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Verkehrspolitik in Berlin
geschrieben von krickstadt 
Ich sehe das als das typische Geschwätz der SPD, da sie hinten immer heimlich das Gegenteil macht, was sie nach außen verspricht.
Wenn die SPD verspricht, Tempo30 vor Schulen umzusetzen, kann man schon fast davon ausgehen, dass Frau Spranger, sollte sie Innensenatorin bleiben, das bestimmt nicht durchsetzen wird.
Zitat
DerMichael
Der Fehler liegt in deiner Argumentation: die Bahn baut, was bestellt wird. Würde das Land dort bei der Bahn ein Fahrradparkhaus bestellen und die Finanzierung dafür sicherstellen, würde die Bahn dieses Parkhaus auch auf ihren Flächen bauen, wenn nichts dagegen spricht. Aus eigenen Stücken baut die Bahn gar nichts.

Na sag ich doch: letzten Endes muss jemand nicht bloß wenig Geld in die Hand nehmen. Und dieser jemand ist der Berliner Steuerzahler. Und wenn das Land Berlin mit 80 Fahrradständern für ein paar zehntausend Euro auf eigenem Grundstück eine Entspannung der Abstellsituation erreichen kann, warum sollte das Parlament dann mehrere oder viele Millionen für den Bau auf einem Fremdgrundstück ausgeben?
Zitat
phönix
Und wenn das Land Berlin mit 80 Fahrradständern für ein paar zehntausend Euro auf eigenem Grundstück eine Entspannung der Abstellsituation erreichen kann, warum sollte das Parlament dann mehrere oder viele Millionen für den Bau auf einem Fremdgrundstück ausgeben?
Weil in einem Parkhaus auch Menschen ihr Fahrrad abstellen, das ein paar Euro mehr gekostet hat und in Fahrradständern Diebstahl und Vandalismus befürchten, und ihr Rad deswegen bisher in der Bahn mitnehmen oder gleich mit dem Auto fahren. Aber du hast insofern recht, dass der aktuelle Senat weder an einer Entlastung der Straßen durch weniger Autos, noch an besseren Zuständen in den Bahnen durch weniger Räder in den Zügen in den Stoßzeiten interessiert ist. Von daher ist es schon ein großzügiger Akt, wenn das Land Fahrradständer auf Grundstücken ausweist, auf denen man ansonsten mindestens zwei Autos abstellen könnte...
Zitat
phönix
Zitat
DerMichael
Der Fehler liegt in deiner Argumentation: die Bahn baut, was bestellt wird. Würde das Land dort bei der Bahn ein Fahrradparkhaus bestellen und die Finanzierung dafür sicherstellen, würde die Bahn dieses Parkhaus auch auf ihren Flächen bauen, wenn nichts dagegen spricht. Aus eigenen Stücken baut die Bahn gar nichts.

Na sag ich doch: letzten Endes muss jemand nicht bloß wenig Geld in die Hand nehmen. Und dieser jemand ist der Berliner Steuerzahler. Und wenn das Land Berlin mit 80 Fahrradständern für ein paar zehntausend Euro auf eigenem Grundstück eine Entspannung der Abstellsituation erreichen kann, warum sollte das Parlament dann mehrere oder viele Millionen für den Bau auf einem Fremdgrundstück ausgeben?

Wenn man denn wenigstens die 80 vernünftigen Fahrradständer hinstellen würde. Aber z.B. am Hauptbahnhof scheitert man sogar daran. Das Ding ist fast 20 Jahre in Betrieb und es gibt NICHTS, um ein Fahrrad vernünftig gesichert abzustellen.

Bei Autos ist es übrigens gar kein Problem, sehr viel Geld auszugeben (= Tiefgarage, die dann halb leer steht). Da meckert der Phönix nicht, oder?
Zitat
phönix
Zitat
DerMichael
Der Fehler liegt in deiner Argumentation: die Bahn baut, was bestellt wird. Würde das Land dort bei der Bahn ein Fahrradparkhaus bestellen und die Finanzierung dafür sicherstellen, würde die Bahn dieses Parkhaus auch auf ihren Flächen bauen, wenn nichts dagegen spricht. Aus eigenen Stücken baut die Bahn gar nichts.

Na sag ich doch: letzten Endes muss jemand nicht bloß wenig Geld in die Hand nehmen. Und dieser jemand ist der Berliner Steuerzahler. Und wenn das Land Berlin mit 80 Fahrradständern für ein paar zehntausend Euro auf eigenem Grundstück eine Entspannung der Abstellsituation erreichen kann, warum sollte das Parlament dann mehrere oder viele Millionen für den Bau auf einem Fremdgrundstück ausgeben?

