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Verkehrspolitik in Berlin
geschrieben von krickstadt 
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def
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Nukebro
Aber warum nicht Doppeldecker Gelenkbusse?

Gibt es die eigentlich irgendwo im planmäßigen Linienbetrieb? Und selbst wenn es ein, zwei Städte geben sollte - wie viele Straßenbahnsysteme und -stecken wurden in den letzten Jahrzehnten errichtet?

Ich denke, die Forderung nach leistungsstärkeren Bussen ist genauso einzuordnen wie die M-Bahn-Fantastereien: Lösungskompetenz simulieren, um das Naheliegende zu verhindern.

Lustigerweise verhält sich die Spandauer CDU in ihrem Anti-Straßenbahn-Wahn sogar standortschädigend. Vor einiger Zeit meinte sie, wenn die Siemensbahn nach Hakenfelde verlängert werde, bräuchte es die Straßenbahn nicht, auch nicht Richtung Altstadt. Kurz: die Spandauer CDU möchte, dass die Leute zum Einkaufen und in der Freizeit nach Berlin fahren statt in die Altstadt und die Spandau Arcaden. Okay, wenn sie meinen... der geballten Wirtschaftskompetenz in der CDU möchte ich natürlich nicht widersprechen.

In Fürth hat die U-Bahn auch dazu geführt dass die Leute zum Einkaufen nach Nürnberg fahren... Aber das Fürther Straßenbahn-"Netz" war immer sehr auf Nürnberg ausgerichtet...

Aber warum will man in Berlin die Bögl-Bahn bauen? Dachte die Spezl sitzen alle in der CSU...

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Halb-OT:
Sperrung Neue Gertraudenbrücke für Fzg > 3.5 t
[www.rbb24.de]
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Nukebro

Aber warum will man in Berlin die Bögl-Bahn bauen? Dachte die Spezl sitzen alle in der CSU...

Man will sie ja nicht wirklich bauen. Aber als Nebelkerze "man könnte doch" ist sie gut geeignet, um gar nichts ÖPNV-seitig bauen zu müssen.
Zitat
Nukebro
In Fürth hat die U-Bahn auch dazu geführt dass die Leute zum Einkaufen nach Nürnberg fahren

Dabei gibt es doch auch in Fürth eine schöne Einkaufsstraße, sogar mit Nürnberger Pfefferkuchenladen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
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Alter Köpenicker
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Nukebro
In Fürth hat die U-Bahn auch dazu geführt dass die Leute zum Einkaufen nach Nürnberg fahren

Dabei gibt es doch auch in Fürth eine schöne Einkaufsstraße, sogar mit Nürnberger Pfefferkuchenladen.

Aber die Auswahl ist in Nürnberg einfach größer als in Fürth...

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
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Tagesspiegel
Wie berichtet, hatte Bonde den Finanzierungsstopp im Dezember 2024 nach einer Mail eines lokalen CDU-Abgeordneten veranlasst. Den Bezirk, der zwischenzeitlich ein externes Büro mit der Bürgerbeteiligung und Planung beauftragt hatte, informierte sie jedoch erst fünf Monate später darüber – wohl wissend, dass das Büro seine Kosten einklagen würde.

[www.tagesspiegel.de]


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Tagesspiegel
Dem Tagesspiegel liegt jetzt der Prüfvermerk der Abteilung VI der Verkehrsverwaltung exklusiv vor. Daraus geht hervor: Die kommunizierte Zahl von 25 ist falsch, an zwei „Zählstellen“ wurde de facto gar nicht gezählt und eine Schule wurde komplett vergessen.

[www.tagesspiegel.de]



Was zur Hölle ist eig. in der SenMVKU los? Und wie kann es sein, dass die SPD über die Friedrichstrasse RRG „beendet“ aber diesen ganzen Blödsinn (das ist hier ja auch nur ein kleiner Ausschnitt) mitträgt?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.12.2025 13:56 von marc-j.
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marc-j
Und wie kann es sein, dass die SPD über die Friedrichstrasse RRG „beendet“ aber diesen ganzen Blödsinn (das ist hier ja auch nur ein kleiner Ausschnitt) mitträgt?

