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Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen
geschrieben von Latschenkiefer 
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Lopi2000
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marc-j
Aber die Nutzung des Wasserstoffs für Busse/Autos/LKWs/Heizungen wird sich halt eben einfach nicht durchsetzen. Das sieht man immer deutlicher. Man braucht den Wasserstoff dringend für andere Einsatzzwecke. Es ist und bleibt eine Geld- und Energieverschwendung.

...weil der Barnim von der Goldgrube Wasserstoffindustrie träumt.

Naja, auch zum Aufbau einer Wasserstoffindustrie benötigt man auch erstmal lokaler Abnehmer bis dann irgendwann das vorgesehene bundesweite Wasserstoffnetz den Wasserstoff aus dem Barnim zu industriellen Abnehmern bringt. In Relation zu den Potenzialen und Chancen für die Region sind die Mehrkosten für Wasserstoffbusse und -züge eher gering.

Vermutlich wird sich dann irgendwann zeigen, dass die Wasserstofffahrzeuge eher unwirtschaftlich werden und je nachdem wann das ist, könnte die modulare Bauweise und die Verwandtschaft zu den BEMU-Zügen für einen Umbau sorgen oder die Fahrzeuge werden ausgemustert. Das wird aber vermutlich zumindest nach der ersten Ausschreibungsperiode sein.

Und warum muss dieser Aufbau einer Wasserstoffindustrie (welche Betriebe sollen den denn im Barnim eig. nutzen?) immer über den ÖPNV querfinanziert werden? Man kann doch auch einfach erstmal genug Grünstrom produzieren, bis man überhaupt sinnvoll einen Elektrolyseur (wo soll eig. das Wasser herkommen?) mit Überschüssen betreiben kann und dann den Wasserstoff verkaufen.

Wozu muss ich da dem ÖPNV & auch den Stadtwerken (H2-Müllfahrzeuge) unnötige Kosten aufdrücken indem ich nicht die wirtschaftlichste und energieeffizienteste Technik verwende? Erdgasbohrungen führt man ja auch durch, ohne den umliegenden Städten erstmal Erdgasbusse zu verkaufen. Und jetzt da irgendwelche H2-Tankstellen zu errichten um die dann in ein paar Jahren abzubauen und Ladeinseln aufzubauen ist doch komplett bescheuert. Und am Ende gibt es dann wieder Kürzungen beim ÖPNV & Deutschlandticket weil man das Geld für sinnlose Projekte ausgegeben hat und anscheinend auf Lobbyismus hereingefallen ist.

Ich kann immer nur wieder darauf hinweisen, dass die LEAG in Cottbus den Bau des Elektrolyseurs & Wasserstoffkraftwerks abgesagt hat, Cottbusverkehr aber Wasserstoffbusse fest bestellt hat. Und wo kommt der dann jetzt her? Und wie sehen da dann die Kostensteigerungen aus? Aber hey, die LEAG baut ja die Tankstelle...

Und wenn man sich den Ausbau der Lade-/Tankinfrastruktur anguckt (bzw. eher den Abbau der 700 Bar H2-Tankstellen) oder auch das Ende der H2-Transporter bei Stellantis, die Verzögerung der H2-LKW's bei Mercedes, die Zulassungszahlen der H2-Kfz, das Ende der H2-Taxis in Paris, scheinen sich die Warnungen ja auch zu bestätigen.
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marc-j
Und warum muss dieser Aufbau einer Wasserstoffindustrie (welche Betriebe sollen den denn im Barnim eig. nutzen?) immer über den ÖPNV querfinanziert werden? Man kann doch auch einfach erstmal genug Grünstrom produzieren, bis man überhaupt sinnvoll einen Elektrolyseur (wo soll eig. das Wasser herkommen?) mit Überschüssen betreiben kann und dann den Wasserstoff verkaufen.

Zum einen werden ja viele Mehrkosten zu "normalen" Bussen bzw. Zügen ohnehin gefördert, zum anderen ist das halt Strukturpolitik, die man ziemlich gut über Unternehmen im öffentlichen Eigentum umsetzen kann. Solange dies transparent und ehrlich gemacht wird, finde ich das ziemlich sinnvoll. Soweit es Zusatzkosten gibt, die nicht durch Förderung gedeckt werden, kann und muss man das natürlich kommunizieren und nicht argumentieren, wir haben halt besondere Busse, da kostet unser ÖPNV jetzt mehr.

