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Neue Straßenbahnwagen für Berlin
geschrieben von Harald Tschirner 
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
GraphXBerlin
Mir war keiner bekannt der in den Medien war.

Aber "die Medien" wussten vom Termin und dass die einfach nach der Absage so tun als wäre nichts gewesen, wäre absurd anzunehmen.

Sofern die Sonnenkönig-Abteilung sie mit einer Presseeinladung bedachte hatte, war ihnen der Termin natürlich bekannt und ebenso die Absage, die schon ein wenig an den geplatzten BER-Termin erinnert. Selbstverständlich gehen Journalisten dann ihrer Aufgabe nach und recherchieren was da los ist.

Das Gesamtgewicht des Fahrzeugs spielt übrigens nur eine untergeordnete Rolle. Relevant ist die Achs- und Meterlast und insbesondere die dynamischen Lasteinträge, also die Krafteinwirkung, wenn im problematischen Abschnitt beschleunigt oder gebremst wird.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Ich hatte viel weiter oben angefragt, ob denn die 100 t eines picke packe vollen Urbanliners wirklich mehr sind als bereits heute täglich anzutreffende Straßenverklumpungen. So richtig wurde meine Frage nicht beantwortet. Deshalb und angesichts der aktuellen Zuspitzung der Absurditäten habe ich mich jetzt mal an die KI meines Vertrauens gewandt mit der Frage: Wie lang ist ein normaler Sattelschlepper-LKW und wieviel wiegt dieser LKW, wenn er maximal beladen ist?

Kurz zusammengefasst: In der EU, also auch in Berlin, darf ein „normaler“ Sattelschlepper mit insgesamt 5 Achsen voll beladen bis zu 40t wiegen und maximal 16,5m lang sein.

Drei solcher "normalen" LKW sind abstandslos also 49,5 m lang. Selbst mit im Stau üblichen Zwischenraum von 1m überschreitet so ein Sattelzug-Zug mit 51,5m die Länge eines Urbanliners (50.9m) nur unwesentlich. Darf aber bis zu 120t wiegen. Also sehr , sehr viel mehr als der neue Berliner Straßenbahnzug nicht wiegen darf.

Wieso?

Bei den Achslasten ergibt sich:
- Sattelzug mit 40t und 5 Achsen: 8t je Achse
- Urbanliner mit 100t und 10 Achsen: 10t je Achse
Diese 10t maximale Achslast des Urbanliners gelten auch für die bereits jahrelang erfolgreich eingesetzten Flexities.

Gruß
Micha

Zitat
Jay
Sofern die Sonnenkönig-Abteilung sie mit einer Presseeinladung bedachte hatte, war ihnen der Termin natürlich bekannt und ebenso die Absage, die schon ein wenig an den geplatzten BER-Termin erinnert. Selbstverständlich gehen Journalisten dann ihrer Aufgabe nach und recherchieren was da los ist.
"In" den Medien. Nicht "bei" den Medien. Stunden vor der Absage sprach der alte Köpenicker nicht umsonst von "man munkelt". Wie dem auch sei...
Zitat
GraphXBerlin
Stunden vor der Absage sprach der alte Köpenicker nicht umsonst von "man munkelt".

Ich könnte mich nicht entsinnen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Micha
Ich hatte viel weiter oben angefragt, ob denn die 100 t eines picke packe vollen Urbanliners wirklich mehr sind als bereits heute täglich anzutreffende Straßenverklumpungen. So richtig wurde meine Frage nicht beantwortet. Deshalb und angesichts der aktuellen Zuspitzung der Absurditäten habe ich mich jetzt mal an die KI meines Vertrauens gewandt mit der Frage: Wie lang ist ein normaler Sattelschlepper-LKW und wieviel wiegt dieser LKW, wenn er maximal beladen ist?

Kurz zusammengefasst: In der EU, also auch in Berlin, darf ein „normaler“ Sattelschlepper mit insgesamt 5 Achsen voll beladen bis zu 40t wiegen und maximal 16,5m lang sein.

Drei solcher "normalen" LKW sind abstandslos also 49,5 m lang. Selbst mit im Stau üblichen Zwischenraum von 1m überschreitet so ein Sattelzug-Zug mit 51,5m die Länge eines Urbanliners (50.9m) nur unwesentlich. Darf aber bis zu 120t wiegen. Also sehr , sehr viel mehr als der neue Berliner Straßenbahnzug nicht wiegen darf.

