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KlimaTram – die Straßenbahn für Klimaschutz!
geschrieben von der weiße bim 
Heute beginnt eine neue, von der BVG unterstützte Kampagne für den Klimaschutz: Link

Im BVG Twitter wird die Veranstaltung heute (17.10.) in der Gleisschleife Eberswalder Straße von 15 bis 17 Uhr angekündigt.
Die F8Z 9008 und 9011 wurden entsprechend dem Motto gestaltet und werden vor Ort erwartet.

so long

Mario
Ich dachte immer die BVG müsse unpolitisch sein. Ok, wieder eine weitere Ausnahme.

*******
Das Gegenteil von ausbauen ist ausbauen.
Zitat
Logital
Ich dachte immer die BVG müsse unpolitisch sein. Ok, wieder eine weitere Ausnahme.

Nee das ist einfach nur auf dem Trittbrett der Zeit Mitfahrerei...

T6JP
Zitat
der weiße bim
Heute beginnt eine neue, von der BVG unterstützte Kampagne für den Klimaschutz: Link

Im BVG Twitter wird die Veranstaltung heute (17.10.) in der Gleisschleife Eberswalder Straße von 15 bis 17 Uhr angekündigt.
Die F8Z 9008 und 9011 wurden entsprechend dem Motto gestaltet und werden vor Ort erwartet.

Ohne das ganze Klimabrimborium samt Selbstbeweihräucherung der BVG fährt ab heute der GTU 1508 im Südostinselnetz mit der selben Folierung.

T6JP


Zitat
Logital
Ich dachte immer die BVG müsse unpolitisch sein.

Ach was, niemand ist doch gegen den Klimaschutz. Die Straßenbahn ist schon über 150 Jahre gut fürs Klima!

so long

Mario
Zitat
Logital
Ich dachte immer die BVG müsse unpolitisch sein. Ok, wieder eine weitere Ausnahme.

War das je anders?

--
Das Gegenteil von umfahren ist umfahren.


Zitat
Florian Schulz
Zitat
Logital
Ich dachte immer die BVG müsse unpolitisch sein. Ok, wieder eine weitere Ausnahme.

War das je anders?

Das sind Marketingsprüche. "Berlin for Future" ist allerdings eine Organisation mit politischen Zielen:
[www.berlin4future.de]

"Die Initiative Berlin4Future ist ein freier Zusammenschluss von Menschen, Initiativen und Organisationen, die ein entschlosseneres Handeln der Politik fordern, um die angesichts der Klimakrise bestehenden Herausforderungen zu bewältigen."

Und bevor ich hier fasch verstanden werde: Ich habe mit den Zielen der Organisation persönlich auch kein Problem, aber ich finde gerade in der Daseinvorsorge politische Neutralität sehr wichtig.

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Das Gegenteil von ausbauen ist ausbauen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.2022 13:57 von Logital.
Zitat
Logital
Ich habe mit den Zielen der Organisation persönlich auch kein Problem, aber ich finde gerade in der Daseinvorsorge politische Neutralität sehr wichtig.

Weiß nicht. Für Ausbau und Erhalt der Daseinsvorsorge kann ein Verkehrsunternehmen ruhig viel mehr Werbung machen, denn es ist ein Teil davon. Macht die Bahn mit ihrer 100%-Ökostrom-Kampagne ja auch. Was anderes wäre es wenn, wie zum Beispiel die Bahn als Unterstützer für den Kirchentag oder ähnliches auftritt. Doch auch in der Frage der religiösen Neutralität gab es, so wie ich es seinerzeit mitbekommen habe, kein eindeutiges Für und Wider.

Aus Sicht der BVG scheint es sich wohl um einen Werbekunden von vielen zu handeln, der im Gegensatz zu manch anderen Werbetreibenden den Werbeträger kreativ mit einbezieht. Edit: Okay, auf T6JPs Bild ist das BVG-Logo im Designbild mit drin. Andererseits hat die BVG auch schon Werbung für die Bundeswehr, die Coronaimpfung und für die Autobahn GmbH gemacht. Letzteres also sogar Werbung ein Stück weit gegen sich selbst.

Was anderes wäre es in meinen Augen wenn eine politische Partei damit rumfahren würde. So wie damals der als Straßenbahn getarnte Lkw der FDP mit dem ollen Slogan "Ich staue hier jetzt öfters rum". Da fände ich das Argument der Neutralitätswahrung stichhaltig.

