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Verkehrspolitik in Berlin
geschrieben von krickstadt 
Für den Besitzer eines Anwohnerparkausweises gibts aber auch keine Parkplatzgarantie.
Nur die Möglichkeit bzw Erlaubnis, in einen bestimmten Bereich der Stadt ohne weitere Zusatzkosten zu parken.
Mit der Umweltkarte kann man immerhin Bus und Bahnfahren, egal wo, wann und wieso.

___
Gute Nacht, Forum!
Ich selber wohne nicht in einer Parkzone. Bei uns ist es seit Jahren so das der Firmentransporter mitgebracht wird und natürlich auch am Wochenende, dazu der Privatwagen und der Wagen des Sohnes vielleicht auch noch. Wenn das 10 Leute in der Straße machen hat man verloren. Es sollte wirklich pro Haushalt nur ein Fahrzeug erlaubt sein.
Zitat
Der Fonz
Für den Besitzer eines Anwohnerparkausweises gibts aber auch keine Parkplatzgarantie.
Wird es auch nie geben, weil es dafür keine Rechtsanforderung gibt. Genauswenig wie für einen Platz in der Ringbahn um 8 Uhr am Montag, wenn eine davor ausgefallen ist. Oder einen Platz im ICE von Köln nach Berlin am Ostermontag um 14 Uhr.
Angebot <-> Nachfrage.

Das Problem beim Parken ist (ich hatte es vor einigen Seiten verlinkt*), dass es beim Thema Parkplätze "Marktversagen" gibt.

Selbst der neue, diskutierte Preis wird nicht dazu führen, dass sich private Parkplätze rechnen, also ein Markt dafür entstehen kann.
Lieber drehen die Leute ihre Kreise und schimpfen über zu wenige Parkplätze als einen marktgerechten Preis dafür zu bezahlen (dann mit Platzgarantie!). Wenn dies so unheimlich wichtig wäre, würden die privaten Parkhäuser, -plätze und Tiefgaragen voll sein. Ist es aber augenscheinlich nicht.


*kostenpflichtig [www.zeit.de]
Zitat
LariFari
Ich hab dann mal tief Luft geholt, freundlich gelächelt und gesagt: Leute, mal rechnen. 240 € für zwei Jahre, das sind gerade mal 10 € im Monat, also ca. 33 Cent pro Tag. Weniger als ein Kaffee, weniger als das, was ihr jeden Monat für Netflix, Disney Plus oder andere Abos zahlt. Und Besucher:innen zahlen in Friedrichshain für eine Stunde Parken locker 2 €.

Letzteres ist schon lange her. Inzwischen werden in der größten Friedrichshainer Zone 50 längst 4 € pro Stunde gefordert. Mit Ausnahme sonntags und in den Nachtstunden ab Mitternacht, da sich für diese Arbeitszeiten kein Kontrollpersonal finden lässt. Ein VBB-Einzelfahrschein für die doppelte Zeit (2 Stunden) kostet noch weniger.
Mal spontan beim jungen Glück für einen Abend Babysitten macht über 20 Euro in Münzen, da Eurobanknoten nicht angenommen werden.

Parkraum ist trotzdem knapp, denn zum Anwohnersonderpreis können Leute ihre fahruntüchtigen Gurken für ein paar Cent pro Tag ganz offiziell dauerparken.

so long

Mario
Ich habe mal gehört, dass man auch ohne Bargeld die Parkgebühren bezahlen kann, abgesehen davon, dass man für die Anreise zum Babysitten auch andere Verkehrsmittel als das Auto nehmen könnte.

Aber um das Problem der "hohen" Parkgebühren zu lösen, würde ich vorschlagen einfach alle öffentlich Parkplätze abzuschaffen, dann kann jeder auf seinem privaten Grund Parkplätze nach Angebot und Nachfrage zu passenden Preisen anbieten und die öffentliche Fläche kann für sinnvolle Zwecke, z. B. Straßenbahngleise, Busspuren oder Fahrradwege genutzt werden.