Wieso?

Bei den Achslasten ergibt sich:
- Sattelzug mit 40t und 5 Achsen: 8t je Achse
- Urbanliner mit 100t und 10 Achsen: 10t je Achse
Diese 10t maximale Achslast des Urbanliners gelten auch für die bereits jahrelang erfolgreich eingesetzten Flexities.

Gruß
Micha

Schicke das mal der TAB, wenn deine Rechnung stimmt.
Aber auf dem Alex werden diese LKWs ja nicht fahren.
Aber allgemein sollte die TAB mal darüber nachdenken.

GLG.................Tramy1
Zitat
PassusDuriusculus
Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, die aktuellen Traktionen wiegen doch auch 62 Tonnen, die sich auf eine ähnliche Länge (aber 12 Radpaare) verteilen.

Aber als Gesamtlast könnte deine Feststellung für den Alexanderplatz nicht irrelevant sein.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.2026 07:18 von Flexist.
Zitat
Alba Coach
Zitat
Heidekraut
@GraphXBerlin, das habe ich aber natürlich gemeint, man hatte sich doch umfassend in letzter Zeit damit beschäftigt. Warum fährt man nicht einfach wieder die Umleitung über Torstraße - Liebknechtstraße?

Könnte der ehemalige Füßgängertunnel in der Liebknechtstr Höhe Markthalle nicht auf ein Problem sein?

Die Liebknecht führt ja auch über den U2 Tunnel und den U8 Tunnel. Allerdings liegt der U5 Tunnel wohl ein ganzes Stück längs der M4 Strecke.
Der Hinweis zu den LKW ist schon korrekt, Sattelzüge dürfen durchaus 40 t Gesamtgewicht haben,
in Einzelfällen sogar 44 t.
Dank der ständigen Lobbyarbeit der LKW-Lobby wurden die Grenzwerte in §34 StVZO immer weiter
erhöht. Es ist inzwischen auch hinreichend bekannt, dass besonders die hohen Lasten der LKW für
die massiven Straßenschäden verantwortlich sind, nicht nur auf Brücken und über Tunnelanlagen.

[www.gesetze-im-internet.de]


Die Frage ist aber auch, welche Bereiche der U-Bahntunnel am Alexanderplatz als besonders
kritisch eingestuft werden. Wenn es um die Strecke der Tramlinie 4 geht, möglicherweise das
Tunnelbauwerk im Verlauf der Rathausstraße, also die Tunneldecke des U-Bahnhofs der U5 ?
Dort befindet sich die Fußgängerzone, dort gibt es keinen regelmäßigen Kraftfahrzeugverkehr.

Dort sind aber bereits Straßenbahnzüge mit GT6 Doppeltraktionen gefahren, wie bereits in der
Berliner Zeitung erwähnt. Und damit haben wir einen ähnlichen Lastfall wie beim Urbanliner.
Eine GT6 Doppeltraktion ist rd. 53 m lang und besitzt 12 Achsen. Das Gesamtgewicht eines
vollbesetzten GT6-Triebwagen habe ich gerade nicht gefunden, damit kann die sogenannte
Meterlast ermittelt werden. Die Meterlast ist neben der Achslast ein wichtiger Wert, um die
Bauwerksbelastung zu untersuchen.

Da die Tramlinie 4 genau über der Tunnelachse des U5-Bahnhofs verläuft, könnte das
kritisch sein. Das hätte dann aber bereits die GT6 Doppeltraktion betroffen.


Edit: ich sehe gerade, zu dieser Frage sind bereits beim Schreiben ähnliche Antworten gekommen.

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Viele Grüße vom Mariendorfer



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.2026 07:32 von Mariendorfer.
Zitat
Mariendorfer
Wenn es um die Strecke der Tramlinie 4 geht, möglicherweise das
Tunnelbauwerk im Verlauf der Rathausstraße, also die Tunneldecke des U-Bahnhofs der U5 ?
Dort befindet sich die Fußgängerzone, dort gibt es keinen regelmäßigen Kraftfahrzeugverkehr.

Dort sind aber bereits Straßenbahnzüge mit GT6 Doppeltraktionen gefahren, wie bereits in der
Berliner Zeitung erwähnt.

Wann soll denn das gewesen sein? Dort sind doch gar keine Schienen, jedenfalls nicht auf der Rathausstraße.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
... in der verlängerten Achse der Rathausstraße, also streng genommen in der Achse
Rathausstraße - Bernhard-Weiß-Straße. Ich wollte bewusst nicht Alexanderplatz
schreiben, das war mir nicht genau genug.

