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Stadler Tramlink für Potsdam
geschrieben von X-Town Traffic 
Wo ist das Problem?
Für Potsdamer Verhätnisse ist die neue Tram XXL.
Für Berliner Verhältnisse wäre das Normallänge, da ist dann die neue Urbanliner-Tram XXL.
Zitat
Hechtwagen
Wo ist das Problem?
Für Potsdamer Verhätnisse ist die neue Tram XXL.
Für Berliner Verhältnisse wäre das Normallänge, da ist dann die neue Urbanliner-Tram XXL.

Naja 75 Meter ist das Maximum was BOStrab ohne Sondergenehmigung her gibt. Für mich ist alles unter 60 Meter nicht einmal wirklich "XL"....

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Es kommt ja nun wirklich drauf an, aus welcher Perspektive man das betrachtet. Bedenkt man, wie groß Straßenbahnen in ihrer Ursprungszeit waren, sind selbst die kleinen 20-Meter-Wägelchen, die z.B. in Nordhausen fahren, groß. Bislang hat Potsdam stets nur die (eigentlich von Anfang an) viel zu kleine 30-Meter-Klasse bestellt. Insofern ist der Tramlink nun die bislang größte Straßenbahn in Potsdam.

Ein bisschen nachvollziehen kann ich natürlich das Unverständnis, schaut man sich an, dass die SWP ihre verlängerten Combino als "Combino XL" vermarktet haben. Da fehlt bis zum Tramlink nun wirklich nicht mehr viel.

Betrachtet man mal alle Straßenbahnbetriebe weltweit, dürfte die 50-Meter-Klasse in einem überwiegenden Teil der Städte die längste sein, die Zahl derer, die noch längere Wagen (nicht Züge) im Einsatz haben, dürfte im einstelligen Prozentbereich liegen. Insofern ist das schon gerechtfertigt, in verschiedener Hinsicht.

Dann bleibt noch die Frage, wie man es denn sonst machen soll. Klar wird es schwer, ein Fahrzeug so zu benennen, wenn einige Jahre später noch längere bestellt werden.

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Für mehr Ümläüte!
Während es bei der Länge vor allem eine Frage der Sichtweise und Nomenklatur ist, ist die Breite schon enttäuschend. Eigentlich war ja geplant, die mit 2,40 Breite zu bestellen, 2,30 sind es geworden, weil die Infrastruktur immer noch nicht mehr hergibt. Super schade.
Ja, wirklich schade, dass man es nicht geschafft hat, den Rest des Netzes - laut dem Artikel ja nur noch ein kleiner Teil - entsprechend umzurüsten. Gleichzeitig wüsste ich aber auch nicht, woher im Bereich zwischen Drevesstraße und Horstweg Platz genommen werden könnte, ohne nicht massive und wertvolle Bäume zu entfernen. Man hätte natürlich die Nebenfahrbahn opfern können, um dort das landwärtige Gleis anzuordnen ...

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Für mehr Ümläüte!
Zitat
Philipp Borchert
Dann bleibt noch die Frage, wie man es denn sonst machen soll.

Diese Frage ist einfach zu beantworten: Man könnte statt dem Buchstabensalat, der alles und nichts bedeuten kann, einfach die wirkliche Länge, gerundet auf volle Meter, heranziehen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Philipp Borchert
Dann bleibt noch die Frage, wie man es denn sonst machen soll.

Diese Frage ist einfach zu beantworten: Man könnte statt dem Buchstabensalat, der alles und nichts bedeuten kann, einfach die wirkliche Länge, gerundet auf volle Meter, heranziehen.

Eventuell mit der Länge im Namen. Also, keine Ahnung, Tramlink 45 oder so...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
In der Typenbezeichnung - egal ob hersteller- oder betriebsseitig - kommt gar kein "XXL" oder ähnliches vor, der Zug heißt - soweit ich weiß - einfach "Tramlink Potsdam". Die marketingtechnische "Einordnung" in die Umgebung ist Sache des Verkehrsbetriebs. Und da braucht's was griffiges. Und da es für die Maßeinheiten "Badewanne voll", "Saarland" oder "Fußballfeld" noch keine entsprechenden Pendants für die Länge von Zügen gibt (zumindest fällt mir gerade keine ein), greift man eben auf sowas zurück.

