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Neue Straßenbahnwagen für Berlin
geschrieben von Harald Tschirner 
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nicolaas
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m7486
So, wie es keine Schaffner mehr gibt, gibt es jetzt eben auch keine Fahrkartenautomaten mehr. Der Bedarf ist bei sieben Tickets pro Tag pro Bahn schlicht nicht gegeben. Nennt sich Fortschritt.

Weil Du oder ich das nicht brauchen heißt es nicht, dass das für alle so ist. Das nennt sich Tunnelblick, so wie Du argumentierst.

🫶🏼
Zitat
Jay
Rechtsbruch ist kein Fortschritt. Fortschritt wäre es gewesen, wenn sich die BVG rechtzeitig um eine neue Vertriebsstruktur bemüht hätte, statt 20 Jahre die Beschaffung neuer Automaten zu verschleppen und dann zu behaupten, man bräuchte sie eigentlich auch gar nicht mehr.

Wegen Leuten, die bei allem mit "Rechtsbruch" argumentieren, fällt dieses einstmals fortschrittliche Land jedes Jahr einen Platz zurück. Im Zweifel suchen wir einen juristischen Strohhalm, als positiv zu sehen, dass 99,9% der Menschen ohne Fahrkartenautomaten auskommen und der Verzicht auf die Investition Geld spart und vielleicht sogar zusätzlichen Platz in der Bahn schafft.
Dieses Land fällt u.A. deswegen zurück, weil Menschen wie du Inklusion und die damit verbundene Teilhabe am Leben aus ihrer limitierten Sicht heraus einschränken oder gar abschaffen und den daraus entstehenden gesellschaftlichen Rückschritt auch noch dreist als Fortschritt verkaufen wollen.
Zitat
Wutzkman
Dieses Land fällt u.A. deswegen zurück, weil Menschen wie du Inklusion und die damit verbundene Teilhabe am Leben aus ihrer limitierten Sicht heraus einschränken oder gar abschaffen und den daraus entstehenden gesellschaftlichen Rückschritt auch noch dreist als Fortschritt verkaufen wollen.

Und es ist wie immer: die Unternehmen können noch so dämliche Entscheidungen treffen, es wird immer jemand geben der sie Schönreden wird.

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zum Urbanliner [www.berliner-zeitung.de]
Vorerst muss die neue Tram mit dem Führerstand A voran fahren. Bei einer Probefahrt habe es im hinteren Führerstand eine Auffälligkeit gegeben, erklärte Karsten Grzelak von der BVG. Die Einschränkung gilt, bis die Software angepasst ist.
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m7486
Zitat
Jay
Rechtsbruch ist kein Fortschritt. Fortschritt wäre es gewesen, wenn sich die BVG rechtzeitig um eine neue Vertriebsstruktur bemüht hätte, statt 20 Jahre die Beschaffung neuer Automaten zu verschleppen und dann zu behaupten, man bräuchte sie eigentlich auch gar nicht mehr.

Wegen Leuten, die bei allem mit "Rechtsbruch" argumentieren, fällt dieses einstmals fortschrittliche Land jedes Jahr einen Platz zurück. Im Zweifel suchen wir einen juristischen Strohhalm, als positiv zu sehen, dass 99,9% der Menschen ohne Fahrkartenautomaten auskommen und der Verzicht auf die Investition Geld spart und vielleicht sogar zusätzlichen Platz in der Bahn schafft.

Du bist offenbar mit einfachen Prinzipien des Rechtsstaats überfordert.

Die Fahrzeuge haben gut 3 Jahre Verspätung. Die Erneuerung der Automaten sogar 20 Jahre. Die BVG hatte also jede Zeit der Welt für ihren "Wunschzustand" die notwendigen rechtlichen Grundlagen zu schaffen. Sie hat es aber schlichtweg nicht getan und glaubt wieder einmal, dass sie das Problem aussitzen kann und damit durch kommt.

Die BVG ist nach wie vor verpflichtet einen Fahrscheinverkauf an den Haltestellen oder im Fahrzeug anzubieten. Sie ist bereits mit der unabgestimmten Verkaufseinstellung in den Bussen gescheitert. Da sollte man eigentlich auch mal etwas Lernfähigkeit erwarten können. Und dennoch versucht sie es jetzt erneut unabgestimmt und ohne vorherige Anpassung der Beförderungsbedingungen (die die rechtliche Vertragsgrundlage darstellen).

