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Verkehrspolitik in Berlin
geschrieben von krickstadt 
Zitat
B-V 3313
Zumal ein VU mit ziemlicher Sicherheit als Suizid umgedeutet werden muss.

Einer, bei dem ein Radfahrer die französischsprachigen Aufkleber zur Schuldumkehr im toten Winkel ignoriert hat?
Zitat
B-V 3313
Zumal ein VU mit ziemlicher Sicherheit als Suizid umgedeutet werden muss.

Dann sind wir bei 17. Immer noch mehr als letztes Jahr um die Zeit.

Ein Beispiel: offensichtlich hat man in Berlin praktisch nichts zu befürchten, wenn man mit dem Auto mit hoher, "womöglich dreistelliger Geschwindigkeit" (Zitat eines Zeugen oder einer Zeugin) auf Radstreifen am Stau vorbeifährt. Diese Haltung hat in der Leipziger Straße zwei Menschenleben gekostet. Hat sich die Spranger eigentlich jemals dazu geäußert? Als sie die "Letzte Generation" für einen im Stau stehenden Rettungswagen verantwortlich machen konnte, konnte sie es ja gar nicht erwarten, sich zu äußern, und noch nicht mal die Ermittlungen dazu abwarten. Aber hier: dröhnendes Schweigen im Walde.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.05.2024 09:44 von def.
Zitat
B-V 3313
Zumal ein VU mit ziemlicher Sicherheit als Suizid umgedeutet werden muss.

Ja auf 0 Todesfälle wird man wohl nie kommen. Aber bei >1.800 Verunglückten zu Fuß und >5.100 Verunglückten auf dem Fahrrad im Jahr 2022, kann man doch nicht sagen, es ist alles gut so wie es ist und jetzt gilt mal wieder freie Fahrt für freie Autos.
Zitat
Lopi2000
Zitat
B-V 3313
Zumal ein VU mit ziemlicher Sicherheit als Suizid umgedeutet werden muss.

Einer, bei dem ein Radfahrer die französischsprachigen Aufkleber zur Schuldumkehr im toten Winkel ignoriert hat?

Nein.

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
Stichbahn
Passend zum Thema tagesaktuell ein passendes Video über die Vorzüge von Tempo 30 vor Tempo 50 in Städten. Inkl. einer Vielzahl von Fakten und der Widerlegung von Mythen. Video allerdings auf Englisch (ein Kanadier, der seit längerem in Amsterdam/NL lebt. Er berichtet allgemein über die Vorzüge des Umweltverbunds und zugleich die Absurdität des nordamerikanischen Mobilitätsentwurfs):

What is the "Correct" Speed Limit?

Wirklich gutes Video
Die "Abendschau" hat sich neulich mit der Zukunft des Quartier 207 nach Schließung der Galeries Lafayette beschäftigt. Einige müssen jetzt ganz stark sein: Die Ökokommunisten von Tishman Speyer* planen doch tatsächlich eine Fahrradgarage!
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* In New York ansässige Immobilienunternehmen sind bekanntlich praktisch der Inbegriff von Kommunisten!
Zitat
dof
Einige müssen jetzt ganz stark sein: Die Ökokommunisten von Tishman Speyer* planen doch tatsächlich eine Fahrradgarage!
Ja und? Das ist doch toll! Vorher war auf der Ebene nichts. Autoparkplätze fallen auch nicht weg. Wer soll jetzt also stark sein?
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
dof
Einige müssen jetzt ganz stark sein: Die Ökokommunisten von Tishman Speyer* planen doch tatsächlich eine Fahrradgarage!
Ja und? Das ist doch toll! Vorher war auf der Ebene nichts. Autoparkplätze fallen auch nicht weg. Wer soll jetzt also stark sein?

Offenbar sind die Kapitalisten in der Friedrichstraße derart verzweifelt, dass trotz der Abwehr der Fußgängerzone immer noch nicht genug Potenzial gesehen wird und man daher auch noch Fahrradfahrern Parkraum anbieten muss.

