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Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen
geschrieben von Latschenkiefer 
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Lopi2000
Zitat
Global Fisch
Ansonsten: auch bei den guten Journalisten fehlt mir oft die Distanz zur ihrer Quelle. Über das sowohl von Neumann als auch (glaube ich,anahnd der damaligen Zitate) von nicolaas verwendete Werbewort "Bahnsprecher" habe ich mich wiederholt geärgert.

Was spricht denn dagegen, jemanden, den die Deutsche Bahn AG als "Leiter Kommunikation und Sprecher" bezeichnet, als "Bahnsprecher" zu bezeichnen? Es ist ja in der Bezeichnung schon wichtig, dass es sich nicht um jemanden mit Entscheidungsbefugnis handelt, sondern um jemanden, der im Namen des Unternehmens spricht.

Dagegen spricht, dass die Bahn ein Verkehrssystem ist, und natürlich als solches keinen Sprecher hat.

Der ""Leiter Kommunikation und Sprecher" der Deutschen Bahn AG wäre ein "Sprecher der Deutschen Bahn" oder ein "DB-Sprecher".

Es ist bekannt, dass die DB sich in ihrem Marketing als "Die Bahn" bezeichnet. Aber kommentarlose Übernahme von Marketingsprache von Unternehmen halte ich ausdrücklich für schlechten Journalismus.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.12.2021 18:25 von Global Fisch.
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micha774
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Global Fisch
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micha774
Wobei "Der Spiegel" auch nicht mehr das ist, was er mal war.

Wer oder was ist denn noch das, was er mal war?

Ich könnte jetzt Namen nennen und sagen "Doof bleibt doof", lasse es aber lieber ;-)

Der Spiegel war immer dann gut wenn er was aufdeckte, was den Politikern den Job kostete.
Heute ist einer Bundeskanzler mit ordentlich Dreck am Stecken und keinen juckt es.

Das kann man aber nicht den Medien vorwerfen, das ist ein gesellschaftliches Problem - und zwar ein großes. Die Aufgabe von Medien ist es, politische und wirtschaftliche Prozesse transparent zu gestalten und sie so zu überwachen. Den nächsten Schritt, die Folgen dieser Berichterstattung, können sie nicht mehr leisten, das ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Aber ja, es ist ein Problem, wenn Fehlverhalten keine Folgen hat. Ich denke da z.B. in letzter Zeit an die Panama Papers...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.12.2021 19:58 von def.
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Ingolf
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nicolaas
Als (in)direkt Betroffener möchte ich mich auch mal zu Wort melden. Zunächst halte ich es für schwierig, sich an einem einzelnen Autoren hier abzuarbeiten. Ich kenne Peter Neumann persönlich als liebenswürdigen und zugewandten Menschen.
Danke. Das sehe ich ebenso.

Ich finde es höchst bedenklich, dass auch in diesem Forum die Diskussionskultur immer weiter abnimmt - und inzwischen selbst zu Diffamierungen und Abwertungen Dritter führt, jetzt selbst auf persönlicher, individueller Ebene.
Es geht doch gar nicht mehr um Kritik in der Sache und eine Diskussion darum, sondern nur noch darum, jede Abweichung von der eigenen Meinung, vom eigenen Idealbild abzuwerten (und das ist noch diplomatisch ausgedrückt).
Traurig.

Volle Zustimmung auch von mir! Was ECG7C persönlich gegen Peter Neumann hat, weiß wohl nur er und ist mir auch total egal. Sich aber aus irgendwelchen Befindlichkeiten oder persönlich abweichender Meinung derart auf ihn einzuschießen und dies so öffentlich und namentlich kundzutun, finde ich einfach nur unterirdisch. Peter Neumann und Nicolaas sind nach meiner Wahrnehmung die einzigen Journalisten in der Berliner Presse, die zu Verkehrsthemen fundiert und kritisch berichten und nicht einfach 1:1 die Jubelmeldungen von BVG und DB übernehmen, egal wieviel Unsinn darin steht. Und dafür ist Journalismus ja wohl da.