Im Übrigen fallen wir als Land zurück, weil wir die Zukunftsinvestitionen verschlafen oder gezielt sabotiert haben. Da passt die völlig veraltete IT-Struktur der BVG und die gescheiterten Modernisierungsversuche auch wunderbar rein.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
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m7486
Nein, weil man nicht jeden mitnehmen kann, der in der Vergangenheit lebt.
Genau diese Arroganz spaltet Gesellschaften. Es leben nicht nur Leute in der Vergangenheit, viele haben gute Gründe, nicht mit Handy und EC- / Kreditkarte eine ÖV-Fahrschein zu zahlen. Manche können oder sollen es nicht (z.B. fehlende Bonität, Überschuldungen - 10 Prozent der volljährigen Berliner sind überschuldet). Schuldnerberater empfehlen diesen Personen oft, nur auf Barzahlungen zu setzen um eine bessere Kontrolle der täglichen eigenen Ausgaben zu haben. Andere haben auf Grund höheren Alters (nicht jeder Senior ist Smartphone-affin) oder Minderjährigkeit oder Behinderung (auch da hat nicht jeder Freifahrt) Schwierigkeiten mit dem Handyticket-Erwerb.
Außerdem gibt es eine relevante Gruppe, die den Zwang zu elektronischen Zahlungen aus Überzeugung ablehnt. Manche Juristen leiten aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht (Art. 2 GG) ein Recht ab, frei über Zahlungswege entscheiden zu dürfen. Gerade öffentliche Unternehmen stehen daher besonders in der Verantwortung, diesen Teil der Gesellschaft nicht einfach auszugrenzen.

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m7486
Das mag provokant klingen, so ist es aber nicht gemeint. Wer auf Smartphone und Deutschlandticket verzichten möchte, kann sich mit gedruckten Fahrkarten noch und nöcher eindecken. Die BVG weist ja sogar an den Haltestellen auf die Verkaufsstellen hin, wenn jemand spontan fahren möchte.
Es gibt Gruppen, die aus guten Gründen kein Deutschlandticket haben. Berliner Schüler beispielsweise, die sich zum Besuch eines Schulfreundes im Umland einen Ergänzungsfahrausweis C besorgen müssen. Oder ÖV-Seltenfahrer.
Dort auf sehr komplizierte (und zeitlich eingeschränkte) Vorverkaufslösungen weit entfernt von Fahrzeug oder Haltestelle zu setzen (mit Tickets, die bei der nächste Tariferhöhung wieder bald ungültig werden) ist maximal kundenunfreundlich und macht Negativwerbung für den ÖPNV.
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Harald Tschirner
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Wutzkman
Dieses Land fällt u.A. deswegen zurück, weil Menschen wie du Inklusion und die damit verbundene Teilhabe am Leben aus ihrer limitierten Sicht heraus einschränken oder gar abschaffen und den daraus entstehenden gesellschaftlichen Rückschritt auch noch dreist als Fortschritt verkaufen wollen.

Und es ist wie immer: die Unternehmen können noch so dämliche Entscheidungen treffen, es wird immer jemand geben der sie Schönreden wird.

Und viele weitere, deren Aufgabe es ist, hinzuschauen und geltendes Recht durchzusetzen, z.B. Politik und Verwaltung, insbesondere die Aufsichtsratsvorsitzende.
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nicolaas
In Prag gibt es sehr einfache Fahrkartenautomaten in Straßenbahnen, Obussen und Bussen in Größe eines Entwerters, an denen man mit Kreditkarte Kurzstrecken-, Einzeltickets und Tageskarten kaufen kann. Es kommt sogar eine bereits entwertete Papierfahrkarte raus. Dort hat man die Möglichkeit des Kaufs an Bord bei der Straßenbahn erst in den letzten Jahren geschaffen, früher musste man die vorher kaufen. In berlin geht man den anderen Weg. Ohne dass sich Fahrgäste vorher darauf einstellen konnten.

Nicht nur in Prag, in immer mehr Städten, ich denke zum Beispiel an Bratislava, Lyon und Mailand. Oft kommt auch gar kein Papierfahrschein mehr raus, sondern man sieht nur einen grünen Haken, und dann ist die Kreditkartenkartennummer gespeichert. Finde ich eigentlich einen guten Kompromiss aus allgemeiner, flächendeckender Verfügbarkeit und geringen Wartungskosten durch den Entfall von Bargeld und ggf. Druckpapier.

