|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 20.08.2025 15:10 |
Zitat
TomB
Anwohnerparkausweise - bald teurer, dafür in mehreren Zonen gültig.
[www.rbb24.de]
Die Pflege Angehöriger wird als Beispiel genannt, aber ich wette eine Vereinsmitgliedschaft (Ehrenamt!) und der Arbeitsplatz werden weitere Gründe sein.
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 20.08.2025 15:18 |
Zitat
phönix
Falschparken ist eine Ordnungswidrigkeit. Keine Strafe ohne gesetzliche Regelung. Oder kennst Du eine Regelung aus dem Strafgesetzbuch, die das Nichtwarnen des Fahrgastes in Verbindung mit einem Falschparken mit Strafe bedroht? Willst Du ernsthaft jemanden bestrafen, der nach Deiner Meinung ein Fehlverhalten begeht, obwohl dieses nicht unter Strafe steht?
Die Staatsanwaltschaft hat sich hier schon den einzigen Beteiligten als Angeklagten gesucht, der nach dem Gesetz überhaupt zu einer Straftat fähig war, und das war nach dem Strafgesetzbuch der Fahrgast.
Zitat
Philipp Borchert
Willst Du uns erzählen, das Halten auf der Sperrfläche sei kein Fehlverhalten ("nach Deiner Meinung ein Fehlverhalten")?
Fehlverhalten klar ja, aber eben nicht strafbewehrt. Deswegen ist es auch eine Ordnungswidrigkeit.
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 20.08.2025 15:44 |
Zitat
DerMichael
Zitat
TomB
Anwohnerparkausweise - bald teurer, dafür in mehreren Zonen gültig.
[www.rbb24.de]
Die Pflege Angehöriger wird als Beispiel genannt, aber ich wette eine Vereinsmitgliedschaft (Ehrenamt!) und der Arbeitsplatz werden weitere Gründe sein.
Ich finde das Argument: Bei mir draußen am Stadtrand geht das ja nicht, weil es keinen Parkdruck gibt“ eigentlich sehr interessant.
Es sind doch gerade die wohlhabenden Leute vom Stadtrand, die unbedingt mit dem Auto in die Stadt müssen.
Wenn man nun das Anwohnerparken so erweitert, dass dort auch Leute parken können, die da gar nicht wohnen, führt das den Ausdruck „Anwohnerparken“ nicht da absurdum? Denn es hat doch eher den Anschein für mich, dass das der billige Versuch der vermögenden Stadtrandbewohner ist, einen billigen Straßenparkplatz eben auf Kosten der Anwohner zu bekommen, d.h. der Parkdruck in diesen Straßen wird wieder zunehmen. Bisher war dieser ja zumindest bis zur Anzahl der möglichen Anwohner limitiert. Durch diese Regelung wird das Limit aber aufgehoben.
Na ob sich das die autofahrende Wählergruppe der CDU so erhofft hat, die ja eigentlich freies Parken überall forderte?
Das hat doch dann eher etwas von City-Maut. Nicht für die Einfahrt, sondern für das Abstellen der Fahrzeuge.
Meiner Ansicht nach wird sich dieses Konzept als genau das Gegenteil davon entpuppen, als das es gedacht war.
Die Leute vom Stadtrand können jetzt auch zusätzlich in der Innenstadt wieder billig parken, während die Leute aus der Innenstadt kaum einen Grund haben dürften, täglich in den Stadtrand zu fahren.
Es wird also wieder mehr Verkehr induziert, als weniger. Da hat die CDU wieder ihr Ziel erreicht, damit dem Auto nichts weggenommen werden muss.
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 20.08.2025 20:31 |
Zitat
marc-j
Zitat
DerMichael
Zitat
TomB
Anwohnerparkausweise - bald teurer, dafür in mehreren Zonen gültig.
[www.rbb24.de]
Die Pflege Angehöriger wird als Beispiel genannt, aber ich wette eine Vereinsmitgliedschaft (Ehrenamt!) und der Arbeitsplatz werden weitere Gründe sein.
Ich finde das Argument: Bei mir draußen am Stadtrand geht das ja nicht, weil es keinen Parkdruck gibt“ eigentlich sehr interessant.
Es sind doch gerade die wohlhabenden Leute vom Stadtrand, die unbedingt mit dem Auto in die Stadt müssen.