Das ist halt die größtmögliche Abgrenzung vom früheren Koalitionsfinanzminister: Besser falsch regieren als nicht regieren.
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Lopi2000
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marc-j
Und wie kann es sein, dass die SPD über die Friedrichstrasse RRG „beendet“ aber diesen ganzen Blödsinn (das ist hier ja auch nur ein kleiner Ausschnitt) mitträgt?

Das ist halt die größtmögliche Abgrenzung vom früheren Koalitionsfinanzminister: Besser falsch regieren als nicht regieren.
Der Unterschied ist, Giffey und Saleh wollten RRG um jeden Preis beenden, da war der Anlass egal. Wäre es nicht die Friedrichstraße gewesen, hätte man etwas anderes gefunden. Hochhausbebauung von THF, A113 nach Kreuzberg, U8 nach Buch, irgendwas, das die Grünen nicht mittragen können. Umgekehrt wird man jetzt so ziemlich jede Schweinerei mittragen.
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VvJ-Ente
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Lopi2000
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marc-j
Und wie kann es sein, dass die SPD über die Friedrichstrasse RRG „beendet“ aber diesen ganzen Blödsinn (das ist hier ja auch nur ein kleiner Ausschnitt) mitträgt?

Das ist halt die größtmögliche Abgrenzung vom früheren Koalitionsfinanzminister: Besser falsch regieren als nicht regieren.
Der Unterschied ist, Giffey und Saleh wollten RRG um jeden Preis beenden, da war der Anlass egal. Wäre es nicht die Friedrichstraße gewesen, hätte man etwas anderes gefunden. Hochhausbebauung von THF, A113 nach Kreuzberg, U8 nach Buch, irgendwas, das die Grünen nicht mittragen können. Umgekehrt wird man jetzt so ziemlich jede Schweinerei mittragen.

Ich schätze, die Grünen mit ihrem Drang, etwas zu verändern, waren der Alles-Umsonst-SPD viel zu anstrengend. Die Grünen wollten Veränderung. Aber die SPD will genauso wenig Veränderung wie die CDU. Die will nur noch ihre Ruhe. Dann muss man sich ja selbst anpassen. Und die SPD war mal eine progressive Partei. Lang ists her.
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DerMichael
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VvJ-Ente
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Lopi2000
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marc-j
Und wie kann es sein, dass die SPD über die Friedrichstrasse RRG „beendet“ aber diesen ganzen Blödsinn (das ist hier ja auch nur ein kleiner Ausschnitt) mitträgt?

Das ist halt die größtmögliche Abgrenzung vom früheren Koalitionsfinanzminister: Besser falsch regieren als nicht regieren.
Der Unterschied ist, Giffey und Saleh wollten RRG um jeden Preis beenden, da war der Anlass egal. Wäre es nicht die Friedrichstraße gewesen, hätte man etwas anderes gefunden. Hochhausbebauung von THF, A113 nach Kreuzberg, U8 nach Buch, irgendwas, das die Grünen nicht mittragen können. Umgekehrt wird man jetzt so ziemlich jede Schweinerei mittragen.

Ich schätze, die Grünen mit ihrem Drang, etwas zu verändern, waren der Alles-Umsonst-SPD viel zu anstrengend. Die Grünen wollten Veränderung. Aber die SPD will genauso wenig Veränderung wie die CDU. Die will nur noch ihre Ruhe. Dann muss man sich ja selbst anpassen.

Wobei in den letzten Wochen und Monaten auffällt, dass die sPD auch in der aktuellen Koalition mal wieder Opposition in der Regierung betreibt, wenn auch natürlich folgenlos, die CDU kann trotzdem schalten und walten, wie sie will. Vielleicht ist das Problem viel grundsätzlicher, dass die sPD selbst nicht weiß, was sie möchte. Nur warum soll ich als Wähler es dann wissen oder sie gar wählen? Wundertüten kaufe ich mir bei Bedarf selbst im Supermarkt, dazu brauche ich keine Partei.

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DerMichael
Und die SPD war mal eine progressive Partei. Lang ists her.

