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BVG schreibt Planungen zur U3-Verlängerung zum Mexikoplatz aus
geschrieben von B-V 3313 
Zitat
marc-j
Zitat
der weiße bim
Eröffnung schon am 1.1.1910 bis Rathaus Lichtenberg. 2 Monate Bauzeit! Damals funktionierten sowohl die preußisch/deutsche Bürokratie als auch die Bauindustrie.

Wurde damals geprüft, ob die vorhandenen Einbauten ordentlich entsorgt bzw. noch besser wiederverwendet werden um das Müllproblem und den Ressourcenverbrauch nicht weiter zu verschärfen?
Wurde die Strecke barrierefrei hergestellt?
Wurde auf Lärmschutz geachtet?
Wurden die LSA-Planung überarbeitet? (Haha)
Wurden die Anwohnenden in irgendeiner Weise involviert?
Gab es damals eine kaputtgesparte Verwaltung?
Gab es damals einen Fachkräftemangel, ausgelöst u.a. durch den demographischen Wandel?
Musste gegen die Besitzstandswahrung der Autofahrenden vertreten durch die Lokalpolitik angekämpft werden?

Usw…

@derweißebim sprach allerdings von Bauzeit, die meisten von Dir genannten Punkte dürften der Planung zuzurechnen sein.
Zitat
Heidekraut
Aber auch wenn jetzt die U9 nach Pankow-Heinersdorf verlängert werden sollen würde (was IMO das Projekt mit größter Netzwirkung wäre), würden sich irgendwelche NIMBYs finden, die irgendwas auszusetzen haben.

In dem Fall die örtliche Linkspartei, die finden doch dass es bereits viel zu viele Ost-West-Verbindungen gibt; in Frage kommen nur neue Verbindungen von Ost nach Ost (TVO).

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.
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Möckernbrücke
Zitat
Heidekraut
Aber auch wenn jetzt die U9 nach Pankow-Heinersdorf verlängert werden sollen würde (was IMO das Projekt mit größter Netzwirkung wäre), würden sich irgendwelche NIMBYs finden, die irgendwas auszusetzen haben.

In dem Fall die örtliche Linkspartei, die finden doch dass es bereits viel zu viele Ost-West-Verbindungen gibt; in Frage kommen nur neue Verbindungen von Ost nach Ost (TVO).

Die Straßenbahn durch Spandau, zur Johannisthaler Chaussee, nach Steglitz, etc. führen also von Ost nach Ost? Oder wie kommst du auf deine evtl. humoristisch gemeinze Aussage?
Zitat
PassusDuriusculus
Die Straßenbahn durch Spandau, zur Johannisthaler Chaussee, nach Steglitz, etc. führen also von Ost nach Ost? Oder wie kommst du auf deine evtl. humoristisch gemeinze Aussage?

Wo liegen denn da Gleise? Die zurückliegenden rot-roten Senate hatten viele Jahre Zeit um zumindest einiges davon (ernsthaft) in Angriff zu nehmen bzw. umzusetzen. Nichts davon wurde umgesetzt. Und unter dem jetzigen Senat passiert über die kommenden Jahrzehnte ebenfalls: nichts.
Die CDU setzt lieber auf eine U-Bahnverlängerung in ihrer Hochburg.

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.07.2025 00:24 von Möckernbrücke.
Sorry, war doppelt.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.07.2025 00:25 von Möckernbrücke.
Zitat
Möckernbrücke
Zitat
PassusDuriusculus
Die Straßenbahn durch Spandau, zur Johannisthaler Chaussee, nach Steglitz, etc. führen also von Ost nach Ost? Oder wie kommst du auf deine evtl. humoristisch gemeinze Aussage?

Wo liegen denn da Gleise? Die zurückliegenden rot-roten Senate hatten viele Jahre Zeit um zumindest einiges davon (ernsthaft) in Angriff zu nehmen bzw. umzusetzen. Nichts davon wurde umgesetzt. Und unter dem jetzigen Senat passiert über die kommenden Jahrzehnte ebenfalls: nichts.
Die CDU setzt lieber auf eine U-Bahnverlängerung in ihrer Hochburg.

