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Historische Fragen
geschrieben von Arnd Hellinger 
Re: Historische Fragen
13.05.2021 21:54
Zitat
Arnd Hellinger
So? Die Spezifikation und Vergabe der ersten hundert 481/482 erfolgte aber sChon zwischen Mitte 1991 und Ende 1992 durch eine Arbeitsgruppe aus BVG, BZA München und Hauptverwaltung der DR - also zu einem Zeitpunkt, da die "DB AG" erst in Referentenentwürfen und Empfehlungen der "Regierungskommission Bundesbahn" existierte...

Alles schön und (hofentlich) bekannt, aber die BVG z.B. hätte keine Serienfahrzeuge bestellt, ohne dass auch nur ein einziger Probewagen da gewesen wäre. Den Wahnsinn hat die DB 1995 begangen.

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Re: Historische Fragen
13.05.2021 21:58
Zitat
Slighter
Und sowieso: Die 481 wirken im Innenraum nochmal ein deutliches Stück moderner und fortschrittlicher als die 480er. Dass sie technisch eine Sparpackung sind, steht ja auf einen anderen Blatt.

Als wenn man den Innenraum nicht farblich/gestalterisch hätte anpassen können. Das wäre die wenigste Arbeit gewesen. Der 480er hatte den Nachteil der vielen Führerstände, die Serien-270er waren schon bei der Auslieferung technisch hoffnungslos veraltet.

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Leider gibt es das RBB-Video wohl nur auf Facebook:

Streit um Filetgrundstück

"Direkt am Westkreuz schlummert eine riesige grüne Brache – ein Filetgrundstück für Investoren. Charlottenburg-Wilmersdorf und der Senat würden hier gern einen öffentlichen Park errichten. Die Deutsche Bahn steht diesen Plänen allerdings im Weg"

Im Video sind Gleisreste und ein altes Bahngebäude zu sehen. Meine Frage ist: Was hat es mit den Gleisresten auf sich? War dort hinter dem Bahnhof Charlottenburg eine Güteranlage o.ä.?
Re: Historische Fragen
13.05.2021 22:49
Das dürfte einige Fragen beantworten

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Hm. Schwer zu erkennen. Dürften die Gleise ab 45 und darunter sein? Beantwortet aber nicht die Frage was dies für Gleise waren. Von der S-Bahn wurden sie wohl nicht genutzt. Bzw. liegen sie zwische S- und Fernbahn. Vermutlich einfach nur Abstellgleise des Güterverkehrs? Der Plan ist ja von 1962 wo die Gleise evtl. schon nicht mehr genutzt wurden. Hm. O.k. vielleicht doch nichts besonderes.
Re: Historische Fragen
13.05.2021 23:09
Das sind die Reste des dort erwähnten Bw Charlottenburg.

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Die Seite (die mir bekannt ist) beschreibt nur den Standort des Stellwerks. Klar, dass es vom Bw Charlottenburg ist. Mir geht es ja um die Nutzung der Gleisreste da dort auch noch Reste eines Gebäudes vorhanden sind. Wurden dort Fernverkehrszüge abgestellt oder war dies dort nur dem Güterverkehr vorbehalten? Das Gelände ist ja doch etwas größer. Es muß ja einen historischen Nutzen gehabt haben. Vielleicht hat ja jemand ältere Gleispläne mit Informationen zum Gleisfeld. Die Menge an Gleisen scheinen ja doch einen regen Nutzen gehabt zu haben. Vielleicht wurden dort auch Güter verladen etc.?
Re: Historische Fragen
14.05.2021 00:06
Zitat
der weiße bim
Zitat
Slighter
Anders ausgedrückt: Die DB hat keine 480 mehr bestellt.

Die waren zu teuer und zu kompliziert für die DBAG.
Als ließ man statt die 480er mit Durchgängen, größerem Mehrzweckabteil und weniger Führerständen weiter zu entwickeln eine Sparversion entwerfen und ohne viel Erprobung gleich 1000 Stück davon bauen, um den Preis durch die Menge zu drücken. Das Ergebnis ist bekannt und darf auch heute noch nicht seine konstruktive Höchstgeschwindigkeit ausfahren.

Welche Probleme sind bei den 481er noch nicht behoben, so dass sie die Höchstgeschwindigkeit nicht ausfahren dürfen?
Zitat
B-V 3313
Zitat
Arnd Hellinger
So? Die Spezifikation und Vergabe der ersten hundert 481/482 erfolgte aber sChon zwischen Mitte 1991 und Ende 1992 durch eine Arbeitsgruppe aus BVG, BZA München und Hauptverwaltung der DR - also zu einem Zeitpunkt, da die "DB AG" erst in Referentenentwürfen und Empfehlungen der "Regierungskommission Bundesbahn" existierte...

Alles schön und (hofentlich) bekannt, aber die BVG z.B. hätte keine Serienfahrzeuge bestellt, ohne dass auch nur ein einziger Probewagen da gewesen wäre. Den Wahnsinn hat die DB 1995 begangen.

