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Ausschreibung "Berlin-Stettin" veröffentlicht
geschrieben von Knut Rosenthal 
Zugverbindung Berlin-Stettin liegt weiteres Jahr flach, Eröffnung von Ende 2026 auf Ende 2027 verschoben:
[www.schiene.de]
[web.archive.org]

Im Polnischen Abschnitt wird der Ausbau vielleicht erst 2029 fertig:
[www.drehscheibe-online.de]
Hast du auf DSO den zweiten Beitrag gelesen? Gibts da ne Bestätigung? Nicht, dass hier auch so eine Nummer abgezogen wird, wie bei der S21.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.03.2025 21:57 von DerMichael.
Irgendwie spielt das alles Putin in die Hände. Man will keine Güterverbindung vom Stettiner Hafen nach Berlin oder wo es sonst noch gebraucht wird, in Schwedt z.B.? Man will auch keine Wiederbelebung alter deutscher Beziehung von Vor- nach Hinterpommern. Da sind die Polen vor.
Wer mal schauen möchte und Zeit hat:

3. September 2025
Angermünde – Grenze D/PL (– Szczecin)

Baustellenführung zum Tag der Schiene im September 2025
Wir laden Sie im Rahmen des „Tag der Schiene“ zu einer Baustellenführung im 1. Bauabschnitt unserer Ausbaustrecke zwischen Angermünde und Passow ein. Der Projektleiter wird Ihnen den Stand des Projekts vor Ort erläutern und gern Ihre Fragen dazu beantworten.
Die Baustellenführung findet am Freitag, 19. September 2025, am Vormittag statt und dauert rund zwei Stunden. Da die Teilnehmendenzahl begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an angelika.britz@deutschebahn.com erforderlich.
Genaue Angaben zu Ort und Uhrzeit des Treffens erhalten Sie mit unserer Zusage per E-‍Mail. Die Zusagen werden im September 2025 versendet. Wir bitten, vorher von Nachfragen abzusehen. Absagen werden nicht versendet.
Link Weitere Informationen dazu unter „Infos für Anwohnende“
bauprojekte.deutschebahn.com/p/angermuende-stettin/infobauarbeiten

Mail Fragen zum Bauprojekt richten Sie bitte an
angelika.britz@deutschebahn.com



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.09.2025 17:17 von DerMichael.
Moin,

gibts eigentlich schon Neuigkeiten bzgl. der Verzögerungen? Und hat sich das mit den angeblich abgerutschten Bahndamm an der einen Stelle der frisch sanierten Strecke erledigt? Was machen die EU-Fördermittel für den polnischen Abschnitt?

Und war jemand bei der Baustellenbesichtigung?
Infomail von heute:

Zitat

13. Oktober 2025
Angermünde – Grenze D/PL (– Szczecin)

Weiterer Meilenstein ist erreicht – Baugenehmigung für den 2. Bauabschnitt erteilt
Der Planfeststellungsbeschluss für den 2. Bauabschnitt des Projekts wurde vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) erteilt. Er stellt die rechtliche Voraussetzung für den Beginn der Bauarbeiten (Baugenehmigung) dar. Die Bekanntmachung für die Öffentlichkeit kann in Kürze auf der Internetseite des EBA unter eba.bund.de eingesehen werden.
Der 2. Bauabschnitt umfasst die 30 Kilometer lange Strecke zwischen Passow und der deutsch-polnischen Grenze. Diese ist gegenwärtig noch eingleisig, wird aber unter anderem zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert.
Zunächst finden vorgezogene Bauarbeiten statt. Diese umfassen beispielsweise Baumfällungen entlang der Strecke im Oktober 2025, das Herstellen von Baustraßen und Baustellenflächen, Arbeiten zur Stabilisierung des Bahndamms und den Abtrag von Altschotter ab Ende November 2025.
Der offizielle Baubeginn der Hauptbauleistungen, vor allem auch der Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik, ist für Sommer 2026 geplant.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.10.2025 12:15 von DerMichael.
Hier noch die Pressemitteilung als Ergänzung:
[www.deutschebahn.com]
Daraus:
"Die Inbetriebnahme der Ausbaustrecke ist für Ende 2027 vorgesehen"