Wenn man nun das Anwohnerparken so erweitert, dass dort auch Leute parken können, die da gar nicht wohnen, führt das den Ausdruck „Anwohnerparken“ nicht da absurdum? Denn es hat doch eher den Anschein für mich, dass das der billige Versuch der vermögenden Stadtrandbewohner ist, einen billigen Straßenparkplatz eben auf Kosten der Anwohner zu bekommen, d.h. der Parkdruck in diesen Straßen wird wieder zunehmen. Bisher war dieser ja zumindest bis zur Anzahl der möglichen Anwohner limitiert. Durch diese Regelung wird das Limit aber aufgehoben.
Na ob sich das die autofahrende Wählergruppe der CDU so erhofft hat, die ja eigentlich freies Parken überall forderte?
Das hat doch dann eher etwas von City-Maut. Nicht für die Einfahrt, sondern für das Abstellen der Fahrzeuge.
Meiner Ansicht nach wird sich dieses Konzept als genau das Gegenteil davon entpuppen, als das es gedacht war.
Die Leute vom Stadtrand können jetzt auch zusätzlich in der Innenstadt wieder billig parken, während die Leute aus der Innenstadt kaum einen Grund haben dürften, täglich in den Stadtrand zu fahren.
Es wird also wieder mehr Verkehr induziert, als weniger. Da hat die CDU wieder ihr Ziel erreicht, damit dem Auto nichts weggenommen werden muss.
Witzigerweise (oder auch nicht) werden ja dann die Leute die tatsächlich aufs Auto angewiesen sind (Pflegedienste, Habdwerk, etc.) tagsüber in der Innenstadt wieder schlechter einen Parkplatz finden
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 21.08.2025 06:28 |
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 21.08.2025 09:54 |
Zitat
DerMichael
Zitat
marc-j
Zitat
DerMichael
Zitat
TomB
Anwohnerparkausweise - bald teurer, dafür in mehreren Zonen gültig.
[www.rbb24.de]
Die Pflege Angehöriger wird als Beispiel genannt, aber ich wette eine Vereinsmitgliedschaft (Ehrenamt!) und der Arbeitsplatz werden weitere Gründe sein.
Ich finde das Argument: Bei mir draußen am Stadtrand geht das ja nicht, weil es keinen Parkdruck gibt“ eigentlich sehr interessant.
Es sind doch gerade die wohlhabenden Leute vom Stadtrand, die unbedingt mit dem Auto in die Stadt müssen.
Wenn man nun das Anwohnerparken so erweitert, dass dort auch Leute parken können, die da gar nicht wohnen, führt das den Ausdruck „Anwohnerparken“ nicht da absurdum? Denn es hat doch eher den Anschein für mich, dass das der billige Versuch der vermögenden Stadtrandbewohner ist, einen billigen Straßenparkplatz eben auf Kosten der Anwohner zu bekommen, d.h. der Parkdruck in diesen Straßen wird wieder zunehmen. Bisher war dieser ja zumindest bis zur Anzahl der möglichen Anwohner limitiert. Durch diese Regelung wird das Limit aber aufgehoben.
Na ob sich das die autofahrende Wählergruppe der CDU so erhofft hat, die ja eigentlich freies Parken überall forderte?
Das hat doch dann eher etwas von City-Maut. Nicht für die Einfahrt, sondern für das Abstellen der Fahrzeuge.
Meiner Ansicht nach wird sich dieses Konzept als genau das Gegenteil davon entpuppen, als das es gedacht war.
Die Leute vom Stadtrand können jetzt auch zusätzlich in der Innenstadt wieder billig parken, während die Leute aus der Innenstadt kaum einen Grund haben dürften, täglich in den Stadtrand zu fahren.
Es wird also wieder mehr Verkehr induziert, als weniger. Da hat die CDU wieder ihr Ziel erreicht, damit dem Auto nichts weggenommen werden muss.
Witzigerweise (oder auch nicht) werden ja dann die Leute die tatsächlich aufs Auto angewiesen sind (Pflegedienste, Habdwerk, etc.) tagsüber in der Innenstadt wieder schlechter einen Parkplatz finden
Und wieder mehr jammern, dass mehr (relativ billige) Parkplätze geschaffen oder auf keinen Fall für Straßenbahnen oder Radwege geopfert werden dürfen!!
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 21.08.2025 10:07 |
Zitat
Marienfelde
Ausnahmeregelungen für bestimmte Beschäftigte im Schichtdienst sind sicher zu rechtfertigen, aber nicht eine womöglich angestrebte Öffnung für alle Berufspendler/innen.
