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Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen
geschrieben von Latschenkiefer 
Zitat
phönix
Herr Falk im Tagesspiegel:
"da gibt es eine neue Zusammenarbeit zwischen BVG und Senatsverkehrsverwaltung. Wir sitzen jetzt viermal im Jahr mit den Verantwortlichen in der Verkehrsverwaltung am Tisch und schauen uns genau an, was sich schnell umsetzen lässt. In diesem Jahr wurden 25 Ampelschaltungen mit einem Vorrang für uns ausgestattet. Im nächsten Jahr stehen aktuell weitere zehn Kreuzungen im Fokus. Zudem sind jetzt erstmals seit Jahren drei neue Busspuren angeordnet. Sobald das Wetter es erlaubt, was vermutlich im Frühjahr ist, werden diese markiert. Insgesamt ist das deutlich mehr als in den letzten Jahren."

[www.tagesspiegel.de]

Zitat
Tagesspiegel
- Reichpietschufer zwischen Tiergartentunnel und Potsdamer Straße (etwa 250 Meter, Linie M29)

- Schillstraße zwischen Wichmannstraße und Kurfürstenstraße (150 Meter, M29, 100, 106, 187)

- Kurt-Schumacher-Damm zwischen Heckerdamm und Jakob-Kaiser-Platz (550 Meter, M21, X21, 109)

950 Meter. Wahnsinn! Da wo es niemanden stört. [www.tagesspiegel.de]
Die Zusammenarbeit ist so tutti, dass die BVG einfach die nächsten Jahre zusammengekürzt bleibt.

Sehr knappe Zusammenfassung des Artikels der Berliner Morgenpost (Bezahlschranke) zur Revision des Verkehrsvertrags:

Die Fahrgäste der BVG müssen noch viele Jahre auf ein erweitertes Angebot an Bussen und Bahnen im Stadtgebiet warten. Die BVG soll nun die Verkehrsleistung für die Revisionsphase 2026 bis 2029 „auf dem hohen Niveau des Jahres 2024“ stabilisieren. Ab 2028 möchte die BVG dann mit Einverständnis des Landes wieder einen „Wachstumspfad Qualität und Quantität“ gestalten. Erst ab 2030 wird von etwas mehr Nutzkilometern bei U- und Straßenbahn ausgegangen.

Als ich vor über einem Jahr über diese Pläne berichtet hatte, wurden sie rundweg bestritten.
Der Falk ist halt in der bescheidenen Situation, dass er es sich mit seinem Finanzier nicht verscherzen darf. Was will man also erwarten?
Zitat
nicolaas
Die Fahrgäste der BVG müssen noch viele Jahre auf ein erweitertes Angebot an Bussen und Bahnen im Stadtgebiet warten.

"Erweitert" ist gut, wir waren ja so 2021 rum schon mal bei einem guten Stück mehr Angebot als seit einigen Jahren. Ich erinnere mich da beispielsweise an 10-Minuten-Takte unter der Woche bei X69 und 101. Genau genommen wäre es also eine Rückkehr zum (eigentlich nötigen) Grundangebot, aber man geht wahrscheinlich davon aus, dass die Fahrgäste längst vergessen haben, dass aktuell noch immer ein reduziertes Angebot besteht.
Herr Neumann hat einen Bericht zur Heidekrautbahn verfasst:

[archive.is]
Bisher wird der Wasserstoff über Kohlevergasung oder aus Erdgas gewonnen. Es war ja schon für2024 der Probebetrieb der Elektrolyseanlage vorgesehen.
Kennt jemand den Projektstand?

edit: Baubeginn der Anlage 16.10.2025 gem. PM Enertrag.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.2026 11:46 von phönix.
Das letzte, was ich las ist: Inbetriebnahme in 2026.

Dann wird das alles erst richtig interessant. Bis jetzt muss das H2 ja herangekarrt werden.
ja genau. Und dann wird man auch erst in Erfahrung bringen, wie hoch tatsächlich der Anteil an Wasserstoff ist, der in Zeiten des Überschusses an erneuerbarer Energie gewonnen werden kann.
Zitat
DerMichael
Das letzte, was ich las ist: Inbetriebnahme in 2026.

Dann wird das alles erst richtig interessant. Bis jetzt muss das H2 ja herangekarrt werden.

