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Verkehrspolitik in Berlin
geschrieben von krickstadt 
Ist zwar keine Verkehrspolitik in Berlin, erklärt die Situation aber m.E. ganz gut:

[www.instagram.com]
Zitat
DerMichael
Ist zwar keine Verkehrspolitik in Berlin, erklärt die Situation aber m.E. ganz gut:

[www.instagram.com]
Bin da nicht angemeldet. Trotz Facebook-Account will man gleich meine Mobil-Nr. Was sieht man da?
Mal zur Abwechslung kein Bild, sondern einfach nur ein Spruch:

"Die Wut auf die Grünen war eigentlich die Wut über das Platzen der Illusion, dass es immer so weiter gehen kann wie bisher"

Hat natürlich einen wahren Kern die Aussage, aber die Welt ist natürlich noch komplexer. Dem Spruch fehlt z.B. die Komponente, dass die Superreichen vom Grünen-Bashing finanziell kurz- und mittelfristig profitieren.
Zitat
PassusDuriusculus
Mal zur Abwechslung kein Bild, sondern einfach nur ein Spruch:

"Die Wut auf die Grünen war eigentlich die Wut über das Platzen der Illusion, dass es immer so weiter gehen kann wie bisher"

Hat natürlich einen wahren Kern die Aussage, aber die Welt ist natürlich noch komplexer. Dem Spruch fehlt z.B. die Komponente, dass die Superreichen vom Grünen-Bashing finanziell kurz- und mittelfristig profitieren.

Vor allem ist die Frage, was man daraus lernt. Natürlich wäre es kurzfristig wohl besser, es wie die meisten anderen Parteien anzugehen und das Wahlvolk mit dem zu belügen, das er hören möchte. Aber dann werden langfristige Probleme halt ignoriert, liegen gelassen und die meisten Problemlagen verschlimmern sich dadurch nur.
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
DerMichael
Die Grünen wollten Veränderung. Aber die SPD will genauso wenig Veränderung wie die CDU. Die will nur noch ihre Ruhe.
Parteien sind keine monarchistischen Königshäuser. Am Ende des Tages sind es die Wähler die entscheiden. Die mitunter stärksten Geburtsjahrgänge sind u.a. die Boomer-Generation. Es ist logisch und normal, dass man denen nicht täglich Veränderungen präsentieren kann die die Jugend vielleicht zeitgemäß, überfällig oder hipp findet.
Hier wird ständig über über Parteien hergezogen ohne zu bedenken, dass sie durchaus auch die Meinung und Wünsche der Wähler umsetzen. Die Wähler sind übrigens die Menschen die neben euch wohnen oder denen ihr täglich begegnet. z.B. geht mir dieser permanente anhaltende Umbennenungs-Wahn von Straßen in vorrangig grünen Bezirken höllisch auf den Sack. Einer von vielen Gründen weshalb Wähler Richtung CDU abgedriftet sind.

Will die CDU nicht grade einen Platz nach Margot Friedländer umbennen?
Zitat
PassusDuriusculus
Mal zur Abwechslung kein Bild, sondern einfach nur ein Spruch:

"Die Wut auf die Grünen war eigentlich die Wut über das Platzen der Illusion, dass es immer so weiter gehen kann wie bisher"

Das ist zwar soweit richtig, aber den Grünen fehlt dann irgendwo auch die Fähigkeit bzw. das Engagement, ihre Erkenntnis sowie die sich daraus ergebenden Forderungen oder (wo ihre Mitglieder entsprechende Funktionen innehaben) politischen Handlungen medial geeignet zu erklären - das umfasst auch die Darstellung deren Langfristnutzens in leicht verständlicher Sprache. Wenn beispielsweise derzeit die mutmaßlich von Herrn Döpfner erschaffene KI-basierte Kunstfigur "Gunnar Scchupelius" derzeit in der B.Z. oder auf deren Facebook-Account wieder massiv gegen Poller, Kiezblocks etc. polemisiert, fehlen mir von Grünen, DUH, VCD einfach die passend gestalteten Erwiderungen unter Nutzung derselben Kanäle etwa durch Nutzung der Kommentar- oder Lesendenbrieffunktion.

