Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Umgestaltung Kantstraße
geschrieben von Stichbahn 
Lt. Presseberichten plant die Senatsverkehrsverwaltung nun, die Charlottenburger Kantstraße umfassend neu zu gestalten und zwischen Joachimsthaler Straße und Wilmersdorfer Straße neben einer verstetigten Radspur eine eigenständige Busspur einzurichten. Die BVG hatte ja nach Einrichtung des Pop-Up-Radwegs 2020 immer wieder darauf gedrungen, auch dem regen Busverkehr auf der Kantstraße Rechnung zu tragen: [www.tagesspiegel.de]

Gleichzeitig möchte der Bezirk den Durchgangsverkehr auf die Bismarckstraße umleiten. Ebenfalls soll die Budapester Straße (wohl auf Höhe Breitscheidplatz/Gedächtniskirche?) umgestaltet werden.


Bin gespannt, ob und wann all das umgesetzt werden soll. Ich gehe erstmal von längeren politischen Diskussionen aus, wir sind ja in Berlin, und deshalb könnte sich ein eigener Thread dazu "lohnen".
Nur das Schließen des kurzen Stücks zwischen Budapester Straße und Joachimsthaler Straße wird den Durchgangsverkehr nicht aus der Kantstraße vertreiben. Sinnvoll fände ich die Sperrung der Kantstraße und Krummen Straße Höhe Wilmersdorfer Straße, inkl. einer Busschleuse mit Automatik-Pollern. Dann gäbe es ganz sicher keinen Durchgangsverkehr mehr.

Budapester Straße und Kurfürstendamm kann man dann Höhe Breitscheidplatz schließen und damit für eine höhere Aufenthaltsqualität in der City West sorgen. Mit der Straße des 17. Juni und der Lietzenburger Straße bestehen zwei leistungsfähige Umfahrungsmöglichkeiten.
Zitat
Stichbahn
Lt. Presseberichten plant die Senatsverkehrsverwaltung nun, die Charlottenburger Kantstraße umfassend neu zu gestalten und zwischen Joachimsthaler Straße und Wilmersdorfer Straße neben einer verstetigten Radspur eine eigenständige Busspur einzurichten. Die BVG hatte ja nach Einrichtung des Pop-Up-Radwegs 2020 immer wieder darauf gedrungen, auch dem regen Busverkehr auf der Kantstraße Rechnung zu tragen: [www.tagesspiegel.de]

Gleichzeitig möchte der Bezirk den Durchgangsverkehr auf die Bismarckstraße umleiten. Ebenfalls soll die Budapester Straße (wohl auf Höhe Breitscheidplatz/Gedächtniskirche?) umgestaltet werden.


Bin gespannt, ob und wann all das umgesetzt werden soll. Ich gehe erstmal von längeren politischen Diskussionen aus, wir sind ja in Berlin, und deshalb könnte sich ein eigener Thread dazu "lohnen".

Danke für die Verlinkung des Artikels. Ich kann immer mehr den Unmut über Herrn Schruoffeneger auf Seiten der Grünen-Basis verstehen.
Er ist als Stadtrat für das Ordnungsamt politisch zuständig und kapituliert gleich mal vor potentiellen Falschparkern auf einer Busspur.
Er kommt aus einer Partei, die sich für das Mobilitätsgesetz feiert. Im Mobilitätsgesetz wird ganz klar der Vorrang des Umweltverbunds vor dem MIV und des fließenden Verkehrs vor dem ruhenden Verkehr gefordert. Und hier kämpft er für Anwohnerparkplätze auf einer Hauptstraße (trotz sieben Parkhäusern in der unmittelbaren Umgebung) und Ladezonen statt ÖV-Bevorrechtigung.

Und der gewünschte Rückbau der Budapester Straße (so sinnvoll er auch sein mag), wird doch nichts wesentliches an der Verkehrsmenge der Kantstraße ändern. Aus der Budapester Straße kommt man ohnehin nur mit einer Abbiegespur in die Kantstraße.
Die heutige rbb-Abendschau hat erneut die Kantstraße zum ausführlichen Thema gemacht, mit Ulli-Zelle-Beitrag von vor Ort und Studiostreitgespräch mit Werner Graf (Grüne) u. Stefan Evers (CDU): [www.rbb-online.de]


Ach ja, Tante Edith möchte noch ergänzen, es geht im Gespräch vor allem allgemein um Verkehrspolitik, Mobilität der Zukunft, Stadtumbau. Die Positionen sind allerdings klar und vorhersehbar ;)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.2022 22:59 von Stichbahn.
Zitat
Stichbahn
Die heutige rbb-Abendschau hat erneut die Kantstraße zum ausführlichen Thema gemacht, mit Ulli-Zelle-Beitrag von vor Ort und Studiostreitgespräch mit Werner Graf (Grüne) u. Stefan Evers (CDU): [www.rbb-online.de]


Ach ja, Tante Edith möchte noch ergänzen, es geht im Gespräch vor allem allgemein um Verkehrspolitik, Mobilität der Zukunft, Stadtumbau. Die Positionen sind allerdings klar und vorhersehbar ;)

Klar und vorhersehbar, inkl. der Pro-Auto-Haltung des RBB-Moderators.
Zitat
willi79
Zitat
Stichbahn
Die heutige rbb-Abendschau hat erneut die Kantstraße zum ausführlichen Thema gemacht, mit Ulli-Zelle-Beitrag von vor Ort und Studiostreitgespräch mit Werner Graf (Grüne) u. Stefan Evers (CDU): [www.rbb-online.de]


Ach ja, Tante Edith möchte noch ergänzen, es geht im Gespräch vor allem allgemein um Verkehrspolitik, Mobilität der Zukunft, Stadtumbau. Die Positionen sind allerdings klar und vorhersehbar ;)

Klar und vorhersehbar, inkl. der Pro-Auto-Haltung des RBB-Moderators.

Nun, die erste provokante Frage konnte sicher den Puls einiger Menschen senken. Denn erst kam hier von Menschen, die sich persönlich benachteiligt sehen sicher ein "Ja, genau!", welches dann aber sanft entkräftet wurde, weil die Antwort eher sachlich und differenziert daher kam.

Ich wünsche mir von Journalisten explizit, dass sie eine hinterfragende ("kritisch" ist ja als Wort etwas in Verruf geraten) Haltung einnehmen und vor allem Fragen aus der Gesellschaft (und seien sie in mancher Menschen Augen noch so dumm) zu stellen. Wenn die Argumente (im Beispiel von grüner Seite) gut sind, haben sie auch dann noch Bestand. Das hat hier leider nicht sehr gut geklappt. Man hätte z.B. mal fragen können, wie das mit dem Lieferverkehr ablaufen soll.

Grundsätzlich aber soll Journalismus immer versuchen, Aussagen zu falsifizieren. Ist die nicht möglich, darf man davon ausgehen, dass die vorgetragenen Argumente nicht ganz falsch sein können. Was ich ganz furchtbar finde, sind zustimmende Worte oder Fragen, die nur vom Interviewten bestätigt werden müssen.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen