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Tram Turmstraße I - Bauzeitraum ab 08/2021
geschrieben von Arnd Hellinger 
Endlich, nach gefühlten Wochen, hab ich es gestern mal selbst geschafft, mir die Baustelle selbst anzuschauen. Überraschungen gab es dank der fast lückenlosen Dokumentation eigentlich kaum (danke für die tollen Bildberichte!). Ein paar Dinge sind mir dann aber noch aufgefallen. So scheint man sich gerade wirklich auf die Invalidenstraße zu konzentrieren, da war gestern Nachmittag eine Horde an Bauarbeitern damit beschäftigt, die Gleisbögen und Fahrbahn weiter zu bauen. Auf der Turmstraße scheint der Leitungsbau inzwischen wirklich in der Endphase, die Grube höhe Wilsnacker Straße wird, wie oben zu sehen, verfüllt. An der Verwaltungsakademie war gestern auch die Demontage der alten Leitung im Gange. Die Grube an der Stromstraße zeige ich unten.


Im Bereich der Invalidenstraße wurde das Gleisbett beiderseits des Übergangs zum Polizeigelände mit Bitumen oder sowas eingegossen. Hier der Blick nach Osten. Auch interessant, wie die Baustellenabsperrung ermöglicht wurde. Demonstriert auch sehr gut die Fahrbahnstärke



An der Kreuzung Alt-Moabit/Rathenower Straße wurde ja analog zur Kreuzung Invalidenstraße das Gleisbett ausgefräst. Allerdings gings hier dann nicht genau weiter wie an jener. Jedoch wurde/wird hier nun auch großflächig Straßenbelag entfernt. Man kann die Ausfräsung im Vordergrund noch sehen.



Gegen das Licht fotografieren versuche sogar ich zu vermeiden, aber diesmal funktionierte das Motiv nicht so gut. Im Vordergrund das quasi fertige Gleis, Das Gleis im Hintergrund ist aber mehr ein Haufen abgestapelter Blockschwellen samt abgelegten Gleisen. Interessant fand ich, dass hier deutlich wird, wie weit die Schwellen beim Ausrichten hochgeschraubt werden. Denn der Höhenunterschied ist nicht nur Perspektive.



Am U-Bhf Turmstraße scheinen alle Vorbereitungen und der Leitungsbau wirklich durch zu sein. Fast alle alten Anlagen sind weg, ein paar alte Bordsteine und etwas Fahrbahn warten aufs Abtragen und die restliche große Sandfläche wartet geduldig auf einen 20-Mann-Strabag-Trupp, der hier Bürgersteige, Fahrspuren und Gleise errichtet.



Letztes Bild, die Baugrube höhe Turmstraße. Das dürfte die letzte große, die Trasse querende Grube sein, oder?

Zum Schluss sei bemerkt, dass die Komplexitat dieser Baustelle mich doch sehr fasziniert: Hier werden verschiedenste Arbeiten und Bauschritte kleinteilig miteinander verflochten, ohne dass man sich erkennbar verheddert. Auf den ersten Blick werden nur Rohre und Gleise verlegt, aber auf den Zweiten wird klar, dass das Vorhaben hier nicht trivial ist.

Mit Blick auf den Kalender frage ich mich aber, wie lange man noch tatsächlich brauchen wird. Wenn man im Juni fahren will, müsste man im April durch sein. Das sind, je nach Rechnung, 7-8 Monate. Selbst in dem Fall, dass unter der Rathenower Straße keine Leitungen umgebaut werden müssten, würde das nicht etwas knapp werden? ...Wobei es auf 1-2 Monate beim Eröffnungsdatum wohl nicht mehr wirklich ankommt.
Zitat
Slighter
Zum Schluss sei bemerkt, dass die Komplexitat dieser Baustelle mich doch sehr fasziniert: Hier werden verschiedenste Arbeiten und Bauschritte kleinteilig miteinander verflochten, ohne dass man sich erkennbar verheddert. Auf den ersten Blick werden nur Rohre und Gleise verlegt, aber auf den Zweiten wird klar, dass das Vorhaben hier nicht trivial ist.

