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Potsdamer Platz Umbau: fehlender Tunnel zwischen U2 und S-/Regionalbahn
geschrieben von Mont Klamott 
Gestern wurde in der RBB Abendschau über den Umbau des Potsdamer Platzes berichtet.

[www.rbb24.de]

Ich habe kommentiert, dass es leider keinen Verbindungstunnel von der U2 zur S-Bahn und Regionalbahn gibt. Weshalb wurde dieses wichtige Detail eigentlich damals übersehen ?
Egal welchen Ausgang der U2 man nimmt, man muss immer über eine Straße. Beim westlichen Ausgang gibt es keine Ampel.
Man geht von der U2 hoch, überquert die Straße läuft ein kurzes Stück, um zur S-Bahn runterzulaufen. Gerade bei Regen/Unwetter nicht angenehm.
Die U2 verkehrt hier in Ebene -1, S-Bahn und Eisenbahn in Ebene -2. Man müsste also bis in Ebene -3 hinabsteigen, um zwischen U2 und S-Bahn/Eisenbahn umsteigen zu können.
Der Verbindungstunnel hätte dann aber schon in den 1990er Jahren bei der Sanierung des U- sowie des S-Bahnhofs gebaut werden müssen, als dort keine Hochbauten mit ihren Kellergeschossen und Bohrpfahlgründungen standen.

Da jetzt irgendwie nachträglich einen zweiten "Mäusetunnel" (wie zwischen U2 und U6 in Stadtmitte) hinzufriemeln, halte ich auch wegen der dabei zu sichernden Barrierefreiheit für schwierig - der U2-Bahnsteig liegt ja in derselben Tiefe wie die Verteilerebene der S-Bahn, ein Tunnel müsste also unter dem Richtungsgleis Pankow-Ruhleben der U2 hindurchtauchen.

Und dann gibt es da auch noch die U10-Planung mit ihrer Vorleistung...

Übrigens bezieht sich das gestern in der Abendschau vorgestellte Projekt ausschließlich auf die Öberflächengestaltung un der ehemaligen Daimler-City und wird auch nicht von SenUVK oder BA Mitte betrieben, sondern von den jetzigen Eigentümern des Quartiers.

Viele Grüße
Arnd
Zitat

"Mont Klamott" am 4.6.2021 um 16.09 Uhr:

Ich habe kommentiert, dass es leider keinen Verbindungstunnel von der U2 zur S-Bahn und Regionalbahn gibt.

Hallo Thomas :-)

Zitat

Weshalb wurde dieses wichtige Detail eigentlich damals übersehen?

Welchen Zeitraum meinst Du mit "damals"? Die U-Bahn war zuerst da (1909). Dann wurde der Nordsüd-S-Bahn-Tunnel gebaut (1930er Jahre). Dabei gab es für den S-Bahnhof Potsdamer Platz eine Planungsvariante, in der man vom mittleren Verteilergeschoss (Ebene -1) in östlicher Richtung einen Verbindungsgang zur U-Bahn bauen wollte, also Treppe runter (Ebene -2), unter dem U-Bahngleis Richtung Gleisdreieck hindurch, Treppe rauf und in der Mitte des U-Bahnsteigs herauskommen (Ebene -1). Ähnlich wie viel später zwischen U3 und U7 am Fehrbelliner Platz.

Es gab aber damals auch schon eine Planung für eine weitere U-Bahnlinie im Zuge der Leipziger Straße und dafür wurde bereits beim Nordsüd-S-Bahntunnel die Lücke zwischen dem mittleren und dem südlichen Verteilergeschoss freigehalten (heute Vorleistung für die U3/U10). Ein Verbindungsgang wäre dieser Linie im Weg gewesen sein, also wurde er gestrichen (es waren sowieso konkurrierende Schnellbahnsysteme).

Heute nimmt ein Supermarkt den Platz des alten östlichen Bereichs des mittleren Verteilergeschosses ein, von dem aus man den Verbindungsgang plante. Andere Wege für einen unterirdischen Verbindungsgang sind nicht mehr zu finden, weil der Untergrund am Potsdamer bzw. Leipziger Platz pickepackevoll ist (es gab da 'mal eine ZDF-Dokumentation "Terra X", die das sehr anschaulich darstellte :-)).

