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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 22.08.2025 10:29 |
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Lopi2000
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marc-j
Aber die Nutzung des Wasserstoffs für Busse/Autos/LKWs/Heizungen wird sich halt eben einfach nicht durchsetzen. Das sieht man immer deutlicher. Man braucht den Wasserstoff dringend für andere Einsatzzwecke. Es ist und bleibt eine Geld- und Energieverschwendung.
...weil der Barnim von der Goldgrube Wasserstoffindustrie träumt.
Naja, auch zum Aufbau einer Wasserstoffindustrie benötigt man auch erstmal lokaler Abnehmer bis dann irgendwann das vorgesehene bundesweite Wasserstoffnetz den Wasserstoff aus dem Barnim zu industriellen Abnehmern bringt. In Relation zu den Potenzialen und Chancen für die Region sind die Mehrkosten für Wasserstoffbusse und -züge eher gering.
Vermutlich wird sich dann irgendwann zeigen, dass die Wasserstofffahrzeuge eher unwirtschaftlich werden und je nachdem wann das ist, könnte die modulare Bauweise und die Verwandtschaft zu den BEMU-Zügen für einen Umbau sorgen oder die Fahrzeuge werden ausgemustert. Das wird aber vermutlich zumindest nach der ersten Ausschreibungsperiode sein.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 22.08.2025 10:54 |
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marc-j
Und warum muss dieser Aufbau einer Wasserstoffindustrie (welche Betriebe sollen den denn im Barnim eig. nutzen?) immer über den ÖPNV querfinanziert werden? Man kann doch auch einfach erstmal genug Grünstrom produzieren, bis man überhaupt sinnvoll einen Elektrolyseur (wo soll eig. das Wasser herkommen?) mit Überschüssen betreiben kann und dann den Wasserstoff verkaufen.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 22.08.2025 11:03 |
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 22.08.2025 11:56 |
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Lopi2000
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marc-j
Und warum muss dieser Aufbau einer Wasserstoffindustrie (welche Betriebe sollen den denn im Barnim eig. nutzen?) immer über den ÖPNV querfinanziert werden? Man kann doch auch einfach erstmal genug Grünstrom produzieren, bis man überhaupt sinnvoll einen Elektrolyseur (wo soll eig. das Wasser herkommen?) mit Überschüssen betreiben kann und dann den Wasserstoff verkaufen.
Zum einen werden ja viele Mehrkosten zu "normalen" Bussen bzw. Zügen ohnehin gefördert, zum anderen ist das halt Strukturpolitik, die man ziemlich gut über Unternehmen im öffentlichen Eigentum umsetzen kann. Solange dies transparent und ehrlich gemacht wird, finde ich das ziemlich sinnvoll. Soweit es Zusatzkosten gibt, die nicht durch Förderung gedeckt werden, kann und muss man das natürlich kommunizieren und nicht argumentieren, wir haben halt besondere Busse, da kostet unser ÖPNV jetzt mehr.
Die Lausitz möchte sich entsprechend neu positionieren und dies ist einer von vielen Bausteinen in den Strukturwandelmaßnahmen. Natürlich ist nicht jeder einzelne Baustein garantiert erfolgreich und ich persönlich finde den Einsatz von Wasserstoff in Bereichen, in denen er leicht substituiert werden kann, auch fragwürdig, aber mit entsprechenden langfristigen Zielen wie dem Aufbau einer Wasserstoffproduktion in der Lausitz oder im Barnim kann man auch mal das eine oder andere Experiment wagen, dass diesem Ziel dienen könnte.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 22.08.2025 12:13 |
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marc-j
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Lopi2000
Zitat
marc-j
Und warum muss dieser Aufbau einer Wasserstoffindustrie (welche Betriebe sollen den denn im Barnim eig. nutzen?) immer über den ÖPNV querfinanziert werden? Man kann doch auch einfach erstmal genug Grünstrom produzieren, bis man überhaupt sinnvoll einen Elektrolyseur (wo soll eig. das Wasser herkommen?) mit Überschüssen betreiben kann und dann den Wasserstoff verkaufen.