Die Leipziger machen das ganz ähnlich mit ihren Straßenbahnen. Und wir doch auch: Noch immer besteht die Möglichkeit, die Urbanliner als "MZ" zu bestellen, während derzeit nur "XLZ" bestellt wurden. Da war man ja vorsichtig genug, um für die angedachten 60-Meter-Wagen noch einen draufsetzen zu können :)

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Für mehr Ümläüte!
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Philipp Borchert
Dann bleibt noch die Frage, wie man es denn sonst machen soll.

Diese Frage ist einfach zu beantworten: Man könnte statt dem Buchstabensalat, der alles und nichts bedeuten kann, einfach die wirkliche Länge, gerundet auf volle Meter, heranziehen.

Du meinst, wie beim Combino XL – bei dem man allerdings auf volle V Meter gerundet hat?

Der Tramlink müsste dann XLII heißen. Wer sich an Bekleidungsgrößen orientiert, wie es heutzutage Mode ist, kann das auch als XL-2 lesen. Passt ja auch: der 2. Typ extralange Typ in Potsdam.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Philipp Borchert
Dann bleibt noch die Frage, wie man es denn sonst machen soll.

Diese Frage ist einfach zu beantworten: Man könnte statt dem Buchstabensalat, der alles und nichts bedeuten kann, einfach die wirkliche Länge, gerundet auf volle Meter, heranziehen.
Zitat
Nukebro
Eventuell mit der Länge im Namen. Also, keine Ahnung, Tramlink 45 oder so...
Zitat
Philipp Borchert
In der Typenbezeichnung - egal ob hersteller- oder betriebsseitig - kommt gar kein "XXL" oder ähnliches vor, der Zug heißt - soweit ich weiß - einfach "Tramlink Potsdam".
Zitat
Jumbo
Du meinst, wie beim Combino XL – bei dem man allerdings auf volle V Meter gerundet hat?

Ich bezog mich dabei nicht auf die offizielle Typenbezeichnung sondern auf die Berichterstattung über die neue Straßenbahn. Da kann man doch klipp und klar Roß und Reiter nennen und muß sich nicht auf eine möglichst sensationsheischende Wortwahl beschränken.


Zitat
Philipp Borchert
Und da es für die Maßeinheiten "Badewanne voll", "Saarland" oder "Fußballfeld" noch keine entsprechenden Pendants für die Länge von Zügen gibt (zumindest fällt mir gerade keine ein), greift man eben auf sowas zurück.

Man könnte in ICE-Längen messen und dabei meine ich die langen Varianten. Die Straßenbahn misst also ein Neuntel eines ICE - das mag winzig klingen, ist aber numal so.


Zitat
Jumbo
Wer sich an Bekleidungsgrößen orientiert, wie es heutzutage Mode ist, kann das auch als XL-2 lesen.

Aber gerade bei Bekleidung sind solche Größenangaben alles andere als zuverlässig. Ich habe mir mal zwei Hosen bestellt, deren Größe dieselbe Buchstabenkombination hatte. In die eine Hose hätte ich dabei dreimal reingepasst, während ich bei der anderen keine Chance hatte, sie über die Oberschenkel zu ziehen. Spaßeshalber habe ich dann mal nachgemessen und die Messung ergab eine Differenz von 14 Zoll in der Weite zwischen den beiden Modellen. Daher stehe ich solchen lapidaren Angaben seither sehr skeptisch gegenüber. Da macht quasi jeder, was er will. Allein den Zweck dahinter habe ich noch nicht durchschaut.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Daher stehe ich solchen lapidaren Angaben seither sehr skeptisch gegenüber. Da macht quasi jeder, was er will. Allein den Zweck dahinter habe ich noch nicht durchschaut.
Kurzum: Es gibt für S, M, XL etc. keine einheitliches Regelmaß. Bestelle z.B. ein T-Shirt Größe L von verschiedenen Händlern / Firmen. Jedes T-Shirt hat eine andere Passform.
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Alter Köpenicker
Daher stehe ich solchen lapidaren Angaben seither sehr skeptisch gegenüber. Da macht quasi jeder, was er will. Allein den Zweck dahinter habe ich noch nicht durchschaut.
Kurzum: Es gibt für S, M, XL etc. keine einheitliches Regelmaß. Bestelle z.B. ein T-Shirt Größe L von verschiedenen Händlern / Firmen. Jedes T-Shirt hat eine andere Passform.