Und auf welche liegenden Gleise beziehst du dich bei der TVO?

In der Turmstr. liegen jetzt übrigens Gleise. Auch das ist eine Ost-West-Verbindung.

Unter den Linden liegen jetzt auch Gleise. Auch das ist Ost-West. Also nochmal, was meinst du mit "zu viele Ost-West-Verbindungen"???



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.07.2025 06:03 von PassusDuriusculus.
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Möckernbrücke
Zitat
PassusDuriusculus
Die Straßenbahn durch Spandau, zur Johannisthaler Chaussee, nach Steglitz, etc. führen also von Ost nach Ost? Oder wie kommst du auf deine evtl. humoristisch gemeinze Aussage?

Wo liegen denn da Gleise?

Und wie weit ist der zentrale Abschnitt der TVO (zum Glück)?

Davon abgesehen: diskutieren wir gerade ernsthaft über eine Straßenbahn zwischen Krumme Lanke und Mexikoplatz?
Zitat
def
Zitat
Möckernbrücke
Zitat
PassusDuriusculus
Die Straßenbahn durch Spandau, zur Johannisthaler Chaussee, nach Steglitz, etc. führen also von Ost nach Ost? Oder wie kommst du auf deine evtl. humoristisch gemeinze Aussage?

Wo liegen denn da Gleise?

Und wie weit ist der zentrale Abschnitt der TVO (zum Glück)?

Davon abgesehen: diskutieren wir gerade ernsthaft über eine Straßenbahn zwischen Krumme Lanke und Mexikoplatz?

Nee. Möckernbrücke wirft wahllos Stöckchen in den Raum und alle anderen springen immer drüber.
Zitat
def

Davon abgesehen: diskutieren wir gerade ernsthaft über eine Straßenbahn zwischen Krumme Lanke und Mexikoplatz?

Man muss ja schließlich auch bei jeder Straßenbahnplanung den Nachweis erbringen, ob nicht eine Seil- oder Magnetbahn, ein Mehrfachgelenkbus oder ein automatisch fahrender Pkw vielleicht doch besser geeignet ist.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.07.2025 14:33 von Nemo.
Zitat
Heidekraut
>Du hast sicherlich Recht, dass der Nutzen der Verlängerung nach Mexikoplatz nicht der Größte sein dürfte. Aber auch wenn jetzt die U9 nach Pankow-Heinersdorf verlängert werden sollen würde (was IMO das Projekt mit größter Netzwirkung wäre), würden sich irgendwelche NIMBYs finden, die irgendwas auszusetzen.
Zitat
PassusDuriusculus
Die Straßenbahn durch Spandau, zur Johannisthaler Chaussee, nach Steglitz, etc. führen also von Ost nach Ost? Oder wie kommst du auf deine evtl. humoristisch gemeinze Aussage?
..
Und auf welche liegenden Gleise beziehst du dich bei der TVO?
In der Turmstr. liegen jetzt übrigens Gleise. Auch das ist eine Ost-West-Verbindung.
Unter den Linden liegen jetzt auch Gleise. Auch das ist Ost-West. Also nochmal, was meinst du mit "zu viele Ost-West-Verbindungen"???

Das ist nicht meine Meinung, sondern das war die Aussage eines Linken-Politikers im Fernsehen im Berliner Wahlkampf 2021, Priorität sollen nach Schaffung diverser Ost-West-Verbindungen nach der Wende nun erstmal Projekte im Ostteil der Stadt haben, als Beispiele nannte er den Weiterbau der TVO bzw. deren Alternativen per Schiene (vermutlich Karower Kreuz- Grünauer Kreuz).

Von einer Straßenbahn zum Mexikoplatz habe ich nicht geschrieben. Bestimmt wäre der Weiterbau der U3 aber als Einschnittstrecke (wie bis Krumme Lanke) möglich und kostengünstiger.

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.
Zitat
Möckernbrücke
Bestimmt wäre der Weiterbau der U3 aber als Einschnittstrecke (wie bis Krumme Lanke) möglich und kostengünstiger.

