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Esels Brücke NVP — Straßenbahn Schöneweide - Potsdamer Platz
geschrieben von Christian Linow 
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der weiße bim
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hansaplatz
Mit der M10-Verlängerung zum Hermannplatz ergäbe sich mit der M41-Tram aus Richtung Schöneweide ein geschlossener Kreis mit entsprechender Netzwirkung.

Hm, gibts zwischen Sonnenallee/Baumschulenstraße und Bahnhof Schöneweide überhaupt ein straßenbahnwürdiges Fahrgastpotenzial? Wenn ja, warum wurde der M41 nicht dahin verlängert? Der 265er fährt direkt, jedoch in einem großen Bogen durch die Königsheide und Johannisthal.

Die Frage ist berechtigt. Und tatsächlich würde das Fahrgastpotenzial unter „normalen Umständen“ es nicht rechtfertigen, die Strecke in ihrer Dringlichkeit vorzuziehen.

In diesem Falle aber wirken für mich die Rahmenbedingungen begünstigend. Einerseits wird die Marggraffbrücke neu gebaut, auf der jetzt der Fokus lag und möglicherweise auch noch weiter liegt. Ganz klar ist für mich nämlich noch nicht, ob die von Frau Jarasch angesprochenen geringfügigen Änderungen, wodurch die Marggraffbrücke erst straßenbahntauglich wird, bereits beim Neubau oder erst später erfolgen sollen.

Um die Eingriffe in die Umwelt, aber in Teilen auch in den Verkehr möglichst gering zu halten, wäre es aus meiner Sicht angezeigt, zusammen mit dem Bau der neuen Brücke auch die Straßenbahn zu realisieren.

Hinzu kommen die möglichen Anpassungen der Brücken auf der Sonnenallee. Auch da wäre es freilich sinnvoller, vor Eröffnung der A 100 zu reagieren.

Darüber hinaus würde die erste Etappe bis zum Hermannplatz einerseits mit der zu verlängernden M10 eine prima Verknüpfung schaffen und andererseits zumindest auf diesem Stück den kapazitiv ausgereizten M41 entlasten. Bis zum S-Bahnhof Sonnenalle sind mit ihm an Werktagen 45.000 Fahrgäste unterwegs.

Den Vorteil, den der Bau von Schöneweide aus anzufangen bietet, ist zum einen die Vermaschung mit dem Köpenicker Teilnetz und damit einhergehend auch der Anschluss des künftigen Neuköllner „Teilnetzes“ an den neuen Betriebshof Adlershof.

Diese Anbindung ist auch für die Zukunft Gold wert. Zwar wirkt ein Lückenschluss zwischen Schöneweide und Baumschulenweg bei erster Betrachtung bloß wie eine nicht unbedingt erforderliche Betriebsstrecke. Allerdings lässt sich kurzfristig darüber eben die Straßenbahn auf dem Korridor des M41 zumindest bis zum Hermannplatz viel rascher verwirklichen.

Und, was viel wichtiger ist: Eine Verbindung zwischen Schöneweide und Baumschulenweg erhöht auch bei vollumfänglichem Linienbetrieb die Betriebsstabilität. Bildlich gesprochen: Wenn im Reuterkiez später ein Wasserrohr bricht und die Gleise flutet, kann mit Schöneweide die Straßenbahn trotzdem noch fahren. Andernfalls müssen acht Kilometer Strecke wochenlang mit SEV-Bussen betrieben werden.

Last, but not least wohnen im relevanten Planungsraum entlang der Baumschulenstraße immerhin 15.000 Leute. Ohne über den Sinn oder besser Unsinn sich hier auslassen zu wollen, baut man anderswo auf so einer Grundlage eine U-Bahn.
Zitat
ECG7C
Dramatisch finde ich die Höhe unter der Brücke am S-Bahnhof Baumschulenweg. Aber vielleicht täuscht das auch nur. Gleiches gilt für das Brückenhaus am Michael-Bohnen-Ring.