Lustigerweise ist die Sozialdemokratie (bewusst allgemeiner formuliert, weil ich nicht nur die deutsche meine) ja auf diese Zeiten besonders stolz, weil wirklich bei vielen Menschen Wohlstandsgewinne und eine Verbesserung der Lebensqualität ankam. Sei es Willy Brandt, sei es Olof Palme oder das Rote Wien. Damals hatten sie aber auch einen Plan, wo es hingehen soll. Heute betreibt die sPD nur noch Besitzstandswahrung - und zwar für die Generationen Ü60. Wer als jemand, der nicht in den nächsten fünf Jahren in Rente oder Pension geht, die sPD wählt, muss schon ausgeprägten Selbsthass besitzen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.12.2025 07:29 von def.
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def
Heute betreibt die sPD nur noch Besitzstandswahrung.

Nicht wirklich, wenn man die Wahlergebnisse zu diesem Besitzstand dazuzählt.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
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Alter Köpenicker
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def
Heute betreibt die sPD nur noch Besitzstandswahrung.

Nicht wirklich, wenn man die Wahlergebnisse zu diesem Besitzstand dazuzählt.

Darauf haben sie halt keinen direkten Einfluss.
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DerMichael
Die Grünen wollten Veränderung. Aber die SPD will genauso wenig Veränderung wie die CDU. Die will nur noch ihre Ruhe.
Parteien sind keine monarchistischen Königshäuser. Am Ende des Tages sind es die Wähler die entscheiden. Die mitunter stärksten Geburtsjahrgänge sind u.a. die Boomer-Generation. Es ist logisch und normal, dass man denen nicht täglich Veränderungen präsentieren kann die die Jugend vielleicht zeitgemäß, überfällig oder hipp findet.
Hier wird ständig über über Parteien hergezogen ohne zu bedenken, dass sie durchaus auch die Meinung und Wünsche der Wähler umsetzen. Die Wähler sind übrigens die Menschen die neben euch wohnen oder denen ihr täglich begegnet. z.B. geht mir dieser permanente anhaltende Umbennenungs-Wahn von Straßen in vorrangig grünen Bezirken höllisch auf den Sack. Einer von vielen Gründen weshalb Wähler Richtung CDU abgedriftet sind.
Zitat
GraphXBerlin
Parteien sind keine monarchistischen Königshäuser. Am Ende des Tages sind es die Wähler die entscheiden. Die mitunter stärksten Geburtsjahrgänge sind u.a. die Boomer-Generation. Es ist logisch und normal, dass man denen nicht täglich Veränderungen präsentieren kann die die Jugend vielleicht zeitgemäß, überfällig oder hipp findet.

Anders sieht es halt aus, bei Veränderungen, die die Wissenschaft seit Jahrzehnten für dringend erforderlich hält und die man trotz drastischer vorhersehbarer Konsequenzen nicht umsetzt, weil die eigenen Wählenden keine Veränderungen wollen.

Zitat
GraphXBerlin
Hier wird ständig über über Parteien hergezogen ohne zu bedenken, dass sie durchaus auch die Meinung und Wünsche der Wähler umsetzen. Die Wähler sind übrigens die Menschen die neben euch wohnen oder denen ihr täglich begegnet. z.B. geht mir dieser permanente anhaltende Umbennenungs-Wahn von Straßen in vorrangig grünen Bezirken höllisch auf den Sack. Einer von vielen Gründen weshalb Wähler Richtung CDU abgedriftet sind.

Ich sehe hier keinen Wahn, sondern gut, wissenschaftlich und meist gerichtsfest begründete einzelne Umbenennungen, zu denen die entsprechenden demokratisch legitimierten Institutionen ihre gesetzliche Kompetenz ausüben. Zu dem Thema Straßennamen gibt es übrigens eine gute Ausstellung, die derzeit in verschiedenen Bezirksmuseen gleichzeitig (mit leichter Anpassung an den jeweiligen Bezirk) zu sehen ist: [umbenennen.berlin] Solange es Straßennamen gibt, die zur Ehrung von Personen, nach denen sie benannt wurden, benannt wurden, ist es eine historische Pflicht, diesen Ehrungsgrund auch vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse regelmäßig zu hinterfragen.
Zitat
GraphXBerlin