Im Übrigen es steht ECG7C frei, die besagten Journalisten einfach mal persönlich kennenzulernen, Gelegenheiten dazu gab es auf diversen Presseveranstaltungen genug. Aber das ist dann wohl zu viel reale Welt, lieber virtuell herumtröten...

Viele Grüße
André
Der Neumann soll (konkret dieser) einfach seine Artikel vernünftig recherchieren und nicht so einen Mist schreiben. Kann ja nicht so schwer sein. Auf diesebezügliche Hinweise (Richtigstellungen) reagiert er übrigens nicht, es scheint ihm egal zu sein. So meine Erfahrung. Die Lobhudelei ihn betreffend kann ich nicht teilen.
PS: Von anderen Jounalisten oder Zeitungen habe ich nicht gesprochen.
Den Kommentar von Peter Neumann zur Berliner Verkehrspolitik vor 2 oder 3 Tagen fand ich übrigens sehr gut.

Findet jemand den Artikel? Ich bin gerade zu blöd dazu...

Ah, doch gefunden: Kommentar



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.12.2021 09:26 von Latschenkiefer.
Zitat
ECG7C
Der Neumann soll (konkret dieser) einfach seine Artikel vernünftig recherchieren und nicht so einen Mist schreiben. Kann ja nicht so schwer sein. Auf diesebezügliche Hinweise (Richtigstellungen) reagiert er übrigens nicht, es scheint ihm egal zu sein. So meine Erfahrung. Die Lobhudelei ihn betreffend kann ich nicht teilen.
PS: Von anderen Jounalisten oder Zeitungen habe ich nicht gesprochen.

Eine derartige Beurteilung halte ich für völlig unangemessen und empfehle Mäßigung in der Beurteilung der Arbeit eines m. E. sehr fachkundigen und umsichtigen Journalisten. Wer derart undifferenzierte Kritik erhält, tut gut daran, auf solche unberechtigte Anwürfe nicht zu reagieren.

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
ECG7C
Hier gibt es heute einen Bezahlartikel zum Thema:
[www.morgenpost.de]

In der heutigen Druckausgabe nicht zu finden.

Hat jemand eine Ahnung in welcher Druckausgabe dieser Artikel zu finden ist? Der Artikel ging heute morgen 5 Uhr online, daraus schließe ich das er in der Druckausgabe von heute sein sollte - ist er aber nicht. Gibt es eine grundsätzliche Handhabung bei solchen Artikeln wann diese in Druckausgaben zu finden sind?

Und hier noch ein wirklich sehr schöner Text, gehört ja auch irgendwie zum Thema ;-)
[www.berliner-zeitung.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.12.2021 16:40 von ECG7C.
Auch in der heutigen Druckausgabe ist der Artikel zum Ostkreuz nicht zu finden. Vermutlich gibt es Artikel die nur online und nicht gedruckt zur Verfügung stehen. Besten Dank für die Bereitstellung im anderen Strang.
Zitat
ECG7C
Auch in der heutigen Druckausgabe ist der Artikel zum Ostkreuz nicht zu finden. Vermutlich gibt es Artikel die nur online und nicht gedruckt zur Verfügung stehen. Besten Dank für die Bereitstellung im anderen Strang.

am 04.01.2022 erschienen
Heute berichtet die Berliner Zeitung über die hässlichsten U-Bahnhöfe in Berlin
[www.berliner-zeitung.de]
Ich wundere mich, dass die ganzen Bahnhöfe der oberirdischen U5 (gegebenenfalls Ausnahme Gärten der Welt) in dem Artikel keine Erwähnung gefunden haben. Die sind doch an Hässlichkeit wahrlich nicht zu überbieten und im Gegensatz zu den im Artikel benannten temporären Baustellen im Westteil der Stadt ist deren Hässlichkeit strukturell und kann nur durch einen massiven und grundhaften Ersatzneubau beseitigt werden.
Zitat
M48er
Die sind doch an Hässlichkeit wahrlich nicht zu überbieten und im Gegensatz zu den im Artikel benannten temporären Baustellen im Westteil der Stadt ist deren Hässlichkeit strukturell und kann nur durch einen massiven und grundhaften Ersatzneubau beseitigt werden.

