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Mehrleistungsprogramm April 2021
geschrieben von Ingolf 
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Wikipedia
Seit 1997 befindet sich direkt am Bahnhof Friedrichstraße eine Straßenbahn-Haltestelle. Zuvor war ein längerer Fußweg zurückzulegen, um zu dem in der gleichen Zeit sanierten Bahnhof zu kommen. Seitdem halten die Straßenbahnen in der Wendeschleife Am Kupfergraben in der Nähe der Humboldt-Universität und der Museumsinsel.

Stimmt das so? Ich dachte, die Bahnen haben am Kupfergraben "schon immer" ihre Haltestelle gehabt und nur das Stück zwischen Weidendammer Brücke und HU wäre neu.
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def
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Mont Klamott
Zu „Westberliner-Zeiten“ gingen auch viele U-Bahnstrecken in Betrieb, von denen die gesamte Stadt heute profitiert.
Die Anbindung der Gropiusstadt ist hervorragend, beim Märkischen Viertel ist die Diskussion ja bekannt.

Leider ist aber bei den Westberliner Großsiedlungen eher die Gropiusstadt als das MV die Ausnahme. Und das liegt nicht nur an der Konzentration auf U-Bahnen (die dann doch nie kamen), sondern auch daran, dass viele Großsiedlungen per se schienenfeindlich angelegt sind, rein aus der städtebaulichen Perspektive. Ideal für eine Schienenanbindung ist es nämlich, die baulichen Schwerpunkte entlang bestimmter Achsen zu konzentrieren - und genau das spielte keine Rolle, wie man am besten am MV sieht.

Vollkommen richtig.

Die Gropiusstadt dürfte sogar das einzige Beispiel einer Großsiedlung sein, bei dem man sich bei Planung und Bau nach dem SPNV gerichtet hat und nicht andersherum, allerdings war auch sie anfangs nicht so verdichtet geplant, wie es dann umgesetzt wurde. Gut, bei der Paul-Hertz-Siedlung war es noch ein „glücklicher Zufall“, aber auch hier sieht man deutlich, dass die Autoanbindung klar im Vordergrund stand. Ein besseres Beispiel als das MV ist eigentlich noch eine andere West-Berliner (große) Großsiedlung, das Falkenhagener Feld. Hier war nie ernsthaft eine U-Bahn vorgesehen, selbst im 200 km-Plan ist es wohl eher eine nachrangige Idee gewesen, die Kleinprofillinie U1 bis an den Stadtrand zu führen.

Aber auch in der Stadtplanung hat man sich beim MV leider eher am FF als an der Gropiusstadt orientiert, die (m.E. zu unrecht) die meiste Kritik an Großsiedlungen abbekommen hat. Denn das FF hat man bewusst so aufgelockert angelegt, dass ungefähr die gleiche Einwohnerzahl der Gropiusstadt in der 2,5 fachen Fläche leben. Das wäre absolut kein Problem, wenn es Siedlungsschwerpunkte geben würde, die es selbst im MV gibt. Aber so gibt es dort nur eine verbindende Straße, die Falkenseer Chaussee, die sechsspurig ausgebaut wurde. Immerhin wäre das wirklich prädestiniert für eine Straßenbahn.
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VvJ-Ente
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Wikipedia
Seit 1997 befindet sich direkt am Bahnhof Friedrichstraße eine Straßenbahn-Haltestelle. Zuvor war ein längerer Fußweg zurückzulegen, um zu dem in der gleichen Zeit sanierten Bahnhof zu kommen. Seitdem halten die Straßenbahnen in der Wendeschleife Am Kupfergraben in der Nähe der Humboldt-Universität und der Museumsinsel.

Stimmt das so? Ich dachte, die Bahnen haben am Kupfergraben "schon immer" ihre Haltestelle gehabt und nur das Stück zwischen Weidendammer Brücke und HU wäre neu.