Für die wenigen Fälle, die weder durch Onlinekauf noch durch Zeitkarten noch durch die Terminals noch durch Vorverkauf abgedeckt sind, könnte man ja wirklich über Verkauf durchs Fahrpersonal (wie von @Slighter vorgeschlagen) nachdenken. Die ein, zwei Fälle pro Tag und Fahrzeug werden den Betrieb nun auch nicht übermäßig behindern.
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m7486
So, wie es keine Schaffner mehr gibt, gibt es jetzt eben auch keine Fahrkartenautomaten mehr. Der Bedarf ist bei sieben Tickets pro Tag pro Bahn schlicht nicht gegeben. Nennt sich Fortschritt.

Dann nenne es so. Die BVG hat sich aber für eine maximal kundenfeindliche "Lösung" entschieden und das hätte sie nicht tun sollen. Wie schon geschrieben, Verzicht auf EBE für Leute im Urbanliner, die kein Ticket haben - und gut ist's. Die können immer noch ermäßigte EBE für Leute, die ihr Ticket zu Hause vergessen haben ausstellen, meinetwegen auch Leute abkassieren, bei denen klar ist dass sie nicht aufgrund des fehlenden Automaten kein Ticket haben. Alle anderen in Ruhe lassen, die irritierenden Schilder abkleben und fein ist's.

Sie gewinnen Zeit um eine zeitgemäße Lösung zu finden - Zeit, die sie wie Jay schon gemeint hat, bislang ausgesessen haben.