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Ich hab nen Bus und meine Busfahrerin heißt Layla, sie fährt schöner, schneller, weiter.
Zitat
der weiße bim
Zitat
LariFari
Ich hab dann mal tief Luft geholt, freundlich gelächelt und gesagt: Leute, mal rechnen. 240 € für zwei Jahre, das sind gerade mal 10 € im Monat, also ca. 33 Cent pro Tag. Weniger als ein Kaffee, weniger als das, was ihr jeden Monat für Netflix, Disney Plus oder andere Abos zahlt. Und Besucher:innen zahlen in Friedrichshain für eine Stunde Parken locker 2 €.

Letzteres ist schon lange her. Inzwischen werden in der größten Friedrichshainer Zone 50 längst 4 € pro Stunde gefordert. Mit Ausnahme sonntags und in den Nachtstunden ab Mitternacht, da sich für diese Arbeitszeiten kein Kontrollpersonal finden lässt. Ein VBB-Einzelfahrschein für die doppelte Zeit (2 Stunden) kostet noch weniger.
Mal spontan beim jungen Glück für einen Abend Babysitten macht über 20 Euro in Münzen, da Eurobanknoten nicht angenommen werden.

Parkraum ist trotzdem knapp, denn zum Anwohnersonderpreis können Leute ihre fahruntüchtigen Gurken für ein paar Cent pro Tag ganz offiziell dauerparken.

Die zeitliche Festlegung bis Mitternacht dient dazu, Besucher der ganzen Kneipen, Gastronomie etc. von der Nutzung des Autos abzuhalten. Die stärkste Nachfrage nach Parkraum findet in derartigen Quartieren in den Abendstunden statt. Dies wurde bereits mannigfach untersucht, was auch gesetzlich zwingend für die Genehmigung einer Parkraumbewirtschaftung erforderlich ist. Nach Mitternacht ist diese Relevanz nicht mehr so gegeben, da kommen nur noch sehr wenige neue Kneipenbesucherinnen und -besucher von außerhalb dazu. Auch besteht an Sonntagen dieser extern verursachte Parkdruck bei weitem nicht, daher keine Gebühr. Die angebliche Anpassung der Bewirtschaftungszeiten an das verfügbare Personal gehört daher in das Reich der Legenden. Diese ganze Diskussion gab es schon vor etlichen Jahren, als im Prenzlauer Berg die Parkraumbewirtschaftung / Anwohnerparken eingeführt wurde. In der ersten Zeit gab es tatsächlich auch Personalmangel, so dass nur bis 20 oder 22:00 Uhr überwacht wurde. Als dies auch kommuniziert wurde, konnte man sofort erkennen, wie fast minutengenau ab den genannten Zeiten wieder jede Ecke zugeparkt wurde. Erst mit der (wie anfangs geplanten) Ausweitung der Überwachung bis 24:00 Uhr hat sich das gelegt.

Der Anteil der Babysitterinnen und Babysitter, die mit dem Auto unterwegs sind, dürfte insgesamt sehr gering sein. Das ist ein typischer Job für Schüler und Studenten, also Bevölkerungsgruppen, die weit unterdurchschnittlich über ein Auto verfügen. Auch ist es in diesem Job nicht üblich und erforderlich, größere Gerätschaften oder Ähnliches mit sich zu führen u.s.w. Und erst recht ist es gerade in derartigen Stadtteilen zu den üblichen Babysitterzeiten eben kaum möglich, einen freien Parkplatz zu finden: eine pünktliche Anfahrzeit ist kaum kalkulierbar.
Das Framing, dass vor allem Menschen mit geringer bezahlten Jobs besonders auf das Auto angewiesen sind, verfängt auch hier nicht. Alle Statistiken zeigen, dass diese eben unterdurchschnittlich das Auto für den Arbeitsweg nutzen - für diese Bevölkerungsgruppen sind Investitionen in einen guten ÖPNV (auch in Randzeiten) deutlich wirksamer, als Diskussionen um die Illusion überall kostenloser freier Parkplätze.

