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Neue Straßenbahnwagen für Berlin
geschrieben von Harald Tschirner 
Zitat
Micha
Solch ein Zug kann bis zu 300 Fahrgäste mitnehmen (...)

Kann er nicht und das sollte mittlerweile bekannt sein. Vermutlich wäre das alles kein Thema, wenn endlich mal mit realistischen Werten gearbeitet würde.

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"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Micha
Solch ein Zug kann bis zu 300 Fahrgäste mitnehmen (...)

Kann er nicht und das sollte mittlerweile bekannt sein. Vermutlich wäre das alles kein Thema, wenn endlich mal mit realistischen Werten gearbeitet würde.

Leider muss man mit den Vorgaben rechnen!
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Micha
Solch ein Zug kann bis zu 300 Fahrgäste mitnehmen (...)
Kann er nicht und das sollte mittlerweile bekannt sein.

Wo steht, dass eine GT6 nicht die offiziell zugelassenen rund 150 Fahrgäste mitnehmen kann?

Gruß
Micha

Das steht nirgends, das zeigt die Realität. Wenn ein GTO/U völlig überfüllt ist, sind nicht annähernd 150 Leute an Bord. Die angenommenen 4 Personen/m² sind schon unter Idealbedingungen kaum erreichbar und viel Fläche im GTO/U bietet keine Idealbedingungen. Aus gutem Grund wird selbst bei der BVG eine Auslastung aller Sitzplätze und 2/3 aller Stehplätze als 100-Prozent-Besetzung angesehen.

Erinnert sei die Werbung an den ersten Scania-Gelenkbussen "Platz für 99 Fahrgäste" - aber zugelassen sind die Busse für sehr viel mehr Menschen.

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"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."
Mit welchem Durchschnittsgewicht pro Person wird eigentlich gerechnet?
Zitat
Flexist
Mit welchem Durchschnittsgewicht pro Person wird eigentlich gerechnet?

Lt. Anlage XIII zur StVZO wird für Busse mit ziemlich niedrigen 68 kg gerechnet.
[www.gesetze-im-internet.de]

Keine Ahnung, ob das empirisch belegt und mit einem höheren Kinderanteil unter Busfahrgästen begründet wird oder einfach nur veraltet oder aus anderen Gründen niedrig angesetzt ist. Lt. Statistischem Bundesamt müsste man eigentlich 9,5 kg mehr ansetzen, wenn man von einer durchschnittlichen Verteilung ausgeht: [www.destatis.de]
Zitat
Philipp Borchert
Die angenommenen 4 Personen/m² sind schon unter Idealbedingungen kaum erreichbar

Also ich hab mich grad mal vermessen und ich falle zur Zeit durchaus in die Rubrik Fettsack. Hab mich einmal längs und einmal quer zwischen Tür und Türrahmen durchgeschoben und dann jeweils gemessen, wie weit die Tür aufstand, also den Abstand zwischen Türklinke und Türrahmen. Ergebnis: Breite (also von Arm zu Arm) 53 cm, Dicke (also von Hintern bis Wampe) 40 cm, demnach brauche ich eine Grundfläche von 0,21 m². Wenn ich mich jetzt 3x klone und wir vier uns direkt hintereinander aufstellen, wären wir demnach zusammen 1,6m lang und immer noch 0,53cm breit. Das macht eine Grundfläche von 0,84m². Da würde auf den Quadratmeter noch fast ein weiterer Klon von mir draufpassen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.2026 21:28 von Jumbo.
Zitat
Jumbo
Also ich hab mich grad mal vermessen und ich falle zur Zeit durchaus in die Rubrik Fettsack. Hab ich einmal längs und einmal quer zwischen Tür und Türrahmen durchgeschoben und dann jeweils gemessen, wie weit die Tür aufstand, also den Abstand zwischen Türklinke und Türrahmen. Ergebnis: Breite (also von Arm zu Arm) 53 cm, Dicke (also von Hintern bis Wampe) 40 cm, demnach brauche ich eine Grundfläche von 0,21 m². Wenn ich mich jetzt 3x klone und wir vier uns direkt hintereinander aufstellen, wären wir demnach zusammen 1,6m lang und immer noch 0,53cm breit. Das macht eine Grundfläche von 0,84m². Da würde auf den Quadratmeter noch fast ein weiterer Klon von mir draufpassen.

