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BVG vernachlässigt Buslinien am Stadtrand
geschrieben von DaniOnline 
Beim Bus M85 ist es nicht zum ersten Mal, dass am S-Bhf Lichterfelde-Süd wartende Fahrgäste einfach stehen gelassen werden und ein leerer Bus nach seiner Pause als Betriebsfahrt davon fährt. Der nächste Bus wartet erneut die komplette Pause von 10 Minuten ab und nimmt erst dann Fahrgäste auf. Von unterwegs eingesammelten Fahrgästen ist dann zu hören, dass schon drei Betriebsfahrten über einen längeren Zeitraum verteilt vorbei gekommen sind, bis endlich mal wieder ein regulärer Bus Fahrgäste mitnimmt.

Das heute ist nur eines von unzähligen Beispielen im Jahr. Sobald der M85 wegen Demonstrationen, hohem Verkehrsaufkommen oder aus anderen Gründen aus dem Takt gerät, wird der Abschnitt Hauptbahnhof - Rathaus Steglitz auf Kosten des Abschnitts Rathaus Steglitz - Lichterfelde-Süd bevorzugt und am Stadtrand stark ausgedünnt.

Ich verstehe nicht, warum der Stadtrand mit ohnehin recht dünner ÖPNV-Versorgung so vernachlässigt wird. In der Innenstadt gibt es genug alternative Angebote.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.2021 19:18 von DaniOnline.
Da gibt es genug andere Beispiele aus der selben Gegend:

X83 wenden bei Verspätung regelmäßig Lankwitz Kirche und fahren dann häufig zurück bis Rathaus Steglitz wodurch der Abschnitt bis Lichtenrade 20 Minuten nicht bedient wird, bis Nahmitzer Damm sind es immerhin "nur" 10 Minuten.

184 genauso, in dem Fall wird dann der Abschnitt bis Tempelhof nicht bedient, besonders ärgerlich für die Leute die z.b. zur Gontermannstraße wollen, die dürfen dann bis zu 40 Minuten warten.

187 wendet ebenfalls regelmäßig bereits Lankwitz Kirche, ebenfalls mit bis zu 40 minütiger Lücke bis Halbauer Weg am Vormittag. Wobei dann wenigstens "nur" drei Haltestellen nicht bedient werden, alle anderen werden durch 181 bzw. 184 abgedeckt.


Beim 184 sollte man eigentlich endlich mal Gelenkbusse einsetzen, die Busse sind im Berufsverkehr einfach viel zu voll aber in der neuen Ausschreibung wurde das leider nicht berücksichtigt und den 187 sollte man finde ich teilen, da die Linie durch den Abschnitt in der Innenstadt mit vielen Staus deutlich zu anfällig für Verspätungen ist welche dann die ganze Linie aus dem Takt werfen.
Ich verstehe nicht wie man aus einem Erlebnis - und nur an einem Punkt - einfach ein generelles Problem heraufbeschwört. Man kann sich auch Dinge einbilden.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen S-Bahn/BVG) 1868-2022
Zitat
485er-Liebhaber
Ich verstehe nicht wie man aus einem Erlebnis - und nur an einem Punkt - einfach ein generelles Problem heraufbeschwört. Man kann sich auch Dinge einbilden.

Das verstehe ich nun wiederum nicht. Wenn man den Beitrag direkt darüber liest, geht es wohl nicht nur um ein Erlebnis auf einer Linie, sondern um Unregelmäßigkeiten auf diversen Buslinien im Berliner Südwesten.

Auch für relativ wenige Fahrgäste nach Alt-Lankwitz ist ein "Ausfaller" auf der Linie 187 nicht vergnüglich. Der dort auch formulierte Gedanke, die Linie 184 mit Gelenkbussen zu bedienen (zu Westberliner Zeiten war die Vorläuferlinie 96 selbstverständlich eine Doppeldeckerlinie), scheint mir auch nicht verkehrt. Wahrscheinlich würde das aktuell wieder an der "Betriebshoffrage" scheitern.

Vielleicht eine Frage an die Leute, die davon mehr Ahnung haben: Würden Gelenkbusse auf dem 184er mit dem Betriebshof Säntisstraße denn möglich werden?
Der 184 ist weiterhin mit EN vorgesehen, siehe das Thema Subunternehmerausschreibung.

Demonstrationen und Teilausfälle Teilausfälle es in der ganzen Stadt, nicht nur im Südwesten und am Stadtrand. Der 194 gehört zu diesen Linien, wird oft geteilt und fährt weder im Südwesten noch am Stadtrand. Aber nur, weil ich die Linien In meiner Umgebung kenne, kann ich doch nicht ein Generalproblem - wie hier - mir zusammen reimen und behaupten, alle Linien in Rummelsburg oder im östlichen Raum sind zu spät und die BVG vernachlässigt diese.