Damit der Senat das nicht bezahlen muss, hat er schon 2017 ohne große Umstände alle U-Bahnhofsanlagen zwischen Tierpark und Hönow unter Denkmalschutz gestellt: [www.berlin.de]

Die BVG muss also die in manchen Augen hässlichen Zweckbauten ohne unnützen Zierrat nur so erhalten wie sie vor 35 Jahren gebaut worden sind.

so long

Mario
Zitat
M48er
Ich wundere mich, dass die ganzen Bahnhöfe der oberirdischen U5 (gegebenenfalls Ausnahme Gärten der Welt) in dem Artikel keine Erwähnung gefunden haben. Die sind doch an Hässlichkeit wahrlich nicht zu überbieten und im Gegensatz zu den im Artikel benannten temporären Baustellen im Westteil der Stadt ist deren Hässlichkeit strukturell und kann nur durch einen massiven und grundhaften Ersatzneubau beseitigt werden.

Ich denke eher, mit "hässlich" war hier eher der Zustand der Anlagen gemeint, über schön/hässlich hat jeder seine Meinung. Und der Zustand der oberirdischen Bahnhöfe ist ja eigentlich noch ganz gut?

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
Harald Tschirner
Zitat
M48er
Ich wundere mich, dass die ganzen Bahnhöfe der oberirdischen U5 (gegebenenfalls Ausnahme Gärten der Welt) in dem Artikel keine Erwähnung gefunden haben. Die sind doch an Hässlichkeit wahrlich nicht zu überbieten und im Gegensatz zu den im Artikel benannten temporären Baustellen im Westteil der Stadt ist deren Hässlichkeit strukturell und kann nur durch einen massiven und grundhaften Ersatzneubau beseitigt werden.

Ich denke eher, mit "hässlich" war hier eher der Zustand der Anlagen gemeint, über schön/hässlich hat jeder seine Meinung. Und der Zustand der oberirdischen Bahnhöfe ist ja eigentlich noch ganz gut?

Eben. Ich würde die oberirdischen U5-Bahnhöfe mal eher als funktionell und zweckmäßig bezeichnen - dem damaligen Zeit- und (Finanz)Geist entsprechend.

Die sonst aufgeführten Bahnhöfe, die teilweise seit Jahren schon so aussehen, sind m.E. gerechtfertigt und einer Bundeshauptstadt unwürdig.

Ich finde Rosa-Luxemburg-Platz und Senefelderplatz teilweise auch schon sehr grenzwertig - im Gegensatz zur Grenzallee oder zur Yorckstraße sind diese aber noch wahre Schmuckstücke ...

-----------
Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.01.2022 15:43 von LariFari.
Na, sehen besser aus als die hässlichen Unzweckbauten z.B. auf der U8 Nord. Extrem unwürdig einer Hauptstadt. Sie wurden allerdings auch nicht für die Hauptstadt, wie die Bahnhöfe der U5, gebaut, sondern für die Frontstadt.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Na, sehen besser aus als die hässlichen Unzweckbauten z.B. auf der U8 Nord. Extrem unwürdig einer Hauptstadt. Sie wurden allerdings auch nicht für die Hauptstadt, wie die Bahnhöfe der U5, gebaut, sondern für die Frontstadt.

U8 Nord ist sowieso nicht mehr Hauptstadt, das ist ReinickenDorf.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
der weiße bim
Zitat
M48er
Die sind doch an Hässlichkeit wahrlich nicht zu überbieten und im Gegensatz zu den im Artikel benannten temporären Baustellen im Westteil der Stadt ist deren Hässlichkeit strukturell und kann nur durch einen massiven und grundhaften Ersatzneubau beseitigt werden.