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Viele Grüße vom Mariendorfer
Zitat
Mariendorfer
... in der verlängerten Achse der Rathausstraße, also streng genommen in der Achse
Rathausstraße - Bernhard-Weiß-Straße. Ich wollte bewusst nicht Alexanderplatz
schreiben, das war mir nicht genau genug.

Das ist aber nun mal der Alexanderplatz. Die Rathausstraße führt vom Stadtbahnviadukt am Bf. Alexanderplatz über die Spandauer Straße bis zur Rathausbrücke. Ob eine Ortsangabe dadurch besonders präzise beschrieben wird, wenn man einfach den Namen einer Straße aus der Umgebung dafür verwendet, wage ich zu bezweifeln. Zumal die Verwechslungsgefahr äußerst gering ist, da die M4 nicht so viele Möglichkeiten hat, den Alexanderplatz zu überqueren.

Tief unter dem Alexanderplatz befindet sich übrigens auch der U5-Bahnsteig und ich kann mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet er, als tiefster der drei Bahnsteige bzw. Tunnel, durch die schweren Straßenbahnen eine Beeinträchtigung erfahren soll.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.2026 08:51 von Alter Köpenicker.
... wie dem auch sei.

Aber spannend finde ich jetzt wirklich, inwieweit eine Einschränkung beim Urbanliner auch die GT6-Doppeltraktion betreffen würde.

Edit: ... und andere Traktionen.

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Viele Grüße vom Mariendorfer



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.2026 09:33 von Mariendorfer.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
GraphXBerlin
Stunden vor der Absage sprach der alte Köpenicker nicht umsonst von "man munkelt".

Ich könnte mich nicht entsinnen.
Sorry, ich sehe gerade du hast einen Doppelgänger...

Zitat
Der Köpenicker
Man munkelt, dass ab Montag die Urbanliner aif die M4 auf Strecke gehen.
Heute gab es wieder Testfahrten auf der Strecke.
Zitat
Alter Köpenicker
Tief unter dem Alexanderplatz befindet sich übrigens auch der U5-Bahnsteig und ich kann mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet er, als tiefster der drei Bahnsteige bzw. Tunnel, durch die schweren Straßenbahnen eine Beeinträchtigung erfahren soll.