Korrekt. Mal gucken, ob das klappt, aber erst dann wird es wirklich interessant (aus wissenschaftlicher Sicht) mit diesem ganzen Projekt. Neben der NEB sollen ja auch lokale Fahrzeuge (Müllabfuhr) mit dem Wasserstoff betankt werden.

Richtig ist aber davon unabhängig natürlich auch, dass die NEB und ihre Vertragspartner bis dahin die Wasserstoffversorgung (oder einen Alternativbetrieb) sicherstellen müssen. Hier ist die NEB natürlich doppelt getroffen. Einerseits hat sie mit den Mireo gut funktionierende Neufahrzeuge und einen kooperativen Hersteller, bekommt aber die "Betankung" nicht so recht in den Griff. Auf der anderen Seite sind die anfälligen PESA-Link und die verzögerte HU in Fremdvergabe, die der mäßig kooperative Hersteller selbst keinesfalls durchführen wollte. Ich glaube bei der NEB macht man mehr als drei Kreuze, wenn man die Link irgendwann auf das Abstellgleis schicken darf.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Wieso gehen die Stromabnehmer kaputt, wenn Batteriezüge einfach losfahren? Worüber denken deutsche Ingenieure eigentlich nach?
Zitat
Heidekraut
Wieso gehen die Stromabnehmer kaputt, wenn Batteriezüge einfach losfahren? Worüber denken deutsche Ingenieure eigentlich nach?

Deutsche Ingenieure haben viele Lösungen parat. Die muss aber jemand bezahlen wollen und sie muss eine Zulassung haben.

Die Stromabnehmer gehen logischerweise dann kaputt, wenn der Lokführer vergisst sie nach dem Ladevorgang zu senken und dann mit dem Zug in einen Abschnitt ohne Fahrleitung einfährt.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Als Laie habe ich dafür kein Verständnis. Sind Stromabnehmer nicht gegen solch ein Szenario gesichert?
Offenbar waren sie es nicht. Das sollnachgerüstet werden, so sprach's der NEB-Mensch beim Fahrgastsprechtag letztes Jahr.

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"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."
Wunderwelt der Technik: [www.youtube.com]

(elektrifizierte Bahnstrecke in den Niederlande mit oberleitungsfreier Brücke)
Zitat
Heidekraut
Als Laie habe ich dafür kein Verständnis. Sind Stromabnehmer nicht gegen solch ein Szenario gesichert?

In Schleswig-Holstein traten beim Start der BEMU-Züge (Stadler Flirt Akku) ähnliche Probleme auf. Hintergrund ist wohl, dass dort (wie bei der NEB) der Einsatz der Akkuzüge in einem Nebennetz mit eher alter Signaltechnik erfolgt, das technisch automatisierte Senken von Stromabnehmern aber nur in neuerer Signaltechnik vorgesehen ist. Daher muss man sich auf Schilder als Signale verlassen, die darauf hinweisen, dass spätestens dort der Stromabnehmer abgesenkt werden muss. Und wie es bei solchen Schildern und langjährigen Gewohnheiten (hier: aus dem Fahren von Dieselzügen) kennt, passieren halt mal menschliche Fehler.

Die Logiken unterschiedlicher Bahnsicherungstechniken verbieten aber bislang eine pragmatische Lösung, die mit aktueller verbreiteter Technik ja grundsätzlich möglich wäre: Theoretisch könnte jedes bessere Smartphone bei Erreichen dieses Punktes ein Warnsignal abspielen oder so in die Technik implementiert werden, dass statt des Warnsignals der Stromabnehmer zwangsweise eingefahren wird. Praktisch würde dies aber in die einzelnen Sicherungssysteme eingreifen, so dass dies bisher nicht genutzt werden durfte. Zumindest in Schleswig-Holstein, wo die Akkuzüge nun gut 2 Jahre in Betrieb sind, hat es sich aber inzwischen auch so eingespielt - jedenfalls nach meinem Eindruck als gelegentlicher Fahrgast.
Zitat
Heidekraut
Wieso gehen die Stromabnehmer kaputt, wenn Batteriezüge einfach losfahren? Worüber denken deutsche Ingenieure eigentlich nach?

