher beim Fahrer abhandeln.
Zitat
Slighter
Wenn es wirklich nur 7 mal am Tag ist, dann könnte man auch über ein kleines nachgerüstetes Fenster in der Fahrerkabinentür und einen mobilen Drucker nachdenken, wie ihn Zugpersonal hat. Dann kann man die paar Male doch sicher beim Fahrer abhandeln.

Na klar beim Fahrer. Man ist ja nicht auch so schon langsam genug. Es ist echt Deutschland die bei so einem Thema so ein Drama daraus machen. Kein Wunder das man in diesem Land echt nichts auf die Reihe bekommt. Da ist Berlin auf jeden Fall auch immer vorn mit dabei. Wo man nicht mit vorn dabei ist, dies nennt sich Fortschritt
Es ist ja einfach der Punkt, dass es kein längerfristig verfolgtes Konzept gibt, sondern dass man in die Fahrkartenautomatenlosigkeit eher so hineingestolpert ist und jetzt nachträglich das versucht auf dem Rücken der Fahrgäste zu lösen. Was soll das denn, dass es in einem bestimmten Straßenbahntypen auf einmal keine Automaten gibt und plötzlich die jahrzehntelange Erfahrung, dass man in der Straßenbahn Tickets am Automaten bekommt, nichts wert ist.
Man hätte ja mit dem Aufgabenträger ein Konzept abstimmen können und auch die VBB-Beförderungsbedingungen anpassen müssen. Dann hätte man mit einer großen Kampagne mehrere Monate vorher darüber informieren müssen, dass es da eine erheblche Umstellung gibt. Aber so ist das einfach nur fahrgastfeindlich.
In Prag gibt es sehr einfache Fahrkartenautomaten in Straßenbahnen, Obussen und Bussen in Größe eines Entwerters, an denen man mit Kreditkarte Kurzstrecken-, Einzeltickets und Tageskarten kaufen kann. Es kommt sogar eine bereits entwertete Papierfahrkarte raus. Dort hat man die Möglichkeit des Kaufs an Bord bei der Straßenbahn erst in den letzten Jahren geschaffen, früher musste man die vorher kaufen. In berlin geht man den anderen Weg. Ohne dass sich Fahrgäste vorher darauf einstellen konnten.
So, wie es keine Schaffner mehr gibt, gibt es jetzt eben auch keine Fahrkartenautomaten mehr. Der Bedarf ist bei sieben Tickets pro Tag pro Bahn schlicht nicht gegeben. Nennt sich Fortschritt.

Mein letztes Papierticket habe ich vermutlich vor 20 Jahren gekauft. Meine 80 jährige Mutter ebenso, die nutzt die App genauso wie der Großteil aller Fahrgäste. Wer das nicht will, muss eben vorher kaufen. Entwerten geht ja weiterhin. Man steigt auch nicht spontan ins Flugzeug oder den ICE und sucht einen Fahrkartenautomaten.
Zitat
m7486
So, wie es keine Schaffner mehr gibt, gibt es jetzt eben auch keine Fahrkartenautomaten mehr. Der Bedarf ist bei sieben Tickets pro Tag pro Bahn schlicht nicht gegeben. Nennt sich Fortschritt.

Weil Du oder ich das nicht brauchen heißt es nicht, dass das für alle so ist. Das nennt sich Tunnelblick, so wie Du argumentierst.
Zitat
m7486
So, wie es keine Schaffner mehr gibt, gibt es jetzt eben auch keine Fahrkartenautomaten mehr. Der Bedarf ist bei sieben Tickets pro Tag pro Bahn schlicht nicht gegeben. Nennt sich Fortschritt.
[...]

Rechtsbruch ist kein Fortschritt. Fortschritt wäre es gewesen, wenn sich die BVG rechtzeitig um eine neue Vertriebsstruktur bemüht hätte, statt 20 Jahre die Beschaffung neuer Automaten zu verschleppen und dann zu behaupten, man bräuchte sie eigentlich auch gar nicht mehr.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Nein, weil man nicht jeden mitnehmen kann, der in der Vergangenheit lebt. Das mag provokant klingen, so ist es aber nicht gemeint. Wer auf Smartphone und Deutschlandticket verzichten möchte, kann sich mit gedruckten Fahrkarten noch und nöcher eindecken. Die BVG weist ja sogar an den Haltestellen auf die Verkaufsstellen hin, wenn jemand spontan fahren möchte.

Ich habe in den letzten Jahren Dutzende Male Touristen gesehen, die weder mit Visacard noch per Geldschein Fahrkarten in den Straßenbahnen kaufen konnten. Das war nie ein großes Thema. Irgendwann verändern sich nun Mal Dinge und wie in den Fernzügen entfällt durch gesellschaftliche und technologische Entwicklungen die Möglichkeit, spontan im Zug zu bezahlen. Das mag man bedauern, aber muss man nicht mit hohen Investitionen in Fahrkartenautomaten, die so gut wie niemand mehr nutzt, verhindern.
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