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Verkehrspolitik in Berlin
geschrieben von krickstadt 
Irgendwie müsste man mal tiefenpsychologisch untersuchen, woher diese tiefe Verletzung bei @def herkommt. Vom Auto?
Zitat
Wutzkman
Zitat
GraphXBerlin
Und weiterhin hat es mich etwas gewundert, dass auch beim Überqueren der Ampel kein Erzieher in der Mitte steht und die Kinder rüberscheucht, so wie man es zuhauf tagsüber in der Stadt beobachten kann.

Nochmal: Weil die Erziehenden das nicht müssen. Das ist Aufgabe und Funktion der Ampel, so wie man es zuhauf tagsüber in der Stadt beobachten kann. Wenn es dunkel ist übrigens auch.

Also bitte, wie soll man denn im Dunkeln eine Ampel erkennen? Ist da überhaupt Straßenbeleuchtung? Hab doch mal ein bisschen Verständnis für die arme Frau!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.02.2025 16:07 von def.
Zitat
def
Und wenn ich sowieso zu schauen habe, ob ein Auto kommt - wieso sollte ich noch auf Grün warten und womöglich die Straßenbahn verpassen?

Aus dem gleichen Grund warum ein Autofahrer vor einer roten Ampel wartet: weil es die Verkehrsregeln verlangen - auch nachts, auch ohne anderen Verkehr weit und breit.

Zitat
def
Und bevor nun die Frage kommt, was mich von der Autofahrerin beim diskutierten Unfall unterscheidet: ich habe das Verkehrsgeschehen im Blick, sie offensichtlich nicht.

Scherzkeks. Ich wette, bis eine Sekunde vor dem Unfall, hätte die Autofahrerin gesagt, dass sie das Verkehrsgeschehen im Blick hat...

Zitat
def
Und vor allem - wenn es doch schiefgeht, gefährde ich in erster Linie mich selbst. Ein:e Autofahrer:in gefährdet damit vor allem andere.

Man hört ja niemals nicht, dass z.B. Fahrgäste im Bus wegen Fehlverhaltens von Fußgängern stürzen. Nach deiner Logik dürfte ein Busfahrer weniger scharf bremsen. Schließlich weiß der Fußgänger ja, was er macht...

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
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Wutzkman
Die Fragen kamen nach deinem äußerst merkwürdigen Verständnis der StVO. Und wir können hier alle nichts dafür, dass du dich nicht an deine Fahrschule erinnerst. Du hast doch den Lappen noch nicht so lang, da ist es leider sehr beachtlich, dass das alles schon weg ist und ein gutes Argument für regelmäßiges Nachprüfen, erst Recht im Alter.
Du schnallst es immer noch nicht. Nirgendwo habe ich davon gesprochen, dass der Erzieher als Ampelersatz dienen soll. Und danke, ich muß nichts wiederholen. Im Gegensatz zu vielen Fahrradfahren kannte ich StVO schon 20 vor dem Führerschein. Aber erheiternd zu wissen, dass Du ein Gottvertrauen in Ampeln und vermutlich auch in Bahnschranken hast. Also. immer geradeaus gucken. Grüße vom Horizont (im Kino die besten Plätze)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.02.2025 22:09 von GraphXBerlin.
Zitat
GraphXBerlin
Im Gegensatz zu vielen Fahrradfahren kannte ich StVO schon 20 vor dem Führerschein.

Nutzt nur nichts, wenn dann trotzdem Rotlichtverstöße begangen werden.

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Ich weiß, dass Du in deinem Leben stets fehlerlos bist/warst.
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Tagesspiegel

Die Ignoranz des Notwendigen eint Spranger mit Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU). Mag sein, dass mit deren bisher nicht veröffentlichtem „Verkehrssicherheitsprogramm 2030“ auch Sinnvolles gelingt wie die verbindliche Entschärfung von Unfallschwerpunkten. Aber die weiteren Ankündigungen machen wenig Hoffnung: Verstärkte Verkehrserziehung von Kindern und den dramatisch häufig von Unfällen betroffenen Senioren etwa. Es ist Konsens in der Fachwelt, dass Kinder bis zum Grundschulalter kognitiv gar nicht in der Lage sind, mit schnellem Autoverkehr zurechtzukommen.