Aha, für die GT6 hat es also einen oder mehrere Prototypen gegeben? Wann fuhren die denn wo genau und worin unterschieden sie sich von der Serie? Jetzt bitte nicht auf den Leih-Musterzug aus Bremen in 1991 verweisen... :-)

Nein, sowohl für die S-Bahn als auch für die Straßenbahn wurden damals mehr oder weniger "blind" nur am Reißbrett existierende Fahrzeuge in großer Stückzahl bestellt, weil die jeweiligen Bestandsflotten eben tatsächlich mehr Museumsbahnen als zeitgemäßen Verkehrssystemen glichen. Da nahmen sich BVG und DR - notgedrungen - nicht wirklich viel.

Viele Grüße
Arnd
Re: Historische Fragen
14.05.2021 00:42
Zitat
Arnd Hellinger
Aha, für die GT6 hat es also einen oder mehrere Prototypen gegeben? Wann fuhren die denn wo genau und worin unterschieden sie sich von der Serie? Jetzt bitte nicht auf den Leih-Musterzug aus Bremen in 1991 verweisen... :-)

Doch, auf den muss man in dem Falle verweisen. Und man ist damit ja auch schön auf die Schnauze gefallen.

Zitat
Arnd Hellinger
Nein, sowohl für die S-Bahn als auch für die Straßenbahn wurden damals mehr oder weniger "blind" nur am Reißbrett existierende Fahrzeuge in großer Stückzahl bestellt, weil die jeweiligen Bestandsflotten eben tatsächlich mehr Museumsbahnen als zeitgemäßen Verkehrssystemen glichen. Da nahmen sich BVG und DR - notgedrungen - nicht wirklich viel.

Museumsbahnen kann man mit böser Zunge sicherlich sagen, aber auch bei den 481ern gab es bekanntlich Vorserienzüge. Man ließ sich nur kaum Zeit mit der Erprobung, aber trotzdem wurde die Serie leicht anders geliefert (z.B. die Türen).

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat

"GraphXBerlin" am 13.5.2021 um 22.42 Uhr:

Leider gibt es das RBB-Video wohl nur auf Facebook:

Nein, dieser Abendschau-Beitrag von Ulli Zelle ist am vergangenen Sonntag ausgestrahlt worden und damit noch bis zum 9. Mai 2022 auf allen Online-Kanälen des RBBs verfügbar, siehe mein Beitrag im Diskussionsfaden "TV-Tipp".

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
GraphXBerlin
Leider gibt es das RBB-Video wohl nur auf Facebook:

Streit um Filetgrundstück

"Direkt am Westkreuz schlummert eine riesige grüne Brache – ein Filetgrundstück für Investoren. Charlottenburg-Wilmersdorf und der Senat würden hier gern einen öffentlichen Park errichten. Die Deutsche Bahn steht diesen Plänen allerdings im Weg"

Ich weiß, das ist jetzt OT:

Bei diesem Thema - Wohnungsbau - werde ich mit meiner eigenen Linkspartei und den Grünen wohl nie richtig konform gehen können. Man kann doch nicht einerseits ständig berechtigterweise den Mangel an bezahlbarem Wohn- und Gewerberaum beklagen und gleichzeitig - sei es am Westkreuz, am Pankower Tor, in der Rummelsburger Bucht oder sonstwo - den Leuten, die durch Neubau diesen Mangel zu beheben helfen wollen, immer wieder neue Steine in den Weg legen...

Sorry, aber diese kleinkarierte Blockadepolitik geht mir auf die Eier.

Viele Grüße
Arnd



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.05.2021 21:37 von Arnd Hellinger.
Re: Historische Fragen
14.05.2021 19:03
Säcke?

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
Henning
Zitat
der weiße bim
Zitat
Slighter
Anders ausgedrückt: Die DB hat keine 480 mehr bestellt.

Die waren zu teuer und zu kompliziert für die DBAG.
Als ließ man statt die 480er mit Durchgängen, größerem Mehrzweckabteil und weniger Führerständen weiter zu entwickeln eine Sparversion entwerfen und ohne viel Erprobung gleich 1000 Stück davon bauen, um den Preis durch die Menge zu drücken. Das Ergebnis ist bekannt und darf auch heute noch nicht seine konstruktive Höchstgeschwindigkeit ausfahren.

Welche Probleme sind bei den 481er noch nicht behoben, so dass sie die Höchstgeschwindigkeit nicht ausfahren dürfen?

Das ist im Forum auch schon lang und breit durchgehechelt worden..

T6JP
Zitat
B-V 3313
Zitat
Arnd Hellinger
Aha, für die GT6 hat es also einen oder mehrere Prototypen gegeben? Wann fuhren die denn wo genau und worin unterschieden sie sich von der Serie? Jetzt bitte nicht auf den Leih-Musterzug aus Bremen in 1991 verweisen... :-)

Doch, auf den muss man in dem Falle verweisen. Und man ist damit ja auch schön auf die Schnauze gefallen.