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 21.08.2025 11:40 |
Zitat
Marienfelde
Am Stadtrand wohnen natürlich nicht nur wohlhabende Leute, wenn man sich z.B. mit den Großsiedlungen am Nordostrand, dem Märkischen Viertel, der Gropiusstadt, dem Falkenhagener Feld usw. beschäftigt. Aus meiner Sicht würde ich das Falkenhagener Feld dem Stadtrand zuordnen, den Ortsteil Westend eher nicht. Außerdem: Wohlhabende Leute verfügen womöglich über einen eigenen Parkplatz an ihrem Arbeitsort.
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 21.08.2025 11:50 |
Zitat
DerMichael
Das stimmt natürlich. Aber die weniger wohlhabende Bevölkerung besteht nicht darauf, unbedingt mit dem Auto in die Stadt fahren zu können. Der ÖPNV-Nutzeranteil unter den weniger wohlhabenden Menschen dürfte ein vielfaches höher sein.
Und es geht vermutlich auch darum, den eigenen teuren Parkplatz in der Innenstadt durch einen doch um einiges preiswerteren Anwohnerparkplatz zu ersetzen. Wohlhabende geben nämlich ungern ihr Geld für so etwas aus.
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 21.08.2025 15:44 |
Zitat
DerMichael
Ich finde das Argument: Bei mir draußen am Stadtrand geht das ja nicht, weil es keinen Parkdruck gibt“ eigentlich sehr interessant.
Zitat
DerMichael
Es sind doch gerade die wohlhabenden Leute vom Stadtrand, die unbedingt mit dem Auto in die Stadt müssen.
Zitat
DerMichael
Wenn man nun das Anwohnerparken so erweitert, dass dort auch Leute parken können, die da gar nicht wohnen, führt das den Ausdruck „Anwohnerparken“ nicht da absurdum?
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 21.08.2025 15:47 |
Zitat
DerMichael
Der ÖPNV-Nutzeranteil unter den weniger wohlhabenden Menschen dürfte ein vielfaches höher sein.
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 21.08.2025 16:35 |
Zitat
Alter Köpenicker
Ja, aber ich denke, daß Leute, die gar nicht in so einer bewirtschafteten Parkzone wohnen, keinen Anwohnerparkausweis bekommen werden und die, die einen bekommen, können damit dann auch in einer anderen Zone parken. Das halte ich für relativ vernünftig, da sie ja immer nur einen Parkplatz zur selben Zeit beanspruchen können. Vor allem ist es absurd, wenn mehrere solcher Parkzonen aneinandergrenzen und freie Parkplätze von den Anrainern benachbarter Zonen nicht mitgenutzt werden dürfen.
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 21.08.2025 17:41 |
Zitat
Alter Köpenicker
Ja, aber ich denke, daß Leute, die gar nicht in so einer bewirtschafteten Parkzone wohnen, keinen Anwohnerparkausweis bekommen werden und die, die einen bekommen, können damit dann auch in einer anderen Zone parken. Das halte ich für relativ vernünftig, da sie ja immer nur einen Parkplatz zur selben Zeit beanspruchen können.
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 22.08.2025 03:01 |
Zitat
DerMichael
Zitat
Alter Köpenicker
Ja, aber ich denke, daß Leute, die gar nicht in so einer bewirtschafteten Parkzone wohnen, keinen Anwohnerparkausweis bekommen werden
Das meine ich doch: wenn demnächst Leute, die in parkraumfreien Außenbezirken die Möglichkeit haben, in der Innenstadt einen Anwohnerparkausweis zu bekommen, [...]
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 22.08.2025 08:46 |
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 22.08.2025 11:11 |
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
DerMichael
Zitat
Alter Köpenicker
Ja, aber ich denke, daß Leute, die gar nicht in so einer bewirtschafteten Parkzone wohnen, keinen Anwohnerparkausweis bekommen werden
Das meine ich doch: wenn demnächst Leute, die in parkraumfreien Außenbezirken die Möglichkeit haben, in der Innenstadt einen Anwohnerparkausweis zu bekommen, [...]
und ich meinte, daß Leute, die in parkraumfreien Außenbezirken wohnen, keinen Anwohnerparkausweis bekommen werden, wozu auch?
