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Verkehrspolitik in Berlin
geschrieben von krickstadt 
Zitat
Nemo
Zitat
def
Ihr seht mich überrascht und schockiert: Die U7 zur Heerstraße hat einen negativen Kosten-Nutzen-Faktor. Fast hätte ich die Veröffentlichung vor der Wahl für einen Fauxpas gehalten, bis mir eingefallen ist, dass die Magnetbahn ja die U-Bahn als neues Lieblingsspielzeug der CDU abgelöst hat.

Genau, da steckt der Plan dahinter, in ganz Spandau ein Magnetbahnnetz zu bauen. Ob man das schneller hin bekommt als das Magnetbahnsystem Bögl vom Hersteller abgekündigt wird?

Auf den Wunschtraum vom magnetischen Schweben über der Heerstraße deutet ja auch der Entwurf zum Bedarfsplan zum neuen Nahverkehrsplan hin: Zu sehen im Steckbrief "Schienenanbindung Heerstraße Nord" (S.113 im Link unten). Zusammen mit der Maßnahme "UTR/Paulsternstraße – Gartenfeld – Rathaus Spandau/Hakenfelde" (S.87) bögelt dann fast ganz Spandau magnetisch durch die Gegend... ;-)

Bedarfsplanentwurf zum NVP:
[www.berlin.de]
Zitat
phönix
Artikel der Berliner dazu
[www.berliner-zeitung.de]

Zitat
Auszug
Thorsten Schatz fordert nun, die Wirtschaftlichkeitsbewertung kritisch zu hinterfragen und das Projekt [U-Bahn] politisch weiter zu verfolgen. „Infrastruktur dieser Größenordnung entscheidet sich nicht allein in einer Modellrechnung“

Wenn einem das Ergebnis gegen die U-Bahn nicht passt, hält man also trotzdem daran fest.
[www.morgenpost.de]

Derzeit keine Paywall.
Die SPD wolle laut Saleh den neuen Nahverkehrsplan ablehnen, wegen der Absage der U7-Verlängerung in Spandau...
Zitat
TomB
[www.morgenpost.de]

Derzeit keine Paywall.
Die SPD wolle laut Saleh den neuen Nahverkehrsplan ablehnen, wegen der Absage der U7-Verlängerung in Spandau...

Und was ist mit der U-Bahn zum Flughafen? Die würde mir jedenfalls dabei helfen dieses Elend irgendwann schneller nicht mehr sehen zu müssen. Merken die bei der SPD eigentlich, dass sie sich lächerlich machen, wenn man dem Nahverkehrsplan nicht zustimmt, weil da auch was vernünftiges drin steht?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.2026 00:53 von Nemo.
Zitat
TomB
[www.morgenpost.de]

Derzeit keine Paywall.
Die SPD wolle laut Saleh den neuen Nahverkehrsplan ablehnen, wegen der Absage der U7-Verlängerung in Spandau...

Da steht so viel Blödsinn drin und so viel Sinnvolles nicht, und ausgerechnet wegen einer sinnvollen Aussage lehnt sie ihn ab. Der sPD ist echt nicht mehr zu helfen. Immerhin tut sie mal das Richtige, wenn auch aus den falschen Gründen. Da kann man nur hoffen, dass der Entwurf über die Wahl hinaus ein Entwurf bleibt und unter einer neuen Regierung entsorgt wird.
Wenn man Raed Saleh, den King of Obstallee, in seinem Kiez angreift, nimmt er das persönlich.
Zitat
Nemo
Und was ist mit der U-Bahn zum Flughafen? Die würde mir jedenfalls dabei helfen dieses Elend irgendwann schneller nicht mehr sehen zu müssen. Merken die bei der SPD eigentlich, dass sie sich lächerlich machen, wenn man dem Nahverkehrsplan nicht zustimmt, weil da auch was vernünftiges drin steht?

Zumindest ist das doch ein gutes und konkretes Wahlkampfthema und eine gute Chance sich vom aktuellen Koalitionspartner ein Stück weit abzusetzen. Ob ein Nahverkehrsplan ein halbes Jahr früher oder später (mit ggf. anderen Mehrheiten und Schwerpunkten) beschlossen wird, ist nicht wirklich entscheidend.
Zitat
M48er
Wenn man Raed Saleh, den King of Obstallee, in seinem Kiez angreift, nimmt er das persönlich.