Damit der Senat das nicht bezahlen muss, hat er schon 2017 ohne große Umstände alle U-Bahnhofsanlagen zwischen Tierpark und Hönow unter Denkmalschutz gestellt: [www.berlin.de]

Und das ist auch gut so.
Zur ganzen Wahrheit zählt nämlich auch, dass nicht nur diese Stationen, sondern insgesamt einige dutzende U-Bahnhöfe aus mehreren Entstehungsepochen in Berlin unter Denkmalschutz gestellt wurden. Und zwar ganz klar als Reaktion darauf, dass die BVG bisher etliche Bahnhöfe - sobald eben kein Denkmalschutz vorhanden ist - oft bis zur Unkenntlichkeit kaputtsaniert hat. Ohne jeglichen Respekt für die Arbeit und Architektur unserer Vorfahren - und auch ohne neue hochwertige Architektur zu schaffen.
Mit der deutlichen Ausweitung des Denkmalschutzes wird damit den schlimmsten Auswüchsen ein Riegel vorgeschoben.

Und ich wiederhole es auch auch gerne immer wieder: Denkmalschutz bedeutet eben nicht, dass alles bis in alle Ewigkeiten 1:1 erhalten werden muss. Natürlich sind Änderungen, Ergänzungen, Umbauten möglich - nur eben müssen diese mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden. Und das passiert ja auch bei etlichen U-Bahnhöfen, die in Berlin unter Denkmalschutz saniert werden. Mit nahezu durchgehend deutlich besseren Ergebnissen, als bei denen ohne Denkmalschutz...

Ingolf
Zitat
M48er
Zitat
Philipp Borchert
Wo ganz genau werden denn "größere Busse" zu sehen sein? Diese Aussage ist so eine leere Hülse geworden. Abgesehen von den KT4Dm-Zügen kann ich mich nicht erinnern, dass es jemals trotz stetiger Ankündigungen zum Einsatz "größerer Fahrzeuge" gekommen ist.
Am witzigsten ist ja, dass im rbb-Beitrag genau bei dieser Aussage ("BVG setzt größere Busse ein") ein M29er mit 12-Meter-Eindecker gezeigt wird, obwohl auf dieser Linie jahrzehntelang Doppeldecker mit mehr Platzkapazität der Standard waren. Aber um solche Missstände aufzuzeigen und nicht nur BVG-Marketingsprech wiederzukauen, bräuchte man journalistische Kompetenz im Verkehrsbereich, und daran mangelt es im rbb trotz üppiger Gebührenfinanzierung.

Ja, gerade bei Verkehrsthemen habe ich beim RBB ziemlich häufig das Gefühl, dass es in den Redaktionen einfach keine langjährigen ÖV-Nutzenden gibt: die paar, die ab und zu einen Bus von innen sehen, waren vor zwei Jahren noch auf einem Gymnasium in Böblingen und wissen nicht, dass es auf dem M29 mal Doppelstockbusse gab, und diejenigen, die seit Jahrzehnten in der Stadt leben, sind genauso lange nicht mehr Bus gefahren. Und wir sprechen hier ja nicht von irgendeiner Dorflinie, sondern eine der traditionellsten Linien der Stadt, mitten durchs frühere Westberliner Zentrum, Kreuzberg und Neukölln.

Und dann wird hier über Peter Neumann geschimpft. Der weiß wenigstens, was und wovon er schreibt.
Zitat
B-V 3313
Zitat
M48er
Am witzigsten ist ja, dass im rbb-Beitrag genau bei dieser Aussage ("BVG setzt größere Busse ein") ein M29er mit 12-Meter-Eindecker gezeigt wird, obwohl auf dieser Linie jahrzehntelang Doppeldecker mit mehr Platzkapazität der Standard waren.

Es mag ja ein Zucken durch Freakszene zu gehen, aber das waren lediglich Beispielbilder und dafür reichen diese Bilder auch.

Man muss also ein Freak sein, um Komfortverluste für die Fahrgäste zu kritisieren?
Zitat
def
Man muss also ein Freak sein, um Komfortverluste für die Fahrgäste zu kritisieren?

Sicherlich nicht, aber um anderen Leuten Dinge in den Mund zu legen, die sich nicht gesagt haben, hilft es anscheinend. Oder, def? ;-)

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.01.2022 11:44 von B-V 3313.
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