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 22.08.2025 11:26 |
Zitat
DerMichael
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
DerMichael
Zitat
Alter Köpenicker
Ja, aber ich denke, daß Leute, die gar nicht in so einer bewirtschafteten Parkzone wohnen, keinen Anwohnerparkausweis bekommen werden
Das meine ich doch: wenn demnächst Leute, die in parkraumfreien Außenbezirken die Möglichkeit haben, in der Innenstadt einen Anwohnerparkausweis zu bekommen, [...]
und ich meinte, daß Leute, die in parkraumfreien Außenbezirken wohnen, keinen Anwohnerparkausweis bekommen werden, wozu auch?
Warum sollten die unter Bondes Idee keinen Ausweis bekommen, wenn sie den für die Innenstadt beantragen, wenn sie da arbeiten? Darum geht es der CDU doch gerade: dass man auch da einen Ausweis bekommt, wo man arbeitet oder sich regelmäßig aufhält (Z.B. beim Business Club).
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 22.08.2025 11:35 |
Zitat
Nemo
Kann der Senat eigentlich die Parkraumbewirtschaftung abschaffen? Und warum macht er es nicht einfach, wenn er für jeden Autofahrer eine Ausnahme möchte? Diese Idee scheint mir in erster Linie Verwaltungsaufwand zu generieren.
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 22.08.2025 13:51 |
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Latschenkiefer
Zitat
TomB
Anwohnerparkausweise - bald teurer, dafür in mehreren Zonen gültig.
[www.rbb24.de]
Die Pflege Angehöriger wird als Beispiel genannt, aber ich wette eine Vereinsmitgliedschaft (Ehrenamt!) und der Arbeitsplatz werden weitere Gründe sein.
Es ist nur eine "Idee" von Frau Bonde und dient vermutlich lediglich dazu, die Diskussion von der Erhöhung der Parkgebühren abzulenken.
Genau so eine "Idee" wie Tempo 50 vor Schulen und Kitas oder in zehn Minuten in das ICC einzusteigen, um am BER das Gate zu finden. Ist diese Frau eigentlich noch zu mehr als nur geistigen Totgeburten in der Lage? Wo bleibt eigentlich die Planauslage für Mahlsdorf? Wie geht es am Ostkreuz bzw. in Friedrichshain konkret weiter? Was machen die LSA-Vorrangschaltungen? Erteilt der Aufgabenträger DB InfraGO den verbindlichen Auftrag, hinreichend Ersatzteile für LST-Anlagen der S-Bahn vorzuhalten...?
Es ist ja nun nicht so, dass es hierzustadt keine realen Probleme gäbe, um die sich die Hausleitung der Senatsverkehrsverwaltung kümmern könnte. Braucht der Bögl Max denn keine Prokuristin, Handlungsreisende, Hausdame oder so?
|
Re: Verkehrspolitik in Berlin 22.08.2025 14:16 |
Zitat
Wutzkman
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Latschenkiefer
Zitat
TomB
Anwohnerparkausweise - bald teurer, dafür in mehreren Zonen gültig.
[www.rbb24.de]
Die Pflege Angehöriger wird als Beispiel genannt, aber ich wette eine Vereinsmitgliedschaft (Ehrenamt!) und der Arbeitsplatz werden weitere Gründe sein.
Es ist nur eine "Idee" von Frau Bonde und dient vermutlich lediglich dazu, die Diskussion von der Erhöhung der Parkgebühren abzulenken.
Genau so eine "Idee" wie Tempo 50 vor Schulen und Kitas oder in zehn Minuten in das ICC einzusteigen, um am BER das Gate zu finden. Ist diese Frau eigentlich noch zu mehr als nur geistigen Totgeburten in der Lage? Wo bleibt eigentlich die Planauslage für Mahlsdorf? Wie geht es am Ostkreuz bzw. in Friedrichshain konkret weiter? Was machen die LSA-Vorrangschaltungen? Erteilt der Aufgabenträger DB InfraGO den verbindlichen Auftrag, hinreichend Ersatzteile für LST-Anlagen der S-Bahn vorzuhalten...?
Es ist ja nun nicht so, dass es hierzustadt keine realen Probleme gäbe, um die sich die Hausleitung der Senatsverkehrsverwaltung kümmern könnte. Braucht der Bögl Max denn keine Prokuristin, Handlungsreisende, Hausdame oder so?
Gemach, Gemach. Wenn wir erstmal die Schwebebahn haben, braucht es diese anderen bürgerlichen Kinkerlitzchen nicht mehr.