Gruß, Thomas

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Danke, Thomas, für die gute Erklärung!
Demzufolge wird es auch keinen direkten Verbindungsgang zwischen der U2 und einer zukünftigen U10 geben, oder doch?

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.
Zitat
Möckernbrücke
Demzufolge wird es auch keinen direkten Verbindungsgang zwischen der U2 und einer zukünftigen U10 geben, oder doch?

Selbstverständlich wird es den geben.
Voraussetzung ist der Weiterbau des (von der Senatverwaltung Bauen und Wohnen damals so genannten) U3-Projekts in östliche Richtung. Seinerzeit wurden zwei Varianten für die Tunnelbahn unter der Leipziger Straße vorbereitet, als U-Bahn oder Straßenbahn. Ausnahmsweise ist die Tunnelhöhe der Bauvorleistung für die Straßenbahn ausreichend bemessen worden.
Parallel zum Tunnelbau unter dem Leipziger Platz wird nebenbei der unterirdische Durchgang errichtet, zwischen dem Bahnsteig der Linie U2 nach unten, dann wieder ansteigend und in der jetzt kommerziell vermarkteten Fläche im S- und Regionalbahnhof endend.

so long

Mario
Wenn es unbedingt unterirdisch sein muss, kommt man ja irgendwann dann doch von der U2 über den Gang zum Bahnsteig der U10/U3 und der „Regionalbahn-Verteilerhalle“ zur S-Bahn, wenn auch ziemlich umständlich, oder sehe ich das falsch?
Zitat
Möckernbrücke
Wenn es unbedingt unterirdisch sein muss, kommt man ja irgendwann dann doch von der U2 über den Gang zum Bahnsteig der U10/U3 und der „Regionalbahn-Verteilerhalle“ zur S-Bahn, wenn auch ziemlich umständlich, oder sehe ich das falsch?

Wer weiß das schon. Jedenfalls sind keine besonders starken Umsteigeströme zwischen U2 und U3/U10 am Potsdamer Platz zu erwarten, also wäre auf einen derartigen Weg wesentlich leichter zu verzichten als auf eine Verbindung zwischen den Eisenbahnhöfen und der U2.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Möckernbrücke
Wenn es unbedingt unterirdisch sein muss, kommt man ja irgendwann dann doch von der U2 über den Gang zum Bahnsteig der U10/U3 und der „Regionalbahn-Verteilerhalle“ zur S-Bahn, wenn auch ziemlich umständlich, oder sehe ich das falsch?

Ich glaube, das würde dann etwas einfacher gehen.
Ich hatte vor Jahren mal die Möglichkeit, den U3/U10-Bahnsteigrohbau zu besichtigen. Damals schloss man auch eine Tür auf, durch die wir dann von diesem Rohbau aus einen Blick auf die S-Bahn-Verteilerebene werfen konnten. Da letztere damals aber noch totale Baustelle war, kann ich nicht mal genau sagen, wo wir da rausgeguckt haben.
Auf jeden Fall dürfte aber ein Weg direkt von der U3/U10 zur S-Bahn-Verteilerebene möglich sein, ohne den Umweg über die Regionalbahn-Verteilerebene. Was aber noch fehlt, ist die Verbindung von der U2 zur U3/U10.
Ah, interessant, Jumbo!
Ich habe mich zum Jahreswechsel 2014/2015 auf einer Silvesterparty im Rohbau der U3/U10 aufgehalten… Eingelassen wurden wir an einer Tür von der Regionalbahn-Halle hoch zum westlichen Ende des U3/U10-Rohbaus. Am östlichen Ende des Rohbaus ist mir nichts aufgefallen, was auf einen Abgang zur S-Bahn-Verteilerhalle hindeutete. Ich war allerdings zu dieser Frage nicht sensibilisiert. Nur an eins kann ich mich erinnern: Es war eine kalte Silvesterparty…

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.
Danke für Eure Erläuterungen. Eine Möglichkeit wäre den Übergang von der U2 zur S-Bahn zumindest autofrei zu gestalten. Das müsste die Linkstrasse sein, die Fußgängerzone werden müsste. Ein Wetterschutz würde vermutlich das Gesamtbild stören, ähnlich wie am alten Flughafen Schönefeld der Weg von der S-Bahn.
Zitat

"Möckernbrücke" am 4.6.2021 um 18.16 Uhr:

Demzufolge wird es auch keinen direkten Verbindungsgang zwischen der U2 und einer zukünftigen U10 geben, oder doch?