Die Lausitz möchte sich entsprechend neu positionieren und dies ist einer von vielen Bausteinen in den Strukturwandelmaßnahmen. Natürlich ist nicht jeder einzelne Baustein garantiert erfolgreich und ich persönlich finde den Einsatz von Wasserstoff in Bereichen, in denen er leicht substituiert werden kann, auch fragwürdig, aber mit entsprechenden langfristigen Zielen wie dem Aufbau einer Wasserstoffproduktion in der Lausitz oder im Barnim kann man auch mal das eine oder andere Experiment wagen, dass diesem Ziel dienen könnte.
Man ist doch tatsächlich schon weiter. Auch BMW stellt die Herstellung des H2 Antriebs ein, weil eine H2 Tankinfrastruktur für die paar Autos einfach sinnlos ist.
Und H2 Gaskraftwerke wird es wohl auch nicht geben. Ich habe letztens einen Bericht gesehen, dass man bei Kraftwerken wohl eher in Richtung Eisenstaub geht. Viel effektiver, keine Transportprobleme und die „Asche“ kann über Elektrolyse wieder in Fe verwandelt werden.
Klappt natürlich bei Fahrzeugen nicht, aber für Kraftwerke optimal.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.08.2025 13:13 von DerMichael.
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Lopi2000
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marc-j
Und warum muss dieser Aufbau einer Wasserstoffindustrie (welche Betriebe sollen den denn im Barnim eig. nutzen?) immer über den ÖPNV querfinanziert werden? Man kann doch auch einfach erstmal genug Grünstrom produzieren, bis man überhaupt sinnvoll einen Elektrolyseur (wo soll eig. das Wasser herkommen?) mit Überschüssen betreiben kann und dann den Wasserstoff verkaufen.

Zum einen werden ja viele Mehrkosten zu "normalen" Bussen bzw. Zügen ohnehin gefördert, zum anderen ist das halt Strukturpolitik, die man ziemlich gut über Unternehmen im öffentlichen Eigentum umsetzen kann. Solange dies transparent und ehrlich gemacht wird, finde ich das ziemlich sinnvoll. Soweit es Zusatzkosten gibt, die nicht durch Förderung gedeckt werden, kann und muss man das natürlich kommunizieren und nicht argumentieren, wir haben halt besondere Busse, da kostet unser ÖPNV jetzt mehr.

Die Lausitz möchte sich entsprechend neu positionieren und dies ist einer von vielen Bausteinen in den Strukturwandelmaßnahmen. Natürlich ist nicht jeder einzelne Baustein garantiert erfolgreich und ich persönlich finde den Einsatz von Wasserstoff in Bereichen, in denen er leicht substituiert werden kann, auch fragwürdig, aber mit entsprechenden langfristigen Zielen wie dem Aufbau einer Wasserstoffproduktion in der Lausitz oder im Barnim kann man auch mal das eine oder andere Experiment wagen, dass diesem Ziel dienen könnte.

Ich finde es angesichts begrenzter finanzieller Mittel, für die ja gerade der ÖPNV auch immer kämpfen muss und angesichts noch nicht 100% EE im Strommix ziemlich unverantwortlich, eine Technik anzuschaffen, die beides verschwendet, während es gleichzeitig eine bewährte Technik gibt, die weniger Strom verbraucht und dementsprechend niedrigere Betriebskosten und niedrigere Emissionen hat.

Und das sich energieintensive Betriebe oder Betriebe die Wasserstoff benötigen dort nur ansiedeln, weil man Wasserstoff für die Busse produziert, wage ich zu bezweifeln. Mal abgesehen davon, dass die Elektrolyseur-Pläne ja begraben wurden, nach dem die Wirtschaftsministerin ihre Erdgaskraftwerkspläne kommuniziert hat. Ich habe das Gefühl, dass man gar nicht so richtig weiß, wer den Wasserstoff nutzen soll, also schafft man erstmal die Wasserstoffbusse an, damit es irgendeinen Grund gibt Wasserstoff zu haben.
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marc-j
Zitat
Lopi2000
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marc-j
Und warum muss dieser Aufbau einer Wasserstoffindustrie (welche Betriebe sollen den denn im Barnim eig. nutzen?) immer über den ÖPNV querfinanziert werden? Man kann doch auch einfach erstmal genug Grünstrom produzieren, bis man überhaupt sinnvoll einen Elektrolyseur (wo soll eig. das Wasser herkommen?) mit Überschüssen betreiben kann und dann den Wasserstoff verkaufen.

