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GDL-Streik 1. Runde 2021
geschrieben von BuchholzerJung 
[www.rbb24.de]

Bis 13.8 wird also erstmal gestreikt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.2021 11:22 von BuchholzerJung.
Zitat
BuchholzerJung
[www.rbb24.de]

Bis 13.8 wird also erstmal gestreikt.

Bis 13.8. 2 Uhr sollte man noch hinzufügen.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen S-Bahn/BVG) 1868-2021
Jetzt gibt die GDL sich wirklich Mühe, die noch vorhandenen Sympathien in der Bevölkerung zu verspielen. Volle Bahnen in Pandemiezeiten künstlich zu generieren sollte in dem Fall eigentlich gerichtlich untersagt werden.
Die GDL ist - man möchte fast sagen: leider - nicht auf die Sympathien der Bevölkerung angewiesen, sondern auf die ihrer Mitglieder und potentiellen Mitglieder.
Zitat
m7486
Jetzt gibt die GDL sich wirklich Mühe, die noch vorhandenen Sympathien in der Bevölkerung zu verspielen.

Hätte der Arbeitgeber ein überzeugendes Angebot vorgelegt, müsste die Gewerkschaft nicht zum letzten Kampfmittel greifen. Die 95% Zustimmung in der Urabstimmung sprechen Bände.

--
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2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.2021 12:16 von Florian Schulz.
Ich find die Ankündigung sehr kurzfristig. Meines Erachtens ist das ein Arschlochverhalten gegenüber den Fahrgästen.
Irgendwie habe ich auch immer das Gefühl, dass da eine persönliche Fehde zwischen GDL und EVG mitschwingt und das zum Teil bei solchen Streikentscheidungen mitspielt.
Zitat
Florian Schulz
Zitat
m7486
Jetzt gibt die GDL sich wirklich Mühe, die noch vorhandenen Sympathien in der Bevölkerung zu verspielen.

Hätte der Arbeitgeber ein überzeugendes Angebot vorgelegt, müsste die Gewerkschaft nicht zum letzten Kampfmittel greifen. Die 95% Zustimmung in der Urabstimmung sprechen Bände.

In "normalen" Zeiten wäre ich absolut bei dir. Solange wir aber über Impfpflichten, Abstandsregeln und Virusmutationen diskutieren, ist ein solcher Eingriff in den Alltag von Millionen bis hin zur Gesundheitsgefährdung unabhängiger grob asozial.
Zitat
Florian Schulz
Zitat
m7486
Jetzt gibt die GDL sich wirklich Mühe, die noch vorhandenen Sympathien in der Bevölkerung zu verspielen.

Hätte der Arbeitgeber ein überzeugendes Angebot vorgelegt, müsste die Gewerkschaft nicht zum letzten Kampfmittel greifen. Die 95% Zustimmung in der Urabstimmung sprechen Bände.

Den geforderten 3.2% soll die DB längst zugestimmt haben.

Soll die GDL die Spirale ruhig weiterdrehen.
Höheres Gehalt = höhere Preise = weniger Auslastung = weniger Züge = weniger Arbeitsplätze.
Die KFZ-, Bus- und LKW-Branchen wird das freuen. Was passiert, wenn man die Kunden massiv verärgert und diese Alternativen haben, zeigte der Kohle/Bahnstreik in England. Nach Ende des Streiks waren die Kunden abgewandert und der beschleunigte Niedergang von British Rail begann. Offenbar sind hier die Tarifparteien nicht so weit auseinander, dass ein Streik unabwendbar ist.
Henner
Zitat
micha774
Zitat
Florian Schulz
Zitat
m7486
Jetzt gibt die GDL sich wirklich Mühe, die noch vorhandenen Sympathien in der Bevölkerung zu verspielen.

Hätte der Arbeitgeber ein überzeugendes Angebot vorgelegt, müsste die Gewerkschaft nicht zum letzten Kampfmittel greifen. Die 95% Zustimmung in der Urabstimmung sprechen Bände.

Den geforderten 3.2% soll die DB längst zugestimmt haben.

Soll die GDL die Spirale ruhig weiterdrehen.
Höheres Gehalt = höhere Preise = weniger Auslastung = weniger Züge = weniger Arbeitsplätze.

Gegenwärtig gilt wohl eher: weniger Gehalt=weniger Mitarbeiter=mehr Zugausfälle=weniger Angebot.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Was sollen wohl die ganzen Arbeitnehmer sagen, die seit Beginn der Pandamie richtig zu knabbern haben? Solidarität, Verständnis?
Zitat
Barnimer
Ich find die Ankündigung sehr kurzfristig. Meines Erachtens ist das ein Arschlochverhalten gegenüber den Fahrgästen.
Irgendwie habe ich auch immer das Gefühl, dass da eine persönliche Fehde zwischen GDL und EVG mitschwingt und das zum Teil bei solchen Streikentscheidungen mitspielt.

Der Bahnspitze ist die GDL-Forderung lang genug bekannt und durch die längere Zeit zur Urabstimmung unter den organisierten Eisenbahnern gab es ausreichend Gelegenheit, Arbeitskampfmaßnahmen durch ein verhandlungsfähiges Angebot abzuwenden. Trotz der Urlaubszeit haben sich 70% der GDL-Mitglieder an der Urabstimmung beteiligt, 95% für den Streik gestimmt.
Der Tarifabschluss der EVG mit Null % für 2021 und 1,5% für 2022 ist angesichts der schnell steigenden Teuerungsrate nicht ausreichend. Nach offiziellen Angaben lag die Preissteigerung bereits im Juli 2021 bei 3.8% gegenüber dem Juli 2020!