Das idiotische dabei ist natürlich, dass die Aufenthaltsqualität weiterhin mies bleibt. Daher wird niemand zum Flanieren dort hin kommen. Fürs einfache Einkaufen ohne Bummeln findet man mit Sicherheit anderswo in der Stadt bessere Orte.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Frau Dr. Giffey und Henrik Falk (BVG-Chef) schauen sich Metro-Baustellen in Paris an:

Zitat
BZ

Warum kann Paris die Super-Metro, Berlin aber nicht?

Paris baut die Super-Metro, Berlin dagegen nach fünf Jahren Pause erst einmal nur eine Stummel-U-Bahn. Dafür kommt der erste Spatenstich jetzt doch früher als zuletzt verkündet: im ersten Halbjahr 2025.

Madame Giffey auf zweitägiger Dienstreise in Paris. Mit von der Partei acht BVGler. Die erste Erkenntnis der SPD-Wirtschaftssenatorin nach den Baustellenbesuchen in der Seine-Metropole: „Ein Hadern und Zögern, ob man vielleicht eventuell eine U-Bahn ausbauen sollte, ist nicht der richtige Weg.“

Paris macht es vor: Eine Verdopplung des Metro-Netzes in nur 15 Jahren um 200 Kilometer und 68 neue Stationen. Die 36 Milliarden Euro dafür werden über eine Sondersteuer auf Büroflächen, Grundstücke, Hotelbetten finanziert – das spült jedes Jahr 800 Millionen Euro in die Kasse. [...]

[www.bz-berlin.de]
(Leider bisher keine andere Quelle gefunden)

Was macht eigentlich Ute Bonde? Mehr als die Ankündigung zur Übernahme des vakanten Senatsposten kam irgendwie nicht.
Zitat
X-Town Traffic
Frau Dr. Giffey (...)

Wer soll das sein? ;-)

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat

"X-Town Traffic" am 22.5.2024 um 9.07 Uhr:

[...] schauen sich Metro-Baustellen in Paris an: [...] (Leider bisher keine andere Quelle gefunden)

Die rbb24-Abendschau hat gestern im ersten Nachrichtenblock (ab 1'01") auch darüber berichtet: Abendschau-Webseite, Mediathek, Direktlink 1280 x 720.

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
X-Town Traffic
[...]
[www.bz-berlin.de]
(Leider bisher keine andere Quelle gefunden)
[...]
Zitat
BZ
Die Züge fahren mit Tempo 60, in Berlin im Schnitt dagegen nur 30 km/h.

Und Birnen sind länger als Äpfel. Das hier ist ein weiterer sinnfreier Boulevard-Vergleich. Ich glaube kaum, dass 60 km/h die Durchschnittsgeschwindigkeit der Pariser Metro ist. Vmax aber auch nicht, die dürfte bei den neuen Linien höher liegen. Als die Idee damals präsentiert wurde, war von 100 km/h die Rede. Also was will uns der Satz sagen?

Am Ende wieder typisch Berlin. Große leuchtende Augen für die U-Bahn, aber nicht mal den Netzausbau bei der Straßenbahn zeitnah auf die Reihe bekommen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Zitat
X-Town Traffic
[...]
[www.bz-berlin.de]
(Leider bisher keine andere Quelle gefunden)
[...]
Zitat
BZ
Die Züge fahren mit Tempo 60, in Berlin im Schnitt dagegen nur 30 km/h.

Und Birnen sind länger als Äpfel. Das hier ist ein weiterer sinnfreier Boulevard-Vergleich. Ich glaube kaum, dass 60 km/h die Durchschnittsgeschwindigkeit der Pariser Metro ist. Vmax aber auch nicht, die dürfte bei den neuen Linien höher liegen. Als die Idee damals präsentiert wurde, war von 100 km/h die Rede. Also was will uns der Satz sagen?

Am Ende wieder typisch Berlin. Große leuchtende Augen für die U-Bahn, aber nicht mal den Netzausbau bei der Straßenbahn zeitnah auf die Reihe bekommen.