Unter der Brücke am S-Bf. Baumschulenweg fuhren ja einst schon Straßenbahnen hindurch und ich kann mir nicht vorstellen, daß die neugebaute Durchfahrt niedriger ist. Und da unter dem Brückenhaus am Michael-Bohnen-Ring Doppelstockbusse durchfahren können, langt es für die Straßenbahn erst recht; siehe S-Bf. Köpenick: Straßenbahn ja, DD-Bus nein.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
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Alter Köpenicker
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ECG7C
Dramatisch finde ich die Höhe unter der Brücke am S-Bahnhof Baumschulenweg. Aber vielleicht täuscht das auch nur. Gleiches gilt für das Brückenhaus am Michael-Bohnen-Ring.

Unter der Brücke am S-Bf. Baumschulenweg fuhren ja einst schon Straßenbahnen hindurch und ich kann mir nicht vorstellen, daß die neugebaute Durchfahrt niedriger ist. Und da unter dem Brückenhaus am Michael-Bohnen-Ring Doppelstockbusse durchfahren können, langt es für die Straßenbahn erst recht; siehe S-Bf. Köpenick: Straßenbahn ja, DD-Bus nein.

Ich war kürzlich an der Unterführung Baumschulenweg. Da ist nun eine Durchfahrtshöhe von 4m angegeben. Auf Google Straßenblick sieht man noch 3,8m.

Das geht also, ist aber schon ein wenig kritisch hinsichtlich unaufmerksamer Lkw-Fahrer.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Der Hertzbergplatz ist ja eine Grünanlage. Wenn du die Abwesenheit von Bebauung an dieser Stelle als Möglichkeit siehtst dort die Fahrspuren zu verschwenken und ein Kehrgleis einzurichten, dann denke ich mir dass die Fußgänger dann auf dem Gebiet der heutigen Grünanlage laufen müssen, da die Autos auf der Fläche des heutigen Gehwegs fahren werden. Also wird doch die Grünanlage verkleinert oder in Beschlag genommen.

Mit Busspur verschieben meine ich dass man die Busspur zu einer Fahrspur macht und der linke Fahrstreifen dann zum Gleiskörper der Straßenbahn wird. Die Sonnenallee soll ja noch etwas mehr Busspur bekommen.

Ok, ganz "so schlimm" war es nicht gemeint. Dein Gedankengang ist aber nachvollziehbar. Die Abwesenheit von Bebauung zielt hier eher auf Anwohner ab. So war das gemeint. Was die Grünflächen dort betrifft, es ginge um die Größenordnung 2 Meter. Wenn überhaupt.
Aufbau von Süd nach Nord, Zwischenendstelle Hertzbergplatz:
- Fußweg
- Radweg
- Parkspur
- Busspur
- Fahrspur
- Streckengleis 2
- Abstellgleis
- Streckenkleis 1
- Fahrspur
- Busspur
- Radspur
- Fußweg

Ein Ausgleich kann Rückbau des kurzen Stück Thiemannstraße darstellen sowie Auflösung Kreuzungsbereich zur Sonnenallee.

Busspuren auf Gleisen der Straßenbahn, meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Aber wenn es nicht anders geht kann man das sicherlich auch so machen.
Zitat
ECG7C

Busspuren auf Gleisen der Straßenbahn, meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Aber wenn es nicht anders geht kann man das sicherlich auch so machen.

In der Sonnenallee wird man dann keine Busspur mehr brauchen, da wird ja auch kein Bus mehr langfahren. Ich meinte halt nur dass wenn die Busspur wegkommt, der Autoverkehr diese Fahrspur dann nutzen kann und die Linke Fahrspur dann zum Straßenbahngleiskörper werden kann.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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Nemo
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Alter Köpenicker
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ECG7C
Dramatisch finde ich die Höhe unter der Brücke am S-Bahnhof Baumschulenweg. Aber vielleicht täuscht das auch nur. Gleiches gilt für das Brückenhaus am Michael-Bohnen-Ring.