Die U-Bahnstrecke ist mit Böschung in etwa so breit wie die Argentinische Allee. Wenn man dann im Sinne der Verkehrswende die Argentinische Allee zu einer Anwohnereinbahnstraße macht, dann könnte es funktionieren, ansonsten musst du Villen abreißen und es ist wahrscheinlich nicht mehr günstiger und in jedem Fall nicht mehr durchsetzbar.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Durch Verkürzung wurde mir hier ein Zitat falsch zugeordnet. Ich habe nur das mit der Drohung mit Straßenbahn geschrieben. Das andere war seinerseits ein Zitat. Natürlich habe ich nicht im Traum ernsthaft daran gedacht, dort eine Straßenbahn zu bauen. Aber damit drohen könnte man schon. für die Nimbys.
Zitat
Möckernbrücke
Bestimmt wäre der Weiterbau der U3 aber als Einschnittstrecke (wie bis Krumme Lanke) möglich und kostengünstiger.

Keinesfalls. Die Flächen für die Einschnittbahn zwischen Dahlem und Krumme Lanke wurde zur Bauzeit vom Baukonzern für den Bahnbau kostenlos zur Verfügung gestellt und die Bahnbaukosten finanziert. Über die Erstattung von Betriebskosten, die den Erlös aus den Fahrgeldeinnahmen überstiegen, waren Vereinbarungen getroffen worden.
Die Argentinische Allee ab Fischerhüttenstraße war damals schon bebaut, die Grundstücke in der Nähe des damaligen Vorort-Bahnhofs Zehlendorf-West in privater Hand. Aus diesem Grund musste die Strecke ab Bahnhof Krumme Lanke in die Tieflage und unter die Straße wechseln. Mit der Weltwirtschaftskrise platzte das Geschäft, da die Nachfrage nach Baugrundstücken zunächst einbrach und der jüdischen Siedlungsgesellschaft die Pleite drohte. Deswegen endete der Tunnelbau auch dort, wo heute noch die Abschlusswand ist. Eine dauerhafte Schlusswand und ein Notausstieg ließ die BVG später auf ihre Kosten bauen.
Eigentlich hatte Adolf Sommerfeld seine Siedlung in Kleinmachnow auch noch an die U-Bahnlinie anschließen und gewinnbringend vermarkten wollen und sicherlich auf Unterstützung durch Groß-Berlin gehofft.
Stattdessen kam nach der Weltwirtschaftskrise das Ende der Weimarer Republik, so dass seine Firma im NS-Staat unter staatliche Verwaltung kam und er Deutschland verließ.

Bald nach dem Mauerfall nahm die Geschichte im Zuge von Rückübertragungsprozessen wieder Fahrt auf, wie die Zeitung taz damals beschrieb: [taz.de]
Der Rechtsstreit ging bis vor das Bundesverfassungsgericht, das sich damit auseinandersetzte, aber das Nachwende-Geschäftsmodell nicht generell unterstützen wollte: [www.bundesverfassungsgericht.de]

Spannende Geschichten.

Der Vorschlag, statt einer U-Bahn doch eine billige Flachbahn zu bauen, kam von mir und ist dem Zeitgeist entsprechend ironisch gemeint. Dennoch müssen Aufsichtsbehörde und Antragsteller grundsätzlich auch abwegige Varianten wie eine Straßenbahn in Zehlendorf prüfen.

so long

Mario
Zitat
Heidekraut
Durch Verkürzung wurde mir hier ein Zitat falsch zugeordnet. Ich habe nur das mit der Drohung mit Straßenbahn geschrieben. Das andere war seinerseits ein Zitat. Natürlich habe ich nicht im Traum ernsthaft daran gedacht, dort eine Straßenbahn zu bauen. Aber damit drohen könnte man schon. für die Nimbys.

Schau dir bitte deinen Ursprungsbeitrag an, das war da nicht ersichtlich. Keine Ahnung was 300 Beiträge zuvor geschrieben wurde.
Gute Nacht!