Zum einen werden ja viele Mehrkosten zu "normalen" Bussen bzw. Zügen ohnehin gefördert, zum anderen ist das halt Strukturpolitik, die man ziemlich gut über Unternehmen im öffentlichen Eigentum umsetzen kann. Solange dies transparent und ehrlich gemacht wird, finde ich das ziemlich sinnvoll. Soweit es Zusatzkosten gibt, die nicht durch Förderung gedeckt werden, kann und muss man das natürlich kommunizieren und nicht argumentieren, wir haben halt besondere Busse, da kostet unser ÖPNV jetzt mehr.

Die Lausitz möchte sich entsprechend neu positionieren und dies ist einer von vielen Bausteinen in den Strukturwandelmaßnahmen. Natürlich ist nicht jeder einzelne Baustein garantiert erfolgreich und ich persönlich finde den Einsatz von Wasserstoff in Bereichen, in denen er leicht substituiert werden kann, auch fragwürdig, aber mit entsprechenden langfristigen Zielen wie dem Aufbau einer Wasserstoffproduktion in der Lausitz oder im Barnim kann man auch mal das eine oder andere Experiment wagen, dass diesem Ziel dienen könnte.

Ich finde es angesichts begrenzter finanzieller Mittel, für die ja gerade der ÖPNV auch immer kämpfen muss und angesichts noch nicht 100% EE im Strommix ziemlich unverantwortlich, eine Technik anzuschaffen, die beides verschwendet, während es gleichzeitig eine bewährte Technik gibt, die weniger Strom verbraucht und dementsprechend niedrigere Betriebskosten und niedrigere Emissionen hat.

Und das sich energieintensive Betriebe oder Betriebe die Wasserstoff benötigen dort nur ansiedeln, weil man Wasserstoff für die Busse produziert, wage ich zu bezweifeln. Mal abgesehen davon, dass die Elektrolyseur-Pläne ja begraben wurden, nach dem die Wirtschaftsministerin ihre Erdgaskraftwerkspläne kommuniziert hat. Ich habe das Gefühl, dass man gar nicht so richtig weiß, wer den Wasserstoff nutzen soll, also schafft man erstmal die Wasserstoffbusse an, damit es irgendeinen Grund gibt Wasserstoff zu haben.

Du argumentierst aus deiner heutigen Erkenntnis-Sicht. Die Entscheidungen im Rahmen des Heidekraut-Projektes wurden aber schon vor mehreren Jahren nach damaligem Wissens- und Finanzstand getroffen. "Damals" waren die neuen Sparorgien noch nicht in Sicht und es galt die Prämisse eine lokale Wasserstofflinie aufzubauen, die eben nicht nur singulär auf einen einzigen Nutzer ausgerichtet ist, sondern explizit als Cluster gedacht wurde. Enertrag betreibt Windräder und hat dabei zeitweise eine Produktionsüberschuss, so dass Windräder abgeschaltet werden müssen. Hier kommt das Elektrolyse-Werk ins Spiel, das den Wasserstoff erzeugt und nun 2026 gebaut werden soll. Abnehmer sind dann eben die Müllfahrzeuge, Busse und die NEB mit ihren Zügen, die so vorerst keine offene Ausschreibung fürchten musste, sondern per Direktvergabe bedacht werden konnte.

