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U7 zum BER - Sinn und Unsinn...
geschrieben von Arnd Hellinger 
Zitat
Nemo
Oder man wirtschaftet vernünftig und macht sich nur Gedanken, wie man die Terminals 3 und 4 mit den Terminals 1 und 2 verbinden möchte.

Braucht es realistischerweise überhaupt ein flughafeninternes Verkehrssystem zwischen den Terminals 3/4 und 1/2? Berlin ist doch eher Start- und Zielflughafen und weniger Umsteigepunkt, und die paar, die umsteigen, haben zumeist Start oder Ziel im Schengenraum, so dass keine Ein- bzw. Ausreiseformalitäten erledigt werden müssen.

Ganz ketzerisch gefragt: können die besagten Umsteiger/innen mit Start und/oder Ziel im Schengenraum nicht einfach den normalen Linienverkehr zwischen den Terminals benutzen (das Gepäck wird ja eh von der Fluggesellschaft umgeladen), und für die Handvoll Transitumsteiger/innen ohne Schengen-Aufenthaltstitel fährt dann halt ab und zu mal ein Bus von Transitbereich zu Transitbereich?

Vielleicht ist es ja noch einfacher: wenn die Terminals nach Fluggesellschaften sortiert sind, besteht noch weniger Bedarf für Verkehr zwischen den Terminals.
Sollen Terminal 3 und 4 nicht eh direkt an die anderen Terminals angeschlossen werden? Da braucht man dann auch keine Verkehrsverbindung wenn man einfach durchlaufen kann.

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Ich hab nen Bus und meine Busfahrerin heißt Layla, sie fährt schöner, schneller, geiler.
Zitat
Bumsi
Sollen Terminal 3 und 4 nicht eh direkt an die anderen Terminals angeschlossen werden? Da braucht man dann auch keine Verkehrsverbindung wenn man einfach durchlaufen kann.

Angeschlossen ist relativ. Vom Bahnsteig aus könnten es schon so ca. 500m werden - quer über den Vorplatz inkl. Überquerung einer vierspurigen Straße mit seltsam angebrachter Ampel. Ich habe damit ja keine Probleme. Andere Menschen mit viel Gepäck allerdings schon. Das wird ja sicherlich noch umgestaltet werden, aber 500m bleiben. Und dann muss man ja innerhalb des Terminals noch einiges zurücklegen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.01.2022 19:46 von Nemo.
Zitat
Nemo
Zitat
Bumsi
Sollen Terminal 3 und 4 nicht eh direkt an die anderen Terminals angeschlossen werden? Da braucht man dann auch keine Verkehrsverbindung wenn man einfach durchlaufen kann.

Angeschlossen ist relativ. Vom Bahnsteig aus könnten es schon so ca. 500m werden - quer über den Vorplatz inkl. Überquerung einer vierspurigen Straße mit seltsam angebrachter Ampel. Ich habe damit ja keine Probleme. Andere Menschen mit viel Gepäck allerdings schon. Das wird ja sicherlich noch umgestaltet werden, aber 500m bleiben. Und dann muss man ja innerhalb des Terminals noch einiges zurücklegen.

Könnte das Problem nicht einfach durch Laufbänder gelöst werden?
Zitat
def
Zitat
Nemo
Zitat
Bumsi
Sollen Terminal 3 und 4 nicht eh direkt an die anderen Terminals angeschlossen werden? Da braucht man dann auch keine Verkehrsverbindung wenn man einfach durchlaufen kann.

Angeschlossen ist relativ. Vom Bahnsteig aus könnten es schon so ca. 500m werden - quer über den Vorplatz inkl. Überquerung einer vierspurigen Straße mit seltsam angebrachter Ampel. Ich habe damit ja keine Probleme. Andere Menschen mit viel Gepäck allerdings schon. Das wird ja sicherlich noch umgestaltet werden, aber 500m bleiben. Und dann muss man ja innerhalb des Terminals noch einiges zurücklegen.

Könnte das Problem nicht einfach durch Laufbänder gelöst werden?

