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Verkehrspolitik in Berlin
geschrieben von krickstadt 
Zitat
Nukebro
Unterirdische Stadtrundfahrten sind so gut wie nie eine gute Idee...

Also ich habe schon 2 gemacht und beide in Berlin.

Zum einen habe ich an der Cabrio-U-Bahn-Tour teilgenommen, was ich mir zwar selbst eher nicht gegönnt hätte, aber einige Freund:innen hatten zusammengelegt und mir sie zum Geburtstagsgeschenk gemacht. War spannend.

Zum anderen habe ich selbst von 12 Jahren mal einer dänischen Journalistin eine architektur-historische Führung durch Teile des Berliner U-Bahn-Netzes gegeben, auf deren Basis dann mal ein Artikel in der Tageszeitung Politiken erschien.

Ich fand beides waren gute Ideen und Touren.
Ihr wisst was ich gemeint habe

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Ihr wisst was ich gemeint habe

Nee! Tatsächlich? Hättste das nicht noch einige Male mehr auf ganz unterschiedliche Weise schreiben können? Gib dir mal Mühe!
Zitat
Nukebro
Ihr wisst was ich gemeint habe

Okay, dann: Die U2 oder auch die U5, U7 und die U8 machen heute schon unterirdische Stadtrundfahrten (aus ganz unterschiedlichen Gründen), um mehr zu erschließen es auf direktem Wege möglich gewesen wäre. Sind dennoch ganz erfolgreiche Linien.

~~~~~~
"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."
Zitat
Nukebro
Ihr wisst, was ich gemeint habe.

Nein.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Nukebro
Ihr wisst was ich gemeint habe

Irgendwas mit Kernkraft?
Zitat
DerMichael
Zitat
Nukebro
blubb

blubb?

Es ist echt anstrengend... Macht doch eine Privatunterhaltung auf, wenn euch langweilig ist.
Zitat
Latschenkiefer
Zitat
DerMichael
Zitat
Nukebro
blubb

blubb?

Es ist echt anstrengend... Macht doch eine Privatunterhaltung auf, wenn euch langweilig ist.

Was ist jetzt der Sinn dieses Beitrages?

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Nukebro
Ihr wisst was ich gemeint habe

Okay, dann: Die U2 oder auch die U5, U7 und die U8 machen heute schon unterirdische Stadtrundfahrten (aus ganz unterschiedlichen Gründen), um mehr zu erschließen es auf direktem Wege möglich gewesen wäre. Sind dennoch ganz erfolgreiche Linien.

Welche Abschnitte sind damit konkret gemeint?

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Nukebro
Ihr wisst was ich gemeint habe

Okay, dann: Die U2 oder auch die U5, U7 und die U8 machen heute schon unterirdische Stadtrundfahrten (aus ganz unterschiedlichen Gründen), um mehr zu erschließen es auf direktem Wege möglich gewesen wäre. Sind dennoch ganz erfolgreiche Linien.

Welche Abschnitte sind damit konkret gemeint?

Bei der U2 ist es sicher der gesamte innerstädtische Abschnitt vom Ernst-Reuter-Platz bis zum Senefelderplatz, auch wenn die Linie abschnittsweise schon sinnvoll ist. Von der Schönhauser Allee zu Zoo ziehe ich aber z.B. die Ringbahn + U9 (oder Straßenbahn + Stadtbahn) vor. Die U7 fährt zwischen Jungfernheide und Mehringdamm auch nicht unbedingt die Ideallinie, macht das aber durch eine ordentliche Geschwindigkeit ganz gut wett.
Auf ihrem Weg nach Biesdorf und Hellersdorf macht die U5 den großen Bogen über Friedrichsfelde, weil sie ursprünglich mal nach Karlshorst fahren sollte und dann in den Achtzigern umgeplant wurde. Die nördliche U8 macht ebenfalls "unterirdische Stadtrundfahrten", teils durch Gewerbegebiete, um das Rathaus Reinickendorf zu erreichen.

Da die Berliner U-Bahn oftmals als Ersatz für den Bus- und Straßenbahnverkehr geplant wurde, musste sie natürlich auch erschließen. Und einen Aufkommensschwerpunkt auszulassen, nur weil er nicht direkt am Geradeausweg liegt, ist natürlich Mist - aber kostet gleich intensiv mehr Geld beim Bau (im Betrieb sollte das nicht das Problem sein).

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"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."
Zitat
Philipp Borchert
Die nördliche U8 macht ebenfalls "unterirdische Stadtrundfahrten", teils durch Gewerbegebiete, um das Rathaus Reinickendorf zu erreichen.

Die südliche U8 ist da keinen Deut besser. Da wurde ja noch während des Baus umgeplant und ein Schlenker eingefügt, um ein Kaufhaus anzubinden, dabei war der ursprünglich geplante Streckenabschnitt bereits nahezu fertig.


Zitat
Philipp Borchert
aber kostet gleich intensiv mehr Geld beim Bau (im Betrieb sollte das nicht das Problem sein).