Genau. Ich dachte ja schon Herr Stadtrat Schatz betreibt Realitätsverweigerung und hat den Schuss nicht mehr gehört. Aber Saleh schafft es noch das Ganze zu toppen.

Und dass das Ding durch die NKU gefallen ist, ist für mich nicht wirklich überraschend. Beschleunigung ist ein maßgeblicher Punkt in der NKU. Reisezeitverkürzung tritt mit der U7 aber defacto gar nicht auf. Längere Zugangswege und das mäandern durch die Wilhelmstadt, dazu Umsteigezwang für Gatow und Kladow. Das alles hab ich schon kritisch/skeptisch angemerkt, als die Machbarkeitsstudie (ist die eigentlich inzwischen mal veröffentlicht?) gefeiert wurde.

Herr Schatz kapiert aber offenbar nicht, dass seine Brech-Taktik genau das Problem ist. KEINER will aus Potsdam kommend an der Heerstraße aus der Straßenbahn aussteigen und für 2-3 Stationen noch mal in die U-Bahn umsteigen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Und dass das Ding durch die NKU gefallen ist, ist für mich nicht wirklich überraschend.

Durch die NKU gefallen ist die Maximalvariante mit fünf Bahnhöfen und den "Umweg" über Pichelsberg, siehe unten zitierte Grafik. Damit sollte praktisch der gesamte Busverkehr zwischen Pichelsberg und Rathaus Spandau auf die U7 verlagert werden.

Nach einem Update des Tagesspiegel-Artikels von heute Nachmittag liest sich das etwas anders.
Die direkte Führung wie im 200-km-Plan einst entworfen und 1984 nach der S-Bahnübernahme durch den Senat gestoppt, hat demnach auch heute noch einen NKU größer 1: [www.tagesspiegel.de]

Zitat

Die Verlängerung der U7 in Spandau ist vom Tisch, zu teuer und unwirtschaftlich. Ist sie das wirklich? Für eine kürzere und billigere Variante gibt es eine positive Berechnung. Das steht in einer geheimen Studie.
Von Jörn Hasselmann
Stand: heute, 18:21 Uhr

so long

Mario


Zitat
der weiße bim
Zitat
Jay
Und dass das Ding durch die NKU gefallen ist, ist für mich nicht wirklich überraschend.

Durch die NKU gefallen ist die Maximalvariante mit fünf Bahnhöfen und den "Umweg" über Pichelsberg, siehe unten zitierte Grafik. Damit sollte praktisch der gesamte Busverkehr zwischen Pichelsberg und Rathaus Spandau auf die U7 verlagert werden.

Nach einem Update des Tagesspiegel-Artikels von heute Nachmittag liest sich das etwas anders.
Die direkte Führung wie im 200-km-Plan einst entworfen und 1984 nach der S-Bahnübernahme durch den Senat gestoppt, hat demnach auch heute noch einen NKU größer 1: [www.tagesspiegel.de]

Zitat

Die Verlängerung der U7 in Spandau ist vom Tisch, zu teuer und unwirtschaftlich. Ist sie das wirklich? Für eine kürzere und billigere Variante gibt es eine positive Berechnung. Das steht in einer geheimen Studie.
Von Jörn Hasselmann
Stand: heute, 18:21 Uhr

Es zeigt einmal mehr die absolut mangelhafte Transparenz in dem gesamten Verfahren. Aber auch das überrascht mich nicht wirklich. Drüben bei DSO schrieb ich vorhin, dass ich mir bei einer direkten Variante auf der 36er-Achse nach Alt-Pichelsdorf oder der 37er-Achse zur Heerstraße durchaus einen NKF über 1 vorstellen könnte. Nur die "eierlegende Wollmilchsau" funktioniert eben nicht.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Zitat
der weiße bim
Zitat
Jay
Und dass das Ding durch die NKU gefallen ist, ist für mich nicht wirklich überraschend.

Durch die NKU gefallen ist die Maximalvariante mit fünf Bahnhöfen und den "Umweg" über Pichelsberg, siehe unten zitierte Grafik. Damit sollte praktisch der gesamte Busverkehr zwischen Pichelsberg und Rathaus Spandau auf die U7 verlagert werden.