Mit Blick auf den Kalender frage ich mich aber, wie lange man noch tatsächlich brauchen wird. Wenn man im Juni fahren will, müsste man im April durch sein. Das sind, je nach Rechnung, 7-8 Monate. Selbst in dem Fall, dass unter der Rathenower Straße keine Leitungen umgebaut werden müssten, würde das nicht etwas knapp werden? ...Wobei es auf 1-2 Monate beim Eröffnungsdatum wohl nicht mehr wirklich ankommt.

An dieser Stelle passt es ganz gut, mich auch mal bei allen Berichterstattern zu bedanken. Es macht richtig viel Spaß, den Fortschritt zu beobachten. Die Vorfreude steigt, wobei ich leider nicht mehr direkt im Streckenumfeld wohne. Was hätte man sich damals über die Strecke gefreut ...

Auch würde ich mich der Einschätzung anschließen, dass hier eine komplexe Baumaßnahme sehr zielgerichtet abgewickelt wird. Scheinbar ein tolles Projektteam am Start und auch die Berliner Prozesse in Verwaltung & Politik haben in diesem Fall doch sehr gut funktioniert. Wenn dieses Projekt statt der Sonntagstraße der neue Benchmark für den Straßenbahnausbau wird, können wir etwas zuversichtlicher in Richtung Verkehrswende blicken.
Hallo zusammen!

Erstmal herzlichen Dank an Slighter, vor allem für das erste Foto (siehe dann unten einen Tag später). Und für das letzte Bild (von den Leitungsarbeiten an der Kreuzung Turmstraße/Stromstraße). Ich bin ja meistens gegen 16 Uhr unterwegs, und dann wird dort noch voll gearbeitet.

Ebenso an der Fernwärme-Baustelle auf Höhe der Verwaltungsakademie: Heute sah es so aus, als ob dort nun alle drei neuen, die Trasse querenden Leitungen beiderseits angeschlossen waren. Angesichts der Arbeiten habe ich erneut auf ein Foto verzichtet, ich wollte den Leuten keine fette Kamera ins Gesicht halten. Das schaue ich mir wohl kommenden Samstag nochmal näher an. Ebenso die Leitungsbaugrube auf Höhe Wilsnacker Straße.

Schleierhaft ist mir nach wie vor, wie man den Bereich Alt-Moabit für den Berlin-Marathon provisorisch herrichten will. Lange ist es ja nicht mehr hin. Der Knackpunkt sind meiner Ansicht nach die beiden Fernwärme-Baugruben auf beiden Straßenseiten. Durch die Invalidenstraße soll der Marathon ja nicht führen, sondern geradeaus weiter auf der Straße Alt-Moabit in Richtung Kanzleramt.


Unten noch vier Bilder von mir, alle von heute, Dienstag, 6. September.

Viele Grüße
Manuel


(1) Für den ostgehenden Gleisbogen Rathenower Straße/Alt-Moabit wurde nun ebenfalls das Planum vorbereitet. Es reicht bis an die Fahrbahnkante der Rathenower Straße. Wann und wie es auf der Kreuzung weitergeht, wird man sehen müssen.


(2) Gestern und heute wurden mit enormer Manpower (wie Slighter schon schrieb, könnten da durchaus 20 Personen eingesetzt gewesen sein) die erste neue Verkehrsinsel in diesem Bereich von den Bordsteinkanten her komplett errichtet und das Planum für die Fahrbahn hergestellt. Die Bordsteinkante ganz links im Bild am rechten Fahrbahnrand war schon Ende letzter Woche neu gesetzt. Ob die Bordsteinkante in Blickrichtung rechts am Fahrbahnrand auch neu ist, kann ich nicht sagen, das war mir vor Ort nicht aufgefallen. Man kann nun aber schon gut erkennen, wie hier die Aufteilung des Fahrbahnraums vorgesehen ist.


(3) Vor dem Polizeigelände wurde heute damit begonnen, das neue ostgehende Gleis zu asphaltieren - einschließlich des linken Fahrstreifens. Und hier wurde aufgepasst, dass die seitliche Elastomermatte an der Festen Fahrbahn drin ist ;)


(4) Hier der Blick von der Einfahrt aus in Richtung Osten - vergleiche Bild 1 von Slighter.

Zitat
manuelberlin
Hallo zusammen!

Schleierhaft ist mir nach wie vor, wie man den Bereich Alt-Moabit für den Berlin-Marathon provisorisch herrichten will. Lange ist es ja nicht mehr hin. Der Knackpunkt sind meiner Ansicht nach die beiden Fernwärme-Baugruben auf beiden Straßenseiten. Durch die Invalidenstraße soll der Marathon ja nicht führen, sondern geradeaus weiter auf der Straße Alt-Moabit in Richtung Kanzleramt.

