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Neue Straßenbahnwagen für Berlin
geschrieben von Harald Tschirner 
Als ob jeder Touri sich sofort nach Ankunft eine regionale Fahrschein-App runterlädt...
Aber verlassen kann man sich auf die Tram-Automaten seit x Jahren nicht mehr.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.07.2026 12:22 von Nordender.
Zitat
Nordender
Als ob jeder Touri sich sofort nach Ankunft eine regionale Fahrschein-App runterlädt...

Also ich mache das bisweilen, wenn es bequemer ist. Inzwischen habe ich eine ganze Menge solcher Apps auf dem Handy und nutze sie rege.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Nemo
Man darf also nur noch spontan sein, wenn man ein Bankkonto, eine Kreditkarte und ein geladenes Smartphon mit ausreichend guter Netzanbindung und ausreichendem Guthaben hat?

Mag sein, allerdings wüsste ich gerne welcher Personenkreis heutzutage alle diese fünf Kriterien in der Summe nicht erfüllt. Selbst behinderte Menschen haben ein Bankkonto und nicht wenige davon nutzen Smartphones. Und die wirklich bedürftigen Leute haben einen Betreuer, den sie fragen können und/oder eine Wertmarke besitzen.

Oder anders gefragt. Ist man mit Bargeld und Münzgeld denn spontaner? Muss das nicht auch erst beschafft werden? Insbesondere bei den Schrottautomaten der BVG, die nur Münzen annehmen oder, wenn die Münzen einen Kratzer zu viel haben, nicht mal das.

Wenn wirklich nur noch sieben Prozent der Verkäufe an den Automaten getätigt werden, frage ich mich wie es die anderen 93 Prozent schaffen. Warum redet keiner über sie oder fragt sie? Man sieht ja auch hier wieder, dass der Aspekt des Wollens stärker gewichtet wird als das Können. Und letzteres kann man sich zeigen und beibringen lassen.

Ich bin bei der Automatenentscheidung hin- und hergerissen und habe keine klare Meinung dazu. Aber so wirklich alternativlos erscheinen mir Automaten in einer Digitalisierten Welt nicht mehr.

Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Nordender
Als ob jeder Touri sich sofort nach Ankunft eine regionale Fahrschein-App runterlädt...

Also ich mache das bisweilen, wenn es bequemer ist. Inzwischen habe ich eine ganze Menge solcher Apps auf dem Handy und nutze sie rege.

Ich mache das auch. Auch deswegen, weil regionale Apps mit regionalen Eigenheiten besser klar kommen. Im Gegenzug rate ich jedem Berlin-Besucher, der mit den Öffis mobil sein will, sich die Jebi-App zu installieren.

Zitat
Florian Schulz
Zitat
Nemo
Man darf also nur noch spontan sein, wenn man ein Bankkonto, eine Kreditkarte und ein geladenes Smartphon mit ausreichend guter Netzanbindung und ausreichendem Guthaben hat?

Mag sein, allerdings wüsste ich gerne welcher Personenkreis heutzutage alle diese fünf Kriterien in der Summe nicht erfüllt.

Also Leute ohne Kreditkarte kenne ich eine ganze Menge. Erst kürzlich konnte ich einen Freund überreden, sich endlich eine zu beschaffen um flexibler zu sein. Das dauert ja auch wirklich keine fünf Minuten und tut überhaupt nicht weh - ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum viele so lange zögern und lieber mit den Nachteilen einer Girocard Vorlieb nehmen.


Zitat
Florian Schulz
Oder anders gefragt. Ist man mit Bargeld und Münzgeld denn spontaner?

Auf gar keinen Fall. Führt man es in ausreichender Stückelung jederzeit griffbereit mit sich ist man allenfalls ähnlich spontan, wie mit einer Kreditkarte, da das Geld ja auch noch von allen Geschäftspartnern abgezählt werden muss.


Zitat
Florian Schulz
Wenn wirklich nur noch sieben Prozent der Verkäufe an den Automaten getätigt werden, frage ich mich wie es die anderen 93 Prozent schaffen.

Es sind ja nur dann sieben Prozent, wenn nicht mehr als 100 Personen pro Tag pro Straßenbahnfahrzeug unterwegs sind, wenn ich das richtig verstanden habe.


Zitat
Florian Schulz
Ich bin bei der Automatenentscheidung hin- und hergerissen und habe keine klare Meinung dazu.