Auf Bundesebene war genau diese mangelhafte Medienkompetenz übrigens aus meiner Sicht auch Hauptursache für das Debakel um Herrn Habecks "Heizungsgesetz" oder Herrn Özdemirs Kürzung der Agrar-Dieselbeihilfen und damit - neben der Sabotage durch die FDP - für das Scheitern der Ampel: Mensch hat jeweils nach bestem fachlichen Wissen Regelungen erlassen (Bundesgesetze) bzw. vor Ort konkrete Maßnahmen eingeleitet (Kiezblocks, Radverkehrsanlagen...), schafft es dann aber nicht, auf öffentlich geäußerte Ablehnung oder teilweise nachvollziehbare Kritik kommunikativ so zu reagieren, dass für die Mehrheit der Bevölkerung der Nutzen ebenjener Entscheidungen klar evident bleibt...

Zitat
PassusDuriusculus
Hat natürlich einen wahren Kern die Aussage, aber die Welt ist natürlich noch komplexer. Dem Spruch fehlt z.B. die Komponente, dass die Superreichen vom Grünen-Bashing finanziell kurz- und mittelfristig profitieren.

Na ja, auch unter den "Superreichen" - wie immer mensch die jetzt definieren mag - gibt es in der globalen Klima- bzw. Umweltfrage durchaus Jene und Welche...

Viele Grüße
Arnd



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.12.2025 23:18 von Arnd Hellinger.
Zitat
Arnd Hellinger


Na ja, auch unter den "Superreichen" - wie immer mensch die jetzt definieren mag - gibt es in der globalen Klima- bzw. Umweltfrage durchaus Jene und Welche...

Profitieren aber auch vom Grünen-[Partei-]Bashing und können ja gleichzeitig in grüne [ökologische] Projekte investieren und anstoßen. Aus sicht von klimainteressierten Superreichen kann es sich trotzdem lohnen die grüne Partei kleinzuhalten und dann selbst die Welt zu verbessern. Bringt aus deren Perspektive vielleicht sogar mehr für die (eigene) Umwelt als eine stärkere grüne Partei.
Hier wurde ja mal wieder absurd viel gelöscht...

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
BUND
Bilanz der CDU-Verkehrspolitik 2025: Blockade durch Zukunftsvisionen der 1960er Jahre

Denken Sie groß, unrealistisch und unfinanzierbar! Dieses Motto scheint der Leitstern der Berliner Verkehrspolitik zu sein, seitdem die CDU federführend dafür verantwortlich ist. Am laufenden Band werden großspurige Visionen präsentiert, während die wirklich dringlichen Zukunftsaufgaben liegen gelassen oder aktiv blockiert werden.

[www.bund-berlin.de]
Die Björn-Steiger-Stiftung hat anhand von internationalen Erfahrungswerten untersuchen lassen, wie sich Tempo 30 auf die Verkehrssicherheit auswirkt. Überraschung (also gut, für die meisten hier im Forum sicher nicht): sehr positiv. In allen 14 untersuchten Städten nahm die Zahl der Unfälle, Verletzten und Getöteten nach Einführung bzw. Ausweitung von T30 ab. Dort, wo Daten dafür vorlagen, verlängerte sich die Fahrzeit für Autofahrende nur marginal.

Das Giffey-Fanzine vom Anhalter Bahnhof berichtet auch - natürlich hinter Paywall, wahrscheinlich damit nicht mehr Anhänger:innen des Redaktionsidols als unbedingt nötig mit Fakten konfrontiert werden.