Weil das nunmal so läuft: wenn Berlin die Stammbahn wieder aufbauen möchte, dann natürlich auch auf bahneigenen Grundstücken.
Das Fahrradparkhaus in Hermsdorf wurde auch vom Land kofinanziert auf Grundstücken der Bahn gebaut.
[www.berlin.de]

Das Parkhaus wurde übrigens direkt neben dem Abgang des ehemaligen 2. Bahnsteigs errichtet, der heute als Zugang zum P&R Parkplatz genutzt wird und vermutlich mitten auf der späteren Fernbahntrasse der Nordbahn liegt.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.11.2025 23:01 von DerMichael.
Zitat
DerMichael
Ich sehe das als das typische Geschwätz der SPD, da sie hinten immer heimlich das Gegenteil macht, was sie nach außen verspricht.
Wenn die SPD verspricht, Tempo30 vor Schulen umzusetzen, kann man schon fast davon ausgehen, dass Frau Spranger, sollte sie Innensenatorin bleiben, das bestimmt nicht durchsetzen wird.
Ich will zumindest dem SPD-Spitzenkandidaten Krach keine persönlich unredlichen Motive unterstellen und fände es gut, wenn er sich für Verkehrssicherheit für alle und insbesondere für Kinder einsetzen würde.
Wem ich bei dem Thema zu null Prozent glaube, ist dem SPD Fraktionschef und Strippenzieher Raed Saleh. Er passt viele Inhalte aus machtstrategischen Überlegungen an. Wenn er eine Koalition mit der CDU will - wie 2023 -, ist er der Kämpfer für die "leidenden" Autofahrer. Jetzt geht es für ihn um den Wechsel zu Rot-Rot-Grün unter einem SPD-Bürgermeister. Das kann die SPD auch aus einem zweiten Platz hinter der CDU erreichen, wenn sie Gründe benennt, wieso sie mir dieser CDU nicht weitermachen kann. Und da eignet sich die schwache Verkehrspolitik einer unfähigen Senatorin nunmal gut als Story.
Aber diesen zweiten Platz bei der Wahl vor Grünen und Linken muss die SPD erst einmal erreichen. Und da will man halt ein Thema den Grünen wegnehmen, die m.E. deutlich glaubwürdiger gegen Frau Bondes Verkehrspolitik vorgehen könnten. Und Herr Krach spricht sich ja nicht in Gänze gegen die gemeinsame Verkehrspolitik von Schwarz-Rot aus. Er beschränkt sich ja auf das Thema Verkehrssicherheit im Schulumfeld, was ihm gleichzeitig weitere Sympathien einbringen soll (als fürsorglichen Familienvater).
Zitat
Latschenkiefer
Wenn man denn wenigstens die 80 vernünftigen Fahrradständer hinstellen würde. Aber z.B. am Hauptbahnhof scheitert man sogar daran. Das Ding ist fast 20 Jahre in Betrieb und es gibt NICHTS, um ein Fahrrad vernünftig gesichert abzustellen.

Völlig berechtigt. Wenn man sich den modernisierten Bahnhof Salzburg (und auch die dortigen Radabstellanlagen) im Vergleich anschaut, merkt man erst, wie unvollständig und provisorisch der Berliner Hauptbahnhof ist.

Zitat
Latschenkiefer
Bei Autos ist es übrigens gar kein Problem, sehr viel Geld auszugeben (= Tiefgarage, die dann halb leer steht). Da meckert der Phönix nicht, oder?

Ich meckere an dieser Stelle nicht, weil dort ein Parkhaus steht (dass Berlin nicht mal bezahlt hat), sondern weil die Anbindung des HBF 20 Jahre nach Eröffnung durch ÖPNV-Verknüpfung zu anderen Stadtteilen immer noch nicht gut gelungen ist und auch für den dort sicher sehr notwendigen Fahrradabstellbedarf keine Lösungen geschaffen wurden. Berlin verkonsumiert seine Gelder natürlich auch für andere wichtige Dinge, von Sozialarbeit bis Kitas - aber hier würde ich mir manchmal andere Prioritäten wünschen.
Was halt nicht stimmt. Auch das Fahrradparkhaus bezahlt Berlin nicht. Die Gelder kommen aus dem Förderprogramm „Stadt und Land“ des Bundesministeriums für Digitales und Infrastruktur.

Das galt für den innovativen "Testcontainer", der bis vor Kurzem dort stand. Das zukünftige Fahrradparkhaus wird zum großen Teil vom Bund gefördert im Rahmen der "Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland". Der Finanzierungsanteil Berlins beträgt "nur" 27 Prozent. [www.mobilitaetsforum.bund.de]





1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.2025 11:48 von Florian Schulz.
Zitat
Florian Schulz
Was halt nicht stimmt. Auch das Fahrradparkhaus bezahlt Berlin nicht. Die Gelder kommen aus dem Förderprogramm „Stadt und Land“ des Bundesministeriums für Digitales und Infrastruktur.

Das ist eine sehr interessante Information. Auch wenn es jetzt nur 27 % Eigenanteil Berlin sind. War das schon in den vergangenen Jahren der Fall oder ist das neu?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.2025 11:57 von phönix.
Maßnahmen zur Aufwertung des öffentlichen Raums, wie es ein Fahrradparkhaus als ein Baustein nunmal ist, sind eigentlich immer Kofinanzierungen zwischen Gemeinden und höheren Gebietskörperschaften (Land, Bund, EU) in Form von geschaffenen Förderprogrammen, auf die sich Gemeinden bewerben können. Neu ist daran eigentlich nichts.