Ach ja, auch in Berlin lässt sich ein Parkticket längst online bezahlen. Die Zeiten ändern sich eben...
Zitat
TomB
Zitat
Der Fonz
Für den Besitzer eines Anwohnerparkausweises gibts aber auch keine Parkplatzgarantie.
Wird es auch nie geben, weil es dafür keine Rechtsanforderung gibt. Genauswenig wie für einen Platz in der Ringbahn um 8 Uhr am Montag, wenn eine davor ausgefallen ist. Oder einen Platz im ICE von Köln nach Berlin am Ostermontag um 14 Uhr.
Angebot <-> Nachfrage.

Umgedreht gibt es ja Anwohner:innenparken und Parkgebühren nur dort, wo überhaupt eine gewisse Nachfrage besteht. Übertragen auf den ÖV hieße das: z.B. sonntags um 7 Uhr ist die Benutzung des ÖV fast flächendeckend kostenlos.

Zitat
TomB
Das Problem beim Parken ist [...], dass es beim Thema Parkplätze "Marktversagen" gibt.

Selbst der neue, diskutierte Preis wird nicht dazu führen, dass sich private Parkplätze rechnen, also ein Markt dafür entstehen kann.
Lieber drehen die Leute ihre Kreise und schimpfen über zu wenige Parkplätze als einen marktgerechten Preis dafür zu bezahlen (dann mit Platzgarantie!). Wenn dies so unheimlich wichtig wäre, würden die privaten Parkhäuser, -plätze und Tiefgaragen voll sein. Ist es aber augenscheinlich nicht.

Dazu eine Erfahrung aus Wien, das vor einiger Zeit fast flächendeckend (außer in ein paar Waldgebieten) das Parkpickerl eingeführt hat, also eine Mischung aus Anwohner:innenparken und Gebühren für Kurzzeitparken. Man war leider nicht mutig genug, weder bei den Gebühren fürs Anwohner:innenparken (10 Euro pro Monat, also das, was Auto-Ute auch für Berlin vorsieht) noch bei der Größe der Parkzonen - letztere umfassen in der Regel den gesamten Bezirk; der 22. Bezirk ist dabei mit 100 km² ungefähr so groß wie Steglitz-Zehlendorf, größer als Spandau und Reinickendorf...

Folge: zunächst wurden merklich weniger Autos auf der Straße geparkt, weil Pendler:innen aus anderen Bezirken und vor allem dem Umland ihre Autos nicht mehr abgestellt haben. So weit so gut. Das bekamen aber viele mit, die bisher einen Garagenparkplatz gemietet haben, und kündigten diesen, um ihr Auto viel günstiger auf der Straße abzustellen. Der Herr von der DUH in der "Abendschau" hatte also völlig recht: eine Lenkungswirkung gibt es bei einem Preis von 10 Euro pro Monat noch nicht, weshalb sie 360 Euro fordern. Und, das sei nach der Wiener Erfahrung ergänzt: natürlich sollte das keine günstige Park-Jahreskarte für den gesamten Wohnbezirk sein, sondern fürs eigene Wohngebiet. Da wäre gerade beim Anwohner:innenparken dann statt einer pauschalen Zone ein 500-m-Radius um den Wohnsitz sinnvoller.

Apropos "Markt": es gibt da ja eine Partei, die sich ganz der Eigenverantwortung und den Märkten verschrieben hat. Die Älteren werden sich erinnern: die FDP. Nur gelten diese Prinzipien für die FDP offensichtlich nicht, wenn ihre Kernklientel Nachteile hat. In Wien hat bei der Einführung des fast flächendeckenden Parkpickerls deren Schwesterpartei, die Neos, mitregiert - und tut dies immer noch, bei der Wahl zwischendurch hat sie sogar von 7,x auf 10 Prozent zugelegt.

Sie hat auch nicht das Parkpickerl bekämpft, sondern fordert eine progressive Verkehrspolitik mit der Förderung von ÖV, Rad- und Fußverkehr. Obwohl (oder gerade weil?) sie auf österreichischer Bundes- und auf Wiener Landesebene mitregiert, steht sie in Umfragen recht konstant bei 10 Prozent. Wo die FDP steht, muss ich wohl nicht erwähnen.