Die Frage sollte man sich eher stellen: Wo läuft es denn so gut, dass keiner meckern kann? Der 107 ist übrigens stabil und am Stadtrand, aber wenn man nur den M85 im Fokus hat, ist es trotzdem kein Stadtrandproblem.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen S-Bahn/BVG) 1868-2022
War das Problem beim 184er nicht die marode Sieversbrücke, über die nur noch kurze Eindecker fahren durften?
Zitat
485er-Liebhaber
Der 194 gehört zu diesen Linien, wird oft geteilt und fährt weder im Südwesten noch am Stadtrand.

Wie definierst Du denn "Stadtrand"?
Vom Helene-Weigel-Platz, wo der 194er endet, sind es bis zur Stadtgrenze keine 4 km.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
485er-Liebhaber
Der 194 gehört zu diesen Linien, wird oft geteilt und fährt weder im Südwesten noch am Stadtrand.

Wie definierst Du denn "Stadtrand"?
Vom Helene-Weigel-Platz, wo der 194er endet, sind es bis zur Stadtgrenze keine 4 km.

Ich bemerke es aber in Rummelsburg und da ist er unzuverlässig. Das ist nicht gerade Stadtrand - außer ich konstruiere was.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen S-Bahn/BVG) 1868-2022
Zitat
485er-Liebhaber
Der 184 ist weiterhin mit EN vorgesehen, siehe das Thema Subunternehmerausschreibung.

Demonstrationen und Teilausfälle Teilausfälle es in der ganzen Stadt, nicht nur im Südwesten und am Stadtrand. Der 194 gehört zu diesen Linien, wird oft geteilt und fährt weder im Südwesten noch am Stadtrand. Aber nur, weil ich die Linien In meiner Umgebung kenne, kann ich doch nicht ein Generalproblem - wie hier - mir zusammen reimen und behaupten, alle Linien in Rummelsburg oder im östlichen Raum sind zu spät und die BVG vernachlässigt diese.

Die Frage sollte man sich eher stellen: Wo läuft es denn so gut, dass keiner meckern kann? Der 107 ist übrigens stabil und am Stadtrand, aber wenn man nur den M85 im Fokus hat, ist es trotzdem kein Stadtrandproblem.

Dann müßte man die Subunternehmerausschreibung eben ändern. Von den Fahrgastzahlen her könnte man den Einsatz von Gelenkbussen auf der Linie 184 sicherlich vertreten, übrigens auch auf der Linie 284. Der Busverkehr ist kein Selbstzweck, sondern es geht um die adäquate Bedienung von Fahrgastbedürfnissen. Die hierzulande verbreitete Geringschätzung des Autobusses ist daher von der Sache her ganz unangemessen.

Teilausfälle gibt es in der ganzen Stadt - umso schlimmer. Eine "Verkehrswende" kann vor allem dann funktionieren, wenn die "ÖV-Kette" bis zur letzten Bushaltestelle steht. Wenn das straßenseitig nicht geht, sollte man sich zum Beispiel im Kanton Zürich kundig machen, wie man durch entsprechende Restriktionen beim MIV für einen zuverlässigeren Busbetrieb sorgen könnte.

Umgekehrt wäre es richtig: Die betroffenen Busfahrgäste müßten der Politik viel mehr aufs Dach steigen, damit dem Bus endlich der Stellenwert eingeräumt wird, der ihm zusteht.

So - genug geholzt, schönen Freitag und schönes Wochenende,
Marienfelde.
Der M85 wird genauso gut auch in der Innenstadt eingeschränkt - So lasse ich auch hin und wieder den Abschnitt zwischen U Kurfürstenstraße, bzw. Kulturforum bis Hauptbahnhof aus, um wieder in meine Fahrzeit zu kommen. Natürlich nicht auf eigene Faust, sondern nach Anordnung.

Dass dies auch im Süden passiert, liegt weniger an den Staus in der Innenstadt - Die Fahrzeiten auf dem M85, gerade bis zum Walther-Schreiber-Platz reichen in der Regel aus, um selbst größere Verkehrsbehinderungen einigermaßen auszugleichen. Das Problem liegt eher dahinter - Und wenn die Busse auf der Goerzallee im Stau stehen und ordentliche Verspätungen anhäufen, werden auch hier eben Maßnahmen ergriffen, um wieder in den Takt zu finden - Auch weil es keinen Sinn macht, 3 verspätete Busse im Konvoi fahren zu lassen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.2021 11:16 von AlMi.
Zitat
Marienfelde

Die betroffenen Busfahrgäste müßten der Politik viel mehr aufs Dach steigen, damit dem Bus endlich der Stellenwert eingeräumt wird, der ihm zusteht.

So - genug geholzt, schönen Freitag und schönes Wochenende,
Marienfelde.