Wobei das politisch so gewollt war-das Ding blind zu kaufen hatte den Segen des Verkehrssenators und des damaligen BVG-Chefs-koste es was es wolle.

T6JP
Re: Historische Fragen
14.05.2021 19:21
Zitat
T6Jagdpilot
Wobei das politisch so gewollt war-das Ding blind zu kaufen hatte den Segen des Verkehrssenators und des damaligen BVG-Chefs-koste es was es wolle.

Wir sollten aber nicht vergessen, dass die Straßenbahner (auch die Leitungsbene) alles Ex-BVBer waren. Erfahrungen hatten sie genug.

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Re: Historische Fragen
14.05.2021 20:15
Zitat
B-V 3313
Säcke?

Geil! Made my day! ;-)

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Bitte beachten Sie die aktuelle Landesverordnung zum Infektionsschutz!
Re: Historische Fragen
14.05.2021 22:21
Zitat
Logital
Zitat
B-V 3313
Säcke?

Geil! Made my day! ;-)

Könnte ja sein, dass analog der Zweitimpfung auch andere Dinge Wiederholungen brauchen.

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
Arnd Hellinger
Die Spezifikation und Vergabe der ersten hundert 481/482 erfolgte aber sChon zwischen Mitte 1991 und Ende 1992 durch eine Arbeitsgruppe aus BVG, BZA München und Hauptverwaltung der DR - also zu einem Zeitpunkt, da die "DB AG" erst in Referentenentwürfen und Empfehlungen der "Regierungskommission Bundesbahn" existierte...

Leider wurden diese Ansätze durch die damalige politische Entwicklung wohl zunächst auf Eis gelegt, die BVG schied nach den Perspektiven bezüglich der Rückgabe der Betriebspflichten für das Westberliner S-Bahnnetz aus. Reichs- und Bundesbahn hatten zunächst ganz andere Sorgen, so dass zunächst die Beschaffung der BR 480 fortgesetzt wurde.

Die Baureihe 480 war wegweisend, war sie doch bereits für Anfahrströme bis 5.000 A pro Vollzug (rund 1.000 kW bei 800 V pro Viertelzug) ausgelegt, was die DB Energie (im Gegensatz zur damaligen Abteilung Fahrstromanlagen der BVG) selbst in der jüngsten Zeit für die Neubaureihe 483/484 nicht frei geben konnte. Angesichts der Stromaufnahme für Hilfsbetriebe und Klima werden nur 2-, 4- und 6-Wagenzüge die maximale Beschleunigung realisieren können. Beim Vollzug greift die Netzstrombegrenzung auf 4.000 A.

Erstmals bei der Berliner S-Bahn kamen beim 480er luftgefederte Drehgestelle und Allachsantrieb zur Ausführung.

Noch ein interessantes Detail - schon bei den vier Prototypen wurde der Einbau der Fahrzeuggeräte für die geplante Ausrüstung mit LZB/elektronscher Fahrsperre vorgesehen und erprobt. Auf dem Werksfoto unten gut zu erkennen. Mit der Siemens EZS 800 sollten im S-Bahnbereich der BVG die unzuverlässigen mechanischen Fahrsperren abgelöst werden, lange bevor die Aufsichtsbehörde das ultimativ verlangte. Auch dieses Vorhaben scheiterte letztlich mit dem Ende des BVG-Jahrzehnts im Berliner S-Bahnbetrieb am Desinteresse der Deutschen Bahn an dieser Technik.

so long

Mario


Re: Historische Fragen
15.05.2021 09:02
Zitat
Henning
Zitat
Latschenkiefer
Zitat
Tramy1
Zitat
Henning
Von der DR wurden meines Wissens nur 485er (früher 270) bestellt, keine 480er, oder?

Noch heute lassen sich die "Wessi" und "Ossi" 480er von außen erkennen ohne der Wagennummer. Innen auch. 😀😃🙂

Das war mir auch nicht bekannt, dass es Wessi- und Ossi-480er gibt.

Wieder was gelernt! :-)

Das wusste ich auch nicht. Was sind die Unterschiede zwischen den West- und Ost-480er?

Es gabe keine Wessi- und Ossi-480er, lediglich 2 Serien. Die erste wurde noch zu BVG-Zeiten entwickelt, erkennbar an ihren blinkenden Türschließleuchten. Nach der Wende wurde eine weitere Serie 480er bestellt (2. Serie), technisch gab es mit dieser aber anfangs so einige Probleme. Im Rahmen neuer Technik wurde dort dann auch neue, leider billigere Technik verbaut, sodaß die neuen Züge anfangs so einige Probleme hatten und sich gegenseitig gekillt haben. Da mußten dann Komponenten getauscht werden. Erkennbar sind sie am einmal aufleuchtenden Türschließleuchten wie bei 481ern. Einschränkungen bei der Kuppelbarkeit zwischen den beiden Serien gibt es nicht oder nicht mehr.

Dennis
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