Unter der Brücke am S-Bf. Baumschulenweg fuhren ja einst schon Straßenbahnen hindurch und ich kann mir nicht vorstellen, daß die neugebaute Durchfahrt niedriger ist. Und da unter dem Brückenhaus am Michael-Bohnen-Ring Doppelstockbusse durchfahren können, langt es für die Straßenbahn erst recht; siehe S-Bf. Köpenick: Straßenbahn ja, DD-Bus nein.

Ich war kürzlich an der Unterführung Baumschulenweg. Da ist nun eine Durchfahrtshöhe von 4m angegeben. Auf Google Straßenblick sieht man noch 3,8m.

Das geht also, ist aber schon ein wenig kritisch hinsichtlich unaufmerksamer Lkw-Fahrer.

Gegenüber dem früheren Zustand wurde die Durchfahrhöhe tatsächlich um 20 cm vergrößert.
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Alter Köpenicker
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ECG7C
Dramatisch finde ich die Höhe unter der Brücke am S-Bahnhof Baumschulenweg. Aber vielleicht täuscht das auch nur. Gleiches gilt für das Brückenhaus am Michael-Bohnen-Ring.

Und da unter dem Brückenhaus am Michael-Bohnen-Ring Doppelstockbusse durchfahren können, langt es für die Straßenbahn erst recht

Danke für die Info Doppstockbusse, gut zu wissen! Diese Gegend ist mir nicht geläufig. Ich hatte da auch so mögliche Anwohnerbeschwerden im Fokus wegen Fahrdraht und Elektrosmog und so. Man weiß ja nie ... Aber die Lösung mit dem Hinweis stromlos fahren wurde glücklicherweise schon gegeben.
Es gibt ja immer wieder die lustigsten Begründungen um gegen eine Straßenbahn "argumentieren" zu können. Vielleicht ist es gut das einfach schon im Vorfeld auf den Tisch zu packen. Keine Ahnung ob das der richtige Weg ist.
Moin.

Heute wurde eine parlamentarische Anfrage nebst Antwort zum Thema veröffentlicht:

Zitat

Anfrage der Abgeordneten Katalin Gennburg und Kristian Ronneburg (Die Linke) vom 16.2.2022 und Antwort vom 3.3.2022: Keine Straßenbahn auf der Marggraffbrücke?

Frage 1: Welche planerischen, technischen und verkehrsorganisatorischen Veränderungen hat die presseöffentliche Verlautbarung, die Marggraffbrücke könne nun doch eine Tragfähigkeit für die Tramstrecke erhalten, zum Inhalt? Welche zeitlichen und finanziellen Auswirkungen sind dadurch zu verzeichnen?

Antwort zu 1.: Die Marggraffbrücke wird nach den aktuellen Regeln der Technik bemessen und errichtet werden. Hierfür sind die statischen Berechnungen mit den hohen Verkehrsanforderungen an eine Bundesstraße nach Lastmodell 1 für Kraftfahrzeuge zugrunde zu legen.

Ein überschläglicher statischer Vergleich zeigt, dass die heute anzunehmenden Lasten aus dem Kraftfahrzeugverkehr die Lasten aus einem Straßenbahnbetrieb bei Wegfall eines Fahrstreifens je Richtung mit abdecken würden. Die besonderen Anforderungen aus dynamischen Lasten zur Ermittlung der Ermüdungsfestigkeit erfordern noch eine genauere Betrachtung und werden als technisch umsetzbar eingeschätzt.

Im zeitlicher und finanzieller Hinsicht hat es zunächst für den Brückenneubau keine Auswirkungen und kann erst mit der endgültigen Festlegung der Straßenbahntrassenführung bewertet werden.