Vielleicht, nur vielleicht, gibt es durchaus ein Potential für pragmatische, seriöse* und konstruktive* liberale Politik, die Werte wie Eigenverantwortung und Marktwirtschaft auch dann hochhält, wenn die eigene Klientel Nachteile hat.

Zitat
Ingolf
Das Framing, dass vor allem Menschen mit geringer bezahlten Jobs besonders auf das Auto angewiesen sind, verfängt auch hier nicht.

Übrigens auch etwas, das mich ziemlich nervt: gerade von konservativer Seite wird gern bei jeder Gelegenheit auf arme Menschen eingeprügelt und diese als Quell allen Übels dargestellt. Aber wenn es darum geht, eigene Privilegien zu rechtfertigen und zu verteidigen, schiebt man sie vor.

_____
* Die Einschätzungen "seriös" und "konstruktiv" leite ich natürlich nicht aus ihrer Verkehrspolitik ab, sondern aus dem Auftreten der Neos in Regierungen und vor allem auch im Wahlkampf. Auf Sachebene angriffig, aber sie würden nie mit Blödsinn wie einer pauschalen Schelte wie linksgrüner Diktatur!!!1! "argumentieren".



6 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.08.2025 10:04 von def.
Zitat
Der Fonz
[...]
Mit der Umweltkarte kann man immerhin Bus und Bahnfahren, egal wo, wann und wieso.

Nö, kann "man" nicht. Abgesehen von der Ungültigkeit in manchen Zügen und Bussen, gibt es nicht immer das passende Angebot und oben drauf kommen noch Baustellen, Störungen und zeitweise Überfüllungen, die eine Mitfahrt verunmöglichen. Manche Angebote sind zudem Zuschlagspflichtig.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Tagesspiegel
In Friedrichshain haben Unbekannte mehrere Poller geklaut, die Durchgangsverkehr aus Wohnstraßen fernhalten sollen. Laut Strafgesetzbuch dürfte das Diebstahl sein oder Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Sachbeschädigung eher nicht, weil die Poller mit einem speziellen Schlüssel gelöst wurden, den man nicht einfach kaufen kann. Die CDU-Fraktionschefin in der BVV, Ulrike von Rekowsky, deklarierte die Aktion als folgerichtigen „Bürgerprotest“, denn „wer die Bürger ignoriert, erntet Widerstand. Der Poller-Diebstahl war absehbar.“

Das kann man so sehen als Bezirksverordnete. Aber was macht Frau von Rekowsky eigentlich beruflich? Sie leitet das Straßen- und Grünflächenamt Charlottenburg-Wilmersdorf.

[checkpoint.tagesspiegel.de]



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.08.2025 18:33 von marc-j.
Ein Sticker "Parke nicht auf meinen Wegen" bei einem Falschparker ist natürlich dann Sachbeschädigung, nicht "Bürgerprotest" :D


Es muss schon genau hingeschaut werden!!!!!!111elf
Zitat
def
Aute Bonde träumt mal wieder von Stettners Magnetschwebebahn, diesmal vom ICC zum BER über der Autobahn. Noch 400 Tage bis zur Abgeordnetenhauswahl...

Ach, das ICC und den BER mit einer Bahnstrecke zu verbinden, ist doch eine tolle Idee. Man könnte dafür die westlichen Enden der Linien S45 und S46 tauschen, aber man kann natürlich auch hunderte Millionen in eine nicht kompatible parallele Neubaustrecke stecken. ("investieren" passt angesichts des potenziellen Nutzens nicht so wirklich)

Auch, um den LKW-Verkehr um die Stadt zu leiten, einen Autobahnring um Berlin zu bauen, ist eine interessante Idee. Sogar so interessant, dass es diesen schon seit Jahrzehnten gibt. Und dann noch Güterumschlagzentren in dem Bereich? Super, aber gibt es auch reichlich.
Brachliegendes Gebäude mit dem Flughafen per Magnetbahn verbinden geht bei der CDU immer. Eigentlich war das ja immer Tempelhof. Nunja, Frau Bonde aus Westend kommt halt häufiger am ICC vorbei.
Zitat
Lopi2000