Zitat

"der weiße bim" am 4.6.2021 um 18.46 Uhr:

Selbstverständlich wird es den geben.

Da das alles Planungen aus den 1990er Jahren sind, bin ich da sehr viel skeptischer als "der weiße bim". Da ich aber gestern im Büro nicht auf mein Archiv zugreifen konnte, hier noch ein paar Grafiken aus demselben ...

Planung für den zu bauenden S-Bahnhof Potsdamer Platz aus dem Jahr 1936 (nur teilweise so gebaut):



Man kann sehr schön den geplanten Fußgängertunnel sehen und erkennen, dass es keine andere Möglichkeit gab/gibt, von den Enden des U-Bahnsteigs unterirdisch zum S-Bahnhof oder sogar zum Fernbahnhof (der sich noch weiter westlich befindet) zu gelangen.

Planung im Zusammenhang mit den Speerschen Entwürfen zu "Germania" aus dem Jahr 1937:



Aus dieser Zeichnung glaube ich erkennen zu können, dass man nicht nur den Fußgängertunnel gestrichen hat, sondern dass man auch die Linienführung der heutigen U2 zugunsten einer Führung durch die Potsdamer Straße aufgeben wollte, und damit den Fußgängertunnel überflüssig machte.

Planung im Stadtentwicklungsplan Verkehr aus dem Jahr 1995 (im Gegensatz zu den beiden vorherigen Grafiken nach Norden ausgerichtet):


(Original-Scan-Größe)

In dieser Zeichnung ist tatsächlich auch noch ein Fußgängertunnel zwischen dem mittleren Verteilergeschoss des S-Bahnhofs Potsdamer Platz und dem U-Bahnhof Potsdamer Platz enthalten, den man vermutlich mit dem Bau der U3 unter der Leipziger Straße realisieren wollte. Wie geschrieben bin ich sehr skeptisch, was die Realisierungschancen angeht.

Und dann noch ein Ausschnitt aus einem 360°-Panorama des mittleren Verteilergeschosses, das ich am 10. Dezember 2009 anlässlich der Veranstaltung "U10 - Von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück" in der U3-Vorleistung erstellt hatte:


(Webseite)

Man kann links und rechts außen die heutigen Ausgänge zum Leipziger Platz und dazwischen den Supermarkt im Bereich des früheren östlichen Drittels des Verteilergeschosses sehen. Ob der Supermarkt heute noch so heißt oder aussieht, weiß ich nicht.

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.06.2021 09:38 von krickstadt.
Richtig, die Germaniaplanungen sahen vor, die Hochbahn abzureißen. Die Rampe in der Kleiststraße sollte abgerissen werden, es wäre eine viergleisige Tunnelstrecke. Der Bahnhof Nollendorfplatz wäre komplett ersetzt worden, ein neuer viergleisiger U-Bahnhof im Zuge der Bülowstraße sollte gebaut werden. Der Untergrundbahnhof Bülowstraße wäre (westlich der Potsdamer Straße) ein viergleisiger Verzweigungsbahnhof mit der B-Strecke geworden. Die Linie A wäre nach Norden geschwenkt und hätte an der Lützowstraße und dann am Megabahnhof "Runder Platz" (Höhe Potsdamer Brücke) gehalten. Am Potsdamer Platz war ebenfalls ein viergleisiger U-Bahnhof (über der S-Bahn) geplant, worauf der S-Bahnhof bereits vorbereitet war. In diesem Bahnhof sollte die Linie A auf die Großprofillinie F treffen. Höhe Wertheim wäre man wieder auf die vorhandene Strecke getroffen, der U-Bahnhof Leipziger Platz wäre wohl zum weiten Male abgerissen worden.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.06.2021 10:03 von B-V 3313.
Zitat
krickstadt
Planung im Zusammenhang mit den Speerschen Entwürfen zu "Germania" aus dem Jahr 1937:

[...]