Die BVG hält sich nicht an die Ideen des Verkehrsverbunds (warum auch immer sie das darf), dann kann sie doch wohl nicht Leute betrafen, die bei ihren eigenmächtig geänderten Spielregeln nicht mitmachen (können).

~~~~~~
Die paar Schritte kann ich auch fahren.
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m7486
Mein letztes Papierticket habe ich vermutlich vor 20 Jahren gekauft.

Ich wünschte, ich könnte auch komplett auf Papierfahrscheine verzichten. Leider bietet der VBB nicht alle Fahrkarten papierlos an und so ist man weiterhin darauf angewiesen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Solche Lösungen mit alleinigen Vorhalten der EC-Karte sehe ich kritisch, da dort das Sortiment oft massiv eingeschränkt ist

Meine Erwartung ist schon, dass der Vertrieb den Tarif abbildet und die notwendigen Tickets einfach gekauft werden könen. Und da erlebe ich, dass ich als Deutschlandticketbesitzer häufig Fahrkarten zukaufen muss.

Meine letzten Ticketkäufe waren beispielsweise ein Ermäßigungsticket C (als Ergänzung des Schülertickets AB für einen Ausflug ins Umland), ein Fahrradticket (Radmitnahme) und eine Vierfahrtenkarte Ermäßigungatarif AB (wir hatten Brandenburger Freunde mit zwei Schulkindern zu Besuch und wollten in die Innenstadt und zurück fahren).

Und da Touchscreen-Displays an Automaten nicht wesentlich größer als ein Smartphone sein müssen, gibt es auch.keinen Grund mehr, die Ticketauswahl einzuschränken.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.07.2026 09:12 von M48er.
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Alter Köpenicker
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m7486
Mein letztes Papierticket habe ich vermutlich vor 20 Jahren gekauft.

Ich wünschte, ich könnte auch komplett auf Papierfahrscheine verzichten. Leider bietet der VBB nicht alle Fahrkarten papierlos an und so ist man weiterhin darauf angewiesen.

Es geht ja eigentlich nicht ums Papier. Man muss halt nur eine Möglichkeit haben, sich einen Fahrschein zu kaufen, zu jeder Tageszeit während der Betriebszeiten des Verkehrsmittels und zwar ohne Smartphon und ohne Bonitätsprüfung.

Da gibt es auch moderne, papierlose Möglichkeiten.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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Nemo
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Alter Köpenicker
Zitat
m7486
Mein letztes Papierticket habe ich vermutlich vor 20 Jahren gekauft.

Ich wünschte, ich könnte auch komplett auf Papierfahrscheine verzichten. Leider bietet der VBB nicht alle Fahrkarten papierlos an und so ist man weiterhin darauf angewiesen.

Es geht ja eigentlich nicht ums Papier. Man muss halt nur eine Möglichkeit haben, sich einen Fahrschein zu kaufen, zu jeder Tageszeit während der Betriebszeiten des Verkehrsmittels und zwar ohne Smartphon und ohne Bonitätsprüfung.

Diese Möglichkeit hat man aber nicht, wenn man zum Fahrkartenkauf erstmal irgendwo hinfahren muss und für diese Fahrt den Fahrschein auf herkömmliche Art und Weise nicht erwerben kann.


Zitat
Nemo
Da gibt es auch moderne, papierlose Möglichkeiten.

Leider bietet der VBB nicht alle Fahrkarten papierlos an.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
M48er
Meine letzten Ticketkäufe waren beispielsweise ein Ermäßigungsticket C (als Ergänzung des Schülertickets AB für einen Ausflug ins Umland), ein Fahrradticket (Radmitnahme) und eine Vierfahrtenkarte Ermäßigungatarif AB (wir hatten Brandenburger Freunde mit zwei Schulkindern zu Besuch und wollten in die Innenstadt und zurück fahren).

Was mich bei solchen Beispielen immer wundert, ist, dass man das Mobilitätsbedürfnis offenbar immer erst in der Sekunde des Fahrtantritts feststellt. Kündigt sich der Besuch von Freunden nicht an? Warum ging der Erwerb nicht im Voraus? Alle drei Tickets kennt sogar der DB Navigator.





1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.07.2026 10:46 von Florian Schulz.
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Harald Tschirner
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Wutzkman
Dieses Land fällt u.A. deswegen zurück, weil Menschen wie du Inklusion und die damit verbundene Teilhabe am Leben aus ihrer limitierten Sicht heraus einschränken oder gar abschaffen und den daraus entstehenden gesellschaftlichen Rückschritt auch noch dreist als Fortschritt verkaufen wollen.

Und es ist wie immer: die Unternehmen können noch so dämliche Entscheidungen treffen, es wird immer jemand geben der sie Schönreden wird.

Ja eben. Und damit das nicht sofort auffällt, wird laienhaft versucht, das Ganze als Fortschritt zu verkaufen.
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Florian Schulz
Zitat
M48er
Meine letzten Ticketkäufe waren beispielsweise ein Ermäßigungsticket C (als Ergänzung des Schülertickets AB für einen Ausflug ins Umland), ein Fahrradticket (Radmitnahme) und eine Vierfahrtenkarte Ermäßigungatarif AB (wir hatten Brandenburger Freunde mit zwei Schulkindern zu Besuch und wollten in die Innenstadt und zurück fahren).

Was mich bei solchen Beispielen immer wundert, ist, dass man das Mobilitätsbedürfnis offenbar immer erst in der Sekunde des Fahrtantritts feststellt.

Das nennt man Spontanität, die wir doch nicht dem Auto überlassen wollen - oder?