Dazu kommt ja auch noch, dass Menschen eher nicht rechteckig sind, also durch seitlich versetztes Stehen durchaus noch mehr Platz wäre. Es geht ja bei den Zulassungszahlen nicht unbedingt darum, dass diese Besetzung der Standard im Berufsverkehr sein soll, sondern darum, dass der Bus nicht zusammenbricht, wenn er z.B. nach Ende einer Großveranstaltung mal richtig voll ist. Die vollsten Busse und Bahnen habe ich bisher zumindest entweder bei Shuttlebussen auf Musikfestivals oder im Stadionverkehr erlebt. Im Wissen, dass es nur um ein paar Minuten Fahrt geht und ohnehin alle an der nächsten Station aussteigen, quetschte es sich nochmal deutlich besser als im Alltag.
Ich frage mich die ganze Zeit, warum der XXL in HH über bekannter Brücke nur mit 55 Km/h fahren darf (soll), wenn auch diese Fahrzeuge bei 55 Km/h abriegelt werden und nicht 60 Km/h (und mehr) fahren können. Offiziell (?). Oder können/dürfen die XXL schneller sein als die Flexy und GT6x und werden nicht bei 55 Km/h abgeriegelt?
Soweit ich weiß, werden alle Straßenbahnen in Berlin "Offiziell" bei 55 Km/h automatisch abgeriegelt und können "Offiziell" nicht mehr als 55 Km/h fahren.
Dass die Realität anders aussieht, sehen wir fast jeden Tag, wenn wir mit dem Auto auf dem Fürstenwalder Damm zwischen Wasserwerk Friedrichshagen und Fürstenwalder Allee/Müggelseedamm (und entgegengesetzt) nebeneinander fahren. Wir mit ca. 65 Km/h und der GT6xx auf gleicher Höhe fahrend und Geschwindigkeit bleibt gleich und dieser wird nicht langsamer, bzw., fällt zurück. Nicht jeder, aber fast alle über 55 Km/h auf dieser genannten "Beispielstrecke".
Danke für diese Info.

Ps.: Verschweigen wir mal, was einige KT4D/KT4Dt und T6/A2 wirklich an Km/h schafften. Auch als "Mod". Selbst TDE/BDE wurden mit mehr als 60 Km/h "Fotofiert vom Bullenradar" damals und nicht nur abwärts am "Rhinberg" zur Gehrenseestr.. Nicht das es wieder heißt, da werden ja alle viel schneller. Nee, gibt genügend Streckenabschnitte, wo es bis heute möglich ist. Beispiel eben oben genannt.
Danke.

GLG.................Tramy1
Zitat
Philipp Borchert
Das steht nirgends

Das kann ich bestätigen. Ich habe nach Deinem Post das halbe Internet, dieses Forum, und meine kleine Bibliothek durchsucht. Ich habe nirgends eine Aussage gefunden, dass in der GT6 keine 150 Fahrgäste transportiert werden können.

Man kann sich den Spaß machen und ganz einfach mit Kreide ein Quadrat von 1m x 1m auf den Boden malen und sich dann auf der so entstandenen 1m²-Fläche zusammen mit 3 Kumpeln versammeln. Und man wird feststellen, dass man das ganz entspannt und ohne Kuscheln zu müssen machen kann. Wenn ein Bus oder eine Bahn voll ist, also in der Realität, steht man sehr viel beengter.

Ich habe auch auf Youtube gesucht und dort die 2001 im Auftrag der BVG erstellte Doku "Die Straßenbahn für Berlin - gestern heute morgen" gefunden. In diesem Film findet sich die Aussage. dass die Fahrzeuge mit einer Nutzlast von 17 t bis zu 152 Fahrgäste befördern. Diese 17 t Nutzlast sind nicht ganz aber ungefähr die Hälfte der von mir für die Mitnahme der maximal 300 Fahrgäste einer GT6-Doppeltraktion angenommenen 35 t. Es ist also gar nicht nötig, mit der Stehplatzdichte rumzurechnen.

Gruß
Micha

Zitat
Tramy1
Ich frage mich die ganze Zeit, warum der XXL in HH über bekannter Brücke nur mit 55 Km/h fahren darf (soll), wenn auch diese Fahrzeuge bei 55 Km/h abriegelt werden und nicht 60 Km/h (und mehr) fahren können. Offiziell (?). Oder können/dürfen die XXL schneller sein als die Flexy und GT6x und werden nicht bei 55 Km/h abgeriegelt?
Soweit ich weiß, werden alle Straßenbahnen in Berlin "Offiziell" bei 55 Km/h automatisch abgeriegelt und können "Offiziell" nicht mehr als 55 Km/h fahren.
Dass die Realität anders aussieht, sehen wir fast jeden Tag, wenn wir mit dem Auto auf dem Fürstenwalder Damm zwischen Wasserwerk Friedrichshagen und Fürstenwalder Allee/Müggelseedamm (und entgegengesetzt) nebeneinander fahren. Wir mit ca. 65 Km/h und der GT6xx auf gleicher Höhe fahrend und Geschwindigkeit bleibt gleich und dieser wird nicht langsamer, bzw., fällt zurück. Nicht jeder, aber fast alle über 55 Km/h auf dieser genannten "Beispielstrecke".
Danke für diese Info.