Nach einem Update des Tagesspiegel-Artikels von heute Nachmittag liest sich das etwas anders.
Die direkte Führung wie im 200-km-Plan einst entworfen und 1984 nach der S-Bahnübernahme durch den Senat gestoppt, hat demnach auch heute noch einen NKU größer 1: [www.tagesspiegel.de]

Zitat

Die Verlängerung der U7 in Spandau ist vom Tisch, zu teuer und unwirtschaftlich. Ist sie das wirklich? Für eine kürzere und billigere Variante gibt es eine positive Berechnung. Das steht in einer geheimen Studie.
Von Jörn Hasselmann
Stand: heute, 18:21 Uhr

Es zeigt einmal mehr die absolut mangelhafte Transparenz in dem gesamten Verfahren. Aber auch das überrascht mich nicht wirklich. Drüben bei DSO schrieb ich vorhin, dass ich mir bei einer direkten Variante auf der 36er-Achse nach Alt-Pichelsdorf oder der 37er-Achse zur Heerstraße durchaus einen NKF über 1 vorstellen könnte. Nur die "eierlegende Wollmilchsau" funktioniert eben nicht.

Die Idee, dass Leute gern kurz vor wichtigen Zielen auf die U-Bahn umsteigen, um dann durch die Umsteigezeit und den geographischen Umweg länger als heute zu brauchen, kann auch nur von Politiker:innen kommen, die öffentliche Verkehrsmittel nur von Fototerminen kennen und auch ansonsten nicht weiter als von 12 bis Mittag denken. Vielleicht sollte man in der Politik mal wieder beginnen, sich in (potenzielle) Nutzende hineinzuversetzen, statt sich mit auswendig gelernten "Die Bürgerinnen und Bürger möchten..."-Sätzen* nur noch lächerlich zu machen.

***

Der Tagesspiegel interviewt Aute Bonde hinter Paywall. Aber schon Schlagzeile und Teaser entbehren nicht einer unfreiwilligen Komik:

Zitat
Tagesspiegel
„Wir müssen der Realität entsprechende Politik machen“: Senatorin Bonde verteidigt Pläne für Berlins Nahverkehr
[...] Ihr Haus will weiter eine Magnetschwebebahn prüfen.

Ich lasse das mal so stehen.
_____
* alternativ: "Die hart arbeitende Mitte möchte...", "Die Wählerinnen und Wähler möchten...". Keine Ahnung, welche Trottel Politiker:innen erzählen, dass diese übergriffigen Sätze eine gute Idee sind, vor allem wenn dann kein Handeln folgt. Die haben ihre Beratungsjobs sicher auch nur dank Parteizugehörigkeit und nicht dank Talent.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.03.2026 07:27 von def.
Unterirdische Stadtrundfahrten sind so gut wie nie eine gute Idee...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Unterirdische Stadtrundfahrten sind in den wenigsten Fällen sinnvoll...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Eine unterirdische Stadtrundfahrt ist in den wenigsten Fällen sinnvoll...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Denkt ihr, unterirdische Stadtrundfahrten wären eine gute Idee?
Sorry ich hatte technische Probleme.

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Krumme Lanke
Denkt ihr, unterirdische Stadtrundfahrten wären eine gute Idee?

Glaube nicht. Aber vielleicht sollte man das noch ein paar Mal fragen.... 😉

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Krumme Lanke
Denkt ihr, unterirdische Stadtrundfahrten wären eine gute Idee?

Ich denke schon. Mir fällt kein Grund ein, warum das keine gute oder sinnvolle Idee sein sollte. Schließlich erfreuen sich solche Stadtrundfahrten und auch -wanderungen übergroßer Beliebtheit und oft schnell ausgebucht.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Krumme Lanke
Denkt ihr, unterirdische Stadtrundfahrten wären eine gute Idee?

Ich denke schon. Mir fällt kein Grund ein, warum das keine gute oder sinnvolle Idee sein sollte. Schließlich erfreuen sich solche Stadtrundfahrten und auch -wanderungen übergroßer Beliebtheit und oft schnell ausgebucht.

Genau. Ich tippel mal, dass ich übermorgen nach Feierabend keine Karte für die unterirdische Stadtrundfahrt mehr bekommen werde, da der Verkauf bereits um 9:00 startet, wenn ich auf Arbeit bin.
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