Nachdem der Bus 240 an den letzten Wochenenden immer wieder planmäßig (!) nicht am Boxhagener Platz hielt, vermutlich weil es dort häufig so aussah: [www.mapillary.com], hat der Bezirk wohl versucht gegenzusteuern und der Bus hält wieder.

Die örtliche CDU hat die Parkplatzvernichtung bereits beweint: [xcancel.com]

Einen Kommentar zur eingestellen Bushaltestelle an so einem wichtigen Ort habe ich nicht gefunden…
Zitat
marc-j
Nachdem der Bus 240 an den letzten Wochenenden immer wieder planmäßig (!) nicht am Boxhagener Platz hielt, vermutlich weil es dort häufig so aussah: [www.mapillary.com], hat der Bezirk wohl versucht gegenzusteuern und der Bus hält wieder.

Die örtliche CDU hat die Parkplatzvernichtung bereits beweint: [xcancel.com]

Einen Kommentar zur eingestellen Bushaltestelle an so einem wichtigen Ort habe ich nicht gefunden…

Für Frau Fabeck zählt nur das Auto. Alle Maßnahmen zur Verkehrssicherheit sind für sie grundsätzlich Anti-Auto. Und es ist auch immer wieder faszinierend, wie Mitglieder der angeblichen Law&Order-Partei plötzlich von Recht und Gesetz nichts mehr wissen wollen, wenn es um das Auto geht. Da billigt diese Dame sogar Straftaten und und definiert Pollerdiebstahl zur (notwendigen) Selbstverteidigung der Autofahrer um. Und wer das nicht glaubt, kann sich ja einfach mal ihre Tweets so durchlesen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Da billigt diese Dame sogar Straftaten und und definiert Pollerdiebstahl zur (notwendigen) Selbstverteidigung der Autofahrer um.
Genauso zu mißbilligen wie Fahrradstreifen eigenmächtig mit weißer Farbe auf die Straße zu pinseln (Radfahrer) oder E-Scooter in Ecken oder den Kanal zu werfen (Fußgänger)
Leute, die sowas tun, identifizieren sich aber vermutlich nicht mit einer ach so gesetzestreuen CDU.

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Für mehr Ümläüte!
Es zieht sich durch alle Parteien, dass einzelne Mitglieder in den sozialen Medien gerne ihre verbalen Fehltritte machen. Da bekleckert sich keiner mit Ruhm.
Die CDU hat einen neuen Dreh gefunden, die miserable Leistung in der Verkehrspolitik den Grünen in die Schuhe zu schieben:

https://www.instagram.com/p/DRR9wE8jWEG/
Lasst uns die Kommentare fluten, was für eine kluge Entscheidung die Grünen da getroffen haben und die CDU nur sauer ist, dass sie mit den Parksäulen nun keine Fußgänger und Radfahrer mehr schikanieren kann.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.11.2025 22:55 von DerMichael.
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Jay
Da billigt diese Dame sogar Straftaten und und definiert Pollerdiebstahl zur (notwendigen) Selbstverteidigung der Autofahrer um.
Genauso zu mißbilligen wie Fahrradstreifen eigenmächtig mit weißer Farbe auf die Straße zu pinseln (Radfahrer) oder E-Scooter in Ecken oder den Kanal zu werfen (Fußgänger)
Die Dame ist nicht irgendeine anonyme "Aktivistin" sondern eine Politikerin. Whataboutism hilft hier nicht weiter.

Zitat
GraphXBerlin
Es zieht sich durch alle Parteien, dass einzelne Mitglieder in den sozialen Medien gerne ihre verbalen Fehltritte machen. Da bekleckert sich keiner mit Ruhm.
Nein, es geht um eine CDU-Politikerin die sich darüber beschwert, dass der Bezirk Versuche unternimmt eine Bushaltestelle von Falschparkern freizuhalten. Wie erfolgreich das sein wird, wird sich zeigen. Neben den Fahrradbügeln kann ja weiterhin in zweiter Reihe geparkt werden, was ja das eigentliche Problem darstellt. Und so wie die Baken aussehen, ist das auch schon geschehen.
Zuletzt wurden ja durch die infraVelo einige Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen errichtet, zuletzt in Neuenhagen: [www.linkedin.com]

264 überdachte Stellplätze, 84 davon gesichert: [www.infravelo.de]
Zitat
Tagesspiegel
Mehr Tempo für die BVG: Wo Busse und Bahnen in Berlin schneller werden sollen

[www.tagesspiegel.de] (€)

Zitat
Tagesspiegel
Auf eine aktuelle Tagesspiegel-Nachfrage, wie weit die vor etwa zwei Jahren erstmals erwähnte Liste inzwischen abgearbeitet sei, antwortet die Verwaltung nur indirekt: Die Sammlung sei „als Dauer-Liste angelegt, sodass nach Abschluss von Maßnahmen neue Maßnahmen nachrücken“.
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