Richtig, das Stück zwischen Weidendammer Brücke und der Kreuzung Dorotheenstraße / Charlottenstraße ist neu. Die ganze Blockumfahrung Dorotheenstraße – Am Kupfergraben – Georgenstraße – Planckstraße gab es im Wesentlichen schon vorher. Nur dass die Ein- und Ausfahrt von Norden über die Planckstraße und nicht wie heute von Westen über die Dorotheenstraße erfolgte und zwischen Geschwister-Scholl-Straße und Planckstraße auf der anderen Seite der Stadtbahn gefahren wurde (also vor dem heutigen Jakob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, wo sich auch die stadtauswärtige Haltestelle S+U Friedrichstraße befand). Und man konnte damals in der Blockumfahrung im Kreis fahren, also von der stadtauswärtigen Haltestelle S+U Friedrichstraße nach links in die Planckstraße abbiegen.

Die Endhaltestellen hinter der Uni und hinter dem Maxim-Gorki-Theater gab es schon vor 1997. In Höhe der heutigen Haltestelle Georgenstraße / Am Kupfergraben war eine weitere Endhaltestelle, wobei die wohl in der letzten Zeit vor der Umverlegung der Zufahrtsstrecke zur Blockumfahrung nicht mehr benutzt wurde.
Die Haltestelle Universtätsstraße ist aber tatsächlich neu – damals befand sich in dieser Höhe schon die Weiche für das Überholgleis der Haltestelle hinter der Uni. Insofern muss ich meine Aussage von weiter oben einschränken (wobei die neue Haltestelle zwar im Zuge der Streckenverlegung entstanden ist, aber nicht an dem neu gebauten Abschnitt liegt).
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Alter Köpenicker
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B-V 3313
1995: Wedding I,
1997: Wedding II, Friedrichstraße
1998: Alex I
2000: Französisch-Buchholz, Altstadt Köpenick, Warschauer Straße
2006: Bernauer Straße
2007: Alex II
2011: WiSta I
2014/15: Hauptbahnhof

Hier muß ich leider zwei Punkte abziehen: Am Bf. Warschauer Straße und in der Altstadt Köpenick fuhr ja vorher auch schon eine Straßenbahn. Es wurden dort lediglich die Gleise umverlegt und keine komplett neue Strecke gebaut.

Ich würde nur einen Punkt abziehen, Altstadt Köpenick. An der Warschauer Straße wurde ja in dem Sinne nichts umverlegt, die Wendeschleife gibt es weiterhin, und die M10 wurde tatsächlich um eine Haltestelle verlängert und so der Umsteigeweg zur U1 stark verkürzt. Ich würde mich natürlich freuen, wenn endlich auch die M13 über die Brücke verlängert würde, selbst wenn die dafür umgebaute Endhaltestelle im Zuge der Verlängerung zum Hermannplatz wieder umgebaut werden müsste. Das ist auch ein typisches Beispiel, wo das Warten auf die große Lösung eine kleine, sinnvolle Maßnahme seit Jahr(zehnt)en verzögert, um ja keine vergleichsweise kleinen Geldsummen vermeintlich zu verschwenden.

Da erst vor, mehr oder weniger, die Gleise auf der Oberbaumbrücke entfernt wurden, glaube ich nicht mehr daran, das da überhaupt noch eine Straßenbahn fahren wird in den Westen.

GLG.................Tramy1
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T6Jagdpilot
Das ist die Zeit, in der die Werkstatt kleinere Arbeiten an den Fahrzeugen durchführt..die man dafür extra auf dem E-Wagen taktet.
Den Luxus Verstärkerwagen zusätzlich zu Tourenwagen den ganzen Tag fahren zu lassen, kann man sich nur im Ostblock leisten,wo genug Fahrzeugreserven vorhanden sind.

Verstehe, die kleineren Arbeiten in der 'Pause' sind in der Tat nachvollziehbar.
Gemeint war aber nur, die Doppeltraktionen auf dem Tourenwagen statt auf dem Verstärker fahren zu lassen, von zusätzlich zu den Tourenwagen in der NVZ war von meiner Seite nicht die Rede.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.04.2021 10:40 von VBB/HVV.
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Tramy1
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Alter Köpenicker
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B-V 3313
1995: Wedding I,
1997: Wedding II, Friedrichstraße
1998: Alex I
2000: Französisch-Buchholz, Altstadt Köpenick, Warschauer Straße
2006: Bernauer Straße
2007: Alex II
2011: WiSta I
2014/15: Hauptbahnhof

Hier muß ich leider zwei Punkte abziehen: Am Bf. Warschauer Straße und in der Altstadt Köpenick fuhr ja vorher auch schon eine Straßenbahn. Es wurden dort lediglich die Gleise umverlegt und keine komplett neue Strecke gebaut.