Bei der Infrastrukturfrage kommt der nächste Punkt. Die Wasserstoffinfrastruktur konnte mit gesonderten Fördermitteln aufgebaut werden. Die kommen eben nicht aus dem "ÖPNV-Topf" und hätten damit auch nicht für andere Dinge zur Verfügung gestanden. Das Thema Ladeinseln hätte eine Finanzierung aus den vorhandenen Töpfen (insbesondere GVFG) erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass NE-Infrastruktur wesentlich geringere Förderquoten als die Bundesschienenwege haben. Für die Landeinseln hätte dann auch entsprechende Infrastruktur (Unterwerk/Stromrichter) mit Anschluss ans Landesnetz erfordert. Und natürlich hätte der Betrieb dann regulär ausgeschrieben werden müssen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Muss das Elektrolyse Werk dann immer hoch und runtergefahren werden? Bzw. hat eine gewisse Dynamik?
Zitat
Jay
Du argumentierst aus deiner heutigen Erkenntnis-Sicht. Die Entscheidungen im Rahmen des Heidekraut-Projektes wurden aber schon vor mehreren Jahren nach damaligem Wissens- und Finanzstand getroffen. "Damals" waren die neuen Sparorgien noch nicht in Sicht und es galt die Prämisse eine lokale Wasserstofflinie aufzubauen, die eben nicht nur singulär auf einen einzigen Nutzer ausgerichtet ist, sondern explizit als Cluster gedacht wurde. Enertrag betreibt Windräder und hat dabei zeitweise eine Produktionsüberschuss, so dass Windräder abgeschaltet werden müssen. Hier kommt das Elektrolyse-Werk ins Spiel, das den Wasserstoff erzeugt und nun 2026 gebaut werden soll. Abnehmer sind dann eben die Müllfahrzeuge, Busse und die NEB mit ihren Zügen, die so vorerst keine offene Ausschreibung fürchten musste, sondern per Direktvergabe bedacht werden konnte.

Das stimmt wohl alles, aber das ist doch auch ein Problem: Braucht man für die Müllfahrzeuge Wasserstoff? Nein. Braucht man für die Busse Wasserstoff? Nein. Braucht man für die Heidekrautbahn zwingend Wasserstoff? Nein. Und das müsste ja auch die NEB wissen, weil wenn sie mit ihren BEMUs nach Müncheberg kommt, dann schafft sie es auch nach Groß Schönebeck. Kann man überschüssigen Windstrom trotzdem in Wasserstoff umwandeln und den verkaufen? Ja. Kann man überschüssigen Windstrom in Batterien speichern? Ja.

Und: Ohne Wasserstoff ist man doch auch viel unabhängiger, von Enertrag oder sonstwem. Mit der richtigen Leitung kommt der Strom immer zu einem, beim Wasserstoff ist das ja nicht so leicht, wie man aktuell sieht.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.08.2025 15:30 von marc-j.
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marc-j
Zitat
Jay
Du argumentierst aus deiner heutigen Erkenntnis-Sicht. Die Entscheidungen im Rahmen des Heidekraut-Projektes wurden aber schon vor mehreren Jahren nach damaligem Wissens- und Finanzstand getroffen. "Damals" waren die neuen Sparorgien noch nicht in Sicht und es galt die Prämisse eine lokale Wasserstofflinie aufzubauen, die eben nicht nur singulär auf einen einzigen Nutzer ausgerichtet ist, sondern explizit als Cluster gedacht wurde. Enertrag betreibt Windräder und hat dabei zeitweise eine Produktionsüberschuss, so dass Windräder abgeschaltet werden müssen. Hier kommt das Elektrolyse-Werk ins Spiel, das den Wasserstoff erzeugt und nun 2026 gebaut werden soll. Abnehmer sind dann eben die Müllfahrzeuge, Busse und die NEB mit ihren Zügen, die so vorerst keine offene Ausschreibung fürchten musste, sondern per Direktvergabe bedacht werden konnte.

Das stimmt wohl alles, aber das ist doch auch ein Problem: Braucht man für die Müllfahrzeuge Wasserstoff? Nein. Braucht man für die Busse Wasserstoff? Nein. Braucht man für die Heidekrautbahn zwingend Wasserstoff? Nein. Und das müsste ja auch die NEB wissen, weil wenn sie mit ihren BEMUs nach Müncheberg kommt, dann schafft sie es auch nach Groß Schönebeck. Kann man überschüssigen Windstrom trotzdem in Wasserstoff umwandeln und den verkaufen? Ja. Kann man überschüssigen Windstrom in Batterien speichern? Ja.

Und: Ohne Wasserstoff ist man doch auch viel unabhängiger, von Enertrag oder sonstwem. Mit der richtigen Leitung kommt der Strom immer zu einem, beim Wasserstoff ist das ja nicht so leicht, wie man aktuell sieht.

Die entscheidenden Punkte sind aber die Finanzierung der Infrastrukturmaßnahmen und der Schutz vor Wettbewerb auf der NEB-Hausstrecke durch diese Insellösung.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Wer sich selbst ein Bild von der NEB-Wasserstofftankstelle in Basdorf machen will, dem sei der bevorstehende "Tag der Schiene" am 19.9. von 11 bis 17 Uhr empfohlen: [www.wasserstoffschiene-heidekrautbahn.de]

Es finden zwei Führungen um 11 und 13 Uhr statt, die eine Anmeldung erfordern. Hier ist Eile geboten, denn die 13-Uhr-Führung ist (Stand heute) schon ausgebucht.