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.
@Mario: Spannende Geschichten - kann man wohl sagen! Vielen Dank für die Infos! Ich hatte vermutet, der Schluss der U-Bahn in Krumme Lanke hatte (auch) damit zutun, dass man sich mit der Reichsbahn nicht über die Ausgestaltung der Kreuzung mit der Wannseebahn am Mexikoplatz einig wurde.

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.07.2025 23:42 von Möckernbrücke.
Zitat
der weiße bim

Eigentlich hatte Adolf Sommerfeld seine Siedlung in Kleinmachnow auch noch an die U-Bahnlinie anschließen und gewinnbringend vermarkten wollen und sicherlich auf Unterstützung durch Groß-Berlin gehofft.
Stattdessen kam nach der Weltwirtschaftskrise das Ende der Weimarer Republik, so dass seine Firma im NS-Staat unter staatliche Verwaltung kam und er Deutschland verließ.

Sommerfeld wurde von den @#$%& verfolgt, die im März 1933 vor seinem Haus eine Schießerei inszenierten. Sommerfeld, der Jude war, emigrierte nach Palästina und später nach Großbritannien. Nach 1945 kehrte er als Andrew Sommerfield zurück, übernahm die Überreste seiner Unternehmensgruppe und setzte seine Bautätigkeit in Deutschland fort. Er starb 1964.

Sein Enkel hielt 2021 eine Rede anlässlich der 90-Jahr-Feier der Einkaufszeile am U-Bahnhof Onkel-Toms-Hütte.

IsarSteve



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.07.2025 23:51 von IsarSteve.
Auch in Ruhleben, an der Vinetastraße und Leinestraße endeten ja die U-Bahn-Bautätigkeiten jeweils kurz vor Reichsbahngelände. Der U-Bhf. Hermannstraße wurde erstmal nur teilweise fertig. Was waren da jeweils die Gründe, Mario?
>Gute Nacht!

Es war ja kein Vorwurf, nur eine Klarstellung.
Zitat
Möckernbrücke
Auch in Ruhleben, an der Vinetastraße und Leinestraße endeten ja die U-Bahn-Bautätigkeiten jeweils kurz vor Reichsbahngelände. Der U-Bhf. Hermannstraße wurde erstmal nur teilweise fertig. Was waren da jeweils die Gründe, Mario?

Das war alles zur gleichen Zeit. Nach Übernahme der Hochbahngesellschaft durch die Stadt Berlin und Gründung der BVG gab es kein Kapital mehr für den Weiterbau. Berlin war wie heute hoch verschuldet. Geld vom Staat gab es dafür keins. Nur kleinere Projekte wie der Neubau des U-Bhf Reichssportfeld und der Westausgang Neu-Westend vor den Olympischen Spielen wurden noch gefördert. Begonnene Tunnelbauten in der Müllerstraße und Alt-Tempelhof wurden abgebrochen.
Das große Geld vom Staat ging in den 1930er Jahren an die staatliche Reichsbahn, die damit weitere Strecken wie die Nordsüd-S-Bahn (und Autobahnen) baute, bestehende Vorortstrecken elektrifizierte und modernste Züge nebst Werkstätten (Raw Schöneweide) anschaffte. Die stärkere Konkurrenz sorgte dabei für weitere Einnahmeausfälle bei der BVG. Weitere Verbesserungen der Umsteigeverhältnisse zu städtischen Bahnen waren offenbar nicht erwünscht. Der Umbau des Ringbahnhofs Hermannstraße kam damals nicht zustande. Die Verlegung des S-Bahnhofs Frankfurter Allee zur Allee mit direktem Übergang oder eine Gangverbindung S-Bahnhof Potsdamer Platz mit der heutigen U2 sind bis heute nicht realisiert.
Immerhin gelangen in Westberlin bessere Verknüpfungen in Putlitzstraße (Westhafen) und beim Neubau des Südrings durch die Senatsverwaltung. In Ostberlin mit der DDR-DR am Bhf Schönhauser, Bhf Lichtenberg und Wuhletal.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.07.2025 00:58 von der weiße bim.
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