Das sollte die EU mal ändern. Einheitliche Standards wie viele Zentimeter sich hinter Größen verbergen, würden hoffentlich die Quote der Retouren im online-Kleiderhandel verringern.

Und was Schienenfahrzeuge oder Busse angeht sollte die Presse sich angewöhnen "XXL" zu schreiben und stattdessen lieber Breite oder Länge in metrischen Einheiten angeben. Ich fürchte aber dass das Klicks kosten könnte und die Chefetagen werden das vermutlich nicht goutieren. Ein Anfang wäre ja schon wenn Verkehrsbetriebe und Hersteller derlei Unfugsbegriffe nicht mehr verwenden würden...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Also bei Knopfzellen (Batterien) werden die Zellen mit einer vierstelligen Zahl bezeichnet, die ersten beiden Ziffern sind der Durchmesser in mm, die zweiten beiden Ziffern die Dicke in mm/10. Also könnte man bei Straßenbahnen eine vierstellige Ziffer verwenden, die erste Ziffer könnte die Länge in m angeben, die zweite die Breite in cm minus 200, da alle Straßenbahnen zwischen 2 und 2,65 m breit sind.

Dann wäre ein 40m-Flexity in Berlin ein Flexity 4040 und ein kurzer Flexity wäre ein 3140 und der Urbino wäre ein Urbino 5040 und der Stadler Tramlink für Potsdam wäre ein Tramlink 4230.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.12.2025 15:35 von Nemo.
Zitat
Nukebro
Kurzum: Es gibt für S, M, XL etc. keine einheitliches Regelmaß. Bestelle z.B. ein T-Shirt Größe L von verschiedenen Händlern / Firmen. Jedes T-Shirt hat eine andere Passform.

Das sollte die EU mal ändern. Einheitliche Standards wie viele Zentimeter sich hinter Größen verbergen, würden hoffentlich die Quote der Retouren im online-Kleiderhandel verringern.

Und was Schienenfahrzeuge oder Busse angeht sollte die Presse sich angewöhnen "XXL" zu schreiben und stattdessen lieber Breite oder Länge in metrischen Einheiten angeben. Ich fürchte aber dass das Klicks kosten könnte und die Chefetagen werden das vermutlich nicht goutieren. Ein Anfang wäre ja schon wenn Verkehrsbetriebe und Hersteller derlei Unfugsbegriffe nicht mehr verwenden würden...[/quote]

Warum das? Es wird vermutlich niemand einen ausgerollten Gartenschlauch oder ähnliches in der Straßenbahn transportieren wollen, so dass die genaue Länge einer Tram den meisten Fahrgästen oder Zeitungslesenden eher egal sein dürfte. Solche Informationen gehören eher in die technischen Beschreibungen der Bahnen, die für Detailinteressierte bereit gehalten werden können, aber die Allgemeinheit muss man damit nicht unbedingt behelligen.

Relevanter sind natürlich die Angaben für Endkunden z.B. bei Bekleidung. Hier wäre durch Datenbanksysteme ggf. kombiniert mit KI im Onlinehandel deutlich mehr möglich als derzeit meist angeboten wird. Gelegentlich finde man bei einzelnen Onlinehändlern zumindest einen Hinweis wie "eher eine Größe größer bestellen, fällt klein aus".

Die Zahl der genormten Konfektionsgrößen ist inzwischen eher zu groß als zu klein und dank der Globalisierung kommen mehr oder weniger alle Größensysteme in den deutschen Handel und die Kund:innen müssen dann sehen, welches für die jeweiligen Produkte gilt. Dass das Europäische Komitee für Normung (wie bei Normen üblich eine unabhängige, wirtschaftsnahe Institution und nicht die EU selbst) 2017 nochmal eine eigene S,M,L,XL-Definition veröffentlicht hat, die nicht 100%-ig kompatibel zu US-amerikanischen oder asiatischen Definitionen sind, macht es nicht unbedingt einfacher.
Zitat
Nukebro
Das sollte die EU mal ändern. Einheitliche Standards wie viele Zentimeter sich hinter Größen verbergen, würden hoffentlich die Quote der Retouren im online-Kleiderhandel verringern.
Der Großteil der Klamotten kommt aus Asien. Das wird die EU auch nicht ändern können.
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Nukebro
Das sollte die EU mal ändern. Einheitliche Standards wie viele Zentimeter sich hinter Größen verbergen, würden hoffentlich die Quote der Retouren im online-Kleiderhandel verringern.
Der Großteil der Klamotten kommt aus Asien. Das wird die EU auch nicht ändern können.
Nebenbei gibt es entsprechende Festlegungen. Warum nun die Kleidungsindustrie irgendwelche Phantasiegrößen verwendet?