Und es ist absurd, jahrzehntelang erfahrene Verkehrsteilnehmer zu autogerechtem Verhalten erziehen zu wollen. Wer über 80 ist, wird trotzdem nicht über die Straße rennen oder mit seinem Rollator 500 Meter bis zur nächsten Ampel wandern, um zur Apotheke auf der anderen Straßenseite zu gelangen. Diese Menschen brauchen weder Belehrungen noch Plüschmonster, die ihnen zum Durchatmen raten. Was sie brauchen, sind Mittelinseln und Zebrastreifen in dichter Folge, Ampeln ohne Rotraser und drängelnde Abbieger sowie einen Verkehr, in dem die größten Gefährder – und das sind die Motorisierten – gezähmt werden.

Volle Zustimmung 👍

Einziger Lichtblick: In 1½ Jahren sind wahlen.
Der RBB berichtet über die Inhalte der Pressekonferenz. Immerhin wurde letztes Jahr angeblich mehr geblitzt, und das möchte man angeblich weiter ausbauen (was ich erst glaube, wenn der Haushalt steht).
Zitat
def
Der RBB berichtet über die Inhalte der Pressekonferenz. Immerhin wurde letztes Jahr angeblich mehr geblitzt, und das möchte man angeblich weiter ausbauen (was ich erst glaube, wenn der Haushalt steht).

Danke für den Link.

Man schafft es ja noch nicht einmal annähernd, die Bußgelder einzutreiben! Ich halte das für eine Nebelkerze.
Zumindest steht bei mir in der Gegend regelmäßig so 'ne Knipskiste herum. Ob die funktioniert, habe ich noch nicht ausprobiert. Mehr Blitzer bringen aber natürlich gar nichts, wenn nicht auch die Personallage bei den entsprechenden Stellen angepasst wird.

~~~~~~
Für mehr Ümläüte!
Moin,

heute wurden im Newsletter des Berliner Abgeordnetenhauses die beiden folgenden parlamentarischen Anfragen nebst Anworten zum Deutschlandsemesterticket und zum Berechtigungsnachweis für Sozialhilfeempfänger veröffentlicht (nur Überschriften, da sehr voluminös):

Anfrage der Abgeordneten Kristian Ronneburg und Tobias Schulze (Die Linke) vom 3.2.2025 und Antwort vom 18.2.2025: Stand der Verhandlungen zum Deutschlandsemesterticket in Berlin
Anfrage der Abgeordneten Katina Schubert (Die Linke) vom 3.2.2025 und Antwort vom 19.2.2025: Folgeprobleme im Zuge der Abschaffung des Berlinpasses, des Berechtigungsnachweises und der VBB-Kundenkarte

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Moin,

die Berliner Zeitung berichtet heute auf Seite 5 über zwei parlamentarische Anfragen, die auch heute im Newsletter des Berliner Abgeordnetenhauses veröffentlicht worden sind:

Zitat

Express-Bus X7 mit Tempo 36 am flottesten

BVG: Abwärtstrend bei der Pünktlichkeitsquote

[...] Peter Neumann
.

Online ist der Artikel auch zu finden, allerdings hinter der Bezahlschranke (archive.today hat ihn aber auch schon archiviert).

Hier noch die beiden parlamentarischen Anfragen nebst Antworten (nur Titel, da mit großen Tabellen):

Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (Die Linke) vom 6.2.2025 und Antwort vom 18.2.2025: Wie schnell ist der Bus? (II)
Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (Die Linke) vom 6.2.2025 und Antwort vom 18.2.2025: Wie schnell ist die Straßenbahn? (II)

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Ich habe gerade mal ein wenig im Plenarprotokoll der Abgeordnetenhaussitzung vom 13. Februar gestöbert und bin auf diese Aussage gestoßen (S. 16):

Zitat
Antje Kapek, Grüne
Das [die Streichung der Mittel für ÖPNV-Beschleunigung, Anm.] hat sogar Streikrelevanz, denn wenn die Busse und Bahnen auch nur einen Kilometer pro Stunde im Durchschnitt schneller fahren würden, bräuchte man jeweils 100 Fahrerinnen und Fahrer weniger.

An die Expert:innen hier im Forum: ist das realistisch? Wäre ja eine gute Faustregel.

Das war übrigens auch jene Sitzung, in der Ute Bonde die Realität dermaßen verweigerte, dass es schon wehtut (ab S. 21):

Zitat
Ute Bonde
Es gibt ein geflügeltes Wort: „Nicht gemeckert, ist Lob genug“. Nun erwarte ich von der Opposition weiß Gott kein Lob, aber der Titel und das Thema dieser Aktuellen Stunde entbehren wirklich jeder Grundlage.

[Beifall bei der CDU und der AfD – Sebastian Walter (GRÜNE): Das meinen Sie doch nicht ernst! Wo leben Sie denn?]

Lassen Sie mich vorneweg gern Folgendes klarstellen: Berlin hat deutschlandweit das beste ÖPNV-Netz. 95 Prozent aller Berlinerinnen und Berliner erreichen innerhalb von fünf Minuten die nächste Haltestelle von Bus und Bahn.

[Zuruf von Vasili Franco (GRÜNE)]

Das wiederhole ich gern noch mal: 95 Prozent binnen fünf Minuten.

[Vasili Franco (GRÜNE): Ja, und dann steht man da!]

Krise? Welche Krise?

Die Frau ist wirklich komplett jenseitig. Wirft auch ein bezeichnendes Licht darauf, wie Posten beim VBB vergeben werden. Sicher nicht nach Kompetenz. Sie wird aber noch dreister:

Zitat
Ute Bonde
Frau Kapek, an der Stelle rate ich Ihnen, sich einmal mit den aktuellen Zuverlässigkeits- und Pünktlichkeitswerten auseinanderzusetzen. Dann würden Sie feststellen, wie die Verbesserungen in den letzten Monaten tatsächlich stattgefunden haben.

Klar, erst das Angebot zusammenstreichen (ich bleibe bei meiner These: das bleibt dauerhaft so) und sich dann freuen, dass die Zuverlässigkeit steigt. Vielleicht sollte man einfach alle Linien auf einen Stundentakt umstellen? Dann würde kaum noch Fahrten wegen Personal- oder Fahrzeugmangels ausfallen. Es ist auch solche Realitätsverweigerung, verbunden mit dieser Unaufrichtigkeit und Unehrlichkeit, die Politikverdrossenheit fördert.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.03.2025 08:07 von def.
Zitat
der