Zum einen werden ja viele Mehrkosten zu "normalen" Bussen bzw. Zügen ohnehin gefördert, zum anderen ist das halt Strukturpolitik, die man ziemlich gut über Unternehmen im öffentlichen Eigentum umsetzen kann. Solange dies transparent und ehrlich gemacht wird, finde ich das ziemlich sinnvoll. Soweit es Zusatzkosten gibt, die nicht durch Förderung gedeckt werden, kann und muss man das natürlich kommunizieren und nicht argumentieren, wir haben halt besondere Busse, da kostet unser ÖPNV jetzt mehr.
Die Lausitz möchte sich entsprechend neu positionieren und dies ist einer von vielen Bausteinen in den Strukturwandelmaßnahmen. Natürlich ist nicht jeder einzelne Baustein garantiert erfolgreich und ich persönlich finde den Einsatz von Wasserstoff in Bereichen, in denen er leicht substituiert werden kann, auch fragwürdig, aber mit entsprechenden langfristigen Zielen wie dem Aufbau einer Wasserstoffproduktion in der Lausitz oder im Barnim kann man auch mal das eine oder andere Experiment wagen, dass diesem Ziel dienen könnte.
Ich finde es angesichts begrenzter finanzieller Mittel, für die ja gerade der ÖPNV auch immer kämpfen muss und angesichts noch nicht 100% EE im Strommix ziemlich unverantwortlich, eine Technik anzuschaffen, die beides verschwendet, während es gleichzeitig eine bewährte Technik gibt, die weniger Strom verbraucht und dementsprechend niedrigere Betriebskosten und niedrigere Emissionen hat.
Und das sich energieintensive Betriebe oder Betriebe die Wasserstoff benötigen dort nur ansiedeln, weil man Wasserstoff für die Busse produziert, wage ich zu bezweifeln. Mal abgesehen davon, dass die Elektrolyseur-Pläne ja begraben wurden, nach dem die Wirtschaftsministerin ihre Erdgaskraftwerkspläne kommuniziert hat. Ich habe das Gefühl, dass man gar nicht so richtig weiß, wer den Wasserstoff nutzen soll, also schafft man erstmal die Wasserstoffbusse an, damit es irgendeinen Grund gibt Wasserstoff zu haben.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 22.08.2025 13:18 |
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 22.08.2025 15:28 |
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Jay
Du argumentierst aus deiner heutigen Erkenntnis-Sicht. Die Entscheidungen im Rahmen des Heidekraut-Projektes wurden aber schon vor mehreren Jahren nach damaligem Wissens- und Finanzstand getroffen. "Damals" waren die neuen Sparorgien noch nicht in Sicht und es galt die Prämisse eine lokale Wasserstofflinie aufzubauen, die eben nicht nur singulär auf einen einzigen Nutzer ausgerichtet ist, sondern explizit als Cluster gedacht wurde. Enertrag betreibt Windräder und hat dabei zeitweise eine Produktionsüberschuss, so dass Windräder abgeschaltet werden müssen. Hier kommt das Elektrolyse-Werk ins Spiel, das den Wasserstoff erzeugt und nun 2026 gebaut werden soll. Abnehmer sind dann eben die Müllfahrzeuge, Busse und die NEB mit ihren Zügen, die so vorerst keine offene Ausschreibung fürchten musste, sondern per Direktvergabe bedacht werden konnte.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 22.08.2025 15:35 |
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marc-j
Zitat
Jay
Du argumentierst aus deiner heutigen Erkenntnis-Sicht. Die Entscheidungen im Rahmen des Heidekraut-Projektes wurden aber schon vor mehreren Jahren nach damaligem Wissens- und Finanzstand getroffen. "Damals" waren die neuen Sparorgien noch nicht in Sicht und es galt die Prämisse eine lokale Wasserstofflinie aufzubauen, die eben nicht nur singulär auf einen einzigen Nutzer ausgerichtet ist, sondern explizit als Cluster gedacht wurde. Enertrag betreibt Windräder und hat dabei zeitweise eine Produktionsüberschuss, so dass Windräder abgeschaltet werden müssen. Hier kommt das Elektrolyse-Werk ins Spiel, das den Wasserstoff erzeugt und nun 2026 gebaut werden soll. Abnehmer sind dann eben die Müllfahrzeuge, Busse und die NEB mit ihren Zügen, die so vorerst keine offene Ausschreibung fürchten musste, sondern per Direktvergabe bedacht werden konnte.