Das hat ja im Falle der U8 der Kaufhausbesitzer bezahlt. Es traf also keinen Armen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Philipp Borchert
Die U2 oder auch die U5, U7 und die U8 machen heute schon unterirdische Stadtrundfahrten (aus ganz unterschiedlichen Gründen), um mehr zu erschließen es auf direktem Wege möglich gewesen wäre. Sind dennoch ganz erfolgreiche Linien.

Das stimmt bei der U2 so nicht, die macht ihren Schlenker durch die City-Ost nicht, um mehr zu erschließen, sondern weil die Straßenbahngesellschaften in der Leipziger Straße erfolgreich gegen die direkte Führung geklagt haben. Und der U8-Schlenker durch Reinickendorf hat die Linie auch nicht erfolgreicher gemacht, eher im Gegenteil: vor lauter Umweg durch Kleingärten ist dann das Geld für den eigentlichen Zweck der U8-Verlängerung ausgegangen, der Erschließung des MV (gut, die politische Wende hat wahrscheinlich auch dazu beigetragen). Auch nach über 30 Jahren ist die Nachfrage hier im Nordabschnitt nicht groß genug für einen ganztägigen 5-min-Takt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.03.2026 08:54 von def.
Der Schlenker der U8 in Reinickendorf hatte einfach politische Gründe. Nahezu alle Bezirke in Berlin (West) hatten einen U-Bahn-Anschluss ihrer Bezirksrathäuser. Manche wie Schöneberg, Kreuzberg, Wedding oder Neukölln schon aus Vorkriegszeiten, andere bekamen in den 60er oder 70er Jahren dies (Tiergarten, Tempelhof, Steglitz, Wilmersdorf, Charlottenburg, Spandau). Und da forderte die Bezirkspolitik in Reinickendorf massiv diese Streckenführung. Hinzu kommt, dass Bezirksverordnete stark überschätzen, wie oft man ins Rathaus muss; sie selber fahren dank ihrer Tätigkeit ja oft hin, auf Otto Normalbürger trifft dies in der Regel nicht zu.
Zitat
M48er
Der Schlenker der U8 in Reinickendorf hatte einfach politische Gründe. Nahezu alle Bezirke in Berlin (West) hatten einen U-Bahn-Anschluss ihrer Bezirksrathäuser. Manche wie Schöneberg, Kreuzberg, Wedding oder Neukölln schon aus Vorkriegszeiten, andere bekamen in den 60er oder 70er Jahren dies (Tiergarten, Tempelhof, Steglitz, Wilmersdorf, Charlottenburg, Spandau). Und da forderte die Bezirkspolitik in Reinickendorf massiv diese Streckenführung. Hinzu kommt, dass Bezirksverordnete stark überschätzen, wie oft man ins Rathaus muss; sie selber fahren dank ihrer Tätigkeit ja oft hin, auf Otto Normalbürger trifft dies in der Regel nicht zu.

Genaugenommen ist das ja sogar der Schlenker zum Schlenker. Ursprünglich sollte es von der Osloer auf direktem Weg nach Norden gehen. Schlenker Nummer 1 war dann zum Paracelsus-Bad, Nummer 2 zum Rathaus Reinickendorf. Und wenn man jetzt wirklich mit 4 Bahnhöfen ins Märkische Viertel plant, dann dürfte das fast Bushaltestellenabstand werden.

PS: Um noch die historische Kuriosität ins Spiel zu bringen: Es gab früher durchaus ernsthafte Ideen die U8 an beiden Enden ins Umland zu verlängern. Im Norden wäre das die Heidekrautbahn mit Verknüpfung in Wilhelmsruh gewesen und im Süden die NME mit Überleitung an der Hermannstraße. Das hätten dann so schöne Zugläufe wie Basdorf - Mittenwalde als U-Bahn werden können. ;)

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.03.2026 09:46 von Jay.
Zitat
Jay


PS: Um noch die historische Kuriosität ins Spiel zu bringen: Es gab früher durchaus ernsthafte Ideen die U8 an beiden Enden ins Umland zu verlängern. Im Norden wäre das die Heidekrautbahn mit Verknüpfung in Wilhelmsruh gewesen und im Süden die NME mit Überleitung an der Hermannstraße. Das hätten dann so schöne Zugläufe wie Basdorf - Mittenwalde als U-Bahn werden können. ;)

Das wären ja Tokioer Verhältnisse, wo die U-Bahnen an der Stadtgrenze zu Regionalbahnen mutieren.
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
Jay
PS: Um noch die historische Kuriosität ins Spiel zu bringen: Es gab früher durchaus ernsthafte Ideen die U8 an beiden Enden ins Umland zu verlängern. Im Norden wäre das die Heidekrautbahn mit Verknüpfung in Wilhelmsruh gewesen und im Süden die NME mit Überleitung an der Hermannstraße. Das hätten dann so schöne Zugläufe wie Basdorf - Mittenwalde als U-Bahn werden können. ;)

Das wären ja Tokioer Verhältnisse, wo die U-Bahnen an der Stadtgrenze zu Regionalbahnen mutieren.