Genau über sowas denken sie nach. Zumindest bei der Straßenbahn ist genau das das Ziel Die Stromabnehmer sollen bei Verlust des Gegendrucks nach oben zur Seite weg brechen. Würden sie das nicht, dann würden sie zum Beispiel bei einem gerissenen Spanndraht die Oberleitung weiter nach oben drücken, spätestens am nächsten Ausleger mit dem Stromabnehmer kollidieren und der Schaden würde viel immenser sein.
Danke für die Interna. Ich hatte eher an eine triebzugseitige technische Lösung gedacht. Ein Pantograf der keinen Widerstand mehr spürt, sollte sich automatisch absenken, primitiv gesprochen.

@tramfahrer war schneller.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.2026 14:45 von Heidekraut.
Zitat
Lopi2000
Zitat
Heidekraut
Als Laie habe ich dafür kein Verständnis. Sind Stromabnehmer nicht gegen solch ein Szenario gesichert?

In Schleswig-Holstein traten beim Start der BEMU-Züge (Stadler Flirt Akku) ähnliche Probleme auf. Hintergrund ist wohl, dass dort (wie bei der NEB) der Einsatz der Akkuzüge in einem Nebennetz mit eher alter Signaltechnik erfolgt, das technisch automatisierte Senken von Stromabnehmern aber nur in neuerer Signaltechnik vorgesehen ist. Daher muss man sich auf Schilder als Signale verlassen, die darauf hinweisen, dass spätestens dort der Stromabnehmer abgesenkt werden muss. Und wie es bei solchen Schildern und langjährigen Gewohnheiten (hier: aus dem Fahren von Dieselzügen) kennt, passieren halt mal menschliche Fehler.

Die Logiken unterschiedlicher Bahnsicherungstechniken verbieten aber bislang eine pragmatische Lösung, die mit aktueller verbreiteter Technik ja grundsätzlich möglich wäre: Theoretisch könnte jedes bessere Smartphone bei Erreichen dieses Punktes ein Warnsignal abspielen oder so in die Technik implementiert werden, dass statt des Warnsignals der Stromabnehmer zwangsweise eingefahren wird. Praktisch würde dies aber in die einzelnen Sicherungssysteme eingreifen, so dass dies bisher nicht genutzt werden durfte. Zumindest in Schleswig-Holstein, wo die Akkuzüge nun gut 2 Jahre in Betrieb sind, hat es sich aber inzwischen auch so eingespielt - jedenfalls nach meinem Eindruck als gelegentlicher Fahrgast.

In SH wurde den Zugführern verboten, mit gehobenen Stromabnehmer zu fahren. Die müssen sich vor der Fahrt durch Aussteigen davon überzeugen, dass der Stromabnehmer abgesenkt ist. Und vor der Freigabe muss der FDL den Zugführer nochmal daran erinnern, den Stromabnehmer zu senken.

Die dürfen wirklich nur noch im Stand geladen werden.
Zitat
DerMichael

In SH wurde den Zugführern verboten, mit gehobenen Stromabnehmer zu fahren. Die müssen sich vor der Fahrt durch Aussteigen davon überzeugen, dass der Stromabnehmer abgesenkt ist.

So macht man das "eigentlich" jetzt auch bei der NEB, zumindest hat mir das ein KIN gesagt. Aber noch ist es wohl nicht bei jedem im Kopf, zumal die Mireos nun Teils schon über ein Jahr auf die Strecken unterwegs sind (bis auf ausnahmen). Insgesamt wohl um die 20 mal ist es nun schon passiert. Wir reden hier nicht 1x, nicht 5x nicht 10x, sondern 20x wurde ein Mireo beschädigt. So langsam sollte es in den Köpfen doch drin sein? :-)

das letzte mal war es in Eberswalde gleich zwei mal am gleichen Tag. Auf der RB63 nähe Britz, und einmal direkt in Eberswalde der RB60. Au man..

Bahnstrecke Eberswalde-Frankfurt (Oder)
Ich hoffe ja nicht, dass es da Zugführer gibt, die jetzt die Elektromobilität sabotieren, damit die endlich wieder Diesel fahren können, weil Klimawandel ist ja eh Hoax und Elektromobilität linksgrünversiffte Ideologie.

Der Artikel von Neumann ist wohl eine Replik auf einen anderen in der B.Z., in der ein Heidekrautmitarbeiter angeblich so etwas gesagt hat: dass man lieber wieder Diesel fahren möchte.

Ich hätte zwar gedacht, dass sich die B.Z. als Springer-Boulevardblatt sich das ausgedacht hat, aber wer weiß.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.01.2026 07:22 von DerMichael.
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