Aus dieser Zeichnung glaube ich erkennen zu können, dass man nicht nur den Fußgängertunnel gestrichen hat, sondern dass man auch die Linienführung der heutigen U2 zugunsten einer Führung durch die Potsdamer Straße aufgeben wollte, und damit den Fußgängertunnel überflüssig machte.

Genau. Man wollte die Linie A (heutige U2) aus der Köthener Straße raushaben mitsamt seiner anschließenden Hochbahnstrecke, um am Gleisdreieck Platz für die gigantische Nord-Süd-Achse schaffen. Dazu sollte die Linie A ab Potsdamer Platz mit der Linie L (heutige "U10") Richtung Westen zu einer Gemeinschaftsstecke vereinigt werden. Gleichzeitig hätte man so das Problem der langen Umsteigewege zwischen S- und U-Bahn elegant lösen können. Aufgrund des immensen Baudrucks im Rahmen von Olympia, Kriegsvorbereitung und Co. gehörte dieser Entwurf zu den komplexeren aller Entwürfe und war entsprechend unrealistisch.

--
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2 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.06.2021 10:43 von Florian Schulz.
Zitat
der weiße bim
Seinerzeit wurden zwei Varianten für die Tunnelbahn unter der Leipziger Straße vorbereitet, als U-Bahn oder Straßenbahn. Ausnahmsweise ist die Tunnelhöhe der Bauvorleistung für die Straßenbahn ausreichend bemessen worden.

Oha, das ist aber interessant. Man müsste sich also "nur" dazu entscheiden, die Straßenbahn - statt der U3/U10 - unterirdisch zu bauen? Waren damals Rampen im Bereich Leipziger Platz geplant, oder ist das lediglich eine Bauvorleistung? Mit den jetzigen Straßenbahn-Planungen wird diese Variante ja ohnehin verworfen.

Zitat
krickstadt
Planung im Stadtentwicklungsplan Verkehr aus dem Jahr 1995 (im Gegensatz zu den beiden vorherigen Grafiken nach Norden ausgerichtet):


(Original-Scan-Größe)

In dieser Zeichnung ist tatsächlich auch noch ein Fußgängertunnel zwischen dem mittleren Verteilergeschoss des S-Bahnhofs Potsdamer Platz und dem U-Bahnhof Potsdamer Platz enthalten, den man vermutlich mit dem Bau der U3 unter der Leipziger Straße realisieren wollte. Wie geschrieben bin ich sehr skeptisch, was die Realisierungschancen angeht.

@krickstadt: Danke für deine tollen Ergänzungen.
Auch hier in Bezug auf die Bauvorleistung der U-Bahn: Könnte man nicht trotzdem die Verbindung zwischen U2 und der S-Bahn/Regionalbahn verwirklichen, ohne damit eine mögliche Großprofillinie dauerhaft zu verwirken? Die dort genannte Vorleistung der U3 ist ja deutlich kürzer ausgeführt worden, als dargestellt. Schließt das eine wenigstens temporäre Nutzung als Fußgängerverbindung zwischen U2 und S- und Regionalbahnhof aus und benötigt man dafür den Endausbau der U3/U10?
Zitat
m7486
Auch hier in Bezug auf die Bauvorleistung der U-Bahn: Könnte man nicht trotzdem die Verbindung zwischen U2 und der S-Bahn/Regionalbahn verwirklichen, ohne damit eine mögliche Großprofillinie dauerhaft zu verwirken? Die dort genannte Vorleistung der U3 ist ja deutlich kürzer ausgeführt worden, als dargestellt. Schließt das eine wenigstens temporäre Nutzung als Fußgängerverbindung zwischen U2 und S- und Regionalbahnhof aus und benötigt man dafür den Endausbau der U3/U10?