Man hätte sich übrigens auch die dortigen Straßenbahnen und das Radwegenetz angucken können. Aber das ist halt nicht sexy genug.
Zitat
Jay
Ich glaube kaum, dass 60 km/h die Durchschnittsgeschwindigkeit der Pariser Metro ist. Vmax aber auch nicht, die dürfte bei den neuen Linien höher liegen. Als die Idee damals präsentiert wurde, war von 100 km/h die Rede. Also was will uns der Satz sagen?

Für die Linien 15 und 16 sind tatsächlich Durchschnittsgeschwindigkeiten von 55-65 km/h und eine Spitzengeschwindigkeit von 120 km/h angekündigt. Zumindest steht es so bei Wikipedia und den dort verlinkten Quellen. [de.wikipedia.org]

Zu berücksichtigen ist dabei aber auch, dass es sich um Linien mit 2-3 km Stationsabstand eher am Stadtrand handelt (ähnlich wie die in Berlin mal skizzierte Ring-U-Bahnlinie 0). Im historischen Bestandsnetz ist die Metro dagegen auch eher mit den historischen U-Bahnstrecken in Berlin zu vergleichen.

Interessant, dass der Springerverlag hier auch das Pariser Finanzierungskonstrukt aufgreift. Wenn die Berliner Politik die Idee einer Finanzierung über 36 Mrd. Euro Sondersteuern aufgreifen würde, würden die BZ-Berichte darüber wohl schon wieder deutlich anders klingen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.05.2024 12:22 von Lopi2000.
Ich würde es ja gut finden, wenn man in Berlin beim Schnellbahnausbau auch mal derartige Wege gehen würde - also richtig schnelle Verbindungen schaffen. Das Problem hierbei wäre dann halt, dass man den Oberflächen-ÖV dann nicht los wird und daher die Entlastung des Autoverkehrs nur durch Reduktion des Autoverkehrs stattfindet und nicht dadurch, dass man alle 5min Platz schafft für 3 SUV.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Ich würde es ja gut finden, wenn man in Berlin beim Schnellbahnausbau auch mal derartige Wege gehen würde - also richtig schnelle Verbindungen schaffen.

Die entscheidende Siedlungsdichte und die Entwicklungsdynamik in Paris sind allerdings deutlich größer als in Berlin. Während die Stadt Paris etwa dem entspricht, was in Berlin innerhalb der Ringbahn liegt, ist die "Metropole du Grand Paris" ist mit 814 qkm ungefähr so groß wie Berlin mit 892 qkm als Stadtstaat und hat knapp doppelt so viele Einwohner (7,2 Mio. / 3,8 Mio.). In der "Metropole du Grand Paris" werden jährlich ca. 70.000 neue Wohnungen gebaut, in Berlin ca. 14.000.
Zitat
Jay


Am Ende wieder typisch Berlin. Große leuchtende Augen für die U-Bahn, aber nicht mal den Netzausbau bei der Straßenbahn zeitnah auf die Reihe bekommen.

Und noch weniger kommt die Instandsetzung des bestehenden U-Bahnnetzes voran. Da faseln diese unrealistischen Traumtänzer von 200 km?

Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat
Lopi2000
Die entscheidende Siedlungsdichte und die Entwicklungsdynamik in Paris sind allerdings deutlich größer als in Berlin. Während die Stadt Paris etwa dem entspricht, was in Berlin innerhalb der Ringbahn liegt, ist die "Metropole du Grand Paris" ist mit 814 qkm ungefähr so groß wie Berlin mit 892 qkm als Stadtstaat und hat knapp doppelt so viele Einwohner (7,2 Mio. / 3,8 Mio.). In der "Metropole du Grand Paris" werden jährlich ca. 70.000 neue Wohnungen gebaut, in Berlin ca. 14.000.
In der Tat sollte man gleiches nur mit gleichem vergleichen. Und Du zeigst hier die bedeutendsten Unterschiede zwischen Berlin und Paris auf.
Ein U-Bahn-Ring um das Pariser Zentrum (in 8-9 km Abstand) macht halt viel mehr Sinn, wenn man dort derartige Dichten, Siedlungsschwerpunkte und Wirtschaftsstärke wie La Defense hat. Da fehlt uns in Berlin doch einiges in einem vergleichbaren Korridor (der von M11, M17, X54 oder X33 gebildet wird).