Solange der VBB nicht sein komplettes Fahrausweissortiment digital anbietet, sind Automaten sowie personalbedienter Verkauf unverzichtbar. Persönlich sind mir physische Fahrkarten lieber als virtuelle, da man dadurch nicht immer darauf achten muss, ob das Handy ausreichend geladen ist. Ich wäre deshalb dafür, sich jede beliebige Fahrkarte auf seine FahrCard laden zu können.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
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m7486
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Jay
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m7486
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Jay
Rechtsbruch ist kein Fortschritt. Fortschritt wäre es gewesen, wenn sich die BVG rechtzeitig um eine neue Vertriebsstruktur bemüht hätte, statt 20 Jahre die Beschaffung neuer Automaten zu verschleppen und dann zu behaupten, man bräuchte sie eigentlich auch gar nicht mehr.

Wegen Leuten, die bei allem mit "Rechtsbruch" argumentieren, fällt dieses einstmals fortschrittliche Land jedes Jahr einen Platz zurück. Im Zweifel suchen wir einen juristischen Strohhalm, als positiv zu sehen, dass 99,9% der Menschen ohne Fahrkartenautomaten auskommen und der Verzicht auf die Investition Geld spart und vielleicht sogar zusätzlichen Platz in der Bahn schafft.

Du bist offenbar mit einfachen Prinzipien des Rechtsstaats überfordert.

Die Fahrzeuge haben gut 3 Jahre Verspätung. Die Erneuerung der Automaten sogar 20 Jahre. Die BVG hatte also jede Zeit der Welt für ihren "Wunschzustand" die notwendigen rechtlichen Grundlagen zu schaffen. Sie hat es aber schlichtweg nicht getan und glaubt wieder einmal, dass sie das Problem aussitzen kann und damit durch kommt.

Die BVG ist nach wie vor verpflichtet einen Fahrscheinverkauf an den Haltestellen oder im Fahrzeug anzubieten. Sie ist bereits mit der unabgestimmten Verkaufseinstellung in den Bussen gescheitert. Da sollte man eigentlich auch mal etwas Lernfähigkeit erwarten können. Und dennoch versucht sie es jetzt erneut unabgestimmt und ohne vorherige Anpassung der Beförderungsbedingungen (die die rechtliche Vertragsgrundlage darstellen).

Im Übrigen fallen wir als Land zurück, weil wir die Zukunftsinvestitionen verschlafen oder gezielt sabotiert haben. Da passt die völlig veraltete IT-Struktur der BVG und die gescheiterten Modernisierungsversuche auch wunderbar rein.

Und deshalb musst du beleidigend werden? Weil ich eine andere Position vertrete als die Mehrheit hier, bin ich mit "einfachen Prinzipien des Rechtsstaats überfordert"?

Es geht mir hier - als offenbar der Mehrheit - eben nicht darum, auf dem Prinzip zu beharren. Wenn jemand dagegen klagen will, weil er in der M4 ohne Fahrschein erwischt wird und sich auf die Beförderungsbedingungen beruft, wird er das tun. Vielleicht sogar ganz bewusst. Das steht jedem frei.

Worum es mir geht: Auch die Rechtsprechung lebt nicht im Jahr 1980. Wenn die BVG ihre Beförderungsbedingungen auf Basis eines Urteils anpassen muss, dann braucht sie offenbar diese Erleuchtung über Umwege. Ärgerlich, hätte man nicht gebraucht. Aber sich daran zu ergötzen, dass künftig durchschnittlich 7 Fahrgäste pro Straßenbahn künftig einen Fahrschein im Vorhinein kaufen müssen, ist absurd und wird hier gar mit mangelnder Inklusion in Verbindung gebracht, in einer Stadt, in der Millionen in Aufzüge und barrierefreie Fahrzeuge investiert wurden.
Ein Betrieb im ÖPNV hat auch wirtschaftlich zu denken (muss es aber glücklicherweise nicht auf jeder Linie sein). Tausende Euro jedes Jahr pro Straßenbahn zu investieren (Erstinvestition plus Wartung / Service) ist nicht wirtschaftlich, WENN es Alternativen gibt. Und die gibt es: Vorher kaufen, App, Monatskarte/Deutschlandticket.