Frage 2: Wie wurde die Bestellung einer zweiten Linksabbiegerspur zur Minna-Todenhagen-Brücke begründet und welche Daten tragen diese Bestellung und die Mitteilung über die mögliche Notwendigkeit der Einplanung einer Straßenbahnlinie an das Wasserstraßen-Neubauamt?

Antwort zu 2.: Die Minna-Todenhagen-Straße ist Teil einer übergeordneten Straßenverbindung und schafft durch die neue Spreequerung eine Verbindung zwischen der B 96 a (Köpenicker Landstraße) und der Rummelsburger Straße mit dem Ziel der Entlastung der parallelen Straßenzüge in Ober- und Niederschöneweide. Diese Straßenverbindung soll als Verkehrslösung (VL) Baumschulenweg (mit Entlastung der Baumschulenstraße) und VL Späthsfelde (als Erschließung für ein neues Entwicklungsgebiet und Entlastung der Späthstraße) mittel- bis langfristig eine Anbindung an die A 113, AS Späthstraße erhalten.

Solange nur der erste Abschnitt dieser Straßenverbindung in Form eines dreiarmigen Knotenpunktes angebunden ist, gibt es in dieser Relation großen Versatzverkehr und somit große Abbiegeströme. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens und der damit erfolgten Verkehrsprognosen wurde die Notwendigkeit von zwei Abbiegestreifen durch verkehrliche Untersuchungen nachgewiesen und gefordert. Im Zusammenhang mit dem nunmehr auch schon über fast zehn Jahre laufenden Vorbereitungen für den Ersatzneubau der Marggraffbrücke wurde diese Spuraufteilung in der neuen Knotenpunktzufahrt im Rahmen der LSA (Lichtsignalanlagen-)Planung zu Grunde gelegt. Die Minna-Todenhagen-Straße wurde im Dezember 2019 in Betrieb genommen. Aktuelle Entwicklungen im Bereich der langjährigen Baumaßnahmen des Ersatzneubaus der Elsenbrücke untermauern die Notwendigkeit dieser zwei Linksabbiegespuren.

Langfristig, wenn die VL Baumschulenweg und Späthsfelde umgesetzt und als vierarmiger Knotenpunkt an der B 96 a angebunden ist, wird sich eine neue Verkehrsverteilung ergeben, der Versatzverkehr wird deutlich abnehmen, so dass zu dem Zeitpunkt eine neue Spuraufteilung auch im Knotenpunktarm der Marggraffbrücke im Rahmen einer neuen LSA-Planung erfolgen kann.

Frage 3: Im Hinblick darauf, dass sich der Senat und das Wasserstraßen-Neubauamt (WNA) verständigen konnten und eine Führung der Straßenbahn nun doch über die Marggraffbrücke als möglich gilt: Sieht es der Senat nicht als sinnvoll an, den Bau der Straßenbahnlinie von Schöneweide zum Potsdamer Platz in seiner Priorität vorzuziehen?

Antwort zu 3.: Nein. Die Reihung der Straßenbahnvorhaben basiert auf langfristigen, strategischen Planwerken, die eine gesamtstädtische Betrachtung zugrunde legen. Im ÖPNV-Bedarfsplan als Teil des Nahverkehrsplans 2019-2023 ist die Straßenbahnstrecke Potsdamer Platz - Schöneweide als vordringlicher Bedarf mit Realisierungshorizont 2035 vorgesehen. Der Stadtentwicklungsplan Mobilität und Verkehr Berlin 2030 (StEP MoVe) bestätigt diesen Realisierungshorizont. Auch ein Vorziehen ließe keine Synchronisierung mit den anstehenden Bauarbeiten des WNA zu.

Frage 4: Wann könnte der Senat mit den Leistungsphasen nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) beginnen, um rechtzeitig den Neubau der Marggraffbrücke durch das WNA mit dem Bau eines ersten Teilstücks der Straßenbahn bis zur Sonnenallee/Baumschulenstraße zu verknüpfen?