Der U5-Tunnel an sich nicht. Aber auf der gesamten Länge oberhalb des U5-Tunnels befindet sich ja nicht lastverteilendes und -verzehrendes, schweres Erdreich, sondern der Zugangstunnel mit der Imbisspassage und den diversen Auf- und Abgängen. Hin zur U-Bahn, hoch auf den Platz. Inklusive dem umfangreichen, mittlerweile stillgelegten "Ast" unter die Alexanderstraße.

~~~~~~
Für mehr Ümläüte!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.2026 13:20 von Philipp Borchert.
Zitat
Jay
Das Gesamtgewicht des Fahrzeugs spielt übrigens nur eine untergeordnete Rolle. Relevant ist die Achs- und Meterlast und insbesondere die dynamischen Lasteinträge, also die Krafteinwirkung, wenn im problematischen Abschnitt beschleunigt oder gebremst wird.

Hmm, aber im fraglichen Abschnitt gilt für Straßenbahnen unabhängig von Baureihe, Gewicht und Länge doch eh Schrittgeschwindigkeit bzw. Vmax 10 km/h wegen Fußgängerzone, so dass sich die durch Beschleunigen und Abbremsen derselben in das unterirdische Bahnhofsbauwerk eingebrachten Kräfte doch eigentlich in überschaubarem Rahmen halten sollten. Diese Kräfte dürften bei dort ehedem eingesetzten KT4D-Traktionen oder T6D-/B6D-Großzügen auch nur unwesentlich geringer ausgefallen sein...

Sollte ich hier etwas übersehen haben, bitte ich gerne um entsprechende Belehrung.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Tramy1
Aber auf dem Alex werden diese LKWs ja nicht fahren.

Ja, das ist schon wahr.

Aber wenn der U-Bahnhof Alexanderplatz mit seinen drei Bahnsteigen und den von der M4 längs überfahrenden Fußgängerpassagen der bisher immer noch verschwiegene Grund für das Dilemma sein sollte - warum wählt man dann nicht für die M4 die Linienführung über die Karl-Liebknecht-Straße? Dort werden zwar auch zwei U-Bahntunnel und die ehemaligen Fußgängertunnel an der Memhardstraße und an der Markthalle überquert. Aber dort dürfen schwere LKW drüber fahren. Und nicht nur mit Schrittgeschwindigkeit.

Gruß
Micha

Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Jay
Das Gesamtgewicht des Fahrzeugs spielt übrigens nur eine untergeordnete Rolle. Relevant ist die Achs- und Meterlast und insbesondere die dynamischen Lasteinträge, also die Krafteinwirkung, wenn im problematischen Abschnitt beschleunigt oder gebremst wird.

Hmm, aber im fraglichen Abschnitt gilt für Straßenbahn... eingesetzten KT4D-Traktionen oder T6D-/B6D-Großzügen auch nur unwesentlich geringer ausgefallen sein...

Sollte ich hier etwas übersehen haben, bitte ich gerne um entsprechende Belehrung.

Du meintest bestimmt T6/A2 Großzug (T6/A2+T6/A2+B6/A2). Die fuhren aber damals noch nicht über den Alex. T6 als mod fuhr nicht mehr als Großzug.

GLG.................Tramy1



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.2026 14:13 von Tramy1.
Zitat
Micha
Ich hatte viel weiter oben angefragt, ob denn die 100 t eines picke packe vollen Urbanliners wirklich mehr sind als bereits heute täglich anzutreffende Straßenverklumpungen. So richtig wurde meine Frage nicht beantwortet. Deshalb und angesichts der aktuellen Zuspitzung der Absurditäten habe ich mich jetzt mal an die KI meines Vertrauens gewandt mit der Frage: Wie lang ist ein normaler Sattelschlepper-LKW und wieviel wiegt dieser LKW, wenn er maximal beladen ist?

Kurz zusammengefasst: In der EU, also auch in Berlin, darf ein „normaler“ Sattelschlepper mit insgesamt 5 Achsen voll beladen bis zu 40t wiegen und maximal 16,5m lang sein.

Drei solcher "normalen" LKW sind abstandslos also 49,5 m lang. Selbst mit im Stau üblichen Zwischenraum von 1m überschreitet so ein Sattelzug-Zug mit 51,5m die Länge eines Urbanliners (50.9m) nur unwesentlich. Darf aber bis zu 120t wiegen. Also sehr , sehr viel mehr als der neue Berliner Straßenbahnzug nicht wiegen darf.

Wieso?

Bei den Achslasten ergibt sich:
- Sattelzug mit 40t und 5 Achsen: 8t je Achse
- Urbanliner mit 100t und 10 Achsen: 10t je Achse
Diese 10t maximale Achslast des Urbanliners gelten auch für die bereits jahrelang erfolgreich eingesetzten Flexities.

Gruß
Micha

Das kritischste an hohen Lasten ist aber nicht deren statische Wirkung wenn sie stehen (im Stau, dicht hintereinander) sondern deren dynamische Wirkung, wenn sie fahren. Da werden aufgrund des Sicherheitsabstandes bei 50 km/h max. zwei 40-Tonner in 50 m Fahrspurlänge passen und damit liegen sie deutlich unter den 100 t.
Dass es bei der Belastung der Brücken um dynamische Belastungen geht, sieht man auch an der verordneten Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Brücke am S Hohenschönhausen von 60 auf 55 km/h für den Urbanliner. Allein diese Verringerung hat scheinbar schon gereicht, was daran liegen dürfte, dass dynamische Belastungen (grob) quadratisch mit der Geschwindigkeit wachsen und somit schon recht kleine Geschwindigkeitsherabsetzungen die Belastung erheblich reduzieren.
Aber über den Alex fahren die Straßenbahnen eh nur mit Schrittgeschwindigkeit. Also fast im Stehen.

Gruß
Micha

Zitat
Micha
Aber über den Alex fahren die Straßenbahnen eh nur mit Schrittgeschwindigkeit. Also fast im Stehen.

Gruß
Micha

Richtig, aber es wäre nicht das erste Mal, dass die BVG unzureichende Unterlagen vorgelegt hätte. Zwischen Turmstr. I und Ostkreuz fand nicht mal ein Lerneffekt statt und es wurde derselbe Fehler wiederholt.

Auf der anderen Seite kann man sich natürlich auch fragen, ob bei der TAB eventuell persönliche Animositäten gibt, die das Thema verschärfen.

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