Der wichtigste Satz an dem ganzen ist übrigens folgender:
Die 36 Milliarden Euro dafür werden über eine Sondersteuer auf Büroflächen, Grundstücke, Hotelbetten finanziert – das spült jedes Jahr 800 Millionen Euro in die Kasse.
Waren es nicht immer die Grünen, die eine dritte Finanzierungssäule für den ÖPNV gefordert haben. Ich würde an deren Stelle unsere jetzige Regierung genau daran messen und mal Frau Giffey als Wirtschaftssenatorin im Parlament oder einer parlamentarischen Anfrage zu ihrer Haltung auf eine Sondersteuer auf Büroflächen, Grundstücke, Hotelbetten fragen und ob sie dies als Wirtschaftssenatorin begrüßen würde.
Zitat
M48er
Die 36 Milliarden Euro dafür werden über eine Sondersteuer auf Büroflächen, Grundstücke, Hotelbetten finanziert – das spült jedes Jahr 800 Millionen Euro in die Kasse.[/b]
Waren es nicht immer die Grünen, die eine dritte Finanzierungssäule für den ÖPNV gefordert haben. Ich würde an deren Stelle unsere jetzige Regierung genau daran messen und mal Frau Giffey als Wirtschaftssenatorin im Parlament oder einer parlamentarischen Anfrage zu ihrer Haltung auf eine Sondersteuer auf Büroflächen, Grundstücke, Hotelbetten fragen und ob sie dies als Wirtschaftssenatorin begrüßen würde.

Grundsätzlich eine tolle Idee, aber Paris kann sich das auch leisten. Dort wollen alle hin, alle Franzosen sowieso, aber auch alle Touristen aus Deutschland Holland China USA usw. In Paris wird nun mal jede Besenkammer für 1000 € netto kalt im Monat vermietet. Davon können Berliner Hotels mit ihrer schwachen Auslastung nur träumen und Berliner Büroflächen-Vermieter kriegen nur große Augen, wenn sie die gezahlten Pariser Mietpreise vor die Augen bekommen. Das sieht in Berlin schon anders aus. Und wenn ich mir die Pflege des Touristenklientel durch jahrzehntelange Schließungen oder Teilschließungen der wenigen Museen in Berlin mit Weltgeltung anschaue, wird das in absehbarer Zeit auch nicht besser.
Zitat
phönix
Zitat
M48er
Die 36 Milliarden Euro dafür werden über eine Sondersteuer auf Büroflächen, Grundstücke, Hotelbetten finanziert – das spült jedes Jahr 800 Millionen Euro in die Kasse.[/b]
Waren es nicht immer die Grünen, die eine dritte Finanzierungssäule für den ÖPNV gefordert haben. Ich würde an deren Stelle unsere jetzige Regierung genau daran messen und mal Frau Giffey als Wirtschaftssenatorin im Parlament oder einer parlamentarischen Anfrage zu ihrer Haltung auf eine Sondersteuer auf Büroflächen, Grundstücke, Hotelbetten fragen und ob sie dies als Wirtschaftssenatorin begrüßen würde.

Grundsätzlich eine tolle Idee, aber Paris kann sich das auch leisten. Dort wollen alle hin, alle Franzosen sowieso, aber auch alle Touristen aus Deutschland Holland China USA usw. In Paris wird nun mal jede Besenkammer für 1000 € netto kalt im Monat vermietet. Davon können Berliner Hotels mit ihrer schwachen Auslastung nur träumen und Berliner Büroflächen-Vermieter kriegen nur große Augen, wenn sie die gezahlten Pariser Mietpreise vor die Augen bekommen. Das sieht in Berlin schon anders aus. Und wenn ich mir die Pflege des Touristenklientel durch jahrzehntelange Schließungen oder Teilschließungen der wenigen Museen in Berlin mit Weltgeltung anschaue, wird das in absehbarer Zeit auch nicht besser.

Das wäre ja auch eine Lösung - wir erhöhen die Preise und der Verkehrsbedarf fällt weg, wir brauchen keine neuen Strecken und haben so eine Menge Geld gespart!

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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