Man weiß ja nie, was der Besuch so vor hat.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Jay
Du bist offenbar mit einfachen Prinzipien des Rechtsstaats überfordert.

Die Fahrzeuge haben gut 3 Jahre Verspätung. Die Erneuerung der Automaten sogar 20 Jahre. Die BVG hatte also jede Zeit der Welt für ihren "Wunschzustand" die notwendigen rechtlichen Grundlagen zu schaffen. Sie hat es aber schlichtweg nicht getan und glaubt wieder einmal, dass sie das Problem aussitzen kann und damit durch kommt.

Die BVG ist nach wie vor verpflichtet einen Fahrscheinverkauf an den Haltestellen oder im Fahrzeug anzubieten. Sie ist bereits mit der unabgestimmten Verkaufseinstellung in den Bussen gescheitert. Da sollte man eigentlich auch mal etwas Lernfähigkeit erwarten können. Und dennoch versucht sie es jetzt erneut unabgestimmt und ohne vorherige Anpassung der Beförderungsbedingungen (die die rechtliche Vertragsgrundlage darstellen).

Im Übrigen fallen wir als Land zurück, weil wir die Zukunftsinvestitionen verschlafen oder gezielt sabotiert haben. Da passt die völlig veraltete IT-Struktur der BVG und die gescheiterten Modernisierungsversuche auch wunderbar rein.

Und deshalb musst du beleidigend werden? Weil ich eine andere Position vertrete als die Mehrheit hier, bin ich mit "einfachen Prinzipien des Rechtsstaats überfordert"?

Es geht mir hier - als offenbar der Mehrheit - eben nicht darum, auf dem Prinzip zu beharren. Wenn jemand dagegen klagen will, weil er in der M4 ohne Fahrschein erwischt wird und sich auf die Beförderungsbedingungen beruft, wird er das tun. Vielleicht sogar ganz bewusst. Das steht jedem frei.

Worum es mir geht: Auch die Rechtsprechung lebt nicht im Jahr 1980. Wenn die BVG ihre Beförderungsbedingungen auf Basis eines Urteils anpassen muss, dann braucht sie offenbar diese Erleuchtung über Umwege. Ärgerlich, hätte man nicht gebraucht. Aber sich daran zu ergötzen, dass künftig durchschnittlich 7 Fahrgäste pro Straßenbahn künftig einen Fahrschein im Vorhinein kaufen müssen, ist absurd und wird hier gar mit mangelnder Inklusion in Verbindung gebracht, in einer Stadt, in der Millionen in Aufzüge und barrierefreie Fahrzeuge investiert wurden.
Ein Betrieb im ÖPNV hat auch wirtschaftlich zu denken (muss es aber glücklicherweise nicht auf jeder Linie sein). Tausende Euro jedes Jahr pro Straßenbahn zu investieren (Erstinvestition plus Wartung / Service) ist nicht wirtschaftlich, WENN es Alternativen gibt. Und die gibt es: Vorher kaufen, App, Monatskarte/Deutschlandticket.

So gut wie niemand fährt spontan Straßenbahn. Früher schrieb man viele Briefe und deckte sich vorab mit Briefmarken ein, niemand ist zum Briefkasten gegangen und hat den Briefmarkenautomaten gesucht. Leben in der Großstadt bedeutet Planung und es ist absurd, dass man die 0,1 Prozent der Fahrgäste rausgreift und sich daran aufhängt. In einem Nahverkehrsforum im Thread "Neue Straßenbahnwagen für Berlin".
Zitat
Nemo
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Florian Schulz
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M48er
Meine letzten Ticketkäufe waren beispielsweise ein Ermäßigungsticket C (als Ergänzung des Schülertickets AB für einen Ausflug ins Umland), ein Fahrradticket (Radmitnahme) und eine Vierfahrtenkarte Ermäßigungatarif AB (wir hatten Brandenburger Freunde mit zwei Schulkindern zu Besuch und wollten in die Innenstadt und zurück fahren).

Was mich bei solchen Beispielen immer wundert, ist, dass man das Mobilitätsbedürfnis offenbar immer erst in der Sekunde des Fahrtantritts feststellt.

Das nennt man Spontanität, die wir doch nicht dem Auto überlassen wollen - oder?

Man weiß ja nie, was der Besuch so vor hat.

Oh, ich wusste nicht, dass Smartphones diese Lücke nicht füllen können.

Zitat
Florian Schulz
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Nemo
Zitat
Florian Schulz
Zitat
M48er
Meine letzten Ticketkäufe waren beispielsweise ein Ermäßigungsticket C (als Ergänzung des Schülertickets AB für einen Ausflug ins Umland), ein Fahrradticket (Radmitnahme) und eine Vierfahrtenkarte Ermäßigungatarif AB (wir hatten Brandenburger Freunde mit zwei Schulkindern zu Besuch und wollten in die Innenstadt und zurück fahren).

Was mich bei solchen Beispielen immer wundert, ist, dass man das Mobilitätsbedürfnis offenbar immer erst in der Sekunde des Fahrtantritts feststellt.

Das nennt man Spontanität, die wir doch nicht dem Auto überlassen wollen - oder?

Man weiß ja nie, was der Besuch so vor hat.

Oh, ich wusste nicht, dass Smartphones diese Lücke nicht füllen können.

Das mit dem Smartphon ist doch das Problem, wenn man kein Smartphon hat - warum auch immer. Ich kenne ältere Menschen, die kommen damit einfach nicht klar und einen nicht mehr ganz jungen Menschen, der weiß einfach zu viel über Elektronik, Computer und Mobilfunk, um sowas privat zu benutzen, der verdient aber damit sein Geld.

Man darf also nur noch spontan sein, wenn man ein Bankkonto, eine Kreditkarte und ein geladenes Smartphon mit ausreichend guter Netzanbindung und ausreichendem Guthaben hat?

Gut, ohne das alles mag es kein Leben sein. Letztendlich muss man dann halt beim Schwarzfahren großzügiger sein.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.07.2026 11:55 von Nemo.
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