Schon. Nur sind Laufbänder nichts für draußen. Ist dann halt die Frage, wie man den Vorplatz gestaltet und wie man die Überquerung der Straße (Hugo-Junkers-Ring) zu lösen gedenkt - eine wirklich gute Lösung fällt mir da jedenfalls nicht ein - was aber auch schwer ist, da die Planungen ja generell noch nicht fix sind.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Zitat
def
Zitat
Nemo
Zitat
Bumsi
Sollen Terminal 3 und 4 nicht eh direkt an die anderen Terminals angeschlossen werden? Da braucht man dann auch keine Verkehrsverbindung wenn man einfach durchlaufen kann.

Angeschlossen ist relativ. Vom Bahnsteig aus könnten es schon so ca. 500m werden - quer über den Vorplatz inkl. Überquerung einer vierspurigen Straße mit seltsam angebrachter Ampel. Ich habe damit ja keine Probleme. Andere Menschen mit viel Gepäck allerdings schon. Das wird ja sicherlich noch umgestaltet werden, aber 500m bleiben. Und dann muss man ja innerhalb des Terminals noch einiges zurücklegen.

Könnte das Problem nicht einfach durch Laufbänder gelöst werden?

Schon. Nur sind Laufbänder nichts für draußen. Ist dann halt die Frage, wie man den Vorplatz gestaltet und wie man die Überquerung der Straße (Hugo-Junkers-Ring) zu lösen gedenkt - eine wirklich gute Lösung fällt mir da jedenfalls nicht ein - was aber auch schwer ist, da die Planungen ja generell noch nicht fix sind.

Auch wenn es natürlich schwer ist, über ungelegte Eier zu sprechen: es wäre z.B. einfach eine langes Brückenbauwerk wie am Flughafen Leipzig/Halle möglich. Dort ist die Brücke auch gut 400 m lang.
Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch äußerte sich deutlich am Mittwochabend beim Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft Mobilität der Berliner Grünen zur U7 zum BER.

Zitat
Artikel in "nd"
Das Projekt sei mit Kosten von mindestens einer Milliarde Euro »sauteuer«, außerdem wollten weder der zuständige Landkreis noch das Land die Verantwortung für die Finanzierung übernehmen. »Insofern bin ich mir nicht ganz sicher, ob dieses Ding mehr ist als ein Rohrkrepierer«, erklärt die Senatorin.

Mehr in meinem Artikel in nd
Solch klare Worte hört man heutzutage selten. Ich bin zwar für die U-Bahn, aber nicht um jeden Preis. Auch der Artikel ordnet die Sachlage gut ein.
Autsch, das ist in der Tat deutlich und ein verdienter Schlag ins Gesicht der BetonSPD und vor allem Beton-Franzi. Sehr erfreulich, dass Jarasch hier offensichtlich ein anderes, zielstrebiges und kämpferisches Verhalten an den Tag legt als der zahnlose Tiger Regine Günther.
Frau Giffey könnte ja ihren Doktor zu diesem Thema machen :-)
Zitat
nicolaas
Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch äußerte sich deutlich am Mittwochabend beim Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft Mobilität der Berliner Grünen zur U7 zum BER.

Zitat
Artikel in "nd"
Das Projekt sei mit Kosten von mindestens einer Milliarde Euro »sauteuer«, außerdem wollten weder der zuständige Landkreis noch das Land die Verantwortung für die Finanzierung übernehmen. »Insofern bin ich mir nicht ganz sicher, ob dieses Ding mehr ist als ein Rohrkrepierer«, erklärt die Senatorin.

Mehr in meinem Artikel in nd

Mein Ansatz wäre ja, bei DB Netz unverzüglich den Regio-Haltepunkt "Buckower Chaussee" zu bestellen, ebenda nach Inbetriebsetzung von Dresdener Bahn sowie Mahlower Kurve dem FEXneu einen Systemhslt zu verordnen und sodann für - sagen wir - zwei Jahre - die Nachfrageentwicklung in der Gegend abzuwarten. Sollte sich im Ergebnis eine Überlastung des FEXneu herausstellen, der auch nicht durch Taktverdichtung, Doppeleinheiten etc. sinnvoll abzuhelfen wäre, könnte immer noch über eine U7-Verlängerung, S-Bahn-Spange Mahlow-Waßmannstorf oder sonstwas nachgedacht werden.