Das stimmt wohl alles, aber das ist doch auch ein Problem: Braucht man für die Müllfahrzeuge Wasserstoff? Nein. Braucht man für die Busse Wasserstoff? Nein. Braucht man für die Heidekrautbahn zwingend Wasserstoff? Nein. Und das müsste ja auch die NEB wissen, weil wenn sie mit ihren BEMUs nach Müncheberg kommt, dann schafft sie es auch nach Groß Schönebeck. Kann man überschüssigen Windstrom trotzdem in Wasserstoff umwandeln und den verkaufen? Ja. Kann man überschüssigen Windstrom in Batterien speichern? Ja.
Und: Ohne Wasserstoff ist man doch auch viel unabhängiger, von Enertrag oder sonstwem. Mit der richtigen Leitung kommt der Strom immer zu einem, beim Wasserstoff ist das ja nicht so leicht, wie man aktuell sieht.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 27.08.2025 01:15 |
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An Infoständen werden der VBB, das Projekt i2030 und die Projektpartner ENERTRAG SE, Kreiswerke Barnim GmbH, Niederbarnimer Eisenbahn (NEB), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie die Brandenburgische Technische Universität (b-tu) ihre Arbeit zum Projekt vorstellen und für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stehen.
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Kostenfreie Nutzung der RB27
Am 19. September 2025 von 8:00 bis 20:00 Uhr können Fahrgäste mit dem Kennwort „Tag der Schiene“ die RB27 kostenfrei nutzen.
Die Fahrzeuge der Wasserstoff-Flotte der NEB sind im Regelbetrieb auf der Heidekrautbahn (RB27) zwischen Berlin-Karow und Groß Schönebeck / Wensickendorf im Einsatz.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 28.09.2025 09:59 |
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Eine der Begründungen für die Verzögerungen waren die fehlenden Prüfingenieure. Gibt es für die Dresdner Bahn denn genügend Prüfingenieure, die die Strecke abnehmen?
Ja. Da haben wir ganz genau darauf geachtet, dass diese priorisiert wird. Wir haben absolute Priorität auf diese Strecke gelegt. Ich will der S15 nicht zu nahetreten, aber es ist wohl nicht so, dass die Menschen händeringend darauf warten. Sie ist eine schöne Verbindung vom Norden in den Hauptbahnhof rein, hat aber nicht höchste Priorität.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 01.10.2025 01:18 |
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 01.10.2025 09:03 |
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phönix
Tagesspiegel: bald müssen die S-Bahn-Züge 481er Baureihe erneut in die Werkstatt: Die Kabel aus den 1990ern sind porös.
[www.tagesspiegel.de]
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 01.10.2025 10:04 |
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Philipp Borchert
Als das Programm vor nunmehr sechs Jahren begonnen wurde, hat man dieses Thema offenbar noch nicht als dringend beurteilt.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 25.10.2025 15:33 |
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 30.10.2025 12:37 |
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Morgenpost-Kolumne
Was ich an Berlin mag, sind die unerwarteten positiven Überraschungen im Alltag. Neulich zum Beispiel. Ich war auf dem Rückweg aus Prenzlauer Berg Richtung Stadtmitte und nahm, was ich selten tue, eine Straßenbahn. Ich wunderte mich, wie voll die Bahnen waren. Und bewunderte die Disziplin der Menschen. Keine lauten Handys. Kein Gebrüll, kein kopfhörerbedingt rücksichtloses Gedrängel wie in den U-Bahnen, keine herumrollenden Bierflaschen. Ich sah sogar Menschen mit Büchern! Es war wie in einer anderen Stadt. Und es wurde noch besser. Wenig später genoss ich eine ungeplante Mini-Stadtrundfahrt per BVG-Bus durch Mitte. ...
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 30.10.2025 12:59 |
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der weiße bim
Die Berliner Morgenpost lobt den eingerichteten Ersatzverkehr für die U2 im Bereich der Stellwerksinbetriebnahme und kritisiert ihn zugleich:...