So gut wie niemand fährt spontan Straßenbahn. Früher schrieb man viele Briefe und deckte sich vorab mit Briefmarken ein, niemand ist zum Briefkasten gegangen und hat den Briefmarkenautomaten gesucht. Leben in der Großstadt bedeutet Planung und es ist absurd, dass man die 0,1 Prozent der Fahrgäste rausgreift und sich daran aufhängt. In einem Nahverkehrsforum im Thread "Neue Straßenbahnwagen für Berlin".

Die unnötige Schärfe hast du hinein gebracht, indem du versuchst zu unterstellen, dass das Beharren auf rechtsstaatlichen Prinzipien innovationsfeindlich sei. Auch mit diesem Beitrag versuchst du wieder das eigentliche Problem und die daran gestellte Kritik zu ignorieren: Nämlich dass die BVG kein Konzept dafür aufgestellt hat, obwohl ihr die Thematik lange bekannt ist.

Ebenso ignorierst du den Punkt, dass die angeblich nur 7 Fahrgäste keinerlei Aussagekraft haben, weil die vorhandene Vertriebsstruktur aus dem zuvor genannten Grund hoffnungslos veraltet ist. Was überhaupt nicht erfasst wird (und werden kann), wie viele Fahrgäste kaufwillig sind, aber keine Fahrkarte am Automaten kaufen können, weil dieser sowieso defekt ist oder die Münzen nicht annimmt.

Und nochmals: Man kann gerne der Meinung sein, dass ein Vertrieb am Automaten nicht mehr zeitgemäß ist, nur braucht man als Unternehmen (noch dazu als Anstalt öffentlichen Rechts) eine passende und abgestimmte Migrationsstrategie mit der man einen Systemwechsel (rechtssicher) vollzieht. Genau das ist bisher nicht passiert und genau das ist meine Kritik.

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Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
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Florian Schulz
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Alter Köpenicker
Zitat
Nordender
Als ob jeder Touri sich sofort nach Ankunft eine regionale Fahrschein-App runterlädt...

Also ich mache das bisweilen, wenn es bequemer ist. Inzwischen habe ich eine ganze Menge solcher Apps auf dem Handy und nutze sie rege.

Ich mache das auch. Auch deswegen, weil regionale Apps mit regionalen Eigenheiten besser klar kommen. Im Gegenzug rate ich jedem Berlin-Besucher, der mit den Öffis mobil sein will, sich die Jebi-App zu installieren.

Und ich finde es wiederum ziemlich nervig, wenn man für jede Stadt eine eigene App installieren und vor allem einen Account anlegen muss (das finde ich noch nerviger als die Installation der App an sich). Das ist der Reiz an diesen Kreditkarte-an-Terminal-Systemen, die sicher immer stärker verbreiten: Angebot auswählen, Karte gegenhalten, und gut ist. Weiterer Vorteil: in der Regel sind die Kosten durch einen Tageskartenpreis gedeckelt, man muss also nicht vorher überlegen, wie oft man fährt.

Diese Systeme funktionieren inzwischen übrigens auch vielfach mit handelsüblichen Bankkarten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.07.2026 14:06 von def.
Zitat
def
Und ich finde es wiederum ziemlich nervig, wenn man für jede Stadt eine eigene App installieren und vor allem einen Account anlegen muss (das finde ich noch nerviger als die Installation der App an sich). Das ist der Reiz an diesen Kreditkarte-an-Terminal-Systemen, die sicher immer stärker verbreiten. Die funktionieren inzwischen übrigens auch vielfach mit handelsüblichen Bankkarten.

Ich nutze solche Apps für die Navigation vor Ort. Das Ticketproblem gehe ich mit dem D-Ticket aus dem Weg. Und sollte doch mal ein Ticket vonnöten sein, wie zum Beispiel eine Fahrradkarte, wird der DB Navigator gestartet.

Kreditkarte als Zahlungsmittel sieht man häufig in den Niederlanden. Da sind Lesesysteme sogar in den Bussen verbaut. Ranhalten, fertig. Dauert keine Sekunde. Sehr beeindruckend.





1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.07.2026 14:09 von Florian Schulz.
Hat hierzulande jedes besser Kloh.
Zitat
Florian Schulz
Zitat
def
Und ich finde es wiederum ziemlich nervig, wenn man für jede Stadt eine eigene App installieren und vor allem einen Account anlegen muss (das finde ich noch nerviger als die Installation der App an sich). Das ist der Reiz an diesen Kreditkarte-an-Terminal-Systemen, die sicher immer stärker verbreiten. Die funktionieren inzwischen übrigens auch vielfach mit handelsüblichen Bankkarten.