Warum schlägt Frau Jarasch ihrer formell Vorgesetzten nicht einfach einmal ein solches Vorgehen vor...?

Viele Grüße
Arnd
Zitat
micha774
Frau Giffey könnte ja ihren Doktor zu diesem Thema machen :-)

Ich dachte ja lange, Giffeys Social-Media-tauglich zugespitzten, auf Texttafeln passenden Formulierungen seien einfach Marketing. Aus meiner Sicht etwas dümmliches Marketing, aber Marketing halt. Wenn ich mir anschaue, wie die U7-zum-BER-Sache für Giffey läuft, fürchte ich, dass sie genau so denkt; dass sie komplexe Themen mit vielen Akteuren mit sich z.T. widersprechenden Interessen auf eine Parole reduziert; dass sie nicht einen Moment überlegt, mit wem sie vor großspurigen Ankündigungen zumindest gesprochen haben sollte und wie sie an Mehrheiten kommt.

Damit möchte ich nicht behaupten, dass ich das besser könnte. Aber sich vor die Presse zu stellen, mit einem selten dämlichen Argument ein landesgrenzenübergreifendes Milliardenprojekt anzukündigen und dann zuschauen zu müssen, wie es erst von den beteiligten Landesverbänden der eigenen Partei und dann von der Bürgermeisterin und Verkehrssenatorin der eigenen Regierung mit validen Argumenten abgekanzelt wird, während sich die Regierung des beteiligten Nachbarlandes (geführt von der eigenen Partei!) pfeifend wegdreht, ist ein ziemlicher Anfängerinnenfehler - oder ganz großes Kino, je nach Sichtweise. :) Man vergesse nicht: die Dame war schon Bundesministerin, denkt die wirklich nicht weiter als von 12 bis Mittag?

Für die Verkehrspolitik muss das wegen der allseits bekannten Einstellungen Giffeys nicht das Schlechteste sein. Mal schauen, was draus wird, aber die meisten von Jaraschs Äußerungen der letzten Tage (abgesehen von der Marggraffbrücke) sind mir positiv aufgefallen. (Und irgendwie finde ich es beruhigend: die Vorstellung, dass jemand ähnlich flaches Marketing wie Giffey betreibt und ähnliche verkehrspolitische Ziele verfolgt, aber politisch geschickt agiert, wäre viel schlimmer.)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.02.2022 16:22 von def.
Oder ist Franziska Giffey vielleicht Dr. Edmund Stoibers heimliche Tochter...?

Viele Grüße
Arnd
Ich finde es super, wie die Verkehrssenatorin hier die Regierende Bürgermeisterin und den SPD-Fraktionschef öffentlich wieder zu dem macht, was sie in der Sache sind, nämlich einfache Lobbyisten ihres Wahlkreises und Kreisverbands.

@def:
Auch bei der Markgrafbrücke kann ich mit der Position der Senatorin und den gezeigten Kernbotschaften in der Abendschau gut leben: Nochmal Gespräch mit WSA, aber wenig Hoffnung. M41 wird trotzdem auf alle Fälle auf Tram umgestellt.
Zitat
micha774
Frau Giffey könnte ja ihren Doktor zu diesem Thema machen :-)

LOL danke!
Zitat
M48er
M41 wird trotzdem auf alle Fälle auf Tram umgestellt.

Dazu müssten der Tiergarten-Straßentunnel sowie drei weitere Brücken über Bundeswasserstraßen (Neuköllner Schiffahrtskanal und Landwehrkanal) straßenbahntauglich sein (oder neu gebaut werden).

so long

Mario
Zitat
nicolaas
Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch äußerte sich deutlich am Mittwochabend beim Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft Mobilität der Berliner Grünen zur U7 zum BER.