Antwort zu 4.: Entfällt.

Frage 5: Welche alternativen Streckenkorridore könnte es abseits der Marggraffbrücke für die Straßenbahn überhaupt geben?

Frage 7: Ist es aus Sicht des Senats wichtig, jetzt mit der Planung der Straßenbahn von Schöneweide über die Baumschulenstraße bis zum Hermannplatz (Potsdamer Platz) zu beginnen, um eine für eine Straßenbahntauglichkeit etwaig notwendige Ertüchtigung der Hatun-Sürücü-Brücke vor Fertigstellung der A 100 anzustoßen?

Antwort zu 5. und 7.: Teil der Grundlagenermittlung jeder Straßenbahnmaßnahme ist ein Trassenvergleich, in dem jede sich aufdrängende Trassenvariante untersucht und bewertet wird. Hier sind auch denkbare Zielkonflikte, bspw. zwischen einer kürzeren Fahrtzeit auf direkter Strecke und einem daraus resultierenden niedrigeren Erschließungspotenzial angemessen zu würdigen. Die Trassenfindung für die Straßenbahn wurde noch nicht begonnen, damit sind keine abschließenden Aussagen möglich. In jedem Fall wird die Querung des Britzer Verbindungskanals ein Zwangspunkt bei der Trassenfindung sein. Neben der Strecke mit der Margraffbrücke werden hierfür auch Strecken mit der Kiefholzbrücke und der Südostalleebrücke in die Betrachtung aufzunehmen sein. Aufgabe des Trassenvergleichs ist es die planerisch zu bevorzugende Variante nach den vorgegebenen Kriterien zu ermitteln, um für das Planfeststellungsverfahren eine hinreiche Unterlage vorliegen zu haben. Erst nach sorgsamer Abwägung kann eine Vorzugstrasse identifiziert werden, deren Wirtschaftlichkeit anschließend nachzuweisen ist.

Frage 6: Würde sich aus Sicht des Senats eine Verknüpfung der M10 zum Hermannplatz und einer Straßenbahn im ersten Schritt von Schöneweide bis zum Hermannplatz nicht auch positiv auf die Netzwirkung mit Blick auf den jüngsten Neubauabschnitt namens Adlershof II auswirken und schon deswegen sinnvoll sein, weil die Strecke über die Sonnenallee damit Anschluss an den neuen Betriebshof in Adlershof erhielte?

Antwort zu 6.: Der ÖPNV-Bedarfsplan sieht eine Realisierung der Neubaustrecke M41 Schöneweide - Potsdamer Platz als ein Gesamtprojekt bis 2035 vor. Eine Unterteilung in Bauabschnitte ist hierbei nicht geplant und ist aus Sicht des Senats nicht sinnvoll.

Ein Vorziehen des Abschnitts Schöneweide - Hermannplatz würde zwar aus betrieblicher Sicht eine vorteilhafte zusätzliche Verbindung zwischen dem Köpenicker Teilnetz der Straßenbahn und dem restlichen Netz schaffen, die flexible Ein- und Ausrückmöglichkeiten bspw. bei Störungen ermöglicht. Durch die dann nötige Unterbrechung der durchgehenden Fahrtbeziehungen zwischen Sonnenallee und den Abschnitten der heutigen Linie M41 nordwestlich des Hermannplatzes wäre dies jedoch mit erheblichen Nachteilen für viele Fahrgäste verbunden. Die betrieblichen Vorteile wiegen diese nicht auf.

Frage 8: In welchem baulichen Zustand befindet sich die Marggraffbrücke?

Antwort zu 8.: Nach Auskunft des Wasserstraßenneubauamtes (WNA) ist der bauliche Zustand der Brücke durch die festgestellte Alkali-Kiesel-Säure-Belastung des Betons und dem verbauten spannungskorrosionsrissgefährdeten Spannstahl geprägt. Derzeit wird davon ausgegangen, dass eine Brückenhälfte während des abschnittsweisen Ersatzneubaus zur Aufrechterhaltung der Verkehrsbeziehung genutzt werden kann. Aufgrund des Ankündigungsverhaltens eines Versagens werden ggf. erforderliche zusätzliche Einschränkungen rechtzeitig umgesetzt.

