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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 20.09.2026 16:05 |
Zitat
def
Bei zweien davon gab es Proteste von Anrainer:innen (und die dritte führt überwiegend übers Feld). Da ist die Politik halt drübergefahren - was nicht damit gleichzusetzen ist, dass man die Anliegen prinzipiell ignoriert hat, aber man wird es nun mal nicht allen recht machen.
Überhaupt sehe ich Bürger:innenbeteiligung, wie sie sich in den letzten 20 Jahren etabliert hat, inzwischen sehr kritisch. Sie bevorzugt sehr einseitig die Interessen bestimmter Gruppen - Studierende oder Rentner:innen haben vielleicht eher Zeit und Muße, zu solchen Veranstaltungen zu gehen, als ein alleinerziehendes Elternteil. Und letztlich werden oft sehr einseitig jene gehört, die von einer Investition (oft auch nur gefühlte) Nachteile hätten, aber nicht jene, die z.B. eine neue Straßenbahnstrecke oder einen neuen Wohnbau nutzten.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 20.09.2026 16:24 |
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 20.09.2026 16:31 |
Zitat
phönix
Hm, was heißt drübergefahren? In Berlin traut man sich ja seitens der Behörden gerade nicht drüberzufahren, weil die Gericht jedes "Drüberfahren" gnadenlos abpfeifen. Irgendeine formale Bedingung nicht zu 150% erfüllt, schon wird der Klage der Protestführer stattgegegeben. Gibt es das im österreichischem Recht nicht? Ist das anders geregelt?
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 20.09.2026 16:35 |
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 20.09.2026 16:40 |
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 20.09.2026 16:58 |
Zitat
Heidekraut
Wer sich auf der Nase herumtanzen lässt, sollte nicht in die Politik gehen.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 20.09.2026 17:12 |
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Heidekraut
Wer sich auf der Nase herumtanzen lässt, sollte nicht in die Politik gehen. Was hier fehlt, ist einer der den Hut auf hat und eine klare Ansage macht.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 20.09.2026 17:27 |
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VvJ-Ente
Zitat
Heidekraut
Wer sich auf der Nase herumtanzen lässt, sollte nicht in die Politik gehen. Was hier fehlt, ist einer der den Hut auf hat und eine klare Ansage macht.
Oh ja, wenn wir endlich wieder einen Führer hätten...
Ich hoffe, du hast deinen Wahlzettel unterschrieben, damit deine Stimme nicht einfach den Grünen zugeschlagen wird...
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 20.09.2026 18:11 |
Zitat
phönix
Zitat
def
Bei zweien davon gab es Proteste von Anrainer:innen (und die dritte führt überwiegend übers Feld). Da ist die Politik halt drübergefahren - was nicht damit gleichzusetzen ist, dass man die Anliegen prinzipiell ignoriert hat, aber man wird es nun mal nicht allen recht machen.
Überhaupt sehe ich Bürger:innenbeteiligung, wie sie sich in den letzten 20 Jahren etabliert hat, inzwischen sehr kritisch. Sie bevorzugt sehr einseitig die Interessen bestimmter Gruppen - Studierende oder Rentner:innen haben vielleicht eher Zeit und Muße, zu solchen Veranstaltungen zu gehen, als ein alleinerziehendes Elternteil. Und letztlich werden oft sehr einseitig jene gehört, die von einer Investition (oft auch nur gefühlte) Nachteile hätten, aber nicht jene, die z.B. eine neue Straßenbahnstrecke oder einen neuen Wohnbau nutzten.
Hm, was heißt drübergefahren? In Berlin traut man sich ja seitens der Behörden gerade nicht drüberzufahren, weil die Gericht jedes "Drüberfahren" gnadenlos abpfeifen.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 20.09.2026 18:17 |
Zitat
def
Man kommt doch gar nicht erst so weit, Planfeststellungsbeschlüsse gerichtlich überprüfen zu lassen, weil man das Verfahren gar nicht abschließt.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 20.09.2026 18:18 |
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 20.09.2026 18:20 |
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 20.09.2026 18:28 |
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Lopi2000
Zitat
phönix
Hm, was heißt drübergefahren? In Berlin traut man sich ja seitens der Behörden gerade nicht drüberzufahren, weil die Gericht jedes "Drüberfahren" gnadenlos abpfeifen. Irgendeine formale Bedingung nicht zu 150% erfüllt, schon wird der Klage der Protestführer stattgegegeben. Gibt es das im österreichischem Recht nicht? Ist das anders geregelt?
(...)
3. Die öffentliche Hand zahlt - gerade in Berlin - eher schlecht und verliert damit zunehmend am Arbeitsmarkt den Kampf um die besten Köpfe, sowohl, was den juristischen Sachverstand angeht als auch in vielen Fachgebieten inhaltlich. Also muss man sich inzwischen oft "auf der Nase herumtanzen lassen".
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 20.09.2026 18:31 |
Zitat
phönix
Zitat
def
Man kommt doch gar nicht erst so weit, Planfeststellungsbeschlüsse gerichtlich überprüfen zu lassen, weil man das Verfahren gar nicht abschließt.
Eben, das meine ich ja damit: Vor lauter Sorge, irgendetwas angreifbar zu machen und Ansatzpunkte für einen gerichtlichen Verriss der Verwaltungsentscheidung zu machen, bleibt das Verfahren hängen und wir blockieren uns selbst.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 20.09.2026 18:44 |
Zitat
Latschenkiefer
Zitat
phönix
Zitat
def
Man kommt doch gar nicht erst so weit, Planfeststellungsbeschlüsse gerichtlich überprüfen zu lassen, weil man das Verfahren gar nicht abschließt.
Eben, das meine ich ja damit: Vor lauter Sorge, irgendetwas angreifbar zu machen und Ansatzpunkte für einen gerichtlichen Verriss der Verwaltungsentscheidung zu machen, bleibt das Verfahren hängen und wir blockieren uns selbst.
Ich kenne auch Bauvorhaben, an denen ich beteiligt war, die bis vor das Bundesverwaltungsgericht gegangen sind. Im Regelfall gibt es "nur" eine Verzögerung, und erhebliche Kosten bei den Klägern. Ab und zu musste ein Gutachten "nachgeschärft" werden. Wenn man das aber rechtlich sauber macht und abwägt, hat eine Klage keine Chance. Wenn man "herumpfuscht", dann ist es das gute Recht, gegen einen Beschluss zu klagen.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 21.09.2026 12:40 |
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 21.09.2026 13:06 |
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Heidekraut
Wende heißt für mich, sich einer pragmatischen und vor allem vernünftigen Mobilitätspolitik zuwenden.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 21.09.2026 13:09 |
Zitat
TomB
...vernünftig = ich komme schnell voran im eigenen Auto, alles andere egal und ideologisch. Könnte auch sein.
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Re: Berichterstattung zum ÖPNV in Berliner Tageszeitungen 21.09.2026 14:47 |
Zitat
Lopi2000
Zitat
TomB
...vernünftig = ich komme schnell voran im eigenen Auto, alles andere egal und ideologisch. Könnte auch sein.
Aber selbst egoistische Autofahrende sollten eigentlich die Verkehrswende unterstützen, denn mit jedem Menschen, der in der Bahn neben ihnen statt im Auto vor ihnen sitzt, werden die Straßen ein Stück freier.