Und hier ist noch der Link zur Projektseite als PDF:
[bauprojekte.deutschebahn.com]
Gestern wurde ein neues „Befliegungs“-Video veröffentlicht:
[youtu.be]
»Es muss natürlich auch etwas auf polnischer Seite passieren«, sagt Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. »Zweimal ist die polnische Seite schon bei der EU-Kommission abgeblitzt«, sagt er am Montagabend beim Fahrgastsprechtag des Berliner Fahrgastverbands IGEB. Rund 360 Millionen Euro sollen Ausbau und Elektrifizierung der etwas über zehn Kilometer Strecke bis zum Szczeciner Hauptbahnhof kosten. Im Juli war bekannt geworden, dass auch die zweite Bewerbung um Fördermittel der EU gescheitert ist.

»Jetzt haben sie aber wohl eine Finanzierung anderer Art gefunden und jetzt soll es dann auch losgehen«, berichtet Kaczmarek. Eine nd-Anfrage zu den Details und einem möglichen Fertigstellungstermin des Ausbaus an den polnischen Schienennetzbetreiber PKP PLK ist bisher noch nicht beantwortet worden.

Selbst wenn die Finanzierung bereits sicher sein sollte, dürfte die Strecke nicht vor 2030 fertig werden. Denn Anfang 2025 hieß es, dass eine Eröffnung im dritten Quartal 2029 möglich sei, falls es gelinge, die Planungen und die Genehmigungsverfahren bis Ende des laufenden Jahres abzuschließen. Da war man allerdings noch davon ausgegangen, dass die EU-Fördermittel gewährt werden würden.

Aus meinem Artikel in nd.
Er meinte übrigens noch, dass wegen brütender Vögel nur in schmalen Fenstern gebaut werden darf, um die Vögel nicht zu stören.
Zitat
DerMichael
Er meinte übrigens noch, dass wegen brütender Vögel nur in schmalen Fenstern gebaut werden darf, um die Vögel nicht zu stören.

Na ja, das ist wohl wieder so eine an sich unzulässige Halbwahrheit, um sich selbst als 'Opfer' darzustellen, indem man Probleme (auch potenzielle) in die Verantwortung anderer zu schieben versucht.

Was aber ist richtig bzw. wahr an dieser Ausage:
- Auf brütende Vögel ist grundsätztlich Rücksicht zu nehmen. Das gebietet schon der gesunde Menschenverstand. Auch frischgebackene Menschen-Mütter und ihre Babys vertragen Lärm, große Erschütterungen und Dreck nicht besonders gut.
- Im Falle einer solchen Baumaßnahme geht es aber nicht um allemöglichen Vögel bzw. Vogelarten, sondern nur um die, die im Baubereich siedeln oder durch diesen tatsächlich beeinträchtigt werden können. Und dabei wiederum speziell um die, die z. B. für ihre Art eines besonderen Schutzes bedürfen. Also sicher keine Amseln, Tauben, Spatzen oder Meisen. Stichwort: Umweltverträglichkeitsprüfung und Artenschutz oder Individualschutz.
- Somit geht es nur um einen beschränkten und konkreten Kreis an Vogelarten, die hier entsprechend besonderen Schutz benötigen.
- Daraus leitet sich ab, welche Zeiten bzw. Zeiträume tatsächlich deren spezifische Brutzeiten sind. Und diese sind entsprechend dann im Bauablauf zu berücksichtigen.
- Welche Beeinträchtigung ist für Vögel nun aber tatsächlich die größte? Das ist einfach: Wenn ihre Nester oder Horste beschädigt oder ganz zerstört würden. Wodurch geschieht das? Absolut überwiegend durch das Fällen von Bäumen bzw. Sträuchern. Das aber erfolgt zu 95% bei den bauvorbereitenden Arbeiten an der Strecke, also nicht während der Hauptbauarbeiten, um die es hier bei der Aussage von A. K. jedoch geht. Und es erfolgt eben dadurch auch außerhalb der Brutzeiten der vor Ort siedelnden, besonders zu schützenden Vogelarten.
- Bezogen auf den Ausbau der Strecke Passow-Grenze handelt es sich erneut nicht um ein Projekt aus der Raketenwissenschaft. Wie so oft schon. Doch auch Herr A. K. neigt recht gern dazu, die Komplexität 'seiner' Bahnprojekte in der Öffentlichkeit zu überhöhen. Auch aus dem zu Anfang von mir schon genannten Grund.
- Worum geht es? Das wissen wir alle: Beim zweigleisigen Ausbau des Streckenabschnitts müssen insbesondere alle Arten von Brücken und Durchlässen angepackt werden, die den höheren Gleismittenabstand nicht verkraften. Diverse müssen saniert oder ohnehin ersetzt werden. An bestimmten Stellen müssen Dammbreiten, Bogenradien u. a. angepasst werden. Bahnübergänge sind zu erneuern und anzupassen. Das Errichten der Fahrleitungsanlage inkl. Nebeneinrichtungen kommt noch hinzu. All das aber gehört seit Zeiten zum kleinen Einmaleins des Eisenbahnbaus. Und Wechselwirkungen mit brütenden Vögeln sind mindestens ebensolange schon erprobt und gehören per Erfahrungsschatz sozusagen mit zum aktuellen Stand der Technik.