Ansonsten wird umfassend über das Wasserstoff-Projekt informiert:
Zitat

An Infoständen werden der VBB, das Projekt i2030 und die Projektpartner ENERTRAG SE, Kreiswerke Barnim GmbH, Niederbarnimer Eisenbahn (NEB), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie die Brandenburgische Technische Universität (b-tu) ihre Arbeit zum Projekt vorstellen und für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stehen.

Wer die Parole kennt, kann die RB27 am 19.9. sogar kostenlos nutzen:
Zitat

Kostenfreie Nutzung der RB27
Am 19. September 2025 von 8:00 bis 20:00 Uhr können Fahrgäste mit dem Kennwort „Tag der Schiene“ die RB27 kostenfrei nutzen.
Die Fahrzeuge der Wasserstoff-Flotte der NEB sind im Regelbetrieb auf der Heidekrautbahn (RB27) zwischen Berlin-Karow und Groß Schönebeck / Wensickendorf im Einsatz.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.08.2025 01:23 von der weiße bim.
Ich denke mal, hier passt es am besten rein: Interview des Tagesspiegel mit Alexander Katczmarek:
[www.tagesspiegel.de]

Aufschlussreich ist auch dieses Zitat:

Zitat


Eine der Begründungen für die Verzögerungen waren die fehlenden Prüfingenieure. Gibt es für die Dresdner Bahn denn genügend Prüfingenieure, die die Strecke abnehmen?
Ja. Da haben wir ganz genau darauf geachtet, dass diese priorisiert wird. Wir haben absolute Priorität auf diese Strecke gelegt. Ich will der S15 nicht zu nahetreten, aber es ist wohl nicht so, dass die Menschen händeringend darauf warten. Sie ist eine schöne Verbindung vom Norden in den Hauptbahnhof rein, hat aber nicht höchste Priorität.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.09.2025 10:00 von DerMichael.
Tagesspiegel: bald müssen die S-Bahn-Züge 481er Baureihe erneut in die Werkstatt: Die Kabel aus den 1990ern sind porös.
[www.tagesspiegel.de]
Zitat
phönix
Tagesspiegel: bald müssen die S-Bahn-Züge 481er Baureihe erneut in die Werkstatt: Die Kabel aus den 1990ern sind porös.
[www.tagesspiegel.de]