Ich nutze solche Apps für die Navigation vor Ort. Das Ticketproblem gehe ich mit dem D-Ticket aus dem Weg. Und sollte doch mal ein Ticket vonnöten sein, wie zum Beispiel eine Fahrradkarte, wird der DB Navigator gestartet.

Kreditkarte als Zahlungsmittel sieht man häufig in den Niederlanden. Da sind Lesesysteme sogar in den Bussen verbaut. Ranhalten, fertig. Dauert keine Sekunde. Sehr beeindruckend.

Das D-Ticket und der DB-Navigator sind halt in seiner Gültigkeit etwas begrenzt, wenn man im Ausland unterwegs ist. :) Und gerade da hat man das Problem nicht, weil solche Systeme, wie Du sie aus den Niederlanden beschreibst, inzwischen recht verbreitet sind. Das liegt bestimmt am EU-Datenschutzrecht, dass das u.a. in Italien, der Slowakei, Frankreich, Polen, Tschechien und den Niederlanden geht, nur im großen Freilichtmuseum zwischen Helgoland und Kufstein nicht.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.07.2026 14:50 von def.
Man hat einfach die Chance einen woanders bewährten Automaten für Bus und Tram einzukaufen und für Berlin tauglich zu machen, seit gefühlt 30 Jahren.

Übrigens gibt es auch im modernen Ausland wie Alicante keine Ticket-App. Da ist Vorverkauf für die Tram angesagt, ausserhalb der Saison manchmal schwierig ausserhalb. Allerdings gab es eine Zeitlang einen Bonus dort. Flugticket abstempeln und dann eine Fahrt ÖPNV kostenlos!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.07.2026 17:52 von Nordender.
Zitat
Florian Schulz
Kreditkarte als Zahlungsmittel sieht man häufig in den Niederlanden.

Nicht nur dort, sondern im ganzen Rest der Welt mit Ausnahme von Deutschland.


Zitat
Florian Schulz
Da sind Lesesysteme sogar in den Bussen verbaut. Ranhalten, fertig. Dauert keine Sekunde. Sehr beeindruckend.

Auch das ist außerhalb Deutschlands weit verbreitet.
Überaus verblüfft war ich, einen solchen Ticketautomaten vor über vier Jahren in diesem selbstgebauten halben Zweirichter-T3 in Oradea vorzufinden. Der Automat machte ebenfalls einen selbstgebauten Eindruck. Er sah aus wie ein alter Entwerter und hatte kein Display. Nachdem man seine Kreditkarte an das Gerät hielt, wurden umgerechnet etwa 60 Eurocent abgebucht und eine kleine, frischgedruckte Fahrkarte ausgegeben.


Rumänien wechselt zur Zeit von Schaffnerverkauf auf App-und Internetverkauf und überspringt die Automaten-Ära gleich komplett.





1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.07.2026 19:55 von Florian Schulz.
Was eine krude Diskussion. Man merkt wie rückständig die Menschen hier sind. Schaut man nach Paris, London, Stockholm, Bozen, Göteborg überall kommen die Menschen digital klar bzw. können Tickets in Geschäften kaufen. Und das soll in Berlin nicht möglich sein bzw. gibt Diskussionen? Vielleicht sollte man einfach manchmal was machen und nicht immer alles verdenken. Dieses ewige Gedanken machen ist auch der Grund, warum wir hier für Streckensanierungen oder Neubauten so ewig brauchen. Etwas mehr Mut und Freiheit im Denken und Handeln würde allen gut tun.
Zitat
def
Das D-Ticket und der DB-Navigator sind halt in seiner Gültigkeit etwas begrenzt, wenn man im Ausland unterwegs ist. :) Und gerade da hat man das Problem nicht, weil solche Systeme, wie Du sie aus den Niederlanden beschreibst, inzwischen recht verbreitet sind. Das liegt bestimmt am EU-Datenschutzrecht, dass das u.a. in Italien, der Slowakei, Frankreich, Polen, Tschechien und den Niederlanden geht, nur im großen Freilichtmuseum zwischen Helgoland und Kufstein nicht.