Frage 9: Rechnet der Senat mit einer baldigen Sperrung der Brücke, sollten Abriss und Neubau nicht ab Herbst 2022 erfolgen?

Antwort zu 9.: Der Senat folgt den Ausführungen des WNA und hält einen kurzfristigen Baubeginn für geboten.

Frage 10: Gibt es in Berlin weitere Brücken, Straßen, Tunnel, die nicht in der Baulast oder Planungshoheit des Landes liegen, bei denen mögliche Konflikte mit den Planwerken Berlins, insbesondere dem Stadtentwicklungsplan Mobilität und Verkehr, dem Nahverkehrsplan, dem ÖPNV-Bedarfsplan, dem Radverkehrsplan und dem Radverkehrsnetz existieren? Wenn ja, um welche Bauwerke und Planungen handelt es sich und wie wird sichergestellt, dass sich ein "Fall Marggraffbrücke" nicht wiederholt?

Frage 11: Bei welchen dieser Brücken sind ein Neubau oder eine Sanierung geplant bzw. aufgrund der Zustandsbewertungen absehbar?

Antwort zu 10. und 11.: Dies ist nicht auszuschließen und mit der teilweise langen Dauer zwischen Anfrage der Vorhabenträger und tatsächlicher Realisierung begründet. Die Anzahl kann kurzfristig nicht ermittelt werden. Der Senat prüft Änderungen der bestehenden Prozesse, um hier künftig in Verfahren die Belange der Straßenbahn stärker einzubringen, auch wenn noch keine verfestigte Planung vorliegt.
.

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Die notorischen Verdächtigen in der Causa Straßenbahn Sonnenallee belegen nun mit einer 30-seitigen Broschüre, dass ein Vorziehen des Baus der Straßenbahn von Schöneweide nach Hermannplatz kein feuchter Traum von Fuzzis ist, sondern handfeste Gründe dafür sprechen.

Ich habe ein Artikelchen dazu geschrieben.
Zitat
nicolaas
Die notorischen Verdächtigen in der Causa Straßenbahn Sonnenallee belegen nun mit einer 30-seitigen Broschüre, dass ein Vorziehen des Baus der Straßenbahn von Schöneweide nach Hermannplatz kein feuchter Traum von Fuzzis ist, sondern handfeste Gründe dafür sprechen.

Ich habe ein Artikelchen dazu geschrieben.

Die einzige Frage ist hier halt, ob andere Projekte deswegen verzögert werden würden, wegen Personalmangel. Ganzheitlich gesehen sollte eigentlich die M41 bis Potsdamer Platz, die M10 bis Hermannplatz, die M4 bis Potsdamer Platz und der 2. Bauabschnitt der S21 zu gleich verwirklicht werden. Das spart dann nämlich Zwischenzustände und doppelte Baumaßnahmen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Die einzige Frage ist hier halt, ob andere Projekte deswegen verzögert werden würden, wegen Personalmangel.

Aktuell sind auf dem Berliner Karriereportal wieder zwei Vollzeitstellen ausgeschrieben mit dem "Schwerpunkt auf Bahnsystemen nach BOStrab"

--
Das Gegenteil von umfahren ist umfahren.
Zitat
nicolaas
Die notorischen Verdächtigen in der Causa Straßenbahn Sonnenallee belegen nun mit einer 30-seitigen Broschüre, dass ein Vorziehen des Baus der Straßenbahn von Schöneweide nach Hermannplatz kein feuchter Traum von Fuzzis ist, sondern handfeste Gründe dafür sprechen.

Ich habe ein Artikelchen dazu geschrieben.