Parteien sind keine monarchistischen Königshäuser. Am Ende des Tages sind es die Wähler die entscheiden. Die mitunter stärksten Geburtsjahrgänge sind u.a. die Boomer-Generation. Es ist logisch und normal, dass man denen nicht täglich Veränderungen präsentieren kann die die Jugend vielleicht zeitgemäß, überfällig oder hipp findet.
Hier wird ständig über über Parteien hergezogen ohne zu bedenken, dass sie durchaus auch die Meinung und Wünsche der Wähler umsetzen. Die Wähler sind übrigens die Menschen die neben euch wohnen oder denen ihr täglich begegnet.

Ja aber: die CDU redet ihren Wählern auch ständig ein, was diese zu denken haben. Die Partei bestimmt das Narrativ ihrer Wähler mit Hilfe der befreundeten Medien. Das Grünen-Bashing gegen Habeck kam ja nicht von ungefähr. Die Politik kann ja nicht so falsch gewesen sein, wenn die CDU diese jetzt übernimmt. Es durfte bloß nicht sein, dass die Grünen das Richtige tun. Konnte man letztens bei der Heute-Show auf dem CSU-Parteitag sehen: Lutz van der Horst: „Sagen Sie doch mal „Danke Robert“ für die tollen Ideen“, Antwort CSU-Parteimitglied: „Nein, mir hat die Grünen Politik nicht gefallen“. Lutz van der Horst: „Aber die Union macht doch jetzt genau das, was Habeck wollte, da kann man doch mal Danke sagen“. CSU-Wähler: „Nein, das ist was ganz anderes“.
Von den ganzen anderen Lügen, die die Union ihren Wählern permanent erzählt ganz zu schweigen: den Leuten Angst und Unsicherheit einreden: „Die Grünen wollen dein Steak verbieten!!“, „Die Grünen wollen alle Autos verbieten!!“, „Verbotspartei!!!“ und sich dann als Retter aufspielen: „Wir verbieten Veggiewurst!“, „Wir verbieten den Klimawandel“.

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GraphXBerlin

z.B. geht mir dieser permanente anhaltende Umbennenungs-Wahn von Straßen in vorrangig grünen Bezirken höllisch auf den Sack. Einer von vielen Gründen weshalb Wähler Richtung CDU abgedriftet sind.

Ja, das kostet der Partei mit Sicherheit Stimmen. Genau wie die Gelbhaar-Affäre. Auch der Anspruch, unbedingt eine feministische Partei sein zu wollen, fällt der Partei auf die Füße. „Wir hätten Habeck haben können“ liest man oft in den Kommentaren der Bubble.
Fakt ist aber auch: Ja. Aber die Partei wollte unbedingt eine Frau. Annalena war wichtiger als Robert. Robert war auch in der eigenen Partie nicht so beliebt, wie oft dargestellt wird, weil er eben ein Mann ist und ab und an auch wie ein Alphatier ohne Diskussion handelt, was in der Situation vielleicht auch mal nötig ist. Aber damit stieß er eben auch ein paar Feministinnen vor den Kopf.
Das Problem, was die Grünen haben: anstatt sich erstmal mit dem Spatz in der Hand zufrieden zu geben, muss es immer der Weißkopfseeadler auf dem Horst sein.
Anstatt einem Mann die erste echte Chance als Grünen Kanzler zu geben, der nun wirklich nicht so dumm ist, wie von der CDU und der Presse dargestellt wird, musste es die Frau „aus dem Völkerrecht sein“.
Künast musste unbedingt mit ihrem Veggie-Day um die Ecke kommen. Damit bedient man vielleicht die eigene Bubble, die einen sowieso wählt, verschreckt aber alle anderen potentiellen Wähler, die eben auf soetwas keinen Bock haben und sich zurecht denken, dass es doch wohl wichtigere Dinge gibt, als ein Veggie-Day in der Kantine und Straßennamen, die auch irgendwo zur weniger heroischen Geschichte der Stadt gehören.

Es sind diese permanenten Nebenkriegsschauplätze für die linke Bubble, die die Partei für viele unwählbar macht.