Gute Frage. Wahrscheinlich wirklich über die Seite, welche gerade im Eiltempo beackert wird. Womöglich mitsamt einer Abenteuerlichen Verschwenkung der "Fahrbahn" über den Gehweg oder über einen provisorisch zu asphaltierenden Mittelstreifen an den kritischen Stellen.

Gestern wurde zumindest an der Einmündung Invalidenstraße fleißig asphaltiert. Dann hätte man noch zwei Wochen, etaige Gruben zu schließen oder Mittelstreifen vorzubereiten.
Zitat
manuelberlin
Schleierhaft ist mir nach wie vor, wie man den Bereich Alt-Moabit für den Berlin-Marathon provisorisch herrichten will. Lange ist es ja nicht mehr hin. Der Knackpunkt sind meiner Ansicht nach die beiden Fernwärme-Baugruben auf beiden Straßenseiten. Durch die Invalidenstraße soll der Marathon ja nicht führen, sondern geradeaus weiter auf der Straße Alt-Moabit in Richtung Kanzleramt.

Alt-Moabit, Nordseite. Die betreffende Baugrube wird südlich provisorisch umrundet. Für den Fall der Fälle.
Hallo zusammen!

Heute wieder ein etwas umfangreicheres Update von mir. Ich habe diesmal gezielt am Wochenende fotografiert - so konnte ich mir die Leitungsbaugruben näher ansehen, ohne die Arbeiter mit meiner Kamera zu irritieren.

Alle Fotos sind von heute, Sonntag, 11. September.

Viele Grüße
Manuel


(1) Im Kreuzungsbereich Turmstraße/Stromstraße kommen die Leitungsarbeiten voran. Um die neue Gasleitung (rechts) konnte bereits teilweise verfüllt werden. Links geht es anscheinend um Wasserleitungen. Unter dem zweiten Verbauelement links ragt anscheinend noch ein Rest der alten Abwasser-Druckleitung hervor.


(2) Das kurze Stück Gleis zwischen der Tiefgarageneinfahrt des "Schultheiss Quartiers" und der Lübecker Straße ist nun betoniert und ein Oberleitungsmast wurde aufgestellt.


(3) Blick in die Baugrube der Fernwärmeleitung auf Höhe der Verwaltungsakademie (Südseite der Turmstraße). Hier sind nun alle drei neuen Rohre an den Bestand angeschlossen. Links unter dem Verbau sind noch die abgetrennten alten Rohre zu erkennen.


(4) Baugrube auf der gegenüberliegenden Nordseite: Auch hier scheinen alle drei neuen Rohre an den Bestand angeschlossen zu sein, der Blick auf diesen Bereich ist etwas schwierig. Die Mantelrohre unter der Gleistrasse enden in einem neuen Schacht, der hier gerade gemauert wird.


(5) Die neue Gasleitung, welche die Turmstraße auf Höhe Wilsnacker Straße quert, ist nun fertig und die Baugrube wurde verfüllt. Hier besteht nun für den Gleisbau Baufreiheit im Abschnitt von der Fernwärmeleitungs-Baugrube vor der Verwaltungsakademie bis zum bereits gebauten Gleis vor dem Gerichtsgebäude, welches auf der Kreuzung Turmstraße/Wilsnacker Straße endet.


(6) Kreuzung Alt-Moabit/Rathenower Straße: Die Schienenprofile sind nun angeliefert. Bis zum Marathonlauf müssen die Gleise fertig betoniert und im Kreuzungsbereich auch mit Asphalt eingedeckt sein.


(7) Aus diesem Blickwinkel kann man anhand der im Hintergrund weiterführenden Fahrbahn der Rathenower Straße sehen, wie weit die Baustelle in die Kreuzung vorgeschoben wurde. Möglicherweise kann dann schon im nächsten Schritt die Gleislücke auf der Kreuzung komplett geschlossen werden.


(8) Und die Baugrube für die Fernwärmeleitungen in diesem Bereich, hier ebenfalls zuerst die Südseite. Möglicherweise sollen kommende Woche die neuen Leitungen an den Bestand angeschlossen werden. Die kurzen Mantelrohre um die neuen Leitungen deuten darauf hin, dass auch hier ein neuer, gemauerter Schacht gebaut werden soll.