Ach, das ICC und den BER mit einer Bahnstrecke zu verbinden, ist doch eine tolle Idee. Man könnte dafür die westlichen Enden der Linien S45 und S46 tauschen, aber man kann natürlich auch hunderte Millionen in eine nicht kompatible parallele Neubaustrecke stecken. ("investieren" passt angesichts des potenziellen Nutzens nicht so wirklich)

Auch, um den LKW-Verkehr um die Stadt zu leiten, einen Autobahnring um Berlin zu bauen, ist eine interessante Idee. Sogar so interessant, dass es diesen schon seit Jahrzehnten gibt. Und dann noch Güterumschlagzentren in dem Bereich? Super, aber gibt es auch reichlich.

Ja, wirklich spannend. Neben der S-Bahn liegen ja auch noch die Ring-Ferngleise und warten auf ihre Elektrifizierung (parallel zur Autobahn). Mit einer neuen Verbindungskurve in Südkreuz bekäme man die Züge sogar via Dresdener Bahn zum BER. Aber das ist natürlich nicht so "innovativ" wie "einfach" über die Autobahn zu bauen. Bei den ganzen Brücken und Tunneln stelle ich mir das auch sehr interessant vor. Natürlich auch wieder der Traum vom Pre-Check-In. Wie immer das funktionieren soll, denn das Gepäck müsste dann natürlich schon im ICC seine Sicherheitsbehandlung bekommen.

Dass die GVZ alle um Berlin herum lägen, ist auch eine interessante Behauptung. Ich ging ja eigentlich davon aus, die BEHALA wäre eine Landesbeteiligung und wäre Betreiberin eines trimodales GVZ im Westhafen. Die Straße "Am Containerbahnhof" neben dem S-Bahnhof Frankfurter Allee hat den Namen auch nicht aus Spaß, aber auf der Fläche des ehemaligen Containerbahnhofs möchte man ja lieber eine Autobahn Stadtstraße bauen.

Übrigens Verkehrsverlagerung: Vor einer Woche fuhr der letzte "Kaffeezug" aus Neukölln ab. Jacobs lässt den Zug jetzt lieber am Westhafen entladen und fährt dann von dort per LKW in die Neuköllner Rösterei. Auch hier gilt wieder: Mit dem Ringschluss der Fernbahngleise wäre die Anschlussbedienung ab Treptow Güterbahnhof auch etwas einfacher.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
def
Aute Bonde träumt mal wieder von Stettners Magnetschwebebahn, diesmal vom ICC zum BER über der Autobahn. Noch 400 Tage bis zur Abgeordnetenhauswahl...

Komisch nur, dass selbst Städte wie LA, Washington DC, Paris, Liége etc. massiv in diesen "alten Verkehrsträger" investieren. Frau Bonde sollte sich sachkundig machen, bevor sie derlei Unfug vom Stapel lässt... :-(

Hatte der Bögl Max etwa "Nahverkehr" mit Auto-Ute? Wurden ihr von den Bajuwaren sonstige materielle Vergünstigungen in Aussicht gestellt? Oder dient das Ganze etwa "nur" dazu, Kai Wegner einen Anlass für ihre "auf eigenen Wunsch erfolgende" Abberufung zu verschaffen, auf dass sie "unkompliziert" ihre berufliche Wirkungsstätte vom Köllnischen Park zum Potsdamer Platz verlegen kann...?

Viele Grüße
Arnd
Die Wiener "Presse" berichtet heute über ein neues Buch von Devi Sridhar, Professorin für Global Public Health an der University of Edinburgh. Diese kritisiert, dass bei der Frage nach einem langen Leben zu sehr auf das Individuum und sein Verhalten geschaut werde und viel zu wenig auf das Umfeld.