Also Italien hinkt da vielfach auch noch hinterher, besonders der Süden des Landes ist da recht rückständig. In Palermo gibt es Fahrkarten nur im personalbedienten Vorverkauf, wobei es selbst an den Fahrkartenschaltern der Verkehrsbetriebe oft lediglich Einzelfahrscheine gibt - Tages- sowie Mehrtageskarten sind oft nicht vorrätig. In Rom gibt es Fahrkarten aus Papier, die einen RFID-Chip beherbergen, der mit Fahrkarten aller Art aufgeladen werden kann. Für Fahrten mit S-Bahn und Regionalbahn habe ich in allen Teilen des Landes mit der App von Trenitalia gute Erfahrungen gemacht; sogar eine Tageskarte für die S-Bahn Palermo habe ich damit schon öfters erworben. Erschwerend kommt dort noch hinzu, dass es kaum Verbundfahrscheine gibt: Eine Fahrkarte, gekauft in einem U-Bahnhof von Catania ist wirklich nur in der U-Bahn gültig und nirgendwo anders. An die mangelnde bzw. erst gar nicht vorhandene Fahrgastinformation möchte ich lieber erst gar nicht denken.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Florian Schulz
Rumänien wechselt zur Zeit von Schaffnerverkauf auf App-und Internetverkauf und überspringt die Automaten-Ära gleich komplett.

Ich war schon in einigen Städten in Rumänien und habe dort in noch keinem Nahverkehrsmittel einen Schaffner erlebt.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alba Coach
Was eine krude Diskussion. Man merkt wie rückständig die Menschen hier sind. Schaut man nach Paris, London, Stockholm, Bozen, Göteborg überall kommen die Menschen digital klar bzw. können Tickets in Geschäften kaufen. Und das soll in Berlin nicht möglich sein bzw. gibt Diskussionen? Vielleicht sollte man einfach manchmal was machen und nicht immer alles verdenken. Dieses ewige Gedanken machen ist auch der Grund, warum wir hier für Streckensanierungen oder Neubauten so ewig brauchen. Etwas mehr Mut und Freiheit im Denken und Handeln würde allen gut tun.
Schweden hat übrigens gerade ein "Rückkehr zum Bargeld-Gesetz" verabschiedet. Man sieht dort Gefahren und Risiken, wenn nur noch alles online läuft.

Aber lass Dir mal weiter von Tech-Konzernen, Banken und Kreditkartenfirmen einreden, dass Bargeldzahler rückständig sind und sich die Gefahren und Risiken nur ausdenken.
Zitat
Alba Coach
Was eine krude Diskussion. Man merkt wie rückständig die Menschen hier sind. Schaut man nach Paris, London, Stockholm, Bozen, Göteborg überall kommen die Menschen digital klar bzw. können Tickets in Geschäften kaufen. Und das soll in Berlin nicht möglich sein bzw. gibt Diskussionen? Vielleicht sollte man einfach manchmal was machen und nicht immer alles verdenken. Dieses ewige Gedanken machen ist auch der Grund, warum wir hier für Streckensanierungen oder Neubauten so ewig brauchen. Etwas mehr Mut und Freiheit im Denken und Handeln würde allen gut tun.

Du ignorierst die Art und Weise der Umstellung komplett. Der allergrößte Kritikpunkt ist das planlose (und gegen die bisherigen VBB-Bestimmungen verstoßende) hineinstolpern in die automatenlose Zeit in Straßenbahnen, bei der sporadische Fahrgäste ungeahnt in eine Schwarzfahrfalle geschickt werden. Und tatsächlich ist die Frage, ob damit unnötige neue Barrieren zur Öffi-Nutzung geschaffen werden. Ist Dir aber alles egal, weil "rückständig". Sollen die Rückständigen alle schnell sterben, oder was?
Der ÖPNV soll für die Menschen da sein, nicht die Menschen für den ÖPNV.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.07.2026 22:22 von nicolaas.
Volle Zustiimung, nicolaas, dem ist nichts hinzuzufügen.

Viele Grüße und habe eine gute Zeit
Zitat
Alter Köpenicker
Also Italien hinkt da vielfach auch noch hinterher, besonders der Süden des Landes ist da recht rückständig.

Das gilt aber für eigentlich alles. Auch so Kleinigkeiten wie die Ankündigung der nächsten Haltestelle oder gar Fahrplanaushänge sind in Süditalien ja nicht üblich.
Aber weil es eine Technologie in Italien gibt, heißt das ja nicht, dass sie dort flächendeckend verbreitet ist. Die gut hundert Jahre alten Oldtimer in Mailand sind z.B. mit solchen Terminals ausgestattet. Der Fahrkartenkauf ist dort einfacher als in den hochmodernen Urbanliners...
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