(9) Das Gegenstück auf der Nordseite. Hier sind neben den Leitungen mit dem großen Querschnitt (unten) auch kleinere Fernwärmeleitungen (darüber) neu verlegt worden.


(10) Die Leitungen mit dem großen Querschnitt sollen hier in Blickrichtung links abgetrennt und an den neu gebauten Abschnitt (oben im Bild) angeschlossen werden, der anscheinend U-förmig um die Bahnstromleitung der BVG herumführt.


(11) Im Einmündungsbereich der Invalidenstraße kommen die Asphaltarbeiten voran. Und auch hier wurde ein Fahrleitungsmast neu aufgestellt.


(12) Blick zurück aus der Invalidenstraße




2 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.09.2022 01:47 von manuelberlin.
Zitat
manuelberlin
Hallo zusammen!
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(1) Im Kreuzungsbereich Turmstraße/Stromstraße kommen die Leitungsarbeiten voran. Um die neue Gasleitung (rechts) konnte bereits teilweise verfüllt werden. Links geht es anscheinend um Wasserleitungen. Unter dem zweiten Verbauelement links ragt anscheinend noch ein Rest der alten Abwasser-Druckleitung hervor.

(3) Blick in die Baugrube der Fernwärmeleitung auf Höhe der Verwaltungsakademie (Südseite der Turmstraße). Hier sind nun alle drei neuen Rohre an den Bestand angeschlossen. Links unter dem Verbau sind noch die abgetrennten alten Rohre zu erkennen.


Danke für das Bildupdate, gerade in den nächsten zwei Wochen wirds ja richtig spannend im Bereich Alt-Moabit. Die Leitungsarbeiten an der Stromstraße scheinen ja auch schnell zu gehen. Aber dazu mal eine Frage: Werden die alten Rohre nicht zurückgebaut? Gerade bei der Fermwärmeleitung hätte ich das erwartet. Ich dachte die Rohre wären der höheren Auflast nicht gewachsen gewesen, weswegen sie aus der Straßenmitte entfernt werden sollten.

Zitat

(6) Kreuzung Alt-Moabit/Rathenower Straße: Die Schienenprofile sind nun angeliefert. Bis zum Marathonlauf müssen die Gleise fertig betoniert und im Kreuzungsbereich auch mit Asphalt eingedeckt sein.

(7) Aus diesem Blickwinkel kann man anhand der im Hintergrund weiterführenden Fahrbahn der Rathenower Straße sehen, wie weit die Baustelle in die Kreuzung vorgeschoben wurde. Möglicherweise kann dann schon im nächsten Schritt die Gleislücke auf der Kreuzung komplett geschlossen werden.

Mein Tipp ist, dass bis Mittwoch in dem Bereich blaue Matten dominieren werden und bis ende der Woche Gleise liegen. Wenn dann zeitnah betoniert und nächste Woche asphaltiert wird, sollte es mit dem Marathon hinhauen.
Hallo zusammen!

Ein kleines Update - alle Bilder sind von gestern, Mittwoch, 14. September.

Zitat
Slighter
Aber dazu mal eine Frage: Werden die alten Rohre nicht zurückgebaut? Gerade bei der Fermwärmeleitung hätte ich das erwartet. Ich dachte die Rohre wären der höheren Auflast nicht gewachsen gewesen, weswegen sie aus der Straßenmitte entfernt werden sollten.

Ich vermute, dass das auch noch geschieht. Im Kreuzungsbereich Turmstraße/Wilsnacker Straße gibt es nun eine neue Baugrube - unklar ist noch, ob es sich um eine weitere Leitung handelt oder um die alte Gasleitung, die nun entfernt werden soll.

Übrigens gibt es neues Ungemach in Form von Abbrucharbeiten: In der Invalidenstraße wurde zwischen dem Abschnitt mit den Betonfertigteil-Tragplatten und der Aldi-Einfahrt der Asphalt aus dem Gleisbereich herausgebrochen. Es sah gestern so aus, als ob auch die Schienenprofile per Schneidbrenner durchtrennt wurden. Aufgrund der laufenden Arbeiten konnte ich mir das gestern leider nicht näher ansehen.