Jetzt wäre es allerdings mehr als nett, jene Broschüre auch irgendwo einsehen oder herunterladen zu können... :-)

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Florian Schulz
Zitat
Nemo
Die einzige Frage ist hier halt, ob andere Projekte deswegen verzögert werden würden, wegen Personalmangel.

Aktuell sind auf dem Berliner Karriereportal wieder zwei Vollzeitstellen ausgeschrieben mit dem "Schwerpunkt auf Bahnsystemen nach BOStrab".

Hmm, darunter fallen aber auch U-Bahn, Stadtbahn, Schwebebahn...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Florian Schulz
Zitat
Nemo
Die einzige Frage ist hier halt, ob andere Projekte deswegen verzögert werden würden, wegen Personalmangel.

Aktuell sind auf dem Berliner Karriereportal wieder zwei Vollzeitstellen ausgeschrieben mit dem "Schwerpunkt auf Bahnsystemen nach BOStrab".

Hmm, darunter fallen aber auch U-Bahn, Stadtbahn, Schwebebahn...

Lass das mit der Schwebebahn aber bitte nicht die FDP hören!

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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Arnd Hellinger
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Florian Schulz
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Nemo
Die einzige Frage ist hier halt, ob andere Projekte deswegen verzögert werden würden, wegen Personalmangel.

Aktuell sind auf dem Berliner Karriereportal wieder zwei Vollzeitstellen ausgeschrieben mit dem "Schwerpunkt auf Bahnsystemen nach BOStrab".

Hmm, darunter fallen aber auch U-Bahn, Stadtbahn, Schwebebahn...

Zwei der drei davon gibt es in Berlin nicht oder sind nicht öffentlich nutzbar. Und von U-Bahnen steht in den Stellenbeschreibungen nichts. Dafür sind viele Anforderungen speziell auf die Straßenbahn ausgerichtet.

--
Das Gegenteil von umfahren ist umfahren.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.03.2022 20:04 von Florian Schulz.
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Arnd Hellinger
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nicolaas
Die notorischen Verdächtigen in der Causa Straßenbahn Sonnenallee belegen nun mit einer 30-seitigen Broschüre, dass ein Vorziehen des Baus der Straßenbahn von Schöneweide nach Hermannplatz kein feuchter Traum von Fuzzis ist, sondern handfeste Gründe dafür sprechen.

Ich habe ein Artikelchen dazu geschrieben.

Jetzt wäre es allerdings mehr als nett, jene Broschüre auch irgendwo einsehen oder herunterladen zu können... :-)

Hallo zusammen,

natürlich sollen alle die Broschüre lesen können! Zumal wir uns über jedwede erdenkliche Unterstützung freuen! Nachstehend der Link zu dem Konzept:

[tram41.files.wordpress.com]
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Nemo
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nicolaas
Die notorischen Verdächtigen in der Causa Straßenbahn Sonnenallee belegen nun mit einer 30-seitigen Broschüre, dass ein Vorziehen des Baus der Straßenbahn von Schöneweide nach Hermannplatz kein feuchter Traum von Fuzzis ist, sondern handfeste Gründe dafür sprechen.

Ich habe ein Artikelchen dazu geschrieben.

Die einzige Frage ist hier halt, ob andere Projekte deswegen verzögert werden würden, wegen Personalmangel. Ganzheitlich gesehen sollte eigentlich die M41 bis Potsdamer Platz, die M10 bis Hermannplatz, die M4 bis Potsdamer Platz und der 2. Bauabschnitt der S21 zu gleich verwirklicht werden. Das spart dann nämlich Zwischenzustände und doppelte Baumaßnahmen.