--
Das Gegenteil von umfahren ist umfahren.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.2022 20:27 von Florian Schulz.
Warum ist Klimaschutz für euch ein politsch unneutrales Thema? Ist man jetzt automatisch links oder grün, wenn man nicht will, dass der Planet vor die Hunde geht? Oder anders, darf man als CDU'ler oder was auch immer nicht gegen den Klimawandel sein?


Falls ihr es noch nicht gemerkt habt: Dem Klimawandel ist es relativ egal, wo ihr euer Kreuzchen macht, daher sollte das Thema thematisch überpolitisch behandelt werden. Daher ist die Teilhabe der BVG durchaus kein Verstoß gegen deren Neutralität.
Zitat
Slighter
Warum ist Klimaschutz für euch ein politsch unneutrales Thema?

Mal abgesehen davon wirbt die BVG mit der Aktion mindestens indirekt für die Nutzung ihrer Verkehrsmittel und für freiere Straßen, die auch diesen zugute kommen. Die BVG wirbt im übrigen auch für den Ausbau des Straßenbahnnetzes. Ist das auch ein Verstoß gegen das Neutralitätsgesetz? Immerhin gibt es unzählige Leute, die im Straßenbahnausbau ein rein ideologisches Projekt von links sehen....

Was ist mit der Kampagne der Wasserbetriebe fürs Wasser Sparen?

~~~~~~
BITTE AUF KEINEN FALL EINFACH BÄUME ANZÜNDEN!
Zitat
Florian Schulz
[ganz viele U-Bahn-Werbesprüche]

Erinnert mich ein wenig an diesen schönen Beitrag aus der Sesamstraße (ich hoffe, das passt halbwegs ins Thema der ÖPNV-Werbetrommel)
Zitat
Slighter
Warum ist Klimaschutz für euch ein politsch unneutrales Thema? Ist man jetzt automatisch links oder grün, wenn man nicht will, dass der Planet vor die Hunde geht? Oder anders, darf man als CDU'ler oder was auch immer nicht gegen den Klimawandel sein?

Ich verstehe das Problem irgendwie auch nicht. Jahrzehntelang wurde BVG, DB etc. nämlich vorgeworfen, ihre Bedeutung für eine umweltgerechte Mobilität nicht offensiv genug darzustellen. Und siehe da - kaum engagieren sie sich in der Sache, ist es auch wieder falsch. Ja, wie denn jetzt...?

Dass gewisse Parteien wie die "Allianz freier Doofer" ein Problem damit haben, die Realität des Klimawandels als gegeben zu begreifen, darf hier indes keinesfalls den Ausschlag geben.

Viele Grüße
Arnd
... zumal die BVG ja auch zu anderen politischen Themen eindeutig Stellung bezieht und zwar jenseits ihrer eigentlichen Kernaufgabe "Mobilität in Berlin".
Beispiele: Diversity, vergünstige Tickets für Frauen zum Equal Pay Day, Girls' Day, regenbogenfarbene Gestaltung der Haltestellen am Nollendorfplatz, usw.
Davon kann man halten, was man will: Es ist aber eben schon ein Unterschied, ob die BVG sich parteipolitisch positioniert (was sie m.W. nicht tut) oder gesellschaftspolitisch.
Na dann steh ich damit wohl allein da. Macht ja nix. Interessant drüber gesprochen zu haben.

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Das Gegenteil von ausbauen ist ausbauen.
Zitat
vasarius
Zitat
Florian Schulz
[ganz viele U-Bahn-Werbesprüche]

Erinnert mich ein wenig an diesen schönen Beitrag aus der Sesamstraße (ich hoffe, das passt halbwegs ins Thema der ÖPNV-Werbetrommel)

Gibt es auch mit einem direkten Berliner Bezug - natürlich geht es um eine Linie 1...
(Falls der Link nicht direkt ansetzt, es beginnt bei ca. 2:26):

[youtu.be]

Ingolf
Zitat
Logital
Na dann steh ich damit wohl allein da. Macht ja nix. Interessant drüber gesprochen zu haben.

Ich glaube nicht. Aber abgesehen davon macht es womöglich Sinn, die Empfindung erst einmal wertneutral zu registrieren und dann zu überlegen, wie man diese Wahrnehmung ändern kann. Sprich, wie bekommt man dieses Thema weg von einer klientelpolitischen Frage hin zu etwas, was lagerübergreifend als wichtig angenommen wird.