Es ist auch solche Realitätsverweigerung, verbunden mit dieser Unaufrichtigkeit und Unehrlichkeit, die Politikverdrossenheit fördert.

Genau so sieht es aus. Aber welche Partei ist denn noch ehrlich? Ehrlichkeit wird bestraft. Die Leute sagen zwar immer, dass sie Ehrlichkeit wollen, aber nur, wenn es Ihnen passt. Wenn die Ehrlichkeit weh tut, wirst du bestraft.
Du sagst deiner Freundin doch auch nicht, dass ihr Kleid scheußlich ist, wenn sie sich darüber freut.
Die Parteien erzählen ihren Wählern, was die hören wollen. Oder es wird ihren Wählern durch permanente Wiederholung eingeredet, dass sie das wollen, was die Partei will und nur das richtig ist.
Am SEZ hat sich ein unverantwortlicher Haltestellenkubus offensichtlich ohne zu schauen (und ohne Arm hebende:n Betreuer:in!) dem richtigen Verkehr in den Weg gestellt. [www.tagesspiegel.de]

Leider war es diesmal nicht dunkel, so dass der übliche Verdächtige nicht die Eltern des Kubus' verantwortlich machen kann. Ich bin gespannt, wen er trotzdem findet, außer natürlich der Person am Steuer.

Zum Glück keine Verletzten, vor einiger Zeit wurde bei einem ähnlichen Unfall in München ein 18-Jähriger getötet.
Ich vermute, der Kubus war erstarrt vom Licht und hat sich erst zur reflexartigen Flucht entschieden als es praktisch schon zu spät war.
Dieses Verhalten ist besonders bei wild lebenden Kuben zur Paarungszeit ein Problem.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.03.2025 07:54 von Wutzkman.
@def
Tagesspiegel-Abo? War hier doch verpöhnt. Du kannst vor Freude die Arme heben (auch im dunkeln)
Potsdam erhöht die Gebühren für Anwohnerparken.
Potsdam erhöht die Gebühren für Anwohner:innen-Parken von 30 auf 145 Euro. Die letzte Erhöhung war 1993...

Der Artikel geht dann auch auf die Diskussion in Berlin ein und verlinkt eine Überblickskarte über alle Anwohner:innen-Parkzonen. Eigentlich ziemlich erschütternd, in welch' kleinem Anteil der Stadtfläche das Lagern von vierrädrigem Privateigentum im Straßenraum überhaupt etwas kostet (selbst wenn man gedanklich Wald- und Forstgebiete sowie Wasserflächen hinausrechnet). In vier Bezirken (Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg, Reinickendorf) gibt es überhaupt keine Parkraumbewirtschaftung. Zum Vergleich - und zur Freude meines Lieblingsusers - mal die Karte mit den Kurzparkzonen in Wien.

Ebenfalls im verlinkten RBB-Artikel interessant: die jährlichen Kosten für Anwohner:innen-Parken in den zehn größten deutschen Städten. Berlin ist mit Abstand am günstigsten, in Düsseldorf (Platz 9) ist es immerhin mit 50 Euro pro zwei Jahre gut 2,5 mal so teuer.

Was lernen wir daraus?

1. (mal wieder) Es gibt keine Haushaltskrise.
2. Es gibt in den meisten Teilen der Stadt keinen Parkdruck.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.03.2025 22:11 von def.
Zitat
def
Potsdam erhöht die Gebühren für Anwohner:innen-Parken von 30 auf 145 Euro. Die letzte Erhöhung war 1993...

Der Artikel geht dann auch auf die Diskussion in Berlin ein und verlinkt eine Überblickskarte über alle Anwohner:innen-Parkzonen. Eigentlich ziemlich erschütternd, in welch' kleinem Anteil der Stadtfläche das Lagern von vierrädrigem Privateigentum im Straßenraum überhaupt etwas kostet (selbst wenn man gedanklich Wald- und Forstgebiete sowie Wasserflächen hinausrechnet). In vier Bezirken (Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg, Reinickendorf) gibt es überhaupt keine Parkraumbewirtschaftung.

Was lernen wir daraus?

1. (mal wieder) Es gibt keine Haushaltskrise.
2. Es gibt in den meisten Teilen der Stadt keinen Parkdruck.

Ich muss nochmal daran erinnern, dass es in Frohnau in der Gegend um den S-Bahnhof mal eine Parkzone gab, die aber von einem Anwohner wieder weggeklagt wurde, weil es dort keinen ausreichenden Parkdruck gibt.
Ganz so einfach ist das (leider) nicht. Da machen die Gerichte nicht mit.
Zitat
DerMichael
Ganz so einfach ist das (leider) nicht. Da machen die Gerichte nicht mit.

Die Gerichte urteilen aber auch Grundlage beschlossener Gesetze. Was haben schwarze und rote CDU denn bisher getan, um die Rechtslage zu verändern, z.B. im Bundesrat?
Zumindest gegen eine Erhöhung der vorhandenen Gebühren dürfte das Urteil aber nicht sprechen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.03.2025 22:18 von def.
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