Der enorme Vorteil am Bau der Straßenbahnlinie M41, die ja zuweilen auch unter dem Arbeitstitel als M9 durch die Fachkreise geistert, ist, dass sie bis auf einen Kilometer Baumschulenstraße unter recht einfachen Bedingungen rasch gebaut werden kann. Oder wie es einer der Autoren des Papiers mal salopp ausgedrückt hat: „Da kann man Kilometer schrubben ohne Ende.“

Und durch Schöneweide ist die Strecke sofort betriebsbereit. Man muss also nicht erst warten, bis Potsdamer Platz ans Netz geht oder die M10 den Hermannplatz erreicht. Zumal der M41 eine der wirklich am meisten überlasteten Busse ist, wo tatsächlich besser gestern schon gehandelt worden wäre als übermorgen.
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Christian Linow
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Nemo
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nicolaas
Die notorischen Verdächtigen in der Causa Straßenbahn Sonnenallee belegen nun mit einer 30-seitigen Broschüre, dass ein Vorziehen des Baus der Straßenbahn von Schöneweide nach Hermannplatz kein feuchter Traum von Fuzzis ist, sondern handfeste Gründe dafür sprechen.

Ich habe ein Artikelchen dazu geschrieben.

Die einzige Frage ist hier halt, ob andere Projekte deswegen verzögert werden würden, wegen Personalmangel. Ganzheitlich gesehen sollte eigentlich die M41 bis Potsdamer Platz, die M10 bis Hermannplatz, die M4 bis Potsdamer Platz und der 2. Bauabschnitt der S21 zu gleich verwirklicht werden. Das spart dann nämlich Zwischenzustände und doppelte Baumaßnahmen.

Der enorme Vorteil am Bau der Straßenbahnlinie M41, die ja zuweilen auch unter dem Arbeitstitel als M9 durch die Fachkreise geistert, ist, dass sie bis auf einen Kilometer Baumschulenstraße unter recht einfachen Bedingungen rasch gebaut werden kann. Oder wie es einer der Autoren des Papiers mal salopp ausgedrückt hat: „Da kann man Kilometer schrubben ohne Ende.“

Und durch Schöneweide ist die Strecke sofort betriebsbereit. Man muss also nicht erst warten, bis Potsdamer Platz ans Netz geht oder die M10 den Hermannplatz erreicht. Zumal der M41 eine der wirklich am meisten überlasteten Busse ist, wo tatsächlich besser gestern schon gehandelt worden wäre als übermorgen.

Ich stimme dir ja zu, dass man schnellstmöglichst hier mit der Findung der Vorzugstrasse anfangen sollte und man schnellsten die Brücken in der Ecke auf Straßenbahneignung überprüfen sollte. Ansonsten könnte die Hatun-Sürücü-Brücke sich als nicht straßenbahntauglich erweisen und die Autobahnbau-Logistikfläche, die eine Querung der A100 parallel zur S45/S46/S47 ermöglichen würde, könnte dann schon zugebaut sein.

Eine Überholung der anderen Projekte wird man nur schaffen, wenn man diese durch Abzug des Personals verzögern würde, was ich nicht für sinnvoll halte.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.03.2022 12:50 von Nemo.
So sehr ich das begrüßen würde, aber ich will mal den Advocatus Diaboli rausholen: Wie genau soll denn die Straßenbahn durch die Sonnenallee kommen? Die ist doch jetzt schon viel zu eng. Würde das nicht womöglich das Ende der Parkplätze auf dem Mittelstreifen (m.M.n. nicht so schlimm) und das Abholzen der Bäume und Bepflanzung (m.M.n. durchaus schlimm) bedeuten? Zumal man dann womöglich immer noch nur noch Platz für 1x Fußweg, 1xRadspur, 1x Kraftvehr, 1x StraBa pro Seite hat. Da sind Parkplätze und Anlieferzonen noch gar nicht dabei.
Die Sonnenallee ist doch breit genug. Außerhalb des S-Bahn-Ringes 2 Spuren pro Richtung plus Grünstreifen. Innerhalb des Ringes teilweise etwas enger, aber dafür breiterer Mittelstreifen, also eine ideale Trasse.
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