26.September 2021 ;-)
Zitat
micha774
Zitat
Marienfelde

Die betroffenen Busfahrgäste müßten der Politik viel mehr aufs Dach steigen, damit dem Bus endlich der Stellenwert eingeräumt wird, der ihm zusteht.

So - genug geholzt, schönen Freitag und schönes Wochenende,
Marienfelde.

26.September 2021 ;-)

Und wen soll man da wählen, wenn man mit Frau Günther unzufrieden ist - also wenn man der Meinung ist, dass sie zu wenig für den ÖV tut?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Ich werde hier sicherlich keine Wahlempfehlung geben, das muß jeder selbst entscheiden.
Zitat
Nemo
Und wen soll man da wählen, wenn man mit Frau Günther unzufrieden ist - also wenn man der Meinung ist, dass sie zu wenig für den ÖV tut?

Eine erste Entscheidungshilfe kann diese Zusammenstellung [www.rbb24.de] des RBB geben, wobei die Absicht, etwas für den ÖPNV in der Fläche zu tun, bei den Grünen schon am größten ist.
Zitat
Nemo
Und wen soll man da wählen, wenn man mit Frau Günther unzufrieden ist - also wenn man der Meinung ist, dass sie zu wenig für den ÖV tut?

Leider wird ja immer erst nach gewonnener Wahl mit der Sprache herausgerückt, wer welchen Posten bekleiden wird. Es ist also gar nicht sicher, ob Frau Günther ihr Amt weiterhin innehaben wird oder von einer anderen Koryphäe abgelöst wird.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Das Problem der Grünen ist nicht Frau Günther.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Marienfelde
Von den Fahrgastzahlen her könnte man den Einsatz von Gelenkbussen auf der Linie 184 sicherlich vertreten, übrigens auch auf der Linie 284. Der Busverkehr ist kein Selbstzweck, sondern es geht um die adäquate Bedienung von Fahrgastbedürfnissen. Die hierzulande verbreitete Geringschätzung des Autobusses ist daher von der Sache her ganz unangemessen.

Der Betriebsleiter Omnibus der BVG hat in einer Dienstanordnung den Einsatz von Gelenkwagen und Doppeldeckern auf den Linien 184 und 284 untersagt. Ausnahmsweise darf auf der Linie 184 zwischen S+U Tempelhof und S Lichterfelde Ost der Einsatz von Gelenkwagen oder Doppeldeckern erfolgen, darüber hinaus nicht. Dafür wird es Gründe geben, meistens liegt es am Zustand der befahrenen Straßen, Brücken, Haltestellen und Wendemöglichkeiten. Alles Dinge, die in der Zuständigkeit der Berliner Bezirksämter liegen. Beim 184er liegt ein Teil der Streckenführung im Land Brandenburg und ist vom Land Berlin so gut wie gar nicht zu beeinflussen.
Stellt der Busbetrieb fest, dass viele Wagen überfüllt sind und Fahrgäste an den Haltestellen zurückbleiben (kodierte Meldung durch die Busfahrer), wird mit dem Aufgabenträger über eine Taktverdichtung oder Verstärkerwagen gesprochen. Dann muss halt Mehrleistung bestellt und gefahren werden.
Die Versäumnisse beim Schnellbahnbau kann der Busbetrieb nur über dichtere Takte und höheren Wagen- und Personaleinsatz bewältigen, da die einsetzbaren Gefäßgrößen oft schon ausgereizt sind.

so long

Mario
Aktuell fährt in Lichterfelde laut BVG-Livezeiten wieder kein M85 Richtung Steglitz, bin gerade in einem vollen 285-Eindecker. Welch toller Ersatz für zwei Doppeldecker-Linien.

Am Campus Benjamin Franklin mussten etwa 30 Fahrgäste zurück bleiben, der Bus war überfüllt. Auch an den folgenden Haltestellen konnten nur ein Bruchteil der wartenden Fahrgäste einsteigen.

So viel zum Thema, dass das gestern nur ein einmaliger Vorfall gewesen ist.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.2021 15:10 von DaniOnline.
Zitat
Mario
(...) da die einsetzbaren Gefäßgrößen oft schon ausgereizt sind.

Sind sie nicht. Eine anständige Doppeldeckerflotte, flankiert mit einer entsprechenden Informationskampagne, würde die Kapazität vieler Buslinien enorm nach vorn bringen.

~~~~~~
"Hmmm...napfig."
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Mario
(...) da die einsetzbaren Gefäßgrößen oft schon ausgereizt sind.

Sind sie nicht. Eine anständige Doppeldeckerflotte, flankiert mit einer entsprechenden Informationskampagne, würde die Kapazität vieler Buslinien enorm nach vorn bringen.

Da diese Wagen auf dem 184er nicht eingesetzt werden können, hat Mario natürlich absolut recht.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
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