Ja sicher könnte man eine zusätzliche unterirdische Wegeverbindung bauen.
Diese müsste zum Bau der U10 jedoch in großen Teilen zurückgebaut werden. Mit dieser zusätzlichen U-Bahnlinie und deren Kreuzung mit dem U2-Bahnhof entstünde der Aushub und damit der Platz für den Durchgang praktisch nebenbei. Da die Strecke in der Langfristplanung enthalten ist, hat ein zwischenzeitliches Provisorium Nachteile und wenig Chancen auf Realisierung.
Daher wird es dort bei den paar Metern Weg an der Oberfläche mit Querung einer Nebenstraße auf dem kurzen Umsteigeweg zwischen U2 und S-/Regionalbahn bleiben. Wenigstens der U-Bahnausgang liegt durch die Überbauung mit dem breiterem Nachfolger des "Haus Vaterland" im Trockenen.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Ja sicher könnte man eine zusätzliche unterirdische Wegeverbindung bauen.
Diese müsste zum Bau der U10 jedoch in großen Teilen zurückgebaut werden. Mit dieser zusätzlichen U-Bahnlinie und deren Kreuzung mit dem U2-Bahnhof entstünde der Aushub und damit der Platz für den Durchgang praktisch nebenbei. Da die Strecke in der Langfristplanung enthalten ist, hat ein zwischenzeitliches Provisorium Nachteile und wenig Chancen auf Realisierung.
Daher wird es dort bei den paar Metern Weg an der Oberfläche mit Querung einer Nebenstraße auf dem kurzen Umsteigeweg zwischen U2 und S-/Regionalbahn bleiben.

Der Weg würde doch größtenteils unterhalb des U3-Tunnels liegen. Von daher müsste man doch vermutlich nicht sonderlich viel abreißen, falls die U3 dennoch irgendwann gebaut wird. Lediglich der Teil des Tunnels, der südlich parallel zur U3 verlaufen würde, könnte vielleicht abzureißen sein. Aber selbst da bin ich mir nicht sicher.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat

"B-V 3313" am 5.6.2021 um 10.02 Uhr:

[...] Am Potsdamer Platz war ebenfalls ein viergleisiger U-Bahnhof (über der S-Bahn) geplant, worauf der S-Bahnhof bereits vorbereitet war. In diesem Bahnhof sollte die Linie A auf die Großprofillinie F treffen. [...]

Zitat

Florian Schulz am 5.6.2021 um 10.42 Uhr:

[...] Dazu sollte die Linie A ab Potsdamer Platz mit der Linie L (heutige "U10") Richtung Westen zu einer Gemeinschaftsstecke vereinigt werden. Gleichzeitig hätte man so das Problem der langen Umsteigewege zwischen S- und U-Bahn elegant lösen können. [...]

Vielen Dank Euch beiden für die Bestätigung meiner Vermutung. Ein weiterer Fachmann für die Nordsüd-S-Bahn und den damit zusammenhängenden Bauten hat mir noch per E-Mail mitgeteilt:

Zitat

Auf den mir wohlbekannten Skizzen von Potsdamer Platz ist bei der zweiten bislang niemanden so richtig klar geworden, daß nur die Linie A Seitenbahnsteige erhalten sollte und die geplante neue (Großprofil-)U-Bahnstrecke lediglich Durchgangsgleise ohne Bahnsteig. Der geringe Platz zwischen der mittleren und der südlichen Verteilerhalle des S-Bahnhofs bot nicht mehr Raum für weitere Bahnsteiganlagen.

Viele Grüße an alle, Thomas :-)

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
krickstadt
In dieser Zeichnung ist tatsächlich auch noch ein Fußgängertunnel zwischen dem mittleren Verteilergeschoss des S-Bahnhofs Potsdamer Platz und dem U-Bahnhof Potsdamer Platz enthalten, den man vermutlich mit dem Bau der U3 unter der Leipziger Straße realisieren wollte. Wie geschrieben bin ich sehr skeptisch, was die Realisierungschancen angeht.

Und dann noch ein Ausschnitt aus einem 360°-Panorama des mittleren Verteilergeschosses, das ich am 10. Dezember 2009 anlässlich der Veranstaltung "U10 - Von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück" in der U3-Vorleistung erstellt hatte:


(Webseite)

Es wäre allerdings ein Novum im Berliner U-Bahnnetz wenn es keinen Fußgängerübergang zwischen der U2 und der U3 geben wird.

Hallo Thomas, ich habe mir nochmal deine schönen, oben verlinkten Bilder angesehen: Kann es sein, dass es sich bei dem Bild 18-2009 um die Tür zum Aufgang zur U3 am westlichen Rand der Regionalbahn-Halle handelt, bei Bild 17-2009 um den Zugang zur U3 am Übergang von der östlichen Regionalbahn-Halle zur S-Bahn, und bei Bild 19-2009 (und auf Bild 10-2009 relativ weit links neben "Subway") noch weiter östlich ein dritter Zugang zur U3 in der S-Bahnvorhalle (zu erkennen am orangenen Licht-Laufband)?