Gemessen daran ist die Forderung von 3,2 % bei einer Laufzeit von 28 Monaten geradezu bescheiden. Seit Ende 2018 hat es keinen GDL-Streik mehr gegeben.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.2021 15:05 von der weiße bim.
Zitat
Nordender
Was sollen wohl die ganzen Arbeitnehmer sagen, die seit Beginn der Pandamie richtig zu knabbern haben? Solidarität, Verständnis?

Nur weil der Lokführer weniger Geld bekommt, hat der Gastronom oder die Pflegefachkraft allerdings auch nicht mehr!

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Zitat
Nordender
Was sollen wohl die ganzen Arbeitnehmer sagen, die seit Beginn der Pandamie richtig zu knabbern haben? Solidarität, Verständnis?

Nur weil der Lokführer weniger Geld bekommt, hat der Gastronom oder die Pflegefachkraft allerdings auch nicht mehr!

Die GDL vertritt nicht nur Lokführer, sondern auch Zugbegleiter und Gastro-Personal. Gastro war z.B. letztes Jahr in Kurzarbeit.

Zudem hat sich die GDL für alle Bahn-Mitarbeiter geöffnet. Ihr sind explizit auch Fahrdienstleiter beigetreten, insofern ist aktuell nicht vorhersehbar, was morgen überhaupt fahren kann.

Wären die Lokführer und Fahrdienstleiter noch Beamte, dann dürften sie nicht streiken. Natürlich könnten auch Notdienstvereinbarungen getroffen oder gesetzliche Regelungen zur Grundversorgung erlassen werden. Also gerne auch mal bei der wahlkrampfenden Politik nachfragen, warum sie es mit der Daseinsvorsorge bei Bahn und ÖPNV nicht so genau nehmen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Nemo
Zitat
Nordender
Was sollen wohl die ganzen Arbeitnehmer sagen, die seit Beginn der Pandamie richtig zu knabbern haben? Solidarität, Verständnis?

Nur weil der Lokführer weniger Geld bekommt, hat der Gastronom oder die Pflegefachkraft allerdings auch nicht mehr!

Gerade für die Pflegekräfte wird durch die Gewerkschaften stark Druck gemacht.
Für die Beschäftigten der Sana-Kliniken konnten letztes Jahr teilweise erhebliche Entgeltverbesserungen erzielt werden, für Pflegekräfte je nach Entgeltgruppe und Beschäftigungszeit zwischen 6 und 18%: [gesundheit-soziales.verdi.de]
Damit erreichen auch Mitarbeiter privater Kliniken das Tarifniveau des Öffentlichen Dienstes.

so long

Mario
Zitat

"Unsere Menschen haben durchgearbeitet, wie alle anderen", sagte er im Bayerischen Rundfunk. "Deshalb haben sie einen Anspruch auf eine adäquate Lohnerhöhung."

Die in der Gastro-, Veranstaltungs, Hotel- und weiteren Branchen beschäftigten Menschen
werden darüber nur lachen können. Nur weil man betriebsbedingt bei vollem Gehalt
weiterarbeiten durfte und nicht reuziertes Corona-Geld oder Arbeitslosen Geld beziehen
musste, möcht man ein Lohnerhöhung haben trotz Milliardenverlusten des Arbeitgebers?

Ich möchte mich nicht in den Streit GDL/EVG einmischen, das ist mir völlig egal, aber
ich würde lieber mit 5 % Gehaltsverlust weiterarbeiten als arbeitslos zu werden. Diese
Forderung erscheint mir überzogen. Und einen Streik so kurzfristig anzusetzen wird
den Umsatz des eigenen Arbeitgebers nicht stärken.
Zitat
TomB
Und einen Streik so kurzfristig anzusetzen wird
den Umsatz des eigenen Arbeitgebers nicht stärken.

Offensichtlich gibt es genügend Geld für üppige Boni an die Vorstände, die nicht verzichten wollen :

[m.tagesspiegel.de]
Ganz genau betrachtet ist das eigentlich ein Pro dafür, wenn die S-Bahn nicht komplett in die Hand der DB geht. Dann ist wenigstens noch ein Teilnetz unterwegs. Und wenn der Konkurrent bestreikt wird, wären dann noch zwei Teilnetze unterwegs.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.2021 15:58 von Flexist.
Zitat
Railroader
Zitat
TomB
Und einen Streik so kurzfristig anzusetzen wird
den Umsatz des eigenen Arbeitgebers nicht stärken.

Offensichtlich gibt es genügend Geld für üppige Boni an die Vorstände, die nicht verzichten wollen :

[m.tagesspiegel.de]

Sowohl die Gehaltserhöhung als auch die Sonderzahlung für 2020 gab es nicht.
Die Gehaltserhöhung wurde um ein Jahr verschoben und m. M. n. sollte sie um
ein weiteres Jahre (mindestens) verschoben werden.
[www.handelsblatt.com]
Zitat
der weiße bim


Gemessen daran ist die Forderung von 3,2 % bei einer Laufzeit von 28 Monaten geradezu bescheiden. Seit Ende 2018 hat es keinen GDL-Streik mehr gegeben.

Seit 2015, 2018 hatte die EVG gestreikt.

Interessant übrigens, dass die Anzeigen der BVG einen "Warnstreik" verkünden, obwohl es ein echter Streik ist.

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#freeAssange



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.2021 16:06 von Bumsi.
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