1. Ist dir das Kleidungsstück zu eng, bist du zu dick. Folglich fühlst du dich schlecht und du beschwerst dich nicht und kaufst noch ein anderes Kleidungsstück.
2. Ist dir dein Kleidungsstück zu groß, fühlst du dich schlank und freust dich über das Kompliment, beschwerst dich nicht und kaufst weitere Kleidungsstücke.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Nukebro
Das sollte die EU mal ändern. Einheitliche Standards wie viele Zentimeter sich hinter Größen verbergen, würden hoffentlich die Quote der Retouren im online-Kleiderhandel verringern.
Der Großteil der Klamotten kommt aus Asien. Das wird die EU auch nicht ändern können.

Der Großteil der Smartphones kommt ja auch aus Asien, dennoch ist es der EU da gelungen, einen (nun auch mehr oder weniger globalen) Standard für Ladekabel zu etablieren.

Das "Problem" an dem S,M,L,XL-System ist aber, dass diese 4 Größenangaben für einen einzelnen Markt zwar knapp reichen könnten, aber die Standardgrößen sich offenbar soweit unterscheiden, dass in manchen Ländern verstärkt XXS- und in anderen verstärkt XXL-Menschen leben und durch mehrere Xe das System wieder komplizierter wird und sich ggf. die Menschen mit vielen Xe diskriminiert fühlen, weil sie durch viele Xe weit außerhalb der Norm wirken. Da ist ein mehrstufiges Zahlensystem, das nicht am Rand des Zahlenspektrums angesiedelt ist, schon praktischer.
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Nukebro
Das sollte die EU mal ändern. Einheitliche Standards wie viele Zentimeter sich hinter Größen verbergen, würden hoffentlich die Quote der Retouren im online-Kleiderhandel verringern.
Der Großteil der Klamotten kommt aus Asien. Das wird die EU auch nicht ändern können.

Wer in der EU Dinge verkaufen will muss sich an EU-Regeln halten. Deswegen sind viele EU-Regeln der facto globale Standards weil der EU-Markt sehr attraktiv ist. Siehe zum Beispiel ETCS welches "eigentlich" doch "nur" ein europäischer Standard ist, inzwischen aber global zum Einsatz kommt...

Oder dass auch Apple vernünftige Ladebuchsen in seine Geräte baut weil man in der EU verkaufen will.

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Lopi2000
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Nukebro
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GraphXBerlin
Kurzum: Es gibt für S, M, XL etc. keine einheitliches Regelmaß. Bestelle z.B. ein T-Shirt Größe L von verschiedenen Händlern / Firmen. Jedes T-Shirt hat eine andere Passform.

Das sollte die EU mal ändern. Einheitliche Standards wie viele Zentimeter sich hinter Größen verbergen, würden hoffentlich die Quote der Retouren im online-Kleiderhandel verringern.

Und was Schienenfahrzeuge oder Busse angeht sollte die Presse sich angewöhnen "XXL" zu schreiben und stattdessen lieber Breite oder Länge in metrischen Einheiten angeben. Ich fürchte aber dass das Klicks kosten könnte und die Chefetagen werden das vermutlich nicht goutieren. Ein Anfang wäre ja schon wenn Verkehrsbetriebe und Hersteller derlei Unfugsbegriffe nicht mehr verwenden würden...

Warum das? Es wird vermutlich niemand einen ausgerollten Gartenschlauch oder ähnliches in der Straßenbahn transportieren wollen, so dass die genaue Länge einer Tram den meisten Fahrgästen oder Zeitungslesenden eher egal sein dürfte. Solche Informationen gehören eher in die technischen Beschreibungen der Bahnen, die für Detailinteressierte bereit gehalten werden können, aber die Allgemeinheit muss man damit nicht unbedingt behelligen.

