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Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen
geschrieben von Latschenkiefer 
Und je mehr man versucht, das alles zu regulieren, umso schlimmer wirds ja scheinbar. Dazu kommen ja natürlich die elendig vielen Baustellen.

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Gute Nacht, Forum!
Die man ja offenbar nicht koordinieren kann. Denn man weiß ja nichteinmal, wo sie alle sind. Dazu bedarf es jetzt Kameras an den Bahnen, die aber vor Baustellen kaum durchkommen.
Warum sind so viele Zeitgenossen auf der M10? Weil Verkehr und Mobilität ein Bedürfnis ist; es ist Lebensqualität. Das wird von vielen hier nicht gesehen.

Auch in Bezug auf die 62 muss man sich entscheiden, ob man Verkehr haben will oder ihn vermeiden und lieber die Vorgärten pflegen und Vergleichbares.
Das Problem ist nicht, dass viele Leute die M10 nutzen, das Problem ist, dass die Straßenbahn, die mehr Leute transportiert, als was zwei-drei Fahrbahnen, Fahrradstreifen und Fußweg ermöglichen, trotzdem bei den Ampelschaltungen und der Spuraufteilung sich hinten anstellen muss
Dem Senat geht es nicht um Leistungsfähigkeit in Form von Menschen/h sondern um Autos/h.
Eine andere Leistungsfähigkeit einer Straße kennen sie nicht.
Das ist sicher eine berechtigte Kritik. Aber die Autos alle rausnehmen, so einfach ist es eben auch nicht.
Zitat
Heidekraut
Das ist sicher eine berechtigte Kritik. Aber die Autos alle rausnehmen, so einfach ist es eben auch nicht.

Genau dieses Muster ist inzwischen ehrlich gesagt ziemlich ermüdend.

Sobald jemand einen konkreten Vorschlag macht, wie man den ÖPNV beschleunigen könnte, wird daraus sofort "Ihr wollt also alle Autos verbieten". Dabei hat das hier niemand gefordert.

Die M10 steht dort im Stau, wo sie sich die Fahrbahn mit dem Autoverkehr teilt. Das ist das Problem. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass man überall Autos verbannen möchte. Zwischen "alles bleibt wie es ist" und "Autos komplett raus" gibt es eine Menge sinnvoller Lösungen: eigene Gleiskörper, bessere Ampelschaltungen, einzelne Abbiegebeziehungen ändern oder den Autoverkehr an besonders kritischen Stellen neu organisieren.

Und ganz ehrlich: Das hier ist ein Bahnforum. Da sollte man doch darüber diskutieren können, wie man Busse und Bahnen leistungsfähiger macht, ohne dass jedes Mal ein ideologischer Kulturkampf "Auto gegen ÖPNV" daraus konstruiert wird.

Ich fahre übrigens selbst auch mal (mein) Auto. Trotzdem muss ich nicht der Meinung sein, dass jede heutige Verkehrsführung sakrosankt ist. Wenn eine Straßenbahn deutlich mehr Menschen befördert als die Autos neben ihr, dann sollte sie auch entsprechend priorisiert werden. Das ist für mich keine Ideologie, sondern schlicht eine Frage der Effizienz.

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🏳️‍🌈 Vielfalt fährt mit.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.07.2026 12:34 von LariFari.
Wer will denn wo alle Autos "rausnehmen"? :)
Zitat
TomB
Wer will denn wo alle Autos "rausnehmen"? :)

Niemand. Heidekraut leidet irgendwie unter einem Verfolgungswahn. Wir alle sind ja bekennende Autohasser, weil wir den Status Quo verändern wollen.

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🏳️‍🌈 Vielfalt fährt mit.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.07.2026 12:35 von LariFari.
Zitat
LariFari
Ein großer Artikel mit viel heißer Luft: Peter Neumann beschreibt die Probleme der M10 und die "geplanten Maßnahmen". Wer den großen Sprung erwartet, wird von Auto-Ute und ex BVG-Sprecherin Petra Nelken mal wieder enttäuscht:

Berliner Zeitung: Dreimal mehr Fahrgäste als erwartet: Trotzdem bleibt die Tram M10 im Stau stecken

Heiße Luft triffts ganz gut. Eigentlich ist der Artikel ja nur ein Zustandsbericht mit einer vagen Versprechung am Ende.

Eine Frage, und die frage ich ganz naiv und unwissend: Wie schwer kann es sein Ampeln umzuprogrammieren? Beständige Frage, spätestens seit den Abschaltungen zur WM 2006. Aber ich bin wieder erstaunt wie kompliziert es zu sein scheint. Ist das Berliner Raketenwissenschaft?

Grüße
Cornelius
Zitat
Cornelius
Eine Frage, und die frage ich ganz naiv und unwissend: Wie schwer kann es sein Ampeln umzuprogrammieren?