Die Mohrenstraße erzählt ja auch eine gewisse Geschichte: dass dort verschleppte Afrikaner wohnten, die vom Adel auch irgendwie als Belustigung präsentiert wurden, dass man diese Leute damals Mohr nannte, dass der Sarotti-Mohr daher kam, dass Sarotti damals an der Straße ansässig war, usw.
Mit der Umbenennung geht das irgendwie verloren.
Jetzt ist das irgendeine Person wie tausend andere, die man nicht kennt und deren Namen man sich eh nicht behält.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.12.2025 13:29 von DerMichael.
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DerMichael
Das Problem, was die Grünen haben: anstatt sich erstmal mit dem Spatz in der Hand zufrieden zu geben, muss es immer der Weißkopfseeadler auf dem Horst sein.
Anstatt einem Mann die erste echte Chance zu geben, der nun wirklich nicht so dumm ist, wie von der CDU und der Presse dargestellt wird, musste es die Frau „aus dem Völkerrecht sein“.

Diese Argumentation folgt aber vor allem dem Narrativ der befreundeten Medien. Die Grünen hatten bei den letzten Wahlen eher das Problem, dass sie sich "mit dem Spatz" in der Hand zufriedenen gegeben haben und vielen Stammwählenden damit vor den Kopf gestoßen sind. Natürlich kann man als mittlerer von 3 Koalitionspartnern das eigene Wahlprogramm nicht 1:1 umsetzen, was entweder einen Regierungsverzicht oder eine Kompromissbereitschaft erfordert. Zu dieser kam es ja in der Regierungsbeteiligung recht umfassend.

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DerMichael
Künast musste unbedingt mit ihrem Veggie-Day um die Ecke kommen. Damit bedient man vielleicht die eigene Bubble, die einen sowieso wählt, verschreckt aber alle anderen potentiellen Wähler, die eben auf soetwas keinen Bock haben und sich zurecht denken, dass es doch wohl wichtigere Dinge gibt, als ein Veggie-Day in der Kantine und Straßennamen, die auch irgendwo zur weniger heroischen Geschichte der Stadt gehören.

Warum sollte man sinnvolle Ansätze für die es gute Argumente gibt, nicht auch verfolgen und umsetzen? Andere Parteien setzen deutlich hemmungsloser ihre Klientelpolitik um, obwohl es zahlreiche gute (und eigentlich auch zwingende) Argumente gibt, dass dies mittelfristig gesellschaftlich nicht umsetzbar sein und in eine neue Krise führen wird - angefangen vom Klimawandel, den man meint, abgewählt zu haben bis zum Rentensystem, das zwar nun auf eine Wiederwählbarkeit der Regierenden optimiert wird, aber versucht, die Gesetze der Mathematik zu ignorieren. Beides wird absehbar sehr teuer scheitern, aber halt aus Sicht der politisch Verantwortlichen hoffentlich erst, wenn jemand anders sich mit den daraus resultierenden Problemen herumschlagen muss.
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DerMichael
Mit der Umbenennung geht das irgendwie verloren.
Jetzt ist das irgendeine Person wie tausend andere, die man nicht kennt und deren Namen man sich eh nicht behält.

Bei Adolf Hitler ist es umgekehrt: obwohl der nach ihm benannte Platz wieder umbenannt wurde, erinnert man sich an ihn. Sollte dieser seinen früheren Namen weiterhin tragen? Nach Deiner Argumentation, die ja auch von vielen anderen geteilt wird, wäre dies eindeutig zu bejahen.
Zitat
Lopi2000
Warum sollte man sinnvolle Ansätze für die es gute Argumente gibt, nicht auch verfolgen und umsetzen?