Relevanter sind natürlich die Angaben für Endkunden z.B. bei Bekleidung. Hier wäre durch Datenbanksysteme ggf. kombiniert mit KI im Onlinehandel deutlich mehr möglich als derzeit meist angeboten wird. Gelegentlich finde man bei einzelnen Onlinehändlern zumindest einen Hinweis wie "eher eine Größe größer bestellen, fällt klein aus".

Die Zahl der genormten Konfektionsgrößen ist inzwischen eher zu groß als zu klein und dank der Globalisierung kommen mehr oder weniger alle Größensysteme in den deutschen Handel und die Kund:innen müssen dann sehen, welches für die jeweiligen Produkte gilt. Dass das Europäische Komitee für Normung (wie bei Normen üblich eine unabhängige, wirtschaftsnahe Institution und nicht die EU selbst) 2017 nochmal eine eigene S,M,L,XL-Definition veröffentlicht hat, die nicht 100%-ig kompatibel zu US-amerikanischen oder asiatischen Definitionen sind, macht es nicht unbedingt einfacher.

Selbstverständlich ist für den Fahrgast relevant wie lang ein Fahrzeug im öffentlichen Verkehr ist. Wenn der "XXL ICE" letztlich nur unwesentlich länger als eine Doppeltraktion ICE1 ist, dann entsteht durch diesen Begriff ein falscher Eindruck. Bei einer "XXL Tram" erwarten sich Fahrgäste eine deutlich erhöhte Kapazität. Wenn man dann in freudiger Erwartung eines Sitzplatzes während der HVZ an die Haltestelle geht und dann ist das "XXL" Fahrzeug nur geringfügig größer als der Bestand, dann löst das Frustration aus und kann im schlimmsten Fall die Leute vom ÖPNV weg vergraulen. Am besten wäre es, wenn die öffentliche Kommunikation mit belastbaren Zahlen arbeiten würde. "X Meter lang, y % mehr Kapazität als Bestandsfahrzeug Abc" oder gerne auch mit Bildvergleichen.... Da fallen mir auch spontan welche ein, die man Marketing-mäßig nutzen könnte. Zum Beispiel ein Geburtstag der in die alte Tram passt und ein runder Geburtstag der in die Neue passt. Oder eine Basketball Mannschaft vs eine football Mannschaft (Zweitere hätte in einer Tram jeder einen Sitzplatz – in der NFL ist der Roster "nur" 53 Mann) oder was auch immer...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.12.2025 23:46 von Nukebro.
Hmm in der Zeit in der der Artikel von einer XXL-Tram gelesen wird,.bis man tatsächlich an einer Haltestelle steht, hat man das schon wieder vergessen. Und wenn nicht, sollte eigentlich die Lebenserfahrung zeigen, dass man heischerische Überschriften nicht Ernst nehmen sollte. Überhaupt nehmen Menschen viele Dinge zu ernst. (Die wirklich ernsten Dinge werden wiederum bevorzugt verdrängt)

Das zu oft ungerechtfertigterweise von XXL gesprochen und geschrieben wird, ja volle Zustimmung; das ist voll unnötig.
Deswegen Vereinheitlichung fordern? Wozu? Das einzig zielführende, wäre eine weniger Clickbait-/heischerische Medienwelt. Davon sind wir aber weit entfernt, bin da aber für jeden Lösungsweg zu haben (kann aber nur für mich selbst entscheiden, dem ganzen Übertreibungen nicht hinterher zu rennen und kann andere nicht zu ihrem Glück zwingen)

Würde jetzt "XXL" ein EU-geschützter und definierter Begriff werden und die Zeitung den jetzt nicht mehr verwenden dürfen, wäre die Überschrift halt : "Neue megafette, endgeile Tram in Betrieb genommen". Das XXL wird hier also sowieso nicht als Größenangabe verwendet, sondern als austauschbarer, sensationsvorgaukelnder Superlativ.


PS: Coole Bildvergleichsideen. :) Leider hätte ich keinen Peil von irgendwelchen Sportteamgrößen. Vielleicht ist der Berliner GT6 eher eine Barockorchester-Straßenbahn, während der Potsdamer Tramlink eine Sinfonieorchester-des-19.Jahrhunderts-Straßenbahn ist. :)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.12.2025 23:54 von PassusDuriusculus.
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