Man muss gar nicht so weit gehen, ist doch in London recht ähnlich. Wobei die Systemgrenzen anderswo auch nicht so streng gesehen werden wie im deutschsprachigen Raum, außerdem hat die Berliner S-Bahn ja durchaus ähnliche Aufgaben wie anderswo die U-Bahn.

Zitat
Jay
Genaugenommen ist das ja sogar der Schlenker zum Schlenker. Ursprünglich sollte es von der Osloer auf direktem Weg nach Norden gehen. Schlenker Nummer 1 war dann zum Paracelsus-Bad, Nummer 2 zum Rathaus Reinickendorf. Und wenn man jetzt wirklich mit 4 Bahnhöfen ins Märkische Viertel plant, dann dürfte das fast Bushaltestellenabstand werden.

... was auch mal wieder zeigt, dass es bei den ganzen U-Bahn-Fantasien in erster Linie darum geht, den "richtigen Verkehr" von den bösen Bussen zu entlasten und nicht darum, möglichst schnell zu sein. Sonst würde man die Vorteil der straßenunabhängigen Führung für einen Reisezeitgewinn nutzen und nicht eine Unterpflasterstraßenbahn bauen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.03.2026 10:17 von def.
Zitat
def
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
Jay
PS: Um noch die historische Kuriosität ins Spiel zu bringen: Es gab früher durchaus ernsthafte Ideen die U8 an beiden Enden ins Umland zu verlängern. Im Norden wäre das die Heidekrautbahn mit Verknüpfung in Wilhelmsruh gewesen und im Süden die NME mit Überleitung an der Hermannstraße. Das hätten dann so schöne Zugläufe wie Basdorf - Mittenwalde als U-Bahn werden können. ;)

Das wären ja Tokioer Verhältnisse, wo die U-Bahnen an der Stadtgrenze zu Regionalbahnen mutieren.

Man muss gar nicht so weit gehen, ist doch in London recht ähnlich. Wobei die Systemgrenzen anderswo auch nicht so streng gesehen werden wie im deutschsprachigen Raum, außerdem hat die Berliner S-Bahn ja durchaus ähnliche Aufgaben wie anderswo die U-Bahn.

Zitat
Jay
Genaugenommen ist das ja sogar der Schlenker zum Schlenker. Ursprünglich sollte es von der Osloer auf direktem Weg nach Norden gehen. Schlenker Nummer 1 war dann zum Paracelsus-Bad, Nummer 2 zum Rathaus Reinickendorf. Und wenn man jetzt wirklich mit 4 Bahnhöfen ins Märkische Viertel plant, dann dürfte das fast Bushaltestellenabstand werden.

... was auch mal wieder zeigt, dass es bei den ganzen U-Bahn-Fantasien in erster Linie darum geht, den "richtigen Verkehr" von den bösen Bussen zu entlasten und nicht darum, möglichst schnell zu sein. Sonst würde man die Vorteil der straßenunabhängigen Führung für einen Reisezeitgewinn nutzen und nicht eine Unterpflasterstraßenbahn bauen.

Hatte auch kurz an Karlsruhe als Beispiel gedacht.
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
Jay


PS: Um noch die historische Kuriosität ins Spiel zu bringen: Es gab früher durchaus ernsthafte Ideen die U8 an beiden Enden ins Umland zu verlängern. Im Norden wäre das die Heidekrautbahn mit Verknüpfung in Wilhelmsruh gewesen und im Süden die NME mit Überleitung an der Hermannstraße. Das hätten dann so schöne Zugläufe wie Basdorf - Mittenwalde als U-Bahn werden können. ;)

Das wären ja Tokioer Verhältnisse, wo die U-Bahnen an der Stadtgrenze zu Regionalbahnen mutieren.

Dazu reicht schon der Blick nach Köln/Bonn.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Philipp Borchert
Die nördliche U8 macht ebenfalls "unterirdische Stadtrundfahrten", teils durch Gewerbegebiete, um das Rathaus Reinickendorf zu erreichen.

Die südliche U8 ist da keinen Deut besser. Da wurde ja noch während des Baus umgeplant und ein Schlenker eingefügt, um ein Kaufhaus anzubinden, dabei war der ursprünglich geplante Streckenabschnitt bereits nahezu fertig.


Zitat
Philipp Borchert
aber kostet gleich intensiv mehr Geld beim Bau (im Betrieb sollte das nicht das Problem sein).

Das hat ja im Falle der U8 der Kaufhausbesitzer bezahlt. Es traf also keinen Armen.

Das mit der Kaufhausanbindung am Moritzplatz ist wohl nur ein Gerücht, das sich hartnäckig hält.
Andere Quellen behaupten, dass die Umplanung erfolgte, weil man zu spät festgestellt hat, dass das Gefälle zwischen Oranienplatz und Luisenstädtischem Kanal zu steil werden würde. So hat man den Schlenker über den Moritzplatz gemacht und mit dem zusätzlichen Aushub den Luisenstädtischen Kanal verfüllt, der ohnehin mangels ausreichendem Gefälle ein stehendes, stinkendes Gewässer war.
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