Ps.: Verschweigen wir mal, was einige KT4D/KT4Dt und T6/A2 wirklich an Km/h schafften. Auch als "Mod". Selbst TDE/BDE wurden mit mehr als 60 Km/h "Fotofiert vom Bullenradar" damals und nicht nur abwärts am "Rhinberg" zur Gehrenseestr.. Nicht das es wieder heißt, da werden ja alle viel schneller. Nee, gibt genügend Streckenabschnitte, wo es bis heute möglich ist. Beispiel eben oben genannt.
Danke.

Die Fahrzeuge würden 70km/h schaffen. Alle Fahrzeuge sind bei 60km/h abgeriegelt.
Zitat
Micha am 09.03.2026
Hat denn nun die BVG, wie Frau Bonde am 25.02.2026 vor dem Ausschusses für Mobilität und Verkehr verkündet hatte, "bis spätestens nächste Woche" diese Berechnungen vorgelegt? Also bis gestern?

In der Sitzung des Verkehrsausschusses vom 11.03.2026 teilte Frau Senator Bonde mit: Nein, aber sie geht davon aus, dass sie die BVG-Berechnungen tatsächlich noch am Nachmittag des selben Tages (11.03.2026) erhalten würde. Und sich dann die TAB sofort daran setze.

Ist aber auch schon wieder zwei Tage her.

Gruß
Micha

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Ob die alle stolz sind auf ihre "Arbeit" die die da machen? Wie das alles auch aussieht, der Raum grau in grau, die Kleidung und die Körperhaltung der meisten. Das soll nun vollstes Engagement für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt sein? 🤷🏻‍♂️

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Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Die Berliner Zeitung berichtet vom geplanten Ersteinsatz des Urbanliners auf der M4
[www.berliner-zeitung.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.04.2026 17:21 von phönix.
Na immerhin scheint es hier voranzugehen.
Es wäre wichtig, nach der M4 sich auch die anderen besonders fahrgaststarken Strecken (M10 sowie alle Linien über S Landsberger Allee) vorzunehmen. Dann sind auch schon genug Einsatzmöglichkeiten für die Urbanliner geschaffen. Zur Kür geht's dann noch am Wochenende zum Fußball nach Köpenick.
Man fragt sich hier eher, warum sind die Dinger so schwer und warum bestellt man etwas, bevor man geprüft hat, ob das Netz die Tram überhaupt trägt. Was für Versager sitzen eigentlich in der Senatsverkehrverwaltung und bei der BVG? Kann uns auch mal jemand erklären, warum die Tram so schwer sind?
Zitat
M48er
Na immerhin scheint es hier voranzugehen.

Na, mal sehen, was die Denkmalbehörden zu der Idee, zusätzliche Stützen einzubauen, so sagen werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Statiker zwar eine schöne technische Idee hatten, aber nicht alle Eventualitäten bedacht haben.

Wenn es in der "Karte von Berlin 1:5000" im Geoportal [gdi.berlin.de]# richtig zu sehen ist, liegt die Strecke der M4 exakt auf ganzer Länge über dem U5-Bahnhof, was statisch wohl deutlich herausfordernder sein könnte als die kurzen Abschnitte der U2- und U8-Tunnel, die ja nur gequert werden. Andererseits liegt die U5 natürlich auch eine Ebene tiefer, so dass sich die Lasten möglicherweise besser verteilen lassen.
Zitat
Alba Coach
Man fragt sich hier eher, warum sind die Dinger so schwer und warum bestellt man etwas, bevor man geprüft hat, ob das Netz die Tram überhaupt trägt. Was für Versager sitzen eigentlich in der Senatsverkehrverwaltung und bei der BVG? Kann uns auch mal jemand erklären, warum die Tram so schwer sind?
Die sind nicht so schwer. Sie sind große und lange, kapazitätsstarke Fahrzeuge (mit entsprechendem Gewicht). Wer sich die Bevölkerungsentwicklung und Nachverdochtungen in Tram-Netz ansieht, versteht diese Beschaffungsentscheidung. Die Zeiten, in denen man auf einer M6 mit einer leichteren Gt6-Solo fuhr, sind zum Glück seit 20 Jahren vorbei.
Zitat
M48er
Zitat
Alba Coach
Man fragt sich hier eher, warum sind die Dinger so schwer und warum bestellt man etwas, bevor man geprüft hat, ob das Netz die Tram überhaupt trägt. Was für Versager sitzen eigentlich in der Senatsverkehrverwaltung und bei der BVG? Kann uns auch mal jemand erklären, warum die Tram so schwer sind?
Die sind nicht so schwer. Sie sind große und lange, kapazitätsstarke Fahrzeuge (mit entsprechendem Gewicht). Wer sich die Bevölkerungsentwicklung und Nachverdochtungen in Tram-Netz ansieht, versteht diese Beschaffungsentscheidung. Die Zeiten, in denen man auf einer M6 mit einer leichteren Gt6-Solo fuhr, sind zum Glück seit 20 Jahren vorbei.

Und wieso schafft man es nicht dass die Tram nur 40t wiegt? Über 1t pro Meter Zug sind aus meiner Sicht schon arg schwer.
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