Das wurde aber schon letztes Jahr auf den Fahrgastsprechtagen kommuniziert.
Wundert mich eher, dass sie die Kabelbäume nicht gleich mitgetauscht haben.
Als das Programm vor nunmehr sechs Jahren begonnen wurde, hat man dieses Thema offenbar noch nicht als dringend beurteilt.

~~~~~~
Für mehr Ümläüte!
Zitat
Philipp Borchert
Als das Programm vor nunmehr sechs Jahren begonnen wurde, hat man dieses Thema offenbar noch nicht als dringend beurteilt.

Muss man für die Entrostung die Kabelbäume nicht auch entfernen?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Nicolaas hat gestern über die voraussichtliche Ausdünnung des -S-Bahn-Verkehrs berichtet. [www.nd-aktuell.de]
Peter Neumann berichtet über den Rettungssanitätereinsatz: [www.berliner-zeitung.de]
Die Berliner Morgenpost lobt den eingerichteten Ersatzverkehr für die U2 im Bereich der Stellwerksinbetriebnahme und kritisiert ihn zugleich:
Die Stadtflucht-Kolumne
Neu in Berlin: Allein mit dem Geisterbus der U2 durch Mitte


Zitat
Morgenpost-Kolumne
Was ich an Berlin mag, sind die unerwarteten positiven Überraschungen im Alltag. Neulich zum Beispiel. Ich war auf dem Rückweg aus Prenzlauer Berg Richtung Stadtmitte und nahm, was ich selten tue, eine Straßenbahn. Ich wunderte mich, wie voll die Bahnen waren. Und bewunderte die Disziplin der Menschen. Keine lauten Handys. Kein Gebrüll, kein kopfhörerbedingt rücksichtloses Gedrängel wie in den U-Bahnen, keine herumrollenden Bierflaschen. Ich sah sogar Menschen mit Büchern! Es war wie in einer anderen Stadt. Und es wurde noch besser. Wenig später genoss ich eine ungeplante Mini-Stadtrundfahrt per BVG-Bus durch Mitte. ...

so long

Mario
So richtig als Kritik habe ich diesen kolumnenartigen Einwurf nicht wahrgenommen.

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Für mehr Ümläüte!
Zitat
der weiße bim
Die Berliner Morgenpost lobt den eingerichteten Ersatzverkehr für die U2 im Bereich der Stellwerksinbetriebnahme und kritisiert ihn zugleich:...

Zwar macht die Kolumne an sich einen irgendwie merkwürdig naiven, berlinfremden Eindruck für eine Journalistin, die lt. eigener Biografie seit rund 40 Jahren in der Stadt lebt und seitdem fast durchgehend auch für die Morgenpost arbeitet (klingt eher nach dem Text von einer Person, die seit kurzem von auswärts und nur 1x pro Monat nach Berlin pendelt und sonst nie etwas mit der Stadt zu tun hatte), aber inhaltlich kann ich das als jemand, der eher häufig die Straßenbahn aus dem Prenzlauer Berg nach Mitte nimmt, bestätigen:

Die Straßenbahnen sind momentan meist noch besser gefüllt als ohnehin schon, im SEV gibt es dagegen gefühlt eher ein Überangebot, wobei ich diesen bisher auch nur 1x vorgestern Nachmittag genutzt habe. Der "dichte Takt" der Fahrplantabelle war per Fußnote mit "alle 1-4 min" konkretisiert, wobei mein Eindruck auch eher war, dass es dichter an einer als an vier Minuten war. Ich habe den SEV für den gesamten gesperrten Abschnitt genommen, wobei er schon mit einigen Fahrgästen von der Anton-Wilhelm-Amo-Straße aus kam. Die gesamte Strecke über waren es wohl weniger als 10 Fahrgäste im Bus, er kam super durch, Stau gab es eigentlich nur an der Kreuzung mit der Torstraße und dort offenbar auch nur, weil jeweils alle 2-3 Minuten nur ein Bus über die Kreuzung kam, was natürlich zu wenig ist, wenn der Takt eher dichter als die Durchlässigkeit der Kreuzung ist.
Ich fahre immer nur Mohrenstr > Spittelmarkt.

(Witzigerweise war ich in die Gegenrichtung meist auf anderen Routen unterwegs, bzw. hab meine Termine und so einem Kreis angeordnet, dass ich immer so rum da lang bin)

Hat der Bus Anschluss von einer U-Bahn, ist er angemessen gefüllt (fast alle Sitzplätze belegt), kam ich von Mall, Arzt o.ä. und gerade keine U-Bahn an ist man tatsächlich alleine ab Mohrenstr.

Ergänzung: Sitze gerade erstmals in der Gegenrichtung drin mit insg 20 Fahrgästen



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.10.2025 13:46 von PassusDuriusculus.
Aus diesem Grund hatte ich beim Fahrgastsprechtag S-Bahn mal nachgefragt, ob es eigentlich sowas wie eine Absprache zwischen S-Bahn und BVG gibt, wenn SEVe geplant werden. Denn das ist eine Beobachtung, die ich öfter mache: Der SEV, der möglichst streckennah zur Bahn fährt, hilft nur wenig beim Erreichen der Ziele, andere Linien drängen sich womöglich eher auf. Und so passiert es regelmäßig, dass z.B. ein SEV von Pankow nach Karow relativ schwach genutzt wird, während sich die Menschen in den regulären Stadtlinien stapeln. Der 150er bricht zusammen, sobald die S2 nicht durch fährt. Einfach, weil die 1:1-Nutzung des SEV, wie man sonst die S-Bahn nähme, völlig unattraktiv ist und die Wege im Netz auf anderen Wegen viel sinnvoller erscheint. Nur geht das eben vielen Leuten so.

Und dann frage ich mich eben, ob es wirklich sinnvoll ist, die SEV-Kapazitäten auf dieser 1:1-S2-Buslinie zu verbraten anstatt einen Teil der Leistungen auf BVG-Linien zwecks Verstärkung zu schicken. Oder damit Bedienungslücken zu schließen.

Dass niemand bei Verstand die beiden U2-Abschnitte mit dem SEV überbrückt, versteht sich ja von selbst.

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Für mehr Ümläüte!
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