Zitat
krickstadt
Man kann links und rechts außen die heutigen Ausgänge zum Leipziger Platz und dazwischen den Supermarkt im Bereich des früheren östlichen Drittels des Verteilergeschosses sehen. Ob der Supermarkt heute noch so heißt oder aussieht, weiß ich nicht.

Du schreibst von dem früheren östlichen Drittel des Verteilergeschosses, welches hinter dem genannten Supermarkt lag. Sind dahinter ungenutzte Bereiche sogar noch vorhanden (ähnlich wie die heute ungenutzten Bereiche der Fußgänger-Verteilerhalle im U-Bhf. Rathaus Steglitz, ich meine die, wo es noch lange Hinweise zu den Bussen 30, 32, 88 gab)?

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.06.2021 18:24 von Möckernbrücke.
Zitat

"Möckernbrücke" am 11.6.2021 um 17.19 Uhr:

Es wäre allerdings ein Novum im Berliner U-Bahnnetz, wenn es keinen Fußgängerübergang zwischen der U2 und der U3 geben wird.

Klar, wenn jemals eine U-Bahnlinie 3 (oder wie auch immer sie dann heißen würde) unter der Leipziger Straße gebaut wird, kann ich mir auch vorstellen, dass der Fußgängertunnel gleich mitgebaut wird.

Zitat

Kann es sein, dass es sich bei dem Bild 18-2009 um die Tür zum Aufgang zur U3 in der westlichen Ecke der Regionalbahn-Halle handelt, bei Bild 17-2009 um den Zugang zur U3 am Übergang von der östlichen Regionalbahn-Halle zur S-Bahn, und bei Bild 19-2009 noch weiter östlich ein dritter Zugang zur U3 in der S-Bahnvorhalle (zu erkennen am orangenen Licht-Laufband)?

Das 17. Bild und das 18. Bild zeigen den ersten von drei Zugängen zur U3-Vorleistung von der Treppe des südlichen Ausgangs zum Leipziger Platz aus (fern und nah ... warum das Veranstaltungsplakat von einem zum anderen Foto umgehängt wurde, kann ich mir gerade nicht erklären, einige Organisatoren der Veranstaltung sind während meines Fotografierens heraus- und hineingegangen). Das 19. Bild zeigt den zweiten von drei Zugängen vom mittleren Verteilergeschoss aus (im 360°-Grad-Panorama noch einmal um 90° nach rechts/Süden gedreht, erkennbar am "Subway"-Schriftzug). Der dritte von drei Zugängen zur U3-Vorleistung befindet sich im Zwischengeschoss eines Zugangs zum Fernbahnhof von der alten Potsdamer Straße aus, den ich am 10.12.2009 nicht fotografiert habe, da ich erst nicht wusste, wo er sich befindet. Das habe ich dann knapp vier Jahre später am 7.7.2013 nachgeholt:



Und hier noch einmal der Plan aus dem Stadtentwicklungsplan Verkehr aus dem Jahr 1995 mit drei roten Pfeilen und der Nummerierung, die ich oben geschrieben habe:



Zitat

Du schreibst von dem früheren östlichen Drittel des Verteilergeschosses. Lag dieses hinter dem genannten Supermarkt, und sind ungenutzte Bereiche sogar noch vorhanden [...]?

Ich schrieb von dem in der folgenden Grafik rot umrandeten Bereich des ehemaligen mittleren Verteilergeschoss, bei ersten Besuchen von Filmteams nach der Wende öfters gefilmt, wie zum Beispiel die markanten, im Halbrund angeordneten Fahrkartenschalter ("a") in einem Bericht der Berliner Abendschau vom 6.4.1990 (Schnappschuss darunter):





Wie sich das beim "Umkrempeln" des Postdamer Platzes dann später verändert hat, weiß ich nicht, da ich noch nie zu einer Besichtigung dieses Teils des Bahnhofs Potsdamer Platz eingeladen worden bin. ;-)

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.06.2021 19:27 von krickstadt.
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