Das is aber eine Challenge, die wir hier nicht gewuppt bekommen.
Das Thema wird doch lagerübergreifend wahrgenommen und unterstützt (außer natürlich von denen, die grundsätzlich gegen etwas sind).

Politisch ist das Thema Umweltschutz in Deutschland nicht (auch wenn eine Partei immer so tut). Die Frage nach der Lösung hingegen schon.

Testweise kann ja mal jeder versuchen die Umweltschutzlösungen bekannten Parteien zuzuordnen:

- Energie sparen, CO2-arme Energie ausbauen und CO2-starke Energiequellen bis dahin nutzen, einen hohen Energiepreis befürworten
- CO2-arme Energiequellen ausbauen und nutzen, einen niedrigen Energiepreis befürtworten
- ein bisschen von allem

oder:
- mehr ÖV und weniger Autos
- umweltfreundliche Antriebskonzepte bei aktuell umweltunfreundlichen Verkehrsmitteln
- ein bisschen von allem

In meinen Augen sind die Lösungsansätze sehr unterschiedlich und definitiv auch sehr politisch. Wenn Mercedes mit einem Auto als Wasserstoffversuchsträger auf Werbetour geht, ist das deren Sache, die haben aber eben auch andere Stakeholder als die BVG. Ich frage mich schon, warum die da ein Fahrzeug nicht zu Beförderung von Personen nutzen. Konsequent umweltfreundlich ist der Haufen Metall im Stehzustand ohne Beförderungsauftrag (und selbst dann*) irgendwie nicht. Eine Gesamtrechnung wär hier interessant - allerdings allein schon wegen endlos vieler Externalitäten kaum beherrschbar, aber das ist ja allgemein und überall so.

*zwar besser als andere, aber eben nicht konsequent
Zitat
Slighter
Zitat
Logital
Na dann steh ich damit wohl allein da. Macht ja nix. Interessant drüber gesprochen zu haben.

Ich glaube nicht. Aber abgesehen davon macht es womöglich Sinn, die Empfindung erst einmal wertneutral zu registrieren und dann zu überlegen, wie man diese Wahrnehmung ändern kann. Sprich, wie bekommt man dieses Thema weg von einer klientelpolitischen Frage hin zu etwas, was lagerübergreifend als wichtig angenommen wird.

Das is aber eine Challenge, die wir hier nicht gewuppt bekommen.

Das sehe ich ähnlich. Nicht in diesem Forum, wo im Schutze der Anonymität oft, zu oft gar kein Interesse an einem fruchtbaren Diskurs besteht. Ganz im Gegenteil, so mancher sieht seinen Erfolg gerade in der Destruktion jeglichen Diskurses und wähnt dann oft, er habe damit die Meinungshoheit gewonnen.
Schade, aber auch dieses Forum ist auch nur diesbezüglich ein Abbild der Gesellschaft, nicht mehr und nicht weniger.

Ingolf
Ein bisschen Mehr als ein normaler Werbekunde auf einigen Straßenbahnzügen scheint das Ganze für die BVG doch zu sein, denn neben dem BVG-Logo auf der Bahn gibt es - offenbar im Rahmen der Kampagne - auch eine Durchsage in Straßenbahnen, bei denen sich Eckart von Hirschhausen mit einer längeren Durchsage dafür bedankt, dass man gerade mit der Straßenbahn fährt.

Ich habe zwar nicht darauf gedachtet, in welchen Bahnen die Durchsagen kamen, aber ich meine, es waren keine entsprechend beklebten "KlimaTrams". Ich habe diese Durchsage bisher zweimal gehört, beide Male auf der M1 im Bereich des Hackeschen Marktes und fand sie ganz gut.
Die Ansagen - drei verschiedene - werden nach insgesamt sechs Haltestellen ausgespielt, natürlich unabhängig von der Fahrzeugnummer. Nach folgenden Haltestellen erscheint eine der Durchsagen: Günberger Straße/Warschauer Straße, Husemannstraße, Drontheimer Straße, Platz der Vereinten Nationen, Nixenstraße und U-Bahnhof Rosenthaler Platz. Das Ganze soll seit Montag für drei Wochen gehen.

Ob dann auch schon die Beklebung verschwindet, weiß ich allerdings nicht.



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