Viele Grüße
Manuel


(1) Im östlichen Kreuzungsbereich Turmstraße/Stromstraße wurde damit begonnen, den Gleisbereich zu asphaltieren. Die Mittelinsel muss noch gepflastert werden, dann kann die Fußgängerquerung benutzt werden und die bauzeitliche Querung, auf der ich für das Foto stehe, entfallen.


(2) Kreuzung Alt-Moabit/Rathenower Straße: Bei dem Fortschritt ist es gut möglich, dass noch diese Woche betoniert werden kann.


(3) Einmündungsbereich Invalidenstraße/Alt-Moabit: Große Fortschritte beim Asphaltieren.


(4) Blick aus der Gegenrichtung


(5) Teilweise ist bereits die Deckschicht verlegt.

Zitat
manuelberlin
Hallo zusammen!

Ein kleines Update - alle Bilder sind von gestern, Mittwoch, 14. September.

Zitat
Slighter
Aber dazu mal eine Frage: Werden die alten Rohre nicht zurückgebaut? Gerade bei der Fermwärmeleitung hätte ich das erwartet. Ich dachte die Rohre wären der höheren Auflast nicht gewachsen gewesen, weswegen sie aus der Straßenmitte entfernt werden sollten.

Ich vermute, dass das auch noch geschieht. Im Kreuzungsbereich Turmstraße/Wilsnacker Straße gibt es nun eine neue Baugrube - unklar ist noch, ob es sich um eine weitere Leitung handelt oder um die alte Gasleitung, die nun entfernt werden soll.

Ja, die hat mich auch kurz verwirrt. Ich dachte kurz, ich steh an der falsche Position. Mal sehen, was daraus wird.

Zitat

Übrigens gibt es neues Ungemach in Form von Abbrucharbeiten: In der Invalidenstraße wurde zwischen dem Abschnitt mit den Betonfertigteil-Tragplatten und der Aldi-Einfahrt der Asphalt aus dem Gleisbereich herausgebrochen. Es sah gestern so aus, als ob auch die Schienenprofile per Schneidbrenner durchtrennt wurden. Aufgrund der laufenden Arbeiten konnte ich mir das gestern leider nicht näher ansehen.

Japp, die Schienen sind da durchtrennt. Aber der Asphalt sieht eigentlich gut aus, evtl. wurde da direkt ausgebessert.


Zitat

(2) Kreuzung Alt-Moabit/Rathenower Straße: Bei dem Fortschritt ist es gut möglich, dass noch diese Woche betoniert werden kann.

Jupp, wurde gestern (Donnerstag) direkt gemacht, und heute wird da haufenweise Boden durch die Gegend gekarrt und verdichtet. Die Deckschicht in der Invalidenstraße kommt auch voran.

Interessanterweise sieht es gerade so aus, als wird zeitnah mit den Gleisen auf dem Mittelstreifen in Alt-Moabit weitergemacht. Da hätte ich vermutet, dass man das erst in 10 Tagen angeht.
Hallo zusammen,

hier nochmal ein kurzes Update - heute ausnahmsweise ohne Fotos. Ich war heute, Freitag, 16. September gegen Mittag vor Ort.

- Leitungsbaugrube Kreuzung Turmstraße/Stromstraße: Dort wurde im Bereich der Fahrbahnmitte heute verfüllt (beide neuen Leitungen). Richtung Süden ist die neue Gasleitung noch nicht angeschlossen beziehungsweise fortgeführt..

- Leitungsbaugrube Höhe Verwaltungsakademie (Fernwärme): Auf der Südseite wurde die Baugrube verfüllt.

- Leitungsbaugrube Höhe Wilsnacker Straße: Dort wurde die Baugrube im Bereich des südlichen Gehwegs verfüllt.

- Kreuzung Alt-Moabit/Rathenower Straße: Die in den letzen Tagen errichteten Teile der Gleisbögen wurden heute betoniert.

- Einmündungsbereich Alt-Moabit/Invalidenstraße: Hier wurde fleißig weiter asphaltiert. Inzwischen zeichnet sich auch ab, wie der Marathon dort hinduchgeführt werden soll.

Viele Grüße
Manuel
Zumindest zum letzten Punkt hab ich ne Illustration. Was die Gleisbögen angeht, so wag ich stark zu bezweifeln, dass das heute passiert ist, außer Beton bindet neuerdings in 2 Stunden völlig ab.


Zitat
Slighter
Zitat
manuelberlin
Übrigens gibt es neues Ungemach in Form von Abbrucharbeiten: In der Invalidenstraße wurde zwischen dem Abschnitt mit den Betonfertigteil-Tragplatten und der Aldi-Einfahrt der Asphalt aus dem Gleisbereich herausgebrochen. Es sah gestern so aus, als ob auch die Schienenprofile per Schneidbrenner durchtrennt wurden. Aufgrund der laufenden Arbeiten konnte ich mir das gestern leider nicht näher ansehen.

Japp, die Schienen sind da durchtrennt. Aber der Asphalt sieht eigentlich gut aus, evtl. wurde da direkt ausgebessert.

Das hört sich nach einem Isolationsfehler an. Nach DIN VDE xxx ist ein maximaler Ableitungsbelag für Gleise von Gleichstrombahnen vorgeschrieben und die Einhaltung natürlich in den Ausschreibungsunterlagen festgeschrieben. Ähnlich wie Wärmebrücken an Gebäuden stellen elektrisch gut leitfähige Verbindungen zum Erdreich einen Qualitätsmangel dar, der die Abnahme der Leistung durch den Auftraggeber ausschließt. Obwohl alles gut aussieht, bleibt dem Auftragnehmer nur der Abbruch und Neuaufbau auf seine Kosten.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.2022 19:56 von der weiße bim.
Was leitet denn so gut, Asphalt, Beton, Luftkanäle, Feuchtigkeit. Meine Fantasie reicht nicht aus dafür.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
😂 🤮 😉😝🤦👍🤔
Zitat
Heidekraut
Was leitet denn so gut, Asphalt, Beton, Luftkanäle, Feuchtigkeit. Meine Fantasie reicht nicht aus dafür.

Die Idee ist, dass der Traktionsrückstrom, der bei Gleichstrombahnen prinzipbedingt (will sagen: bedingt durch die niedrige Spannung) hoch ist, im wesentlichen durch die Schienen zum Unterwerk zurückfliesst. Tut er das nicht, ist das weniger schick, weil dann alles mögliche metallene Gerümpel im Boden ebenfalls an der Stromrückführung beteiligt wird. Und das führt bei Gleichstrom zwangsläufig zu elektrolytischen Effekten und zur Auflösung von z.B. Wasserdruckleitungen...

Story: ein alter Reichsbahner vom Signaldienst hatte mal anno Schnee am Ostkreuz S-Bahn ein Gleisfreimeldeproblem. Er öffnet einen Kabelschacht, nur um festzustellen, dass unten ein hartgewordener See aus Blei zu finden ist. Stellt sich raus: bei einer Baumaßnahme ist bei der temporären Triebstromrückführung mal so richtig was schiefgegangen und ein erklecklicher Anteil der Ampere hat sich einen Weg durch die Bleiummantelung der Signalkabel gesucht. (den Wahrheitsgehalt mag man anzweifeln, wie nennt man das? Signaldienstlatein?)

Gruß

Thrax
Ich hab mal nach Arbeitsschluss die betreffende Stelle mir angeschaut. Geht um diesen Abschnitt hier:


Die betreffende Trennstelle nochmal im Detail. Evtl geht es da auch um Entwässerung zusätzlich zur elektrischen Trennung?



... übrigens ist man ein paar Meter weiter an der Rathenower Straße schon fleißig am Decke asphaltieren.

Reicht denn so ein dünner Schnitt als elektrische Trennung aus?

Heidekraut zum Hauptbahnhof
😂 🤮 😉😝🤦👍🤔
Zitat
Slighter
Ich hab mal nach Arbeitsschluss die betreffende Stelle mir angeschaut. Geht um diesen Abschnitt hier:

Hat es vielleicht etwas mit den beiden kurzen Schienenstücken, die vor dem Kompressor liegen zu tun?
Mutmaßerei: Die Schnitte im Vordergrund könnten auch Entlastungsschnitte sein, damit bei den Arbeiten "am offenen Herzen" die bereits verlegten Schienen und die asphaltierte Fläche keinen Schaden nehmen. Nur so Ideen ins Blaue.
Zitat
Thrax
Die Idee ist, dass der Traktionsrückstrom, der bei Gleichstrombahnen prinzipbedingt (will sagen: bedingt durch die niedrige Spannung) hoch ist, im wesentlichen durch die Schienen zum Unterwerk zurückfliesst. Tut er das nicht, ist das weniger schick, weil dann alles mögliche metallene Gerümpel im Boden ebenfalls an der Stromrückführung beteiligt wird. Und das führt bei Gleichstrom zwangsläufig zu elektrolytischen Effekten und zur Auflösung von z.B. Wasserdruckleitungen...