Wenn ich an den dreimonatigen Köpenicker Superstau in der Bahnhofstraße 2023 denke, der sich dann durch einfache Phasenverlängerung von einem Tag auf den anderen auflösen ließ, scheint dass eine absolute Berliner Raketenwissenschaft zu sein.
Aber wie kann man glauben, dass ein Artikel irgendein Problem lösen kann. Er kann, zumindest ein Jounalistischer Artikel, nur eine Zustandsbeschreibung sein. Wieso also heiße Luft? Der Zeitungsleser Normal sieht nur die Auswirkungen der Probleme, er wird im allgemeinen die Hintergründe nicht kennen. Dass man hier im Forum so kluge Leute hat, die wissen wie's geht, kann man ja nicht immer vorraussetzen. ;-)
@LariFari, also nun mal Halblang. Ich muss hier den ganzen Unflat lesen, also darf ich doch auch mal an Verfolgung glauben.
Zitat
Heidekraut
Warum sind so viele Zeitgenossen auf der M10? Weil Verkehr und Mobilität ein Bedürfnis ist; es ist Lebensqualität. Das wird von vielen hier nicht gesehen.

Auch in Bezug auf die 62 muss man sich entscheiden, ob man Verkehr haben will oder ihn vermeiden und lieber die Vorgärten pflegen und Vergleichbares.

Richtig. Wenn die M10 so gut genutzt wird, hat man beim Bau vieles richtig gemacht.

so long

Mario
Was ist denn das für eine krude Logik? Weil es jetzt immer so schön warm ist, hat beim Verbrennen von fossilen Rohstoffen viel richtig gemacht?
Zitat
phönix
Zitat
Cornelius
Eine Frage, und die frage ich ganz naiv und unwissend: Wie schwer kann es sein Ampeln umzuprogrammieren?

Wenn ich an den dreimonatigen Köpenicker Superstau in der Bahnhofstraße 2023 denke, der sich dann durch einfache Phasenverlängerung von einem Tag auf den anderen auflösen ließ, scheint dass eine absolute Berliner Raketenwissenschaft zu sein.

Als damals die Salvador-Allende-Brücke komplett gesperrt und neugebaut worden ist, war die Ampel an der Ecke Wendenschloßstraße/Salvador-Allende-Straße recht nutzlos, dennoch regelte sie munter den Verkehr. Da hieß es, man benötigt vier Monate, um die Ampel abzuschalten. Daher rege ich an, bei zukünftigen Lichtzeichenanlagen einen Schalter zu installieren, der ähnlich wie ein Lichtschalter funktioniert und in Sekundenbruchteilen betätigt werden kann. Kaum zu glauben, dass auf diese einfache Idee bislang noch niemand gekommen ist.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
phönix
Zitat
Cornelius
Eine Frage, und die frage ich ganz naiv und unwissend: Wie schwer kann es sein Ampeln umzuprogrammieren?

Wenn ich an den dreimonatigen Köpenicker Superstau in der Bahnhofstraße 2023 denke, der sich dann durch einfache Phasenverlängerung von einem Tag auf den anderen auflösen ließ, scheint dass eine absolute Berliner Raketenwissenschaft zu sein.

Nicht nur in Berlin.
Als hier™ mal eine Brücke wegen Neuerrichtung gesperrt war, war während der Bauzeit auf der Umleitungsstrecke eine provisorische Baustellenampel aufgebaut, weil sich dort die Verkehrsströme natürlich auch geändert hatten. Offenbar war es zu umständlich, die vorhandene Ampel 2x umzuprogrammieren.
Von der Poliklinik über Parteisekretäre bis zu Materialmangel: Tausende Menschen arbeiteten zu Mauerzeiten für Westmark in einem DDR-Betrieb. Die Fotografin Ines de Nil hat zusammen mit dem Kameramann und Filmemacher Detlef Fluch den Reichsbahnern in West-Berlin ein filmisches Denkmal gesetzt. »Wer bei der Reichsbahn war, war ein roter Hund« lautet der Titel des einstündigen Dokumentarfilms.
Und dann war da immer die politisch heikle Lage. Ein Stellwerker berichtet, dass ein Betriebsunfall an einem 17. Juni als gezielte Sabotage zum Jahrestag des Volksaufstands von 1953 angesehen worden ist. »Innerhalb von zehn Minuten war damals erst die Bahnpolizei und dann die Transportkriminalpolizei, da, und die haben das Stellwerk abgeschlossen und mir verboten, mit der West-Berliner Polizei die Umstände zu besprechen«, schildert er.

Mehr in meinem Artikel in nd.
Zitat

"nicolaas" am 4.7.2026 um 11.23 Uhr:

[...] Die Fotografin Ines de Nil hat zusammen mit dem Kameramann und Filmemacher Detlef Fluch den Reichsbahnern in West-Berlin ein filmisches Denkmal gesetzt. »Wer bei der Reichsbahn war, war ein roter Hund« lautet der Titel des einstündigen Dokumentarfilms. [...]

Der Film scheint immer noch für 12 EUR plus Versandkosten unter der Adresse <http://www.df-dok.de/html/raw.html> als DVD erwerbbar zu sein.

Viele Grüße, Thomas

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.07.2026 12:10 von krickstadt.
da hat jemand -völlig zu Recht - so richtig die Nase voll - Im Würgegriff des Ersatzverkehrs
[www.berliner-zeitung.de]
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