Das kann man machen, wenn die eigene Bubble groß genug ist. Aber damit sollte man sich besser nicht seinen Wahlkampf versauen, wenn man auch Wähler außerhalb der Bubble überzeugen will.
Hat Merz vor der Wahl gesagt: „Wir machen die gleiche Politik, wie die Grünen, nur schlechter und ohne Schuldenbremse!“?
Natürlich nicht. Er hat den Leuten das erzählt, was sie hören wollten. Und Veggie-Day will halt außerhalb der Grünen Bubble keiner hören. So sinnvoll das auch ist.
Stattdessen bedient die CDU ihre Wähler mit so einem Blödsinn wie „Technologieoffenheit“ oder „hocheffiziente Verbrenner“. Und wird dafür vom dummen Volk abgefeiert, obwohl das alles totaler Quatsch ist. Da werden halt die primitiven Gefühle der Masse adressiert und nicht die logischen Gehirnzellen einiger weniger Intellektueller.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.12.2025 13:48 von DerMichael.
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Lopi2000
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DerMichael
Mit der Umbenennung geht das irgendwie verloren.
Jetzt ist das irgendeine Person wie tausend andere, die man nicht kennt und deren Namen man sich eh nicht behält.

Bei Adolf Hitler ist es umgekehrt: obwohl der nach ihm benannte Platz wieder umbenannt wurde, erinnert man sich an ihn. Sollte dieser seinen früheren Namen weiterhin tragen? Nach Deiner Argumentation, die ja auch von vielen anderen geteilt wird, wäre dies eindeutig zu bejahen.

Ich glaube kaum, dass A.H. einen Platz benötigt, damit man sich an ihn erinnert. Zur Geschichte des Platzes und der ganzen Achse sollte aber auf jeden Fall detaillierter informiert werden.
Und auch auf die Schlächter im Afrikanischen Viertel sollte man aufklären. Wie ich das verstanden habe, ist das Afrikanische Viertel aber auch in der Kolonialzeit entstanden. Und damit haben meiner Ansicht die Schlächter kein Anrecht mehr auf den Namen der Straße, aber in deren Fall wäre es auch im Interesse, an die Schandtaten der Schlächter zu erinnern. Das passt dann im Kontext des Afrikanischen Viertels m.E. ganz gut.
In der Ruhmeshalle des Hosenbandordens auf Schloss Windsor gibt es an der Decke die Familienwappen der ehemaligen Mitglieder. Einige Plätze sind leer. Diese leeren Plätze erinnern an die in Ungnade gefallenen Mitglieder.
Ich fände es wichtig, an diese Schlächter der Kolonialzeit zu erinnern.
Ewige Schande halt.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.12.2025 13:48 von DerMichael.
Zitat
DerMichael
Zitat
Lopi2000
Warum sollte man sinnvolle Ansätze für die es gute Argumente gibt, nicht auch verfolgen und umsetzen?

Das kann man machen, wenn die eigene Bubble groß genug ist. Aber damit sollte man sich besser nicht seinen Wahlkampf versauen, wenn man auch Wähler außerhalb der Bubble überzeugen will.
Hat Merz ver der Wahl gesagt: „Wir machen die gleiche Politik, wie die Grünen, nur schlechter und ohne Schuldenbremse!“?
Natürlich nicht. Er hat den Leuten das erzählt, was sie hören wollten. Und Veggie-Day will halt außerhalb der Grünen Bubble keiner hören. So sinnvoll das auch ist.
Stattdessen bedient die CDU ihre Wähler mit so einem Blödsinn wie „Technologieoffenheit“ oder „hocheffiziente Verbrenner“. Und wird dafür vom dummen Volk abgefeiert, obwohl das alles totaler Quatsch ist. Da werden halt die primitiven Gefühle der Masse adressiert und nicht die logischen Gehirnzellen einiger weniger Intellektueller.

Es war ja nun nicht so, dass der Veggieday eine zentrale Wahlkampfaussage der Grünen war, sondern es zeigte sich darin das Problem, dass man sich von konservativen Mainstreammedien mit plakativ herausgepickten Worten treiben ließ, statt dies so einzuordnen, wie es vernünftigerweise Beschlusslage war. Auch künftig besteht ja offensichtlich die Gefahr, dass Öko-Günstlingswirtschaft betrieben wird und wie bei Zigaretten auch auf Fleischpackungen Horrorbilder zu den möglichen Konsumkonsequenzen gezeigt werden, wenn sich im Wahlprogramm dazu bekannt wird "Die Bioökonomie stärken wir." bzw. "Verbraucher müssen klar und verbindlich über Tierwohl und Herkunft tierischer Produkte informiert sein."
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