Also wieder: die Fakten sind bekannt. Wer trotzdem ohne wirkliche Argumente Tempo 30 unter dem hysterischen Verweis auf "IDEOLOGIE!!1!" ablehnt, nimmt Tote und Verletzte in Kauf.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.01.2026 14:51 von def.
*bitte löschen



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.2026 12:31 von marc-j.
Mobilitätsverhalten Berlin

Gestern wurden im AGH-Ausschuss für Mobilität & Verkehr die Ergebnisse der SrV 2023 vorgestellt: [www.youtube.com] (ungefähr ab Minute 57)

Entwicklung des Modal Split nach Anteil an Wegen in den letzten 10 Jahren (2013 > 2023)
zu Fuß: 31% > 34%
ÖV: 27% > 26%
MIV: 30% > 22% (!)
Fahrrad: 13% > 18%

Entwicklung des Modal Split nach Anteile an Kilometern in den letzten 10 Jahren (2013 > 2023)
ÖV: 42% > 43%
MIV: 45% > 38% (!)
Fahrrad: 8% > 13%
zu Fuß: 5% > 6%
Kilometer pro Person/Tag: 20,8 > 18,0

Modal Split (Innere Stadt | Äußere Stadt)
zu Fuß: 39% | 32%
Fahrrad: 24% | 14%
ÖV: 27% | 26%
MIV: 11% | 29%

Modal Split des Bezirks mit dem größten Anteil des Umweltverbunds: Friedrichshain-Kreuzberg
zu Fuß: 39%
Fahrrad: 27%
ÖV: 26%
MIV: 8%

Modal Split der Bezirke mit den größten Anteilen des ÖV: Mitte | Lichtenberg
zu Fuß: 36% | 36%
Fahrrad: 27% | 14%
ÖV: 31% | 30%
MIV: 10% | 21%

Haushalte ohne PKW
Berlin: 46%
Innere Stadt: 62%
Äußere Stadt: 36%
Mitte: 65%
Spandau: 31%

Fazit der TU Dresden
- Rückgang Autoverkehr
- häufigeres Zufußgehen
- konstanter Rad- & ÖV-Verkehr
- unterdurchschnittliche Privat-PKW-Verfügbarkeit
- geringe PKW-Nutzung
- starker ÖV-Anteil
- Rückgang Wegehäufigkeit & Kilometer pro Tag
- steigende Nutzung E-Bikes, E-PKW, Carsharing & Bikesharing


Alle Daten finden sich hier, dazu auch detaillierte Zahlen für alle Bezirke, innere/äußere und Gesamtstadt: [www.berlin.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.2026 12:31 von marc-j.
Zitat
marc-j
Alle Daten finden sich hier, dazu auch detaillierte Zahlen für alle Bezirke, innere/äußere und Gesamtstadt: [www.berlin.de]

Jetzt müsste nur nochmal jemand den Jüngern des St. Auto vermitteln, dass es auch im Sinne derjenigen ist, die auf ihr Auto angewiesen sind, wenn die Straßen weniger voll sind.
Dann wird es ja Zeit für entsprechende Gegenmaßnahmen, also am Besten die A100 gleich bis Pankow, ach was sag ich - umgehend ist ein Ringschluss zu vollziehen! Platz dafür ist beispielsweise auf dem Mittelstreifen der Seestraße oder in dem seltsamen Graben, der die Stadtteile zerschneidet, zwischen Storkower Straße und Anton-Saefkow-Straße.
Zitat
Lopi2000
Zitat
marc-j
Alle Daten finden sich hier, dazu auch detaillierte Zahlen für alle Bezirke, innere/äußere und Gesamtstadt: [www.berlin.de]

Jetzt müsste nur nochmal jemand den Jüngern des St. Auto vermitteln, dass es auch im Sinne derjenigen ist, die auf ihr Auto angewiesen sind, wenn die Straßen weniger voll sind.

Davon wollen die nichts wissen. Abgesehen davon wollen die schon deshalb nichts davon hören, da sie ja schon mal nicht verzichten wollen.
Und da auch sonst niemand (in deren Augen) jemals verzichten will, kann das gar nicht funktionieren.
Warum sollten sie auch? Fahrradwege und Busspuren weg, die aktuelle Rechtsprechung, wenn Fußgänger und Radfahrer genötigt oder gar gerammt werden, beibehalten und es gibt keine Staus mehr. Und wo es doch welche gibt, sind die Grünen schuld.
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