Was also will Herr K. der Öffentlichkeit mit seiner oben zitierten Bemerkung sagen? Das kann sich garantiert jeder selbst denken.
Und wie unser aller Erfahrung zeigt, nutzt er schon öfter mal das Mittel des Populismus, um sich und die Probleme - auch potenzielle - in 'seinen' Projekten in ein besseres Licht zu rücken. Nachtijall, ick hör dir trapsen... Herr K. ist eben doch eher Politiker als Eisenbahner.

Gruß
Die Ferkeltaxe
Also geht's um Nachtigallen?
Zitat
Heidekraut
Also geht's um Nachtigallen?
Um trapsende ;)
Im DSO-Thread gibt es ein paar Bilder von der Rodung auf der eingleisigen Strecke:
[www.drehscheibe-online.de]
Neue Infomail:

28. November 2025
Angermünde – Grenze D/PL (– Szczecin)

Erster Bauabschnitt der Bahnstrecke Angermünde – Grenze D/PL (– Szczecin) planmäßig fertiggestellt
Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist erreicht: Der 1. Bauabschnitt zwischen Angermünde und Passow ist nun modernisiert und ausgebaut. Auf dem rund 19 Kilometer langen Abschnitt wurden die Bahnanlagen einschließlich der Oberleitung für höhere Geschwindigkeiten erneuert. In Passow und Angermünde stehen jetzt 740 Meter lange Überholgleise für lange Güterzüge zur Verfügung. Die neue Infrastruktur ist entscheidend für mehr Züge und mehr Verlässlichkeit im Verkehr zur PCK Raffinerie GmbH. Die Versorgung der Gesamtstrecke mit Bahnstrom sichert ein neues Umrichterwerk bei Angermünde.
Nach der Fertigstellung des 1. Bauabschnitts fahren weiter Ersatzbusse auf den beiden bewährten Linien (direkte Expressbusverbindung Angermünde – Szczecin, sowie Busverbindung Angermünde – Szczecin mit Halt an Unterwegsbahnhöfen). Der Personenverkehr zwischen Angermünde und Passow wird wie geplant Ende 2027 mit Inbetriebnahme des deutschen Streckenabschnittes wieder aufgenommen. Hintergrund sind weitere Sperrungen der Strecke Angermünde – Passow für Restarbeiten im ersten Halbjahr 2026 sowie anschließende Bauarbeiten an Gleisen und dem geplanten neuen Mittelbahnsteig im Bahnhof Passow im Rahmen des 2. Bauabschnitts.
Neues vom polnischen Teil der Strecke: Baubeginn für den Ausbau soll im IV. Quartal 2026 sein, Aufnahme des Fahrbetriebs rund zwei Jahre später, schrieb mir der Sprecher des Netzbetreibers PKP PLK. Man ist weiter auf der Suche nach Geldquellen für den Vollausbau.

Ich habe einen Artikel in nd dazu veröffentlicht.
Eigentlich müsste man die Bahn fragen, ob der Bahnhof Passow nicht schon früher in Betrieb genommen werden könnte, um die Züge wenigstens bis dahin fahren zu lassen. Aber ich hab gelernt, dass die Bahn sowas aus logistischen Gründen ungern macht.
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