Zitat
Die Presse
Sie nennt nun zehn Faktoren, die für ein hundertjähriges Leben Voraussetzung sind. Diesen könne mit Selbstfürsorge nicht beigekommen werden, meint die Autorin, sie seien ein gesellschaftspolitisches Unterfangen. In dem Buch widmet sie jedem Punkt ein Kapitel: Bewegung, Ernährung, Rauchfreiheit, psychische Gesundheit, Waffengesetze, Verkehrssicherheit, Trinkwasser, Luftqualität, medizinische Versorgung und Lebensfreude.

[...]

Parallel dazu rollt sie auf, wie Umfeld und vor allem Politik Einfluss darauf haben. Etwa beim Thema "Bewegung": Natürlich haben manche Menschen mehr Spaß an Sport als andere oder können sich besser dazu motivieren - aber dann gebe es eben Länder wie die Niederlande. "Die Bevölkerung hier ist europaweit die aktivste." Verantwortlich dafür sei die gute Infrastruktur an Rad- und Fußwegen, die die körperliche Bewegung zur Norm mache.

Zynisch könnte man sagen: nachdem schwarze und rote CDU schon völlig dabei versagen, das Rentensystem an die seit einem halben Jahrhundert vorhersehbare demographische Entwicklung anzupassen, finden sie immerhin andere Wege, es zu entlasten.
Zitat
def
Aute Bonde träumt mal wieder von Stettners Magnetschwebebahn, diesmal vom ICC zum BER über der Autobahn. Noch 400 Tage bis zur Abgeordnetenhauswahl...

Suppi!

Zitat
Ute Bonde
Und mir fällt auch eine Strecke vom ICC zum Flughafen BER ein.

Dann kann ich in der Innenstadt gegebenenfalls schon einchecken oder jedenfalls die Koffer aufgeben.

10 Minuten! Sie steigen in das ICC ein! 10 Minuten!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.08.2025 22:28 von fatabbot.
Ute Bonde will nicht in einen veralteten Verkehrsträger wie die Straßenbahn investieren:

[www.berliner-zeitung.de]

Wer klärt sie auf, dass Ihre geliebte U-Bahn nur unwesentlich jünger ist.
Zitat
M48er
Ute Bonde will nicht in einen veralteten Verkehrsträger wie die Straßenbahn investieren:

[www.berliner-zeitung.de]

Komisch nur, dass selbst Städte wie LA, Washington DC, Paris, Liége etc. massiv in diesen "alten Verkehrsträger" investieren. Frau Bonde sollte sich sachkundig machen, bevor sie derlei Unfug vom Stapel lässt... :-(

Hatte der Bögl Max etwa "Nahverkehr" mit Auto-Ute? Wurden ihr von den Bajuwaren sonstige materielle Vergünstigungen in Aussicht gestellt? Oder dient das Ganze etwa "nur" dazu, Kai Wegner einen Anlass für ihre "auf eigenen Wunsch erfolgende" Abberufung zu verschaffen, auf dass sie "unkompliziert" ihre berufliche Wirkungsstätte vom Köllnischen Park zum Potsdamer Platz verlegen kann...?

Viele Grüße
Arnd
Noch 399 Tage bis zur Abgeordnetenhauswahl...

Beim autonomen Fahren zur Bekämpfung des Personalmangels hat sie ja sogar einen Punkt. Nur: was hat sie denn bisher eigentlich konkret getan, um die Umstellung des U-Bahn-Betriebs auf fahrer:innenlosen Betrieb in die Wege zu leiten? Das wird immerhin Jahre bis Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

Und apropos "langfristige Aufgaben": was hat sie eigentlich bisher getan, damit eine Klimatisierung in der U-Bahn zumindest langfristig möglich ist? Auch dieser Umbau wird Jahrzehnte in Anspruch nehmen, da er eine Lösung erfordert, damit sich die U-Bahn-Tunnel ihrerseits nicht überhitzen. Wenn sie nur halb so visionär wäre wie sie sich hält, würde sie auch gleich überlegen, wie man die Abwärme der Fahrzeuge und Tunnel sinnvoll nutzt.
Dieses Thema wurde beendet.