Zitat
Artikel in "nd"
Das Projekt sei mit Kosten von mindestens einer Milliarde Euro »sauteuer«, außerdem wollten weder der zuständige Landkreis noch das Land die Verantwortung für die Finanzierung übernehmen. »Insofern bin ich mir nicht ganz sicher, ob dieses Ding mehr ist als ein Rohrkrepierer«, erklärt die Senatorin.

Mehr in meinem Artikel in nd

Schon wieder ein interessanter Artikel im ND - langsam wird es auffällig. Frau Jarasch diskutiert mit der zuständigen Landesarbeitsgemeinschaft ihrer Partei - eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber mir fällt es positiv auf.

Vielleicht mal ein Zitat: "Größte Hürde ist der Nutzen-Kosten-Faktor, der positiv ausfallen muss, um Bundesförderung zu erhalten. Jarasch nennt als Beispiel die U8 ins Märkische Viertel, »wo ich sehr sicher bin, dass die Prüfung negativ ausgeht«. Denn es gebe hier nicht sonderlich viele Fahrgäste, die nicht mit anderen Nahverkehrsangeboten besser bedient wären. Das hätten ihr die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bestätigt." Die BVG überrascht mich hier positiv, ohne die U 8 ins MV für alle Zeit ausschließen zu wollen.

Noch ein Zitat: "Beim gemeinsamen Antrittsbesuch mit Giffey bei der BVG hätte das Landesunternehmen angeboten, die nächsten Schritte bei der U3 und der U7 zu gehen, berichtet Jarasch. »Ich habe gesagt, dass ich ganz sicher die Steuerung für diese Projekte nicht aus der Hand geben werde.« Korrekt, fällt mir dazu nur ein.

Hinsichtlich des Wiederaufbaus der Stammbahn neigt Frau Jarasch meines Erachtens zur richtigen Position, zum Betrieb als Regionalbahn, weil erstens nach Düppel-Kleinmachnow ein für die Gleichstrom-S-Bahn sehr langes Stück so gut wie nichts kommt (eine RB oder ein RE also schnell fahren könnte) - und weil anders als bei der S-Bahn z.B. Zugläufe von Brandenburg (Havel) bis Eberswalde denkbar wären.

Die Jarasch macht sich - von ihrem Ausfall bei der Marggraffbrücke natürlich abgesehen,

Marienfelde.
Zitat
M48er
Ich finde es super, wie die Verkehrssenatorin hier die Regierende Bürgermeisterin und den SPD-Fraktionschef öffentlich wieder zu dem macht, was sie in der Sache sind, nämlich einfache Lobbyisten ihres Wahlkreises und Kreisverbands.

Das traurige ist dabei aber, das Giffey dieses Thema groß plakatiert hat in Neukölln um damit gewählt zu werden und die Leute taten ihr auch noch den Gefallen.

Jetzt zurückzurudern trägt nicht zum Vertrauen bei.
Zitat
micha774
Zitat
M48er
Ich finde es super, wie die Verkehrssenatorin hier die Regierende Bürgermeisterin und den SPD-Fraktionschef öffentlich wieder zu dem macht, was sie in der Sache sind, nämlich einfache Lobbyisten ihres Wahlkreises und Kreisverbands.

Das traurige ist dabei aber, das Giffey dieses Thema groß plakatiert hat in Neukölln um damit gewählt zu werden und die Leute taten ihr auch noch den Gefallen.

Jetzt zurückzurudern trägt nicht zum Vertrauen bei.

Man kann das ja alles auf die bösen Brandenburger schieben, die keine U-Bahn bezahlen wollen. Das schafft Frieden in der Koalition und ist ja nicht einmal gelogen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.02.2022 19:43 von Nemo.
Zitat
der weiße bim
Zitat
M48er
M41 wird trotzdem auf alle Fälle auf Tram umgestellt.

Dazu müssten der Tiergarten-Straßentunnel sowie drei weitere Brücken über Bundeswasserstraßen (Neuköllner Schiffahrtskanal und Landwehrkanal) straßenbahntauglich sein (oder neu gebaut werden).

Ich glaube nicht, dass jemand von uns hier dies noch erleben wird.
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