Story: ein alter Reichsbahner vom Signaldienst hatte mal anno Schnee am Ostkreuz S-Bahn ein Gleisfreimeldeproblem. Er öffnet einen Kabelschacht, nur um festzustellen, dass unten ein hartgewordener See aus Blei zu finden ist. Stellt sich raus: bei einer Baumaßnahme ist bei der temporären Triebstromrückführung mal so richtig was schiefgegangen und ein erklecklicher Anteil der Ampere hat sich einen Weg durch die Bleiummantelung der Signalkabel gesucht. (den Wahrheitsgehalt mag man anzweifeln, wie nennt man das? Signaldienstlatein?)

Schon möglich. Anfangs setzte man völlig auf die Fahrschienen zur Bahnstrom-Rückleitung. Dazu wurden die Schienenstöße mit flexiblen Kupferbrücken versehen und auch parallel verlaufende Fernbahnschienen als Rückleiter gut leitend mit den S-Bahnschienen verbunden. Der Buntmetallklau ist keineswegs ein ganz neues Problem. Gerade zur Kriegs- und Nachkriegszeit wurde viel gestohlen und wegen Materialmangel der Bahnstrommeistereien nicht immer sofort ersetzt. Und am Ostkreuz steht das Bahnstromwerk Markgrafendamm, das früher wie heute größte Unterwerk der Berliner S-Bahn.
Kommen dann noch handwerkliche Fehler bei der Kabelmantelerdung (an mehr als einer Stelle) oder fehlende/abgetrennte/falsch angeschlossene Rückleitungskabel dazu, kann es in der Nähe von Unterwerken schon passieren, dass sich rückstromführende Teile nicht nur allmählich elektrochemisch auflösen, sondern unzulässig aufheizen. Im Extremfall kann das sogar einen Kabelbrand auslösen.
Letztes Beispiel dafür bei der U-Bahn war erst vor knapp acht Jahren, gut sichtbar und führte zu einer längeren Betriebsunterbrechung: B.Z. (mit Foto)

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.09.2022 22:34 von der weiße bim.
Zitat
Stichbahn
Hat es vielleicht etwas mit den beiden kurzen Schienenstücken, die vor dem Kompressor liegen zu tun?
Mutmaßerei: Die Schnitte im Vordergrund könnten auch Entlastungsschnitte sein, damit bei den Arbeiten "am offenen Herzen" die bereits verlegten Schienen und die asphaltierte Fläche keinen Schaden nehmen. Nur so Ideen ins Blaue.

Die Schienenreste haben damit kaum was zu tun.
Schmale Trennschnitte reichen bei kühler Witterung zur Fehlereingrenzung völlig aus und lassen sich nach der Behebung des Fehlers leicht wieder verschweißen. Irgendwo wird noch eine zweite Trennung sein, dazwischen liegt die Fehlerstelle (wenn es wirklich ein Isolationsfehler ist).

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Zitat
Stichbahn
Hat es vielleicht etwas mit den beiden kurzen Schienenstücken, die vor dem Kompressor liegen zu tun?
Mutmaßerei: Die Schnitte im Vordergrund könnten auch Entlastungsschnitte sein, damit bei den Arbeiten "am offenen Herzen" die bereits verlegten Schienen und die asphaltierte Fläche keinen Schaden nehmen. Nur so Ideen ins Blaue.

Die Schienenreste haben damit kaum was zu tun.
Schmale Trennschnitte reichen bei kühler Witterung zur Fehlereingrenzung völlig aus und lassen sich nach der Behebung des Fehlers leicht wieder verschweißen. Irgendwo wird noch eine zweite Trennung sein, dazwischen liegt die Fehlerstelle (wenn es wirklich ein Isolationsfehler ist).

Ich frage mich halt nur, warum auf einen zwischenzeitlich fertigen Abschnitt "Schienenreste" gelegt werden sollten, wenn diese dort nicht benötigt werden ;)
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