Ich würde nur einen Punkt abziehen, Altstadt Köpenick. An der Warschauer Straße wurde ja in dem Sinne nichts umverlegt, die Wendeschleife gibt es weiterhin, und die M10 wurde tatsächlich um eine Haltestelle verlängert und so der Umsteigeweg zur U1 stark verkürzt. Ich würde mich natürlich freuen, wenn endlich auch die M13 über die Brücke verlängert würde, selbst wenn die dafür umgebaute Endhaltestelle im Zuge der Verlängerung zum Hermannplatz wieder umgebaut werden müsste. Das ist auch ein typisches Beispiel, wo das Warten auf die große Lösung eine kleine, sinnvolle Maßnahme seit Jahr(zehnt)en verzögert, um ja keine vergleichsweise kleinen Geldsummen vermeintlich zu verschwenden.

Da erst vor, mehr oder weniger, die Gleise auf der Oberbaumbrücke entfernt wurden, glaube ich nicht mehr daran, das da überhaupt noch eine Straßenbahn fahren wird in den Westen.

Zum Glauben kannst du in die Kirche gehen. Da die Straßenraumaufteilung der Oberbaumbrücke geändert wurde und auch vorher schon nicht zur Gleislage gepasst hat, wären die eh beim Bau entfernt worden. Es gibt keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Entfernen der Gleise und der geplanten Neubaustrecke.

--- Signatur ---
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VBB/HVV
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T6Jagdpilot
Das ist die Zeit, in der die Werkstatt kleinere Arbeiten an den Fahrzeugen durchführt..die man dafür extra auf dem E-Wagen taktet.
Den Luxus Verstärkerwagen zusätzlich zu Tourenwagen den ganzen Tag fahren zu lassen, kann man sich nur im Ostblock leisten,wo genug Fahrzeugreserven vorhanden sind.

Verstehe, die kleineren Arbeiten in der 'Pause' sind in der Tat nachvollziehbar.
Gemeint war aber nur, die Doppeltraktionen auf dem Tourenwagen statt auf dem Verstärker fahren zu lassen, von zusätzlich zu den Tourenwagen in der NVZ war von meiner Seite nicht die Rede.

Ich hab nicht von Doppeltraktionen geschrieben.
Und nun überleg mal-SL 4 den ganzen Tag Traktionsverkehr, und dann noch auf der 8..
Wann soll an den Fahrzeugen Wartung gemacht werden, glaubt ihr das passiert alles zwischen 21 und 4.00 an allen Wagen.?
Wo..und mit wem soll das leistbar sein? Denkt jetzt nicht ans Wochenende..da arbeitet die Instandhaltung nicht, nur der Service.
Vor allem-was kommt da an Kilometerleistungen zusammen, die dann noch mehr Wartung/Instandsetzung nach sich ziehen..?
Ich wiederhole es gerne was ich schon an anderer Stelle erwähnte..in den Werkstätten ist der Ersatz der in Rente gehenden Personale jetzt schon nicht im Griff,
und man will da in ein paar Jahren noch einen Btf öffnen....................

T6JP
Was mit bisher völlig unbekannt war, das der 365er Mo-Fr von 6 bis 20 Uhr alle 10min fährt.
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micha774
Was mit bisher völlig unbekannt war, das der 365er Mo-Fr von 6 bis 20 Uhr alle 10min fährt.
Das sind Corona-Verstärkerfahrten, weil es sonst gerade im Schüler- / oder Berufsverkehr recht voll auf dem 365er wäre.
Der eine Coronaverstärker war aber ursprünglich nur von 7.30-15 Uhr mit 12 Fahrten geplant und nicht von 6-20 Uhr. Bei der Info der BVG zum 11.4.wurde die Linie auch nicht aufgeführt.
Zitat
micha774
Der eine Coronaverstärker war aber ursprünglich nur von 7.30-15 Uhr mit 12 Fahrten geplant und nicht von 6-20 Uhr. Bei der Info der BVG zum 11.4.wurde die Linie auch nicht aufgeführt.

Nein, der fuhr von Anfang an bis 20 Uhr.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1876-2021
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